Absolut richtig (und ein wichtiger LINK)!
Hallo!
In den Tagen der Forums-Krise war auf ARTE eine sehr gute Doku, weswegen ich sie nicht reinstellt habe und auf eine neue Gelegenheit wartete, die hier nun gegeben ist:
Die Revolution der Selbstlosen
https://www.youtube.com/watch?v=a0-qARHsMps
Ab Minute 16:00 Beobachtungen an Kleinkindern (spontane Hilfsbereitschaft, Empathie, positive Bewertung von kooperativem Verhalten Anderer etc.), danach Beobachtungen an Affen, gegen Ende des Films empirische Untersuchungen zur Verhaltensänderung durch meditative Praktiken (Kronzeuge: Matthieu Ricard), beispielhafte Anwendung an einer Ghetto-Schule in den USA.
Man kann nur wenige kritische Anmerkungen zu dieser Dokumentation machen. Wenn ich auf die üblichen TV-Spielfilmprogramme schaue, dann sehe ich ab 17:00 Uhr bis tief in die Nacht überwiegend Crime, Sex, Mord, Krieg, Totschlag. Es ist klar, dass sich auf diese Weise bei der breiten (tv-abhängigen) Bevölkerung niemals eine Wertschätzung von kooperativem Verhalten durchsetzen wird. Ich verstehe einfach nicht, warum Ausnahmesituation des Lebens (wie etwa ein Mord) einem jeden Tag ins Wohnzimmer projiziert werden.
Die obige Dokumentation zeigt, dass es ein ganz anderes menschliches Sozialverhalten möglich wäre, ein ganz andere Welt denkbar ist (die Verhaltensbausteine dafür sind biologisch-genetisch angelegt). Im Übrigen würde das dann auch den Umgang mit Tieren und der Natur gelten -> siehe das Zitat unten.
Eine gute neue Woche!
Weiner
Friedrich von Schiller, Prosaische Schriften (1793)
"Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund und ehrt die Freiheit, indem er bloß ihre Willkür zügelt."
"gebildet" hatte im 18. Jahrhundert noch die Komponente "charakterlich entwickelt", also nicht nur "gut erzogen und mit Wissen vollgepropft". Die Anerkennung der Freiheit des Anderen ist (implizite) Voraussetzung für kooperatives Verhalten.