Achtung: Hessen ist kein AfD-Erfolg!

harryinfo, Montag, 07.03.2016, 10:39 vor 3628 Tagen 6112 Views

Hallo zusammen, überall wird ein AfD-Erfolg bei den Kommunalwahlen in Hessen sugerriert. Erstens mal ist die Partei in gerade mal zwei Dutzend von über 100 Wahlkreisen angetreten, zweitens wurde sie vor allem aus einem Grund gewählt: aus Protest. Thomas Castorp hat das sehr gut analysiert.

Gruß!
Harryinfo

ein Beleg für Merkels Totengräberfunktion für die CDU

Dieter, Montag, 07.03.2016, 11:13 vor 3628 Tagen @ harryinfo 4208 Views

bearbeitet von Dieter, Montag, 07.03.2016, 11:18

Hallo,

die letzten beiden Kommunalwahlen in Hessen waren recht dominant von Bundes/Weltpolitik überschattet. Vor 5 Jahren war es Fokushima und jetzt die Migrantenkrise.

Schaut man sich die Wahlergebnisse von 2006 an und vergleicht diese mit den derzeitigen Wahlergebnissen stellt man fest, daß es eine schleichende Tendenz weg von der CDU unter Merkel gab, was m.E. auch kein Wunder bei der fortgesetzten sozialistischen Tendenz unter Merkel ist.

Gegenüber 2006 hat die CDU ca. 27% ihres Stimmanteils verloren, von 38,5 auf 28,2%. Die SPD aufgrund des Linksrucks der CDU hat natürlich auch verloren, ca. 19% ihre Stimmanteils, also von 34,7% auf 28,0%.
Dagegen haben die Grünen gegenüber 2006 noch leicht zugelegt, ebenso wie die FDP.

Hessen bleibt also eine grüne Hochburg, was auch durch ein Ergebnis von über 10% bestätigt wird.
Meiner Ansicht nach gehören die zwar unter 3%, das sehen die Hessen und viele Bürger anderer Bundesländer allerdings anders.

Und da Merkel's CDU reichlich Platz gemacht hat im Bereich der Mitte, bzw. rechts der Mitte ist es m.E. auf Dauer unabdingbar, daß irgend eine Partei rechts der CDU diese Lücke füllt.
Insofern hat die AFD eigentlich exakt das Wählerpotenzial aufgefangen, welches Merkel als Vakuum hinterlassen hat.

Somit ist die AFD keine Protestpartei, sondern unabdingbar. Würde es sie nicht geben, würde eine andere neue Partei exakt die gleiche Funktion erfüllen.


Gruß Dieter

Linksruck der Rechten

Mark @, Dienstag, 08.03.2016, 23:28 vor 3626 Tagen @ Dieter 1533 Views

Hallo Dieter,

grandiose Analyse :) Du erwähnst einen Aspekt (Linksruck der Konservativen), die ich einem anderen Kommentar - ich vermute auf einen Post von Dir an anderer Stelle - auch beschrieben hatte.

Gruss,

Mark

Als Kandidat würde ich nicht antreten

Meierding @, Montag, 07.03.2016, 11:18 vor 3628 Tagen @ harryinfo 3868 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.03.2016, 20:30

Als AfD-Kandidat kann da einfach mal nachts die links Terror-SA vor der Tür stehen, das kann ich mir aus privaten Gründen nicht leisten (Familie, Gesundheit).

Das Ergebnis ist daher mehr als bemerkenswert.

Geht mir genauso. Einmal würde die Versicherung zahlen.

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 07.03.2016, 11:44 vor 3628 Tagen @ Meierding 3573 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.03.2016, 12:34

Ein zweites mal sicherlich nicht - und ich wäre wirtschaftlich erledigt.
Außerdem hätte ich dann vermutlich auch noch die Staatsanwaltschaft am Hals...

Als AfD-Kandidat kann da einfach mal Nachts die links Terror-SA vor der
Tür stehen, dass kann ich mir aus privaten Gründen nicht leisten
(Familie, Gesundheit).

Also weiter abducken, geht leider nicht anders.

Das Ergebnis ist daher mehr als bemerkenswert.

Das finde ich auch und nötigt mir Respekt ab.

--
Beste Grüße

GRIBA

Na ja

lonzo @, Montag, 07.03.2016, 11:28 vor 3628 Tagen @ harryinfo 3498 Views

Moin

Ist da etwas anderes geschehen, als bei den Grünen vor vielen Jahren?
Eine Protestwahl, ja und.

Bei aller Analyse bitte ich zu bedenken, wie und mit welchen Mitteln die AfD bekämpft wurde und wird. Das reicht von Diffamierung bis zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Etablierte Parteien sind sich zu gar nichts zu schade und letztlich haben beide (ehemaligen) Volksparteien nichts anderes gemacht, als ihre Stammwählerschaft in die Wüste zu schicken.

Dabei geht es nicht um Demokratie, sondern um die Sicherung des Einkommens - vielleicht auch, weil man es auf dem freien Markt nicht erzielen könnte.

Ich gehe zunächst mal davon aus, dass in der AfD genügend qualifizierte Leute arbeiten, die die erforderliche Qualität liefern oder bereit sind, sich in die Themen einzuarbeiten. So ein Geheimnis ist das schließlich auch nicht und wenn ich mir viele Ergebnisse heutiger Politik anschaue, bekomme ich einen Brechreiz.

Wachstum wird erfolgen, wenn politische Erfolge deutlich werden und die Gefahr sinkt, dass Mitglieder in der Gefahr schweben, wegen Diffamierung ihren Arbeitsplatz und ihre gesellschaftliche Existenz zu verlieren. Beispiele gibt es da genügend.

Zeit für ein Alternative für Deutschland ist es allemal.

Was machen wir, wenn 40-60 Millionen Bürger für die Wiederherstellung staatlicher Grenzen protestieren?

Ashitaka @, Montag, 07.03.2016, 12:50 vor 3628 Tagen @ harryinfo 3492 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 07.03.2016, 13:05

Hallo harryinfo,

Hallo zusammen, überall wird ein AfD-Erfolg bei den Kommunalwahlen in
Hessen sugerriert. Erstens mal ist die Partei in gerade mal zwei Dutzend
von über 100 Wahlkreisen angetreten, zweitens wurde sie vor allem aus
einem Grund gewählt: aus Protest.
Thomas
Castorp hat das sehr gut analysiert.

Gruß!
Harryinfo

Und es deutet sich eine enorme Zunahme des Protests an. Es werden Millionen mehr sein, die ihren ehemaligen Staat (es gibt keine Grenzen mehr!) wiederhaben wollen.

Das ist ernst zu nehmen!

Die Mehrkosten, Steuer- und Beitragserhöhungen kann der Bund vielleicht für kurze Zeit aus der Wahrnehmung der Bürger verdrängen, doch die Quittung kommt. Die Medien werden den Ball aufnehmen, werden auch die durchgehend scheiternde Integration und Blockade des Arbeitsmarktes sehr bald aufgreifen. Da werden auch die Gestalten im öffentlich rechtlichen Fernsehen mit ihren vor Irrsinnigkeit in Bezug auf die Hochlebung von Einzelschicksalen nicht gegen ankommen. Die Realität (dass Deutschland eine neue politische Richtung einnimmt) wird sie alle niederzwingen.

Die Erfolge der AfD sind ernstzunehmen, da es kein anderes Ventil der Massen gibt um ihre Wut und die Orientierungslosigkeit der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Die Radikalisierung ist vorprogrammiert. Und die Flüchtlinge werden ins offene Messer laufen, da sie selbst ein Ventil brauchen, um mit diesem infrastrukturellen und perspektivlosen Wahnsinn dem sie ausgesetzt sind, klar zu kommen. Die Bevölkerung ist in keiner Nachkriegsstimmung, die die Aufnahme der Fremden ermöglichen wird. Auch ist die heutige arbeitsteilige Geselllschaft nicht auf diesen Druck vorbereitet. Und die Regierung setzt einzig und allein darauf, wird den zusätzlich benötigen Wohnraum innerhalb der nächsten 2-3 Jahre nicht schaffen können, um den Massen Herr zu werden.

Es bahnt sich ein infrastrukturelles Chaos in diesem Frühling/Sommer an, durch welches ganz neue Hilferufe in Richtung Brüssel erzwungen werden. Das politische Kasperletheater in Griechenland und der Türkei ist ein strategisches Vorgehen. Wie Gaby schon richtig erklärt, Griechenland wird zum Hotspot und die Einwanderung nach Deutschland aus dann humanitären Gründen nicht mehr aufzuhalten sein. Rückführungen in die Türkei, dass ich nicht lache!

So kurzfristig kann die Bundesregierung sich ebenfalls verschließende Schlepptau-Opposition gar nicht mehr reagieren. Meiner Meinung nach ist der kommende Protest und Wandel Deutschland, durch enormen Druck der die Parteien beratenden Netzwerke und Gesellschaften, bewusst herbeigeführt worden. Und das erstreckt sich bis auf die militärischen Ebenen, die maßgeblich die Verantwortung für diese organisierten Umzüge tragen. So wie Orban es schon im Sommer des letzten Jahres als eine langfristige, linke Agenda erklärte, die Europa politisch auf den Kopf stellen wird und zur Integration durch Krisen zwingen will.

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Protestwählen ... bei der Wahlbeteiligung?

Nick Tech @, Montag, 07.03.2016, 13:56 vor 3628 Tagen @ harryinfo 2899 Views

... zweitens wurde sie vor allem aus
einem Grund gewählt: aus Protest.

Genau daran habe ich bei der grottenschlechten Wahlbeteiligung von bis zu 37% so meine Zweifel. Wenn wirklich alle Protestwähler an die Urnen gegangen wären, wieviel Prozent hätte dann die AfD wohl bekommen ... [grübel]

Schaut mal, die 12% der AfD sind sehr gut vorausgesagt worden: (mL)

DT @, Montag, 07.03.2016, 22:30 vor 3628 Tagen @ harryinfo 2665 Views

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/hessen.htm


Institut Auftraggeber Befragte Datum CDU SPD GRÜNE FDP LINKE AfD Sonstige
Infratest
dimap Hessischer
Rundfunk T • 1.000
12.01.–16.01. 20.01.2016 34 % 26 % 11 % 5 % 8 % 12 % 4 %

Ich finds eh witzig

Kaladhor @, Münsterland, Dienstag, 08.03.2016, 06:48 vor 3627 Tagen @ harryinfo 2170 Views

Es vergeht kein Tag, an dem nicht über die "rechtspopulistische" AfD hergezogen wird...

Dabei, wenn man sich denn mal die Mühe macht, und sich die frei gewordenen Themen, die die AfD nun "beackert", ansieht, dann muss man eigentlich relativ schnell feststellen, dass die AfD Positionen vertritt, die vor nicht mal 20 Jahren noch von der CDU vertreten wurden. Als müsste man ja im Umkehrschluß die frühere CDU auch als rechtspopulistisch bezeichnen. Tja, dass ist halt die Crux, wenn man unliebsame Parteien in irgendwelche Schubladen steckt, es fällt immer auf einen selbst zurück.

Ich gehe sogar davon aus, dass die Wahlbeteiligung insgesamt um den Prozentsatz der AfD-Wähler geringer wäre, gäbe es die AfD nicht. Meiner Meinung nach ist die AfD schlicht ein Auffangbecken für alle enttäuschten CDU-Wähler, die zwar nicht mehr die CDU wählen wollen, jedoch auch keine rechte Partei. Somit erfüllt die AfD ihre Aufgabe recht gut.

Gruß,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

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