Fehlende Gewaltenteilung

mh-ing @, Sonntag, 06.03.2016, 08:16 vor 3629 Tagen 3618 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.03.2016, 13:50

Es wird viel spekuliert, was unseren Staat so zerstört und in diesen Zustand gebracht hat. Aus meiner Sicht ist ein wesentlicher Punkt die fehlende Gewaltenteilung. Der erste Fehler hier ist, dass man von 3 statt 4 spricht. Man hat bei der Gewaltenteilung völlig unterschlagen, dass die mediale Macht mindestens den anderen normativen Staatsgewalten ebenbürtig ist, wenn nicht sogar stärker, da die Wahl medial gewonnen wird.

Nebst der problematischen Verquickung der Gewalten bereits schon im Parlament über die vom Parlament gewählte Regierung (indirekt nicht direkt), der Weisungsbefugnis für Staatsanwälte usw. ist das weitere Hauptproblem, die Besetzung.
Es können Politiker in Medien, Medien in Politik, Politiker in das Verfassungsgericht und Verfassungsrichter Präsident werden ....
All das hat unsere Gewaltenteilung so zerstört, dass es letztlich nur noch eine Macht gibt, die sich nicht mehr gegenseitig kontrolliert, in der Waage hält und überhaupt nicht mehr in Abhängigkeit vom Volk ist.

Leider aber liest man in den Parteiprogrammen und Äußerungen von Kritikern des Systems wenig davon. Man gibt keine Idee, keine Vision, wie das besser laufen könnte. Man klagt, ob das aber etwas bringt?

Besser fände ich es daher, wenn man einen politischen Willen formuliert und in den möglichen Umfeld das bekannt macht als Option, als Verbesserung, um einen Wandel zu schaffen.

Mein Vorschlag in Kurzform wäre:
Definition der Medien als formale 4. Macht im Staat im Verfassungsrang (ist ja irgendwo auch so beschrieben).
Völlige Trennung der Gewalten durch:
- Wahl von Kanzler und Präsident durch direkte Wahl des Volks
- Grundsatz:Kein Wechsel zwischen den Gewalten
d.h. Wer ein Teil der Judikativen war, kann in die die Legislative wechseln durch Wahl, dann aber nicht mehr zurück. Wer Teil der Exekutive war, kann nicht in die anderen Gewalten zurück wechseln. Ausnahme ist der Wechsel von Legislative und Exekutive, da dies infolge der Wahlen und der Parlamente/Regierung nicht anders geht. Man könnte mit dieser Ausnahme unsere Parlamentsregierungsform beibehalten, persönlich wäre ich aber für eine deutlichere Trennung beider Gewalten.

Vor allem die Parteien heben die Gewaltenteilung auf

Falkenauge @, Sonntag, 06.03.2016, 09:45 vor 3629 Tagen @ mh-ing 2791 Views

Die Gesetzgebung liegt de facto nicht bei den Abgeordneten, sondern bei ihrer Partei. Gesetzgeber ist im Grunde nicht das Parlament, sondern die Mehrheits-Partei oder Koalitionsrunde, wo die Gesetzesvorhaben beschlossen werden. Das Parlament stellt nur noch formal das Forum dar, auf dem der Gesetzgebungsprozess als leeres Theaterstück für das Volk abläuft. Da zudem Parlamentsmehrheit und Regierung von derselben Partei gestellt werden, ist die Gewaltenteilung von Legislative und Exekutive praktisch aufgehoben.

Auch die Judikative ist von Parteimitgliedern durchsetzt und ihre Unabhängigkeit durchlöchert, was sich besonders gravierend beim Bundesverfassungsgericht, dem Hüter und maßgebenden Ausleger des Grundgesetzes auswirkt. Die 16 Richter werden je zur Hälfte von Bundesrat und Bundestag gewählt, also von Vertretern der Landesregierungen, die natürlich Parteien angehören, und von Parlamentariern, die Vertreter von Parteien sind. Die Parteien bestimmen also nach dem Proporz die Richter, die natürlich einer Partei angehören oder ihr besonders nahe stehen.

Das treibt Blüten, wie z. B. die folgende: Durch Urteile von 1966 und 1968 hatte das BVerfG der (von den Parteien 1959 eingeführten) staatlichen Parteienfinanzierung immerhin Grenzen gesetzt, eine öffentliche Kontrolle und die grundsätzliche Beteiligung auch außerparlamentarischer Parteien verlangt. Dies wurde von den Parlamentsparteien unterlaufen, indem enorm wachsende Zuschüsse nicht in die Parteikassen, sondern an die Fraktionen, Abgeordneten und Parteistiftungen flossen. Eine Klage der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), geführt von dem Staatsrechtler Prof. Hans Herbert von Arnim, wurde kürzlich nach über dreijährigem schriftlichen Verfahren als unzulässig verworfen. Der die Entscheidung vorbereitende Berichterstatter des 2. Senats war Peter Müller, vorher 12 Jahre CDU-Ministerpräsident des Saarlandes, 2011 vom Bundesrat, der Kammer der Landesregierungen, zum Bundesverfassungsrichter gewählt (vgl. Junge Freiheit 44/15).

Die Parteien durchsetzen also alle Bereiche der Macht des Staates und heben die Gewaltenteilung auf, da die Amtsträger überall Mitglieder oder Sympathisanten derselben Partei sind, die daher praktisch alle Gewalt in ihrer Hand hält. Die Parteien sind grundsätzlich demokratiefeindlich. Sie deformieren die parlamentarische Demokratie zur Oligarchie.
Weiteres HIER.

Auch die 4. Gewalt (Presse/Medien) ist völlig in Staatshand. (mT)

DT @, Sonntag, 06.03.2016, 10:28 vor 3629 Tagen @ Falkenauge 2661 Views

Heute morgen kommentiert die Sonntagszeitung, daß die Kosten für die Industrie, falls die LKWs an der Grenze kontrolliert würden, in Milliardenhöhe anfallen würden. Daß die Asylforderer aber Dutzende oder Hunderte von Milliarden kosten, wird unter den Tisch fallen lassen.

Schlimmer: die Medien sind in der Hand der US Besatzer, indirekt auch die GEZ Medien

BerndBorchert @, Sonntag, 06.03.2016, 10:45 vor 3629 Tagen @ DT 2740 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.03.2016, 10:52

Gut zu beobachten bei der Flüchtingskrise: Es waren die Medien bis hin zu den Provinztageszeitungen, die im Juni/Juli/August 100% und vor allem 100% gleichgeschaltet die Pro-Asylanten Kampagne losgetreten haben. Die Politik (Merkel) hat dann erst im August nachgezogen.

Wie wird so eine gleichgeschaltete Kampagne orchestriert? Atlantik-Brücke, Bilderberg (war im Juni), CFR Deutschland, Bertelsmann Stiftung etc. Und ich vermute ein Netz/Hierarchie von "Führunsgsoffizier" Verhältnissen bei den Medien-Chefs. Und wenn die "Leitmedien" ihr Briefing bekommen haben, dann ziehen die Provinzblätter nach.

Bernd Borchert

Wie kommt es eigentlich, dass gerade die Hamburger Presse so US-gelenkt ist: Bild, Welt, Spiegel, Zeit?

Du vergisst die 5. Gewalt: Die US Besatzer, genauer gesagt: die Mafia, die auch die USA beherrscht (NWO)

BerndBorchert @, Sonntag, 06.03.2016, 11:33 vor 3629 Tagen @ mh-ing 2780 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 06.03.2016, 11:45

Gute Idee, die Medien als 4. Gewalt im Staat anzusehen.

Die US NWO-Mafia hat in Deutschland vor allem die Medien unter ihrer Kontrolle (gut zu sehen bei wichtigen Themen im letzten Jahr: Flüchtlingskrise, Paris Terror, GR Krise, Ukraine Krise/Russland).

Die Politik hat sie teilweise direkt (ein paar dessen bewusste oder unbewusste Agenten), aber vor allem indirekt über die Medien unter Kontrolle.

Die Exekutive kann sie über die Geheimdienst Schiene (BND, Verfassungsschutz, BKA) erreichen.

Die Judikative ist der schwierigste Brocken für die NWO. Aber die Judikative mischt sich ja kaum ein. Z.B. bei 9/11/Afganistan-Überfall wurde sie nicht einmal gefragt, soweit ich weiß (oder doch? aber dann zu spät).

Bernd Borchert

Parteienproblem

Michael Krause @, Sonntag, 06.03.2016, 12:13 vor 3629 Tagen @ mh-ing 2541 Views

Deutschland hat 62 Millionen Wahlberechtigte. Davon sind knapp 1,3 Millionen Mitglied einer Partei, die im Bundestag oder einem der Landtage vertreten ist. Die Piraten haben übrigens mehr Mitglieder als die AfD. Das Durchschnittsmitglied der CDU und der SPD ist 59 Jahre alt, wie JJahnke auf seiner Webseite schreibt. Die Wahlbeteiligung geht zurück. Mit der Unterstützung von 18% der Wahlberechtigten wird man in Berlin Regierender Bürgermeister. In anderen Ländern ist es ähnlich. Da darf man sich über das Ergebnis solcher Regierungstätigkeit nicht wundern.

Laut Grundgesetz wirken die Parteien an der Willensbildung des Volkes mit. Dieser Grundsatz wird ad absurdum geführt. Die Parteien haben sich große Teile des Staates widerrechtlich angeeignet. Sie bestimmen die öffentlich rechtlichen Medien, sie wählen sogar die Verfassungsrichter aus ihren eigenen Reihen. Verstärkt wird das Ganze noch durch die Zentralisierung des Staates. Auch hier sagt das Grundgesetz, die Gesetzgebungskompetenz liegt bei den Ländern, soweit das GG diese nicht dem Bund zuweist. Über die Finanzen wird dieser Grundsatz schon seit Langem ausgehebelt.

Was wir brauchen ist eine Rückkehr zur Verlagerung der Kompetenzen auf kleinere Verwaltungseinheiten und mehr Bürgerentscheide. Kleinere Einheiten haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie antifragiler sind, wie Taleb es nennt. Außerdem würde der Wettbewerb zwischen den einzelnen Regionen gestärkt. Seit Jahrzehneten schlecht regierte Länder dürfen nicht mehr auf Kosten der gut geführten Länder überleben können.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Initiativrecht und Volksabstimmungen wären das beste Regulativ.

FOX-NEWS @, fair and balanced, Sonntag, 06.03.2016, 13:24 vor 3629 Tagen @ Michael Krause 2264 Views

Natürlich nur aus Sicht der Untertanen [[zwinker]]. Regieren in der Schweiz dürfte ein harter Broterwerb sein und sicher schielen die Politiker in Bern neidisch auf ihre berliner Kollegen ob der "paradiesischen Zustände" dort.

M.W.n ist die Volksdemokratie der Schweiz einzigartig. Da stellt sich mir die Frage, ob es sich dabei um einen "Betriebsunfall" der Geschichte handelt, oder ob das bewusst so sein soll - quasi als Abschreckungsbeispiel für all diejenigen, die solche heretischen Gedanken pflegen. [[freude]]

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Es gibt gar keine echte Gewaltenteilung

stocksorcerer @, Sonntag, 06.03.2016, 15:51 vor 3629 Tagen @ mh-ing 2210 Views

Das sieht man ja gerade.

Die müssten ja alle VÖLLIG unabhängig voneinander schalten und walten können.

Aber an allen Schaltstellen sitzen willfährige Gestalten, die im Sinne des Regimes die Dinge regeln. Gewaltenteilung ist reine Augenwischerei, wenn jegliche Instanz unterwandert ist oder - anders herum - weitgehend gesäubert von potentiellen Querschlägern.

Gruß
stocksorcerer

Parteien

Falkenauge @, Sonntag, 06.03.2016, 16:54 vor 3629 Tagen @ stocksorcerer 2085 Views

Aber an allen Schaltstellen sitzen willfährige Gestalten, die im Sinne
des Regimes die Dinge regeln. Gewaltenteilung ist reine Augenwischerei,
wenn jegliche Instanz unterwandert ist oder - anders herum - weitgehend
gesäubert von potentiellen Querschlägern.

Ja, und das alles durchziehende Netzwerk ist die jeweils herrschende Partei.
Siehe oben.

Gruß
Falkenauge

Nicht vergessen: Was wir jetzt haben, wurde klar vorhergesehen

Ulli Kersten, Heinsberg, Sonntag, 06.03.2016, 16:46 vor 3629 Tagen @ mh-ing 2588 Views

Aus einem Artikel vom Herbst 2013

".... bahnt sich in Deutschland nach 1966 und 2005 die dritte Große Koalition an. ... Dadurch drohen der Demokratie Gefahren.
...
Durch die Beeinträchtigung der Gewaltenteilung zwischen Regierung und Parlament kommt es zu einer extremen Machtkonzentration bei den regierenden Parteien und die Gefahr des Machtmissbrauchs und der Korruption wächst."

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_66085296/gefahren-eine...


Es gibt zahlreiche andere Kommentare dazu.

Wie sich nun zeigt, hat die Regierung die Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen, ihre Macht zu missbrauchen. Es fragt sich nun, ob es noch einen Weg zurück gibt.

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