Zeit: Merkel will Flüchtlinge einfliegen lassen - Verhältnis zu Frankreich schwer gestört - Steilvorlage für britische EU-Geg

azur, Freitag, 04.03.2016, 22:13 (vor 3631 Tagen) @ Leserzuschrift3430 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 04.03.2016, 22:23

Hallo Leser,

geht es nicht mehr direkt, dann eben per Luftweg: "Unter Hochdruck haben Merkels Leute in den vergangenen Tagen die Details ihres Plans ausgearbeitet. Wie Zahnräder sollen die einzelnen Elemente ineinandergreifen: Die Türkei verstärkt mithilfe der in der Ägäis patrouillierenden Nato-Verbände ihre Grenzkontrollen. Zudem nehmen die Türken Flüchtlinge zurück, die es trotzdem nach Griechenland geschafft haben. Im Gegenzug werden Migranten aus den türkischen Lagern nach Europa geflogen. Mit anderen Mittelmeerstaaten werden ebenfalls Bedingungen für die Rücknahme illegaler Einwanderer ausgehandelt. Marokko hat bereits zugestimmt, aus Deutschland abgeschobene Migranten wieder ins Land zu lassen (siehe Seite 7), auch mit Ägypten wird darüber gesprochen. "Wenn die ersten Flüchtlinge von den Schiffen der Nato nicht nach Athen, sondern nach Izmir gebracht werden, haben wir es geschafft", heißt es in der Bundesregierung.

Merkels Plan würde einen Ring um Europa ziehen. Der soll die Kanzlerin in die Lage versetzen, den Flüchtlingsstrom zu kontrollieren und zu reduzieren."
http://www.zeit.de/2016/11/fluechtlingskrise-europa-angela-merkel-rettung

Es wird also scheinbar eine Lösung präsentiert. Aber die besteht nur darin, dass weiter viele herkommen können. Dazu begibt sie sich in die Abhängigkeit der Türkei, von wo, wenn wie von dort dringend verlangt, ohne Visumpflicht weitere Massen zu erwarten sind (da kann sich die Roth freuen, die ja öffentlich schon von Meeren von Türkenfahnen träumte). Zudem sind die europäischen Partner vergräzt worden. Die wichtigsten Nachbarn wie Österreich, Polen und vor allem Frankreich. Die Tagesschau.de stellte noch einen angeblichen Schulterschluss heraus: Beide wollten eine europäische Lösung. Die aber in Wirklichkeit höchst unterschiedliche aussieht (und letztlich gibt es ja schon eine europäischen Lösung durch die Südosteuropäer).

Wenn ZON das schon bringt:
"Angela Merkel bei Hollande: Schluss mit "Angela" und "François"
In Paris erledigen Kanzlerin Merkel und Präsident Hollande das nötige Minimalprogramm. Vor dem Flüchtlingsgipfel kann nichts über eine tiefe Verstimmung hinwegtäuschen.
Von Georg Blume, Paris

(Natürlich wieder mit so einem überheblichen Ende, als ob die Zeitung Schulmeister der Franzosen wäre und auf diese Einfluss hätte.)

Die Nachbarstaaten haben aber gar nicht die Absicht sich dem Diktat der Kanzlerin zu beugen, die vor allem auch Kosten für alle verursacht hat:

"Doch der gemeinsame Auftritt wäre glaubwürdiger gewesen, wenn Präsident und Kanzlerin auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen angesprochen hätten. Es ist gar nicht lange her, da rügte der französische Regierungschef Manuel Valls auf Besuch in München öffentlich die großzügige deutsche Flüchtlingspolitik und forderte einen Stopp der Flüchtlingsaufnahme. In Berlin hatte Valls' Auftritt Entsetzen ausgelöst. Doch jetzt: Kein Wort darüber! Nur jeweils eine Frage gestatten Präsident und Kanzlerin den französischen und deutschen Journalisten in Paris. Eine betrifft Putin, eine die Türkei. Glück gehabt! Denn so treten die eigenen, deutsch-französischen Probleme nicht zutage. Wie anders aber, wie viel entspannter und auskunftsreicher waren solche Begegnungen im Élysée-Palast in der Vergangenheit verlaufen!

Keine Kraft für politischen Willensakt

Dabei erwartet man gerade heute, nicht zuletzt in Frankreich, gemeinsame Führungsqualitäten von Präsident und Kanzlerin."

Von der Merkel erwartet man nur noch den Abgang.

Aus: http://www.zeit.de/politik/2016-03/merkel-hollande-fluechtlinge-eu-gipfel-tuerkei

Auch hinsichtlich Brexit hat sie den EU-Gegnern eine Steilvorlage gestellt. Und die Griechen, die sie noch vor kurzen mit einen Herauswurf pressten, sollen der Garant sein. Neben den Türken. Kopfschüttelsmiley.

Aber klar, sind überall nur Menschenfeinde und Nazis.

"Politik Treffen mit Orbán
17:13
Seehofer sieht Wende in Merkels Flüchtlingspolitik

"Wenn das keine Wende ist": Mit Blick auf die dramatische Lage in Griechenland macht Seehofer einen Schwenk bei der Kanzlerin aus. Nun sei es nicht die Lösung, Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen."

http://www.welt.de/politik/ausland/article152946187/Seehofer-sieht-Wende-in-Merkels-Flu...

Selbst die Kommentare bei Zeit Online, sind fast durchweg Ablehnung der einsamen und hastigen Politik der Noch-Kanzelerin (die auch Wahlergebnissen nicht weichen wird - ist ja immer schön: Sonst gilt, wer durch Wahlen legitimiert sei, der sei o. k. Außer all jene, deren Wahl einem nicht gefällt. Sind nun alle anderen "Nazi-Diktaturen", die Merkels Alleingänge und wirren Ansichten nicht teilen? Die Saudis, die Amis und Kanadier, die keine oder nur wenige, ausgesuchte Zuwanderer aufnehmen?

Neulich war ja wiederlegt worden, dass die Grenzkontrollen der Wirtschaft schaden würden (das hat die Wirtschaft früher Jahrzehnte schadlos überstanden) - und zwar aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das unter Leitung des Vizekanzlers steht: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wirtschaftsministerium-grenzko...

Aber was schert es die EU-Propaganda: http://www.welt.de/newsticker/news1/article152941234/Bruessel-will-durch-Fluechtlingskr...

Halsstarrig und getragen von Romantikern, die annehmen, man müsse anderen ihren Willen überhelfen (sofern sie sich nicht einreden, in Deutschland und der EU die Mehrheiten, die es aber nicht gibt, darstellen*).

Viele freundliche Grüße

azur


* sie halten sich für den Zenit Europas und der Menschlichkeit: "kritisierte SPD-Chef Sigmar Gabriel Seehofer scharf für sein Treffen mit Orbán. "Statt Merkel zu unterstützen, verbündet er sich mit ihrem größten Gegner", sagte Gabriel der "Bild"-Zeitung. Er halte es für verantwortungslos, ihr vor dem entscheidenden Gipfel "derartig in den Rücken zu fallen".

Auch die Opposition griff Seehofer wegen der Reise scharf an. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter erklärte, Seehofer und Orbán stünden für "nationale Alleingänge und neue Zäune in Europa". Die Männerfreundschaften Seehofers mit Orbán und Russlands Präsident Wladimir Putin seien "eine einzige Peinlichkeit". Seehofer war vor einem Monat in Russland."

Das sind die Kräfte, auf der die einsame Politik Merkels basieren soll. Und unser Land massiv verändern und gewaltige Kosteneffekte verursachen (viele Kommunen müssen anerkannten Residentlern den Lebensunterhalt zahlen, und lassen sie deswegen gern wegziehen - vielen erklärt man wohl nur verzögert, dass sie aus den Massenunterkünften ausziehen könnten, wenn sie die Anerkennung haben, denn das ist für die Gemeinden günstiger).

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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