Griechenland fügt sich in sein Schicksal: "Die Flüchtlinge werden 2-3 Jahre bleiben und die Grenzen geschlossen"
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 03.03.2016, 08:47
Moin,
Griechenland fügt sich nun auch offiziell in sein Schicksal. Der zuständige Minister ließ verlauten: Idomeni (gemeint ist der Grenzübergang im Norden) wird geschlossen bleiben, die Flüchtlinge werden in Griechenland bleiben. Woher er die Sicherheit nimmt, dass es "nur" zwei bis drei Jahre sein werden - und was danach passieren soll - das sagt er nicht. Bislang spricht er von ca. 100.000 Flüchtlingen, die Griechenland für diese Zeit erwartet. Auch hierfür meine ich gibt es keinen Beleg. Das Thema bereitet hier zunehmend Unbehagen, vorsichtig ausgedrückt.
Gleichzeitig herrscht hinter den Kulissen ein mehr oder minder offener Krieg zwischen IWF und den restlichen Gläubigern. Die Troika hätte schon längst zurück in Athen sein müssen, um endlich die Überprüfung des laufenden "Programmes" abzuschließen. Der IWF steht aber auf dem Standpunkt, es könne so nicht funktionieren - und fordert viel schärfere Einschnitte, blockiert so den nächsten Schritt. Der IWF pocht schon lange auf einen Schuldenschnitt für Griechenland - den die europäischen Geldgeber aber nicht akzeptieren.
Die Regierung in Athen ist auch deshalb schwer nervös. Ohne Abschluss des Untersuchungsberichtes kein neues Geld. Man habe nicht mehr viel Zeit, so heisst es.
M.E wird man die Lage nutzen: Griechenland fliegt aus dem Euro, kriegt (in Euro) eine "Gelddusche" aus Brüssel (die Transparenz zur Verwendung der Gelder vergessen wir mal ganz schnell), weil man "die Griechen ja mit der Situation nicht alleine lassen kann" - und im Trubel der Ereignisse darf Griechenland dann auch endlich Pleite gehen. Man hat ja einen Grund dafür (die Flüchtlingskrise) - und nicht etwa, dass man von vornherein bereits gewusst haben könnte, dass das "Hilfs-Geld" von Anbeginn an für immer verloren war.
Was als nächstes kommt ist auch noch ein Bail-In bei den Banken. Das pfeifen hier die Spatzen von den Dächern. Noch vor einiger Zeit hieß es: Im September, nun rutscht das Datum immer weiter an die Gegenwart ran.
Viele Grüße
Gaby
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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci