Bitte um Hilfestellung - Vermietungsproblematik

Olivia @, Mittwoch, 02.03.2016, 10:40 vor 3633 Tagen 6207 Views

Ich habe eine Frage an das Forum:

Vor etwa einem Jahr habe ich zum ersten Male eine möbelierte Einliegerwohnung vermietet. Unglücklicherweise kam es mir nicht in den Sinn, die Wohnung nur an Nichtraucher zu vermieten. Der Mieter, ein sehr netter und zuverlässiger Mann, ist nun ausgezogen, weil er eine Firmenwohnung bekommen hat. Leider war er starker Raucher. Das Wohnzimmer können wir vermutlich normal „enträuchern“, für das Bad werden wir wohl ein großes Ozongerät holen müssen.
Nun aber meine Frage.
Die Schürze der Badewanne ist inzwischen gelblich und die Zwischenräume zwischen den weißen Kacheln sind intensiv gelbbraun. Zudem ist die Spülvorrichtung der Toilette (nur außen, da hinter Putz) unregelmäßig vergilbt.

Kann man etwas dagegen tun. Wenn ja, WAS könnte man dagegen tun. Und wie schaut es mit dem Nachweis aus, dass dies vom Rauchen kommt. Der Mieter hat wirklich sonst nichts kaputt gemacht und war sehr ordentlich. Ich möchte auch keinen Maschendrahtzaun-Ärger vom Zaun brechen. Der Mieter selbst sieht sein Rauchen als „Bagatelle“. Aber bei den bisherigen „Besichtigungen“ fiel der Zigarettengeruch sehr auf. Die Vergilbungen habe ich gestern erst richtig mitbekommen. Fotos von der Übergabe haben wir leider nicht gemacht, weil mir so etwas absolut nicht in den Sinn kam.

Hat jemand eine Idee, was man tun könnte?

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Vielleicht explizit wieder an einen Raucher vermieten? (oT)

pigbonds @, Mittwoch, 02.03.2016, 10:45 vor 3633 Tagen @ Olivia 4024 Views

- kein Text -

:-) - eher nicht. Vielleicht gibt es ja ne andere Lösung (oT)

Olivia @, Mittwoch, 02.03.2016, 10:51 vor 3633 Tagen @ pigbonds 3894 Views

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http://www.chemie-scholz.de/nikotin-reiniger/nikotin-reiniger-1-liter/ (oT)

Mirko, Česko, Mittwoch, 02.03.2016, 10:56 vor 3633 Tagen @ Olivia 4417 Views

- kein Text -

Da hilft nur Schrubben

007 @, Zentral im Weltwohlfahrtsstaat, Mittwoch, 02.03.2016, 11:06 vor 3633 Tagen @ Olivia 4462 Views

Versuch 1:

Flüssiges Vollwaschmittel. Mit Schwamm oder Lappen mit Waschmittel einreiben, kurz einwirken lassen, mit warmem Wasser abwaschen. Die Enzyme im Waschmittel lösen den Fettschmutz, die Bleiche macht das Weiß wieder weiß.

Versuch 2:

Prilwasser mit ein bißchen Salmiak.

Versuch 3:

Radierschwamm

Versuch 4:

Essigreiniger

Versuch 5:

Anlauger aus dem Baumarkt (sind kleine gelbe Päckchen mit blauem Pulver, wird in Wasser aufgelöst und dann mit Schwamm aufgetragen, aber nur mit Hamdschuhen!)

Versuch 6:

Die Chemiekeule: Cillit Bang oder Dan Klorix Kraftreiniger

Backsoda = altes Hausmittel

CalBaer @, Donnerstag, 03.03.2016, 07:01 vor 3632 Tagen @ gwg 3421 Views

Alte Backoefen bekommt man so von den eingebrannten Fettschichten befreit. Backsoda mit Wasser als dicke Paste anruehren und Ofen damit von innen einstreichen. Ueber Nacht einwirken lassen, dann mit Essigsaeure bespruehen. Es blubbert und gast dann noch mal schoen in der Paste (chemische Reaktion). Dann den Brei runterschruppen, notfalls mit Stahlschwamm, hartnaeckige Stellen mit einer Klinge.

So geht es ganz ohne Chemie. Durch die Neutralisation mit Essig ist der Abfall auch fuer das Abwasser kein Problem.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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Hatte mal das gleiche Problem...

KK, Mittwoch, 02.03.2016, 11:32 vor 3633 Tagen @ Olivia 4975 Views

Hallo Olivia,

... das ältere Ehepaar hatte über Jahre nur im Bad geraucht.

Trotz oftmals geöffnetem Fenster entstand ein Gelber Salon.

Beseitigt haben wir mit:

- komplette Dusche des Bades mit einem Oxi-Reiniger und Nachwäsche mit warmem Wasser incl. Rauhfaser an Decke und oberhalb der Fliesen. (Viel Saugmaterial verwenden)

- Rauhfaser mit einem Anti-Nikotin-Anstrich und einem Anstrich Nikotinsperre versehen, damit Nikotinreste nicht durchdrücken.

Alles unproblematisch und erfolgreich, da sich vom Nikotin nichts mehr gezeigt hat.

Viel Erfolg
KK

Möglichkeiten

Positiv @, Mittwoch, 02.03.2016, 11:23 vor 3633 Tagen @ Olivia 4867 Views

Hallo Olivia,

wenn ich nach "Nikotin entfernen" suche, geben die ersten beiden Links viele Informationen.

Meine Erfahrung ist, dass auch nach gründlichster Reinigung ein Nichtraucher trotzdem unangenehme Gerüche wahrnimmt. Ohne vollständige Sanierung ist eine ehemalige Raucherwohnung für Nichtraucher nicht mehr zu gebrauchen.

Wieder an einen Raucher zu vermieten, wäre wohl wirklich die einfachste Lösung, wenn man (Arbeits- + Kosten-) Aufwand und Nutzen einer Reinigung ins Verhältnis setzt.

Grüße,

Positiv

Vielen Dank für die Hinweise. Ich werde jetzt mit Chemie anfangen.

Olivia @, Donnerstag, 03.03.2016, 12:29 vor 3632 Tagen @ Olivia 3356 Views

Danke für alle Hinweise.

Ich werde jetzt ein Kombination von Chemie und Ozon versuchen. Die Ozon-Geräte kann man sich für 50 Euro leihen (1 Tag oder Wochenende). Die Spalte zwischen den Kacheln kann man mit einer Lösung "streichen". Vorher werde ich nochmals mit Oxi dran gehen. Hoffentlich klappt es.

Vielen Dank nochmals.

Ich habe hier Speise-Natron. Kann man mit dem eigentlich auch reinigen oder ist das Reinigungs-Natron besser dazu geeignet?

An einen Raucher werde ich nicht mehr vermieten. Habe mit Rauchern leider keinerlei "Erfahrungen" gehabt und bin wohl deshalb "hereingeschlittert".

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Speisenatron = Backsoda

gwg ⌂ @, Metropole OWLs, Sonntag, 06.03.2016, 23:14 vor 3629 Tagen @ Olivia 3378 Views

Ich habe hier Speise-Natron. Kann man mit dem eigentlich auch reinigen
oder ist das Reinigungs-Natron besser dazu geeignet?

Speisenatron (Natriumhydrogencarbonat) wird auch Backsoda genannt.
http://www.holste.de/index_htm_files/Kaiser-Natron%20ABC_DIN_A4.pdf

Backsoda ist Natron also nichts anderes als Natriumhydrogencarbonat, wahrschein hat man da in Deinem Rezept eine englische Vorlage gehabt. Natron heisst in amerikanischen Rezepten "Backing Soda"
http://www.chefkoch.de/forum/2,9,22128/HILFE-Was-ist-Backsoda.html#beitrag

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Der Streusand-Effekt reduziert nicht die Rutschgefahr!

pigbonds, @mirko, @007, @gwg, @CalBaer, @KK, @Positiv, @Reffke - Danke und Lösung

Olivia @, Montag, 07.03.2016, 15:24 vor 3628 Tagen @ Olivia 3204 Views

Hallo,

die Tat ist nun vollbracht und ich möchte ein Feedback geben, was geholfen hat.

Nachdem wir alle möglichen Hausmittelchen ausprobiert haben und auch zum Thema "Raucherzimmer" das Internet bemüht haben, hat schließlich folgende Kombination zu unserer Zufriedenheit gewirkt:

1. Ozongerät leihen (Kosten pro Tag ca. 49,- - 59,- Euro - über das Wochenende die gleiche Summe)
2. Clorhaltiges Reinigungsmittel kaufen, mit diesem speziell die Fugen reinigen. Das ist etwas mühsam, aber es hilft.

Das Ozongerät sollte nach Aussage der Verleihfirma (Verleihnix) ca. 7 Stunden laufen (bei Schimmel oder Parasiten 12 Stunden). Danach ausschalten, eine halbe Stunde den Raum nicht betreten und anschließend gut lüften. Der "Schwimmbadgeruch" kann sich bis zu 3 Tage halten, die Schadstoffe sollen aber bereits nach 30 Minuten verflogen sein.

Wichtig: Ozon ist giftig! Daher müssen Pflanzen, Tiere, Menschen aus den Zimmern heraus. Die Türe von außen gut abdichten, damit sich das Ozon nicht auch außerhalb des zu behandelnden Raumes verteilt. 7 Stunden sind ziemlich lang. Die Verleihfirma hatte mir eine Zeitschaltuhr mitgegeben. Da ich mit diesen aber vorher "leidvolle" Erfahrungen gemacht hatte, habe ich es vorgezogen, die Sicherung auszuschalten, als ich das Gerät ansteckte, dann für 7 Stunden die Sicherung wieder einschalten und danach wieder ausschalten. Eine halbe Stunde nach dem Ausschalten kann man dann den Raum betreten (stinkt gewaltig) und die Fenster öffnen.

Das Ozongerät war ziemlich leistungsfähig. 7000-er.... sagte man mir. Ich kann mir nicht viel darunter vorstellen und habe das nur zur Kenntnis genommen. Es gibt "ungiftige" Möglichkeiten, die sind aber nicht sehr effizient und werden nur für Raucherautos genutzt.

Viele Grüsse aus den raucherfreien Gefilden.

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