Eine Reise in die Zukunft – Der zukünftige Wandel der Gesellschaft und Wirtschaft !?!

Mr.Dux @, Montag, 29.02.2016, 22:03 vor 3634 Tagen 3809 Views

Hallo alle zusammen,

Ich lese seit mehr als 10 Jahren regelmäßig im Gelben-Forum und auf Hartgeld und kenne die unterschiedlichsten Meinungen und Überzeugungen. Ich habe sozusagen über die Jahre viel Einblick in das Denken vieler Gelbforener und Hartgelder bekommen. Ich selbst bin für meine Verhältnisse genügend gut vorbereitet und setze mein Augenmerk derzeit mehr auf breitere Streuung. Denn ich wurde und werde in all den Jahren das Gefühl nicht los, dass die Gold und Silber Bugs vielleicht doch von der Politik und der Wirtschaft an der Nase herum geführt werden könnten. An all diejenigen, die ihr letztes Hemd in physische Gold- und Silbervorräte gesteckt haben oder stecken wollen, sei hier nur kurz zur Überlegung geraten, dass es vielleicht auch etwas anders kommen könnte, als die Gold- und Silber Bugs hoffen.

Auf eine kommende Monarchie a la Hartgeld möchte ich hier jetzt nicht eingehen, da ich es mir persönlich nicht vorstellen kann, dass es jemals wieder Kaiser und Könige hier geben wird. Es wird ehr auf eine digitalisierte Eine-Welt-Regierung bzw. Neue Weltordnung hinaus laufen, mit digitalen Cryptowährungen, so meine bescheidene Meinung. Bargeld wird in der Zukunft leider Geschichte sein. Die Wirtschaft und die Banken benötigen digitales Geld um ihre Geldgier, ihre Gewinne und ihre Expansion ins Unendlich weiter betreiben zu können.

Ein Crash wird kommen, dass ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, so sehe ich das auch. Physisches Gold- und/oder Silber sind Pflicht, wenn man einen Teil seines Vermögens retten will. Zudem bin ich jedoch der Meinung, dass auch digitale Währungen unsere Zukunft bestimmen werden, auch wenn das bei den Hartgeldern nicht gerne gehört wird. Ebenso sind Aktien, als Anteile an ausgewählten Unternehmen, unerlässlich für das eigene Kapitalwachstum des privaten Vermögens. Auch trotz oder gerade wegen eines kommenden Crashs. So darf man nicht vergessen, dass wir auch nach einem Crash niemals einen Rückschritt machen werden. Die Wirtschaft strebt immer nach vorne und will expandieren.

Für die Mächtigen ist eine bargeldlose Gesellschaft an erster Stele bei einer Neuordnung der Welt, egal wie die Währung mal heißen wird, der Blockchain gehört die Zukunft. Virtuelle Realität und digitales Bezahlen wird in der Zukunft alltäglich sein. Auch eine eigene, abbezahlte Immobilie kann ein sicheres und billiges Zuhause für die Krisenzeiten sein. Vielleicht sind sogar ein klein wenig überschaubare Schulden von Vorteil, wenn man bei einem zukünftigen Lastenausgleich etwas günstiger davon kommen will, wer weiß.

Deshalb rate ich dringend zur Streuung seiner Anlagen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Denn auch nach einen Aktien- und/oder Wirtschaftscrash gibt es wieder sehr gute Chancen, sein Geld in Unternehmenswerte zu stecken, um am möglichen Aufschwung nach dem Crash zu verdienen. Die Aktienmärkte sind ja auf Hartgeld schon seit vielen Jahren totgesagt, und doch sind die Märkte seit 2008 wieder rasant angestiegen. Da hat man demnach auch schon viel Gewinnpotential verpasst, wenn man nur auf Gold und Silber gesetzt hat.

Vielleicht kommt ja doch alles ganz anders und Gold bleibt trotz möglichem Terror maximal bei 2.000 Euro und Silber wenn es gut läuft bei 30 Euro. Was ist, wenn die Aktienmärkte nach einem Rücksetzer und nach Abwicklung der Deutschen Bank doch weiter steigen. Dann schauen alle, die nur auf eine Karte gesetzt haben, ziemlich blöd aus der Wäsche.

Das sind nur meine Gedanken zum weltweiten Geschehen und soll kein Garant auf Richtigkeit haben. Ich würde mich jedoch freuen, wenn meine Überlegungen zur Diskussion anregen würden.

Beste Grüße sendet :-)

Mr.DiFranko

Ein paar Gedanken: (mT)

DT @, Montag, 29.02.2016, 22:18 vor 3634 Tagen @ Mr.Dux 3459 Views

Hier laufen momentan die Preise total aus dem Ruder. Die Preise für Wohnungen in der Innenstadtlage haben sich seit 2005 verdoppelt. Ich habe keine Ahnung, wie das je abgezahlt werden soll.

Mehrere Gründe sehe ich:
a) Die Generation der Jg. 50er und 60er, die jetzt in den Top Verdienstjahren sind, oft sind die Kinder schon aus dem Haus. Jetzt verkaufen sie z.T. ihre Häuser und kaufen sich eine Stadtwohnung, am liebsten mit Aufzug und eben, ohne Treppen.

b) Die niedrigen Zinsen. Die alte 20-30% downpayment Regel die Tatsache, daß sich eine Kreditsumme bei üblichen 6% nach 12 Jahren verdoppelt hat gilt ja nicht mehr. Bei 1-2% Zinssatz und dem rasanten Anstieg, der natürlich durch das billige Geld noch befeuert wird, ist ja jeder doof, der nicht schnell schuldenfinanziert aufspringt. Es fühlt sich so an wie 98 und 99 oder 2006/2007, wo man dann kreditfinanziert mit Aktien spekulieren sollte. Was die meisten aber vergessen: 500 000 und mehr würde niemand nehmen, um damit Aktien auf Pump zu kaufen. Mit den Häusern und Wohnungen wirds aber gemacht.

c) Erbschaften: einige 30-40 jährige erben von ihren Eltern einen Batzen cash oder verkaufen das geerbte Haus der Großeltern und haben somit cash zum Investieren.

Ich kann mir nur vorstellen, daß die Käufer, die auf Kredit, via Deflation oder Wertverlust skalpiert werden sollen. Wenn man jetzt für 1% oder wie angeblich in der Schweiz oder anderen Ländern schon für Negativzinsen in Investments getrieben wird, dann sucht man doch nur Dumme, die später diese Wahnsinnsschulden abtragen müssen, wenn Verdienst, Wert der Immobilie etc. weniger ist.

Oder leben wir in einer Sondersituation, daß in D alle assets noch teurer werden, während die europaweite Deflation zuschlägt?

Eines ist meiner Meinung nach sicher: wenn die Nachschuldner, sprich die Generation der 70er und 80er Jahre kommen sollen und die Wohnungen der 50er und 60er Jahrgänge abkaufen sollen, wird's davon nur noch halb so viele geben. Keine 1.5 Mio Personen mehr pro Jahrgang, sondern nur noch 500-600 000. Und die ganzen Babyboomer müßten dann darauf hoffen, daß ihnen ihre 1 Mio EUR Wohnungen in Innenstadtlage von irgendwelchen Algerieren in Hartz IV oder Niedriglohnjobs wieder abgekauft werden.

Habe jetzt gehört, daß Mehrfamilienhäuser außerhalb von Ballungszentren, jedoch in NRW, also nicht im Osten, aus den späten 70er/frühen 80er Jahren nur noch für ca 200 kEUR verkauft werden können (also um die 1000 €/m²), da niemand mehr ein Haus mit >250 m² braucht für 3 Kinder. Für das Geld gibts dann grad mal noch eine 60m² Wohnung im betreuten Wohnen zu 3000 €/m².

Und das ist HEUTE, wo die Nachschuldner, die eigentlich eine Wohnung bräuchten, noch mit 1.5 Mio pro Jahrgang rumlaufen.

Wie wird das eigentlich im Jahr 2030 oder 2040 aussehen???

Die Studie ist schätzungsweise aus 2008. (mT)

DT @, Dienstag, 01.03.2016, 01:14 vor 3634 Tagen @ Amos 2358 Views

Unglaublich, was sich in 8 Jahren verändert hat. Von München reden die Autoren dort auf Seite 76 im Bereich von 2000 €/m², von den anderen Gebieten im Bereich 1000 €/m². Das ist korrekt, denn man hat zB in Bonn um das Jahr 2000 herum etwa 2000 DM/m² zahlen müssen für eine ganz schöne ET-Wohnung auf der scheel Sick, hinter dem Deich am Rhein. Die alten Lagen gabs dort für 1000 DM/m².

Wie gesagt, Preise im Bereich von 6000-8000 DM/m² umgerechnet als Standard für Neubauten in Bonn sind unfassbar, denn die Gehälter sind nicht wirklich stark angestiegen, auf keinen Fall haben die sich verdoppelt oder verdreifacht.

Mit Millionen von Kulturbereichern hat auch niemand gerechnet. Schon die Aktion, daß die Wohnungsbesitzer die Energiespar-Sanierung und Renovierung komplett binnen 8 Jahren (also ca 12% p.a.) auf die Mieter umlegen durften, eine Einzelaktion von Erika, hat den Mietpreispegel um diese gnadenlosen Werte geboostet. Man könnte grad meinen, die Haus&Grund Lobby flüstere ihr ihre einsamen Entscheidungen ein.

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