Wo geht eigentlich die Reise nun wirklich hin?

Geminus @, Hessen, Dienstag, 23.02.2016, 12:08 vor 3642 Tagen 5035 Views

Hallo miteinander,
helft mir mal - das hier ist doch ein Wirtschaftsforum.
Ich verstehe immer weniger, welche Entwicklung unser Geld- und Wirtschaftssystem in den nächsten Monaten bis Jahren nehmen wird. Ich bin wohl so verwirrt, weil alles so fü-ü-ü-ürchterlich ist. Weiß ich ja, das das so ist - aber was tun wir nun damit?
Habt Ihr begründete Annahmen, was da vermutlich kommt?
Ich schwanke zwischen dem Szenario des Bären ("mit Knarre, Dosenbrot und Klopapier im Wald verschanzen") und "alles geht weiter langsam und kaum merklich den Bach runter und die Superreichen werden immer reicher auf Kosten der Mittelschicht".
Aber vielleicht sehe ich das zu düster? Die Einwanderer bringen vielleicht einen gigantischen Wachstumsschub bei Zeltverleihern, Dolmetschern, Supermärkten, Baufirmen, "halal"-Produzenten und anderen Branchen, der uns wirtschaftlich zu einer Insel der Glückseligen macht? Also hier in die Stadt (Erstaufnahme...) fließt jedenfalls derzeit merklich viel Geld, aus welchen Töpfen auch immer. Bestimmt fehlt's dann woanders.

Konkret:
Welche Anlageklassen werden ihren Wert leidlich halten können, welche nicht?
Welche Investitionen werden mittel- bis längerfristig (sagen wir so 5 bis 20 Jahre) noch ein positives return-of-investment haben? Börse? Gold? Euros? Kronen oder Franken? Kalaschnikovs? Dosenbrot? Direkte Firmenbeteiligungen?

Ich wäre für begründete Einschätzungen dankbar. Und vielleicht, ganz vielleicht, hilft das ja auch anderen zu Einsichten und Handlungshilfen?
Und ja - ich weiß, dass niemand von uns eine zuverlässige Kristallkugel hat und die ganze Chose extrem schwierig ist, weil so vieles mit so vielem anderem wechselwirkt. Deswegen bin ich ja so verwirrt. Falls es nicht das Alter ist...

Liebe Grüße aus der mittelhessischen Weltstadt,
Geminus

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wer nur einen Hammer hat, sieht überall nur Nägel

Meine Einschätzung

tunlichst @, Dienstag, 23.02.2016, 19:53 vor 3642 Tagen @ Geminus 3612 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.09.2016, 18:05

Also was ich sagen kann:

du hast schon richtig erkannt, dass der "Boom" durch die Neubürger eine reine Farce ist. Denn bezahlt wird ausschließlich mit Steuergeld, das dann eben an anderen Stellen fehlen wird (Straßenbau/Infrastruktur, Schulsanierung, Bildung uvm.). Das Geld wäre - größtenteils -sowieso investiert worden. Nun wird es aber nicht für uns investiert (wie eigentlich vorgedacht), sondern für andere. Gewissermaßen Veruntreuung von Steuergeld.

Aber nunja, das dürfte niemanden verwundern, denn immerhin heißt unser Finanzminister Schäuble, mit illegalen Machenschaften kennt der Mann sich bestens aus. Unser Innenminister De Maziere hat den Sachsensumpf - also Kinderficker - gedeckt. Unsere Verteidiungsministerin hat keinerlei Ahnung in ihrem Fachbereich und will unser Militär "familienfreundlicher" gestalten. Unser Infrastrukturminister Dobrindt ist Pro-Zensur und liebt Orwell. Der Justizminister hält relativ wenig von Gerechtigkeit, dafür umso mehr von den linksradikalen und dem Traum der Resozialisierung. Unsere DDR-Kanzlerin ist immer noch treue Genossin und zieht Deutschland weiter in Richtung Sozialismus, bis das Gebilde unweigerlich zusammenbricht. Und dadurch wird meiner Meinung nach das passieren, was Heinsohn vorausgesagt hat: Brasilianische Zustände.

Wirtschaftlich sehe ich Deutschland und die gesamte westliche Welt auf dem absteigenden Ast. Momentan rettet uns der technologische Vorsprung und die Infrastruktur, aber der wird aufgrund von unzureichenden Investitionen immer kleiner werden. Ich denke, dass die Bevölkerung in den nächsten 10 Jahren deutlich ärmer werden wird, da durch Automatisierung/Rationalisierung/Globalisierung mehrere Millionen Arbeitsplätze wegfallen und die Menschen nur zum Teil durch neue Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor aufgefangen werden. Das hierdurch irgendwann unser Sozialsystem zusammenbricht ist klar - wenn es immer mehr Bezieher aber immer weniger Einzahler gibt, die zudem immer weniger einzahlen können, kippt das Kartenhaus namens "Solidarsystem" in sich zusammen. Gerade wir in Deutschland haben zusätzlich das Problem, dass wir enorm vom Export abhängig sind - die Binnenwirtschaft wurde seit Jahrzehnten vernachlässigt, die Löhne stagnieren bzw. sinken real, während Mieten deutlich steigen (zumindest in den gut abgebundenen Gegenden). Die Rentner werden in Zukunft immer weiter aus den Städten vertrieben - die Rente reicht dafür einfach nicht. Dann müssen sie auf dem Land verkümmern, wo kaum ein Bus fährt und der nächste Arzt 10km entfernt ist.

Das Bildungsniveau wird aufgrund den ausbleibenden Investitionen und der immensen Immigration sinken statt steigen - man sollte wissen, dass es in wenigen Jahren in der Altersgruppe der unter 18 jährigen mehr "Neubürger" als deutsche geben wird. Was das bedeutet, kann man in den Problembezirken schon heute erkennen. Zudem werden gebildete Ausländer und gebildete Deutsche vermehrt auswandern, weil die Lebensqualität hier sinkt, die Bezahlung unterdurchschnittlich ist und die Besteuerung/Abgabenlast überdurchschnittlich. Wer also kann, der wird wohl gehen. Wer Familie hat, der wird sich in die besseren Gegenden verziehen (Stichwort "Gated Communities" und Gentrifizierung). Der Durchschnittsbürger wird ausgeblutet und allein gelassen - das führt vermutlich zu immer mehr sozialen Verwerfungen, die immer häufiger in Gewalteskalation münden werden. Der totalitäre Staat wird diese "Nazis" und "Feinde" irgendwie unter Kontrolle bekommen - ob das nun Straflager, gewöhnliche Gefängnisse oder einfach nur vollständige soziale Ausgrenzung, Schikane und Maßregelung bedeutet, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. So oder so, Öl ins Feuer. Sozialismus eben.

Wie sagte Churchill:

"Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends."


"Sozialismus ist die Philosophie des Versagens, das Credo der Ignoranz und das Glaubensbekenntnis - des Neids."

Wir können von Glück sagen, wenn es keinen Krieg gibt, aber glücklicher werden wir dennoch nicht sein, zukünftig.

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Mittwoch, 24.02.2016, 03:09 vor 3641 Tagen @ tunlichst 2611 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 24.02.2016, 03:22

'n Morjen @Tunlichst,

gefällt mir alles, was Du schreibst. Sehe das genauso.

Nur ein paar Ergänzungen.

Uns fehlt sicher Phantasie. Beispielsweise wird es schon in wenigen Jahren flächendeckend Hochgeschwindigkeits-Funkvernetzung geben, das Internet der Dinge, Gesundheitsüberwachung einschl. der Gene, digitaler Zahlungsverkehr, Wohnungsautomatisierung (Klimarettung/Heizkostenmanagement on the fly in Echtzeit am Energiemarkt), Steuerzahlung via Funk (Tacho und Fahrtenbuch virtuell beim Finanzamt) ... alles LÜCKENLOS! AUSLOGGEN VERBOTEN!

Das bedeutet: Verstecken und Verbergen unmöglich. Mehr Phantasie, bitte!

Deshalb hinkt der Vergleich mit Brasilien. Dort gibt es noch Parallelgesellschaften, wo kein Staat und keine Obrigkeit 'reingucken kann (Favelas, Indianer, ...). Wird hier in Deutschland unmöglich sein.

Ich sage nicht, dass die Unterschicht durch Kontrolle der Diktatur sicher leben wird. Das wird sie nur, wenn das System sich interessiert für den Bodensatz der Gesellschaft. Aber sie, die Armen, werden den Kontrolleuren so uninteressant sein wie mir Ameisen beim Radeln. Es sei denn, einige Proleten werden lästig ... Dafür gibt es den Staatsschutz. Wir machen uns noch keine Vorstellung von den technischen Möglichkeiten der Aufklärung zwecks vorbeugender Internierung ... Die Aktie würde ich kaufen.
[[ironie]]

Zweitens: In eine Übergangsphase wird die Bevölkerung durchaus das Gefühl haben, dass der Sozialstaat kollabiert (siehe aktuell Griechenland). Aber es wird immer noch tiefer und tiefer gehen, denn es gibt da theoretisch keine Bodenbildung "Null", beim Elend.

Das ist ja gerade das Geplante (davon bin ich längst überzeugt, schrieb schon mehrfach dazu, Hauptgrund vermutlich: Finanzsystem am Ende? Und das ist DIE GELEGENHEIT mal Nägel mit Köpfen zu machen?): Die Määänschen sollen nach dem Faschismus lechzen, um die demokratische Diktatur betteln.

Wie war es denn in Weimar? Sehr ähnlich dem, was ich kurzfristig hier erwarte. Schlimmer noch wird es nun kommen, weil sich nun nicht nur rechte Deutsche und linke Deutsche, sondern Schiiten und Hindus und der ganze Regenbogen in "Schland" die Birne einschlagen werden.

Nicht nur auf den Straßen wie in Weimar, mit Stahlruten und Totschlägern. ich erwarte echt böse Terroranschläge (hoffentlich lassen sie weiterhin die technischen Anlagen in Ruhe!). Die Neuen werden nicht wieder unseren Reichstag abfackeln, dennn ich sehe immer nur Gewalt gegen Menschen beim modernen Terror.

Seit langem beobachte ich mit Sorge die Destabilisierung, und bin leider der Überzeugung, dass es endlich viele Tote geben wird hier, weil sie vorprogrammiert sind, in direkter Folge durch die Merkel-"Politik" verursacht. So gesehen ist es durchaus verbrecherische Politik. Aber wie sagt man: Keine Leiche, kein Verbrechen. Leider ist es dann zu spät für den Betroffenen, wenn man das Verbrechen nachweisen kann. Verantwortliche Politiker verreisen dann?

Ich vermute, dass der Staat (oder was auch immer, Superstaat EU?) nicht zusammenbrechen wird, es sei denn, der GROSZE PLAN funktioniert nicht, wider erwarten. Beispielsweise weil die Menschen in wundersamer Weise kein TV mehr glotzen und Zeit haben, sich gegenseitig frei zu informieren (und sich politisch interessieren!).
[[hae]]

Also was ich sagen kann:

du hast schon richtig erkannt, dass der "Boom" durch die Neubürger eine
reine Farce ist. Denn bezahlt wird ausschließlich mit Steuergeld, das dann
eben an anderen Stellen fehlen wird (Straßenbau/Infrastruktur,
Schulsanierung, Bildung uvm.). Das Geld wäre - größtenteils -sowieso
investiert worden. Nun wird es aber nicht für uns investiert (wie
eigentlich vorgedacht), sondern für andere. Gewissermaßen veruntreuung
von Steuergeld.
...

Ja. Simpel gesagt "Geld zum Fenster hinaus werfen", Energie vernichten, Produktivität, Kapital, Material ... nach Plan offensichtlich. So blöd kann ein Strategieteam aus Experten nicht sein. Das ist also Vorsatz.

Aber nunja, das dürfte niemanden verwundern, denn immerhin heißt unser
Finanzminister Schäuble, mit illegalen Machenschaften kennt der Mann sich
bestens aus. Unser Innenminister De Maziere hat den Sachsensumpf - also
Kinderficker - gedeckt. Unsere Verteidiungsministerin hat keinerlei Ahnung
in ihrem Fachbereich und will unser Militär "familienfreundlicher"
gestalten. Unser Infrastrukturminister Dobrindt ist Pro-Zensur und liebt
Orwell. Der Justizminister hält relativ wenig von Gerechtigkeit, dafür
umso mehr von den linksradikalen und dem Traum der Resozialisierung. Unsere
DDR-Kanzlerin ist immer noch treue Genossin und zieht Deutschland weiter in
Richtung Sozialismus, bis das Gebilde unweigerlich zusammenbricht. Und
dadurch wird meiner Meinung nach das passieren, was Heinsohn vorausgesagt
hat: Brasilianische Zustände.

...

Ja. Sie dienen.

Wirtschaftlich sehe ich Deutschland und die gesamte westliche Welt auf dem
absteigenden Ast. Momentan rettet uns der technologische Vorsprung und die
Infrastruktur, aber der wird aufgrund von unzureichenden Investitionen
immer kleiner werden. Ich denke, dass die Bevölkerung in den nächsten 10
Jahren deutlich ärmer werden wird, da durch
...

Ja. Mittelfristig. Langfristig haben sie Bevölkerungsreduktion vor, global, kein Geheimnis. Denn die Arbeitsproduktivität steigt ja dermaßen, dass ein paar hundert Millionen Menschen ausreichen ... als Gärtner im Öko-Garten Eden, mich würde nur interessieren, wer im Grundbuch steht <img src=" />

... einzahlen können, kippt das Kartenhaus namens "Solidarsystem" in sich
zusammen. Gerade wir in Deutschland haben zusätzlich das Problem, dass wir
enorm vom Export abhängig sind - die Binnenwirtschaft wurde seit
...

Nicht kleinklein denken. "Deutschland" wird sich nicht mehr erholen von den letzten hundert Jahren. Planmäßig. Kann sein, ich irre mich.

...
ausgeblutet und allein gelassen - das führt vermutlich zu immer mehr
sozialen Verwerfungen, die immer häufiger in Gewalteskalation münden
werden. Der totalitäre Staat wird diese "Nazis" und "Feinde" irgendwie
unter Kontrolle bekommen - ob das nun Straflager, gewöhnliche Gefängnisse
oder einfach nur vollständige soziale Ausgrenzung, Schikane und
Maßregelung bedeutet, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. So oder so, Öl
ins Feuer. Sozialismus eben.
...

Nein. Faschismus. Oder die Potenz davon besser gesagt. Vielleicht haben sie so eine Art Internationalsozialismus vor, langfristig, so mit Autobahnbau und Eutanasie, alles aber noch viel gigantischer als Mussolini und Co. Kein Sozalismus. Eine Leistungsgesellschaft.

Was wir heute an schlechtem aufkommen sehen, wird noch weiter ausgebaut werden (Guantanamo, Waterboarding, Schnüffelei, Medien die nicht berichten, Rechtsunsicherheit aber andererseits brutale Verfolgung von Kritikern usw).

Wir, als Völker, hätten nur eine Chance, wenn wir das hier stoppen würden: Zuckerberg u. a. wegen antisemitischer Hetze verklagt. Die Medien sind der Schlüssel, deswegen haben die sich ja alle gesichert und so eine Eifersucht auf "undemokratische" (meint "ungesteuerte") Medien (Stichworte: Ungarn, Polen).

Aber ich sehe schwarz. Ich habe Kollegen und Bekannte und meine Erfahrungen im Gespräch sind überwiegend demotivierend. Heute erst wieder: man ist genervt inzwischen, weil ich das schon Jahre erzähle, was gerade eintrifft. Die meisten wollen nicht hingucken.

[[sauer]]

Leider,
gute Nacht!

H.

PS: Der Eichelburg mag vor 10 Jahren Recht gehabt haben mit seiner Gold-Hortungs-Strategie. Ich befürchte aber, dass es in Zukunft wegen der totalen Kontrolle nichts mehr nützen wird. Sicher, Schleichwege wird's auch geben (kenne keine).

Morgen wird es uns schlechter gehen als Heute. Aber dafür viel besser als Übermorgen!
[[freude]]

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Das Ende einer Ära

LLF @, Dienstag, 23.02.2016, 23:10 vor 3642 Tagen @ Geminus 2777 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 23.02.2016, 23:18

Welche Anlageklassen werden ihren Wert leidlich halten können, welche
nicht?
Welche Investitionen werden mittel- bis längerfristig (sagen wir so 5 bis
20 Jahre) noch ein positives return-of-investment haben? Börse? Gold?
Euros? Kronen oder Franken? Kalaschnikovs? Dosenbrot? Direkte
Firmenbeteiligungen?

In den kommenden Jahren wird es vermutlich Bankenpleiten mit Kundenbeteiligung (Bail-In) geben - je später, desto größer der Eigenanteil, den die Sparer tragen müssen. Ich tippe mal auf 10-30% Guthabenverlust.
Totalausfall bei nachrangigen Anleihen, Optionsscheine usw. möglich.

Bargeld wird kurzfristig begrenzt und langfristig abgeschafft werden. Gut möglich, dass man den Bargeldumtausch mit einer Vermögensabgabe (20-50%) verbindet. Totalenteignung der ausländischen Bargeldbesitzer ist denkbar.

Aktien können um bis zu 90% sinken, falls die Liquidität durch eine Währungsreform abgesaugt wird (siehe Zypern). Falls gar nichts mehr geht, müsste die Zentralbank Aktien aufkaufen, was ein Sozialismus durch die Hintertür wäre.

Gold kann auch vorübergehend im Preis sinken, wenn nicht mehr so viel Schmuck nachgefragt wird.

Immobilien können aufgrund des Demographischen Wandels an Wert verlieren. Als letzter Ausweg könnte die Zentralbank Immobilien zur Preisstabilisierung aufkaufen.

Russland, Indien und der Iran haben langfristig noch Wachstumsperspektiven. Zumindest in Rubel sollten Wertsteigerungen möglich sein.

USA: Ein Präsident Bernie Sanders könnte mit höheren Staatsausgaben den Konsum ankurbeln - ähnlich wie 1933.

Frankreich: Frexit unter Le Pen hätte Auswirkungen auf Deutschland.

Globalschuldenunion

Rybezahl, Mittwoch, 24.02.2016, 03:39 vor 3641 Tagen @ Geminus 2313 Views

Bei schwerwiegenden Turbulenzen wird eine weltweite Währungsreform fällig. Harte Sparprogramme, Nahrungsverteilungsverordnungen, sowas. Sollte es nicht schon eine stille Übereinkunft geben, sagt das zwar noch nichts über das Gelingen aus, aber ein völlig überraschend auftauchender Zwang zur Weltgemeinschaft hat jedenfalls meiner Einschätzung nach geringere Chancen, zu gelingen.

Die Staaten sollten sich in ihrem eigenen Interesse um Aufrüstung kümmern und zwar so, dass die Bürger es wollen.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Wo die Reise hingeht

Leserzuschrift @, Donnerstag, 25.02.2016, 15:43 vor 3640 Tagen @ Geminus 1711 Views

Hallo Geminus,
Du stellst die richtigen Fragen.
Ein Orakel kann ich auch nicht befragen, aber meinen Senf aus allerhand Jahren, die ich auf der Wurstsuppe geschwommen bin.
Konkreter, ich erwarte, dass die Welt sich entlang der vorhandenen Trends fortsetzt. Keine Brüche, keine Katastrophen, aber schnelle Änderungen.

Der Mensch ist schon lange nicht mehr das Maß der Dinge, sondern der Kapital- oder Schulden/nerbesitzer (andere Begriffe dafür sind willkommen). Diese Personen haben davon im Übermaß und keine Verwendung für neue, außer zum Erhalt des Besitzes.

Ich weiß, Besitz von Kapital oder Schulden ist Macht und bedingen sich gegenseitig, aber was soll man damit machen, wenn man wirklich schon jede Menge davon hat?
Krieg führen, kämpfen? Wofür? Da gibt es nichts zu gewinnen, was man nicht schon hat oder mit wenig Kosten bekommen kann.

Man ist zivilisiert, alles was man will, ist, seine Macht in Ruhe genießen.

Was stört, sind die vielen Menschen auf diesem Planeten, die sind laut, nehmen Platz weg und wollen auch noch essen. Manche sind sogar gefährlich!
Früher waren sie noch als Krieger und zur Zucht gut, aber auch dazu braucht man sie (bald) nicht mehr.
Kriege führen Roboter und Reagenzgläser erledigen den Rest. (Da sind sogar Bettgefährtinnen mit zwei Schnecken oder 4 ... möglich, jedenfalls bald...)

Und es sind logische Gedanken, Kapital will schließlich eingesetzt werden und man hat genügend davon. Und die Ressourcen der Erde sind endlich, je weniger Menschen, umso höher der Anteil pro Kopf, man hat ja Technik, um sie sich nutzbar zu machen.
Das ist die wirkliche Veränderung auf diesem unserem Planeten. Die Technik, die nur wenigen gehört, kann den arbeitenden Menschen ersetzen!

Das ist die eine große Linie. Die rasante Entwicklung der Technik und Technologie mit dem Ziel, den menschliche Produktionsfaktor in der Entwicklung, Planung und Produktion weitestgehend zu ersetzen. Ein nach meiner Einschätzung in naher Zukunft erreichbares Ziel.

Daraus ergibt sich auch die zweite Entwicklungslinie: Segregation der Gesellschaft.
Es geht nicht mehr um territoriale Zuordnung, Kultur, Sprache, Abstammung oder Geschlecht.
Auch der scheinbare Widerspruch im Zuwanderungsthema ist keiner, die Zuwanderung ist Mittel und Impulsgeber.

Die Segregation wird anhand Kriterien erfolgen, die die Nützlichkeit für die Schuldenbesitzer (besondere Fertigkeiten, Unterhaltungswert, Devotismus....) beschreiben.
Es erfolgt also die Trennung in Schuldner- Kapitalbesitzer, die Nützlichen und die Anderen.
Die Trennung wird räumlich, technisch, kulturell und sprachlich erfolgen, von höchsten Ansprüchen genügend bis Freiwild.

Ich erwarte also genau hier die neuen technische/wirtschaftlichen Entwicklungen: Robotik, Drohnen und Experten/Agentensysteme.

Dafür müssen die folgenden Problemstellungen gelöst werden:
1) Speicherung und/oder Erzeugung von Energie in autarken, mobilen Systemen mit besserer Energiedichte als chemische Systeme, bei geringsten Abmessungen dieser.

2.) Experten/Agentensysteme für Planung und Forschung in Wissenschaft, Dienstleistung, Medizin und Produktion.
Siehe auch hier http://www.dasgelbeforum.net/mix_entry.php?id=357966#p358053

3.) neuartige Technologien, Verfahren und Vorrichtungen/Anlagen zur autarken Fertigung von eben solchen Anlagen bei geringen Stückzahlen höchster Güte und Komplexheit.

4.) Verfahren zur Entwicklung und Produktion spezieller für Einzelpersonen bestimmter Medikamente und leistungs-/gesundheitsfördernder Mittel im oberen Preissegment.

5.) Logistiksystem autonom, autark, skalierbar. Mikro bis Maxi und nicht an Infrastruktur gebunden.

6.) Einrichtungen zur Überwachung, Kontrolle und dem Schutz von Bereichen im offenen Gelände, städtischen Areas und in geschlossenen Räumen. Autonom und Autark, mit in ihrer Wirkung skalierbarer Bewaffnung.

7) Verfahren und Techniken zur Lenkung, Leitung Überwachung und Beeinflussung großer Menschenmengen. (Autonom, autark)

8) Neuartige Kommunikationssysteme redundant, störungsresistent, Infrastrukturfrei, abhörsicher und für autarke Systeme mit/ohne Menschenschnittstelle.

Das sind die Würstchen für meinen Senf.

Die Großen. Die kleinen Würstchen (die privaten) sind Einigkeit, Recht und Freiheit. Erst in der Familie, dann in der Sippe, Stamm, im Gelben und im Volk. (Meine 5 Jungs stimmen zu.)
Als Gegengewicht zur Segregation nach Weltregierungsart: gemeinsame Sprache, Kultur, Tradition, Glauben, Leiden, Streit, Verständnis, Freuden, Niederlagen und Erfolge. Gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart, und dann, auch Zukunft.

Gruß Paule

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