Eine afrikanische Ethik des Gebens und der Gemeinschschaft, und der friedlichen Konfliktlösung (alt. Geschichtsschreibung)(ed

azur @, Dienstag, 23.02.2016, 09:23 vor 3642 Tagen 2810 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 23.02.2016, 10:05

Hallo allen,

gern werden hier alternative Gesellschaftsmodelle diskutiert. Sowie Konzepte für ein friedlichen und gedeihliches Zusammenleben aus anderen Kulturen, wozu auch die z. B. vorrechtlichen Gemeinschaften in Afrika gehören, die u. a. Professsor Uwe Wesel schildert. Im Forum noch nicht diskutiert wurde: Ubuntu. Gibt man diesen Begriff in die Suchfunktion, findet man vor allemDiskussionen über ein gleichnamiges Computeroprogramm.

Der deutsche Wiki-Artikel zu dem Thema ist leider recht kurz. Der englische dagegen sehr viel ergiebiger.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ubuntu_%28Philosophie%29

"Ubuntu, ausgesprochen [ùɓúntú], bezeichnet eine afrikanische Lebensphilosophie, die im alltäglichen Leben aus afrikanischen Überlieferungen heraus praktiziert wird. Das Wort Ubuntu kommt aus den Bantusprachen der Zulu und der Xhosa und bedeutet in etwa „Menschlichkeit“, „Nächstenliebe“ und „Gemeinsinn“ sowie die Erfahrung und das Bewusstsein, dass man selbst Teil eines Ganzen ist.

Damit wird eine Grundhaltung bezeichnet, die sich vor allem auf wechselseitigen Respekt und Anerkennung, Achtung der Menschenwürde und das Bestreben nach einer harmonischen und friedlichen Gesellschaft stützt, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“. Die eigene Persönlichkeit und die Gemeinschaft stehen in der Ubuntu-Philosophie in enger Beziehung zueinander.

Ubuntu enthält auch politische und religiös-spirituelle Aspekte, die die Verantwortung des Individuums innerhalb seiner Gemeinschaft betonen. Es gibt Versuche des südafrikanischen Verfassungsgerichts, diesen afrikanischen Kulturwert bei der Auslegung der Grundrechte in der südafrikanischen Verfassung einzubeziehen.

In der ruandischen/burundischen Sprache (Kinyarwanda/Kirundi) bedeutet Ubuntu auch gratis[1].

Inhaltsverzeichnis

1 Institutionelle Verwendungen
2 Literatur
3 Weblinks
4 Einzelnachweise"

Die Idee ist auch mit den Namen Nelson Mandela und Tutu verbunden, wie man u. a. in der weit besseren englischen Fassung erfährt:

Weit besser: https://en.wikipedia.org/wiki/Ubuntu_%28philosophy%29

Auf diese Sache kam ich eben erst, über den Hinweis von @StillerLeser, über Vorträge von https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tellinger#cite_note-2 , der sich unter anderem mit einemm weiteren Schwerpunkt des Forums beschäftigt: Alternativer Geschichtsforschung und der Erforschung von Mythen der Menschheit. Siehe u. a. http://michaeltellinger.com/ancient-civilisations/ oder auch http://michaeltellinger.com/adams-calendar/ (siehe dort auch weiter unten: Possibly the oldest structure on Earth - The Birthplace of The Sun)

Daneben hat sich dieser Star Südafrikas mit dem Engagement gegen die Apartheid und für eine gerechte Gesellschaft eine Namen gemacht. Unter anderem und zuletzt auch damit:

"Im Jahr 2012 gründete Tellinger die Ubuntu Party in Südafrika, die auf dem Ubuntu-Prinzip und seinen Grundsätzen über Verteilung aufbaut. Sie trat bei den Parlamentswahlen in Südafrika 2014 an[3] und erhielt 0,04 % der Stimmen.

Tellinger kritisiert das Bankensystem. Er verweigerte zunächst die Rückzahlung eines Darlehens, das er bei der Absa Bank für den Erwerb eines Grundstücks aufgenommen hatte und strengte selbst einen Prozess gegen die Bank auf Auszahlung von 900.000 Rand an..."

Das Urbuntuprinzip ist sehr interessant, unabhängig von der gleichnamigen Partei. Auch hin Hinsicht auf dessen Ideen zum friedlichen Miteinander und zur einvernehmlichen Konfliktlösung.

Viele freundliche Grüße

azur


Bonus, passend zum Thema, dieser schöne Song (entstanden unter anderm mit dem Frontmann von Rosenstolz), der aus dem 3 Teil der neuen Kultfilme von Detlev Buck stammt, der auch viel Musik enthält. Die Songs sind derzeit unter Kinder t. w. sehr populär. Buck hat es geschafft aus dem Thema Bibi und Tine ein moderne, lebendige, sehr witzige, congeniale Filmvergnügen zu schaffen, mit Songs, die bei YT stellenweise mehr als 5 Mio mal abgerufen und auswendig gelernt laut mitgesungen werden. Verständlich, wenn man das hört:

Video mit Musik zum Song Omm:

Omm

Ich war mal kurz verschwunden
Hab mich völlig neu erfunden
Weiß jetzt wie das geht
Früher wollt ich reich und schön sein
Mein Lieblingstier ein Sparschwein
Trinkt jetzt Kräutertee
Ja ich lebte in nem Schloss
War der allergrößte Boss
Jetzt regnets bei mir rein
Das ganze Gold, das ganze Drama
War nicht gut für mein Karma
Ich sag nur
omm omm omm

Die ganze Kohle und der Klunker
Ziehn uns doch nur runter
Das brauch ich nicht
Alle wolln doch nur das Eine
Höher, schneller, weiter
Ohne mich

Ich sag nur
Das Leben ist zu kurz
Zerbrech' dir nicht den Kopf
Denn du hast nur einen
Wir bleiben alle kurz mal stehen,
umarmen einen Baum
und sagen omm

Gewinn ist so was von gestern
Bringt nur Neid und alle lästern
Das war mein altes Ich
Mein Ponny ist der neue Porsche aufUnd ic der Rennbahn
Und ich forsche über den Verzicht
Das schönste Wort der Welt heißt Pause
Hitzefrei und mein Zuhause ist mein großes Herz
Das ganze Gold, das ganze Drama
War nicht gut für mein Karma
Ich sag nur
Omm omm omm

Die ganze Kohle und der Klunker
Ziehn uns doch nur runter
Das brauch ich nicht
Alle wolln doch nur das Eine
Höher, schneller, weiter
Ohne mich..."

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Philosophie und Wirklichkeit

winterfell67 @, Dienstag, 23.02.2016, 17:51 vor 3642 Tagen @ azur 1867 Views

Schön (und wenig überraschend), dass sich auch in Afrika die Menschen Gedanken machen, wie das Zusammenleben angenehmer gestaltet werden kann.

Leider hapert es gerade in Afrika jedoch sehr an der Umsetzung, was ein friedliches Zusammenleben angeht.

Im Zweifelsfall dürfte das Ubuntu-Prinzip zur Etablierung einer sozialistischen Diktatur herangezogen werden... aber vielleicht bin ich einfach zu pessimistisch.

Realitätsverweigerung? Islam!

SevenSamurai @, Dienstag, 23.02.2016, 18:11 vor 3642 Tagen @ azur 1962 Views

"Ubuntu, ausgesprochen [ùɓúntú], bezeichnet eine afrikanische
Lebensphilosophie, die im alltäglichen Leben aus afrikanischen
Überlieferungen heraus praktiziert wird. Das Wort Ubuntu kommt aus den
Bantusprachen der Zulu und der Xhosa und bedeutet in etwa
„Menschlichkeit“, „Nächstenliebe“ und „Gemeinsinn“ sowie die
Erfahrung und das Bewusstsein, dass man selbst Teil eines Ganzen ist.

1. Die Probleme verursachen die, die sich zum Islam bekennen. Das darf einfach nicht ausgeblendet werden. Auch dann nicht, wenn ein grosser Teil der Mohammedaner friedlich sind.

2. Ubuntu Linux: Der Initiator ist ein weisser, südafrikanischer Multimillionär. Er steht sicher nicht repräsentativ für den gesamten afrikanischen Kontinent.

Übrigens, falls jetzt jemand mit "Rassist" kommt: Ich kenne Schwarzafrikaner, die ausdrücklich Angst vor der jetzigen Entwicklung haben. Es handelt sich dabei um Christen, die WISSEN, wie der Islam in Afrika vorgeht.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.