Mobbing, eine allgemeine Betrachtungsweise

Dieter, Montag, 22.02.2016, 23:42 vor 3642 Tagen 1400 Views

Hallo,

Da das Thema Mobbing hier gerade Thema ist, ich zum konkreten Fall mangels Lesen der dazugehörigen Texte nicht beitragen kann, aber durchaus eine allgemeine Meinung zu Mobbing habe, möchte ich diese hier in einem separatem Beitrag darstellen:

Folgende Definition findet sich zu Mobbing bei Wiki:

Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet Mobbing, dass jemand fortgesetzt geärgert, schikaniert, in passiver Form als Kontaktverweigerung mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise asozial behandelt und in seiner Würde verletzt wird. Eine allgemein anerkannte Definition gibt es nicht. Die meisten Forscher betonen laut Christoph Seydl folgende Gesichtspunkte:

Verhaltensmuster: Mobbing bezieht sich auf ein Verhaltensmuster und nicht auf eine einzelne Handlung. Die Handlungsweisen sind systematisch, das heißt, sie wiederholen sich ständig.
Negative Handlungen: Mobbingverhalten kann verbal (zum Beispiel Beschimpfung), nonverbal (zum Beispiel Vorenthalten von Informationen) oder physisch (zum Beispiel Verprügeln) sein. Solche Handlungen gelten üblicherweise als feindselig, aggressiv, destruktiv und unethisch.
Ungleiche Machtverhältnisse: Die Beteiligten haben unterschiedliche Einflussmöglichkeiten auf die jeweilige Situation. Eine Person ist einer anderen Person unter- beziehungsweise überlegen. Dazu ist kein Rangunterschied nötig. Eine Ungleichheit kann durch die bloße Anzahl bedingt sein: Viele Personen gegen eine Person.
Opfer: Im Handlungsverlauf bildet sich ein Opfer heraus, das infolge ungleicher Machtverhältnisse Schwierigkeiten hat, sich zu verteidigen.

Dazu ein paar Gedanken:
Mobbing ist ein Modewort, von ein paar Soziologen/Psychologen ins Bewußtsein der Massen transportiert. Eigentlich gibt es deren Verhalten und Verlauf seit Jahrtausenden, vermutlich solange Menschen sich zu soz. Gruppen zusammenschließen.
Es ist also ein ganz natürlicher Vorgang, ein Vorgang der meines Erachtens nicht nur beim Menschen zu beobachten ist, sondern auch in der Tierwelt, sofern diese soz. Verbände bilden.

Wo finden wir nun dieses Mobbing für jedermann sichtbar:

- Als allererstes fällt mir da der Staats-Rund- und Fernsehfunk ein. Eigentlich werden alle politischen Talkshows so aufgezogen, daß es eine Mobbing-Veranstaltung wird. Von Politikern oder politisch interessierten Bürgern erwartet man halt, daß sie das aushalten. Wer z.Zt. gerade gemobbt wird dürfte jedem klar sein.
- Auch eine prämierte Sendung wie die "Heute-Show" ist nichts anderes als orchestriertes Mobbing, früher die FDP, jetzt AfD oder Pegida. Viele Satiriker machen nichts anderes als Mobbing unter dem Beifall eines für sie typischen Publikums.

- Dann haben wir das staatlich organisierte Mobbing gegen alle, die nicht die Regierungsmeinung haben und nicht links von dieser stehen, wirkungsvoll mit voller willentlicher Unterstützung und Beteiligung der Presse.

- ja und dann gibt es noch Mobbing gegen Individuen am Arbeitsplatz, Verein oder Internet.

Und wenn man liest, daß 30% aller Jugendlichen behaupten schon gemoppt worden zu sein, kann man getrost von einem ganz normalem Verhalten sprechen, also das negative Verhalten des mobbens und ein enstpr. Verhalten darauf zu reagieren.

Mobber haben entweder ein Eigeninteresse (Vorteil) aus der Verunglimpfung ihres Opfers oder sind einfach nur bösartig veranlagt. Gemobbte stehen entweder anderen im Weg zu deren Nachteil oder sind nur zufällige Opfer einer Lust an psychischer oder körperl. Gewalt.

So meine Meinung zu dem Thema im Allgemeinen.

Gruß Dieter

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