Großbritannien verläßt die EU - Konsequenzen?

Sligo @, Montag, 22.02.2016, 17:09 vor 3642 Tagen 4566 Views

An alle,

die Diskussion um einen möglichen Austritt von GB aus der EU wurde bislang hier im Forum nicht thematisiert.

Der Querschüsse Blog kommentiert ausführlich zu BREXIT in folgendem Aufsatz:

http://www.querschuesse.de/die-eu-david-cameron-und-die-brexit-drohung/

Gruß,
Sligo.

Udo hat es vor einiger Zeit angesprochen.

SevenSamurai @, Montag, 22.02.2016, 17:49 vor 3642 Tagen @ Sligo 3836 Views

An alle,

die Diskussion um einen möglichen Austritt von GB aus der EU wurde
bislang hier im Forum nicht thematisiert.

Udo hat es vor einiger Zeit angesprochen.

Aber ich finde den Beitrag einfach nicht mehr. [[sauer]]

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Ganz schwer zu sagen

stocksorcerer @, Montag, 22.02.2016, 18:06 vor 3642 Tagen @ Sligo 3091 Views

Ist für mich wie Kaffeesatz lesen. Der zweitgrößte Nettozahler würde verschwinden; gleichzeitig aber auch der Kandidat, der die meisten Extrawürste gebraten kriegen will.

Ich habe dazu noch keine feste Meinung bilden können. Persönlich würde ich es eh am besten finden, wenn alle wieder zu einem Europa der Nationalstaaten zurückkehren könnten. Aber das ist natürlich auch eher Bauchsache. Ich bin nur bei einer Sache ganz sicher: ich will unbedingt raus aus der NATO und mich nicht mehr von Washington gängeln lassen.

Gruß
stocksorcerer

GB hat großen Einfluß auf ein EU-Staatenbundmodell ...

Blum @, D, Montag, 22.02.2016, 18:17 vor 3642 Tagen @ Sligo 3066 Views

... und dieser würde ab dem Brexit noch schwächer werden als er bislang schon ist. Der EU-Bundesstaat würde in größere Nähe rücken. Und wenn sich Deutschland wie bisher diesem institutionellen Magnetismus der Brüsseler Technokratie weiter beugen wird, dann besteht nach dem Brexit die Gefahr eines autoritären Zentrums, das die Mitspracherechte der Einzelbürger freiheitlich denkender Menschen weiter beschneidet.

Dass sich GB interessenoptimiert bewegt, sollte sich Deutschland zum Vorbild nehmen. Bislang nickte Deutschland zu viel ab, was ihm selbst schadete, z. B. die "Kleinigkeit" der EZB-Rats-Majorität durch ehemalige Weichwährungsstaaten.

GB lässt sich nicht erpressen, die Türkei auch nicht, die USA auch nicht. Aber Deutschland gerne, es lechzt geradezu danach, sich wie ein masochistisch geneigtes Wesen weiter und weiter zu degradieren, seine Wahloptionen immer weiter einzuschränken und sich seiner Umgebung auszuliefern.

Korrektur, es ist nicht Deutschland, es sind seine politischen Entscheider.

Blum

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It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)

Doch, es ist Deutschland.

SevenSamurai @, Montag, 22.02.2016, 19:32 vor 3642 Tagen @ Blum 2653 Views

Korrektur, es ist nicht Deutschland, es sind seine politischen
Entscheider.

Doch, es ist Deutschland.

Denn die da oben werden immer wieder gewählt.

Man meckert, doch man lässt die da oben gewähren.

Wir werden es nach den März-Wahlen wieder sehen.

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Sind die politischen Entscheider wirklich gewählt?

Blum @, D, Montag, 22.02.2016, 19:44 vor 3642 Tagen @ SevenSamurai 2453 Views

Wir wählen Proxys. Es gibt genügende Apparatschiks, die sich nicht um Mehrheiten oder Willensbildungen außerhalb ihres Apparates scheren und die nicht gewählt wurden.

Institutionen mit viel Macht, siehe EZB, Minister, ESM, "Stiftungen", Parteien, "NGOs" und andere Lobbygruppen sind nicht vom Volk gewählt.

Deine Absicht verstehe ich aber schon, wir lassen das zu.

Falkenauge könnte uns sicher auf seine Essays verweisen, die erklären, was wir warum zuließen und warum es so verdammt schwer ist, ohne Systemkritik von außen das System zu ändern.

Blum

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It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)

Wie wäre es

SevenSamurai @, Montag, 22.02.2016, 20:01 vor 3642 Tagen @ Blum 2291 Views

Wir wählen Proxys.

Wie wäre es, wenn 90 % einfach nicht zur Wahl gingen?

Und statt dessen vor den Parlamenten demonstrieren würden.

DAS wäre ein eindeutiges Zeichen.

Aber 12 % für die AfD und 15 % für die SPD? Was soll dabei herumkommen?

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Fuer den unwahrscheinlichen Fall

Dragonfly @, Montag, 22.02.2016, 18:20 vor 3642 Tagen @ Sligo 3367 Views

Fuer den unwahrscheinlichen Fall, dass die UK die EU verlassen sollte:


1. Geringe Chance auf Sezession einzelner Gebiete (Schottland) und Eintritt in die EU dieser Gebiete

2. Gute Chance, dass dieses Urteil Geschichte ist und es zu Turbulenzen in der City kommt

3. 100% wahrscheinlich, dass Idiot extraordinaire James Cameroon, die britische Antwort auf Horst Seehofer, alle Schuld von sich weist und sagt, er sei natuerlich gegen den Austritt gewesen. [[freude]]

Studie des GB Aussenministeriums zum Austritt

Sligo @, Dienstag, 01.03.2016, 17:18 vor 3634 Tagen @ Sligo 1625 Views

An alle,

die Diskussion um einen möglichen Austritt von GB aus der EU wurde
bislang hier im Forum nicht thematisiert.

Der Querschüsse Blog kommentiert ausführlich zu BREXIT in folgendem
Aufsatz:

http://www.querschuesse.de/die-eu-david-cameron-und-die-brexit-drohung/

Gruß,
Sligo.

Nachtrag: Hier eine Ausarbeitung des britischen Aussenministeriums zu einem moeglichen Austritt aus der EU.

'The process for withdrawing from the European Union'

https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/503908/54538_...

Am 23. Juni wissen wir mehr!

Gruß,
Sligo.

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