Deutschland - Türkei, eine unselige Allianz

Dieter, Sonntag, 21.02.2016, 01:22 vor 3642 Tagen 3537 Views

Hierzu dieses Interview mit Michael Hesemann, zwar lang aber m.W. mit neuen Fakten bespickt.

Frau Merkel, die Geschichte des Wegschauens sollte sich nicht widerholen!!!

https://www.youtube.com/watch?v=gdE3BcqpIeo

Gruß Dieter

Geopolitik kennt keine Humanität

stocksorcerer @, Sonntag, 21.02.2016, 08:07 vor 3642 Tagen @ Dieter 2679 Views

Ich fürchte aber, man wird wieder wegschauen

Der perfide Plan, jetzt angeblich für flüchtende Syrer im Norden Syriens ein Auffanglager einrichten zu wollen, was natürlich bloß in einer Flugverbotszone geht, ist vermutlich gerade der Gesprächsstoff für die Türkei und Saudi Arabien, wenn EU (und NATO) zu den Gesprächen andackeln bezüglich der designierten Eindämmung der Europa zu ersticken drohenden Flüchtlingsflut und natürlich aus Sicht Washingtons ein neues geopolitisches Werfen der Würfel.

Warum? Weil dann eine Chance besteht, dass die Nachschub- und Handelswege für den IS und die Türkei wieder genutzt werden könnten und auf diesem Wege noch Hoffnungen bestehen blieben, Baschar al-Assad doch noch loszuwerden für eine willfährige Strohpuppe oder ein Strohpuppenparlament im Ringen um eine lukrative Geopolitik. Selbst wenn das nicht gelingt, ist es Washington sicher immer mal lieber, Syrien in Dauer-Destabilisierung zu halten, als zu starken russischen Einfluss zuzulassen.

Denken wir zurück an Syrien, was dank westlicher Einflüsse bei No-Fly-Zones passiert. Und achten wir mal darauf, ob auch bloß ein verfluchtes deutschen Systemmedium nicht auf den Zug mit aufspringt, Russlands militärischen Einfluss und die Hoffnung auf einen schnellen Friedensprozess zu unterminieren für ein angeblich alternativloses humanitäres Projekt.

In allen Leitartikeln und Berichten und Kommentaren werden sie schreiben, dass Russland einfach nicht mehr fliegen darf. Und die Scharen von unpolitischen tagesschau-Konsumenten werden beipflichtend mit dem Kopf nicken.

Die Geo- und Flüchtlingspolitik ist voller Lügen. Man gewöhnt sich am besten daran, dass man bei Geopolitik die Wahrheit niemals zu sehen kriegt.

Gruß
stocksorcerer

Geopolitik kennt keine Humanitaet.

aprilzi @, tiefster Balkan, Sonntag, 21.02.2016, 14:18 vor 3642 Tagen @ stocksorcerer 2183 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 21.02.2016, 14:52

Hi,

und deswegen glaube ich nicht, dass die Merkel die Grenzen wegen Humanitaet aufgemacht hat.

Die Merkel ist gerissen. [[freude]]

Wer ist unzufrieden mit der Merkel?
Das ist Frankreich und Grossbritanien.
Auch Griechenland mag sie nicht.

Das sind doch die Geldschnorrer aus der EU.

Die deutsche Wirtschaft geht Richtung pleite. Deutsche Bank, VW und das Russland-Gechaeft halbiert, das alles weist auf keine guten Aussichten. Der Dax ist aber optimistisch!

Die Merkel war es einfach leid, fuer die anderen zu zahlen. Und hat die BRD Richtung Totalpleite gefuehrt. [[freude]]

Bald wird die Merkel genauso wie Putin erklaeren, Ausslandsurlaub ist nicht mehr. Hiergeblieben!

Und das alles ist die Folge davon, dass es dem Westen nicht gelang Assad zu stuerzen. Wie erbaermlich. [[freude]]

Also auch der Ostblock hat schiss bekommen, was macht man wenn die Eu-Programme ausbleiben?

Dazu diese Migrantenmassen.

Also meine Prognose ist Grossbritanien verlaesst das sinkende Schiff der EU.
Genauso Griechenland.
Griechenland, weil man anders die Grenze nicht sichern kann. Nur ein Grenzzaun zwischen Griechenland und Makedonien plus Bulgarien hat eine Aussicht auf Erfolg.

Die Vichegrad Gruppe hat jedenfalls Griechenland abgeschrieben. Denn, wenn Deutschland nicht Griechenland sponsert, will die Vichegrad Gruppe auf gar keinen Fall Deutschland hierbei ersetzen.

Ein erster Vorbote der Abspaltung Griechenlands aus der EU sind die Grenzschliessungen gegen Makedonien teilweise und Bulgarien ganz zu.[[freude]]

Ob Erdogan mit eiserner Hand die Tuerkei regieren kann, halte ich fuer ausgeschlossen.

Er muss aus der Tuerkei einen Terrorstaat machen. Syrien ist verloren. Da kann er nichts machen.

Fals Erdogan die Grenze fuer die Migranten durch Bulgarien oeffnet, wuerde Bulgarien die Grenze fuer die tuerkischen LKWs Richtung EU schliessen.

Auch kein Vorteil fuer Erdogan.

Gruss

Erdogan, der Mann am Hahn

Ankawor, Sonntag, 21.02.2016, 21:06 vor 3641 Tagen @ Dieter 2068 Views

Wie der Kommentator heute in der Welt ganz richtig feststellt, hat Erdogan nun eine absolute Superposition: "Die Türkei sitzt immer am längeren Hebel."

Merkel ist der Türkei auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152457298/Der-Tuerkei-auf-Gedeih-und-Verde...

Da dürfte sich nun so schnell nichts dran ändern.

Nachdem auch Obama zum Telefonhörer gegriffen hat und geschlagene 80 Minuten auf Erdogan eingeredet hat, dürfte letzterer verstanden haben, dass ein Einmarsch in Syrien nur Ärger bringt, er aber in anderer Hinsicht eine unschlagbare Position hat.

http://www.turkishweekly.net/2016/02/20/news/obama-calls-erdogan-shares-turkeys-syria-c...

Warum von den Russen die Türkei in ein Trümmerfeld verwandeln lassen, wenn Erdogan über einen fast beliebig zu bedienenden Geldhahn verfügt?

Verbunden ist dieser Geldhahn zum deutschen Steuergeld mit dem Flüchtlingshahn, durch dessen Auf- und Zudrehen die Türkei nun praktisch beliebige Geldmengen abzapfen kann.

So hört man nun seit kurzem auch nichts Aktuelles mehr von den Einmarschplänen. Sogar von einem Waffenstillstand ist die Rede.

Andere in der Gegend müssen mühevoll Öl aus der Erde pumpen, um Geld zu verdienen - Erdogan braucht ab jetzt nur noch am Flüchtlingshahn zu drehen.

Erdogan alternativlos?

Leserzuschrift @, Montag, 22.02.2016, 20:38 vor 3640 Tagen @ Ankawor 1611 Views

Vielleicht sollte man sich einmal ernsthaft mit dieser Idee befassen: https://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-trauminsel-101.html

Es handelt sich vereinfacht gesagt um eine angenehmere Variante der australischen Weihnachtsinsel, angeboten von einem ägyptischen Milliardär und durchzuführen auf (einer) angekauften griechischen Insel(n).
Die Idee lässt einerseits Erdogans (und ggf. anderer Staaten) Rücknahmeverweigerung ins Leere laufen, mindert die Attraktivität dieser Art Migration und gibt den europäischen Staaten die Möglichkeit die wirklich Verfolgten und jene mit guter Integrationsprognose, nach eingehender Prüfung, von dort dann in die EU/Schengen zu lassen.
Das hat doch was.

(fast) niemand hat hier die Absicht, Kriegsflüchtlingen zu helfen. Das ist doch nur das Feigenblatt ...

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Samstag, 27.02.2016, 00:43 vor 3636 Tagen @ Leserzuschrift 1511 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 27.02.2016, 01:01

Guten Abend, unbekannter Leser, Du schreibst richtig:

Vielleicht sollte man sich einmal ernsthaft mit dieser Idee befassen:
https://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-trauminsel-101.html
...

Sicher eine von vielen Varianten, das "Flüchtlings-Problem" zu lösen. Wenn es denn gewollt wäre!

Das will der Milliardär uns vorschlagen:

' " ... Und wenn ihr Land wieder zur Ruhe gekommen ist, müssen sie wieder zurück." So eine Art Abmachung stellt er sich vor.'

Reaktion auf solche Vorschläge? Keine. Oder solche, in diesem Stil:

Bitte nicht diskutieren, der Mann provoziert uns doch nur! Oder anders gesagt, das ist doch Populismus, denn wir wissen doch, dass wir noch viel Zeit brauchen: Es gibt keine einfachen Lösungen, weil das Problem so ungeheuer komplex ist.

[[hae]]

Ist es nicht! Man will uns glauben machen, dass das Problem ungeheuer komplex ist. Dass wir erst den Frieden in der Welt schaffen müssen, die Waffenleferungen stoppen, uns zu unserer Schuld bekennnen ... dann endlich würde sich das Ganze wie von selbst regeln.

Wir sollen glauben, das Problem wäre ganz dolle plötzlich im Herbst letzten Jahres entstanden, völlig unerwartet, und das sich entwickelnde Drama wäre ja als solches so schwer zu erkennen gewesen, es ging doch so fröhlich los ...

Außerdem hätten wir die Menschen doch nicht, einfach so, abweisen können?! Es wäre nun mal "alternativlos" ... Und nun ist es eben so wie es ist ... Wir müssen das jetzt einfach schaffen, ob wir wollen oder nicht.

Nein. Müssen wir(?) nicht. Es gibt nationales und internationales Recht, Verträge in der EU, eigentlich ganz simpel, das wird immernoch total ignoriert.

Das hätte man sich auch schon seit Jahren 'drauf vorbereiten können, das Geschehen war nicht unwahrscheinlich. Dafür kennen Staaten das Instrument der sogenannten "Planung", Krisenprävention und -Management, so wie gegen plötzliche Hochwasser, Kernkraftwerksunfälle, Seuchen ...

Noch heute hat man keinen Plan?

Das soll ich glauben?!

Für mich immer wieder der Beweis, dass die massenhafte Ansiedlung dieser Menschen in Europa das eigentliche Ziel ist, je wahlloser und chaotischer, desto besser.

Nochmal: Nicht Flüchtlinge zu retten ist aktuelle Politik, sondern: Soviel wie möglich hereinschaffen, bis Sachzwänge dies stoppen. Sie wissen, es wird praktisch kein Zurück geben, die paar Abschiebungen sind Propaganda ohne realen Wert. Höchstens, um noch ein paar Tage offenen Grenzen herauszuschinden.

Und hinterher, wenn das Ausmaß dann wirklich nicht mehr zu verbergen ist, sollen sich die Betroffenen in die Haare kriegen. Nicht die Täter werden in der Zeitung sein. Nordafrikaner werden drin sein und hiesige Eingeborene. Öffentliche Wahrnehmung kann man ja auch wieder bequem steuern, mit Facebook & Google (liefern Datenmaterial für Strategie und Taktik), mit Glotze und gleichgeschalteter Presse.

Was dieser Milliardär vorschlägt, liegt so was von auf der Hand! Ist aber nur eine von vielen Varianten, die seit Jahren schon vorbereitet hätten sein können!

Wir sollten an den Grenzen zu den Kriegsgebieten Lager bauen und unterhalten, dazu Verträge mit diesen Staaten, ... wozu gibt es Diplomaten?

Oder wenigstens bei uns im Lande (bzw. EU) straff organisierte Lager, für echte Flüchtlinge. So, wie ich es als junger Mensch bei Armee (1.096 Tage! Habe ich bei der Musterung entschieden, denn ich wollte nicht zur DDR-Grenze!) und Lehrlingswohnheim (22 Uhr war zu!), später Studentenwohnheim, ja auch als "normal" akzeptieren musste: Mit Ausgangskontrolle und festen Ausgangs-Zeiten, Rückmeldung vom Ausgang, Zimmerdurchgang, Einteilung zu Reinigung, zum Kartoffelschälen und so weiter. Das alles habe ich ertragen, ab 16 weg von Zuhause. Ich habe eingesehen, dass es so sein muss. Können Flüchtlinge, die um ihr Leben fürchten, das heute nicht?

Kann mir mal einer sagen, warum dann sofort die blöde Unterstellung "Du willst KZs!" kommt? Das hätte ich mal damals meinem Lehrmeister, um dreiviertel sechs, nach einer Stunde Gewaltmarsch ("von der KZ-Baracke"?) und Umziehen am Spind in der Lehrwerkstatt, sagen sollen: "ist ja wie im KZ hier!". Der wurde schon wegen geringerer Vergehen durchaus auch mal körperlich grob, was ich ausdrücklich nicht befürworte (Schläge).

[[freude]]

Ich habe den Verdacht, dass wir Deutschen inzwischen so dressiert worden sind. Zu unserem Nachteil. Das Nachdenken stoppt stets an dieser antrainierten Denkblockade "KZ". Deshalb glaube ich an einen, schon lange laufenden, GROSZEN PLAN. Auch das ist eingefügt worden in diese Langzeitplanung.

Fazit: Wenn es denn "der Obrigkeit" ehrlich darum ginge, "nur" Menschenleben aus z. B. Folterdiktaturen zu retten, dann hätten wir nicht diese Katastrophe. Jawohl, Katastrophe! Nur ein Beispiel: "Untergetaucht! 130.000 Flüchtlinge in Deutschland verschwunden"). Katastrophe und ein Skandal für mich, der ich, man vergleiche, letztens einen neuen Personalausweis brauchte und wie wurde da mit mir umgesprungen! Weil ich eine Woche über die 10-jährige Geltungsdauer hinaus war!

Um Lebensrettung geht es leider überhaupt nicht. Man hat ganz anderes vor. Deshalb wird planmäßig so lange es sich verkaufen lässt der Anschein gepflegt, die Frau Doktor benähme sich angeblich so liebenswürdig "tollpatschig", weil die Arme es doch nur gut meine mit allen Määänschen ...

[[ironie]]

Danke, lieber unbekannter Leser, für diese Gelegenheit, dem leider noch verbreiteten naivem Glauben an unsere Obrigkeit einen Dämpfer zu verpassen!

Der nette ägyptische Milliardär jedenfalls wird m. E. nicht in die Verlegenheit kommen, beim Wort genommen zu werden.

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

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