Hallo sensortimecom,
es scheint ein zähes Ringen über das Weiter zu bestehen. Und nicht alles, was für das Verständnis der Zuwanderungspolitik notwendig ist, wird auch groß verbreitet.
Das beginnt mit:
20.02. Fokus:
Plan der Balkan-LänderFlüchtlinge direkt nach Deutschland transportieren? Grenzstädte empört
"Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich wollen in der Flüchtlingspolitik gemeinsame Sache machen, wie die Polizeidirektionen der Länder nun vereinbarten. Mit vereinten Kräften schieben sie Flüchtlinge in Zukunft offiziell nach Deutschland weiter."
Hintergrund wird so beschrieben:
"Die Länder der Balkanroute wollen die Flüchtlinge künftig gemeinsam in Richtung Deutschland transportieren. Was sagen die besonders betroffenen Kommunen dazu? FOCUS Online hat bei Landräten, Bürgermeistern und Polizisten in Passau und Freilassing nachgefragt, was sie von diesen Plänen halten – und stieß auf Unwissen und Frust.
Viele Staats- und Regierungschefs der EU dürften sich mächtig geärgert haben: Während sie beim Brüsseler Gipfel in einer Erklärung ein Ende der „Politik des Durchwinkens“ forderten, schufen die Länder der Balkanroute auf eigene Faust Tatsachen. Sie werden Flüchtlinge weiterhin nach Deutschland weiterreichen – und das künftig mit System."
Aus: http://www.focus.de/politik/deutschland/plan-der-balkan-laender-fluechtlinge-direkt-nac...
Siehe auch: http://www.focus.de/videos/diverses/beschluss-in-zagreb-balkanstaaten-wollen-ihre-fluec...
Dazu passt nun haargenau das:
"Nach EU-Gipfel: Klöckner will Tageskontingente für Flüchtlinge"
Veröffentlicht: 20.02.2016, 18:17 Uhr
Der erste Satz im FAZ-Artikel ist imho eine Finte.
http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/nach-eu-gipfel-kloeckner-will-tageskontingente-...
Siehe besser auch: http://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/eu-gipfel-julia-kloeckner-ta...
Aber auch gerade dort muss man mehr auf den Wesensgehalt des Artikels achten, als auf die Verpackung.
(Danke sehr für den Hinweis auf arcor, wo die Meldung nicht mehr verlinkt ist)
Erdogan hatte ja gedroht: "Erdogan hat mit Öffnung der Grenzen zur EU gedroht
15.39 Uhr: In den Verhandlungen mit der EU über einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit einer Öffnung der Grenzen gedroht. "Wir können die Türen nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen, und wir können die Flüchtlinge in Busse stecken", sagte Erdogan laut dem Protokoll eines Gespräch mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk im November bei Antalya. Erdogan bestätigte am Donnerstag erstmals die Echtheit des Dokuments, das die griechische Internetseite "Euro2Day" veröffentlicht hatte.
"Manche versuchen uns anzugreifen, indem sie die Aufzeichnungen dieses Gesprächs veröffentlichen", sagte Erdogan in Ankara. "Das veröffentlichte Protokoll ist für uns keine Schande, sondern eigentlich ein Entlastungsdokument. Allah führt die Arglist der Verräter nicht zum Erfolg." Die EU und die Türkei hatten sich Ende November auf einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise geeinigt."
Auf der selben Seite, hatte in einer Meldung zuvor die Klarstellung Prof. Sinns gestanden:
"Ifo-Chef Sinn: "Flüchtlinge für den deutschen Staat ein Minus-Geschäft"
19.21 Uhr: Flüchtlinge werden sich ökonomisch auch langfristig für den deutschen Staat nicht rechnen. Das erklärte der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans Werner Sinn, gegenüber dem "Münchner Merkur" (Freitags-Ausgabe). Rechnungen, denen zufolge die Flüchtlingszuwanderung zu einem Plus-Geschäft werden könnte, ließen einen Großteil der staatlichen Leistungen außer acht. "Da werden nur Beiträge und Steuern mit Sozialleistungen vergleichen", kritisierte Sinn."
Und darin wird klargestellt:
Nicht berücksichtigt werde, was der Staat an Infrastruktur bereitstelle. "Wenn man alles zusammen nimmt, sind die Flüchtlinge für den deutschen Staat ein gewaltiges Minus-Geschäft", sagte der ifo-Chef. "Ob wir Flüchtlinge aufnehmen, ist im Übrigen eine humanitäre Frage. Ich verweise auf die ökonomischen Effekte nur, weil einige argumentieren, wir würden Gutes tun und uns dabei selbst helfen. Das ist nicht wahr."
Entscheidend ist für Sinn in jedem Fall eine rasche Intergration der Flüchtlingen: "Wir müssen sicherstellen, dass die Flüchtlinge so schnell wie möglich arbeiten können. In den Lagern drehen die jungen Männer sonst durch. Integration heißt aber auch, dass der Staat das Leben ohne Arbeit nicht allzu angenehm gestalten darf, denn dann stellen sich die Leute auf Sozialkarrieren ein."
aus: http://www.focus.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-im-news-ticker-nato-beschlies...
Das sieht nicht gut aus. Und das muss doch langsam allen aufgehen, dass nicht endlos Unterbringungen usw. vorhanden sind (mal abgesehen von Arbeitsmöglichkeiten und den dafür notwendigen Befähigungen, und den Effekten auf die Sozialsystem). Der Ansturm nimmt ja wieder voll Schwung auf, wie man überall lesen kann. Wie zu erwarten, sind nun erst recht Massen unterwegs.
Wie in dem hier unlängst veröffentlichten Artikel steht - und das in der Süddeutschen, die bisher eher sehr Merkellinie fährt:
http://www.sueddeutsche.de/politik/vor-dem-eu-gipfel-regierungsmitarbeiter-zweifeln-an-...
"Im Auswärtigen Amt zeigt sich das Problem wieder anders. Auch hier steht die politische Spitze zur Linie, mit der Türkei um sichere Außengrenzen und in der EU um eine Lastenteilung zu kämpfen. Aber auf den Fluren gibt es fast nur ein Thema: welche Wirkung Merkels "Wir schaffen das" im Nahen und Mittleren Osten auslöste. "Wir haben das Gefühl losgetreten, unsere Tore seien offen", beklagt ein hoher Diplomat, "und wir haben bis heute keine Gegenbotschaft, mit der diese Welle wieder gestoppt werden könnte." Solche Sätze waren auch im vergangenen Herbst schon zu hören. Inzwischen aber sind sie der Normalfall, nicht mehr die Ausnahme."
Die Feststellung des Diplomaten, wird ja ständig geleugnet von Anhängern Merkels. Es stimme doch gar nicht, dass Merkel angelockt haben, oder stimmuliert, wie die NYT im Sept. 15 schrieb. Das machte ja schon immer misstrauisch. Denn eigentlich müsste sie doch Stolz auf Merkel sein, die genau das tut, was die Willkommenstraumatisierten wollen.
Letztlich ist also zu befürchten, dass die Landveränderer nun einfach ein neues Etikett darauf kleben, um massenhaft Leute direkt hierher zu transportieren, wie ja zuletzt immer offner diskutiert wurde. Und dann werden noch die ganze Unterstützerbriefe von Prominenten, die es wahrscheinlich reichlich haben, gebracht, nach denen ein Ankarren von Zuwanderern gerade recht wäre: http://www.morgenpost.de/politik/article207067215/70-Prominente-unterstuetzen-Merkels-F...
Herzchen wie diese dort:
http://www.huffingtonpost.de/marie-von-den-benken/liebe-fluechtlinge-es-ist-gut-dass-ih...
"Ich tausche sofort jeden Flüchtling, der sich in Deutschland mit Fleiß und Lernbereitschaft ein gutes Leben aufbauen möchte, gegen einen Deutschen, der vor Flüchtlingsheimen steht und Naziparolen skandiert."
Das liest man öfter, dass solche Leute gern Menschen hier austauschen wollten.
"Liebe Flüchtlinge, es ist gut, dass ihr hier seid, weil ... Ihr mein Leben, meinen Alltag und meine Welt bereichert. Und mich herausfordert, mich wieder wohler in meiner Haut und meinem Land zu fühlen, weil ich aufstehen will gegen die schwachsinnigen Krawalldeutschen, die sich wieder formatieren. Aber sie können Euch nichts anhaben. Sie können uns nichts anhaben. Hass ist kein Argument.
Auf jeden Unverbesserlichen Deutschen, der Euch bedroht oder beleidigt, kommen 1.000 Deutsche, die Euch die Hand reichen möchten. Diese Deutschen werden aufstehen. Ihr werdet ihre Hände sehen, die Euch aufhelfen.
Ihr werdet ihre Stimmen hören, die Euch leiten. Ihr werdet ihre Gesichter sehen, die Euch anlächeln. Das verspreche ich Euch. Ich glaube an die Menschen und ich glaube an mein Land."
Und dann wird es bizzar:
"Heute, mit diesem kleinen Text, bin ich ein bisschen Gerhard Schröder. Nur eine kleine Kerze im Universum der Flutlichter der täglich auf Euch einprasselnden Informationen. Aber Ihr seid mir bis hier her gefolgt. Also appelliere ich hier und heute an jeden vernünftigen Deutschen: Seid auch Gerhard Schröder."
Oder dieser Prof., über den Wiki passend sagt: "Die zentrale Aussage von Krappmanns Identitätstheorie ist, dass es vier Grundqualifikationen des Rollenhandelns gebe. Bei diesen vier Qualifikationen handele es sich um Rollendistanz, Empathie, Ambiguitätstoleranz und Identitätsdarstellung. Ferner entwickelt er darin ein Interaktionistisches Rollenmodell.
Vor seiner Dissertation war Krappmann während seines Studiums unter anderem AStA-Vorsitzender von Sankt Georgen und 1962–64 Vorsitzender des Verbands Deutscher Studentenschaften (VDS)."
"Lothar Krappmann, Soziologe
"... weil eure Kinder in den Schulklassen mithelfen, die Kinder dieses Landes auf die vielen Probleme aufmerksam zu machen, die in der Welt auf Lösungen warten: Krieg, Verfolgung, Hunger, Krankheiten, Ungerechtigkeit, Unfreiheit. Längst beeinflussen und bedrohen diese Probleme auch unser Leben bereits mehr, als wir es wahrnehmen. Liebe Flüchtlingskinder, erzählt eure Geschichte, damit wir, Kinder und Erwachsene, begreifen, was in der Welt geschieht. Ihr zeigt uns, dass es nicht genügt, Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen. Ihr fordert unsere mitmenschlichen Fähigkeiten heraus und gebt unseren Kindern (und auch den Erwachsenen) die Chance, verantwortungsvolle Bürger dieser globalisierten Welt voller Probleme zu werden."
Klar, das würde ohne das alles gar nicht möglich sein!
Man kann nur hoffen, dass es noch ein paar Leute mit Vernunft, Einfluss und Augenmaß gibt, ehe hier weitere fatale Weichen gestellt werden.
Die Kuh ist noch lange nicht vom Eis und das Land könnte bald noch ganz anders aussehen. 2015 wird vermutlich nur die schwache Overtüre sein...
Und dann noch Tageskontingente!
Und völliges Unverständnis dafür, wie die Dänen herausbekommen wollen, um wen es sich bei den unbegleiteten Kindern handelt - ebenfalls aus dem Flüchtlings-Ticker vom Fokus:
"Dänische Polizei nimmt Flüchtlingskindern Handys weg
15.30 Uhr: Die Polizei in Dänemark hat 55 allein reisenden Flüchtlingskindern in den vergangenen Monaten laut einem Zeitungsbericht die Handys abgenommen. Diese Maßnahme ergreifen die Behörden, wenn die Identität der Asylbewerber nicht anders geklärt werden kann. Bis sie ihr Handy zurückbekämen, müssten viele Kinder einen Monat lang warten, hieß es in dem Bericht von "Politiken".
"Das ist ein Problem, das uns bewusst ist", sagte der Chef des Nationalen Ausländerzentrums der Reichspolizei, Richard la Cour, dem dänischen Fernsehen. "Wir werden das in Zukunft schneller machen." Die große Zahl der Asylbewerber seit dem vergangenen Herbst habe die Ermittler vor Herausforderungen gestellt, erklärte er."
Es müsste doch möglich sein, andere Telefonverbindungen herzustellen. Etwa den Kindern ander Geräte und den Eltern andere Nummern zu geben.
"Die dänische Mitgliedsorganisation von Save the Children, Red Barnet, nannte das Vorgehen problematisch, "weil Kinder generell verletzlicher sind als Erwachsene und das Handy ihre einzige Verbindung zu Eltern und Hilfe sein kann".
Die linke Partei Einheitsliste kritisierte die Praxis als verrückt. "Sie (die Kinder) sind ohnehin ganz alleine, und wenn man ihnen das Handy wegnimmt, nimmt man ihnen jede Möglichkeit, Kontakt mit der Familie zu halten, die vielleicht Tausende Kilometer weit weg ist", sagte die justizpolitische Sprecherin Pernille Skipper."
Schönsten Sonntag!
Viele freundliche Grüße
azur
PS: wie sich das "Blatt" wendet, die bei Don Alphonso nur Spott bekam: Prantlhausener Zeitung:
15. Februar 2016, 19:55 Uhr
Flüchtlinge
Die Kanzlerin hat viel riskiert - und verloren
http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-die-kanzlerin-hat-viel-riskiert-und-ver...
12. Februar 2016, 18:50 Uhr
Angela Merkel
Ich schaffe das
http://www.sueddeutsche.de/politik/angela-merkel-ich-schaffe-das-1.2861286?reduced=true
(man siehe auch auf die Bildauswahl)
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