Literaturhinweis: Daniel Stelter - Eiszeit in der Weltwirtschaft

Rybezahl, Mittwoch, 17.02.2016, 15:26 vor 3646 Tagen 2297 Views

Hallo in die Runde!

Literaturhinweis für alle Interessierten, denen es bisher entgangen ist:

Daniel Stelter - Eiszeit in der Weltwirtschaft
Erscheint morgen, den 18.02.2016.
http://think-beyondtheobvious.com/referenzen/eiszeit-in-der-weltwirtschaft/

Kurzer unkommentierter Auszug aus der oben verlinkten Seite:

"Wie in seiner Denkfabrik „Beyond the obvious“ empfiehlt der Makroökonom und Strategieberater den harten Weg einer Sanierung durch Schuldenschnitte. Die bisherige Politik des immer billigeren Geldes habe deutlich zu viele negative Nebenwirkungen. Doch Stelter glaubt nicht daran, dass die Politik in der Lage sein wird, die damit verbundenen Härten zu vermitteln und durchzusetzen. Deshalb müssen wir uns auf eine lang andauernde Krise einstellen – mit schwachem Wachstum, weiterhin hoher Arbeitslosigkeit in den Peripherieländern, durch Fehlanreize geschaffene Überkapazitäten, durch billiges Geld am Leben erhaltene „Zombie-Unternehmen“ und weiter fallenden Preisen. Geht den Notenbanken irgendwann die Munition aus, drohen Währungskriege, Deflation und ein Zerfall des Euros. Auch das gegenteilige Szenario einer durch den Glaubwürdig­keits­­verlust ausgelösten Hyperinflation und der Notwendigkeit eines neuen Geldsystems denkt Stelter in seinem Buch zu Ende."


Weil ich gerade dabei bin, auch interessant:
http://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/buerger-retten-statt-banken-war...
[[zwinker]]

Gruß!

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

"Eiszeit eben."

Rybezahl, Freitag, 26.02.2016, 16:50 vor 3637 Tagen @ Rybezahl 1206 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.02.2016, 17:07

Nur zur Kenntnisnahme:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wirtschaft-oekonomen-halten-wachstum-fuer-beg...

Eiszeit... halt.

Wobei der Befund profan ist:
Das "Mehr" an Wachstum folgt im Endstadium einem linearen Trend, bevor es in das Minus sinkt. Der Grenznutzen muss auf einem endlichen Planeten selbstverständlich abnehmen, wenn über die Selbsterhaltungsmöglichkeiten des Ökosystems des Planeten hinaus verbraucht wird.

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Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Vielleicht ist Wirtschaftswachstum nicht der richtige Maßstab

Orlando ⌂ @, Freitag, 26.02.2016, 17:35 vor 3637 Tagen @ Rybezahl 1096 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 26.02.2016, 17:50

Beispielhaft:

Vor dreißig Jahren hatte ich über 12.000 DM Telefonkosten per anno, bloß um mit einer 100 km entfernten Niederlassung in Kontakt zu bleiben. Dann kam Fax auf, ich stieg ein, als die Geräte 5.000 DM kosteten - die Telefonrechnung wurde dann erst mal noch höher. Das Porto kam noch dazu, wohlgemerkt. Alles in damaligen Preisen, Bruttolohn der Arbeiter um 2.000 DM/Monat.

Heute hat man für 600 Euro im Jahr Kontakt mit der ganzen Welt, einschließlich Brief, Bild, Film, Ton, was auch immer, mobil aus der Hosentasche. Briefporto geht gegen Null.

Allein diese technischen Innovationen sorgten für ein SCHRUMPFEN des entsprechenden Anteils des BSP um 90
% - für ein Vielfaches an Leistung.

Essenz:

Wenn Innovationen in der Breite angewandt werden, die im Vergleich zu früher viel weniger Material- und Leistungseinsatz bei gleicher bzw. besserer Leistung bringen, dann muss doch das BSP sinken.

Insofern ist das BSP(-Wachstum) mMn nicht mehr der passende Maßstab.

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