neugierige Frage wg. Alterssicherung an 40-50jährige

Dieter, Dienstag, 16.02.2016, 20:45 vor 3646 Tagen 4713 Views

Hallo,
irgendwie frage ich mich, wie man heute so als 40-50jähriger über sein Alter nachdenkt, wie es finanziert wird, wie es bei Krankheit oder Pflege läuft.

Wenn man von folgenden positiven Grundbedingungen ausgeht (inwieweit das realistisch ist, sei dahingestellt):

1.Die Migrantenkrise würde so gelöst, daß die Sozialsysteme nicht wesentlich belastet würden.
2. Es kommt nicht zu vermehrter Gewalt und Bürgerkrieg
3. Es kommt nicht zu einem Krieg in Europa/Naher Osten/USA/Rußland
4. Es kommt zu keiner wirtschaftlichen Depression
5. der deutsche Staat würde noch existieren

Wie sähe die Altersicherung unter obersten Aspekten in 15-20 Jahren aus?
für Unternehmer, Arbeitnehmer, Beamte, freie Berufe, Privatiers??
Fest steht, daß nach heutigen gesetzl. Vorgaben es keine staatliche mehr geben dürfte. Fest steht auch, daß die oligarchische Parteiendemokratie der BRD nicht in der Lage ist, langfristige Ziele zu verfolgen, bzw. überhaupt langfristig zu denken.

Bin neugierig wie Ihr das seht.

Gruß Dieter

Wenn ich aus der gesetzlichen Rentenversicherung (mT)

SevenSamurai @, Dienstag, 16.02.2016, 23:58 vor 3646 Tagen @ Dieter 3868 Views

Wenn ich aus der gesetzlichen Rentenversicherung gar nichts ausbezahlt bekomme, obwohl ich eingezahlt habe (ich weiss, da gibt es keinen Zusammenhang, da Umlageverfahren), dann kann ich ganz gediegen verhungern.

Durch einige "Zwischenfälle" im Beruf kann ich nicht so viel Rücklagen bilden, dass ich alles selber zahlen könnte.

Insofern hat man uns ganz gewaltig verarscht.

Da wäre es besser gewesen, man wäre zwischen 1945 und 1950 geboren worden.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Es wird eine Einheitsrente für alle geben, gerade genug um nicht zu verhungern. (oT)

rodex, Mittwoch, 17.02.2016, 08:15 vor 3646 Tagen @ SevenSamurai 3323 Views

- kein Text -

Wer weiß schon, wie alles mal wird ...

Mr.Dux @, Mittwoch, 17.02.2016, 08:58 vor 3646 Tagen @ Dieter 3371 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 17.02.2016, 16:08

Reicht meine Rente im Alter?

Die erste Frage, die man sich in dem Zusammenhang stellen sollte, ist, hat oder muss man überhaupt Angst vor dem Tod haben? Warum sollte man auf Biegen und Brechen an diesem Leben hier festhalten und somit Angst davor haben, in der Zukunft keine Rente zu bekommen. Wer weiß schon, wie alles mal wird ...

Und zweitens, diese Frage stellt sich schlicht und einfach in über 90 Prozent der restlichen Welt nicht, weil es dort kein soziales Netz gibt. Sollte jedoch Deutschland von der Elite dazu auserkoren sein, seiner Bevölkerung weiterhin ein soziales Netz zur Verfügung stellen zu dürfen, dann sollte man sich keine Sorgen machen, denn in 20 Jahren wird das System mit Sicherheit vorher implodiert sein und ein Reset stattgefunden haben. Das heißt, alle Schuldenuhren stehen dann wieder auf Null, alle Sparguthaben sind weg, alle fangen bei Null an und die Rentenkassen sind wieder randvoll. Rente mit 60 ist wieder bezahlbar und so weiter ...

Wenn nicht, heißt es, malochen für die Elite bis zum umfallen oder den persönlichen Stecker ziehen und von dieser Welt gehen.

Kurz zwei Erfahrungen aus der eigenen Familie:

Mein Vater ist sein Leben lang treu und ergeben seiner Arbeit nachgegangen und war nie krank. Mit 62 Jahren ist er in die Altersteilzeit eingetreten und 6 Monate später war er tot. Lungenkrebs, ohne jemals geraucht zu haben. Was hat er von seiner Rente gehabt? NICHTS ... Was hat es ihm gebracht, auf der Arbeit nie krank gemacht zu haben? NICHTS ... Was hat es ihm gebracht, nicht zu rauchen? NICHTS ... Was hat es ihm gebracht, sich gesund zu ernähren? NICHTS ...

So, und nun zur Mutter meines Vaters, die lebt nämlich noch und ist vor einem halben Jahr mit 89 Jahren ins Altersheim gekommen und fristest ihr Dasein damit, die vier Wände anzustarren. Gelebt hat sie von 700 Euro Rente und selbst davon hat sie sich den letzten Cent vom Mund abgespart. Wofür? Für NICHTS ... Denn nun muss sie monatlich trotz Pflegestufe 2 mehr als 1.400 Euro von ihren Ersparnissen draufzahlen, bis das Geld weg ist. Wenn sie nichts gespart hätte und ihr Geld verlebt hätte, würde jetzt der Staat bezahlen. Doch nun muss sie mit ansehen, wie ihr hart angespartes Geld und jeder vom Mund abgesparte Groschen in den Rachen des Heimes fällt.

Deshalb mein Tipp: Macht Euch keine Sorgen um die Zukunft, keiner weiß, wie es kommt ... und denkt dran, Riester Rente ist fürn Arsch, der Staat holt sich davon durch Steuern den meisten Teil wieder zurück ...

Bevor der Staat zahlt, greift der Elternunterhalt

Plancius @, Mittwoch, 17.02.2016, 10:54 vor 3646 Tagen @ Mr.Dux 3576 Views

Wenn sie nichts gespart hätte und ihr Geld verlebt hätte, würde
jetzt der Staat bezahlen. Doch nun muss sie mit ansehen, wie ihr hart
angespartes Geld und jeder vom Mund abgesparte Groschen in den Rachen des
Heimes fällt.

Du hast hier den Elternunterhalt vergessen. Wenn Rente + Erspartes nicht ausreichen, holt sich der Staat das Geld für die Altenpflege bei den Kindern.
Pro Ehepaar gibt es einen Freibetrag von 2.400 EUR monatlich, den Rest kann sich der Staat für den Elternunterhalt holen.

Wegen des Elternunterhalts gehen viele Familien in die Brüche, auch Ehen scheitern manchmal nachträglich am Elternunterhalt. Häufig kommt man nur durch nachträgliche Eheverträge und Gütertrennung ganz oder zum Teil aus der Verpflichtung zum Elternunterhalt heraus.

Beispiel:
Ich trage zu 80% zum Einkommen bei, meine Frau 20%. Unser Nettoeinkommen beträgt 3.500 EUR. Nun wird meine Schwiegermutter pflegebedürftig. Sie hat 4 Kinder. Alle Haushaltseinkommen der Kinder liegen unter 2.400 EUR. Das kann sein wegen Ehescheidungen, HartzIV, Geringverdiener oder geschicktem Herunterrechnen der Einkommen. Nur das gemeinsame Einkommen meiner Frau und meines übersteigt 2.400 EUR.

Dann bin ich als Schwiegersohn derjenige, der für den gesamten Elternunterhalt meiner Schwiegermutter aufzukommen hat. Und das vielleicht deshalb, weil die anderen Kinder nichts gebacken gekriegt haben oder faul sind. Und unter Umständen hat die Mutter den missratenen Kindern noch jeden Monat zugesteckt, so dass sie keine Ersparnisse bilden konnte. Man sieht, schon aus einer solchen Konstellation gibt es schnell Zoff in einer Familie.

Ich könnte mich nur dem Elternunterhalt entziehen, indem ich mit meiner Frau Gütertrennung vereinbare. Dann ist aber die von mir gewünschte finanzielle Absicherung meiner Frau nicht mehr gegeben, weil in meinem Todesfall dann die hohen Freibeträge für Ehepartner entfallen. Außerdem ist in den Konstellationen, wenn der Mann der überwiegende Verdiener ist, dann Konflikt mit der Ehefrau programmiert, so dass es neben Zoff in der Familie auch Krach mit der eigenen Frau und den Kindern gibt.

Der Elternunterhalt wäre mal einen eigenen Thread wert. Da wissen viele gar nicht, was auf sie zukommt. Seit der Pflegeversicherung denken nämlich die meisten, dass der Staat bzw. die Pflegekasse für den Elternunterhalt aufkommt.
Gerade der Elternunterhalt birgt in den nächsten Jahren ein Armutsrisiko für die Mittelschicht, die ehrlich im Hamsterrad arbeitet und den Laden noch am Laufen hält. 2.400 EUR Freibetrag sind nämlich gar nichts, wenn man 1.000 EUR Miete zahlen muss und die Raten für das Auto und die Küche drücken. Da ist dann kein Urlaub oder Restaurantbesuch mehr drin.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Danke, das ist ja der Hammer

Ankawor, Mittwoch, 17.02.2016, 11:36 vor 3646 Tagen @ Plancius 3135 Views

Davon wusste ich ja überhaupt nichts. Kriege jetzt schon ein schlechtes Gewissen meinen Kindern gegenüber.

Aber nochmals vielen Dank für den Hinweis. Ich muss forschen, und insbesondere auch, was man da machen kann.

Beispiel Berechnung Elternunterhalt

Plancius @, Mittwoch, 17.02.2016, 13:08 vor 3646 Tagen @ Plancius 2941 Views

Elternunterhalt =
Kosten Pflege
- Rente der Pflegeperson
- eventuelle Ersparnisse
- Übernahme durch Pflegeversicherung

Bsp: Pflegeplatz kostet 3.500 EUR / Monat

monatliche Rente = 1.000 EUR (incl. Witwenrente)
Ersparnisse = 0
Übernahme Pflegeversicherung = 1.200 EUR
Finanzierungsdefizit = Elternunterhalt
3500
- 1000
- 1200
= 1300 EUR

Diese 1300 EUR Elternunterhalt sind von den Nachkommen, d,h, Kindern der Pflegeperson aufzubringen.

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Kinder der Kinder anrechenbar?

Goldmarie @, Noch D, Mittwoch, 17.02.2016, 13:21 vor 3646 Tagen @ Plancius 2826 Views

Danke, Plancius, für den augenöffneneden Beitrag.
Weißt Du, wie es sich verhält, wenn die Kinder des Pflegebedürftigen auch (unterhaltspflichtige) Kinder haben? Gibt es da Freibeträge? Sonst rutscht ja so ein zahlungsvetpflichtetes Kind schnell in die Armut,
beispielsweise bei 2.400 € Einkommen
abzüglich 1.000 Miete/Rate
abzüglich Auto/Fahrtkosten etc. ca. 500
Lebenshaltungskosten 4 Personen Haushalt dürfte dann mit allen Verpflichtungen max. 900 sein... Ach nein, da muss ja dann erst noch das Pflegeheim bezahlt werden! Also Tafel o.ä....oder wie?[[sauer]]

Ja, pro Kind auch noch Freibeträge

Plancius @, Mittwoch, 17.02.2016, 14:05 vor 3646 Tagen @ Goldmarie 2719 Views

Ja, pro unterhaltspflichtigem Kind gibt es auch noch einen Freibetrag. Die Höhe kenne ich jedoch nicht.

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Auf die Kinder bauen, oder weg von hier?

Dieter, Mittwoch, 17.02.2016, 20:15 vor 3645 Tagen @ Dieter 2653 Views

bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 17.02.2016, 20:25

Hallo,
so wie ich die Situation einschätze, wird es in 20 Jahren auf keinen Fall eine ausreichende Rentenversorgung, so wie wir sie jetzt kennen, geben, auch bei Verbreiterung der Beitragspflichtigen nicht.

Wenn der Staat also nicht sorgt, dann bleibt für die meisten doch nur noch die Familie als einzig mögliche Versorgung im Alter. Also exakt das Modell, welches wir noch heute in bäuerlichen Strukturen vorfinden oder in Ländern, in denen der Staat nicht die Voll-Fürsorge bereit hält, wie wir es in Deutschland kennen.

Das heißt doch, daß bei Erkenntnis der zukünftigen Rentenlage eigentlich die Geburtenraten bei den heute 20/30-Jährigen in die Höhe schnellen müßten, die Älteren darauf hoffen müssen, ihre Kinder so erzogen zu haben, daß unter Verzicht eigener Bedürfnisse eine Bereitschaft zur Versorgung der Eltern vorhanden ist.

Wenn keine Familie zur Verfügung steht, oder kein Verlaß auf diese ist, dann kann nur noch Eigenvorsorge im gesunden Zustand helfen oder der Freitod, wenn man im Alter ggf. krankheitsbedingt irgendwelchen Abzockern ausgeliefert ist.

Auswandern? Eigentlich ist anzunehmen, wenn es in Deutschland keine vernünftige Rente mehr geben wird, in welchem Land mit ähnlichem Sozialstatus würde es Vergleichbares geben? Mir fällt da kein Land ein.

Auswandern ist dann eine Alternative, wenn man in der Fremde das Alter zu erheblich niedrigeren Kosten bewerkstelligen kann. Hier bieten sich natürlich viele Länder an, bei denen vor allem die Servicekosten extrem niedrig sind.

Dies alles nur mal so als spontane Gedanken.

Gruß Dieter

Wenn Du die Zukunft sehen willst, dann fahr mal nach Russland

Plancius @, Mittwoch, 17.02.2016, 20:52 vor 3645 Tagen @ Dieter 2757 Views

Hallo Dieter,

ich bin ja in den 90ern und 2000ern viel in Russland und Weißrussland gewesen. Wenn man dort auf aufs Land fährt, sieht man mehrheitlich Alte. Und die Alten sind überwiegend Frauen, weil sich die Männer bis zum 60. Lebensjahr tot gesoffen haben.

Die Alten sind vergleichsweise bis ins hohe Alter fit. Sie bewirtschaften ihren Garten, ihr Feld und treiben noch ihre Kuh auf die Weide. Das Leben folgt dem Rhythmus der Natur. Im Frühjahr Aussaat, im Sommer Feldpflege und Ernte, im Herbst Obst- und Beerenlese und viel für den langen Winter einwecken. Außerdem wird Torf als Brennmaterial gestochen.

Der Geldbedarf einer solchen Subsistenzwirtschaft ist gering. Brot, Kleidung, Strom müssen gekauft werden. Da die Kinder und Enkel in der Stadt wohnen, helfen sich die Alten gegenseitig, wenn mal jemand krank oder temporär pflegebedürftig ist. Die Jungen kommen am Wochenende und laden den Überschuss, den die Großmutter erwirtschaftet, ins Auto. Im Winter schlachtet der Clan gemeinsam ein Schwein oder eine Kuh/ einen Ochsen.

Diese Art zu leben funktioniert natürlich nur bei einer wesentlich geringeren Bevölkerungsdichte als in Deutschland. Aber wenn man sich die Deagel-Liste (deagel.com) zu Gemüte führt, steht auch Deutschland in den nächsten zehn Jahren eine deutliche Reduzierung der Bevölkerung bevor.

Aber ich erzähle Dir sicher nichts Neues. Du kennst das ja alles aus Portugal. Da wird vieles ähnlich wie in Russland ablaufen.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

ist in Portugal genauso, nur mit einem Unterschied

Dieter, Mittwoch, 17.02.2016, 21:20 vor 3645 Tagen @ Plancius 2652 Views

Hallo Plancius,
der Unterschied zu Deinen russ. Erfahrungen besteht darin, daß sich in Portugal die Männer nicht totsaufen. Die arbeiten auch bis ins hohe Alter im Garten und für die Familie. (Es gibt auch Alkoholiker, aber wirklich nicht viele, dafür sind sie vermutlich zu ausgeglichen, obwohl ja täglich genug Wein/Bier getrunken wird)
Ansonsten gilt nach wie vor, man hält sich durch körperl. Arbeit, Aufgaben und Beschäftigung im Alter fit und gesund. Bequem bringt Leid und Tod.

Gruß Dieter

2030 werden wir im Sozialismus leben

LLF @, Mittwoch, 17.02.2016, 22:55 vor 3645 Tagen @ Dieter 2484 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 17.02.2016, 23:00

Hallo,
irgendwie frage ich mich, wie man heute so als 40-50jähriger über sein
Alter nachdenkt, wie es finanziert wird, wie es bei Krankheit oder Pflege
läuft.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird es einen Aufstand geben, der alle bekannten Wirtschafts-Institutionen und das kapitalistische Wertesystem hinwegfegen wird.

Dank Bio- und Robotertechnik ist schon jetzt das Potenzial vorhanden, um die gesamte Menschheit zu versorgen. Die Umverteilung (Rentenversicherung oder Grundeinkommen) ist im wesentlichen ein buchungstechnisches Problem.

Schon heute sind lediglich 20% der Erwerbstätigen mit der Produktion und 80% mit der (innerbetriebslichen oder staatlichen) Vermarktung und Verwaltung beschäftigt. In beiden Bereichen gibt es gewaltige Einsparpotenziale.

2030 wird es keine Aktien und kein Bargeld mehr geben. Zu viel Verwaltungsaufwand. Zu viel Volatilität im Wirtschaftsprozess.

Mit den heutigen CDU- und SPD-Politikern wird es keinen Systemwechsel geben - die schwafeln vom Einwanderungsbedarf und Fachkräftemangel, während gut ausgebildete Akademiker massenweise auf der Straße stehen.

Noch steht die Generation Merkel (40-65) in Treue fest zu ihrer Führerin, aber das kann sich schnell ändern, wenn die Bankautomaten kein Geld mehr ausspucken.

Ich weiß, das dies ein Börsenforum ist, aber das kapitalistische Wirtschaftssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch:
- sinken die Zinsen noch weiter, stirbt die Lebensversicherung
- steigen die Zinsen, stirbt der Aktienmarkt

- nach einem Bail-In verliert die Regierung das Vertrauen der Oberschicht
- nach einem Bail-Out fordert die Unterschicht höhere Sozialleistungen
- eine marktwirtschaftliche Bank-Abwicklung ohne staatliche Eingriffe ist nicht möglich, weil zu chaotisch

- ohne Einwanderung sinken die Immobilienpreise
- die Einwanderung von Nichteuropäern verdrängt die schlecht ausgebildeten Deutschen (und Migrantenkinder) vom Arbeitsmarkt und zerstört die gewachsene Kultur
- Einwanderung als quantitative Injektion in ein qualitativ veraltetes Ausbildungssystem taugt nichts.

- ohne Euro keine Exporte
- Haushaltsdefizite in Frankreich, Italien und Spanien haben Auswirkungen auf die gesamte Euro-Zone
- Frexit ruiniert die deutsche Wirtschaft

Denke nicht,

Waldläufer @, Donnerstag, 18.02.2016, 09:36 vor 3645 Tagen @ LLF 2286 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 18.02.2016, 09:39

dass wir 2030 im Sozialismus leben werden , denn dazu müssten erst mal alle Wohlhabenden/ Reichen/ Superreichen enteignet werden. Glauben Sie daran?

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Meine persönliche Variante der Alterssicherung

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 19.02.2016, 03:33 vor 3644 Tagen @ Dieter 2240 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 19.02.2016, 04:33

Das ist jetzt die Variante der Altersicherung von unserer Familie - sicher keine Variante für die Mehrheit, soll nur zeigen, dass jeder seinen Weg finden kann, wenn er sich auf selbigen begibt.

Altersicherung und Tageseinkommen in ca. 4 Jahren

Ich selbst habe dabei aktiv mitgestaltet, es sind ca. 1800 Bäume. Wir haben noch ein anderes Grundstück mit ca. 2000 Bäumen, das wird aktuell bewirtschaftet und dürfte noch gut 15 Jahre Ertrag abwerfen.

Das Ertragspotential ist sehr schwankend durch Rohstoffpreise und Wettersituation, aber eine Überlebensgrundlage ist es immer. Es kann in Krisenzeiten auch sofort ein Teil direkt zur Nahrungsmittelerzeugung verwendet werden, in den Tropen ist das ganzjährig möglich.

Für die Eigentümerin des Landes (meine Frau/Sohn) ist der Grundstücktitel jederzeit beleihbar, die Zinssätze dafür sind die niedrigsten die zu haben sind - beim Zurückbezahlen sind die Banken (staatl. Argarbanken) sehr flexibel, z.B in der augenblicklichen Niedrigpreisphase bezahlen viele Schuldner gar nichts bis auf symbolische Beträge und die Banken frieren den Stand einfach ein - das geschieht auf Weisung der Regierung.

Private Banken machen so etwas nicht, wenn nicht gezahlt wird, wird das Grundstück verkauft ... Hauptsache die Bank macht ihren Schnitt.

Diese Form des Gelderwerbs ist allerdings nur thailändischen Staatsbürgern vorenthalten - das ist eben der feine Unterschied. Dieser Staat (Monarchie)schützt hier seine Bürger weit aus besser, in D/EU schützt der Staat die Einwanderung moslemischer Horden und bezahlen muss es der dort geborene Bürger. Ich werde in diesem Land geduldet (als Ausländer), wenn ich mich an seine Gesetze und Gepflogenheiten halte, sonst bin ich raus - egal ob verheiratet und mit Kind.

Der Fortschritt wird im Westen verkauft unter den Stichworten Humanität, Asyl ist ein Menschenrecht, freie Gesellschaft, Pressfreiheit und Demokratie. Es hat auch eine Weile bei mir gedauert, bis ich den feinen Unterschied erkannt hatte. Mit der Demokratie ist es wie mit vielen Nahrungsmittel - das Nahrungsmittel ist in der tollsten Verpackung, vom Nährwert/Gesundheitswert aber eher dem Abfall zuzuordnen.
Gruss

--
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Ist das Alter mit Gummibaeumen wirklich sicher?

Leserzuschrift @, Sonntag, 21.02.2016, 13:35 vor 3642 Tagen @ NST 1831 Views

Ich habe den Link gelesen und dabei blieb der folgende Satz haengen: "Die Mehrzahl der hier lebenden Ausländer sind Rentner/Pensionäre und ohne die Transferzahlungen sind sie in kürzester Zeit insolvent."

Diese Aussage mag wohl mit kritischem Blick in die Zukunft korrekt sein, basierend darauf moechte ich aber die Frage stellen, ob NST davon ausgeht, dass seine Alterssicherung sich der dann gegeben Situation nicht anpassen muss?
Wenn die Welt sich veraendert, dann duerfte jeder heutige Plan einer Anpassung beduerfen, oder sehe ich das falsch und nur die Rentner sind in den A. gekniffen?
Und fuer einen besseren Ueberblick zur Situation der Gummi-Pflanzer hier zwei Links:
1. Die Organisation der Gummibauern von Thailand hat ihre Mitglieder vorgewarnt, sich auf eine schwere Dürre vorzubereiten.

Die Organisation der Gummibauern von Thailand hat vorgeschlagen, dass Gummi-Pflanzer Notfallmaßnahmen vorbereiten, um die Wasserknappheit zu bewältigen, die in etwa einem Monat für das Land erwartet wird.
Besitzer von jungen Gummibäumen werden gebeten, ihre Plantagen zu jäten, und das Unkraut dafür zu verwenden, den Stamm ihrer Bäume abzudecken, um die Feuchtigkeit zu halten.

Andere Möglichkeiten, ihre Kautschukplantagen zu schützen, sind u.a. wasserreiche Pflanzen wie Bananen oder Ananas zu setzen, sowie das Beschneiden der Zweige, um die Wirkung von Wind zu reduzieren.
Gummi-Pflanzer, die Beratung über die Pflege ihrer Plantage benötigen, können landesweit lokale Büros der Organisation der Gummibauern von Thailand kontaktieren.
Link: http://thainews.prd.go.th/website_en/news/news_detail/WNEVN5902190010001
Gelesen in: http://teakdoor.com/thailand-and-asia-news/162990-rubber-growers-told-brace-severe-drou...

Und der zweite geht zusaetzlich auf die problematischer werdende Gesamtsituation des Landes mit ein: http://globalriskinsights.com/2016/01/extreme-drought-threatens-thailands-political-sta...

Viel Glueck fuer uns alle

Es ist nicht alles exaktes Wissen ...

NST ⌂ @, Südthailand, Montag, 22.02.2016, 03:23 vor 3641 Tagen @ Leserzuschrift 1738 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 22.02.2016, 04:20

Diese Aussage mag wohl mit kritischem Blick in die Zukunft korrekt sein,
basierend darauf moechte ich aber die Frage stellen, ob NST davon ausgeht,
dass seine Alterssicherung sich der dann gegeben Situation nicht anpassen
muss?

fangen wir mit den Gummibäumen an. Zuerst gibt es verschiedene Baumsorten, es gibt Sorten die werden älter und es gibt Sorten die sind auf Ertrag getrimmt d.h. sie geben mehr Latex aber nach spätestens 15 Jahren Bewirtschaftung muss man sie fällen.

Wir haben eine Sorte - im Süden ist sie sehr weit verbreitet, die muss rund 7 Jahre heranwachsen und liefert dann rund 20 Jahre Latex. Die Jahresleistung ist etwas geringer, als bei Sorten die auf Leistung getrimmt wurden - dafür können sie ein paar Jahre länger bewirtschaftet werden.

Im Zuge der Spitzenpreise in den Jahren 2010-2012 und als noch die Thaksin Regierung am Ruder war, wurde auch im Kautschuksektor subventioniert. Wir hatten gerade noch im letzen Subventionsjahr die alten Baumbestände gefällt und neu gepflanzt. In Jahren mit durchschnittlichen Preisen verhält es sich ungefähr so, dass der Verkaufserlös der gefällten Bäume die Kosten der Neupflanzung deckt, also die Kosten für Arbeit, Dünger über die 7 Jahre - negativ zu Buche schlägt der Verdienstausfall, weil die Bäume kein Latex liefern.

Während der Subventionsphasen wurde das Aufforsten neuer Plantagen ein einträgliches Geschäftsmodel und zwar besonders im Nordosten Thailands - im Isan. Dort waren die Arbeitslöhne um einiges geringer als im Süden, die Bodenpreise um den Faktor 3 kleiner und subventioniert wurde die reine Fläche. Das Klima im Isan ist aber ein gänzlich anders als im Süden, es gibt ausgeprägte Trockenzeiten und die Temperaturen schwanken für Kautuschkbäume relativ stark. Es stellte sich dann heraus, nachdem die ersten Plantagen dort Latex lieferten, dass die Qualität um einiges schlechter ist als im Süden.

Die Situation heute ist ungefähr folgende: Tiefspreise sind angesagt, aber die Kosten sind überall ähnlich hoch, nur die Qualität des Latex eben nicht. Im Süden ist sie gut, im Nordosten eben um einges schlechter hinzu kommt jetzt noch das Thema Wasserknappheit d.h eigentlich ist das bei jetztigen Preisen dort keine gute Basis mehr. Im Süden gibt es keine Wasserknappheit, eher im Gegenteil, es regnet zu oft, es entstehen Verdienstausfälle dadurch, dass bei Regen nicht geerntet werden kann.

Die grossen neu aufgeforsteten Flächem im Isan sind jetzt alle schon ein paar Jahre alt, aber brauchen immer noch ein paar Jahre bis sie Latex liefern und nach derzeitiger Erfahrungs- und Preissituation verspricht das kein gutes Geschäft zu werden, zumal es keine Subventionen mehr gibt in der Fläche, es werden aktuell Preisstützungskäufe von Kautschuk durchgeführt, aber nur sehr dosiert. Also wer sich auf das Subventionsmodell eingelassen hat, hat die A..karte gezogen, also wieder mal ein klassisches Beispiel wie man es nicht machen sollte.

Die politische Situation scheint unter der momentanen Militärregierung stabil, aber es herrscht keine klare Sicht. Die Sicht wird klarer werden, wenn sich die Situation mit dem hochverehrten König klärt d.h. sein Geundheitszustand ist aktuell nicht besonders gut und er ist schon hoch in den 80zigern. Wenn die natürliche Ablösung erfolgt, dann dürften die neuen/alten Positionen klar bezogen werden. Das kann morgen sein oder in x-Jahren, aber alles deutet auf eine kürzere Zeitdauer hin.

Kommen wir zum Schluss auf die allgemeinen offenen Fragen, das die aktuelle Rentner/Pensionäre und meine Generation die Babyboomer betrifft -- die Alterssicherung. Die besten Karten haben die aktuellen Transferleistungsbezieher, denn die sehen einen monatlichen Ertrag. Ihr Risiko ist, dass dieser Ertrag massiv gekürzt wird (siehe Griechenland), im Extremfall ein Komplettausfall - bei Kriegs/Bürgerkriegszuständen. Am härtesten trifft das dann jene, die augenblicklich auf der Sonnenseite stehen, z.B Transferleistungsbezieher unter Palmen in Ländern wie Thailand. Schon 25-50% Kürzungen wird ihnen hier die Lebensgrundlange entziehen. Um eine Jahresaufenthaltsverlängerung zu bekommen, werden heute mindestens 1000 Euro bei thail. Ehepartner und mindestens 1500 Euro bei Alleinstehenden verlangt. Krankenversicherungen sind hier auch nicht billig, wenn man eine abschliesst mit 65 Jahren und ob die Beamtenversorgung noch irgend etwas bezahlt, wenn es in D turbulenter wird, darauf möchte ich mich nicht verlassen müssen.
Zusammengefasst: für aktuelle Transferleistungsempfänger könnte alles gut laufen, muss aber nicht und dieses muss aber nicht bekommt täglich mehr Gewicht. Für die Babyboomer ist das ganze Konzept schon heute ein Tanz auf heissen Kohlen, in D gibt es dann immer noch Suppenküchen in TH gibt es dann die Abschiebung und wer diese nicht bezahlen kann (Flug) sitzt im Knast mit mehreren Personen in einer Zelle, notfalls bis zum bitteren Ende. Hier ist keine Willkommenskultur für gescheiterte Träumer und wer dann noch Menschenrechte ruft, hat den Knall noch immer nicht vernommen.

Wer in Ländern wie Thailand sich darauf gründlich vorbereitet hat und die hiesigen kulturen Eigenheiten einigermassen versteht, hat gute Chancen hier über die Runden zu kommen. Ich verweise hier auf den deutschten Spruch, den man hier 1:1 übertragen kann -- Wie man sich bettet, so liegt an --
Wer also hier ein solides Bett errichtet hat, kann davon ausgehen, dass er seinen letzten Atemzug in selbigen tätigen kann, denn eines kann man den Thais attestieren, um alte verdiente Menschen kümmern sie sich vorbildlich, da spielt die Nationalität eine untergeordnete Rolle.
Gruss

--
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