"Vergewaltigung" unserer Interessen

J. v. Liebig @, Dienstag, 16.02.2016, 15:25 vor 3649 Tagen 4230 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 16.02.2016, 15:38

Hallo Forumsmitglieder,

die Sonne kommt langsam höher, die Winterlethargie darf aus den Knochen geschüttelt werden!
Was kann man unternehmen gegen die "Vergewaltung" unserer Interessen?

Habe gestern gleich schon einmal an die Kreis CDU geschrieben, ob es denen schon einmal aufgefallen wäre, was der Bundeskanzler denn so macht und das ich damit nicht einverstanden bin. - habe jedoch noch nichts wieder gehört [[zwinker]] .

Welche Möglichkeiten seht Ihr, wo können Hebel angesetzt werden?

Wo "holt man jemanden ab" , der sich von MSM und Konsorten verblöden lassen will. Wollen im Sinne der Möglichkeiten, sich auf einem anderen Level zu informieren. = wo beginnt man eine Diskussion, um einen "Gutmenschen" seine Sorgen zu unterbreiten, ohne das dieser die N... Keule rausholt.
Bin ich ein "Schlechtmensch", wenn ich meine Sorgen zum Ausdruck bringe?

Gruß J.v.L.

Gutmenschen können nicht mal durch unmittelbare Erfahrungen umgestimmt werden. Denn es waren in jedem Falle die "Nazis".

Griba @, Dunkeldeutschland, Dienstag, 16.02.2016, 16:45 vor 3649 Tagen @ J. v. Liebig 3182 Views

Alles was ihr krudes Weltbild stören könnte, wird ausgeblendet bzw. hachhaltig ignoriert. Das läuft analog zu den Durchhalteparolen zum Ende von WK2 - wer denen offen wiedersprochen hat, hatte danach keine Möglichkeit mehr, das Ende zu erleben.

Die Gutmenschen sind in diesem Sinne die modernen Nazis.

--
Beste Grüße

GRIBA

Was wäre der Sinn hinter dem Aufklärungsversuch?

FOX-NEWS @, fair and balanced, Dienstag, 16.02.2016, 17:15 vor 3649 Tagen @ Griba 2844 Views

IMHO gibt es zwei Motive: Altruismus und Egoismus. Da letzterer bei den Meisten vorwiegen dürfte, schliesst sich die Frage an, wie groß die Erfolgsaussichten hierfür sind und wie groß die Chance für die Alternative - nämlich ohne allzu starke Verluste aus der Horrorshow auszusteigen. Das Letzte, was ich wollte, wäre zum Nutzen fremder Brieftaschen den Helden zu spielen.

Bei der Verwandtschaft und dem Freundeskreis reicht die Ansage: "Wir haben hier ein ernsthaftes Problem, willst du darüber reden? ... Nö? ... ja dann is gut."

Grüße

--
[image]
** Keiner soll hungern ohne zu frieren! **

Zustimmung. (oT)

Tünnes @, Dienstag, 16.02.2016, 17:19 vor 3649 Tagen @ Griba 2455 Views

- kein Text -

Überzeugen geht nicht. Konditionieren ist das Mittel der Wahl.

re-aktionaer @, Dienstag, 16.02.2016, 19:03 vor 3649 Tagen @ J. v. Liebig 3287 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 16.02.2016, 19:10

Die Menschen wurden jetzt 30 Jahre lang so konditioniert:
- Wir sind die Täter, böse, plump, primitiv.
- Alles was Fremd - speziell dunkelhäutig ist, ist erstens lieb und gut und hat ein tieferes Wissen und ist zweitens immer Opfer.

Da es sich um eine Konditionierung handelt sind weder Argumente noch negative Erfahrungen per se in der Lage diese Sicht auf die Welt zu ändern. Es handelt sich um eine Art Film mit Archetypen, der in unsere Hirne eingelegt wurde und sich immer und immer wieder abspielt. Erst wenn eine Gegenkonditionierung erfolgt, also die Filmrolle ausgetauscht wird und diese dann permanent abgespielt wird, ändert sich auch die Meinung.
Gegenkonditionierung funktioniert mit verschiedenen Mitteln und ich sehe im Moment gerade einen Haufen Gegenkonditionierungen ablaufen. Ob Spindoktoren dahinter stehen oder es einfach von selbst geschieht, wage ich nicht zu beurteilen.
Wie kann man sich das Vorstellen?
Einerseits rennt die Konditionierung als linguisisches Programm:
Ein spezifisches Vokabular wird angewandt. Z.b. wird jede Partei, die rechte Positionen vertritt "Rechtspopulistisch" oder "Rückwärtsgewandt" genannt, ein Adjektiv, das soviel wie "unseriös" bzw. "Verstaubt" suggeriert. Jörg Haider, zb. wurde auch ständig als "Rechtspopulist" bezeichnet. Er spielte aber auch auf dieser linguistischen Klaviatur und sprach bei seinen Kontrahenten (ÖVP und SPÖ) ständig von den "Altparteien" - seine eigene Partei war ungefähr gleich alt, aber der Begrifff saß und verfestigte sich.
Entscheidend ist nämlich, ob es gelingt diese linguistischen Viren in unsere Alltagssprache, speziell jene der Medien zu implementieren, wo sie dann ihre Wirkung entfalten und unsere Weltsicht bestimmen.
Bei "Neger" gelang es, man sprach nur mehr von Schwazen, das Binnen I hingegen scheitert gerade knapp. Genau deshalb kommen unsere "Feminazis" auch nun mit dem "Generischen Feminin" angetanzt. Ich denke, das wird der nächste linguistische Rohrkrepierer.
Die Gegenoffensive findet bereits statt.
Jüngeste Beispiele dieser sind Begriffe wie "Gutmensch" "Facharbeiter" oder "Kulturbereicherer". Sie sind bereits gut plaziert, vermehren sich im Alltag und transportieren eine spezifische Sicht auf Ausländer. Wenn man genau hinsieht, poppen im Moment immer mehr dieser Begriffe auf und das ist ein gutes Anzeichen. "Bahnhofsklatscher" ist zum Beispiel ein herrlich wirksames Wort als Synonym für "Naiver Vollidiot".
Auf der anderen Seite sehe ich im Moment wenig Neues. Die Mainstreamkonditionierung ist im Moment wenig einfallsreich und eher defensiv. Ihre linguistische Aktivität bringt in letzter Zeit gehäuft Rohrkrepierer hervor und verkommt zur Euphmismustretmühle. Ausländer -> Migrant -> Asylwerber -> Refugee -> Schutzsuchender -> ...
Die anderen Begriffe sind eher plumpe Verdrehungen wie "Pegidiot" "Idiotäre Bewegung"usw...
Die Rohrkrepierer erkennt man übrigens daran, dass sie die eigene Gesinnungsgemeinschaft nicht verlassen, sondern entweder dort als spezifisches Vokabular verbleiben oder selbst in den Urheberkreisen irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Ein Beispiel: "Cis-sexuell" wird als Begriff wohl eher nicht in den allgemeinen Sprachgebraucht übergehen.

Die zweite Methode ist die ständige Wiederholung von ein und dem selben Narrativ in verschiedenen Permutationen.
Also: "Böse Reiche Weisse" beuten "arme Neger" aus. Egal ob als Doku oder Spielfilm. Es ist im Grunde immer die selbe Story. Wo sind die Gegenerzählungen? Sie finden nicht statt. "Neger in Südafrika schlachten wehrlose weisse Farmer ab." oder "Korrupter Präsident enteignet die letzten verbliebenen Farmer und löst damit eine Hungersnot im eigenen Land (Rhodesien) aus." Wo sind die entsprechenden Dokus und Filme?
Wo geben die Bombenopfer von Nelson Mandela tränenerstickte Betroffenheitsinterviews? Wo sprechen die Verwandten von Winnie Mandelas auftragsgemordeten Jungs? Wo bleibt der Aufschrei, wenn der aktuelle Präsident von Südafrika öffentlich "Kill the Boers" singt?
Im Moment unerwünschte Narrative und daher nicht produziert.
Das aktuelle Narrativ der Gegenseite: "Notgeile primitive Wilde wollen alles ficken" ist soeben gestartet worden und läuft gerade als Dauerschallplatte an. Jetzt wird jeder Arschgriff zur Vergewaltigung hochgespielt!
Ebenso das Köpfen. Ein Narrativ der Saison 2014/2015.
Und das Lügenpresse Narrativ - wird noch 2016 der Renner.
Da im Moment die verbreitungsstarken und mit entsprechenden Produktionsmitteln ausgestatteten Medien in der Hand der Fazilitatoren des ersten Narrativs sind, werden wir noch eine Weile warten müssen, bis wir hier ordentliche Filme präsentiert bekommen. Aber es wird schon kommen. Garantiert.
Das "böse Muselmanen" Narrativ wurde ja schon ganz schön eifrig bedient. Und wenn das Imperium den Bürgerkrieg wünscht, dann wird mit Sicherheit demnächst von wehrlos machenden Erzählungen auf Feindbildnarrative geschaltet.
Ein sehr schönes Beispiel ist der Film 300, der zufällig am Höhepunkt des Atomstreits mit dem Iran entstand. Sowas aber auch.
Ich möchte betonen, dass niemand diesen Manipulationen entkommt und dass diese - speziell die linguistischen - wie ein Virus ihre DNA in unser Denken einschreiben und dort sehr lange verbleiben. Das Wissen darum kann einen aber bisweilen helfen, sich aus den Begrifflichkeiten temporär zu befreien und Dinge von einer Metaebene zu betrachten.
Individuell bleibt einem also nur die Diskussion mit Menschen die es wünschen und werd darauf legen sich auszutauschen - das ist selten - oder aber die vorsichtige Manipulation durch kaum merkbare aber wirksame linguistische Injektionen in die Alltagssprache.

Exzellenter Beitrag

Jazznow @, Dienstag, 16.02.2016, 20:32 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 2609 Views

werter Re-aktionär, Chapeau!

Das beobachte ich seit Jahren auch und ist letztendlich wohl u.a. der Grund, warum ich die öffentlich-rechtlichen Medien und auch früher abonnierte Zeitungen und Zeitschriften schon lange meide. Zuweilen bereitet es mir tatsächlich körperliche Schmerzen...

Da bleibt die Frage, wer erfindet, koordiniert und orchestriert die medienübergreifende Iplementierung und Verbreitung solcher Neusprechkreationen? Wer plant diese Konditionierungen, wie du sie nennst? Solch subtile semantische Manipulation und Korruption passiert doch nicht zufällig? Und wer setzt sie um? Es muß ja ein gewaltiger Apparat sein...

Gruß!
JN

--
Knowledge is a deadly friend
If no one sets the rules
The fate of all mankind I see
Is in the hands of fools
King Crimson; 1969

Selbständiges Denken ist eine Revolution

nemo, Dienstag, 16.02.2016, 21:03 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 2677 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 16.02.2016, 21:33

Die Menschen wurden jetzt 30 Jahre lang so konditioniert:
- Wir sind die Täter, böse, plump, primitiv.
- Alles was Fremd - speziell dunkelhäutig ist, ist erstens lieb und gut
und hat ein tieferes Wissen und ist zweitens immer Opfer.


Das Gegenteil ist ebenso wahr: Beeinflussbarkeit ist die größte Schwäche.

Unglücklicher Weise sind fast alle Menschen der Ansicht, dass sie
selbständig und unabhängig denken. Das ist natürlich nicht der Fall.
Es ist die große Selbsttäuschung.

Die Revolution des selbständigen Denkens besteht darin, gegen
die Widerstände im Äußeren, dem eigenen Verständnis zu vertrauen.
Es ist das gelebte Gegenteil von Konsens, Beeinflussbarkeit und
Konditionierung.

Freiheit ist nur mit selbständigem Denken realisierbar. Wenn die
Menschen jetzt nach Freiheit und Unabhängigkeit verlangen,
dann haben sie etwas wesentliches nicht verstanden. Beides beginnt
in einem selbst.

Gruß
nemo


// Edit: Zum Thema selbständiges Denken – ein neu veröffentlichter
Vortrag von Daniele Ganser vom 23.10.2015 in Berlin

Medienkompetenz – Wie funktioniert Kriegspropaganda?

Selbstständiges denken

re-aktionaer @, Dienstag, 16.02.2016, 21:47 vor 3649 Tagen @ nemo 2439 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 16.02.2016, 21:58

Ich pflichte Dir grundsätzlich bei, möchte Deinen Gedanken aber noch ein wenig weiterspinnen. Selbstständiges Denken im Sinne von Unabhängigkeit ist möglich. Sich also ständig selbst darauf abzuklopfen, ob das, was das soziale Umfeld als selbstverständlich betrachtet, auch wirklich selbstverständlich ist. Der Versuch Wiedersprüche zu finden etc...
Wir sind aber über unsere Sprache in unserem Denken stark gesteuert und diese Barriere sitzt so tief und ist dermaßen unüberwindbar, dass Manipulationen in diesem Bereich wahnsinnig schwer erkannt und überwunden werden können.
Um zu illustrieren was ich meine:
Nehmen wir das Wort ICH. Wenn man es als linguistische Manipulation ansieht, unterbindet dieses Wort in uns bereits weitestgehend jede Weltsicht, in der wir uns selbst als Teilobjekt unserer Umgebung begreifen können. Diese Manipulation ist so stark, dass praktisch alle Erfahrungen, alle Beobachtungen, die wir aus diesem anderen Verständnis her generieren könnten, nur mehr dann getätigt werden können, wenn wir schlafen oder aber starke psychoaktive Drogen nehmen. Nur in diesen Zuständen werden diese tiefen linguistischen Filter ausgeschalten.
Aus diesem Grund sind wir - streng genommen - niemals in der Lage selbstständig zu denken, sondern können bestenfalls den Versuch unternehmen unsere Meinung logisch und unabhängig zu Bilden. Trotzdem müssen wir uns immer bewusst sein, dass wir bei unserer Meinungsbildung (gut/böse/richtig/falsch) einem Wust an linguistischen und ethischen Prägungen unterliegen, die sowohl unsere Wahrnehmung an sich wie auch unser Empfinden für richtig und falsch determinieren - ja sogar unser körperlich emotionales Empfinden.

Der Anfang ist wichtig

nemo, Dienstag, 16.02.2016, 22:30 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 2308 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 16.02.2016, 23:03

Ja – es ist ein psychologisches Problem, das leider viel zu wenig Beachtung
findet. Es ist aber nicht unlösbar.

Es beginnt mit dem einfachen Gewahrsein. Und eben nicht mit dem Denken.
Das einfache Gewahrsein beginnt in der Stille. Das wissen die Mönche und
Menschen die sich mit spiritueller Entwicklung und Meditation beschäftigen.

Erst in der Stille wird selbstständiges Denken und Folgerichtigkeit des Verstehens
möglich. Es ist das Prinzip von Alpha und Omega. (Alles beginnt und endet in
dir selbst.) Wenn wir beginnen selbstständig – aus eigener Motivation – einen
Denkansatz zu verfolgen, der auf eigenen Beobachtungen und Erfahrungen
beruht, gelangen wir zu eigenem Verstehen und zu eigenen Erkenntnissen.

Der Anfang ist wichtig.

Gruß
nemo


// Edit: Selbst der Irrtum, der aufgrund eigener Wahrnehmung entsteht, ist wertvoller
als ein Gedanke, den man sich zu eigen macht, der jedoch auf äußerer Beeinflussung
beruht.

Pawlow

Leisereiter @, Mittwoch, 17.02.2016, 04:48 vor 3648 Tagen @ re-aktionaer 2192 Views

Normalerweise lese ich, aus Zeitmangel, so lange Beiträge wie diesen (deinen) nicht mehr. Aber dieser war es wert, und mehr als das. Hervorragend!

Der Schlüssel ist Pawlow, NLP, die Macht der Bilder, Meme (Gruß an Bernadette)...

Ganz neu ist das Phänomen nicht. Im Neuen Testament lese ich, dass Jesus Dämonen austrieb, welche dabei sagten: "Unser Name ist Legion. Wir sind viele." Ich glaube, dass man diese "Dämonen" heute als Konditionierungen und Meme bezeichnen würde.

Eines dieser Meme vor 2000 Jahren ("Legion") mag gelautet haben: "Transatlantisches, äh, transmittelmeerisches Imperium gut, einzelne Nationen böse".

Lernen wir aus der Geschichte, wie es weiter ging und welche Völker auf welche Weise den Schmelztiegel überlebt haben.

--
https://www.youtube.com/watch?v=faNge-o0V-k https://www.youtube.com/watch?v=fl9HMSTHeTg Möglicher Ausweg für Weiße: Werdet schwarz! http://edition.cnn.com/2015/06/16/us/washington-rachel-dolezal-naacp/ https://www.youtube.com/watch?v=LPjzfGChGlE

vielen Dank für Eure Beiträge

J. v. Liebig @, Samstag, 20.02.2016, 13:23 vor 3645 Tagen @ J. v. Liebig 1789 Views

Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge.
Und Ihr habt Recht. 30 Jahre konditioniert, Altruismus (kann auch eine Form von Arroganz sein), ignorieren von Feedback aus unmittelbaren Erfahrungen, selbständiges Denken uncool, gibt wahrscheinlich keine Likes auf Facebook.
War diese Entwicklung nicht auch ein Zyklus bei Kondratjew?

Aber dennoch gibt es die Möglichkeit kleine versteckte Hinweise zu suggerieren, nur "den Acker für die Saat vorbereiten", ohne selbst den eigenen Standpunkt zu sehr preiszugeben. Auch bei euch ist dieser Acker vorbereitet worden.

Warum sollte man es machen?

Die Hinweise von Polikern mit Historie und Verstand sind erdrückend, von Frau Krone- Schmalz, (Thread weiter oben) Helmut Schmidt (hat die Brücke bereits verlassen, konnte es wohl nicht mehr aushalten), Willy Wimmer, Peter Scholl Latur.. . Jeder hat so seine eigenen Favoriten.
Glaube, es geht um zu viel als das man es einfach aussitzen könnte.

Gruß v.L.

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