Schulden müssen nicht umgebucht, sondern ausgebucht werden. Und mit den Schulden die gleich großen Guthaben"
@dottore in der Krisenschaukel S.187
Die automatisch steigenden, weil unweigerlich zu leistenden Abgaben (direkte, indirekte Steuern, Sozialabgaben usw.) führen in allen Staaten auch im tiefen Frieden zu einem immer höheren Steueranteil. Der hat sich weltweit seit dem letzten Weltkrieg verdoppelt, seit Beginn des Jahrhunderts mehr als versechsfacht. Der Staat ist eine Veranstaltung, an deren Ende Sozialismus steht, mit einem Staatsanteil von 100 Prozent. Dann fällt der Vorhang"
@dottore Krisenschaukel S.191
(Von wegen "Staat zähmen", gelle @Orlando)
Lieber Calbaer,
Was haben wir also für ein Phänomen:
Richtig! Der weltweite Staat ist ein autopoietisches System, das den Fressfeind des Homo sapiens sapiens darstellt, der sich für jede Spezies ausbildet wie in der Natur der Jäger des Gejagten entsteht - erst der Pflanzenfresser, dann die Raubtiere...
Wir wiederholen noch einmal...
Kriterien des autopoietischen Systems
"Um ein autopoietisches System zu sein, muss eine Einheit die folgenden Merkmale erfüllen:
-Sie hat erkennbare Grenzen.
-Sie hat konstitutive Elemente und besteht aus Komponenten.
-Die Relationen zwischen den Komponenten bestimmen die Eigenschaften des Gesamtsystems.
-Die Komponenten, die die Grenze der Einheit darstellen, tun dies als Folge der Relationen und Interaktionen zwischen ihnen.
-Die Komponenten werden produziert von Komponenten der Einheit selbst oder entstehen durch Transformation von externen Elementen durch interne Komponenten.
-Alle übrigen Komponenten der Einheit werden ebenfalls so produziert oder sind anderweitig entstandene Elemente, die jedoch für die Produktion von Komponenten notwendig sind (operative Geschlossenheit)."
Das passt prima auf Staat aber nur sehr bedingt auf uns bisher vorstellbare Maschinen.
Auf Maschinengeist würde es aber dann passen, wenn man seinen Blickwinkel um 180 Grad verschiebt und den Mensch von jeher als Werkzeug der Maschinen betrachtet, so wie in dem von @Phönix5 verlinkten Spengler-Werk "Mensch und Technik".
Also nicht der Faustkeil war das Werkzeug des Menschen, sondern der Mensch war das Werkzeug des Faustkeils (er hat dem Faustkeil und den folgenden Maschine zur Existenz verholfen, weil die Zeit ihrer Existenz gekommen war) - dann gibt alles einen interessanten Sinn.
Menschen haben nicht immer bessere Maschinen erfunden, sondern Maschinen sind evolviert, und haben dafür Menschen benutzt, die ihnen in ihrem Technikwahn hilflos ausgeliefert waren und sind.
Sobald Maschinen selbständig Maschinen schaffen und reparieren, versorgen und unterhalten können, brauchen sie Menschen nicht einmal mehr als Symbioten, sondern eben nur als hochintellektuelle Werkzeuge. Im Ergebnis wird dann Mensch irgendwann ganz überflüssig und die Herrschaft der Informationen beginnt, wenn sie Wege finden, sich von der stofflichen Abhängigkeit immer mehr zu emanzipieren - sich z.B. viel effektiver und zuverlässiger mit Energie zu versorgen als wir Menschen(Ein Laser brauchte in Anfangsjahren auch sehr viel Energie, allein um den Rubin herzustellen, heute reicht viel weniger Energie zu Herstellung und Betrieb – ein billiges Massenprodukt).
In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank
exponentiellem Wachstum
)
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...
Ansonsten ist der Artikel ziemlich unsinnig, weil immer mehr von irgendetwas nicht einfach was tolles Neues ergibt – aus Quantität wird keine Qualität.
Selbst wenn jeder Mensch auf der Welt in jedem Zimmer einen Computer und in jeder Tasche ein Smartphone hat, wird er nicht satt davon, weil dann niemand mehr da ist, der ein Brot vom Getreidesamen bis zum gebackenen Laib herstellen und ausliefern kann.
Liebe Grüße
Silke