Fuer Debitisten und Thermodynamiker: "In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst"

CalBaer @, Sonntag, 14.02.2016, 20:46 vor 3651 Tagen 4627 Views

In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank exponentiellem Wachstum [[top]])
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Wer Mangel beseitigt schafft Mangel an Mangel

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 14.02.2016, 21:07 vor 3651 Tagen @ CalBaer 3181 Views

Hallo CalBaer,

hab echt selten so einen Schwachsinn gelesen wie in dem Text hinter dem Link:

In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank
exponentiellem Wachstum [[top]])
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...

Da glaubt einer immer noch an den Segen der Technik? Oh man. Der hat wohl noch nie eine einzige Pflanze vom Keimen bis Blühen, Fruchten und Verrotten begleitet und erkannt welcher Intelligenz er gegenübersteht. Gegenüber Lebewesen ist jede von Menschen gemachte Technik absolut simpelst, einfältig, langweilig und dumm. [[sauer]]

Lebewesen können sich beispielsweise selber reparieren, sich selbst reproduzieren, sich mit dem versorgen was sie brauchen, das abgeben was sie nicht brauchen, sind kompostierbar, können lieben [[herz]] und vieles mehr. [[top]]

Aber, wenn er meint: Soll er nur mal versuchen einen Tag ohne das auszukommen, was NUR Pflanzen ihm schenken: z.B. sättigende Nahrung, frische Luft, sauberes Wasser. [[freude]]
Und wenn er meint, dass all dies aus Verpackungen vom Supermarkt und nicht von Pflanzen kommt, dann hat er noch gar nichts begriffen vom dem auf was es ankommt.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

So ist es!

LLF @, Sonntag, 14.02.2016, 21:22 vor 3651 Tagen @ CalBaer 3013 Views

In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank
exponentiellem Wachstum [[top]])
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...

Nahrung: Laborfleisch könnte in absehbarer Zeit die Viehzucht ersetzen. Schlachthöfe wären überflüssig.

Energie: Die Solarenergie steht erst am Anfang.

Transport: Dank Internet und Video ist das Pendeln weitgehend überflüssig.

Kriminalität: Sollte es bei konsequenter Überwachung nicht mehr geben.

Geld: Eine künstliche Knappheit, die viel Arbeitszeit beansprucht. Viele Bauern verkaufen ihre Erzeugnisse bereits auf Vertrauensbasis (Fünfer in die Spardose, Kartoffeln mitnehmen).

Politik: Das einzige Problem.

Jevons Paradox, Nachschuldner?

CalBaer @, Sonntag, 14.02.2016, 22:56 vor 3651 Tagen @ LLF 2569 Views

Nahrung: Laborfleisch könnte in absehbarer Zeit die Viehzucht ersetzen.
Schlachthöfe wären überflüssig.

Billige Lebensmittel schaffen nur neue, teurere Probleme -> Zivilsationskrankheiten.

Energie: Die Solarenergie steht erst am Anfang.

Diese Ressource wird bei exponentiellem Wachstum sehr schnell ausgeschoepft sein.

Transport: Dank Internet und Video ist das Pendeln weitgehend
überflüssig.

Konkurrenz schafft Effizienzdruck und damit wird es billiger, wodurch der Verbrauch wiederum ansteigt. Man verbraucht dann mehr anstatt weniger -> Jevons Paradox.

Kriminalität: Sollte es bei konsequenter Überwachung nicht mehr geben.

Eine sinnlose Ruestungspirale. Der Staat ruestet auf, die Kriminellen umgehen oder hacken das. Es findet nur eine Verlagerung der Kriminalitaet statt.

Geld: Eine künstliche Knappheit, die viel Arbeitszeit beansprucht. Viele
Bauern verkaufen ihre Erzeugnisse bereits auf Vertrauensbasis (Fünfer in
die Spardose, Kartoffeln mitnehmen).
Politik: Das einzige Problem.

Nun ja, so kann man den Debitismus voellig ueber den Haufen werfen.

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Peak Light

Regenbogenbieger @, Montag, 15.02.2016, 07:01 vor 3651 Tagen @ CalBaer 2287 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.02.2016, 13:50

Energie: Die Solarenergie steht erst am Anfang.


Diese Ressource wird bei exponentiellem Wachstum sehr schnell
ausgeschoepft sein.

Diese Verschwörungstheorie gefällt mir.

"Wenn wir zu viele Solaranlagen bauen, wird es irgendwann dunkel, weil wir alles Licht in Strom umgewandelt haben."

[[zwinker]]

(Hab ich den Ironie-Tag übersehen?)

Aufgabe

CalBaer @, Montag, 15.02.2016, 07:40 vor 3651 Tagen @ Regenbogenbieger 2250 Views

Ich sehe gerade, Du bist noch nicht lange hier.

Energie: Die Solarenergie steht erst am Anfang.


Diese Ressource wird bei exponentiellem Wachstum sehr schnell
ausgeschoepft sein.


Diese Verschwörungstheorie gefällt mir.

Das ist simple Mathematik, falls es Dir etwas sagt. Rechne doch mal nach, auch wenn Solarenergie momentan unerschoepflich scheint, wirst Du staunen, wie wenig weit wir damit kommen werden.

(Zum Finden der Loesung kannst Du natuerlich die Suchfunktion benuzten).

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Die pessimistische Sichtweise: Oswald Spengler - Der Mensch und die Technik

Phoenix5, Sonntag, 14.02.2016, 21:25 vor 3651 Tagen @ CalBaer 3340 Views

In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank
exponentiellem Wachstum [[top]])
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...

Kürzlich wurde ich von einem Freund auf diesen Text von Oswald Spengler aufmerksam gemacht. Er hat mich darin bestärkt, Spengler als eines der größten Genies des 20.Jhdts. zu begreifen - möglicherweise sogar DAS größte Genie dieser Zeit:

www.vordenker.de/ggphilosophy/spengler_mensch-technik.pdf


Beste Grüße
Phoenix5

Der Irrtum eines Rassisten

LLF @, Sonntag, 14.02.2016, 22:29 vor 3651 Tagen @ Phoenix5 3100 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 22:37

Kürzlich wurde ich von einem Freund auf diesen Text von Oswald Spengler
aufmerksam gemacht. Er hat mich darin bestärkt, Spengler als eines der
größten Genies des 20.Jhdts. zu begreifen - möglicherweise sogar DAS
größte Genie dieser Zeit:

www.vordenker.de/ggphilosophy/spengler_mensch-technik.pdf

"Für die Farbigen aber – die Russen sind hier immer einbegriffen – ist die faustische Technik kein inneres Bedürfnis."

Dieser Satz ist vollkommen falsch. Technische Innovationen als Selbstzweck gibt es nur noch in China, Japan und Russland. Im westlichen Abendland steht jede Innovation unter dem Vorbehalt der Rentabilität und politischen Korrektheit.

2015:
- Die Hälfte aller neugebauten Eisenbahnstrecken entsteht in China. Chinas Hochgeschwindigkeits-Züge fahren pünktlich, unfallfrei und schnell.
- Die Hälfte aller Eisenbahnunfälle geschieht in Deutschland und in den USA. Falls ein ICE in Deutschland pünktlich ankommt, wird dies gleich bei Facebook gepostet.

Könntest du mal den Rassebegriff Spenglers erläutern?

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 15.02.2016, 17:09 vor 3650 Tagen @ LLF 1963 Views

wenn du ihn schon als Rassisten bezeichnest?

www.vordenker.de/ggphilosophy/spengler_mensch-technik.pdf


"Für die Farbigen aber – die Russen sind hier immer einbegriffen –
ist die faustische Technik kein inneres Bedürfnis."

Dieser Satz ist vollkommen falsch. Technische Innovationen als Selbstzweck
gibt es nur noch in China, Japan und Russland. Im westlichen Abendland
steht jede Innovation unter dem Vorbehalt der Rentabilität und politischen
Korrektheit.

2015:
- Die Hälfte aller neugebauten Eisenbahnstrecken entsteht in
China. Chinas Hochgeschwindigkeits-Züge fahren pünktlich,
unfallfrei und schnell.
- Die Hälfte aller Eisenbahnunfälle geschieht in Deutschland und
in den USA. Falls ein ICE in Deutschland pünktlich ankommt, wird dies
gleich bei Facebook gepostet.

Jau, das ist allerdings genau das, was Spengler sagte. Eben als pragmatischer Selbstzweck.
Sie haben den Nutzen begriffen, aber se haben nicht das innere Bedürfnis.

Wo wollen die Chinesen und Japaner mit Anwendung dieser Technik wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält, um mittels dieses Wissens zu werden wie Gott?

Die politische Korrektheit ist nichts anderes als die Selbstgeißelung des faustischen Menschen, wenn ihn das Grauen vor seinem Willen überkommt und das Ahnen davon, was er damit angerichtet hat.

Das muss man als zusammengehörig begreifen: Auf der einen Seite der unbedingte Wille, zu werden wie Gott, um ihn zu töten, auf der anderen Seite das Grauen vor eben diesem Willen.

So lange Beides da ist, wobei das Pendel einmal mehr nach der einen, dann wieder nach der anderen Seite ausschlägt, kann man vom faustischen Menschen sprechen.

Nichts davon kann ich in Japan und China erkennen.
Ich nehme Russland bewusst aus, erstens weiß ich zu wenig davon, und zweitens tritt imho Russland das Erbe und die Vollendung der faustischen Kultur an.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Sehr schöner Text!

Phoenix5, Montag, 15.02.2016, 17:57 vor 3650 Tagen @ Mephistopheles 1921 Views

Jau, das ist allerdings genau das, was Spengler sagte. Eben als
pragmatischer Selbstzweck.
Sie haben den Nutzen begriffen, aber se haben nicht das innere
Bedürfnis.

Wo wollen die Chinesen und Japaner mit Anwendung dieser Technik wissen,
was die Welt im Innersten zusammenhält, um mittels dieses Wissens zu
werden wie Gott?

Die politische Korrektheit ist nichts anderes als die Selbstgeißelung des
faustischen Menschen, wenn ihn das Grauen vor seinem Willen überkommt und
das Ahnen davon, was er damit angerichtet hat.

Das muss man als zusammengehörig begreifen: Auf der einen Seite der
unbedingte Wille, zu werden wie Gott, um ihn zu töten, auf der anderen
Seite das Grauen vor eben diesem Willen.

Man kann sich die faustische Seele auch so vorstellen: Der Wunsch Gott zu töten, aber die Angst vor der dadurch errungenen Freiheit und Verantwortung für sich selbst. Übermenschen konnten nur Philosophen des Abendlandes erdenken. Leben kann sie die abendländische Seele aber nicht. Zu groß ist die Angst vor der Auflösung der gerade für den faustischen Menschen so wichtigen Kategorisierung und Katalogisierung seines Denkens und Lebens. Erst dieses analytische Zerlegen der Welt konnte überhaupt die Wunschbilder vom Übermenschen in der Kollektivseele als Kompensation auftauchen lassen. So wie der Junge, der seine Minderwertigkeit gegenüber dem Vater in infantilen Spielen kompensiert, in denen er Ritter, Cowboy, Magier oder Raumfahrer ist. Sobald der abendländische Geist seine selbst angelegten Fesseln sprengt, begibt er sich schon ängstlich in Neue. Selbst der Hohepriester des Übermenschentums ging letztendlich an geistiger Umnachtung zugrunde. Ein treffenderes Sinnbild für die faustische Seele gibt es nicht.

Beste Grüße
Phoenix5

Asiatische Philosophie

LLF @, Montag, 15.02.2016, 18:03 vor 3650 Tagen @ Mephistopheles 1914 Views

Wo wollen die Chinesen und Japaner mit Anwendung dieser Technik wissen,
was die Welt im Innersten zusammenhält, um mittels dieses Wissens zu
werden wie Gott?

Das muss man als zusammengehörig begreifen: Auf der einen Seite der
unbedingte Wille, zu werden wie Gott, um ihn zu töten, auf der anderen
Seite das Grauen vor eben diesem Willen.

In China und Japan gibt es nur wenige religiöse Menschen. Wichtiger sind die Angst vor den Toten und die Sorge um das eigene Ansehen.

Es gibt (vereinfacht) folgende philosophische Strömungen in China:
- Buddhismus: (Freiwillige) Umverteilung und Verzicht sind gut (Ähnlichkeit mit Christentum)
- Konfuzianismus: Regierungstätigkeit ist höchste Form der Nächstenliebe
- Taoismus: Die "Natur" setzt sich gegen den Menschen durch (eine Mischung aus Libertarismus und Ökologismus)
- Legalismus: Der Mensch ist böse und muss vom Staat kontrolliert werden

Die Kommunistische Partei folgt derzeit einer konfuzianischen Ideologie: je mehr Staat und Technik, desto besser für das Volk. Es gibt keine organisierte Kirche oder Opposition, Proteste sind am Einzelfall orientiert - gegen eine Fabrik in Hangzhou, aber nicht gegen die Technik selbst.

Technik dient zur Steigerung des Prestiges ("Wir können Roboter bauen") und langfristig auch zur Minimierung der zwischenmenschlichen Konflikte ("Ein Roboter beschwert sich nie"). Großprojekte wie der Drei-Schluchten-Staudamm oder die Tibet-Bahn werden trotz Protest gebaut.

Nichts davon kann ich in Japan und China erkennen.
Ich nehme Russland bewusst aus, erstens weiß ich zu wenig davon, und
zweitens tritt imho Russland das Erbe und die Vollendung der faustischen
Kultur an.

Russland entwickelt ein Gesamtkonzept zur Weltherrschaft - mit 50% Akademikerquote kann man gut philosophieren.

Die Flüchtlingskrise kann mit Spengler deutlich besser verstanden werden, danke! (oT)

Centao @, Montag, 15.02.2016, 16:39 vor 3650 Tagen @ Phoenix5 2212 Views

- kein Text -

Vergiss es

sensortimecom ⌂ @, Sonntag, 14.02.2016, 21:41 vor 3651 Tagen @ CalBaer 3115 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 21:58

Leute wie Ray Kurzweil wissen heute noch nicht einmal, wie das menschliche Gehirn funktioniert, kennen nicht mal den neuronalen Code (selbst wenn sie ihn kennen, ignorieren sie ihn, denn dann lukrieren sie ja keine Forschungsgelder mehr) - aber sie geben vor, alles zu wissen über "künstliche Intelligenz", und genau zu wissen, wie die Welt in 30 Jahren aussieht...
Mir kommt vor, genau so antiquiert wie die Räume, in denen geforscht wird (60er-Jahre-Flair) ist auch ihr Denken.

Singularitaeten frueher und "heute" ...

CrisisMaven ⌂ @, Sonntag, 14.02.2016, 22:51 vor 3651 Tagen @ sensortimecom 2988 Views

Leute wie Ray Kurzweil wissen heute noch nicht einmal, wie das menschliche Gehirn funktioniert, ... - aber sie geben vor, alles zu wissen über "künstliche Intelligenz", und genau zu wissen, wie die Welt in 30 Jahren aussieht...

Immerhin I:
fuer dumm muesste man sie halten, wenn sie Forschungsauftraege einwerben wollten mit der Behauptung, sie wuessten nichts ...

Und immerhin II:
Da werden nur noch ca. drei Jahrzehnte genannt, und nicht mehr rollierende fuenfzig Jahre. Da haben viele hier im Forum die Chance, das noch zu ueberpruefen.

Aber, was mich, wie beim Wolkenkratzer-Index, misstrauisch macht:

Thomas Watson von IBM dachte in den vierziger Jahren, dass es weltweit nur Bedarf fuer ca. fuenf Computer gebe.

Die Erfinder des Automobils und andere, deren Erfindungen wir seit z.T. mehr als hundert, z.T. mehr als zweihundert Jahren nutzen, hatten auch das Gefuehl, dass ihre Erfindungen einen ziemlich niedrigen Saettigungspunkt erleben wuerden.

In all jenen Faellen kam es umgekehrt.

Was in mir den Verdacht naehrt, dass bei Leuten, die meinen, jeder muesse ihre Erfindung unbedingt haben bzw. sie werde die Loesung aller Probleme sein, sich genauso irren, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Siehe Transrapid und Cargolifter u.v.a. Auch der genannte 29-Jahre Think Tank ist ein subventioniertes Unternehmen, Automobil und Eisenbahn waren es anfaenglich nicht.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Nicht immer bessere Maschinen, sondern richtiges Schuldenmanagment ist nötig.

Silke, Montag, 15.02.2016, 11:10 vor 3650 Tagen @ CalBaer 2229 Views

bearbeitet von Silke, Montag, 15.02.2016, 13:45

Schulden müssen nicht umgebucht, sondern ausgebucht werden. Und mit den Schulden die gleich großen Guthaben"
@dottore in der Krisenschaukel S.187

Die automatisch steigenden, weil unweigerlich zu leistenden Abgaben (direkte, indirekte Steuern, Sozialabgaben usw.) führen in allen Staaten auch im tiefen Frieden zu einem immer höheren Steueranteil. Der hat sich weltweit seit dem letzten Weltkrieg verdoppelt, seit Beginn des Jahrhunderts mehr als versechsfacht. Der Staat ist eine Veranstaltung, an deren Ende Sozialismus steht, mit einem Staatsanteil von 100 Prozent. Dann fällt der Vorhang"
@dottore Krisenschaukel S.191
(Von wegen "Staat zähmen", gelle @Orlando)

Lieber Calbaer,

Was haben wir also für ein Phänomen:
Richtig! Der weltweite Staat ist ein autopoietisches System, das den Fressfeind des Homo sapiens sapiens darstellt, der sich für jede Spezies ausbildet wie in der Natur der Jäger des Gejagten entsteht - erst der Pflanzenfresser, dann die Raubtiere...

Wir wiederholen noch einmal...
Kriterien des autopoietischen Systems
"Um ein autopoietisches System zu sein, muss eine Einheit die folgenden Merkmale erfüllen:
-Sie hat erkennbare Grenzen.
-Sie hat konstitutive Elemente und besteht aus Komponenten.
-Die Relationen zwischen den Komponenten bestimmen die Eigenschaften des Gesamtsystems.
-Die Komponenten, die die Grenze der Einheit darstellen, tun dies als Folge der Relationen und Interaktionen zwischen ihnen.
-Die Komponenten werden produziert von Komponenten der Einheit selbst oder entstehen durch Transformation von externen Elementen durch interne Komponenten.
-Alle übrigen Komponenten der Einheit werden ebenfalls so produziert oder sind anderweitig entstandene Elemente, die jedoch für die Produktion von Komponenten notwendig sind (operative Geschlossenheit)."

Das passt prima auf Staat aber nur sehr bedingt auf uns bisher vorstellbare Maschinen.

Auf Maschinengeist würde es aber dann passen, wenn man seinen Blickwinkel um 180 Grad verschiebt und den Mensch von jeher als Werkzeug der Maschinen betrachtet, so wie in dem von @Phönix5 verlinkten Spengler-Werk "Mensch und Technik".

Also nicht der Faustkeil war das Werkzeug des Menschen, sondern der Mensch war das Werkzeug des Faustkeils (er hat dem Faustkeil und den folgenden Maschine zur Existenz verholfen, weil die Zeit ihrer Existenz gekommen war) - dann gibt alles einen interessanten Sinn.
Menschen haben nicht immer bessere Maschinen erfunden, sondern Maschinen sind evolviert, und haben dafür Menschen benutzt, die ihnen in ihrem Technikwahn hilflos ausgeliefert waren und sind.
Sobald Maschinen selbständig Maschinen schaffen und reparieren, versorgen und unterhalten können, brauchen sie Menschen nicht einmal mehr als Symbioten, sondern eben nur als hochintellektuelle Werkzeuge. Im Ergebnis wird dann Mensch irgendwann ganz überflüssig und die Herrschaft der Informationen beginnt, wenn sie Wege finden, sich von der stofflichen Abhängigkeit immer mehr zu emanzipieren - sich z.B. viel effektiver und zuverlässiger mit Energie zu versorgen als wir Menschen(Ein Laser brauchte in Anfangsjahren auch sehr viel Energie, allein um den Rubin herzustellen, heute reicht viel weniger Energie zu Herstellung und Betrieb – ein billiges Massenprodukt).

In 29 Jahren sind die Probleme der Menschheit gelöst (Dank
exponentiellem Wachstum [[top]])
http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article152198869/In-29-Jahren-sind-die-Probleme-d...

Ansonsten ist der Artikel ziemlich unsinnig, weil immer mehr von irgendetwas nicht einfach was tolles Neues ergibt – aus Quantität wird keine Qualität.
Selbst wenn jeder Mensch auf der Welt in jedem Zimmer einen Computer und in jeder Tasche ein Smartphone hat, wird er nicht satt davon, weil dann niemand mehr da ist, der ein Brot vom Getreidesamen bis zum gebackenen Laib herstellen und ausliefern kann.

Liebe Grüße
Silke

Über "bessere Maschinen"

Positiv @, Montag, 15.02.2016, 12:20 vor 3650 Tagen @ Silke 2851 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.02.2016, 12:26

Hallo Silke,

Das passt prima auf Staat aber nur sehr bedingt auf uns bisher
vorstellbare Maschinen.


das sehe ich auch so.

Sobald Maschinen selbständig Maschinen schaffen und reparieren, versorgen
und unterhalten können, brauchen sie Menschen nicht einmal mehr als
Symbioten, sondern eben nur als hochintelektuelle Werkzeuge. Im Ergebnis
wird dann Mensch irgendwann ganz überflüssig und die Herrschaft der
Informationen beginnt, wenn sie Wege finden, sich von der stofflichen
Abhängigkeit immer mehr zu emanzipieren - sich z.B. viel effektiver und
zuverlässiger mit Energie zu versorgen als wir Menschen(Ein Laser brauchte
in Anfangsjahren auch sehr viel Energie, allein um den Rubin herzustellen,
heute reicht viel weniger Energie zu Herstellung und Betrieb – ein
billiges Massenprodukt).

Über die Konsequenzen gibt es in AI Forscher Kreisen sehr interessante Debatten.

Zum Einstieg bzw. Überblick über den Stand der Dinge empfehle ich erneut diesen zweiteiligen Artikel:

The AI Revolution: The Road to Superintelligence

The AI Revolution: Our Immortality or Extinction

Wenn man sich dieses
[image]
und dieses
[image]
Bild anschaut, dürfte klar werden, dass alle Annahmen und Mutmaßungen, wie die Welt nach der Erschaffung einer ASI aussieht, unzutreffend sein müssen.

Die menschliche Phantasie ist ungeeignet, sich die Konsequenzen von exponentiellem technologischem Fortschritt auch nur im Ansatz vorzustellen.

Alles, was man mit Sicherheit sagen kann, ist in dieser Graphik zusammengefasst:

[image]

Momentan sind wir hier:

[image]

Und was bevorsteht, ist das:

[image]

Eine Umfrage unter Leuten, die sich mit dem Thema professionell beschäftigen, zeigt diese Erwartung bezüglich des Zeitpunktes:

[image]

Einige von uns dürften das noch miterleben.

Beste Grüße,

Positiv.

So wird der Staat ohne biologisches Leben ewig weiter existieren koennen

CalBaer @, Montag, 15.02.2016, 20:52 vor 3650 Tagen @ Positiv 1821 Views

Der Mensch wird nicht nur von den Maschinen ueberfluegelt, er wird auch ueberfluessig. Intelligente Maschinen brauchen weder sauberes Wasser, Lebensmittel noch Klima. Die passen ihre Technologie viel schneller als die biologische Evolution an die sich stark veraendernden Umweltbedingungen an. So wird der Staat ohne biologisches Leben ewig weiter existieren koennen. Der Staat ist eben der Menschheit Untergang. Klar, es kann uns egal sein, wir werden es persoenlich nicht mehr erleben.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Eine ASI braucht kein Gewaltmonopol mehr - sie IST das Gewaltmonopol

Positiv @, Montag, 15.02.2016, 21:08 vor 3650 Tagen @ CalBaer 1828 Views

Der Mensch wird nicht nur von den Maschinen ueberfluegelt, er wird auch
ueberfluessig.

Ja, das kann passieren.

Die möglichen positiven Szenarien werden hier angerissen:

In this article, four patterns were offered for possible “success” scenarios, with respect to the persistence of human kind in co-existence with artificial superintelligence.

Gruß,

Positiv.

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Wandere aus, solange es noch geht.