Der Berliner Senat will jetzt gegen die OK vorgehen. Warum? Darauf kommt Ihr nie.

Michael Krause @, Sonntag, 14.02.2016, 13:44 vor 3651 Tagen 7586 Views

Im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Paralleljustiz in Berlin will der rot-schwarze Senat bis Ende April ein Konzept vorlegen.

http://www.berliner-zeitung.de/polizei/organisiertes-verbrechen-in-der-hauptstadt-berli...

Die verhauen nämlich ihre Frauen.

Von Gewalt Betroffene müssten verstärkt über ihre Rechte aufgeklärt werden, sagte der Senator. In patriarchalen Familien werde geschlagenen Frauen gedroht, dass ihnen die Kinder weggenommen würden, wenn sie zur Polizei gingen. „Das ist Quatsch“, sagte Heilmann. „Wir brauchen Aufklärung, und wir brauchen Mittler dafür“, unterstrich der Senator.

Für was Gewalt gegen Frauen alles gut sein kann, merkt man als Zyniker an. Vielleicht sollte es noch andere Gründe geben, gegen die Organisierte Kriminalität vorzugehen.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Sehr interessantes Thema: Eigene Justiz der Clans? Migrations-Europa zukünftig wieder Stammesland, ohne staatliche Gesetze?

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 14:46 vor 3651 Tagen @ Michael Krause 4900 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 15:00

Hallo Michael,

das Thema gibt es ja immer mal wieder. Und dabei geht es oft zentral darum, wie die Clans ihren Umgang mit Staat, Gesellschaft, Recht und Justiz gestalten. Denn mehrheitlich sind Migranten aus dem z. B. arabischen Raum gewohnt, dass (religiöse) Friedensrichter quasi außergerichtlichen Vergleich schaffen, oft so etwas wie Täter-Opfer-Ausgleich (ein uraltes Thema - immer wieder zur Entlastung der Justiz gefordert - die DDR war für z. B. Rechtssoziologen und Staatsrechtler auch im Westen Vorbild mit ihren Konfliktkommissionen im Betrieben und den Schiedskommissionen in Wohngebieten: https://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Justiz#Gesellschaftliche_Gerichte_.28Konfliktkommissi... ). Der Iman geht dabei quasi sogar nach Mediations-Methoden vor: Man hört erst beide Seiten ohne Anwesenheit der anderen. Es wird nach einen tragfähigen bzw. belastbarem Entscheid gesucht, der wieder befrieden soll. Z. B. durch Schadensersatzzahlungen an Opfer usw. (sofern diese in ihrem Familien, Stammes*- oder Clanverband ist - für Außenstehende gilt das sicher nicht, wie es auch früher keine Selbstverständlichkeit war, sich auf jeweils geltendes Recht berufen zu können. Voraussetzung war oft die Eigentschaft Bürger zu sein usw.).

Die per Iman getroffenen Vergleich kommt zum großen Teil aber auch bei Straftaten zur Anwendung, die hierzulande Offizialdelikte sind, d. h. in jedem Fall staatliche Ermittlungen und Verfahren nach sich ziehen. Die deutschen Richter und Staatsanwälte merken das daran, dass Täter und Opfer alles Diesbezügliche blockieren. Zeugen sagen nicht mehr aus usw. Man vermutet dahinter Erpressung und Bestechung, aber das allein soll es nicht sein. Die Betroffenenen kennen die islamische Art Konflikte zu lösen. Die Verhandlungen finden sozusagen auf ihrem Terrain statt, in ihrer Sprache, ihrer Kultur. Die Imane sind oft in allen Familien sehr geachtete Personen.

Zum anderen würden die Art Konfliktlösung den Vorteil haben, dass es zwei (halbwegs) zufriedene Seiten gäbe, während bei einem normalen hiesigen Prozess oft eine gewinnende und eine verlierende Seite entstünde.

Das Recht funktioniert in ihren Herkunftsländer ganz anders, als hier. Vermutlich auch, weil es zum einenfür normadisch Lebende keine Institutionen des Rechts gab und zum anderen, weil nach ihrer Vorstellung kein staatliches Gericht über denen des Glaubebsn und keine staatliches Gesetz über der Scharia geben kann. Die Rechtsschulen sind, anders als hierzulande, zentraler Teil der muslimschen Glaubensgemeinschaften.

https://de.wikipedia.org/wiki/Madhhab

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsschule

Entschieden wird mit einen quasi Gottesurteil, bzw. mit Druck, des Glaubens und der Glaubensgemeinschaft Verbindlichkeit erzeugt. D. h., wer sich an die mit dem Iman getroffenen Entscheidungen nicht hält, verstösst gegen zentralge Gebote des islamischen Glaubens.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fatwa (hierzulande meist nur bekannt als z. B. Mordaufforderungen gegen z. B. Salman Rushdi, bei der er für die "satanischen Verse" sozusagen vogelfrei erklärt wurde - aber Fatwas sind eigentlich nur islamische Entscheidungen, die u. a. in Etwa unseren Urteilen entsprechen, also Entscheidungen staatlicher Gerichte).

Diese Stammeskuturen setzen sich in Europa derzeit immer mehr durch, durch den massenhaften Zuzug aus islamischen Staaten, also auch Pakistan und Afghanistan. Etwas, dass im Grundsatz stellenweise auch im DGF als Ideal angepriesen wurde:
Eugen Rosenstock-Huessy – Vom Staat zum Stamm
http://static1.squarespace.com/static/530b8d53e4b091b1a79671f2/t/56647807e4b08654627401...
(aus einen Heft über die Auswirkungen der Massenzuwanderung: http://www.tumult-magazine.net/ )

Siehe zum Obigen noch einen Experten, der aus diesem Kulturkreis stammt und es gründlich beschrieben hat
(im vergangenen September gab es u. a. dazu auch eine ZDF-Sendung von 45 min, in der u. a. ein Bremer Richter und ein islamischer Friedensrichter aus Berlin befragt werden - wurde hier schon verlinkt: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=377417 )

Gründliche Beschreibungen eines Experten, der auch die weiteren Effekte gründlich benennt:

1) organisierte Kriminalität: Das Gesetz der Clans - Zeit 2013

"In diesem "Stammesdenken" sieht Ghadban den Grund für die hohe Kriminalitätsrate in manchen Mahallami-Clans: "Alles außerhalb der Sippe wird als Feindesland betrachtet. Denn die eigenen Regeln gelten dort nicht. Und andersherum." Und deswegen darf man rauben und stehlen? "Ja", sagt Ghadban, "denn das Bewusstsein, etwas Falsches zu tun, besteht nicht. Es gibt nur ein Bewusstsein für Wir und Die. Es geht darum, den Besitz der Sippe zu mehren." Einige Clans hätten sich so regelrecht in kriminelle Vereine verwandelt: "Weil es einfach war – und profitabel."

"Ein staatlicher Prozess zählt nichts", sagt ein Sozialarbeiter, der im Clan-Milieu gearbeitet hat. "Denn er schafft Gewinner und Verlierer. Doch wenn man sich untereinander einigt, kann es zwei Gewinner geben." So wanderten offenbar schon sechsstellige Beträge von Clan zu Clan.

Manchmal binden die Clans Vermittler ein: selbst ernannte "Friedensrichter" oder von beiden Seiten akzeptierte Unterhändler. "Selbst bei Delikten wie Raub, Vergewaltigung oder Kindesentführung werden sie eingeschaltet. Diese Delikte müssten alle vor ein ordentliches Gericht", klagt Michael Böhl vom Bund Deutscher Kriminalbeamter.

Mustafa "Charly" Özbek, Glatzkopf und Marlboro-Raucher, ist ein solcher Vermittler. Sein Hauptjob ist allerdings in einer Anlaufstelle für Obdachlose der Evangelischen Kirche in Bremen. Özbek sagt, er helfe, weil man ihn darum bitte, um mehr gehe es nicht. Dass er in einem früheren Leben säumige Schuldner traktiert und als Türsteher Discoeingänge bewacht hat, verschafft ihm Respekt – und den Ruf, bei Konflikten nicht gleich nach der Staatsmacht zu rufen. Typische Fälle, bei denen er geholt werde, seien Streitfälle zwischen Männern, die in Gewalt auszuarten drohten; manchmal gehe es um weggelaufene Mädchen, die er über sein Netzwerk suchen helfe. Geld erhalte er nicht – und bei "großen Sachen" rate er dazu, zur Polizei zu gehen, beteuert er. Das war indes nicht immer so: "Früher habe ich das gemacht und dabei Verfahren ins Leere laufen lassen." Özbek ist eine schillernde Figur, schwer einzuschätzen. Aber mit Sicherheit gibt es problematischere Vermittler als ihn. In Berlin tauchen sie nach Schlägereien mitunter schon vor der Polizei im Krankenhaus auf, um Kunden zu akquirieren.

"Von Kapitulation kann keine Rede sein"

Der Rechtsstaat befindet sich so in einem permanenten Wettlauf um die Wahrheit. Gerichtspräsidentin Buse mahnt: "Das Monopol der Rechtsprechung darf uns nicht entgleiten."

aus: http://www.zeit.de/2013/29/libanon-clans-kriminalitaet-deutschland/komplettansicht

2) "Migration: arabische Großfamilien in Berlin" | tip Berlin -- ihre eigenen Regeln - Leben in Stämmen:

"... Auf jeden Fall nicht in dem Maße wie in Europa.

Das ist auch aktuell so?

Wenn staatliche Ordnungen in der Region zerbrechen, dann kommen die Stämme und füllen das Machtvakuum. Wie jetzt im Irak, im Jemen, in Somalia und im ländlichen Syrien. Und mit ihnen kommen ihre Wertvorstellungen an die Macht.
Was bedeutet das konkret?

Die staatliche Justiz wird nicht anerkannt. Als Extrembeispiel: Beim vorsätzlichen Mord will der Stamm oder der Clan über Blutgeld oder Todesstrafe selber entscheiden, unabhängig von der staatlichen Strafverfolgung. In den Scharia-Staaten wie am Persischen Golf erlaubt der Staat selber diese Handlung, weil die Sippenverhältnisse im islamischen Recht integriert sind. Und was wir seit einiger Zeit erleben, ist, dass arabische Clans bestehend aus ehemaligen Flüchtlingen genau diese Verhältnisse in Deutschland und auch hier in Berlin einführen. Sie handeln nach ihren eigenen Regeln."

aus: http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-stadtleben-und-leute/im-gesprach-uber-arab...

3) Focus: "Deutsche Gesetze gelten für sie nicht: Verschwiegen, brutal, rücksichtslos: Kriminelle Großfamilien sind unsere neue Mafia

... Frage:

"Da wurden also von Libanon-Flüchtlingen, die in den 80er-Jahren nach Berlin kamen, archaische Traditionen mitgebracht und dann hier über 30 Jahre beibehalten?"

Ralph Ghadban:

"Sie wurden hier sogar noch verstärkt. Zunächst: Unter den Libanonflüchtlingen muss man unterscheiden. Es gibt die Libanesen, es gibt die sogenannten Mhallami-Kurden, die eigentlich Araber sind, und die Palästinenser. Die beiden letzteren Gruppen lebten im Libanon auch schon in Ghettos."

http://www.focus.de/politik/deutschland/verschwiegen-brutal-ruecksichtslos-kriminelle-g...

Natürlich sind nicht nur die zitierten Stellen wichtig, sondern alles in den Artikeln bzw. Intervies zum Thema mit: https://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Ghadban

Wie gesagt: Es war ein langer Weg zum hiesigen Rechtsfriede, wobei die angelsächsischen Länder einen etwas anderen Weg beschritten (Case-Law usw. - das ist alles sehr schön aufgearbeitet in dem berühmten Standardwerk Max Webers: "Wirtschaft und Gesellschaft" - Hintergrund waren auch andere terriotorialen Verhältnisse, in den Weiten des z. B. schottischen Hinterlandes, des Empires und der zu erschließenden Gebiete in Nordamerika).

Nun aber bringen die Massenzuwanderungen ihre eigene Regelungs- bzw. Konfliktlösungsmechanismen mit
. Wir haben das hier ja schon oft diskutiert: In z. B. GB werden ganze Stadtteile via Scharia befriedet, und europäische Richter fragen sich, wann man deren Regelungen staatlich anerkennen kann. Das aber ist ein fataler Weg, wie wir aus den Beschreibungen über organisierte Kriminalität bzw. kriminelle Großfamilien aus dem arabischen Raum wissen. Denn die Stämme entwickeln schnell das Lebensmodell: Alles was für den Clan richtig ist, gilt. Und alles was außerhalb des Clanes liegt, ist nicht nur egal, sondern wie Ghadban beschreibt, feindlich. Im Grunde genau wie bei Mafia-Clans.

Wenn man bedenkt, dass dies hier auch noch von einigen als Ideal gesehen wird...

Ergänzend ist anzufügen, dass bis vor kurzem auch in Teilen Deutschlands, in denen die konfessionsverbände noch stärker waren, noch mehr innerhalb von Kirchengemeinden geregelt wurde. Und das kanonische Recht hatte auch in außerhalb der "Krumstabländer" lange Zeit einen bedeutenden Einfluss (wieder das beispiel des berühmten Magdeburger Rechts, das noch tausende Kilometer entfernt von Magdeburg Grundlage der Rechtsprechung war - z. B. in den Ostgebieten bis ins Baltikum).

Ein Leben zwischen kriminellen Clans ist auf jeden Fall für Außenstehende gefährlich.

Viele freundliche Grüße

azur

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In anderer Form längst üblich

Monterone @, Sonntag, 14.02.2016, 14:59 vor 3651 Tagen @ azur 4296 Views

Mit welchem Argument könnte man den Moslems verweigern, was eine andere Minorität in Form von Sanhedrin und Kahal seit Jahrhunderten praktiziert?, (Atzmon, Ford, Reed, Brafman).

Monterone

Strafzweck

Michael Krause @, Sonntag, 14.02.2016, 15:12 vor 3651 Tagen @ azur 3650 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 15:43

Aufgabe des Strafrechts ist es, Wiedergutmachung für begangenes Unrecht zu leisten und von der Begehung von Straftaten abzuschrecken. Das kann auch "alternatives Strafrecht" leisten. Warum also nicht, Insbesondere dann, wenn es effektiver als das althergebrachte Strafverfahren ist. Das gute Strafverfahren verdrängt das schlechte. Wenn die Betroffenen damit nicht einverstanden wären, würden sie sich ja nicht darauf einlassen.

Aber im ernst. Wer glaubt, dass das so funktioniert?

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Sehr schöne Ergänzung - ja, ähnlicher Hintergrund (ed: der erwähnte "Kinderkoran")

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 15:20 vor 3651 Tagen @ Monterone 3983 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 15:35

Hallo Monterone,

danke sehr auch für diese Ergänzung:

Mit welchem Argument könnte man den Moslems verweigern, was eine andere
Minorität in Form von Sanhedrin und Kahal seit Jahrhunderten
praktiziert?, (Atzmon, Ford, Reed, Brafman).

Kleiner Service für unsere Leser: https://de.wikipedia.org/wiki/Sanhedrin
https://de.wikipedia.org/wiki/Kehillah

http://www.juedisches-recht.de/rechtsgeschichte.php

"Responsen (hebr. She'elot uTeshuvot „Fragen und Antworten“, von lat. responsa „Antworten“) waren im Mittelalter und der Neuzeit Anfragen rechtlicher Art an eine jüdische halachische Autorität mit dem Ziel, eine normativen Entscheidung (Psak din) auf die Anfrage zu erhalten.

Diese Bescheide, die der Findung der Halacha dienen, wurden und werden in „Responsensammlungen“ gesammelt. Viele dieser Anfragen tragen einen hypothetischen Charakter und wurden von Rabbinern zur Absicherung der eigenen Auffassung an einen bekannten jüdischen Rechtsgelehrten gestellt. Historisch-kritisch betrachtet, lassen Responsen Rückschlüsse auf Probleme und Lebensumstände der Juden in ihrer nichtjüdischen Umwelt zu. Beispielsweise behandeln Responsen Beziehungen zu nichtjüdischen Handelspartnern oder Bediensteten, das Verhalten gegenüber Zwangsgetauften etc.

Einige Formeln sowie ihre Platzierung wurden nach Goldziher der Tradition islamischer Fatwas entnommen.
"
aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Response_%28Judentum%29

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18147

"Jüdisches Recht

Der niedersächsische Landesrabbiner Jonah Sievers spricht in der öffentlichen Vorklesungsreihe "Religion und Recht" an der Universität Erfurt"
aus: http://www.bistum-erfurt.de/front_content.php?idart=16435

"Judentum
Die Mizwot: Gesetze und Rituale

Die Mizwot (jüdische Vorschriften) sind elementarer Bestandteil des jüdisch-orthodoxen Glaubens. Neben den 10 Geboten gibt es weitere 613 Mizwot (darunter sind 365 Verbote und 248 Gebote), die in der Thora stehen und die der fromme Jude in sein Leben integriert."
http://www.planet-wissen.de/kultur/religion/judentum/pwiediemizwotgesetzeundrituale100....

Jüdisches Leben: Die Welt der 613 Gesetze
http://www.spiegel.de/spiegelwissen/der-rabbiner-shlomo-bistritzky-will-juden-ihren-gla...

Die Tora wird übrigens auch mit Gesetz übersetzt.

Siehe vor allem auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Halacha

"Halacha

Die Halacha [-ˈχaː] (hebr. הלכה; abgeleitet vom Verb הלך halach: „gehen“, „wandeln“) ist der Name des rechtlichen Teils der Überlieferung des Judentums, im Unterschied zur Aggada.

Inhaltsverzeichnis

1 Auslegung
2 Unterscheidung in de-oraita und de-rabbanan
3 Literatur
4 Siehe auch
5 Weblinks
6 Einzelnachweise"

( https://de.wikipedia.org/wiki/Aggada )

Staatliches Recht steht auch für einen hohen Grad an Vereinheitlichung in einer hoch komplexen Gesellschaft. Immer mehr setzte sich die Überzeugung durch, dass Rechtsadressaten auf das Recht, also die Gesetzgebung, Einfluss haben sollten. Und so sollte eine Ewartungssicherheit (sie Luhmann und weitere) geschaffen werden (soziologischer Teilaspekt der Rechtssicherheit).

Das Problem der außerstaatlichen Regelungen ist mir aber nur aus den islamischen Verbänden bekannt.

Das hier ist aber eher näher am islamischen Leben, als an hiesigem Recht: http://www.payer.de/judentum/jud516.htm

(Habe neulich mal eine Art Kinderkoran gelesen: Solche Materialien sind ja oft für einen Einstieg gut geeignet, wie auch die Kinderbibel: http://kaynak.islamicpublishing.net/Dokumanlar/KITAPLAR/german/almanca-benim-guzel-dini...

da sieht man genau die selben Muster, die einem Katechismus gleich: In 5 Stufen: Was ist gottgefällig, was halal, was unerwünscht - Rauchen, was verboten usw.

• religiöse Verpflichtung (Wādschib oder Farḍ)
• empfohlen (Mandūb, auch Mustaḥabb oder Sunna)
• indifferent (Mubāḥ oder Ḥalāl) erlaubt
• verpönt (MakrÅ«h)
• verboten (Ḥarām).
https://de.wikipedia.org/wiki/Al-A%E1%B8%A5k%C4%81m_al-%E1%B8%ABamsa )

Siehe auch hier:

"... dominiert das strategische Konzept des „offenen Dschihad“. Erweist sich hingegen der Feind (die Kultur der Ungläubigen) als überlegen, wird auf das Mittel der Propagandaarbeit nach innen und außen gesetzt und eine Politik der Islamisierung auf leisen Sohlen betrieben. Dabei geht es um die sukzessive und systematische Eroberung und Ausdehnung sozialer Handlungs- und Herrschaftsräume, in denen islamische Normen, Gesetze, Regeln, Vorschriften etc. eine unanfechtbare Geltung erlangen. In der „Islamischen Charta“ des Zentralrates der Muslime werden die Eckdaten dieses Islamisierungsprogramms detailliert benannt (Quelle: GAM, Hartmut Krauss).

Das Protokoll der Islamisierung

Neben dieser Auflistung gibt es noch viele andere Formen der Islamisierung.
Anfang der 80er Jahre lebten rund 56.000 deutsche Muslime zwischen Flensburg und Passau (Quelle Focus). Heute zählt man in Deutschland 4,5 – 5 Millionen Muslime (Quelle: Wikipedia), eine enorme Steigerung innerhalb der letzten 35 Jahre, die sich natürlich überall bemerkbar macht. Damit leben hier mehr Muslime als im Libanon oder in den Emiraten (Quelle: Ökolandbau). Berücksichtigt man die demografische Entwicklung, könnte der Islam in den nächsten 30 Jahren einen noch größeren Einfluss auf Politik und Gesellschaft haben als heute.

Im vorletzten Jahr ergab eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin, dass 65 Prozent der befragten Muslime, religiöse Regeln wichtiger seien als Gesetze, 75 Prozent meinten, es könne nur eine Auslegung des Koran geben. In der Befragung lehnten 60 Prozent der Muslime Homosexuelle als Freunde ab. Jeweils 45 Prozent zeigten sich überzeugt, dass man Juden nicht trauen könne und dass der Westen den Islam zerstören wolle (Quellen: Welt/3SAT).
24 Prozent der jungen Muslime in Deutschland sind laut einer Studie “streng Religiöse mit tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz” (Quelle: Bild/Welt).

60 Prozent der Asylanten, die 2013 nach Deutschland kamen, sind Muslime
In vielen Schulen der Großstädte ist der Anteil muslimischer Kinder in den unteren Klassen auf über 50 Prozent gewachsen, Tendenz weiter steigend..."

https://nixgut.wordpress.com/2015/09/06/thomas-bhm-eine-islamisierung-findet-nicht-stat...

Vermutlich ist das Problem der islamischen Parallelgesellschaften weit einflussreicher und bedeutender, als das aus anderen Glaubenslehren.

Viele freundliche Grüße

azur

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Das funktioniert so eben nicht - Entscheidungen und deren Durchsetzungen (Exekutive) - Feminists Love Islamists

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 15:42 vor 3651 Tagen @ Michael Krause 3687 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 15:58

Aufgabe des Strafrechts ist es, Wiedergutmachung für begangenes Unrecht zu
leisten und von der Begehung von Straftaten abzuschrecken. Das kann auch
"alternatives Strafrecht" leisten. Warum also nicht, Insbesondere dann,
wenn es effektiver als das althergebrachte Strafverfahren ist. Das gute
Strafverfahren verdrängt das schlechte. Wenn die Betroffenen damit nicht
einverstanden wären, würden sie sich ja nicht darauf einlassen.

Aber im ernst. Wer glaubt, dass das so funktioniert?

Sehe ich ähnlich: Am Ende entscheidet, was sich praktisch durchsetzt. Wenn eine kostengünstige Konfliktlösung (wo die Betroffenen sich keiner Fachleute mit deren Rechnungen bedienen müssen) attraktiv ist, dann wird dem der Vorzug gegeben.

Die Gefahr liegt auf der Hand. Wenn sich jeder Sonderrecht schafft, dann ist der Einfluss darauf noch geringer, als hierzulande, und die Berechenbarkeit noch gering.

Werden wir demnächst islamische Vertragsgerichte haben? Besser wohl nicht für Ungläubige. Denn genau da liegt auch der Hase im Pfeffer: Es sind religiöse Einrichtungen, keine säkularsierten staatlichen Einrichtungen, die allen dienen.

Man kann sich daran erinnern, dass hier im Forum auch schon vorgeschlagen wurde, dass sich jeder ein eigenen Rechtsschutz wählen sollte (dazu gab es sogar ein etwas eigenartiges YT-Video, das wohl von einem Foristen stammte) und in Konflkitfalle sollten sich die Rechtsinstitutionen der jeweiligen Personen verständigen. Das kommt alten Modellen der vorrechtlichen Gesellschaften schon nahe - siehe auch niedere- oder Hausgerichtsbarkeit, wo nur der Patriarch verbindliche Entscheidungen und Erklärungen abgeben konnte - vermutlich ist das in Gebieten ohne vergleichsweise staatliche Strukturen auch sehr praktisch - noch heute sind die meisten Moslems in Schutzkreisen organisiert (und in islamischen Ländern wurden Ungläubige unter den Schirm von Schutzherren gezwungen).

Wichtig noch einen weiteren Unterschied:

"In der präislamischen Stammeskultur wandte man sich zur Schlichtung von Rechtsstreitigkeiten an einen von allen Parteien anerkannten hakam, der für seine besondere Weisheit bekannt war. Dieser besaß keinerlei Exekutivgewalt, um ein Urteil zu vollstrecken, daher forderte er von den Kontrahenten meist vorab, dass sie einen Eid leisteten und als Sicherheit Güter aus eigenem Besitz einem neutralen Dritten übertrugen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh

So kann man also die Umsetzung der Entscheidung erwirken, ohne Exekutive (kennen wir hier aus dem BGB bzw. ZPO mit Sicherheitshinterlgung usw.)

Sehr wichtig auch das hier, weil auch von dort viele her kommen (Eritra):

"Schāfiʿiten

Regionen, in denen Schafiiten die Mehrheit stellen

Die Schāfiiten, arabisch الشافعية, DMG aÅ¡-šāfiʿīya (veraltet Schafeiten), sind eine der vier traditionellen Rechtsschulen (Madhahib) des sunnitischen Islams. Die schafiitische Rechtsschule gilt nach den Hanafiten als die zahlenmäßig zweitgrößte der Schulen. Der größte Teil der Schafiiten gilt als Befolger des Ascharismus.[1] Sie geht auf Muḥammad ibn IdrÄ«s asch-Schāfiʿī zurück.

Inhaltsverzeichnis

1 Quellen und Methoden der Rechtsfindung
2 Ausbreitung der schafiitischen Rechtsschule
3 Liste bekannter schafiitischer Gelehrter.."

https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C4%81fi%CA%BFiten

siehe auch hier, mit einer Eklärung, wie dies in Österreich verankert ist:

"Hanafiten

Regionen, in denen Hanafiten die Mehrheit stellen

Die Hanafiten (arabisch الحنفية, DMG al-ḥanafÄ«ya) sind eine der vier Rechtsschulen (Madhāhib) des sunnitischen Islams. Sie gehen zurück auf AbÅ« HanÄ«fa an-NuÊ¿mān ibn Thābit (von den Anhängern auch al-Imām al-Aʿẓām ‚der größte Imam‘ genannt), vor allem aber auf dessen Schüler Abu Yusuf und asch-Schaibani.

Die hanafitische Rechtsschule ist seit dem Ende der Zeit der Umayyaden im sunnitischen Islam vorherrschend: Sie ist die am weitesten verbreitete Rechtsschule, der etwa die Hälfte der Sunniten folgen.[1] Im Regelfall sind sie im Theologiebereich Befolger der Strömung Maturidiyya.[2]

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte und Verbreitung
2 Besonderheiten
2.1 Quellen und Methoden der Rechtsfindung
2.2 Bewertungskategorien der Handlungen
2.3 Ritualrechtliche Bestimmungen
2.4 Völkerrecht
2.5 Strafrecht
3 Anerkennung als Religionsgemeinschaft in Österreich

https://de.wikipedia.org/wiki/Hanafiten#Anerkennung_als_Religionsgemeinschaft_in_.C3.96... "

bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Hanafiten

Aus meiner Sicht ist es fatal rechtsfreie Räume zuzulassen, womit auch vor allem meint, wo "das Gesetz" nicht durchgesetz wird.

Für wen gälte dann was?
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh#Die_f.C3.BCnf_Rechtskategorien_menschlicher_Handlungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Al-A%E1%B8%A5k%C4%81m_al-%E1%B8%ABamsa

(und welcher Rechtsschule müsste sich wer beugen?
[quote][quote][quote]
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiqh#Rechtsschulen ?)[/quote][/quote][/quote]

Wir brauchen hierzulande weder Scharia noch Imane an Stelle von Richtern.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: Neulich hatte Fefe berichtet, dass ein alter Wissenschaftler höllischen Ärger in der wissenschaftlichen "community" bekam, weil er auf Facebook das hier verlinkt hatte:

Feminists Love Islamists [[top]]

Da hat die quasi Ersatzreligion zugeschlagen... [[zwinker]]

"l] Richard Dawkins ist von einer Konferenz ausgeladen worden, weil er ein Video retweetet hat. Das Video soll wohl Islamisten und Feministen verspottet. Oder so. Dawkins hat den Tweet inzwischen gelöscht.

Ich verlinke das hier, weil die Veranstalter dieser Konferenz ein Statement abgegeben haben, das in die Geschichtsbücher gehört. Hier ist es:

“We believe strongly in freedom of speech and freedom to express unpopular, and even offensive, views. However, unnecessarily divisive, counterproductive, and even hateful speech runs contrary to our mission and the environment we wish to foster at NECSS. The sentiments expressed in the video do not represent the values of NECSS or its sponsoring organisations.”

Update: Ein E-Mail-Kommentar weist darauf hin, dass das in Wirklichkeit ganz anders war. Ein anderer schreibt:

Es handelt sich dabei um folgendes Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ecJUqhm2g08
Das Video soll zeigen, dass radikale Feministen und Islamisten eine sehr ähnliche Ideologie haben.
Zitat: "I say social justice - I say jihad"

Dawkins hat den Tweet gelöscht, weil ihn jemand darauf hinwies, dass die eine Figur in dem Video eine bestimmte Person darstellen soll, die Bullying-Opfer war. Das überzeugt mich ehrlich gesagt nicht. Wir haben ja auch Nachrichten. Da geht es auch um lauter Figuren, die zu Schaden gekommen sind. Ist das jetzt verboten? Wie ist es mit Büchern? Wie ist es mit einer Autobiographie eines Kranken? "

Das Video ist spaßing und lehrreich.


PPS: Was so alle Experte ist:
Islam-Experte: 5 Maßnahmen zur Integration junger Muslime
http://www.bild.de/politik/inland/integration/junger-muslime-fuenf-massnahmen-44202362....

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Damit könnten wir "unterschiedliche" Gerichtsbarkeiten in D bekommen, je nachdem zu welcher Ethnie die Menschen gehören.

Olivia @, Sonntag, 14.02.2016, 15:56 vor 3651 Tagen @ Michael Krause 3458 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 16:05

Und da in D auch sehr viele Personen nicht mehr mit dem Polizei- und Justizsystem "zufrieden" sind, könnten sie vermutlich auf die Idee kommen, auch eigene Gerichtsbarkeiten zu etablieren. Wie das geht wurde ja bereits vorexerziert. Keine Aussagen mehr vor "Gericht" statt dessen die entsprechenden "innerethnischen Gerichtsbarkeiten" anrufen.

Das würde in letzter Konsequenz dann zum Zerfall des Staates führen und Europa wieder in das Mittelalter katapultieren mit sehr vielen "kleinen" Rechts- und Machteinheiten, die sich schlimmstenfalls noch gegenseitig bekriegen und die ohne jeglichen kulturellen Zusammenhang und ohne jegliche kulturelle Verbindungen sind.

--
For entertainment purposes only.

Du meinst so?

stokk, Sonntag, 14.02.2016, 16:15 vor 3651 Tagen @ Olivia 3628 Views

[image]

Sei Dir sicher, sie arbeiten gerade daran...


Das würde in letzter Konsequenz dann zum Zerfall des Staates führen und
Europa wieder in das Mittelalter katapultieren mit sehr vielen "kleinen"
Rechts- und Machteinheiten, die sich schlimmstenfalls noch gegenseitig
bekriegen und die ohne jeglichen kulturellen Zusammenhang und ohne jegliche
kulturelle Verbindungen sind.

Wie soll denn das praktisch aussehen? - Der Weg vom örtlichen Gewohnheitsrecht zum gemeinen Recht

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 16:16 vor 3651 Tagen @ Olivia 3361 Views

Hallo Olivia,

wie soll denn das praktisch aussehen?

Man braucht Gesetzgebung, Rechtsstab, also Fachleute und durchsetzende Exekutive.

Wenn man mal auf den Seiten der "Reichsdeutschen" unterwegs war, die ja diesbezüglich auch Anstalten treffen, sieht man schnell, wie schwierig es ist, das Rad neu zu erfinden, zumal wenn man keine entsprechende Ausbildung hat. Und dann gibt es wie gesagt, weder die Strukturen, noch die erforderliche Tradition usw., und vor allem Akzeptanz bzw. Rechtsbefolgung (ob erzwungen, oder mehr oder weniger freiwillig).

Wer sollte sich denn ein gesamtes Recht neu erschaffen, mit allem, was so eine hoch komplexe Gesellschaft wie heute ausmacht, mit einen breit gefächerten Privatrecht, wozu ja auch Prozessrecht, Handels-, Familien- und Erbrecht gehört. Ganz zu Schweigen von den strafrechlichen und sonstigen öffentlich-rechtlichen Regelungen.

Genau deshalb hat sich ja das überregionale "Gemeine Recht" (gemein hier im Sinne von allgemein - also jeden Betreffen) durchgesetzt.

Im Folgenden auch zum kanonischen Recht: https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeines_Recht - mit Karte:

"Als gemeines Recht, lateinisch ius commune, wird heute im deutschsprachigen Raum vor allem das römisch-kanonische Recht des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und Neuzeit verstanden, wie es zunächst ab dem 11. Jahrhundert europaweit gelehrt wurde. Durch die modernisierende Rezeption des römischen Rechts bei den Glossatoren und Postglossatoren wurde dieses zur Grundlage für das kontinentaleuropäische Zivilrecht. Es wurde erst durch die Zivilrechtskodifikationen des 18. und 19. Jahrhunderts abgelöst, in manchen Gebieten Deutschlands galt es bis zum Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900.

Inhaltsverzeichnis

1 Römisches Recht
2 Kanonisches Recht
3 Örtliches Gewohnheitsrecht
4 Zurückdrängung des gemeinen Rechts

5 Abgrenzung zum Common Law

Besonders lesenswert: 3 und 4

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeines_Recht#.C3.96rtliches_Gewohnheitsrecht

Über kurz oder lang waren die örtlichen Regelungen (und alte Rechts- bzw. Weisbücher gab es gerade im Nordischen zuhauf - die meisten sind bei Wiki dargestellt) nicht ausreichend, um eine komplexere Gesellschaft, mit einem hohem Grad von Spezialisierungen in Gesellschaft, Fertigung und Handel (und Fernhandel) usw. bedienen zu können. Der Rückgriff auf das bis dato am weitest entwickelte römische Recht lag da auf der Hand - siehe vor allem:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeines_Recht#Zur.C3.BCckdr.C3.A4ngung_des_gemeinen_Rechts

(Auch heute noch hat das Gewohnheitsrecht seinen Stellenwert und kommt in Handels- aber auch in sonstigen Zivilrecht zum Einsatz: http://dejure.org/gesetze/BGB/242.html )

Aus meiner Sicht ist das hiesige ausgereifte Recht, dass wie das BGB sogar in etlichen Herrschaftsordnungen zum Einsatz kam: Kaiserreich, Weimaer Zeit, NS-Zeit, BRD und DDR, völlig ausreichend.

Und wie gesagt: Die Gesetzgebung ist schon sehr, sehr umfangreich (und das ist untertrieben ausgedrückt). Aber die Verbindlichkeit für Millionen zu erzeugen... Das kann man nicht mal eben schnell neu anlegen.

Viele freundliche Grüße

azur

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Nach dem Abklingbeckenzeitalter kann es kein Mittelalter mehr geben, noch nicht mal Steinzeit (oT)

Wayne Schlegel @, Sonntag, 14.02.2016, 16:18 vor 3651 Tagen @ stokk 3578 Views

- kein Text -

Al Capone konnte auch nur wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden... (oT)

Hyperion @, Sonntag, 14.02.2016, 16:43 vor 3651 Tagen @ Michael Krause 3175 Views

- kein Text -

Jüdische Gerichte in D (Ergänzung zur Ergänzung von @Azur)

Weiner @, Sonntag, 14.02.2016, 16:57 vor 3651 Tagen @ Monterone 3830 Views

Hallo,

es gab Phasen im Mittelalter/Spätmittelalter hier in Europa, da gingen Nichtjuden diskret zu den Rabbinern, um deren richterlichen Rat zu holen (sofern beide Parteien diesem Schritt zustimmten). Der Vorteil war, dass auf diesem Weg schnelle und kostengünstige Urteile zustandekamen. Es war quasi eine Moderation bzw. Schlichtung, von den christlichen Autoritäten natürlich gar nicht gern gesehen. Den Weg hatten die beiden Staufer-Friedriche geöffnet, die den jüdischen Gerichten Privilegien gaben, die zuletzt auf das ganze Reich ausgedehnt wurden. Christen konnten seit damals vor jüdische Gerichte als Zeugen geladen werden, und so hatten sich Kontakte und Einlicke in das hochentwickelte jüdische Rechtswesen ergeben. Übrigens, wenn wir schon diese Zeit berühren: Friedrich II. sprach fließend arabisch (aufgewachsen in Palermo), sicherte sich (als König) in Jerusalem allein mit Diplomatie, hatte eine arabische Leibgarde. Das Grab seines Großvaters Friedrich I. ist (irgendwo nahe Silifke) in der Türkei.

Es gibt seit 15 Jahren wieder ein "offizielles" jüdisches Gericht in Deutschland. Weitere Details dazu und zur alten jüdischen Rechtstradition auf lokaler Ebene finden sich hier (Sanhedrin war dagegen die Spitze in der Hierarchie):

http://www.richterverein.de/mhr/mhr051/m05117.htm

(dort eingangs auch ein LINK zum islamischen Rechtswesen aus deutscher Juristensicht).

MfG, Weiner

Ich würde mich über eine solche "Entwicklung" nicht freuen, halte sie aber durchaus für denkbar, wenn man die Entwicklung ...

Olivia @, Sonntag, 14.02.2016, 17:15 vor 3651 Tagen @ azur 3182 Views

Wenn man die Entwicklung in Deutschland sieht: No-Go-Areas für Polizisten, "Friedensrichter"/"Aussageverweigerung vor deutschen Gerichten", Mangelnder Respekt vor der deutschen Justiz und dem deutschen Rechtssystem, Etablierung des Rechts des Stärkeren etc., unterschiedliche Rechtsauslegung je nach Ethnie etc.

dann sind das eindeutig Korrosionserscheinungen des deutschen Rechtssystems.

Da wir inzwischen in D sehr viele unterschiedliche Ethnien haben, vermute ich, dass diese Ethnien auch ihre eigene Gerichtsbarkeit etablieren werden. Auf irgend eine Art und Weise werden sich auch die "Einheimischen" anpassen.

Was mich irgendwie auch zum Lachen bringt, denn dadurch könnten auch solche Auswüchse wie die durch Rechtsschutzversicherungen finanzierte "Maschendraht-Zaun-Dramen-Klagerei" und die staatlich finanzierte "Klagerei" der "Mittellosen" gegen jedes und alles, ihre lähmende Wirkung auf das Justizsystem verlieren.

Wir leben in spannenden Zeiten! Bin gespannt, wie das alles weiter geht.

Ich war heute auf der Messe und sprach dort mit verschiedenen Ausstellern.
Zum einen war ich erstaunt darüber wie stark sich die Messe qualitativ verändert hat (nicht zum Positiven) und zum anderen fiel mir fast die Kinnlade herunter, als ich hörte, mit was sich Aussteller beschäftigen. Die Leute richten sich auf "schlimme" Zeiten ein. Eine Dame erzählte mir, dass "sie" sich wohl (mit den Nachbarn) zu "kleinen Gemeinschaften" zusammenschließen müssen, um "durchzukommen". Sie hatten auch bereits einem Nachbarn gesagt, dass er seine Kuh nicht verkaufen solle und sich Überlegungen dahingehend gemacht, wie man die Kuh im Keller unterbringen könne (damit ihr nichts passiert) und wie man ihr "Tageslicht über Solar" zukommen lassen könne. Das Land, von dem ich spreche, hat Bürger, die ihre "Waffen" zu Hause im Schrank verwahren (dürfen). Dies wurde als "Erleichterung" empfunden. Alles hörte sich so an, als ob sich die Leute auf "sehr unsichere" Zeiten einrichten. Die bewußten Aussteller kamen in der ganzen Welt herum! Die haben vermutlich von ihren Messebesuchern in den einzelnen Staaten "gelernt". WONACH hört sich das für Dich an?

Mit sehr nachdenklichen Grüßen wünsche ich noch einen schönen Sonntag.

--
For entertainment purposes only.

Sehen wir hier gar Dottores Stammesgesellschaft heraufziehen? (oT)

re-aktionaer @, Sonntag, 14.02.2016, 17:37 vor 3651 Tagen @ azur 3077 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 18:12

- kein Text -

Was man auch immer unter "Stammesgesellschaft" versteht - sie wird im Abendland mit Sicherheit entstehen

Phoenix5, Sonntag, 14.02.2016, 19:56 vor 3651 Tagen @ re-aktionaer 3440 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 20:06

Einerseits kulturzyklisch bzw. wie schon Spengler über den Typus des Fellachen schrieb: Er lebt am Ende in Riesenstädten, "in deren Steinmassen eine kleine Fellachenbevölkerung nicht anders haust als die Menschen der Steinzeit in Höhlen und Pfahlbauten".

Andererseits beschleunigen die Migrationsströme dieses "Kulturgesetz". Was sind denn "Parallelstrukturen", "Parallelgesellschaften" und "No-go-Areas" anderes als eine Ansammlung von Menschen gleicher bzw. ähnlicher Kulturstufe innerhalb eines fremden Staatsgebietes. Konzentriert sich ein solches Menschen-Agglomerat auf definiertem Raum bzw. erreicht es eine gewisse Größe und analog dazu das sie umschließende Machtmonopol eine gewisse (finanzielle) Schwäche, stellt man dort - im übertragenen Sinne - eine Flagge auf und verwaltet die entstandene Enklave mit eigener Rechtssprechung autark. Ob dann irgendwelche Schwachmaten der Führungsriege der BRD dieses Gebiet zu Deutschland rechnen oder nicht, ist einerlei, denn de facto gehört es dann nicht mehr dazu. So desintegrieren Staaten.

Freilich darf - wie Taurec hier mal einwarf - bezweifelt werden, ob primitive Fellachen-Völker aus dem arabischen Raum auf längere Sicht eine Kultur kopieren und auf die eine oder andere Weise auf niedrigem Niveau weiterführen können, wie das die Germanen mit Rom machten (die keine Religion mitbrachten, die sie am Denken hinderte). Das machen dann eher Kulturvölker wie Russland.


Beste Grüße
Phoenix5

Ganz klasse Ergänzung - Das Forum von seiner besten Seite - Diaspora-Juden ähnlich sozialisiert wie Moslems

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 23:00 vor 3651 Tagen @ Weiner 3028 Views

Hallo Weinert,

danke für diese hervorragende Egänzung. Damit zeigt sich das Forum mal wieder von seiner allerbesten Seite: Es wird weitergedacht und ergänzt. Vielen Dank für die Verlinkung des klasse Artikels!

Die Ähnlichkeit des Lebens in der Diaspora drängt sich auf. Juden begriffen sich zu großer Zeit als eigenständig (die assimilierten und säkularisierten Juden des modernen Deutschlands, dass sich, wie ich mit einer Notiz a) Gründerzeit (dort im PS) und b) früher zu den sogenannten Hepp-Aufständen: https://de.wikipedia.org/wiki/Hep-Hep-Unruhen aufzeigen konnte, gab sich dann zunehmend Mühe das Judentum zu emanzipieren, im Sinne von vollgleichberechtigten Gesellschaftsmitgliedern, und auch Rechtsadressaten, waren eine späte, wenn auch massenhafte Bewegung*), unabhängig von dem Herrschafts- oder Rechtsbereich, in dem sie sich befanden. Sie waren keine Deutschen oder Ungarn, sondern zuvorderst Juden (allerdings kann man aus der Geschichte von Nationalität und der Staatsbürgerschaft ersehen, dass dies ebenfalls eine späte Entwicklung was - der Zusammenhang war lange gar nicht klar - im preußischen Staat soll die Nationalität der Staatsbürger eine untergeordnete Rolle gespielt haben - kein Wunder auch bei den steten Gebietswechseln, wie etwa auf dem heute polnischen Territorium oder besonders Schlesien, und der Kleinstaaterei, die lange in deutschen Gebieten Standard waren).

Juden hatten eigene Handels- und Kommunikationssysteme, wie man u. a. in "der Medicus" von Noah Grodon (auch das Folgende, dass zur Zeit des Bürgerkrieges in den USA spielt, ist sehr aufschlussreich), die Teil ihres Erfolges waren, in zahlenmässiger Unterlegenheit in ursprünglich fremden Gebieten und unter quasi fremder Herrschaft zu überleben. Grundlage waren ihre Selbstverständnis, ihre eigene Schrift und ihr Glaube, mit dem die so wichtigen Thora-Schulen verbunden sind, die ein intellektuelle Training bedeuten (es gäbe da sicher noch eine Reihe weiterer Aspekte).

Ihr Verhältnis zu den Staaten, den Rechtsordnungen und Herrschaften, in deren Einflussbereich sie jeweils lebten und agierten, war vermutlich dem der hier lebenden Moslems nicht so unähnlich. Kein Wunder, dass sich ihre Regelungs- und Konfliktlösungmechanismen dem ähneln, was wir nun über die Muslime lesen (und so interessant das ist - man muss ja konstatieren, dass man ja mehr oder weniger wunschlos dazu veranlasst ist, sich in dieser Art damit auseinander zu setzen, denn eigentlich brauchen wir keine Scharia oder andere alternative Schiedsmöglichkeiten).

Vielen Dank noch mal. Werde mir das noch einmal sehr gründlich anschauen.

Viele freundliche Grüße

azur


* Lehrlingsheim, Baujahr 1896, Bauherr: Verein zur Beförderung des Handwerks unter den Juden im preußischen Staate
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank...

(dazu gäbe es viel zu den Ostgebieten zu erwähnen, aus denen nicht umsonst so viele nach Berlin und Preußen strömten, zu erwähnen. Das waren massenhaft Ostjuden, aber auch sehr, sehr viele Deutsche. Im 19. Jahrhundert wurden etliche Pachtbetrieb in der Landwirtschaft unwirtschaftlich und verfielen - ein Umstand, mit dem sich u. a. die Artamanenbewegung, zu der auch Himmler gehörte, auseinandersetzete, die darin eine Chance für das Leben neuer Gesellschaftsentwürfe sahn: https://de.wikipedia.org/wiki/Artamanen - und auch die frühe SPD hat sich damit viel auseinandergesetzt (es gab dann heiß umkämpfte Volksabstimmungen, die in der Weimaer Zeit elektrisierte, aber heute kaum noch jemand kennt):

"Besonders hatte er in dieser Zeit mit den Landarbeitern Ostpreußens zu tun und entwickelte sich so zum Experten für Agrarpolitik in der Partei sowie zum lebenslangen Gegner der ostelbischen Landjunker. In seiner späteren Schrift Das ostelbische Landproletariat schrieb er in seiner sperrigen Prosa:

„Die ausgebeutete, entrechtete ostelbische Landbevölkerung ist also der Sockel, auf dem zum überwiegenden Teil die Macht des ostelbischen Junkertums ruht und auf den gestützt es seine volksaushungernde und entrechtende Raubpolitik treibt. Dieser Sockel muß aber in dem Maß morscher werden, als es gelingt, in den Bevölkerungsgruppen, die ihn bilden, den sozialdemokratischen Grundsätzen Verbreitung zu schaffen.“

Otto Braun regte die Gründung des Deutschen Landarbeiter-Verbandes an. Er war Vorsitzender der lokalen Ortskrankenkasse und Mitglied des Stadtrates von Königsberg."

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun#In_der_SPD

Das war der langjährige MP Preußens, bis in Hitlers Zeit.

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Der Gedanke drängte sich dabei sofort auf - wie nach dem verlinkten Rosenstock-Huessy: Vom Staat zum Stamm (Perlen aus Bayern

azur @, Sonntag, 14.02.2016, 23:12 vor 3651 Tagen @ re-aktionaer 2907 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 23:26

Hallo re-aktionaer,

genau dieser Gedanke drängst sich ja auf.

Wie auch bei dem o. g. Artikel, der in der jüngsten Ausgabe von TUMULT veröffentliche ist:

http://static1.squarespace.com/static/530b8d53e4b091b1a79671f2/t/56647807e4b08654627401... (dort auch die eben gegenüber Weinert erwähnte "4. Veränderung der jüdischen Frage*" - kann dem Autoren nicht in allem folgen, aber interessante Anregungen sind seine Betrachtungen allemal)

Es ist ja bestritten, ob es zu einer Massenzuwanderung und/oder -ansiedlung kommt. Dabei leben ja schon jetzt Millionen Migranten hier, die nicht schmal verteilt im weiten Lande leben, sondern meist zusammen in ihren Gemein- oder Nachbarschaften (um mal nicht die dabei üblichen englischen Begriffe zu verwenden). Wenn diese durch die Religion ihre eigenen Institutionen errichten, und weiter ihrem alten gemeinschaftlichen Kontext folgen, der sich auch aus dem Koran, aber auch den arabischen oder türkischen Sittlichkeitsbegriffen orientiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie sich wie eigene Stämme verhalten. Das Besondere ist, dass sich durch den hiesigen Islam eine Klammer für Migranten mit ganz verschiedener nationaler Herkunft bietet. Ob Türke, oder Marokkaner, oder Pakistani oder Afghane... (mal abgesehen von den vielen afrikanischen Ländern, in denen sehr viele Moslems aufwachsen, und aus denen hierher zugewandert wird).

Dachte auch beim Lesen der o. g. Artikels, dass das natürlich eine ganz eigene Erfüllung der von Dir genannten Vorhersage wäre.

Viele freundliche Grüße

azur


* wie an den Hep-Hep-Unruhen zu ersehen, kam Bayern dabei eine besondere Rolle zu.

Noch eine weitere bayrische Besonderheit:

"Perlmutt und Perlen aus europäischen Binnengewässern

Eine einstmals in Europa bedeutende Quelle hochwertigen Perlmutts hatte mit den Schalen der Perlaustern der Ozeane nichts zu tun. Die damals reichen Vorkommen einer ganz andere Muschelart aus den europäischen Binnengewässern war von überragender Bedeutung: die Europäische Flußperlmuschel (Margaritifera margaritifera). Dabei handelt es sich um eine besonders große Muschelart, welche über die letzten Jahrhunderte durch Umweltverschmutzung und rücksichtslose Überfischung fast ausgerottet wurde. Die Europäische Flußperlmuschel produziert zeitweilig auch phantastische Perlen. Viele europäische Adlige befanden sich über Jahrhunderte hinweg in einem regelrechten Perlenrausch. Die Perlen, nicht ihr vorzügliches Perlmutt, war der Fluch dieser besonderen Muschelart. Heute kümmert sich nur noch eine kleine (aber feine) Gruppe umweltbewußter Menschen um das Überleben dieser wenigen verbleibenden Flußperlmuscheln, welche vielerorts bereits längst ausgerottet sind. Kaum jemand ahnt heute, daß z.B. die Gewässer Bayerns noch vor wenigen Jahrhunderten bestes Perlmutt und feinste Perlen hervorbrachten."

http://www.austern.com/perlmutt.html (es gibt wohl auch Unweltinitiativen, welche die erwähnte Flussmuschel wieder förden wollen - wird in einem Artikel zum Thema erwähnt, habe aber noch nichts Näheres gefunden - siehe aber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Flussperlmuschel#Heutige_Vorkommen_in_Deutschland - erstaunlich, oder? )

(durfte unlängst feststellen, dass ein Teil unseres Familiennamens aus der schweizerischen und bayrischen Sprache, und einer dort vorgenommenen Eindeutschung aus dem Lateinischen entstammt - man sehe es mir nach: mag solche Details)

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