Auswirkungen eines Bail-In auf Aktionaere

Kiwi, Samstag, 13.02.2016, 11:23 (vor 3652 Tagen) @ Basel3248 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 13.02.2016, 11:27

Hallo Foristen,

herzlichen Dank fuer die schnellen und sehr nachdenkenswerten Antworten. Auch vielen Dank fuer die Gratulation zum Wohnsitz Neuseeland, selbstgewaehlt und im Grunde nie bereut. Dennoch ein paar kurze Andeutungen hierzu:

Es hoert sich bestimmt gut an, und mancher waere vielleicht auch gerne hier. Das Land ist schoen, und objektiv sicherlich krisenfester als Deutschland im Falle eines 'Weltuntergangsszenarios'. Allerdings ist und bleibt man eben Deutscher und damit ein spezieller Fall aus Sicht der Kiwis. Beruflich mit dieser Herkunft hier Fuss zu fassen, ist nicht leicht. Auch - wer haette das gedacht - lernt man die 'spiessigen' deutschen Tugenden wie etwa Ehrlichkeit, Zuverlaessigkeit, Qualitaetsbewusstsein beim Abliefern von Arbeitsleistungen und auch einen gewissen Anstand erst so richtig zu schaetzen, wenn man ein paar in dieser Hinsicht augenoeffnende Jahre hier verbracht hat.

Ich schreibe das nicht um zu jammern, sondern um vielleicht etwas Mut zu machen: Es ist naemlich gar nicht so schlecht, gerade auch im Krisenfall von Angehoerigen, Freunden und auch von (zumindest den verbleibenden) Einheimischen umgeben zu sein. Warum ich meine Auswanderung dennoch nie bereut habe, hat im Wesentlichen persoenliche Gruende. Ich habe hier sehr gute Freunde (viele davon ebenfalls Auslaender) und insbesondere meine Frau kennengelernt.

Was das Grundstueck auf dem Land betrifft: Ja, das ist mein Ziel und mein Traum. Allerdings fehlen mir dafuer noch etwa 20-30%, besser 40-50% Liquiditaetszuwachs. Daher ruehrt, zum Teil jedenfalls, das Aktienfieber. Gleichwohl werde ich vorsichtig vorgehen und nicht nur auf eine Karte setzen.

Nun meine Frage: Wie schaetzt Ihr die Auswirkungen eines 'Bail-In' auf Aktionaere ein?

Klar ist, dass bei einem Bail-In die Spareinlagen zumindest teilweise 'abgezypert' werden. Sollte das nicht die Verbindlichkeiten der Bank verringern und damit tendenziell aktionaersfreundlich sein? Oder gibt es Moeglichkeiten, aus Gruenden der 'sozialen Gerechtigkeit' etwa, beim Bail-In auch die Aktionaere abzuzypern?

Beste Gruesse und gutes Gelingen

Kiwi


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