Amerikas und deutsche Eltern im totalen Kontrollwahn / von Hopi

Leserzuschrift @, Freitag, 12.02.2016, 16:08 vor 3653 Tagen 3932 Views

Februale Forumsgrüße 2016.


Das Thema Kinderwunsch "ja oder nein" wurde vorzüglich im Forum von allen möglichen Lebens-Facetten beleuchtet. Hierzu ein elementar wichtiges & artverwandtes Thema, das seit geraumer Zeit zusehends aus den Fugen gerät & dringendster Analyse bedarf.


Seit über 70 Jahren kommt fast alles Gute aus dem Land der *de facto* unbegrenzten Möglichkeiten. Dort nimmt der totale Kinder-Kontroll-Wahnsinn (= nennen wir ihn der Einfachheit halber K.K.W.) von Tag zu Tag immer groteskere Intercity Züge an. Weil der Trend so superschick ist, zeigt er bereits auch in Germanien die ersten Ausläufer seiner häßlichen Fratze.


Folgende kurzweilige Reportage der US.A/A.RD - Korrespondentin Sandra Ratzow darf ausnahmsweise mal als sehr gelungen bezeichnet werden. Erstaunlich, daß derartiges überhaupt heute noch durchgeht. Verständlich allerdings, wenn man querdenkt & die zukünftig gewünschte Stoßrichtung des selbsternannten Imperiums auf ALLE KINDER in der WELT versteht.


Amerikas Eltern im Kontrollwahn * Prädikat: erschreckend & höchst befremdlich (29 Minuten)

http://mediathek.daserste.de/Weltspiegel/Weltspiegel-Reportage-Amerikas-Eltern-i/Das-Er...

S.c.h.l.u.ß.a.n.m.e.r.k.u.n.g.e.n. ............

Anhand kurzweiligen Fallbeispielen gelingt es der Korrespondentin Sandra Ratzow brilliant den bereits unaufhaltsamen *geistigen Verfall der United Snakes Of Amerika* in Richtung >> TOTALEM ORWELL STAAT << zu dokumentieren. Leider ist dieser abartige "K.K.W." bereits in erschreckendem Umfang auch im Bekanntenkreis der Hopi nicht nur angekommen, sondern beinharte SIMULATION in der REALITÄT.

Die von der geschätzten Userin @blue gestellten Fragen haben sich längst überholt & mutierten zu einem viel gefährlicheren MONSTER für unsere ZUKUNFT. Haben die Eltern von heute noch den Willen, die Kraft & vor allem die Weitsicht sich der Gefahren für Ihre Kinder & damit unserer >> zukünftigen Erdmenschengesellschaft << überhaupt bewußt zu sein & zu werden?

Die Hopi wagen einmal extrem provokant zu behaupten, daß auf diese ART von "kontroll-manipulierten Kindern der Zukunft" sehr sehr gerne verzichtet werden kann. Anstattdessen wäre es sinnvoller sich um Affen, Hunde oder gleich um Reptilien wie zum Beispiel Frösche, Warane oder Pythons zu kümmern & sie standesgemäß zu füttern = zu bemuttern & zu bevatern.

Die Welt von Morgen braucht eines mit Sicherheit nicht :-);

Noch mehr gehirngewaschene iThink-Apfel gesteuerte Jünger, Harvard, Oxford & MIT - krankgespülte GEHIRNE sowie weitere Menschenzombies, die nur noch in der Lage sind das LEBEN per se & die ERDE als ausschließlich materialistisch-monetär quantifizierbare Masse zu sehen.

Wenn dem wirklich so sein sollte, dann empfehlen die Hopi die beiden letzten noch verbleibenden Möglichkeiten auf Erden, und zwar:


"Save water, bath with a friend." (Autor unbekannt)

"Would the last person to leave the earth & country, please be so kind and switch off the lights." (Autor unbekannt)


Bedenklichst, aber nicht hoffnungslos,
Hopi

N.A.C.H.D.O.K.U.M.E.N.T.I.E.R.T. * als * B.L.A.U.P.A.U.S.E.

... wie man Völker (am Beispiel der Navajo, Cherokee & Hopi Nations) so richtig & nachhaltig aus-löscht:


AN AMERICAN TRAGEDY * Prädikat: scheußlich, aber wahr!

A true story of human rights violations against the Navajo and Hopi Indians in the Four Corners Area of Arizona all in the name of "Clean Coal". A matter of current affairs.

https://vimeo.com/14326982

Hast Du - mindestens - ein Kind? Bitte nur "Ja" oder "Nein". Danke (oT)

Gaby @, Freitag, 12.02.2016, 17:39 vor 3653 Tagen @ Leserzuschrift 2038 Views

- kein Text -

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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Elterlicher Kontrollwahn

Leserzuschrift @, Freitag, 12.02.2016, 19:26 vor 3653 Tagen @ Leserzuschrift 2632 Views

Hallo!

Ich bin Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Kindern, Anfang bis Mitte 20.
Als meine Kinder noch in die Schule gingen, war es schon von den Eltern fast normal, die Kinder jeden Tag in die Schule mit dem Auto zu bringen (trotz verfügbarem Schulbus) und auch wieder abzuholen. Dies hatte zur Folge, dass sich vor der Schule regelmäßig ein Stau bildete. Und nicht nur in der Grundschule - man kann es hier bis zum Gymnasium beobachten.

Ich brachte meine Kinder nicht mit dem Auto zur Schule oder fuhr sie nachmittags zu ihren Aktivitäten. Ich legte Wert darauf, dass sie lernten, selbstständig zu werden. Und wurde dafür zwar nicht von der Polizei besucht, allerdings die anderen Mütter/Väter missbilligten meine "Untaten", und oft fühlte ich mich als Rabenmutter. Arbeiten ging ich auch und hatte meist gar nicht die Zeit, die Kindlein durch die Gegend zu fahren.

Auch weigerte ich mich, bei Leistungsversagen der Kurzen, Ritalin zu verabreichen. Stattdessen spornte ich sie an, zu verstehen, wie sie sich organisieren können, was ihre Stärken und Schwächen sind und sich dementsprechend nicht dazu verleiten zu lassen, eine Lerche werden zu wollen, wo sie doch Amseln sind und dazu zu stehen. Denn Menschen sind unterschiedlich, bläute ich ihnen ein und hoffte, sie könnten sich selbst so gerne haben, wie sie sind, und nicht, wie die Gesellschaft sie gerne hätte.
Ein Kind studiert Physik, die anderen machten Ausbildungen.
Mein Satz, den ich oft gesprochen hatte war: "Werde glücklich und schade niemandem."

Selbstverständlich hatte ich Angst, wenn sie alleine unterwegs waren. Selbstverständlich machte ich mir Sorgen, wenn ihre Leistungen nicht gut waren. Selbstverständlich fragte ich mich oft, was sie tun. Nur: Wenn ich die Grenzen, die Intimität und Privatsphäre meiner Kinder nicht respektiere, wie soll ich ihnen dann Respekt beibringen? Wenn es für sie normal ist, dass ihre Grenzen überschritten werden, indem ich sie kontrolliere, überwache, und ihnen ständig auf der Pelle hocke, wie lernen sie, dass man Grenzen nicht überschreiten darf?
Sie lernen es nicht. Sie lernen gar nichts.

Ich arbeite im sozialen Bereich. Pflegeheim. Wir haben Praktikanten, die keine Sonderschulfälle sind, allerdings auf dem 1. Arbeitsmarkt keine Chancen haben, da sie nie gelernt hatten, sich auch nur alleine eine Tasse Kakao zuzubereiten. Ganz normal intelligente junge Menschen, völlig unfähig, die einfachsten Dinge, wie ein Stück Brot abzuschneiden (mit 18 Jahren), durchzuführen.
Es sind Praktikanten, die man gerne zu uns schickt. Es sind junge Menschen, völlig verunsichert, passiv, immer wartend auf Hilfe, die den nächsten Arbeitsschritt nicht erkennen, wenn man es ihnen nicht sagt.

Das ist das Ergebnis des Kontrollwahns. Der hat auch in unserer Gesellschaft schon seinen Platz gefunden. Von Ritalin (für das Abitur) bis zur GPS-Überwachung alles da.

Traurig ist das.

lg
Andrea

Kann ich nicht bestätigen! Zumindest nicht für unseren Stadteil!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 20:54 vor 3653 Tagen @ Leserzuschrift 2209 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 21:07

Ich war 3 Jahre im Elternbeirat. Von Ritalingaben habe ich nie etwas gehört. Die "Kinder" kamen in der Regel mit dem Rad in die Schule. Übergewichtige gab es nicht. Aus der Clique meiner Tochter haben ALLE Jungs und meine Tochter "gearbeitet". Sie haben Nachhilfe gegeben, Hunde ausgeführt, d.h. sie versorgten sich bereits während der Schulzeit selbständig mit Taschengeld. Einer der Jungs hatte das Mofa eine Freundes alkoholisiert beschädigt. Schaden 1.200 Euro. Er mußte VOR dem Abitur arbeiten gehen, um das Geld zu zahlen. Die Eltern hätten das übernehmen können, haben das aber bewußt nicht getan. Ähnliche Beispiele kenne ich von anderen Fällen. Meine Tochter hat sehr früh gelernt, die Waschmaschine und das Bügeleisen zu "bedienen". Sie machte ihre Wäsche selber. Ich habe das auch sehr früh gelernt, denn ich hatte jüngere Geschwister. Es gab also keinen Grund, warum meine Tochter das nicht auch hätte tun können.

"Probleme" gab es erst, als sie eine Hotellehre machte. Dort geriet sie in sehr problematische Kreise. Ich hoffe, dass diese Zeit nun vorüber ist, denn sie hat engagiert ihre ersten Prüfungen an der Uni absolviert.

Sie hat einen Studentenjob (14 Stunden die Woche) und hat gestern ihr erstes Kleingewerbe angemeldet, weil sie in den Ferien auf der Messe arbeiten will. Sie sagte mir, dass viele der Studenten als Werkstudenten arbeitet, um sich das Studium zu finanzieren. Da sie kein Bafög (oder zu wenig) bekommen, gehe ich davon aus, dass die Eltern prinzipiell "finanzieren" könnten, dies aber nur begrenzt tun. Ich selbst habe auch ständig neben meinen zwei Studien gearbeitet. Den Eindruck, dass es mir geschadet haben könnte, habe ich nicht! Also gestehe ich diese Arbeit auch anderen zu, denn dadurch werden sie SELBSTÄNDIG!

DAS, was Du bei Deinen Praktikanten beschreibst, das nennt man "gelernte Hilflosigkeit". Die meisten "Studenten" MÜSSTEN eigentlich vor ihrem Studium eine Lehre machen. Nur auf diese Art und Weise bekämen sie einen kleinen Eindruck von dem, was es heißt, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten. Danach können sie in der Regel dann auch besser studieren.

In welchen Gesellschaftsschichten also ist diese "Overprotection" angesiedelt?
Oder geht es quer durch alle Schichten und nur die "Vernünftigen" halten dagegen?

--
For entertainment purposes only.

Eigeninitiative

SevenSamurai @, Freitag, 12.02.2016, 21:43 vor 3653 Tagen @ Leserzuschrift 1906 Views

Es sind Praktikanten, die man gerne zu uns schickt. Es sind junge
Menschen, völlig verunsichert, passiv, immer wartend auf Hilfe, die den
nächsten Arbeitsschritt nicht erkennen, wenn man es ihnen nicht sagt.

Ich hatte mal einen Arbeitgeber, bei dem war Eigeninitiative tödlicher Leichtsinn.

Zum Glück bin ich nicht mehr dort, aber um das schöne Geld tut es mir trotzdem leid.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

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