Mehrheit für Grundeinkommen

LLF @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:48 vor 3649 Tagen 4039 Views

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines Grundeinkommens:
http://yougov.de/news/2016/02/11/mehrheit-halt-bedingungsloses-grundeinkommen-grund/

Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der Befürworter von 16 auf 27 Prozent. Weitere 26 Prozent finden das Grundeinkommen prinzipiell gut, zweifeln jedoch an der Finanzierbarkeit.

Sollte es im Laufe des Jahres eine erneute Bankenrettung in Milliardenhöhe geben, so werden viele Bürger sicherlich fragen, warum man Milliarden für Banken und Flüchtlinge spendiert, aber bei Deutschen über das Existenzminimum hinaus sanktioniert wird.

In der Schweiz wird die politische Stimmungslage wohl ähnlich wie in Deutschland sein.

Ist schon lustig: Hartz IV und Grundeinkommen. (mehr Text)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:59 vor 3649 Tagen @ LLF 3791 Views

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines
Grundeinkommens:
http://yougov.de/news/2016/02/11/mehrheit-halt-bedingungsloses-grundeinkommen-grund/

Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der Befürworter von 16 auf 27
Prozent. Weitere 26 Prozent finden das Grundeinkommen prinzipiell gut,
zweifeln jedoch an der Finanzierbarkeit.

Jetzt, wo die Invasoren kommen und es beanspruchen werden ist man dafür???

Und als Hartz IV-Empfänger vor ein paar Jahren 5 (FÜNF!!!) Euro pro Monat mehr bekommen sollten, hat man 6 bis 9 Monate wüsteste Dreckszeitungsartikel unter dem Zuspruch der Bevölkerung verbreitet, damit das nicht passiert!

Woher kommt der Gesinnungswandel? Denn es ist doch klar, dass man das Grundeinkommen erst dann bekommt, wenn man weniger als dieses Grundeinkommen verdient.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Bedingungsloses Grundeinkommen

konstantinkoll @, Iserlohn, Donnerstag, 11.02.2016, 21:01 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 3369 Views

Nein, das Bedingungslose Grundeinkommen bekommt jeder Bürger, ungeachtet seiner Verhältnisse.

Bedingungsloses Grundeinkommen = Lohn für die Mehrheit

Piter @, Donnerstag, 11.02.2016, 21:42 vor 3649 Tagen @ LLF 3302 Views

Die Deutschen werden sich mit ihrer Naivität noch wundern, wohin das führt. Nämlich dahin, dass eine gewöhnliche Lohnarbeit exakt dem Grundeinkommen entsprechen wird.

Etwas mehr, weil der arme Arbeiter noch die Monatsfahrkarte und die Kantine von seinem Lohn bezahlen muss...

Die Unternehmen machen einen Deal, stellen keine Arbeitsplätze mehr zur Verfügung, aber "Betätigungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten" für 1 €/Stunde zusätzlich zum Grundeinkommen, dass alle Leistungsträger und die Unternehmen, per Steuern zahlen.

Arbeit wird sich, für die gewöhnlichen Angestellten, nicht mehr lohnen. Sie lohnt sich jetzt kaum noch.

Ausnahmen sind Handwerker, gut vernetzte Manager und Spezialisten (IT). Deren Tätigkeiten benötigen höchste Qualifikationen und können nicht mal eben automatisiert werden.

Am schlimmsten wird es die erwischen, die glaubten, mit einem Studium oder einer kaufmännischen Ausbildung sei es getan und der gut bezahlte Bürojob sicher...

Alle die Angestellten in der Verwaltung, das dürften rund die Hälfte in einem Unternehmen sein, werden rigoros gestrichen werden.

Die Massenentlassungen der Banken waren erst der Anfang.

Da die Politik das auch weiss und man nicht alle, vor allem nicht die Araber, dazu zwingen kann, sich für 5 €/Stunde als Haareschneider, Putzkraft, Kurier oder Flüchtlingshelfer zu betätigen, wird man das bedingungslose Grundeinkommen einführen.

Nur wird man damit vollkommen dem Staat und seiner Propagandamaschine ausgeliefert sein. Wer jeden Monat auf seine Überweisung wartet und das Kindergeld, der wird kaum die Zeichen der Zeit erkennen.

Wurde schon diskutiert, ob das Grundeinkommen auch für im Ausland lebende (türkische) "Deutsche" Passinhaber bezahlt wird? Dann würden die Türken sofort ihre Sachen packen... Vielleicht ein gewünschter Nebeneffekt, weil die Syrer dann deren Platz einnehmen könnten. So als Idee...

Gruss

Antwort (mehr Text)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:13 vor 3649 Tagen @ Piter 3005 Views

Die Deutschen werden sich mit ihrer Naivität noch wundern, wohin das
führt. Nämlich dahin, dass eine gewöhnliche Lohnarbeit exakt dem
Grundeinkommen entsprechen wird.

Wie soll das gehen? BGE 1000 Euro, Lohnarbeit 1000 Euro. Macht für jemanden, der arbeitet 2000. Muss dann jeder selbst wissen.

Die Unternehmen machen einen Deal, stellen keine Arbeitsplätze mehr zur
Verfügung, aber "Betätigungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten"
für 1 €/Stunde zusätzlich zum Grundeinkommen, dass alle
Leistungsträger und die Unternehmen, per Steuern zahlen.

Glaubst du, man rennt denen dann die Bude ein?

können nicht mal eben automatisiert werden.

DAS Problem stellt sich in jedem Fall. Und muss diskutiert werden.

(Wobei ich es nicht glaube. Die EDV sollte auch Arbeitsplätze kosten. Und durch Automation sollte die Wochenarbeitszeit sinken. Gähn.)

Alle die Angestellten in der Verwaltung, das dürften rund die Hälfte in
einem Unternehmen sein, werden rigoros gestrichen werden.

Nein. Unser sozialistisches Europa wird immer mehr Arbeit in der "Verwaltung" schaffen, siehe Asylindustrie.

Die Massenentlassungen der Banken waren erst der Anfang.

Die sind offensichtlich schon alle woanders untergekommen. Proteste, wie bei der normalen Arbeiterschaft, gab es ja nicht.

Nur wird man damit vollkommen dem Staat und seiner Propagandamaschine
ausgeliefert sein. Wer jeden Monat auf seine Überweisung wartet und das
Kindergeld, der wird kaum die Zeichen der Zeit erkennen.

Ja, das stimmt. Wem der Scheck verweigert werden könnte, wird den Mund halten...

Dann würden die Türken sofort ihre Sachen packen...

Nein. Viele von denen wollen Deutschland in einen islamischen Staat umwandeln. Die Türkei ist es bereits.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

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Lohnarbeit tendiert zum Existenzminimum BGE erzwingt Stundenlohn von 3 Euro !!!

Piter @, Freitag, 12.02.2016, 10:11 vor 3648 Tagen @ SevenSamurai 2480 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 10:16

Also ich halte das BGE für eine Sackgasse.

Nur eine kleine Anmerkung:

Wie soll das gehen? BGE 1000 Euro, Lohnarbeit 1000 Euro. Macht für
jemanden, der arbeitet 2000. Muss dann jeder selbst wissen.

Wir werden es sehen, aber die zusätzlichen 1.000 Euro, als Motivationsanreiz, werden m.E. langsam aber sicher fallen, sobald das BGE eingeführt wurde.

Meiner Beobachtung zufolge entspricht der Lohn meistens dem Existenzminimum und nicht mehr. Wobei in Deutschland dieses Minimum durch Steuern, hohe Infrastruktur- und Beförderungskosten, hohe Preise und Mieten, die daraus resultieren, höher aussieht als in anderen "armen" Ländern.

Kommt das BGE dann entfallen viele dieser Kosten, denn der Arbeiter wird dann einfach zu Hause bleiben. Er braucht kein Büro und kein Auto mehr. Er wird dann einfach gezwungen, für die benötigten 500 € zusätzlich, die er zum Überleben braucht, 10-12 Stunden "Clickarbeit" zu verrichten...

Wahrscheinlich wird das BGE auch nicht 1.000 €, sondern eher etwas darunter liegen.

Die Miete + Energiekosten und Nebenkosten werden immer bei etwa 700 € mtl. liegen, KV auch um die 100 €, da bleibt für Essen nicht mehr viel Spielraum.

Der einzige Unterschied zur Sozialhilfe wird dann eben der sein, dass alle Einwohner es beziehen und der Arbeitgeber somit keinerlei Pflicht haben wird, einen "normalen" Stundenlohn zu bezahlen. Der Mindestlohn von 9 € kann somit um 6,25 € gekürzt werden.

Weil: 1.000 € BGE / 160 Stunden mtl. = 6,25 €/h

Es läuft genau darauf hinaus:

Bei 3 € Stundenlohn wäre Deutschland, bei der Lohnarbeit, plötzlich wieder international wettbewerbsfähig. Produktivitätserhöhende Kapitalinvestitionen könnte man dann für einige Jahre auf 0 setzen... Da der Staat immer mehr Schulden begibt, bleibt für die Investitionen sowieso kaum noch Spielraum. Deutschland wird zum Indien 2.0.

Die Inder könnten ihre Outsourcing-Industrie dicht machen und die Chinesen ihre Fabriken gleich auch.

Vielleicht werden in Bangladesch und in Kambodscha noch "Konkurrenten" für 1-2 € arbeiten. Doch die können meistens nicht mal lesen...

OK, das ist vielleicht übertrieben, weil es nur 80 Mio. Deutsche gibt und Chinesen und Inder sich ohnehin vom Exportmodell abwenden werden. Aber ich glaube durch die Vereinfachung versteht jeder, was ich meine.

Gruss
Piter

Wann soll das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden?

Piter @, Freitag, 12.02.2016, 10:21 vor 3648 Tagen @ LLF 2413 Views

Hallo LLF,

gibt es eigentlich schon ungefähr eine Angabe, wann das BGE kommen soll?
Ein mir bekannter im Ausland lebender Deutscher, mit Frau und 3 Kindern, schrieb mir soeben eine PN und meinte, dass er sofort, wenn das BGE kommt, am nächsten Tag in Deutschland gemeldet sein wird. BGE von 1.000 € + 600 € Kindergeld und in 5 Jahren ein deutscher Pass für die Ehefrau = 2.600 € Familieneinkommen. Mit dem Geld und einer untervermieteten Wohnung kann er ganzjährig in Thailand Urlaub machen.

Hört sich alles sehr unrealistisch an... Daher wird es wohl noch ein paar Jahrzehnte dauern?

Gruss

Motivationsanreize

LLF @, Freitag, 12.02.2016, 10:45 vor 3648 Tagen @ Piter 2275 Views

Wir werden es sehen, aber die zusätzlichen 1.000 Euro, als
Motivationsanreiz, werden m.E. langsam aber sicher fallen, sobald das BGE
eingeführt wurde.

Neben dem Lohn wird es zusätzliche Motivationsanreize in Form von Punkten, Titeln oder Uniformen geben:
- wer mehr als 20 Stunden arbeitet, darf ein gelbes Hemd tragen
- wer mehr als 30 Stunden arbeitet, darf ein rotes Hemd tragen
- wer mehr als 40 Stunden arbeitet, darf ein blaues Hemd tragen

Die Rothemden werden buckeln, um ein blaues Hemd tragen zu dürfen.

Bzgl. Grundeinkommensarbitrage. Bitte um weitere Lösungsvorschläge

Wandrago @, Freitag, 12.02.2016, 13:33 vor 3648 Tagen @ Piter 2126 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 13:41

€ Familieneinkommen. Mit dem Geld und einer untervermieteten Wohnung kann
er ganzjährig in Thailand Urlaub machen.

Hört sich alles sehr unrealistisch an... Daher wird es wohl noch ein paar
Jahrzehnte dauern?

Dass es Menschen gibt, die in D gemeldet sind, sich aber woanders gewöhnlich aufhalten, ist ein Riesenproblem beim Grundeinkommen, seien es EU-Ausländer, die einfach eine Wohnung hier in D anmelden samt Kind und Kegel oder Personen, die hier beziehen aber ganzjährig woanders ihr Geld ausgeben oder Menschen aus der ganzen Welt die Grundeinkommenstourismus in D betreiben wollen, an sich sehr sparsam sind oder auch einfach nur die meiste Zeit in ihrer Heimat wohnen oder ähnliche gelagerte Fälle. Politische Arbitrage, sei sie kriminell oder auch nicht, ist vielleicht sogar das Problem schlechthin alles andere ist m.E. gelöst.

Es gibt aber seit kurzem, zum Glück, etwas durchgängiger im Gesetzesjungle das Wohnsitzprinzip. Es wird auch recht gut angenommen. Was heißt das konkret für das Grundeinkommen.

Es wäre jetzt einfacher möglich, ein mal wöchentlich einen Fingerabdruck einzufordern, sei es auf der Gemeinde selbst oder aber durch Hausbesuche durch eine Art. Schornsteinfeger mit einem Fingerabdruckscanner für ältere oder an Rollstuhl gefesselte oder ähnliches. Hierfür könnte man portable Fingerabdruckscanner nehmen ähnlich Ec- oder Kreditkartenlesern. Das Problem hier: Der aktuelle Schornsteinfeger kassiert Unsummen für einen 10 minütigen Besuch einmal pro Jahr und versucht, im ein oder anderen Fall, motiviert durch ansässige Heizungsbauer, sogar die Heizung schlecht zu reden, obwohl sie in Ordnung ist. Wer macht das für etwa einen Euro pro Hausbesuch. klingeln Finger drauf und weg, und ist auch noch zuverlässig, das heißt hier wirklich unbestechlich (hier geht's um viel Geld und Menschen sind erfinderisch :-) ).

Weiterhin fühlen sich die Menschen kontrolliert und total überwacht, obwohl hier endlich mal das Gleichheitsprinzip im Vergleich zum Hartz IV umgesetzt wäre, denn jeder würde das gleiche bekommen, der Unarbeitende wäre neidisch auf den Arbeitenden, ob seines Jobs, und nicht mehr umgekehrt, der Arbeitende auf den Langschläfer, mit entsprechend darauf folgendem ausbrechen wilden Schreiens nach einem eigenen Job :-)und steigender Motivation unserer Schüler, da endlich mal das Schielen auf späteres Hartz IV wegfiele. Aber das nur nebenher, wobei es noch viele weitere, dahin gerichtete, Vorteile gibt.

Die Fragen die sich also wirklich stellen sind:


1. Verstehen es Menschen, wenn sie einmal die Woche einen Fingerabdruck am Wohnsitz abliefern müssen?

2. Wo bekomme ich unbestechliche, wirklich aufrichtige, Menschen her für die Kontrolle der Alten und Unbeweglichen, zu einem realistischen Lohn, und wo packe ich sie rein, ins Private oder ins Staatliche, wenn beides vor Korruption und Lüge nur so trieft.


Einen schönen Tag

Wandrago


Ps.: Priester müssen sich für Ihre Priesterweihe in Kreuzform auf den Boden legen. Wenn es aber darum geht, zu bezahlen, für beispielsweise einen Kindesmissbrauch, also es darum geht, das ansehen der Institution wieder herzustellen, lassen sie sich an einen anderen Ort versetzen.

Pps.: Der Schornsteinfeger hat das Recht die Unverletzlichkeit der Wohnung zu verletzen, der Priester nicht. Was ist der Initiationsritus für den Schornsteinfeger?

Mehrheit ist immer für Geschenke, wenn man sie richtig fragt

Blum @, D, Freitag, 12.02.2016, 14:38 vor 3648 Tagen @ LLF 2045 Views

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines
Grundeinkommens:
http://yougov.de/news/2016/02/11/mehrheit-halt-bedingungsloses-grundeinkommen-grund/

Ca. 40-60 % des BSP in Europa dürften aus Umverteilungseinkommen bestehen. Damit sind viele Menschen von wirtschaftlichen Zusammenhängen völlig entkoppelt. Ihre Bildung und ihr Alltagswissen erhalten sie vorwiegend von staatsfinanzierten Institutionen. Das prägt.

Ob man fragt, "wollt Ihr eine Umgehungsstrasse?" oder "wollt Ihr kostenlose Kitaplätze?", fast immer wird die Antwort bei der Mehrheit lauten: "Ja, natürlich." So ist es auch beim BGE. Nur dass da manche sagen, warum sollte ich, der schuftet, den anderen eine freie Zeit und Wohlstand abgeben? Es ist halt so, immer weniger schuften sinnerfüllt, immer mehr fragen sich, wozu sie sich ausbeuten (ggf. auch lassen) sollten. Deshalb ist BGE nicht mit 99% Zustimmung unterwegs. Die Steigerung kommt, weil sich eben mehr Leute sowieso abgehängt fühlen als früher, chancenlos. Und eben, s. o. weil Bildung (vor allem im Hinblick auf Zusammenhangswissen) im Durchschnitt abnimmt.

Würde tatsächlich alles abgeschafft, was bisher beantragt werden muss, geprüft und dann ggf. gnädig "gewährt", dann könnte das BGE eine Chance zu weniger Staat sein. Doch wer glaubt, dass die Institutionen sich selbst aufgäben?

Dass alles erwirtschaftete Vermögen durch Vorfinanzierung entsteht und Schulden (zumindest von Normalbürgern) bezahlt werden müssen, ist ein Knackpunkt, der vor dem Verteilen kommt. Wenn BGE heute käme, wäre es einfach nur "Helikopter"-Geld, das die Schuldenlast erhöht und den Menschen gäbe, was es ihnen auf der anderen, dunklen Seite der Macht, natürlich entzieht.

Weniger Staat, wie geht das? 20 % oder gar konsequent libertär, 0% ?
Sicher nicht mit BGE, außer es kommt vorher GO.

Wer in der jetzigen Gemengelage BGE fordert, wird den Staat weiter aufblähen, die Freiheit weiter senken, die Schulden weiter treiben.

--
It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)

Grenzkontrollen

LLF @, Freitag, 12.02.2016, 15:06 vor 3648 Tagen @ Wandrago 2053 Views

Dass es Menschen gibt, die in D gemeldet sind, sich aber woanders
gewöhnlich aufhalten, ist ein Riesenproblem beim Grundeinkommen,

1. Alle grenzüberschreitenden Flüge werden bereits heute kontrolliert, zumindest von Seiten der Fluggesellschaften.
2. Busse und Züge werden demnächst (nach einem verheerenden Terroranschlag) auch kontrolliert werden, in China ist das heute bereits üblich.
3. Autos können ebenfalls an der Grenze kontrolliert werden (zusammen mit der Pkw-Maut).
4. Für Boote braucht man einen Sportbootführerschein, für Flugzeuge eine Pilotenlizenz. Boote und Fluggeräte müssen mit einem Funksender ausgestattet sein.
5. Bleibt also nur noch die Möglichkeit, bei Bad Schandau über die Grenze zu wandern. Auf Dauer ziemlich anstrengend, für ein paar hundert Euro monatlich hin und her zu wandern.

Erstaunlich, dass sich in diesem Börse- & Wirtschaftsforum kaum einer über die ökonmischen Folgen eines BGE im Klaren ist

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 12.02.2016, 15:41 vor 3648 Tagen @ LLF 2255 Views

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines
Grundeinkommens:
http://yougov.de/news/2016/02/11/mehrheit-halt-bedingungsloses-grundeinkommen-grund/

Innerhalb eines Jahres stieg der Anteil der Befürworter von 16 auf 27
Prozent. Weitere 26 Prozent finden das Grundeinkommen prinzipiell gut,
zweifeln jedoch an der Finanzierbarkeit.

Oooch nö, das wird Mario Draghi schon richten...

Die ökonmischen Folgen:
Sobald das BGE da ist, vorausgesetzt natürlich, dass es für ein Existenzminimum ausreicht, wird kaum noch jemand für GELD arbeiten wollen, sondern z.B.

- für eine Wohnung, die er sich mit dem BGE nicht leisten könnte
- für ein Auto oder Ausstattung, die er sich mit dem BGE nicht leisten könnte
- für Urlaube, die er sich mit dem BGE nicht leisten könnte
- für eine Jagdlizenz
- für ein Krankenhaus, das er sich mit dem BGE nicht leisten könnte
- für eine Baulizenz oder ein Grundstück am See
- für Gefälligkeiten jeder Art
- kurz: Für alle Statussymbole oder alles, was als Statussymbol fungieren kann.

Geld wird seinen Wert als Gegenleistung für die geleistete Arbeit, den es heute schon zunehmend einbüsst, weiterhin verlieren.
Statt dessen werden Gegenleistungen im informellen Bereich erbracht werden müssen.

Für alle, die am Wirtschaftsprozeß nicht teilnehmen gilt ein erweiterter Senorenheimstatus: Satt und sauber, das wars dann aber auch.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Satt und sauber ist doch auch schon was

Orlando ⌂ @, Freitag, 12.02.2016, 15:46 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 2124 Views

Das BGE wird sowieso erst mal nur an den Flüchtlingen ausprobiert.

Der libertäre Staat wäre eine Favela (mT)

LLF @, Freitag, 12.02.2016, 15:47 vor 3648 Tagen @ Blum 1939 Views

Weniger Staat, wie geht das? 20 % oder gar konsequent libertär, 0% ?

In den brasilianischen Favelas gibt es keine Polizei, kein Finanzamt, dafür Drogen und Prostitution - ein libertäres Paradies. Umverteilung durch Bettelei, Einbruch, Erpressung und Raub - aber das wäre ja privat organisiert und somit eine 0%-Staatsquote im libertären Sinne. Genau wie in Somalia, jenem libertären Paradies, dessen Einwohner nach Deutschland fliehen.

Umverteilung innerhalb der Familie funktioniert nur, wenn die Familien groß genug sind. Bei 40-50 Personen pro Familie und 10-20 Familien pro Dorf wäre ein Minimalstaat ohne überregionale Umverteilung denkbar.

Umverteilung durch Lohnarbeit klappt nicht mehr, dafür sind die Produktivitätsunterschiede viel zu groß. Eine Volkswirtschaft ist heute fast wie eine Fußballmannschaft - 11 Leute auf dem Spielfeld, 5 auf der Ersatzbank und 40.000 im Zuschauerraum.

Bingo!

LLF @, Freitag, 12.02.2016, 15:54 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 2131 Views

- für ein Auto oder Ausstattung, die er sich mit dem BGE nicht leisten könnte

Bingo, Neuwagen stehen massenweise auf Halde.

- für Urlaube, die er sich mit dem BGE nicht leisten könnte

Bingo, man tut was für die Globalisierung.

- für eine Jagdlizenz

Eine vegane und ökologisch abbaubare Jagdlizenz.

- für ein Krankenhaus, das er sich mit dem BGE nicht leisten könnte

Bingo, Schönheitschirurgie für die Alte!

- für eine Baulizenz oder ein Grundstück am See

Bingo!

- für Gefälligkeiten jeder Art

Wer wenig zahlt, muss nett zu seinen Mitarbeitern sein. Bei der Weihnachtsfeier gibt's dann etwas mehr Flüssigkeit. Habe ich selbst erlebt.

- kurz: Für alle Statussymbole oder alles, was als Statussymbol fungieren kann.

Statussymbole sind eine preiswerte Kompensation. Ein kreuzförmiges Stück Blech als Ausgleich für ein fehlendes Bein und die Leute waren früher stolz darauf.

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