Warum ich kein Kind bekommen habe

Blue @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:40 vor 3649 Tagen 11294 Views

In der letzten Zeit liest man hier im Forum sehr oft, dass die deutsche Frau schuld am derzeitigen Übel in unserem Land hat, weil sie sich weigerte, Kinder in die Welt zu setzen. Ich kann nicht für alle Frauen sprechen und meine Worte werden dem ein oder anderen höchst sauer aufstoßen. Aber mir persönlich geht es langsam so unendlich auf den Zeiger, jetzt die Sündenziege für das menschliche Versagen im Allgemeinen zu sein, dass ich mich gezwungen sehe, meinen Senf hier einzustellen.

Ich habe mich aus mehreren Gründen gegen ein Kind entschieden:

1. Als ich auf die Welt kam, zählten wir 3,5 Milliarden Menschen.
Als ich in das Alter kam, um eine Familie zu gründen, gab es schon sechs Milliarden. In der Zwischenzeit war Tschernobyl explodiert, der Aralsee fast verschwunden und Madagaskar zu 90% von seinem Regenwald befreit, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Ich persönlich fand die Rechnung irgendwie unerquicklich. So unerquicklich, dass ich nicht wußte, was ich meinem Kind erzählen soll, wenn es mich dereinst fragt, warum wir soviel kaputt gemacht haben.

2. Von meinem Vater kenne ich eigentlich nur seinen Rücken. Ich bin ihm 25 Jahre lang hinterhergelaufen, in der verzweifelten Hoffnung, er möge mich irgendwann doch noch einmal lieb haben. Und wie das so ist, brennen sich solche Muster derart ins Hirn ein, dass man auch im Erwachsenenalter dazu neigt, sich Männer zu suchen, die dem Verhalten des eigenen Vaters entsprechen. Bis heute fand ich also niemanden, der emotional ausgereift genug gewesen wäre, sich der Aufgabe „Kind“ zu stellen. Im Gegenteil, gab es einen prozentualen Überschuss an männlichen Individuen, die selbst kein Kind wollten.

3. Ich gehöre unglücklicherweise zu den Frauen, die die wachsende gesellschaftliche Gleichstellung zwischen Männern und Frauen als Ansporn sah, ihre Träume zu verwirklichen. Die da waren: Motorrad - Rennen fahren, einen technischen Beruf ergreifen, meine geistig – seelische Entwicklung voran zu bringen. Auf diesem Weg jedoch ließ ich derart viele Federn, dass meine psychischen Flügel schlicht und einfach nicht mehr stark genug waren, ein Kind zu tragen. Denn die Gleichstellung macht sich prima auf dem Papier; in der Praxis jedoch hatte ich täglich gegen altbackene Vorurteile anzukämpfen. Selbst heute noch, probiert man, mich in der Autowerkstatt über den Leisten zu ziehen, weil „Frau hat ja eh keine Ahnung, von Technik“.

4. Die wachsende Lieblosigkeit zwischen den Menschen, das Sterben der Romantik, der Ausverkauf von individuellen Lösungen mit dem Preis von unfassbar primitiver Massenproduktion, der Verfall unseres Bildungssystems, die massiv um sich greifende Totalüberwachung, die Gefahr, mein Kind unter Drogen (Ritalin) setzen zu müssen, wenn es sich ähnlich temperamentvoll wie ich entwickelt, mal abgesehen von der panischen Angst, dass es ein ebensolcher Außenseiter wird wie ich, weil ich ihm das selber Denken wohl beigebracht hätte.


Tja, so sieht es aus. Wenn Sie dann jetzt immer noch denken, deutsche Frauen seien bloß zu faul oder zu egoistisch, Kinder zu bekommen und man müssen ihnen jetzt die Schuld für den demographischen Wandel geben, bitte sehr. Auf eine etwaige Diskussion werde ich mich jedenfalls nicht einlassen. Denn solange Menschen das Thema „Schuld“ nicht aus ihren Köpfen bekommen, sind Menschen wie ich sowieso fehl am Platze.


Mit freundliche Grüßen
Blue

Rational spricht fast alles gegen Kinder - damit ist aber auch der Gesellschaftsuntergang rational ...

Wayne Schlegel @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:59 vor 3649 Tagen @ Blue 8736 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 13:08

Servus,

... mit der sich nun abzeichnenden Folge, dass "wir" dann eben mindestens "fremde" Kinder massenhaft direkt oder indirekt bekommen und zu unterhalten haben. Spätestens diese Kinder werden final für eine völlig andersartige Gesellschaft sorgen. Es sieht allerdings danach aus, dass die völlig andersartige Gesellschaft viel viel schneller geschafft wird. Sodass diese Kinder schon von klein auf in einer andersartigen Gesellschaft auf- und heranwachsen und diese dann als selbstverständlich vorfinden.

So einfach ist das.

Ob die damit notwendigerweise einher gehende Enteignung der irgendwas Habenden in geistiger und materieller Hinsicht mit oder ohne viel Gewalt geht, werden wir sehen.

Großartig

Revoluzzer @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:09 vor 3649 Tagen @ Blue 9238 Views

Danke, Blue, für diese offenen Worte.

Um als Mann zu ergänzen:

Eigentlich darfst Du als Mann, wenn Du es in einem reduzierten Sinn rational betrachtest, weder heiraten noch Kinder in die Welt setzen. 50% Scheidungsrisiko sind da nur die Zahl des Totalversagens, die letztlich finanziell - und häufig auch emotional - viele der betroffenen Männer ruiniert.

Weiter hat der gesellschaftliche / wirtschaftliche Druck ein Mass angenommen, dass man eigentlich nur dann mehrere Kinder haben kann, wenn man als Flüchtling, Hartz IVler usw. diesem ganzen Druck nicht ausgesetzt ist: Wenn man also faktisch nicht Teil dieser Drecksgesellschaft ist (Up yours DIHT, BDI, CDU usw!! Ihr Idioten, die ihr die Grundlagen dieser Gesellschaft vorsätzlich oder aus Dummheit zerstört).

Für Männer geht es konkret um eine massive Doppelbelastung:

- Im Beruf volle Leistung bringen (und der Leistungsdruck wird immer schlimmer!!! Wer was anderes erzählt hat keine Ahnung oder ist beim Staat).
- Von Frau / Gesellschaft wird zusätzlich Haushalts- und Erziehungsarbeit verlangt.

Das Ganze ist ein kompletter Irrsinn. Für Frauen und Männer. Individuell kommt man da nur raus, wenn man viel Glück hat / zu den Priviligierten zählt. Die Meisten - und ich kenne da genügend Fälle in meinem Umfeld - verpassen oft entgegen ihrem eigentlichen Willen das m.E. Wertvollste im Leben: Eigene Kinder zu haben.

Ich finde das unendlich traurig.

Wütend macht mich, dass die Gesellschaft jene, die sie ausgebeutet hat (durch Verzicht auf Kinder und Erzwingen von Arbeitsleistung), für die fehlenden Kinder verurteilt. Das ist einfach nur zum Kotzen (@ DIHT; BDI, CDU, SPD, DGB usw. Up yours again! Fahrt zur Hölle!)

Zum Schluss kann ich mit Überzeugung sagen: Meine Kinder sind das Beste in meinem Leben. Mehr Wert und wichtiger als alles Andere.

Revo.

PS: Noch ein ganz anderes Thema: Der wahnwitzige Stresslevel der Gesellschaft führt ja noch dazu, dass bei vielen, die gerne Kinder wollen, es einfach nicht klappt.

Danke, guter Text

Ikonoklast @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:25 vor 3649 Tagen @ Blue 8146 Views

Hallo Blue,

danke für diesen guten Text, schön geschrieben und man merkt du bist sehr selbstkritisch. Diese Eigenschaft besitzen heute nur noch Wenige...

Mir scheint es so, als hättest du deinen Kinderwunsch aufgrund einer neoliberalen Selbstausbeutung aufgegeben. Schade das, man besitzt nur ein Leben [[sauer]]

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

es ist eine billige Argumentation ...

J. v. Liebig @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:30 vor 3649 Tagen @ Blue 8573 Views

es gehören zwei Kinder zur Erhaltung der Art.

Was man letzlich daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Im Außen (Umwelt)die Rechtfertigung für die Wahl der Vorzüglichekeit des Augenblicks und nicht bei sich selbst zu suchen, ist m.E. zu kurz gegriffen.
Dein Posting ist ein Hinweis darauf, das Du es selbst so sieht.
Sei ehrlich zu Dir selbst.
Ich habe übrigens sehr verantwortungslos gehandelt, im Umkehrschluss.

by the way, was ist eigentlich ein schönes Leben?

Gruß J.v.L.

Wegen Stress und Kinderwunsch

Ikonoklast @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:33 vor 3649 Tagen @ Revoluzzer 8293 Views

PS: Noch ein ganz anderes Thema: Der wahnwitzige Stresslevel der
Gesellschaft führt ja noch dazu, dass bei vielen, die gerne Kinder wollen,
es einfach nicht klappt.

Kleiner Tipp:

Manchmal soll beim Mann Zink(als Gluconat) und bei der Frau Folsäure(als Methylfolat) der Erfüllung des Kinderwunschs auf die Sprünge helfen können. (Vorausgesetzt es ist körperl. alles i. O.)

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Gegenbewegung

Falkenauge @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:33 vor 3649 Tagen @ Blue 8180 Views

Ich kann das verstehen. Aber könnte man nicht auch so denken, eigenen Kindern eine solche Erziehung und Bildung angedeihen zu lassen, dass sie mit anderen eine positive Gegenbewegung bilden können.

Große, kulturell fruchtbare und wirksame Persönlichkeiten in der Geschichte waren immer in der Minderheit, oft einsam. Sie konnten nur wirken, weil Frauen sie geboren haben.

Das verstehe ich nicht! (mT)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:39 vor 3649 Tagen @ Blue 8058 Views

2. Von meinem Vater kenne ich eigentlich nur seinen Rücken.

Das verstehe ich nicht:

Weil dir das Verhalten deines Vaters nicht gefallen hat, suchst du einen Mann, der sich genauso verhält???

4. Die wachsende Lieblosigkeit zwischen den Menschen, das Sterben der
Romantik,

Eine Anekdote: Ich bin an der Uni von einer Frau angemacht worden, weil ich ihr die Tür aufgehalten habe. Sie sei emanzipiert und bräuchte keine Hilfe. Mit der habe ich nie wieder geredet.

die massiv um sich greifende Totalüberwachung, die Gefahr, mein Kind unter
Drogen (Ritalin) setzen zu müssen,

Da gibt es keine Gefahr. Einfach den Fernseher wegwerfen. Und bloss nicht auf emanzipierte LehrerInnen hören!

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Ein schönes Leben? (mTmL)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:42 vor 3649 Tagen @ J. v. Liebig 8061 Views

by the way, was ist eigentlich ein schönes Leben?

"Rich Kids of Instagram"?

http://richkidsofinstagram.tumblr.com/

Jedenfalls ist es schöner, als nicht zu wissen, wie es (finanziell, inzwischen auch gesellschaftlich) weitergeht. Aber sicher gibt es viel Platz zwischen diesen beiden Extremen.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Warum ich Kinder bekommen habe

Sylvia @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:50 vor 3649 Tagen @ Blue 8798 Views

Ich war beim Frauenarzt und der meinte: "Gratulation, Sie sind schwanger!". Ich: "Wie? Schwanger!?!? Ich nehme doch die Pille! ...".

Zum Thema Abtreibung hatte ich keine feste Meinung. Es gab rationale Gründe dafür und rationale Gründe dagegen. Aber in der Minute, in der ich erfuhr, dass ich schwanger war, war Abtreibung für mich überhaupt keine Option mehr. Es fühlte sich einfach komplett falsch an.

Und ein paar Monate später kam das kleine Wunder dann zur Welt. Und ein paar Jahre später - geplant - dann das zweite.

Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer.

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Offtopic: Guter Tipp, aber: Zink am besten 10:1 mit Kupfer einnehmen, wegen Wechselwirkung

DDüsentrieb @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:51 vor 3649 Tagen @ Ikonoklast 7783 Views

Ich selbst nehme als Experiment seit knapp 2 Wochen eine ganze Palette von Mineralien in Tablettenform zu mir:

Magnesium, Calcium, Eisen, Bor, Zink, Kupfer, Molybdän, Chrom, Selen, Schwefel, Silizium (Kieselsäure), Mangan.

Für eine Einschätzung des gesundheitlichen Nutzens für mich ist es zu früh.

Ich will mit diesem Beitrag darauf hinweisen, dass die Einnahme von einzelnen Mineralien Probleme hervorrufen kann, da sie oft in Wechselwirkung mit anderen stehen, bzw. teilweise 2 Mineralien die gleichen Rezeptoren im Darm brauchen. Bei einem Zinküberangebot ist dann ein Kupfermangel möglich.
Deswegen wird auch teiweise Zink+ Kupfer direkt kombiniert in einer Tablette angeboten.

Ich bin aber beileibe auch kein Experte auf dem Gebiet.

+1 (oT)

Sylvia @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:54 vor 3649 Tagen @ Revoluzzer 7410 Views

- kein Text -

Ja, das liegt leider am zugrundeliegenden Schema

Ikonoklast @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:55 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7777 Views

2. Von meinem Vater kenne ich eigentlich nur seinen Rücken.


Das verstehe ich nicht:

Weil dir das Verhalten deines Vaters nicht gefallen hat, suchst du einen
Mann, der sich genauso verhält???

Das hat sie sehr gut beobachtet! Es liegt an den Schemata, die man sich während seiner Kindheit erwirbt und die beherrschen einen (wenn man nicht selbstkritsch ist) bis ans Lebensende. Genau diese Schemata reiten dich -wie sagt man so schön- erst so richtig in die Sch... im Erwachsenenalter [[freude]]

Hier noch etwas detaillierter zum Thema Schema(-therapie)

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Doch, genau so funktioniert das.

DDüsentrieb @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:58 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7770 Views

Die Schwierigkeiten, die wir mit unseren Eltern (besonders mit dem Gegengeschlecht) haben, finden wir im weiteren Leben oft in den PartnerInnen wieder.
Man verliebt sich ja ungeplant in Menschen und nicht frei gewählt nach rationalen Kriterien.

Der Sinn liegt darin, dass man die Verletzungen und Leiden nochmal bewusster neu erleben kann und nach und nach verarbeiten kann. Aber manchmal schafft man das auch nicht innerhalb einer Lebzeit.

" Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer"

stocksorcerer @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:22 vor 3649 Tagen @ Sylvia 7928 Views

Schönes Statement,

gefällt mir gut.

Ich kann den Gedankengang von Blue an manchen Tagen recht gut nachvollziehen. Das kann vermutlich jedes Elternteil. Denn eins ist mal klar:

Wenn man erst mal Kinder hat, ist das Leben ein völlig anderes. Man selbst hört auf, sich im Mittelpunkt zu fühlen und man fühlt sich von einem aktiven auf einen passiven Platz verbannt.

An starken Tagen ist man von Sinn und Liebe erfüllt, an schwachen Tagen hat man Momente, in denen einem in den Sinn kommt: "Wieso hast du das bloß getan?"

Ich denke, man kann dieses Thema nicht nur rein rational greifen und nicht bloß mit einer Pro- und Kontraliste entscheiden. Es kommt eben so oder es kommt nicht so.

Aber dass es auf der Welt eine gewisse Anzahl von Menschen gibt oder dass es auf der Welt Katastrophen gibt, die teils durch Menschenhand entstanden sind, ist für mich kein stichhaltiger Grund für oder gegen eine Entscheidung für die eigene Familienplanung.

Vielmehr ist es vielen Menschen, die Kinder haben, deutlich wichtiger, korrigierend in Mißstände und Irrwege eingreifen zu wollen, weil man eine deutliche Verantwortung für die Zukunft und kommende Generationen spürt, wenn das "eigene Fleisch und Blut" betroffen ist.

Ich persönlich denke, dass uns hier in Deutschland eine ganze Menge erspart geblieben wäre, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge einfach erst gar nicht gekommen wären. Die Fehler dafür sind in der Politik zu suchen und in falschen steuerlichen Weichenstellungen. Jeder Bürger, der keine Nachkommen hat, hätte deutlich härter besteuert werden müssen und es hätte massive Anreize geben müssen, Kinderwünsche zu fördern. Da hätte ein Gehalt bei den Eltern halt reichen müssen!

Die Staatsverschuldung ist in den letzten 12 Jahren fast auf das Doppelte gestiegen. Für alles ist Geld da, für Bankenrettung und für Erpressernummern wie Erdogan, für die blödsinnige Alimentierung Immigrationswilliger, letztendlich für die Finanzlobby andienende Weichenstellungen. Für die Volkswirtschaft, für die deutschen Bürger, ist nichts da. Totalversagen! Immer falsche Anreize, immer auf die falschen Ideengeber gehört!

Niemand hat einen "Generationenvertrag" unterschrieben. Aber seit jeher sind am Ende die Kinder für die Eltern verantwortlich, wenn die Eltern im Rentenalter sind. Da spielt es keine Rolle, dass die Industrie uns mittlerweile die Großfamilien ausgetrieben hat und man höchst selten unter dem Dach der Kinder sein "Gnadenbrot" fristet. Aber die Verantwortung ist nicht aus der Welt.

Wer keine Kinder hat, für Leben, Erziehung und Bildung von Kindern nichts berappen musste, muss vor seinem Rentenalter dafür ordentlich zur Kasse gebeten worden sein, damit jemand anders sein Altwerden trägt. Meine Meinung.

Und wo bleibt der Sinn des Lebens, wenn man ihn nicht in seinen Nachkommen findet und probiert, der folgenden Generation die Welt als so lebens- und liebenswert zu hinterlassen, wie es bloß geht?

Gruß
stocksorcerer

Du bist eben ein Kind Deiner Zeit

re-aktionaer @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:24 vor 3649 Tagen @ Blue 8380 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 14:38

Nicht mehr, nicht weniger.
Vorwurf kann man daraus keinen machen. Sollte man nicht.
Jedoch:
1.Man sollte die daraus resultierende Ungerechtigkeit korrigieren.
Warum z.B. sollen sich einmal meine Kinder mit Dir an einen Generationenvertrag halten? Du magst zwar Geld in die Rentenkasse eingezahlt haben - das war aber nur die halbe Miete (sozusagen die Schuldtilgung gegenüber Deinen Erzeugern) - die andere Hälfte hast Du bewusst verweigert.
In der Zeit, in der andere Frauen keine Zahlungen in die Kasse machen konnten, weil sie künftige Einzahler produzierten, konnten sie keine Ansprüche erwerben etc... also auch noch doppelt ungerecht.
Hier wird irgendwann der Hebel anzusetzen sein. Nix Kind, nix Altengeld oder nur marginale Altersversorgung. Ich würde sogar noch weiter gehen und die Pensionshöhe der Eltern an die Beitragshöhe der Kinder indexieren (Stichwort Hartz IV).

2. Das Leben als "Emanzipierte, selbstbestimmte Frau" ist den meisten Frauen die ich kenne insgeheim ein Gräuel. Bis auf ganz wenige (zu denen Du vielleicht zählen magst) sind Frauen heilfroh, wenn man ihnen unangenehme Entscheidungen abnimmt, Streitigkeiten für sie ausficht und ihnen generell kompetitive Situationen erspart. Darüber hinaus ist nach wie vor ein pralles Konto erotischer als Brusthaare und ein Mann der kein Standing in der Gesellschaft hat wirkt in der Regel absolut unattraktiv als ernst zu nehmender Partner. (Weil eben im Hintergrund noch immer der Versorgergedanke mitschwingt)
Auch bei Dir klingt der Wunsch nach einem Mann durch, der als stabilisierender Konterpart da sein soll. Und der nie da war. Warum nur? Ganz einfach: Weil kein Mann, der Verantwortung übernehmen soll, daran interessiert ist, gleichzeitig nicht das Steuer in der Hand zu haben. So simpel ist das.
Daher bist Du immer an Spielgefährten geraten und eben nicht an Männer. Diesen Spielgefährten aber sind derlei Dinge eher gleichgültig, weil sie eine Beziehung nicht als Schiff ansehen, dass sie zu steuern gedenken, sondern eher als einen Hop on hop off Bus, mit dem es temporär lustig ist rumzufahren. Konflikte werden da auch ab einer gewissen Intensität nicht mehr ausgetragen, sondern der Fickvertrag gekündigt. Womit wir beim nächsten Punkt wären....

3.Bis das der Tod euch scheidet. Oder - TINA. Ich beobachte meinen Bekanntenkreis diesbezüglich schon relativ lange und habe, was Beziehungen betrifft ein paar Muster erkannt:
Je öfter Leute Beziehungen wechseln, desto geringer die Chance, dass es einmal lange klappt. Ich denke, das hängt mit der Erfahrung der Austauschbarkeit zusammen. Man ist nach dem Xten mal nicht mehr bereit Energien in eine Beziehung zu investieren. Ein gutes Rezept zum Scheitern einer Beziehung ist auch die Umkehrung der Machtverhältnisse. In der Regel werden Frauen, die intelligenter und sozial besser gestellt sind als ihre Männer, diesen sehr schnell überdrüssig, wohingegen die umgekehrte Situation kaum einen Mann stört.
Wie also nun richtig?
Von der stabilisierenden Wirkung ökonomischer Abhängigkeit brauchen wir hier gar nicht reden und auch kulturelle Gepflogenheiten wie "Ehevertrag" oder "Ehrenmord" erzeugen hier eine TINA Situation, die auf Beziehungen sehr sehr stabilisierend wirkt.
Interessanterweise halten Beziehungen, die jung oder aber auch zwischen Mauerblümchen geschlossen werden lange - offenbar weil sich beide denken TINA.
Ich maße mir nicht an hier zu Urteilen, was richtig ist. Wenn es aber um Kinderproduktion geht, ist natürlich das Zurückstecken der persönlichen Ansprüche - sowohl an sich, wie auch an den Partner geboten. Dazu ist man in einer TINA Situation eher bereit, als wenn man die Möglichkeit hat, dies zu vermeiden.

4. Dressur vs. Anlage. Ehrlich gesagt nehme ich Dir Deine geostrategischen Überlegungen bei der Reproduktionsverweigerung nicht wirklich ab. Ist es nicht eher so, dass es eben lief, wie es gelaufen ist? In der Regel sind wir zur Reproduktion veranlagt und wahrscheinlich auch zur Monogamie im Zeitraum der Brutpflege.
Nun haben wir seit bald 40 Jahren ein medial soziales Trommelfeuer, welches mehr oder weniger Subtil diese inneren Instinkte für falsch erklärt. "Heimchen am Herd" oder "Familientyrann", die "Enge der Familie" - ich kenne da unendlich viele Meme, die uns eingetrichtert wurden - speziell den Frauen, speziell durch eine Feminismusbewegung deren Vertreterinnen zumeist selbst durch infertilität glänzen. Diese Konditionierung zur Geburtenverweigerung kollidiert heute in vielen Menschen mit den angeborenen Instinkten. Ich kann mir gut vorstellen, dass da ab einem bestimmten Zeitpunkt eine unbestimmte Sehnsucht hochkommt in Menschen die keine Kinder haben, ein Gefühl, dass etwas fehlt. Vielleicht wird auch hier die Benennung des Faktes an sich nun bereits als feindseliger Akt, als Vorwurf ad Personam empfunden, weil es an genau diesem Wunden Punkt rührt. Getroffene Hunde eben...

5.An der gesellschaftlichen Katastrophe sind weder die kinderlosen Frauen, noch die verantwortungslosen Männer schuld. Es ist die Schuld einer grundfalschen Ideologie, die man am besten mit Kulturmarxismus umschreiben kann und deren Vertreter umso agressiver auftreten, je offensichtlicher es wird, dass ihre Ideologie gescheitert ist.
Ich habe schon vor 20 Jahren Feministinnen darauf hingewiesen, dass ihre Selbstbestimmung mit dem Import unterdrückter türkischer Uteri erkauft wird. Damals wurde ich nicht verstanden oder war der böse Nazi. Nun ja. Der Deal scheitert jetzt eben in vielerlei Hinsicht.

6. Die weltweite Demographische Katastrophe ist aber in Wahrheit weniger der Frage der Quantitäten geschuldet sondern vielmehr der Qualitäten. WER vermehrt sich. Aber da sind wir schon wieder im nächsten ethischen Minenfeld und da halt ich jetzt besser die Klappe... bis in 20 Jahren, vielleicht.

Da kann man nur zustimmen. (oT)

inno @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:32 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 7359 Views

- kein Text -

aktuell 7,4 Milliarden und kein Ende abzusehen ...

politikus @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:39 vor 3649 Tagen @ Blue 7652 Views

... wir haben auch keine Kinder und darüber bin ich froh. Zum Einen ist es so, dass Kinder in D das Abgleiten in Armut bedeutet, wenn nicht beide mitarbeiten. Zum Anderen vermehren sich leider gerade die Ärmsten auf der Welt, wie Karnickel. Was sie damit dieser Erde antun, begreifen sie mit Sicherheit nicht. Auch bin ich froh, dass ich meinen Kindern eine muslimische Zukunft in D nicht zumuten muss! Wenn das so weiter geht, wird die Scharia hier herrschen. Was dabei auf die Frauen zukommt, mag ich mir nicht auszumalen! Zu diesem Thema äußern sich komischerweise unsere Berufsemanzen und LinkInnen und GrünInnen, die Jahrzehntelang für Frauenrechte gestritten haben, überhaupt nicht. Diesen allerdings gönne ich die muslimische Bereicherung.

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

Kinderlose Politiker

Sylvia @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:41 vor 3649 Tagen @ stocksorcerer 8326 Views

Vielmehr ist es vielen Menschen, die Kinder haben, deutlich wichtiger,
korrigierend in Mißstände und Irrwege eingreifen zu wollen, weil man eine
deutliche Verantwortung für die Zukunft und kommende Generationen spürt,
wenn das "eigene Fleisch und Blut" betroffen ist.

Das sehe ich genau so. Deswegen ist es ja so eine Tragödie, dass wir von Politikern wie Angela Merkel, Renate Künast, Claudia Roth, Julia Klöckner, usw. regiert werden.

--
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)

Wundert mich nicht. Mal abgesehen von der Klöckner, wer würde?

Ikonoklast @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:43 vor 3649 Tagen @ Sylvia 7650 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 14:47

Darauf einen [[euklid]]

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

So ähnlich ist es meiner Frau (und mir) ergangen.

Griba @, Dunkeldeutschland, Donnerstag, 11.02.2016, 14:48 vor 3649 Tagen @ Sylvia 7895 Views

Ich war beim Frauenarzt und der meinte: "Gratulation, Sie sind schwanger!".
Ich: "Wie? Schwanger!?!? Ich nehme doch die Pille! ...".

Zum Thema Abtreibung hatte ich keine feste Meinung. Es gab rationale
Gründe dafür und rationale Gründe dagegen. Aber in der Minute, in der
ich erfuhr, dass ich schwanger war, war Abtreibung für mich überhaupt
keine Option mehr. Es fühlte sich einfach komplett falsch an.

Und ein paar Monate später kam das kleine Wunder dann zur Welt. Und ein
paar Jahre später - geplant - dann das zweite.

Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer.

Der zweite war dann ein Wunschkind - und wir sind dadurch zwar materiell ans Limit gekommen, haben es aber nie bereut.

--
Beste Grüße

GRIBA

Die Pyramide des kulturfähigen Menschentums verschwindet

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 11.02.2016, 15:09 vor 3649 Tagen @ Blue 8235 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 15:19

Hallo!

Hier steht bereits ,seit bald 100 Jahren. Seither wurde nichts weiterführendes mehr dazu gesagt, geschweige denn eine Widerlegung formuliert.

"Und nun geht aus der Tatsache, daß das Dasein immer wurzelloser, das Wachsein immer angespannter wird, endlich jene Erscheinung hervor, die im stillen längst vorbereitet war und jetzt plötzlich in das helle Licht der Geschichte rückt, um dem ganzen Schauspiel ein Ende zu bereiten: die Unfruchtbarkeit des zivilisierten Menschen. Es handelt sich hier nicht um etwas, das sich mit alltäglicher Kausalität, etwa physiologisch, begreifen ließe, wie es die moderne Wissenschaft selbstverständlich versucht hat. Hier liegt eine durchaus metaphysische Wendung zum Tode vor. Der letzte Mensch der Weltstädte will nicht mehr leben, wohl als einzelner, aber nicht als Typus, als Menge; in diesem Gesamtwesen erlischt die Furcht vor dem Tode. Das, was den echten Bauern mit einer tiefen und unerklärlichen Angst befällt, der Gedanke an das Aussterben der Familie und des Namens, hat seinen Sinn verloren. Die Fortdauer des verwandten Blutes innerhalb der sichtbaren Welt wird nicht mehr als Pflicht dieses Blutes, das Los, der Letzte zu sein, nicht mehr als Verhängnis empfunden. Nicht nur weil Kinder unmöglich geworden sind, sondern vor allem weil die bis zum äußersten gesteigerte Intelligenz keine Gründe für ihr Vorhandensein mehr findet, bleiben sie aus."

"Die große Wendung tritt ein, sobald es im alltäglichen Denken einer hochkultivierten Bevölkerung für das Vorhandensein von Kindern »Gründe« gibt. Die Natur kennt keine Gründe. Überall, wo es wirkliches Leben gibt, herrscht eine innere organische Logik, ein »es«, ein Trieb, die vom Wachsein und dessen kausalen Verkettungen durchaus unabhängig sind und von ihm gar nicht bemerkt werden. Der Geburtenreichtum ursprünglicher Bevölkerungen ist eine Naturerscheinung, über deren Vorhandensein niemand nachdenkt, geschweige denn über ihren Nutzen oder Schaden. Wo Gründe für Lebensfragen überhaupt ins Bewußtsein treten, da ist das Leben schon fragwürdig geworden."

"Auf dieser Stufe beginnt in allen Zivilisationen das mehrhundertjährige Stadium einer entsetzlichen Entvölkerung. Die ganze Pyramide des kulturfähigen Menschentums verschwindet. Sie wird von der Spitze herab abgebaut, zuerst die Weltstädte, dann die Provinzstädte, endlich das Land, das durch die über alles Maß anwachsende Landflucht seiner besten Bevölkerung eine Zeitlang das Leerwerden der Städte verzögert. Nur das primitive Blut bleibt zuletzt übrig, aber seiner starken und zukunftreichen Elemente beraubt. Es entsteht der Typus des Fellachen.

Wenn irgend etwas, so beweist der allbekannte »Untergang der Antike«, der sich lange vor dem Einbruch der germanischen Wandervölker vollendete, daß Kausalität mit Geschichte nichts zu tun hat. Das Imperium genießt den vollkommensten Frieden; es ist reich, es ist hochgebildet; es ist gut organisiert; es besaß von Nerva bis Marc Aurel eine Herrscherreihe, wie sie der Cäsarismus keiner zweiten Zivilisation aufzuweisen hat. Und trotzdem schwindet die Bevölkerung rasch und in Masse hin, trotz der verzweifelten Ehe- und Kindergesetzgebung des Augustus, dessen lex de maritandis ordinibus auf die römische Gesellschaft bestürzender wirkte als die Niederlage des Varus, trotz der massenhaften Adoptionen, der ununterbrochenen Ansiedlung von Soldaten barbarischer Herkunft, um Menschen in die verödende Landschaft zu bringen, trotz der ungeheuren Alimentationsstiftungen des Nerva und Trajan, um die Kinder unbemittelter Eltern aufzuziehen. Italien, dann Nordafrika und Gallien, endlich Spanien, das unter den ersten Kaisern am dichtesten von allen Teilen des Reichs bevölkert war, sind menschenleer und verödet."

"Das Edikt des Pertinax von 193 enthüllt endlich den erschreckenden Stand der Dinge: In Italien und den Provinzen wird jedem gestattet, verödetes Land in Besitz zu nehmen. Wenn er es bebaut, soll er Eigentumsrecht darüber erhalten. Die Geschichtsforscher brauchten sich den übrigen Zivilisationen nur ernsthaft zuzuwenden, um die gleiche Erscheinung überall festzustellen."

"Wenn die Mayabevölkerung in ganz kurzer Zeit nach der spanischen Eroberung geradezu verschwand und die großen menschenleeren Städte dem Urwald anheimfielen, so beweist das nicht allein die Brutalität der Eroberer, die in diesem Punkte einer jungen und fruchtbaren Kulturmenschheit gegenüber wirkungslos gewesen wäre, sondern ein Erlöschen von innen heraus, das ohne Zweifel schon längst begonnen hatte. Und wenn wir uns der eigenen Zivilisation zuwenden, so sind die alten Familien des französischen Adels zum weitaus größten Teil nicht durch die französische Revolution ausgerottet worden, sondern seit 1815 ausgestorben; die Unfruchtbarkeit breitete sich von ihm auf das Bürgertum und seit 1870 auf die gerade durch die Revolution fast neu geschaffene Bauernschaft aus. In England und noch weit mehr in den Vereinigten Staaten, und zwar gerade in deren wertvollster, alteingewanderter Bevölkerung im Osten, hat der »Rasseselbstmord«, gegen den Roosevelt sein bekanntes Buch geschrieben hat, längst im großen Stile eingesetzt.

Deshalb finden wir auch in diesen Zivilisationen schon früh die verödeten Provinzstädte und am Ausgang der Entwicklung die leerstehenden Riesenstädte, in deren Steinmassen eine kleine Fellachenbevölkerung nicht anders haust als die Menschen der Steinzeit in Höhlen und Pfahlbauten."

"Damit findet die Geschichte der Stadt ihren Abschluß. Aus dem ursprünglichen Markt zur Kulturstadt und endlich zur Weltstadt herangewachsen, bringt sie das Blut und die Seele ihrer Schöpfer dieser großartigen Entwicklung und deren letzter Blüte, dem Geist der Zivilisation zum Opfer und vernichtet damit zuletzt auch sich selbst."

Schon daß man über Kinder ernsthaft nachdenkt, zeigt, daß man aus dem Organismus der Kultur ausgeschieden ist. Alle Rechtfertigungen sind da lediglich nachträgliche Begründung einer Entscheidung, die längst unbewußt gefällt wurde. Für den Fortbestand der Nation sind solche Diskussionen ebenso wie man selbst unerheblich.

In das Bild des großen Ganzen fügt sich die massenhafte Kinderlosigkeit (als Symptom der Emanzipierung der Frau) ein in eine Reihe weiterer Erscheinungen, die man nur als kollektive Verweigerung des Lebens begreifen kann, z. B.:
- Die Tatsache, daß nur noch die wenigsten einer nutzbringenden, erzeugenden, schöpferischen Tätigkeit nachgehen. Stattdessen intelligentes Zeittotschlagen in der Dienstleistungs- und Konsumgesellschaft.
- Auflösung der Familien und sozialen Verbände, Vereinzelung des Individuums in der formlosen Masse.
- Pazifismus
- offene Grenzen
- die spiegelbildlich zur Frauenemanzipation stattfindende Entmännlichung
- (de facto) Abschaffung der Bundeswehr
- systematische Überbewertung des Fremden bei Erniedrigung des Eigenen
- Flutung mit Millionen Zuwanderern, die nicht als Flüchtlinge, sondern als Eroberer auftreten.
- ...

Im Kern ähnliche Entwicklungen gab es in allen untergegangenen Zivilisationen.
Zur Tragik gehört, daß es bei uns in solcher Geschwindigkeit geschieht, daß die egoistischen Individuen, die nichts weiter wollen als ihre persönliche Bequemlichkeit ohne die Lasten des Lebens zu spüren, durch ihr Handeln Zustände hervorrufen und stützen, die auch für sie nicht mehr lebenswert sein werden. Es gibt dabei absolut nichts mehr, das uns retten kann.
Das Ruder ließe sich durch eine Kraftanstrenung (noch!) binnen weniger Monate herumreißen. Allein es gibt zu wenige, die dazu bereit wären. Daher wird es nicht geschehen.

Gruß
Taurec

--
„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


Weltenwende

Es ist eine Unverschämtheit, mich der Lüge zu bezichtigen.

Blue @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:11 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 8295 Views

„Ehrlich gesagt nehme ich Dir Deine geostrategischen Überlegungen bei der Reproduktionsverweigerung nicht wirklich ab.“

Das ist wieder mal typisch Mann. Eine Frau sorgt sich um geostrategische Entwicklungen; dabei muss es sich natürlich um eine Lüge handeln.

Lesen Sie mal hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=370134 und hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=365153 und wagen Sie es NIE wieder, mich anzusprechen!

Andere Anekdote

stocksorcerer @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:19 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 8216 Views

Eine Kommilitonin von mir ist in Deutschland geboren und Kind einer deutschen Mutter und einem koreanischen Vater. Die Gene, die durchgeschlagen sind, sind hauptsächlich die des Vaters, so dass sie wie eine Südkoreanerin aussieht.

Nach dem Grundstudium waren viele Studenten entweder in den Semesterferien oder für ein Auslandsjahr in Seoul. Ich auch. Sie auch. Und sie erzählte folgende Geschichte:

Am Eingang eines Kaufhauses hielten eine ganze Reihe von Männern für nachfolgende Männer die Schwingtüren auf. Für Männer. Ende der Geschichte, den Rest kannst du dir vorstellen. ^^


Gruß
stocksorcerer

Die Rahmenbedingungen könnten günstiger sein für Familien . "Social freezing" auf dem Vormarsch - Frage über Frauen und AfD

azur @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:26 vor 3649 Tagen @ Blue 7541 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 16:39

Hallo Blue,

danke für Deine Beschreibung. Nun ist es immer schwierig, von einem Fall ausgehende Ableitungen auf viele vorzunehmen, aber es geht sicher etlichen so, die keine Kinder haben. In meiner Umgebung haben fast alle Kinder bekommen und sind glücklich damit. Sicher bedeutet das viel, aber es ist auch schön und eben auch natürlich.

Du merkst es sicher: Erst hast Du globale Gründe genannt, die aus Deiner Sicht gegen ein Kind sprachen: Madagaskar, Aralsee usw.

Das passte zufälligerweise zu Deinem Herangehen an Männer bzw. Väter.

Und zu den beruflichen Möglichkeiten, die Frauen heute haben würden. Nur gibt es diese Chancen sich als Frau selbst sein Brot zu verdienen und beruflich mitmischen zu können, auch in anderen Ländern, wo mehr Nachwuchs entsteht.

Vermutlich steht Deine Beschreibung für etliche, die das ähnlich ausdrücken würden. Aber eben gewiss nicht für alle.

Wenn man immer nur schauen würde, was man verpassen kann durch Kinder und was alles passieren könnte, gäbe es vielleicht gar keinen Nachwuchs mehr. Zum Glück ist das nicht so. Und die, die Kinder haben, sind dadurch weder vom Leben abgeschnitten oder nicht beruflich erfolgreicn. Wenn ich mir die anderen Eltern in Freundschaften, Kita und Schule so anschaue: Natürlich können Mütter und Väter mit Kindern erfolgreich sein, es sind ja auch viele. Sehe eher die Gefahr, dass viele zu viel arbeiten müssen, bei kargen Einkünften, und dass zu wenig Zeit für Kinder bleibt - aber auch das kann man nicht generalisieren.

Hab auch etliche Freundinnen, die Kinder bekamen und dann klappte es nicht mit Partnern. Und dennoch nicht unglücklich oder erfolglos in Leben und im Beruf.

Erlebe auch, dasss es sich kaum erklären lässt, dass manche irgendwie nie den Richtigen oder die Richtige finden. Es ist aber so. Vielleicht auch bei Dir.

Habe auch den Eindruck, dass das Ideal der heutigen Welt eine attraktive Person ist, die ab dem 15 Lebensjahr immer jung, fit und unabhängig ist, um erfolgreich am Berufsleben teilnehmen zu können, endlos schöne Reisen unternehmen und Partys zu feiern. Natürlich wird noch ganz viel, wie in den TV-Serien und Filmen, mit Freundinnen oder Freunden über Jungs oder Mädels geredet, lange und immer wieder Liebeskummer besprochen, unterbrochen von Gesprächen über Reisen, Schopping, Kosmetik, Wellness und Fussball (und dazu bringen die Bringedienste Bringeessen - falls man nicht essen geht, was auch bequemer ist ohne Kinder, wobei das alles auch mit Kindern machbar ist!). Und so sind alle for ever young.

Irgendwie scheint zudem nicht klar zu sein, dass man der Welt nicht durch Kinder Schlechtes tut und für alles andere auch Zeit ist. Dabei ist in diesem Zusammenhang noch festzustellen, dass man heute auch keine gefallenes Mädchen mehr ist, wenn man ein Kind ohne Partner großzieht (was früher durch die vielen Kriege, Arbeitsunfälle, schlechtere medizinische Versorgung auch völlig normal war). Es gibt allerdings ein erhöhtes Armutsrisiko, wie immer wieder und ständig erklärt wird:
http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61791...
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/neue-studie-kinder-sind-ein-armutsrisik...

Auch das wird Menschen beeinflussen.

Und dann kommt der Moment, wo Du Dir also erklärst, wie es bei Dir gelaufen ist. Und sicher eine Menge guter Gründe hast, warum Du keine Kinder bekamest.

Wobei für mich das schwächste Argument zu sein scheint, dass es Dir nicht möglich gewesen wäre, noch für jemanden anderen da zu sein. Für die Welt wolltest Du demnach vor da sein, in dem Du keine Kinder bekommst - das ist demnach und sicher ungleich einfacher, als seine Zeit und seine Kraft mit Kindern zu teilen. Oder anders gesagt: Es war einfacher für Dich und die Welt mit dem Überbevölkerungsproblem da zu sein, als für Kindern.

Warum haben es nur diejenigen geschafft die Eltern wurden, für Kinder da zu sein. Früher hierzulande, in anderen Ländern, viele Eltern hier und heute? Antwort: Weil es möglich ist. Sogar, ohne sich aufgeben zu müssen.

Wenn Dir andere Dinge wichtiger waren, dann ist das eben so. Es werden Dir nur eben nicht alle zustimmen können.

Bin mit meinen vier Kinder unendlich glücklich. Hab immer welche gewollt und es ist das Allerbeste, was mir passieren konnte, neben natürlich meiner Frau und einigem anderen. Mit den Kindern jeweils die Welt noch mal kennen zu lernen, allein das ist so klasse.

Klar, ist es nicht immer einfach, aber beileibe auch nicht so, als würde nichts anderes mehr möglich sein, von dem, was einem so wichtig ist. Kenne keinen, der sich dadurch aufgeben musste, nur weil er Nachwuchs großzieht.

Und zur Furcht, dass man das nicht ebenso könne: Kann mich erinnern, wie unsicher man ist, dass ein Neugeborenes auf den Arm zu nehmen. Obwohl man sieht, dass es alle hinbekommen, hat man Furcht etwas falsch zu machen.

Da hilft ein Satz, den wir uns früher immer sagten: Millionen vor uns, Millionen nach uns (was meint: Das schafften Millionen vor uns und das schaffen Millionen nach uns).

Weißt Du, es lässt sich aber andererseits Vieles nicht erklären, warum es bei den einen klappt, bei andere nicht. Nur wenn ich Dich lese, habe ich einen Eindruck davon, warum es so bei Dir kam.

Nur eine Frage: War es bei anderen verantwortungslos Kinder zu bekommen, trotz Madagaskar, Bevölkerungswachstum und dem Aralsee?

Kennst Du den? Wenn man was nicht will, finden sich Gründe. Wenn man etwas wirklicht will, Wege.

Aber nun mach Dich bitte nicht fertig. Ist wie es ist und keiner muss so sein, wie der andere.

Danke sehr, dass Du uns weitere Erklärungen nanntest, warum weniger Kinder kamen. Und warum vielleicht bei uns weniger dafür getan wurde, als in Frankreich, wo es mehr Nachwuchs gibt.

Wir sollten mehr dafür tun, dass sich Menschen leichter für Kinder entscheiden können. Z. B. in dem man das Geld, dass woanders verschleudert wird, für die Förderung von Nachwuchs, Kindern und Familien ausgibt. Wobei man nicht vergessen sollte, dass auch anderswo viel Nachwuchs kommt, ohne ansatzweise die Voraussetzungen zu haben ein Leben zu führen, wie hier.

Wenn nur diese Hatz nicht wäre, und die zu geringen Einkommen bei vielen, trotz guter Ausbildung und Arbeit. Massenhaft "arm-trotz-arbeit"; massenhaft Familien, die von ALGII leben müssen (die Quellen sprechen zwischen jedem 7. und jedem 5. Kind, dass in einer HIV-Familie lebt - wobei viele andere sich eben so am Rande von HIV entlanghangeln, und am Ende nicht mehr haben, als HIV-Familien).

Wer kann Kinderlosen einen Vorwurf machen, und wer Eltern (wegen Bevölkerungswachstum, Umwelt usw.)?

Kann es sein, dass es sich wirklich auswirkt, und viele annehmen, sie würden der Welt und der Umwelt am besten dienen, wenn sie auf Nachwuchs verzichten?

Du wirst Du nicht die Einzige sein.

Wenn jemand so hätte Nachwuchs reduzieren wollen, dann wäre es gelungen.

Für den Handel sind am besten Einkommensbezieher, die viel verdienen (auch weil sie sich nicht um kranke Kinder kümmern müssen) und das Eikommen nicht mit Kindern teilen ("müssen"). Und für Arbeit- und Auftragsgeber ist das ebenso: Am Besten die Arbeit- oder Auftragnehmer sind frei und ungebunden von allen sonstigen Herausforderungen des Lebens und alle Konzentration liegt allein auf der Arbeit.

Was kommt aus den Wirtschaftsverbänden? Frauen sollen nach der Geburt von Kindern schnell wieder in den Beruf. Es gilt das Primat der Verwertung, Verwertung, Verwertung von Humankapital.

Und ebenso gegenüber kinderlosen Frauen: Große Firmen bieten den Mitarbeiterinnen an, dass sie Eizellen einfrieren lassen können, um sich erst mal ordentlich um ihre Arbeit zu kümmern - und sich nicht davon ablenken zu lassen. Denn merke: Kinder stehen dem entgegen: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/social-freezing-karriere-und-kind-auf-eis...
Dort ist die Rede von Apple und Facebook.

Hier noch von Bosch oder SAP:
http://besser-wachsen.com/2015/05/29/mitarbeitermotivation-durch-nudging/

Und die Zeit assistiert:

"Kinderwunsch : Junge Deutsche zeigen sich offen für Social Freezing

Die Deutschen spüren kaum Druck des Arbeitgebers auf die Karriereplanung, zeigt eine ZEIT-Umfrage. Ein Drittel kann sich dennoch vorstellen, Eizellen einlagern zu lassen.
22. Oktober 2014, 11:22 Uhr / Aktualisiert am 22. Oktober 2014, 12:04 Uhr"
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/social-freezing-umfrage-zeit

Alles ist scheinbar (und nicht anscheinend) besser und wichtiger als Kinder, aus Sicht etlicher.

Danke noch einmal sehr für Deine Erklärungen und viel, viel Erfolg bei allem, was Du Dir so Gutes wünscht.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: was meint eigentlich dieses "social" bei "social freezing"? Wer ist dadurch angeblich sozial bzw. was soll daran sozial sein, keine Kinder zu bekommen?

Wenn man es sich genau beschaut, sind eine Menge dabei Gründe zu liefern, dass man keine Kinder bekommt, sondern sich nur der Arbeit und dem Konsumieren widmet. Erst mal etwas aufbauen, Vermögen schaffen, Wohneigentum finanzieren, Rentenversicherungen bezahlen, ehe...

"5. Teil: Für die meisten "Clock Ticker" kommt das Verfahren zu spät"
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/social-freezing-karriere-und-kind-auf-eis...

PPS: Weil es hier passt: in einem Artikel in der FAZ-Rubrik, in der sonst der Don schreibt, wird auf einen weiteren Artikel in der Zeit verwiesen, in der eines der berühmt-berüchtigten EMNID-Umfragen angeblich belege, dass Frauen nicht AfD wählen. Weil sie ja so viel mehr mit den Flüchtlingen zu tun hätten... Das spiegelt meine Erfahrung hier nicht.

Weil es hier gerade auch um Frauen geht, von denen ja zum Glück etliche hier mitschreiben... Stimmt es, dass AfD nur etwas für Männer sei?
http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/02/10/warum-die-afd-keine-konservativere-cdu-ist-6010/

Hier der Artikel auf Grund des berühmt-berüchtigten EMNID:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-01/afd-pediga-warum-wenig-frauen-mitmachen

Meine Antwort dort dazu:
"Die verschiedenen Meinungsforschungsinstitute haben unterschiedlichen Ruf. Unser Professor für Rechtssoziologie, von Hause aus Soziologe (zeitweilig Dekan der Juristen) hat zum Ende des Kurses (habe das Fach etwas gründlicher besucht, und habe es daher mehrmals erleben dürfen) gern erläutert, wie Tendenzen durch Datenerhebung, also z. B. durch Setting, Frageauswahl bis hin zur immer folgenden Interpretation (nicht selten werden echte oder scheinbare - weil anders begründete - Korrelation erst bei Vorliegen der Daten sichtbar: Würde nicht wundern, wenn nicht hierbei ebenfalls) erzeugbar sind.

Man kann z. B. nach der Einstellung zur Todesstrafe fragen oder voranstellen, wie entschiede würde, dass es sich um den möglichen Vergewaltiger eines Kindes handelt. Damit verzerrt man gut und gern 10 - 20 %. Meister dieser Methoden ist seit ewig Emnid. Und nicht nur das spricht im Vergleich mit anderen solchen Einrichtungen für erhöhte Vorsicht mit diesem Hause. Die haben schon manches Mal zu mancher Zeit...

Der Professor ist ein eher reservierter Mann aus dem Norden. Nur bei Emnid kamen ihm die Zornesflecken.

Zumal: Allein letzte Absatz Ihrer Quelle spricht für ein Machwerk.

Warum fällt mir dazu Emnid ein? Ach, weil es ja darum geht ;).

Zudem sollte man doch nicht vergessen, dass die Gründe, die für die Gründung und den Aufwind dieser AfD führen, nicht von dieser verursacht sind. Und sind gewaltig, und nicht grundlos überall heiß umstritten: Eurokrise und Flüchtlingskrise. Und das nicht nur im Inland.

Mit Frau Storch und Petry hat diese übrigens zwei Frontfrauen, was nur bemerkt sei, weil es ja darum geht, was die AfD für Frauen bedeute bzw. Frauen bedeute.

Aber Frauen spielen auch eh eine ganz andere Rolle: "Viele Frauen seien zudem stark zivilgesellschaftlich engagiert, auch in der Flüchtlingshilfe. "Das verschafft ihnen einen differenziertes Bild, das mit der einfachen Programmatik und Rhetorik der AfD nicht vereinbar ist."

Noch so ein Postulat, dass auf das Geschlecht abstellt. Hat Emnid sicher gleich mit erfragt oder ist im Umfeld der Verfasser so (in meinem Umfeld ist das so ziemlich gleichverteilt diesbezüglich und auch bei der Besorgnis, über die chaotische Politik und die erwartbaren Folgen), oder ist woher?

Auf der Tagesschau.de wird gestern mal eben ausführlich erklärt, was Volksverhetzung ist... Seltsame Zeiten.

Eigentlich ganz praktisch, so eine AfD. Muss man sich nicht mit wichtigeren Dingen beschäftigen."

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Im Gegensatz zur Natur kennt der Mensch Gründe...

nvf33 @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:33 vor 3649 Tagen @ Taurec 7390 Views

...und das macht die Sache mit dem Kinderkriegen und -aufziehen eben doch etwas subtiler, als es sich Oswald Spengler ausgemalt hat, lieber Taurec.
Spengler, den ich sehr gründlich studiert habe, hat recht, sofern er das organische und scheinbar schicksalhafte Walten im Lauf der Menschengeschlechter betont. Aber er tappt völlig im Dunklen, was die Polarität des Einzelwesens in Bezug auf seine Gattung angeht. Spengler poltert an dieser Stelle wie ein weltschmerzumflorter Präpotenter.

Statt wie ein Mann zu kämpfen, verkünstelt er seinen Kummer über die Menschen zu einer einsamen, aber völlig sinnlosen Mission gegen Ebbe und Flut.
Sicher möchte er wie jede/r von seinen Mitmenschen verstanden werden, aber es ist nicht hilfreich, wenn einem jemand immer nur erzählt, dass gegen Windmühlen kämpfen sinnlos, alles Sinnvolle aber in dieser Welt unmöglich sei.

Die Sache mit den Kindern ist m.E. in Wahrheit viel widerlicher und einfacher: Es gibt Leute, die kommen mit Ihrer Lebenskraft nicht klar. Und diese Leute verübeln die Lebenskraft allen, die sie lieben und bejahen (siehe u.a. Spenglers(!) Autobioggraphie "Ich beneide alles, was lebt"). Interessanterweise sind gerade die wirtschaftlich Erfolgreichsten oft die innerlich Gebrochenen, und die haben dann als Lebensersatz "Einfluss". Statt innerer Einsicht können sie dann äußere Zwänge für andere aufbauen, nach dem Motto: "Lieber geht die ganze Welt mit mir unter, als dass ich unrecht habe."

Dieser Geist steckt m.E. hinter all diesem elenden "Apokalyptismus", und das gemeinste ist, dass man ihn stärkt, indem man ihn anprangert. Und ja, das kann eine Lust sein. Aber: Es ist in der Tiefe verweigerte Selbsterkenntnis und Bewußtlosigkeit. Es ist tatsächlich die Weigerung, das heiligste im Menschen zu ergreifen, was wir haben: moralische, metaphysische Freiheit!

Wer das ohne Kinder erkennen kann: bestens. Aber alle anderen sollten gebären, dass die Nähte krachen, und diese UNSERE Lebenskraft zu ihrem besten weitergestalten.
Wo ein echter, aufrichtiger Wille ist, da ist auch ein Weg.

nvf33

"so dass sie wie eine Südkoreanerin aussieht"

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:33 vor 3649 Tagen @ stocksorcerer 7726 Views

durchgeschlagen sind, sind hauptsächlich die des Vaters, so dass sie wie
eine Südkoreanerin aussieht.

Am Eingang eines Kaufhauses hielten eine ganze Reihe von Männern für
nachfolgende Männer die Schwingtüren auf. Für Männer.

Wenn sie wie eine Südkoreanerin aussieht, also wie eine Frau aussieht, verstehe ich die Pointe nicht.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Das ist jedenfalls unsinnig. (mT)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:59 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 7338 Views

Warum z.B. sollen sich einmal meine Kinder mit Dir an einen
Generationenvertrag halten?

Unsinnig. So wenig wie es einen Gesellschaftsvertrag gibt, gibt es einen Generationenvertrag!

Wenn jemand arbeitet, zahlt er in die Rentenkasse ein. Für andere, nicht für sich. Und wenn jemand ungewollt kinderlos ist (unfruchtbar), dann wird das auch nicht zu seinem Ungunsten ausgelegt.

Schon das entkräftet dein Argument.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Gute Argumentenliste, deckt sich 1:1 mit der Meinigen!

Vanitas, Donnerstag, 11.02.2016, 17:03 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 7431 Views

2. Das Leben als "Emanzipierte, selbstbestimmte Frau" ist den meisten
Frauen die ich kenne insgeheim ein Gräuel. Bis auf ganz wenige (zu denen
Du vielleicht zählen magst) sind Frauen heilfroh, wenn man ihnen
unangenehme Entscheidungen abnimmt, Streitigkeiten für sie ausficht und
ihnen generell kompetitive Situationen erspart. Darüber hinaus ist nach
wie vor ein pralles Konto erotischer als Brusthaare und ein Mann der kein
Standing in der Gesellschaft hat wirkt in der Regel absolut unattraktiv als
ernst zu nehmender Partner. (Weil eben im Hintergrund noch immer der
Versorgergedanke mitschwingt)
Auch bei Dir klingt der Wunsch nach einem Mann durch, der als
stabilisierender Konterpart da sein soll. Und der nie da war. Warum nur?

> Ganz einfach: Weil kein Mann, der Verantwortung übernehmen soll, daran
[quote]interessiert ist, gleichzeitig nicht das Steuer in der Hand zu haben
. So
simpel ist das.
Daher bist Du immer an Spielgefährten geraten und eben nicht an Männer.
Diesen Spielgefährten aber sind derlei Dinge eher gleichgültig, weil sie
eine Beziehung nicht als Schiff ansehen, dass sie zu steuern gedenken,
sondern eher als einen Hop on hop off Bus, mit dem es temporär lustig ist
rumzufahren. Konflikte werden da auch ab einer gewissen Intensität nicht
mehr ausgetragen, sondern der Fickvertrag gekündigt. Womit wir beim
nächsten Punkt wären....[/quote]

Hallo re-aktionaer,

ich greife mal Punkt 2 heraus, um noch etwas anzufügen, was mir so über die Jahre und vielen gescheiterten Beziehungen in meiner Umgebung, gottlob nicht bei mir selber, aufgefallen ist. Die anderen Punkte gehen klar, das sehe ich ganz genau so!

Du schreibst, dass den meisten emanzipierten Frauen ihr selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben insgeheim ein Gräuel sei, aber das ist imho wohl zu apodiktisch geurteilt, denn gerade diese Selbstbestimmung und Eigenverantwortung wollen sie ja heute um keinen Preis aufgeben, was ja auch verständlich ist, da hart erkämpft über Jahrhunderte. Aber dieses eigentliche Positivum wurde erwiesenermaßen wenigstens in Europa durch gewisse gesellschaftlich-politische "Wirkmächte" angeschoben und befeuert, mit dem Hintergrundziel der Entfremdung von Mann und Frau zum Schaden der Familie als Keimzelle des gesellschaftlichen Fortbestandes und ferner des tradierten Geschlechterrollenverständnisses, basierend auf archaischen physisch-psychischen Notwendigkeiten beider Geschlechter.

Damit kommen die modernen Frauen hier aber in Kollision mit ihrer eigenen geschlechtlichen Prädisposition. Ich drücke das mal etwas vorsichtig aus, um nicht von genetischer Fixierung zu reden. Möglich oder wahrscheinlich ist aber auch dies. Einerseits will frau alles selbstbewusst und einredefrei für sich entscheiden, andererseits wird die starke männliche Schulter zum Anlehnen gesucht, auch um eine gewisse emotionale Leere zu kompensieren. Letzteres kann nur ansatzweise klappen, denn dass da jeder Topf seinen passenden Deckel findet, ist bei dieser Anspruchshaltung eher unwahrscheinlich. Es wird zwar einiges insofern rationalisiert, dass man ja zwischen Mann und Frau über alles reden könne und so eine "demokratische Entscheidungsfindung a deux" herbeigeführt wird, dies aber liegt den meisten Männern nicht so am Herzen, Stichwort: ein Mann, ein Wort, eine Frau ...[[zwinker]]

Ich habe den entscheidenden Satz Deiner Argumentation mal gefettet, denn darin ist die ganze Krux der momentanen Geschlechterverlassenheit gut komprimiert. Ein Mann, so es denn einer ist, will entscheiden, Verantwortung übernehmen, Probleme erkennen und lösen, sein Eigentum und seine Sippschaft sichern und verteidigen, ergo den Ablauf im Außenkosmos bestimmen, eine Frau dagegen primär einen (Ehe-)Partner lieben, ihm vertrauen und die aus dieser Verbindung entsprungenen Kinder liebend umsorgen, und den Innenkosmos, vulgo Heim und Herd, pflegen und gestalten. Darum sind Frauen ja umgekehrt so herrliche und liebenswerte Geschöpfe, für die sich aus Mannessicht nicht nur im Sinne der Gene der letztmögliche Einsatz lohnt!

Das sind Urinstinkte und mitnichten Rollenklischees, die den Menschen bis dato das Überleben gesichert haben! Man kann das nicht einfach als rechte Blubo-Ideologie und überkommenes gesellschaftliches Zwangskorsett wegwischen, wiewohl ein Mann-Frau-Rollentausch natürlich unter der obwaltenden Obhut eines fürsorglichen Sozialstaats ganz gut möglich ist. Dieser Sozialstaat beraubt uns alle aber über subtile bis drakonische Anpassungs- und Finanzierungslasten Schritt für Schritt unserer Freiheit in den besagten biologischen Grenzen und letztlich auch eben die Frauen ihrer erst jüngst errungenen "Selbstverwirklichungsoption". Wenn es mal wirklich hart auf hart hergehen sollte und der fürsorgliche Staat Makulatur ist, dann wird alles wieder auf Anfang gestellt und der "Starke Mann", der sich in Köln jüngst nicht zeigen wollte, konnte oder durfte, würde wieder zu seinem Recht kommen. Und nachher sind auch Kindgeburten im Akkord kein Thema mehr, bei uns Indigenen meine ich, nicht wie jetzt hauptsächlich bei den durchgefütterten illiteraten Eingesickerten und Fremdkulturellen, denen hier keine Zukunft beschieden sein wird, es sei denn sie bekennen sich auch in Lebensstil und Gesinnung voll und ganz zu uns.

Der ganze materielle Schwachsinn des modernen Luxussklavenlebens kann eben nur bedingt über den Verlust der tradierten und biologisch fixierten Anlagen im Geschlechterleben, der im Zuge des Kulturmarxismus zum Geschlechterkampf pervertiert wurde, hinwegtrösten und das umso weniger, je näher das eigene Altwerden in Einsamkeit naht. Da kann ebenso keine Spaß- und Genderbeliebigkeitskultur mit ca. 52 erfundenen sozialen Geschlechtern darüber hinweg helfen.

Eine gute Bekannte, voll in gehobener Position im Erwerbsleben stehend, die mit ihren 41 Jahren auch noch nach dem passenden Mann sucht, verstieg sich jüngst zu dieser Erkenntnis:
"Es gibt doch gar keine richtigen (deutschen) Männer mehr, nur noch lange Unterhosen. Wie soll man da noch einen finden, der nicht bald bloß lästig wird?"

Da wird dann doch etwas neidig auf andere Kulturkreise geschielt, wo Mannbarkeit und Ehrgefühl, ob eingebildet, ideologisch-relgiös eingetrichtert oder de facto vorhanden, eine große Rolle spielen. Aber für welchen weiblichen Preis???

Dass bei alledem das Kinderkriegen in die Statistenrolle gedrängt wird, ist damit nur allzu folgerichtig. Das eigene EGO steht eben ganz weit vorne und dann kommt lange, lange nichts mehr, denn man lebt ja nur einmal und das auch nicht allzu lang ...
Ach ja, und die schlimme Umweltsituation und überhaupt, das Leben ist eh schon lebensgefährlich genug und eigene Kinder potenzieren das ja nur ...

Und ja, ich habe deren zwei (mittlerweile schon groß) und bin mehr wie glücklich darüber!


Gruß Vanitas

Argumente entkräftet?

J. v. Liebig @, Donnerstag, 11.02.2016, 17:38 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7300 Views

kinderlos zu sein, weil es eben "nicht sein sollte" ist etwas anderes und absolut nicht vergleichbar. Schon in der Argumentation gegenüber sich selbst.

...und Generationenvertrag- heißt der Staat regelt das schon, so hoffst Du?

Wenn nicht, wirds übel, denn Mama und Papa sind dann schon weg..

Gruß J.v.L.

lächerlich

Kaladhor @, Münsterland, Donnerstag, 11.02.2016, 17:56 vor 3649 Tagen @ Blue 7442 Views

Sie werfen ihm vor, er würde Sie der Lüge bezichtigen?

Den Unterschied zwischen "Lüge unterstellen" und "ihre Aussage nicht für voll nehmen" ist Ihnen aber schon bekannt, ja?

Und nebenbei, Ihr Geschwurbel wegen geostrategischen Überlegungen ist für mich einfach nur eine müde Ausrede, mehr nicht..... und das sogar vollkommen Geschlechterneutral. Es ist purer Egoismus, nur halt versteckt hinter einer Ausrede.

Ich wäre sogar grundsätzlich dafür, dass jeder Bürger dieses Landes, der es nicht für nötig hält, wenigstens ein einziges Kind in die Welt zu setzen, vollständig aus der gesetzlichen Altersversicherung auszuschließen. Es werden zwar weiterhin Abgaben fällig, in Form eines ermäßigten Satzes, denn immerhin muss die Rente der Eltern dieses Bürgers erwirtschaftet werden, aber es werden keine Anwartschaften erworben. Sollten die Eltern bereits verstorben sein, entfällt die Zahlung dieser Abgabe komplett.
Wer keine Investitionen in eigenen Nachwuchs tätigt, hat genug Geld über, um seine Altersvorsorge zu 100% selbst zu finanzieren! Irgendwo muss die Solidarität einfach aufhören.

Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

In Südkorea halten Koreaner Koreanerinnen keine Tür auf, Europäerinnen aber schon (oT)

stocksorcerer @, Donnerstag, 11.02.2016, 18:00 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7725 Views

- kein Text -

Äpfel und Birnen

Kaladhor @, Münsterland, Donnerstag, 11.02.2016, 18:02 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7179 Views

Warum z.B. sollen sich einmal meine Kinder mit Dir an einen
Generationenvertrag halten?


Unsinnig. So wenig wie es einen Gesellschaftsvertrag gibt, gibt es einen
Generationenvertrag!

Oh doch, den gibt es und nennt sich zum einen "umlagefinanziertes Rentensystem" und zum anderen "aktive Familienpolitik": die jeweils arbeitende Generation finanziert die vorherige Generation, die nicht mehr arbeiten kann, durch Zahlungen in die Rentenkasse und die Nachfolgende, die noch nicht arbeiten kann, durch Steuerfreibeträge und Kindergeld.

Wenn jemand arbeitet, zahlt er in die Rentenkasse ein. Für andere, nicht
für sich. Und wenn jemand ungewollt kinderlos ist (unfruchtbar), dann wird
das auch nicht zu seinem Ungunsten ausgelegt.

Das ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Wenn jemand ungewollt kinderlos ist, dann gibt es genügend Belege, dass dieser es zumindest aber versucht hat. Das ist aber etwas vollkommen anderes, als wenn jemand von vornherein ausschließt, jemals Kinder zu haben. Im ersten Fall wird dann übrigens meist der Weg der Adoption gegangen, somit kann man das dann nicht als kinderlos bezeichnen.

Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Zustimmung

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 18:27 vor 3649 Tagen @ Kaladhor 7272 Views

Hallo Kaldhor,

es ist völlig absurd, dass im sogenannnten Solidarsystem die Kindergeneration nicht nur mit der Elterngeneration solidarisch ist. Sondern gezwungen wird, für die Rente von Menschen aufzukommen, die ihr Geld in Auto und Urlaub investierten statt in Kinder.

Dabei ist absichtlich oder ungewollt kinderlos egal - das Geld können sie halt beide verkonsumieren.

Die Benachteiligung von Familien ist eine echte Katastrophe. Verantwortliches Handeln kann man nirgendwo besser lernen, eigene Kinder sind da eine völlig andere Qualität als Hunde, Katzen, Fremde.

Schon allein zeitlich haben Kinderlose mehr Möglichkeiten, z.B. um politisch aktiv zu werden oder Karriere zu machen, was wiederum eher Einflußposten bedeutet. "Armutsrisiko Kind" heißt auch, dass Elternschaft zur "Knechtschaft" führt.

Gruß

Mercury

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

Interessant, dass Spengler schon vor 100 Jahren erkannt hat, dass Großstädte die Leute eher unfruchtbar machen

BerndBorchert @, Donnerstag, 11.02.2016, 18:40 vor 3649 Tagen @ Taurec 7129 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 18:45

wobei ein Blick in die Statistiken schon damals genügt hätte.

Und damit, dass man das nicht biologisch oder wirtschaftlich begründen kann, hat er ja recht: dort wo es global wirtschaftlich die besten Bedingungen gibt, ist die Geburtenrate am niedrigsten.

Aber hat er sich nicht jetzt nach 100 Jahren schon selber widerlegt? denn die "Fellachen" sehe ich nicht in den Großstädten, bestenfalls in den Immigrantenghettos. Im Gegenteil, die Menschen vor allem in den Großstädten waren noch nie so gebildet/ausgebildet.

Ich frag mich, ob Sprengler, wenn er noch leben würde, heute noch seine Thesen und Vorhersagen verifizieren würde, oder ob er zugeben müsste, dass es anders verlaufen ist. Hat er eigentlich den Übergang zu einer Welt-Zivilisation vorhergesagt? praktisch haben wir das ja vorliegen. Oder würde er die aktuelle globale Zivilisation als letzte Aufblähung der europäischen Kultur (die er ja die faustische nennt) ansehen, so wie ein Stern sich vor dem Untergang aufbläht?

Im privaten Umfeld sehe ich übrigens eher eine positive Korrelation Bildung/Fruchtbarkeit: die Hochausgebildeten (Ärzte, Ingenieure, etc.) haben eher 3 oder 4 Kinder, während die nicht so ausgebildeten (Jura-Studium abgebrochen etc., Verkäufer, etc.) eher 1 Kind haben. Wie passt das ins Konzept?

Bernd Borchert

Ihr (Kaladhor, J. v. Liebig) seid schon komisch (mit Begründung)

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 18:52 vor 3649 Tagen @ Kaladhor 6935 Views

Es gab auch in der "guten alten Zeit"(TM) Menschen, Männer wie Frauen, die keine Kinder hatten. Jeder, der über 60 ist, dürfte so einen Onkel oder so eine Tante in der Familie gehabt haben.

Denen wurde aber nicht gesagt: Du bekommst keine Rente, sieh zu, dass du verhungerst, weil du keine Kinder hast.

Die mangelnde Solidarität ist etwas ganz neues. Und genau ist auch der Zusammenhalt bei z.B. einer Demo gegen Invasoren gleich Null.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

" dass manche irgendwie nie den Richtigen oder die Richtige finden"

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 18:57 vor 3649 Tagen @ azur 7059 Views

dass manche irgendwie nie den Richtigen oder die Richtige finden

Und bei denen, das meinen manche Teilnehmer hier, muss man anschliessend noch eins reinwürgen...

Verstehe ich nicht. [[sauer]]

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Kein Kind – kann ich nicht nachvollziehen

Leserzuschrift @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:09 vor 3649 Tagen @ Blue 7256 Views

Ich kann deine Gründe nicht nachvollziehen. Ich selbst habe nur ein Kind, aber das ziemlich früh - kurz vor der Wende - bekommen und bin daher auch weit entfernt von einer sogenannten Übermutter. Ich bin sogar überzeugt, dass es früher Übermütter gar nicht gab.

Meine Eltern haben mir damals die Hölle heiß gemacht, trotzdem habe ich meine Lehre 3 Monate vorzeitig mit "gut" abgeschlossen. Ich habe ich mich arrangiert, was letztlich auch nicht so schwierig war, da ich mit den Aufgaben wuchs. Auch ohne den Vater (und dessen Geld) wurde das Kind durchgebracht, hat eine gute, strenge und traditionelle Erziehung genossen. Mein Kind hat die Welt gesehen. Urlaube allein mit Kleinkind - als Individualtouristen - waren stressig - insbesondere in den Tropen, na und? Bis heute profitieren wir beide.

@Piter: ich freue mich auf einen zukünftigen Beitrag bzgl. Erziehung. Denn diese Refugee-Welcome-Klatscher-Kids und diese jungen Politik-/Medienheinis sind die Kinder von irgendjemand. Wer hat diese erzogen? Mein Kind hat und hätte regelmäßig eine ordentliche Tracht Prügel eingesteckt.

Die heutigen Frauen - ich gebe @Piter recht - sind vielfach verführt worden, sich selbst zu verwirklichen, sich selbst zu finden. M.M.n. "verwirklicht" sich eine Frau ohne Kind nicht.(Ungewollt Kinderlose haben im Übrigen ungeheure Hürden zu überwinden, um sich einen Kinderwunsch doch noch zu erfüllen.)Auf die Suche nach sich selbst kann Mann/Frau gehen, wenn die Kinder aus dem Haus sind - falls das dann noch gewünscht oder erforderlich ist. Den Sinn des Lebens wird man imho aber nur entdecken, wenn man zumindest ein Kind hat.

Damit auch die Männer ihr Fett bekommen: Die große Mehrheit der Männer sind Weicheicher und glaubt, die Frau wünscht sich ein Kind, um den Mann abzuzocken und/oder ihn an den Testikeln zu haben. Von natürlicher Verantwortung für die Familie keine Spur. Hier sind wir auch wieder bei der Erziehung.

An die Älteren: Wie habt Ihr Eure Kinder erzogen? Habt Ihr Euren Kindern die Werte und Traditionen beigebracht, die Ihr jetzt (bei der Jugend) vermisst? Falls nicht, ist es EURE Verantwortung, wenn Eure Kinder nur betreut denken (können).

Aqua

Kann ich Dir sagen

azur @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:10 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 7122 Views

Hallo SevenSamurai,

entschuldige bitte, denn damit wollte ich nicht verletzen, sonder konstatieren:


Und bei denen, das meinen manche Teilnehmer hier, muss man anschliessend
noch eins reinwürgen...

Blue hat es selbst so geschildert. Und da geht es nicht nur ihr so. Und als Freund von Freundinnen und Freunden denen es auch so geht, erlebe ich das. Entschuldige bitte, aber man kann das aus meiner Sicht auch feststellen, und sich sogar Gedanken darüber machen, was ausdrücklich ohne Wertung geschieht. Wer kann das einschätzen und wozu denn auch darüber urteilen? Nichts läge mir ferner. Freundschaften basieren ja auch nicht darauf, ob wer Vater oder Mutter wurde.

Es tut mir sehr leid, wenn dieses Feststellen als Nachtreten empfunden wird. Es ist doch vielmehr so, dass Partner- und/oder Kinderlosigkeit doch nichts Negatives ist. Es läge mir so etwas von fern, dies so zu sehen.

Mein Glück wünschen hat der, der sich Kinder wünscht. Wer es sich nicht wünscht, dem wünsch ich auch das Allerbeste. Und wer es sich wünscht, und wem es versagt ist, der hat mein Bedauern.

Viele freundliche Grüße

azur

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Tragik?

Weiner @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:21 vor 3649 Tagen @ Taurec 6961 Views

Hallo Taurec,

was die "Pyramide des kulturfähigen Menschen" sein soll, weiß ich natürlich nicht. Eines aber weiß ich sicher: dass der kulturfähige Mensch überhaupt nicht verschwindet. Denn der Mensch wird zum Menschen erst durch die Fähigkeit zur Kultur bzw. (präziser ausgedrückt) durch die Fähigkeit, kulturelle Traditionen zu erschaffen (eine Mischung von erfinden und schöpfen) und weiterzugeben. Die Weitergabe, die durch verschiedene Verfahren des Lehrens und Lernen bewerkstelligt wird, ist dabei so wichtig wie die erstmalige Erfindung einer Kulturtechnik und ihre Optimierung, denn erst durch die Weitergabe entsteht Tradition sowie die (synchrone wie diachrone) Verkettung. Die Fähigkeit, ein Feuer anzuzünden, ist eine derartige kulturelle Tradition, vermutlich ist es die älteste, die der Mensch kennt, denn mit Steinen und Stöcken hantieren auch die Affen. Daneben gibt es Millionen andere Kulturtraditionen: jedes Wort einer Sprache ist eine Tradition für sich, jede Melodie und jede Harmonie (im Kontext eines Musikstiles, der wiederum ein Komplex von Traditionen ist). Weil es so wichtig ist: der Mensch ist per se kulturfähig. Diese Eigenschaft trennt ihn am deutlichsten von Tieren. Ich verstehe das "sapiens" somit als Befähigung zur Kultur.

Wovon Du immer redest ist die Hochkultur und die Zivilisation. Das ist etwas ganz, ganz Anderes. Hier läufst Du Spengler hinterher, in ähnlicher Weise wie @Blue ihrem Vater: Du siehst immer nur seinen Rücken, betest vielleicht ihn an, jedenfalls nach. Das bringt Dich wirklich nicht weiter! Versuch mal herauszufinden, wo er sich seine Kulturtheorie geholt hat (die er selbstverständlich viel wortgewaltiger ausdrückt als seine Vorläufer). Und versuch mal, die ganze Sache ein wenig in die übrige Realiltät des Menschlichen und der Natur einzuordnen.

Da gibt es beispielsweise das Phänomen, dass sich Menschen zu großen, ja zu sehr großen Gruppen zusammenschließen können. Und innerhalb dieser Gruppe werden dann bestimmte kulturelle Traditionen erschaffen, räumlich und zeitlich weitergegeben und dabei optimiert und entfaltet. Das Gesamtmuster dieser kulturellen Traditionen kann man dann, und das macht Sinn, "die Kultur" dieser Gruppe nennen. Nehmen wir dazu einen Hottentottenstamm in Südafrika. Ich schätze mal, dass er über 10.000 einzelne Kulturtraditionen (vom Feuermachen bis zum gemeinschaftlichen Medizin- und Trancetanz) in seinem kulturellen Inventar hat.

Du wärst nun nicht bereit zu sagen, die Hottentotten hätten eine Hochkultur. Ich eigentlich schon (vor allem wenn man sie mit einer Pavianherde vergleicht). Aber es ist klar, dass beispielsweise die klassische ägyptische Kultur von 3000 bis 1000 v.Chr. nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ hier etwas Neuartiges ist. Quantitativ gesehen haben wir im Falle einer solchen Hochkultur mindestens eine hohe sechsstellige Zahl von elementaren kulturellen Techniken bzw. Traditionen in der Gruppe. Die sind so zahlreich, dass nicht jedes Individuum alle Traditionen insgesamt erlernen kann. Das geht vielmehr nur "arbeitsteilig" und in Kooperation. So ist eines der qualitativen Merkmale der Hochkultur eine damit gekoppelte soziale Organisation. Bisher war das meist ein Staatssystem, das auf Formen der Herrschaft basiert (was aber nicht zwingend ist). Fast alle mir bekannten Hochkultursysteme sind durch eine (kriegerische) Überlagerung zweier Bevölkerungen entstanden, der neue europäischen Zyklus beispielsweise u.a. durch die in die Galloromania eindringenden Franken.

Die Arbeitsteilung und die Herrschaftsstrukturen führen zu genetischen Selektionen und Driften, im ungünstigen Falle zu Klassen und Kasten. Dies ist eine erste Gefahr für die innere biologische Stabilität der Gruppe. Eine zweite Gefahr entsteht durch die permanente nervliche und körperliche Anspannung, die das intensive Leben in der dichten und aktiven Gruppe mit sich bringt. Am besten kann man das bei den staatsbildenden Insekten sehen: die Arbeitsteilung wird dort so weit getrieben, dass auch die Fortpflanzung monopolisiert ist. Diese Tendenzen sind auch im Menschlichen so angelegt und prinzipiell möglich (erste Anzeichen im 20. Jahrhundert). Wir hoffen, dass es in den kommenden Jahrhunderten nicht dazu kommt (also zu einer breiten Kaste von Arbeits- und Konsumfrauen und zu einer Kaste von Gebärerinnen, die dann womöglich nach ideologischen Kriterien ausgewählt werden).

Die Hochkulturgruppe als Ganzes unterliegt einer eigenen Ontogenese und zeitlichen Dynamik. Formal gesehen handelt es sich hier um ein neues Lebewesen, einen Organismus eigener Art (eigentlich eine absolut phantastische Geschichte, denn dieses Lebewesen hat tatsächlich ein eigenes "Bewußtsein", in der gleichen Weise wie auch unser Körper ein eigenes Bewußtsein hat - hier könnte man echt ins Philosophieren kommen ...). Das heißt nun: so wie wir selbst aus unzähligen einzelnen Zellen bestehen (überwiegend spezialisierte Zellen, aber eine jede am Anfang noch omnipotent), so besteht auch die Kultur aus einzelnen menschlichen Individuen. Wenn der König stirbt, wird ein neuer König eingesetzt, wenn der Dombaumeister stirbt, tritt der Geselle seine Nachfolge an. Wenn der Domänenbauer stirbt, übernimmt sein Sohn den Hof. Weil die Kultur ein eigenes Lebewesen ist, hat sie unter anderem auch dessen wichtigstes Kennzeichen: sterben zu müssen. Dieses Sterben sieht so aus, dass sich die Individuen nicht weiter "vermehren" und die kulturellen Traditionen nicht mehr korrekt weitergegeben, nicht mehr weiterentwickelt werden. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, und Du - und kein Anderer nicht - brauchst darüber ein solches Gedöns machen, wie es aus den Worten von Spengler heraustönt. Das ist mitnichten Weltuntergang sondern das ist alltägliches Brot im Lauf der menschlichen Geschichte. Neulich hörte ich einen Witz bei einer Karnevalsveranstaltung, der auch hier passt: Zwischen Hochzeit und Beerdigung gibt es nur den kleinen Unterschied, daß nämlich ein Besoffener weniger gezählt wird.

Der Unterschied zwischen Hochkultur und Zivilisation (in der Terminologie Spenglers) lässt sich wiederum im Vergleich mit den menschlichen Lebensaltern sehr gut illustrieren. Die Zivilisation entspricht in etwa dem Renten- und Greisenalter. Hier ist die Reproduktionsfähigkeit nicht nur des Gesamtorganismus eingeschränkt (Wechseljahre der Frau, statistisch gesehen auch beim Mann), sondern vor allem die einzelnen Gewebearten können sich nicht mehr so gut regenerieren. Wenn aber das Individuum gut in Form ist (sprich: gesund), dann kann es noch lange mit diesen Funktionen weiterleben ... und gute Werke tun. Byzanz beispielsweise, die Zivilisationsphase der griechisch-römischen Antike, hat fast 1000 Jahre überstanden. Das pharaonische Ägypten, dessen Hochkulturphase etwa 1100 v.Chr. zu Ende war, hat in einzelnen relevanten Traditionskomplexen bis zum Beginn der islamischen Herrschaft als Zivilisation fortgelebt (ca. 600 n.Chr.). Die chinesische Hochkultur, ungeachtet der jeweiligen Überformung durch Fremdherrscher (Mongolen u.a.), dauerte sogar bis ins 20. Jahrhundert. Ich wette also meinen Kopf darauf, dass im Jahre 4000 nach Christus immer noch Englisch und Deutsch gesprochen wird, ganz wie auch das Griechische und Lateinische noch 1500 Jahre nach dem Untergang des (west-) römischen Reiches gepflegt wurden und - Gottseidank! - immer noch gepflegt werden. Denn das Abendland geht genausowenig heute unter, wie es (von Spengler fälschlich vorausgesagt) nach dem ersten Weltkrieg untergegangen ist. Das Rentenalter des Abendlandes beginnt vielmehr im 25. Jahrhundert. Seine Entlassungsurkunde erhält es, mit einem Seufzer, genaugenommen im Sommer des Jahres 2383.

Im Kern ähnliche Entwicklungen gab es in allen untergegangenen
Zivilisationen.

ja, siehe oben.

Zur Tragik gehört,

da ist überhaupt keine Tragik, sondern hier ist die pure Natur und damit auch Vergänglichkeit am Werk. Tragisch wäre es, wenn eine Kultur vorzeitig sterben müsste, ohne sich vollkommen entfalten zu können. Das ist beispielsweise mit den Hochkulturen der Inkas und Azteken geschehen, die von den Spaniern praktisch ermordet wurden. Das kommt leider manchmal vor in der Geschichte. Wird dem Abendland aber nicht widerfahren.

Das Ruder ließe sich durch eine Kraftanstrenung (noch!) binnen weniger
Monate herumreißen. Allein es gibt zu wenige, die dazu bereit wären.
Daher wird es nicht geschehen.

Es wird geschehen, verlass Dich drauf. Ab 2020. Eine Hochkultur hat 2000 Jahre. Das Abendland ist um 500 n.Chr. geboren worden. Wir haben nach Adam Riese also noch weitere 500 Jahre. Und die werden glänzend sein!

Bitte also keine Klagelieder. Sondern Ärmel hochkrempeln.

Gruß
Taurec

Gruß, Weiner - und allseits einen schönen Abend mit Immigranten und Geburtenraten. Mit Putin und der Börse. Und mit dem Gemurksel in Berlin.

Auch nur bedingt vergleichbar

Kaladhor @, Münsterland, Donnerstag, 11.02.2016, 19:28 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 6897 Views

Es gab auch in der "guten alten Zeit"(TM) Menschen, Männer wie Frauen, die
keine Kinder hatten. Jeder, der über 60 ist, dürfte so einen Onkel oder
so eine Tante in der Familie gehabt haben.

Da muss man aber auch beachten, dass sowas früher eher die Ausnahme war denn die Regel. Das sieht heute aber ganz anders aus. Und während früher solche Mitmenschen eher scheel angesehen wurden, wird man heute schief angesehen, wenn man eine traditionelle Familie sein Eigen nennt..... Da muss man sich doch wirklichnicht mehr wundern, warum wir uns kaum noch vermehren.

Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Ergebnis der medizinischen Entwicklung (edit)

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:32 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 6991 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 19:36

Es gab auch in der "guten alten Zeit"(TM) Menschen, Männer wie Frauen, die
keine Kinder hatten. Jeder, der über 60 ist, dürfte so einen Onkel oder
so eine Tante in der Familie gehabt haben.

Denen wurde aber nicht gesagt: Du bekommst keine Rente, sieh zu, dass du
verhungerst, weil du keine Kinder hast.

Die mangelnde Solidarität ist etwas ganz neues. Und genau ist auch der
Zusammenhalt bei z.B. einer Demo gegen Invasoren gleich Null.

Das ist nicht "mangelnde Solidarität", sondern ist Ergebnis der medizinischen Möglichkeiten
So wie die verlängerte Lebenserwartung die Rentenalter verändert, lebenserhaltende Maßnahmen ein Patiententestament und Hospize erzwingt, eine Pflegeversicherung sinnvoll macht, so erzwingen gerade die einfachen Verhütungsmöglichkeiten wie die Pille Anpassungsschritte.

"Früher" waren die meisten Menschen ohne Kinder ungewollt kinderlos, die mit Kindern teil mit Wunsch- und teils mit Zufallskindern "gesegnet".
Zufallskinder sind heute weniger, dafür viele bewußt kinderlos - gerade der akademischen, recht gut verdienenden Schichten, die später entsprechend hohe Renten beanspruchen. Wie stark die Schieflage ist (da sie ja auch etwas höhere Rentenbeiträge zahlen), müsste genau untersucht werden.

Diesem Wandel ist Rechnung zu tragen.

Grüße

Mercury

Edit.: Früher hat sich die Horde um die Kinder geschart und sie beschützt. Nicht die Familien um die Singles. Also wenn, dann ist die Solidarität mit den Kindern gefragt, nicht umgekehrt. Ein m.Mn. seltsamer Solidaritätsgedanke, auch in Bezug auf eine "nationales" Gemeinschaft.

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

Angst ist ein schlechter Ratgeber (bei der Familienplanung)

Leserzuschrift @, Donnerstag, 11.02.2016, 20:23 vor 3649 Tagen @ Blue 7498 Views

@Blue:«Als ich auf die Welt kam, zählten wir 3,5 Milliarden Menschen.
Als ich in das Alter kam, um eine Familie zu gründen, gab es schon sechs Milliarden. In der Zwischenzeit war Tschernobyl explodiert, der Aralsee fast verschwunden und Madagaskar zu 90% von seinem Regenwald befreit, […]»

3,5Mrd Mitte der 60er … Berlinkrise, Kubakrise, Vietnamkrieg, …

[image]

Hallo, @Blue,

danken möchte ich für Deine Darstellungen, aus der Du persönlich Deine Gründe für die Ablehnung eines Kinderwunschs herleitest.

@Silvia bringt es jedoch m. E. auf den Punkt, wenn Sie in Ihrem Beitrag formuliert: «Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer.».

Doch Du beschreibst m. E. allein im Punkt 4 eine Reihe von allgemein gültigen Punkten für die Bundesrepublik (es gibt andere Kulturkreise, für die diese Argumentation wohl eher nicht zählt), wenn Du aufzählst: «Ausverkauf von individuellen Lösungen […], der Verfall unseres Bildungssystems».

Jedoch meines Erachtens wichtiger scheint mir der Untergang der Möglichkeit einen generationsübergreifenden weitestgehend auch selbständig funktionierenden "Familienverband“ in unserem System zu gründen bzw. zu erhalten, der durch die pure Anzahl der Individuen, der Verstädterung (insb. in Großstädten) und der Technologieveränderung der Arbeitswelt beschrieben werden kann. Diese Entwicklung setzt natürlich nicht erst Mitte der 60er Jahre (Berlin-, Kubakrise, Vietnamkrieg, 68er) ein und wurde mit der Wiedervereinigung (1990) erneut verstärkt, wie es vielleicht die nachfolgende Grafik suggeriert:

[image]

Freiwillig frei oder ...

FESTAN, Donnerstag, 11.02.2016, 20:32 vor 3649 Tagen @ Blue 7129 Views

unbewusstes Opfer einer versteckten Agenda, mit der sich auch Henry Makow heute befasst:

http://henrymakow.com/000185.html

Ich jedenfalls, wurde Opfer dieser Subversionsstrategie, heute weiß ich es.

FESTAN

Ihr müsst euch schon entscheiden

Fussgänger @, Donnerstag, 11.02.2016, 20:53 vor 3649 Tagen @ Mercury 6974 Views

Zufallskinder sind heute weniger, dafür viele bewußt kinderlos - gerade
der akademischen, recht gut verdienenden Schichten, die später
entsprechend hohe Renten beanspruchen.

Die zahlen aber auch jetzt für dutzende von Kindern Subventionen. Ich, als kinderloser "sehr gut verdienender" (=brutal Steuern zahlender) hätte nichts gegen folgende Handel:

Ich bezahle keine Steuern mehr, die einigermassen direkt an Kinder gelangen, und auch nichts ins Rentensystem. Dafür muss ich dann "später" selber schauen, wie ich klar komme.

Das Problem ist halt, dass man mich da nicht abhauen lässt. Ich darf weiterhin Jahressteuern zahlen, mit denen man eine Durchschnittsfamilie durchbringen kann. Auf Schweizerdeutsch sagt man zu deiner Ansicht "Das Weggli und den Fünfer haben wollen". Entscheidet euch: entweder helfen wir heute euren Familien mit den sackschwach erzogenen Bälgern, dann gibt's aber auch später nichts an der Rente zu rütteln, oder halt nicht. Im zweiten Fall möchte ich dann aber schon, dass die Belastung durch Steuern und Lohnabzüge sinkt.

Warum ich keine Kinder habe? Hier in Mitteleuropa hat's ca. um den Faktor 3 zu viele Leute. Hier Kinder aufzuziehen ist nicht sinnvoll. Lieber arbeite ich bis 80 und sterbe dann halt schon bald, als dassich mir den Terror mit durch Reibungswärme aufgeladenen und durch-genderisierten Schulen, Behörden, etc., antue.

Aber nachdem ich beinahe 30 Jahre meist horrende Beträge ins Steuer- und Rentensystem eingezahlt habe, will ich da auch meinen Anteil zurück. Ihr hättet mir ja vorher sagen könne, dass das nicht so sei wird. Aber dann ich hätte ich halt auch nicht einbezahlt.

Das System der Schweiz ist anders als in D

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 21:11 vor 3649 Tagen @ Fussgänger 6883 Views

Die zahlen aber auch jetzt für dutzende von Kindern Subventionen. Ich,
als kinderloser "sehr gut verdienender" (=brutal Steuern zahlender) hätte
nichts gegen folgende Handel:

Trenn die Systeme: Steuern zahlst du nicht für Kinder, sondern Panzer, Funktionäre, Banken usw.. Kinderbezogene Anteile sind da nicht der dickste Posten.

Ich bezahle keine Steuern mehr, die einigermassen direkt an Kinder
gelangen, und auch nichts ins Rentensystem. Dafür muss ich dann "später"
selber schauen, wie ich klar komme.

Das Problem ist halt, dass man mich da nicht abhauen lässt. Ich darf
weiterhin Jahressteuern zahlen, mit denen man eine Durchschnittsfamilie
durchbringen kann. Auf Schweizerdeutsch sagt man zu deiner Ansicht "Das
Weggli und den Fünfer haben wollen". Entscheidet euch: entweder helfen wir
heute euren Familien mit den sackschwach erzogenen Bälgern, dann gibt's
aber auch später nichts an der Rente zu rütteln, oder halt nicht. Im
zweiten Fall möchte ich dann aber schon, dass die Belastung durch Steuern
und Lohnabzüge sinkt.

In Deutschland können viele "Bessrverdienende" aus dem System abhauen. Auch sind die Rentenbeiträge anders organisiert als in der Schweiz.

Und, einfach mal so: Ein "sackschwach erzogenes Balg" hatten deine Eltern wohl auch. Frechheit.

Warum ich keine Kinder habe? Hier in Mitteleuropa hat's ca. um den Faktor
3 zu viele Leute. Hier Kinder aufzuziehen ist nicht sinnvoll. Lieber
arbeite ich bis 80 und sterbe dann halt schon bald, als dassich mir den
Terror mit durch Reibungswärme aufgeladenen und durch-genderisierten
Schulen, Behörden, etc., antue.

Aber nachdem ich beinahe 30 Jahre meist horrende Beträge ins Steuer- und
Rentensystem eingezahlt habe, will ich da auch meinen Anteil zurück. Ihr
hättet mir ja vorher sagen könne, dass das nicht so sei wird. Aber dann
ich hätte ich halt auch nicht einbezahlt.

So einen egozentrischen Quatsch kommentiere ich nicht weiter. Viel Spass noch mit dir!

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

was ist eigentlich ein schönes Leben?

satsangi @, Donnerstag, 11.02.2016, 21:53 vor 3649 Tagen @ J. v. Liebig 6973 Views

Hallo Bewusstsein!

...und wozu ein schönes Leben, sollte es nicht heissen: Ein sinn-volles Leben.[[freude]]

WARUM sind wir überhaupt hier?

WER sind WIR?

Woher kommen WIR?

WAS ist unsere Aufgabe hier?

Wohin gehen WIR?

Wir sind hier um eine grossartige Erfahrung zu machen, um auf dem langen und harzigen Weg
einen Schritt voran zu kommen, und damit dem Ausstieg aus dem Hamsterrad näher zu kommen.


Gruss satsangi

SInn des Lebens?

Fairlane @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:09 vor 3649 Tagen @ Blue 7161 Views

Kinder machen Dreck, den Eltern Sorgen und graue Haare, ausserdem schränken sie ein und kosten Geld, bringen später Freunde und Partner heim, die man womöglich nicht mag - wirft man einen Blick auf unsere Zeiten und wie es womöglich noch werden wird, dann lässt man das ganze Thema am besten garnicht an sich heran, da man später eventuell vorgehalten bekommt, unverantwortlich gehandelt zu haben.

So kann man das Thema "Nachwuchs" betrachten und in etlichen weiteren Schattierungen...

Genau so habe ich das Thema auch zwischen meinem 20. und 35. Lebensjahr betrachtet.
Kinder anderer Leute haben mich genervt; das Gebrabbel, der ganze Dreck den sie erzeugen, die Heulerei wegen offensichtlicher Nichtigkeiten - einfach nur grauenhaft!

Und irgenwann begann ich anders zu denken, insbesondere über mich und die Tatsache, daß auch meine Lebenszeit nicht unbegrenzt ist. Wir sind alle nur Gast auf Erden, sammeln unser Leben lang kleinere oder größere Reichtümer an, ob es nun materieller oder finanzieller Wohlstand ist, oder Erfahrungen. Wir erfüllen uns Träume und Wünsche, tun etwas für "uns" und am Lebensabend blicken wir darauf und hätten vielleicht noch gerne etwas mehr Zeit - aber die gibt es nicht und das letzte Hemd hat keine Taschen. Im schlimmsten Fall dämmert man in einem Pflegeheim dem Tod entgegen und hat niemanden mehr, der einen kennt oder besucht.

Ewiges Leben, sich einfrieren lassen für viel Geld und irgendwann dank der Medizin im Traumalter von 20 Jahren wieder aufwachen dürfen - manche hätten das gerne, aber es funktioniert (noch) nicht. Und selbst wenn? Nochmals leben, reicht es nicht einmal "erfüllt" zu leben, ohne überzogene Ziele?

Ich habe meine Freunde und Bekannten erlebt, als sie ihre ersten Kinder bekamen und ich erfuhr deren Freuden und Leiden mit den kleinen Würmchen - auch meine Freundin wollte eine Entscheidung von mir, wie es mit uns in Sachen Nachwuchs weiter geht. Ja, wir gerieten in eine kleine Krise darüber. Ich schilderte ihr meine Bedenken, meine Sorgen - ich dachte an meine eigene, schwere Kindheit, meinen grauenhaften Vater, der eigentlich nie eine Familie wollte und ein gewalttätiger Trinker war. Zu meiner Kindheit war der Kalte Krieg noch ein Thema, in meiner Jugend erlebte auch ich Tschernobyl und ahnte durchaus was das bedeutet; gewiss nicht vollumfänglich, aber mit Spielen im Garten war damals erst einmal nichts mehr.
Dennoch hatten sich damals meine Eltern für mich Entschieden und auch recht gut und ohne nennenswerten Rückschläge bis zur Volljährigkeit erzogen. Dennoch hatte ich Vorbehalte selbst in die Elternrolle zu schlüpfen und mir das Thema "Kind" anzutun; es wollte mir nicht in den Kopf.

Mir war es auch zu viel mich mit den Kindern von Freunden oder Bekannten zu beschäftigen, um eine andere Meinung über Kinder zu gewinnen, aber schweren Herzens wollte ich guten Willen zeigen und nahm mir vor mich mit diesem Thema irgendwie zu bechäftigen - unkonventionell, so wie ich an viel Dinge heran gehe...

Langsam begann ich bei Einkäufen in Supermärken die Kinder anderer Leute anzuschauen, sie anzugrinsen und hatte irgendwann doch tatsächlich Gefallen daran, wenn sie herzlich zurück grinsten. Kleine Menschen, die sich freuen - irgendwie niedlich! Gibt es ein ehrlicheres Lächeln, als das von Kindern?

Irgendwann war für mich die Entscheidung gefallen: Ohne Kind(er) bleibt von uns nichts und nur mit Kindern wird doch das eigene Leben vollkommen, auch wenn es viel Kraft, Nerven, Zeit und Aufwand kostet.

Wir haben es gewagt, wir haben uns auf das Abenteuer schlussendlich eingelassen und es hat spontan funktioniert. Ich ging zu fast jeder Untersuchung mit, bestaunte die Ultraschallbilder und durchtrennte bei der Geburt die Nabelschnur meiner Tochter. Wider alle Erwartungen überstand ich die Geburt ohne Schwierigkeiten und half bei der Geburt tüchtig mit <img src=" /> Meine Freundin war begeistert und sie fühlte sich keinen Moment von mir im Stich gelassen, was auch mir gut tat, denn als Partner kann man sich trotz allem nur bedingt einbringen. Unsere Tochter kam gesund zur Welt, entwickelt sich prächtig und wenn wir sie ansehen, dann erkennen wir uns beide in ihr.

Auch wenn es nun etwas hochtrabend klingen mag, sind wir uns sicher, daß am Ende unseres Lebens (was hoffentlich noch lange dauern wird) etwas von uns bleibt, etwas lebendiges, jemand, der sich an uns erinnern wird. Bis es soweit ist, hoffen wir unserer Tochter alles vermitteln zu können, was notwendig ist um ein sinnerfülltes, glückliches und zufriedenes Leben zu führen - und ihr ebenso klar zu machen, dass es Dinge gibt, auf die man wenig Einfluss hat, dies aber nicht immer ein Grund ist verzweifelt oder unzufrieden zu sein.

Ebenso werden wir ihr klar machen, dass sie nichts besonderes ist, nur ein Mensch unter Milliarden anderen, aber dass sie für uns immer etwas ganz besonderes sein wird.

Alles andere wird irgendwann in ihren Händen liegen und ihre Entscheidung sein.

Gruss, Fairlane

Doch, doch....

Fussgänger @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:10 vor 3649 Tagen @ Mercury 6700 Views

Die zahlen aber auch jetzt für dutzende von Kindern Subventionen. Ich,
als kinderloser "sehr gut verdienender" (=brutal Steuern zahlender)

hätte

nichts gegen folgende Handel:


Trenn die Systeme: Steuern zahlst du nicht für Kinder, sondern Panzer,
Funktionäre, Banken usw.. Kinderbezogene Anteile sind da nicht der dickste
Posten.

...Kinder kosten auch. Schulen, Steuererleichterung usw.

Ich bezahle keine Steuern mehr, die einigermassen direkt an Kinder
gelangen, und auch nichts ins Rentensystem. Dafür muss ich dann

"später"

selber schauen, wie ich klar komme.

Das Problem ist halt, dass man mich da nicht abhauen lässt. Ich darf
weiterhin Jahressteuern zahlen, mit denen man eine Durchschnittsfamilie
durchbringen kann. Auf Schweizerdeutsch sagt man zu deiner Ansicht "Das
Weggli und den Fünfer haben wollen". Entscheidet euch: entweder helfen

wir

heute euren Familien mit den sackschwach erzogenen Bälgern, dann

gibt's

aber auch später nichts an der Rente zu rütteln, oder halt nicht. Im
zweiten Fall möchte ich dann aber schon, dass die Belastung durch

Steuern

und Lohnabzüge sinkt.


In Deutschland können viele "Bessrverdienende" aus dem System abhauen.
Auch sind die Rentenbeiträge anders organisiert als in der Schweiz.

Möglich. Das Grundsystem "überproportional mehr bezahlen, wenn man besser verdient" dürfte aber nicht fundamental anders sein.

Und, einfach mal so: Ein "sackschwach erzogenes Balg" hatten deine Eltern
wohl auch. Frechheit.

Nö. Nur weil dich dir deine "ich bin besser, weil ich Kinder aufziehe und darum mehr verlangen darf"-Haltung beidseitig aufzeige? Das wäre schon ziemlich schwach (von dir).

Warum ich keine Kinder habe? Hier in Mitteleuropa hat's ca. um den

Faktor

3 zu viele Leute. Hier Kinder aufzuziehen ist nicht sinnvoll. Lieber
arbeite ich bis 80 und sterbe dann halt schon bald, als dassich mir den
Terror mit durch Reibungswärme aufgeladenen und durch-genderisierten
Schulen, Behörden, etc., antue.

Aber nachdem ich beinahe 30 Jahre meist horrende Beträge ins Steuer-

und

Rentensystem eingezahlt habe, will ich da auch meinen Anteil zurück.

Ihr

hättet mir ja vorher sagen könne, dass das nicht so sei wird. Aber

dann

ich hätte ich halt auch nicht einbezahlt.


So einen egozentrischen Quatsch kommentiere ich nicht weiter. Viel Spass
noch mit dir!

Ein starkes Argument - Chapeau! ;)

Weil du pauschal alle Kinder - also auch dich selber - beleidigst und die Eltern - also auch deine - dazu.

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:24 vor 3649 Tagen @ Fussgänger 6548 Views

Ansonsten: Wenn du meinst, dass deine "Argumente" so toll sind, freut mich das für dich.

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

JA, das sehe ich auch so: Für Kinder ist immer oder nie die richtige Zeit!

Olivia @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:36 vor 3649 Tagen @ Sylvia 6710 Views


Für Kinder ist nie die richtige Zeit - und doch immer.

.................

Nicht umsonst kommen Kinder auch im Kriege auf die Welt.

--
For entertainment purposes only.

Da ich allerdings Kinder nicht pauschal beleidige, sondern...

Fussgänger @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:38 vor 3649 Tagen @ Mercury 6636 Views

...sondern bloss, meinetwegen in übertriebener Weise auf den Blödsinn hinweise:
Mein Geld und damit meine Arbeitskraft nimmt man gerne über Jahrzehnte (!), meint dann noch, "du bezahlst heute für meine Kinder, aber später hast du nichts davon".

Beleidigen tu ich mit solchen Aussagen niemanden. Noch nichtmal die Eltern. Aber am ehesten diese (schau mal in den Spiegel).

Ansonsten: Wenn du meinst, dass deine "Argumente" so toll sind, freut mich
das für dich.

Rhetorik für Anfänger. Wenn jetzt nicht etwas blitzgescheites kommt, dann... Aber das weisst du selber.

Danke für den schönen Text

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 22:39 vor 3649 Tagen @ Fairlane 6544 Views

Hallo Failane,

es gibt halt keine logischen Gründe. Nur welche aus unserem Sein heraus, weil wir halt soziale Tiere sind.

Deine Geschichte hat mir gefallen und ich wünsche euch gute, intensive Zeiten.

Liebe Grüße

Mercury

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

Der Sinn

Kaladhor @, Münsterland, Donnerstag, 11.02.2016, 22:41 vor 3649 Tagen @ Fairlane 6650 Views

Bei unserer letzten Tochter waren meine Frau und ich vollkommen alleine und ich durfte mich als Geburtshelfer bewähren und den neuen Erdenbürger als Erster begrüßen.

Allein diese Erfahrung ist mehr Wert als alles Geld der Welt, als jeder noch so hoch dotierte Arbeitsplatz. Diese Erfahrung hat zu einer sehr tiefen Befriedigung geführt, die man kaum anders erreichen kann. Jeder, der sich vor mich hinstellt und irgendwelche Ausreden wegen Kinderlosigkeit von sich gibt, hat das Menschsein nicht begriffen. Jeder, der sich dem Elternsein entsagt, ist unvollständig.

Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Worüber regst du dich auf, wenn "sackschwach erzogenen Bälger" keine Beleidigung ist? (oT)

Mercury @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:02 vor 3649 Tagen @ Fussgänger 6619 Views

- kein Text -

So viele Fragen ...

Romeo @, Somalia 2.0, Donnerstag, 11.02.2016, 23:03 vor 3649 Tagen @ satsangi 6739 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 23:24

Hallo Bewusstsein!

...und wozu ein schönes Leben, sollte es nicht heissen: Ein sinn-volles
Leben.[[freude]]

WARUM sind wir überhaupt hier?

WER sind WIR?

Woher kommen WIR?

WAS ist unsere Aufgabe hier?

Wohin gehen WIR?

Wir sind hier um eine grossartige Erfahrung zu machen, um auf dem langen
und harzigen Weg
einen Schritt voran zu kommen, und damit dem Ausstieg aus dem Hamsterrad
näher zu kommen.

Hallo Satsangi,

ich hoffe, das sind nur rhetorische Fragen, liegen doch die Antworten einigermaßen klar auf der Hand:

...und wozu ein schönes Leben, sollte es nicht heissen: Ein sinn-volles
Leben.

Könnte es DEM Leben vielleicht egal sein, ob DU es "schön" oder "sinnvoll" nennst?
Wenn es da ist, ist es da. Punkt. Wer bist DU, dass DU es als "schön" oder "sinnvoll" klassifizierst? Dasjenige Leben, welches einfach "da" ist, entzieht sich solcher Kategorien.

WARUM sind wir überhaupt hier?

also ICH bin hier, weil meine Eltern das entweder so wollten oder nicht verhindert haben. Und mICH danach großgezogen haben. Selbst ausgesucht habe ICH es nicht.

WER sind WIR?

ICH weiß nicht, wer WIR sind. Ich bin nur ICH. ICH stehe nur für mICH. Wer will sich anmaßen zu wissen, wer WIR sind? Wahrscheinlich sind WIR nur eine heterogene Ansammlung diverser ICHe?

Woher kommen WIR?

Also ICH komme von meinen Eltern (heute würde man wohl sagen, von meinex Elter1 und Elter2). Ich nehme an, anderen geht es ebenso.

WAS ist unsere Aufgabe hier?

Also meine Aufgabe hier ist - genetisch determiniert - meinen beiden Haupttrieben nachzukommen: dem Selbsterhaltungstrieb und dem Arterhaltungstrieb (hallo @Blue).
Und wie ich insbesondere der zweiten dieser Aufgaben nachkam, sah ich, dass es gut war.
Nebenbei versuche ICH (=Egoist), wenn ich nun schon mal hier bin, dabei mit möglichst minimalem Aufwand ein möglichst bequemes Dasein zu pflegen.

Wohin gehen WIR?

Da WIR alle biologisch sehr ähnlich zu sein scheinen, nehme ICH mal an, die meisten aus der diffusen Menge der "WIR" gehen in ähnliche Richtungen.
ICH selbst gehe, als genetisch determiniertes Individuum meine determinierte Daseins-Uhr vor Augen habend, dem sicheren Tod entgegen, wohin sollte ICH auch sonst gehen?

Einige Gegenfragen hätte ich noch:
WAS genau ist ein Bewusstsein, und wozu könnte man eins brauchen?
Welchen tieferen über den oben gesagten Sinn (Selbsterhalt und Arterhalt) als solchen hinausgehend soll denn DAS LEBEN (gehe ich richtig in der Annahme, dass Du einen Unterschied siehst zwischen dem Leben einer Amöbe und dem Leben eines Menschen? Wenn ja, welchen denn eigentlich?) Deiner Ansicht nach haben?

A man said to the Universe: "Sir, I exist!"
"However," replied the Universe, "the fact has not created in me a sense of obligation."
(Stephen Crane)

Fröhliche genetisch-deterministische Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Der Zusammenhalt...

re-aktionaer @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:26 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 6651 Views

Ja, früher hatte jeder mal einen Onkel irgendwo in der Verwandtschaft. Der Rest hatte 3 Kinder und mehr. Heute ist dieses Verhältnis gekippt. Den einen Onkel konnte man mitnehmen. Wenn aber immer mehr Onkel und Tanten sich auf die Sonnenseite verabschieden, dann endet eben die Solidarität, weil eine Schmerzgrenze erreicht ist.
Man könnte aber von den Kinderlosen einen Extra Solidarabschlag einfordern mit dem Familien quersubventioniert werden.... das wäre dann wieder solidarisch. Fändest Du das OK? (Ernst gemeint)

Ich habe Kinder UND zahle netto rein

re-aktionaer @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:32 vor 3649 Tagen @ Fussgänger 6777 Views

Und das tun im Grunde die meisten die halbwegs Geld verdienen.
Was redest Du eigentlich da?
Das bisschen Schulgeld und Kinderbeihilfe deckt bei weitem nicht die Summen die ich an Rentenversicherung, Sozialversicherung und Finanz entrichte. Bei weitem nicht.
Obendrein - wenn Dir nicht passt, wie die Kinder erzogen sind - mit anpacken.

Das böse Mädchen hat mal wieder eine Lawine losgetreten ^^

Blue @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:34 vor 3649 Tagen @ Blue 6919 Views

Diejenigen unter Ihnen, die mich heute in irgendeiner Form beschimpfen mussten, können nun wegklicken. (Machen sie eh nicht, vielleicht findet sich ja etwas, mit dem man mich noch bißchen mehr demontieren kann... ^^ )
Den anderen, die sich bemüht haben, meine Sicht zu verstehen, möchte ich danken und ihnen erklären, wie es wirklich war. Könnte sein, dass dieser Text lang wird.
Ich hoffe auch nicht auf Verständnis, ich hoffe einfach auf Akzeptanz. Mein Denken gebietet mir, Ihnen diese Dinge zu erzählen, es ist wichtig, dass sie einmal gesagt werden. Es steckt so viel mehr hinter all dem.

Ich wollte nicht immer keine Kinder bekommen. Bis ich 17 Jahre alt war, wünschte ich mir, bis spätestens 25 zwei von ihnen zu haben. Aber dann passierten mehrere Dinge. Ich begriff, dass täglich ungezählte Kinder an Hunger sterben, andere zur Arbeit gezwungen werden, zur Prostitution und ähnlichem.

Ferner erfuhr ich, dass mein Vater Sohn einer Mutter war, die sieben Kinder von drei verschiedenen Männern auf die Welt gebracht hatte. Einige von ihnen, unter anderem auch mein Vater, wuchsen in einem Heim auf. Er brach irgendwann aus und probierte sein Glück mit meiner Mutter. Die nun wiederum, wollte von zu Hause weg, weil ihr Vater sie über Gebühr gängelte. *Zack*, da war ich unterwegs. Nach drei Jahren ließen sich meine Eltern scheiden und mein Vater verschwand aus meinem Leben. Fakt ist, ich bin ein doch ziemlich ungewolltes Kind. Und als mir das bewusst wurde, bekam ich auch den Gedanken an die zig ungewollten Kinder da draußen.

Ich beschloss, auf ein eigenes Kind zu verzichten, dafür ein fremdes Kind zu adoptieren und ihm das Gefühl zu geben, absolut und unwiderruflich gewollt zu sein.

Aber - jemand wie ich, aus instabilem Zuhause, mit einer Mutter, die acht Therapien hinter sich brachte und die selbst zwei Therapien absolvieren musste, damit sie sich einigermaßen zurecht findet, in diesem menschenverachtenden System, wird niemals ein Kind adoptieren dürfen.

Womöglich stimmt es ja und jemand wie ich hätte auch nie geboren werden dürfen. Und ein Anrecht auf Rente kann jemand wie ich auch unmöglich haben. Und dennoch bekomme ich sie. Mit 43 Jahren. Was wollen Sie jetzt machen? Mich erschießen? Mir zum hundertsten Male erzählen, das Menschen wie ich Unrat sind? Des Lebens unwürdig? Weil sie sich an keine Norm halten können, weil sie kein Verständnis mehr aufbringen können, für den ewigen Kindergarten „Menschheit“?

Ohne pathetisch werden zu wollen; es gibt so viel mehr, als sich manche von Ihnen jemals werden vorstellen können. Und das Universum braucht JEDE Information. Auch die Informationen, von Menschen, wie mir. Denn, wenn falsch wäre, was ich mache, gäbe es mich nicht. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass jeder hier eine Aufgabe hat und dass es niemandem zusteht, diese Aufgabe zu bewerten oder gar in Frage zu stellen.

Wie schon gesagt, ich kann unmöglich für alle kinderlosen Frauen sprechen. Aber ich HABE mir einen Kopf um alles gemacht. 15 Jahre lang. Würde mich gar nicht trauen, hier zu schreiben, wenn es anders wäre. Ich wollte gerne, dass Sie die Möglichkeit bekommen, auch die andere Seite der Medaille zu betrachten.

Und so einfach, wie manche sich das mit ihren stereotypischen Argumenten machen, ist es nun mal nicht.

Die Erde, diesen Planeten, liebe ich zum Beispiel mehr, als ich jemals einen Menschen liebte. Immer wieder habe ich mir angesehen, was passiert, habe manche Dinge dokumentiert, damit man einmal sieht, wie es „früher“ war.
Wir sind eine Oase, im nahezu leeren Raum, niemand weiß bis heute, wie es denn nun zum „Leben“ hat kommen können, wenngleich tausende Vermutungen das Denken der Menschen bestimmen. Und wenn ich immer höre: „Ach, die Erde wird sich schon heilen“, kriege ich Zustände. Jeder Richter würde uns wegen Fahrlässigkeit, wenn nicht gleich Vorsatz hinter Gittern bringen, für das, was wir dem Planeten antun.

Aber die großen Geldsäcke kommen ungeschoren davon, während die kleinen Frauen, die einen Beschützerinstinkt für die GANZE Welt haben und probieren, erst einmal das zu reparieren, was schon da ist, die geballte Wut eines intellektuellen Forums zu spüren bekommen. Jo, wäre ich ein bißchen sarkastischer, als ich es bin, käme jetzt ein „Gut gemacht, ganz im Sinne diverser Möchtegernweltherrscher.“ ^^

So aber bemühe ich mich um Contenance, wenn auch mein Herz rund 580 mal die Minute hämmert und ich mir nie einsamer vorkam. SIE haben NULL Ahnung, was Sie Frauen wie mir, ihr verdammtes Leben lang, antun.

Machen Sie es gut, mein Gastspiel in diesem Forum ist nun beendet. Ich bin nicht hart genug, um mit Ihnen kommunizieren zu können. Darwin, der alte Sack, hat wieder einmal Recht behalten. Unwertes Leben rottet sich selbst aus... ^^

Viele liebe Grüße
Blue

Das gibt es bereits. Teilweise.

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:38 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 6638 Views

Man könnte aber von den Kinderlosen einen Extra Solidarabschlag
einfordern mit dem Familien quersubventioniert werden.... das wäre dann
wieder solidarisch. Fändest Du das OK? (Ernst gemeint)

Das gibt es bereits. Teilweise. Beispielsweise bei der Pflegeversicherung.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Erziehung.

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:43 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 6514 Views

Das bisschen Schulgeld und Kinderbeihilfe deckt bei weitem nicht die
Summen die ich an Rentenversicherung, Sozialversicherung und Finanz
entrichte. Bei weitem nicht.

Rentenversicherung, Sozialversicherung und Finanz entrichtet doch jeder. Und wer kinderlos ist, bekommt doch aus dem Steuertopf weniger.

Insofern verwundert mich das Argument.

Obendrein - wenn Dir nicht passt, wie die Kinder erzogen sind - mit
anpacken.

In die Erziehung fremder Kinder rede ich nicht herein. Eltern sollten sich das verbitten, solange es keine wirklich seriösen Vorschläge sind. Und anpacken???

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Diese Reaktion zeigt...

re-aktionaer @, Donnerstag, 11.02.2016, 23:56 vor 3649 Tagen @ Blue 6897 Views

Blue ist zwar emanzipiert und kennt sich mit Motoren aus... aber sie ist im Herzen Gottlob eine Frau geblieben! :-)
PS. Meine Kritik war nicht böse oder verletzend gemeint und es tut mir wirklich Leid, wenn es Dir so reinkam. Aber mir brennt Dieses Thema auch etwas unter den Nägeln, weil mich die Kinderfeindlichkeit in unserer Gesellschaft immer öfter tief erschüttert - gar nicht so sehr wegen mir und meinen Kindern, sondern wegen den Leuten, die noch welche kriegen könnten.

Peanuts

re-aktionaer @, Freitag, 12.02.2016, 00:03 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 6430 Views

Ich rede hier von einer Aliquoten Summe die sich aus:
- Entgangenen Einkünften wegen Kindererziehung
- Mehrkosten für Ernährung, Bekleidung etc...
- Wochenendbetreuungszeiten etc..
zusammenrechnet.
Diese Kosten, die den Eltern ja entstehen durch erwerbstätige Gesamtbevölkerung dividiert wäre die Summe für das Individuum.
Da wir ja ca. 50% zu wenig Kinder haben, kommst Du wahrscheinlich grob geschätzt auf ca. 300/monat Solidarabgabe für jeden Kinderlosen. Wäre das OK oder zuviel der Solidarität?

Man könnte aber von den Kinderlosen einen Extra Solidarabschlag
einfordern mit dem Familien quersubventioniert werden.... das wäre

dann

wieder solidarisch. Fändest Du das OK? (Ernst gemeint)


Das gibt es bereits. Teilweise. Beispielsweise bei der Pflegeversicherung.

Wann kommt nummer 2?

re-aktionaer @, Freitag, 12.02.2016, 00:08 vor 3649 Tagen @ Fairlane 6638 Views

Wir brauchen gute Brut!

Wo stand das hier im Forum? "...sie sich weigerte, Kinder in die Welt zu setzen."? (mT)

DT @, Freitag, 12.02.2016, 00:12 vor 3649 Tagen @ Blue 6873 Views

In der letzten Zeit liest man hier im Forum sehr oft, dass die deutsche
Frau schuld am derzeitigen Übel in unserem Land hat, weil sie sich
weigerte, Kinder in die Welt zu setzen.

WO stand das? Bitte den Link posten. Meines Wissens hat das niemand "der deutschen Frau" vorgeworfen, höchstens der Umerziehung durch die Besatzermedien und die daraus hervorgegangenen Feministen. Aber "der deutschen Frau" die "sich weigerte" hat meines Wissens niemand etwas vorgeworfen.

Woher also dieser Aufhänger, hergeleitet aus einem Suggestivstatement, das meiner Meinung nach so nicht stimmt?

DT

PS: Hoimar von Ditfurth / Martin Luther:

"UND WENN ICH WÜSSTE, DASS MORGEN DIE WELT UNTERGINGE, WÜRDE ICH HEUTE NOCH EIN APFELBÄUMCHEN PFLANZEN!"

Soviel zu den rationalen Gründen (Aralsee etc.)

STEFAN, you nailed it! ;-)

Vanitas, Freitag, 12.02.2016, 00:21 vor 3649 Tagen @ FESTAN 6724 Views

bearbeitet von Vanitas, Freitag, 12.02.2016, 00:41

unbewusstes Opfer einer versteckten Agenda, mit der sich auch Henry Makow
heute befasst


Gelegentlich bei Henry Makow vorbeischauen ist kein schlechter Rat, bei ihm als 'selfhating jew' darf wenigstens die Antisemitismuskeule in der Ecke bleiben ...

Die gesellschaftliche Zersetzungsarbeit, die bei uns mit der Frankfurter Schule aka Institut für Sozialforschung schon 1923 begann (bis 1933) und mit größter Intensität nach dem verlorenen WKII im Zuge der 'Reeducation' wieder aufgenommen wurde, sollte den ökonomischen Marxismus auf die kulturelle Ebene liften im Sinne von geistiger Wegbereitung zum Internationalismus, Multikulturalismus, Sexuellen Liberalismus+Genderismus und Philosemitismus:

Der wohlhabende Sohn eines millionenschweren Getreidehändlers, Felix Weil, wollte ein öffentliches Politikinstitut gründen. Einen "Think-Tank", der als Heimstatt weiter entwickelter marxistischer Ideen dienen sollte. Nach dem Vorbild des Marx-Engels-Instituts in Moskau sollte Weils "Think-Tank" zunächst das "Institut für Marxismus" genannt werden.

Martin Jay, Direktor des Geschichtsinstituts in Berkeley, und Autor eines Buches über die Geschichte der Frankfurter Schule, erläutert, wieso der Name in "Institut für Sozialforschung" (IfS) geändert wurde.

"Ich denke, sie hatten ein großes Interesse daran, nicht schon durch ihren Namen aufzufallen. 'Institut für Sozialforschung' ist ein ziemlich neutraler Begriff."

Das Institut war der Frankfurter Universität angeschlossen. Und wurde bald einfach unter dem Namen Frankfurter Schule bekannt. Die Frankfurter Schule wurde offiziell am 22. Juni 1924 eröffnet. Aber das erste Seminar in marxistischer Theorie wurde bereits im Frühjahr 1923 gehalten. Fast zwei Dutzend marxistische Gelehrte versammelten sich damals zu einer, wie es Weil als ihr Sponsor nannte, "marxistischen Studienwoche"

http://de.wikimannia.org/Die_Geschichte_der_Politischen_Korrektheit

Nun, wie es der Zufall will, waren praktisch alle Protagonisten mosaischen Glaubens und die hatten sicher nur die weitere Höherentwickling der menschlichen Zivilisation im Auge ...[[zwinker]]

Und dafür musste natürlich erst die Milch der frommen Denkungsart aka PC in die Köpfe der deutschen Intelligenzia gebracht werden, was natürlich umso besser klappt, wenn synchnron dazu ein gigantisches Schuldgebäude errichtet wird, dem man schier nicht entfliehen kann, da z.B. an den Ausgängen die Staatsanwaltschaft mit diverser Paragrafauslegung zur Volksverhetzung lauert.

Tu was du willst, aber du bist als Westler immer schuldig, als Deutscher an allen H-Dingen und H-Personen sowieso, am Waldsterben, an der 'Klimakatastrophe'. an der 'Ökokatastrophe', am Elend der 3. Welt, an der radioaktiven Verseuchung an ... und dafür musst du nun büßen, büßen, büßen bis wenigstens in die 8. Generation und kräftig Ablass zahlen, bis aus 'guilt' dann vollständig 'debt' geworden ist, den internationalen Bänkern sei's gedankt, denn die vollständige Transmutation und damit moralische Erlösung steht ja wohl unmittelbar bevor. Erstaunlicherweise kennt die präziseste Sprache der Welt, nämlich Deutsch, für 'Schuld' nur ein Wort, eben 'Schuld'!

Und in so eine noch unerlöste Welt soll der Deutsche seine Kinder setzen?
Never ever, bevor nicht der Aralsee völlig ausgetrocknet ist, oder wie?

Tja, die schon weiter oben von mir apostrophierten politisch-gesellschaftliochen 'Wirkmächte' aka 'The powers that be' haben uns und unsere ganz natürlichen Instinkte sauber konditioniert und eigentlich fast die gesamte Menschheit am Gängelband. 'Kolonisierung des Unterbewusstseins' hat das mal jemand Anfang der Siebziger bezogen auf uns Deutsche genannt.

Dennoch und gerade jetzt:
Gesunde Kinder sind das Beste, was einem passieren kann, als Mann oder Frau!!!


Gruß Vanitas


PS Zum Kulturmarxismus lesenswert:

http://zeitfragen.de.tl/Kulturmarxismus.htm

und als ultralinke Stimme ohne rechte Gesinnung [[zwinker]] :

https://syndikalismus.wordpress.com/2012/11/20/eingesandt-was-ist-kulturmarxismus/

Die Rechnung geht nicht ganz auf.

SevenSamurai @, Freitag, 12.02.2016, 00:37 vor 3649 Tagen @ re-aktionaer 6480 Views

- Entgangenen Einkünften wegen Kindererziehung
- Mehrkosten für Ernährung, Bekleidung etc...
- Wochenendbetreuungszeiten etc..
zusammenrechnet.
Diese Kosten, die den Eltern ja entstehen durch erwerbstätige
Gesamtbevölkerung dividiert wäre die Summe für das Individuum.
Da wir ja ca. 50% zu wenig Kinder haben, kommst Du wahrscheinlich grob
geschätzt auf ca. 300/monat Solidarabgabe für jeden Kinderlosen.

Du musst den Qualitätsverlust, also Verlust an Lebensfreude, den Kinderlose haben, wenn sie gerne Kinder gehabt hätten, abziehen.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Danke ebenfalls für den schönen Text. (oT)

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 00:45 vor 3649 Tagen @ Fairlane 6441 Views

- kein Text -

--
For entertainment purposes only.

Falsche Hobbys

Onkel S. @, Freitag, 12.02.2016, 01:37 vor 3649 Tagen @ Blue 6748 Views

Hallo Blue,

... Bis heute fand ich also niemanden, der emotional ausgereift
genug gewesen wäre, sich der Aufgabe „Kind“ zu stellen. Im Gegenteil,
gab es einen prozentualen Überschuss an männlichen Individuen, die selbst
kein Kind wollten.

Die da waren: Motorrad - Rennen fahren,
einen technischen Beruf ergreifen, meine geistig – seelische Entwicklung
voran zu bringen.

nimm's mir nicht übel, aber mit einer "Motorrad-Rennfahrerin" würde ich auch nur ein paar Runden "Vollgas-Spaß" haben wollen, aber keinesfalls Kinder in die Welt setzen, denn falls meine geliebte Motoradfahrerin doch mal am nächsten Baum einschlagen sollte, dann hat der Mann dann die volle Erziehungsarbeit für die Kinder zu tragen, und dafür ist er nunmal genetisch nicht ausgelegt. Da rede ich aus Erfahrung, ich liebe meine Kinder über alles, und bin dennoch jeden Werktag heilfroh, ein paar Stunden Kinder-Auszeit im Büro zu haben. [[zwinker]]

Gruß,
S.

--
Keine Anlageempfehlung!
Keine Anlageberatung!
Keine Gewähr!
Umsetzung auf eigene Gefahr!

In die falsche Kehle bekommen

azur @, Freitag, 12.02.2016, 02:22 vor 3649 Tagen @ Blue 6597 Views

Hallo Blue,

Du hast Deine Sichtweise auf bestimmte Umstände Deines Lebens gelenkt, und Dir wurde geantwortet. So weit ich sehe, hat Dir keiner irgendwelche Vorhaltungen gemacht, wie Du Dein Leben führst. Das ist hier auch nicht üblich. Gut, beim Streit über Schreib- und Disputierweise usw., da wird es schon mal persönlicher, aber sonst...

Mir ist nicht klar, was Du erwartet hast. Bestätigung? Anteilnahme? Auch das ist unter den Antworten, welche die Antwortenden brachten. Es ist ihre ehrliche Meinung, und das ist es, was in einem Forum ausgetauscht wird.

Wofür bist Du nicht stark genug? Dass Dir Menschen in einem Forum antworten? Red Dir das bitte nicht ein.

Wie jeder hast Du Deine Stärken und Schwächen. Und sicher genug Kraft, mit dem Unständen umgehen zu können, die Dich bewegen.

Wünsche Dir jedenfalls alles, alles Gute und bitte Dich Dir das, was Dir missfiel nicht so zu Herzen zu nehmen.

Viele freundliche Grüße

azur

PS: kann man seine Kinder so lieben, wie die Erde? Bin mir da gewiss [[zwinker]][[freude]].

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Meine Sichtweise der Dinge

helmut-1 @, Siebenbürgen, Freitag, 12.02.2016, 03:42 vor 3649 Tagen @ Blue 6798 Views

Ich hab mir das alles mal reingezogen und erst mal eine Weile darüber nachgedacht, bevor ich auch meinen Senf dazu gebe, - wie Du es nennst.

Prinzipiell akzeptiere ich immer die Anschauung meiner Mitmenschen. Ob ich sie für mich übernehme, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich darf mir erlauben, die Argumente mal unter die Lupe zu nehmen, - aus meiner Sicht.

Der Hinweis auf die Herkunft des Vaters sowie andere Familienzusammenhänge ist für mich kein begreifbarer Grund. Jeder Mensch formt sich aus genetischen Motiven und durch seine Umwelt. Meistens ist das 50:50. Es liegt also schon an einem selbst, welchen Weg man beschreitet.

Auch für mich hatte niemand Zeit, als ich klein war. Meine Mutter als alleinerziehende war dauernd im Restaurant meiner Großmutter, - ich war mir selbst überlassen, auch dann, als ich krank im Bett lag. Das bewirkte zwar eine jahrzehntelange Disharmonie zu meiner Mutter, - aber es beeinflußte nicht mein familiäres Konzept. Genauso waren um mich herum in familiärer Hinsicht zum überwiegenden Teil Alkoholiker, in allen Facetten. Trotzdem lehne ich den Alkohol nicht ab, - sondern verwende ihn als Genußmittel. Das nur als Beispiel.

Bei Deiner Erzählung kam mir ein Gespräch mit einer Bekannten hier in Rumänien in Erinnerung, - genauso vom Westen zugezogen wie ich auch. Ich diskutierte mit ihr, warum meine beiden großen Kinder auch mit über 40 immer noch in losen Verbindungen leben und mir bis jetzt noch keine Enkel präsentiert haben. Anders mein Jüngster, - der fast 20 Jahre jünger ist. Der hat da ganz andere Vorstellungen, - träumt von einer Familie, weiß, dass er erst mal seine Ausbildung fertigmacht, weil er erst dann eine Familie ernähren kann, usw.

Ich diskutierte mit meiner Bekannten, warum der Jüngste so anders ist als seine Geschwister. Sie meinte, bei ihr sei es ähnlich, - und sie wäre zu einem bestimmten Schluß gekommen: Es würde einfach mit dem Umfeld zusammenhängen, in dem ein Kind aufwächst. Meine beiden Großen wuchsen in Deutschland auf, - der Jüngste in Rumänien. Hier wäre des Pudels Kern. So nachteilig manchmal die Umstände auch in diesem Land sind, - aber die Uhren gehen hier noch etwas anders, - so , wie es früher auch mal in Deutschland war.

Hier kann man dem Lehrer nicht auf den Tisch sch..en, hier bekommt man noch Respekt beigebracht, hier wird noch das gemacht, was Vater und Mutter sagen, hier sieht man noch die Kuh auf der Weide und nicht nur auf einer Buchseite, hier kann man auch nicht von zuhause abhauen und mit irgendeinem Vorwand zum Jugendamt gehen, damit die Eltern verpflichtet werden, dem Sprößling eine eigene Wohnung zu unterhalten, - da würde man höchstens von der Behörde ausgelacht.

Ich weiß es nicht, ob es daran liegt, - aber ich habe mich an das Gespräch erinnert, als ich das gelesen habe. Kann es sein, dass man in einem Land, in einer Umwelt, wo alles übertrieben und bald nicht mehr "normal" ist (ohne zu wissen, wie man dieses Wort eigentlich richtig definiert), ein anderes Verhältnis zum Thema "Familie" entwickelt als dort, wo es noch einfacher zugeht?

Eines weiß ich aber: Ich hab in meinem Leben viele Leute getroffen und mich mit ihnen unterhalten, meist auch ältere. Die Unabhängigkeit, die man sich durch Kinderlosigkeit schafft, hat eine Faszination für sich. Aber sie verkehrt sich ins Gegenteil, wenn man ins Alter kommt. Irgendwann realisiert man dann, dass man völlig allein ist und es dabei keinen Weg zurück gibt. Wenn man der Typ ist, der sich dann in einer Altenaufbewahrungseinrichtung zurechtfindet, dann geht das noch an. Ich könnte das nicht. Deshalb wurde auch bei allen Elternteilen dafür gesorgt, dass sie eben nicht in so eine derartige Einrichtung in ihrer letzten Lebensphase kommen müssen. Derzeit ist die Schwiegermutter dran, - und ich finde es normal, hier Präsenz zu leben, - obwohl das uns in unserer Bewegungsfreiheit ziemlich einschränkt.

Aber mich freiwillig in so eine Einrichtung zum Abnippeln zu begeben, - da wüde ich schon dafür sorgen, dass es gar nicht erst soweit kommt. Gibt genügend Möglichkeiten, die auch nicht einmal weh tun. Das ist leider die Endstation, wenn man keine Kinder hat. Oder Kinder hat, die man nicht so erzogen hat, dass sie gelernt haben, worauf es im Leben ankommt.

Natürlich haben wir keine Kinder in die Welt gesetzt, damit wir im Alter jemanden in der Nähe haben, - da waren ganz andere Beweggründe vorhanden, - genauso wie viele Glücksmomente, während sie aufwuchsen. Natürlich gabs auch weniger schöne Erlebnisse, - aber die Natur des Menschen bringt es mit sich, dass im Laufe der Zeit die negativen Erlebnisse verblassen und die schönen verklärt werden. Daneben gibts noch ein ganz bestimmtes Gefühl als Vater, wenn man die drei, die ja alle voneinander mit einer räumlichen Entfernung von mehr als 1000 km leben, mal zusammenhat und mit denen z.B. über einen Weihnachtsmarkt geht. Weiß zwar nicht, wie man das Gefühl nennt, aber ich kenne es sehr gut.

Ich musste das so dezidiert erklären, damit Du mich verstehst, wenn ich Dir sage, dass ich Dich wirklich nicht beneide. Aber ich wünsche Dir trotzdem alles Gute!

Beitrag aus einem Selbstmordforum?

Leser23 @, Freitag, 12.02.2016, 09:13 vor 3648 Tagen @ Blue 7120 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 09:52

Beitrag aus einem Selbstmordforum?

Ich hab überlegt ob ich diese Überschrift wirklich wählen soll, und wie zu sehen, hab ich es gemacht.

Grund, es gibt nichts zu beschönigen!

Es wäre so unglaublich viel Text, den ich dazu niederschreiben könnte, aber ich muss mich kurz fassen, in der Hoffnung, daß alles Relevante enthalten ist.

In, sagen wir 40 Jahren, ist die Wirkung auf Dein Lebensumfeld, also die Nachgeborenen Deiner Nachbarn/Familie auf Deine Kinderlosigkeit identisch, zu einem Dir auferlegten und umgesetzten Suizid.

Es ergibt sich kein Unterschied.
Deshalb lese ich Deine Argumentation auch als eine, die aus einem Selbstmordforum hätte abgeschrieben sein können.

Leben oder Tod, nur das ist die Frage.

Um wie viel verringert sich denn der „Fußabdruck“ durch Dein selbstauferlegtes Ausscheiden?

Wie viele Bäume werden denn auf dem Platz wachsen, den Du frei gemacht hast?

Gar keiner, im Gegenteil, werden von den Grünen herbeibeklatsche 20 Afrikaner statt Deiner in Deinem Haus in Deutschland wohnen, und die Kinder Deiner Nachbarn dürfen diese bis auf Weiteres noch per Steuerabgaben „über Wasser“ halten!

Dein Versuch, indem man Dir suggerierte, vom deutschen Wesen die Welt genesen zu lassen, Deinem Vordenken bzgl. Rücksicht auf die Umwelt sich aus dieser zu entfernen, wird durch Deine Tat kontakariert!

Niemand außerhalb dieses „umerzogenen Landes“ folgt Deinem Beispiel, nirgends!

Niemand und niemals und keiner der in Deinem Haus sodann wohnenden 20 Afrikaner, wird sich an Dich und Deine Absichten jemals erinnern!

Nehmen wir mal eine Metapher im weitesten Sinne.

Bakterien.

Die Tatsache der Existenz von Bakterien ist, daß es eine Lebensform ist, die eine Nische für sich gefunden hat.

In der Wirkung auf den Wirt, also den Organismus, der als Gastgeber fungiert, sind diese Bakterien unzweifelhaft nachteilig.

Innerhalb des Lebensraums und des Horizontes der Bakterien, erkennen sie sich als friedfertig, sich vernichten sich nicht gegenseitig, leben miteinander statt gegeneinander, informieren sich i.d.R. sogar gegenseitig über die Nahrungsquellen, anstatt diese individuell, jedes Bakterium für sich, zu reklamieren.

Das was sie ausmacht oder unser Wissen über sie, ist deren Überlebenswunsch, oder einfacher gesagt, das Leben!

Für uns, wenn wir der Wirt wären, ist es Vorteilhafter, wenn sie tot wären.

Zwischen uns ergibt sich also eine „Entweder – oder - Situation, die oder wir!

Wir haben dafür etwas erfunden, was die Chance auf unser überleben sichert, und umgekehrt deren Überleben gleichzeitig negiert, das Antibiotikum!

Die Wirkungsweise des Antibiotikums hat nur EINEN EINZIGEN ANSATZ, nämlich der unmittelbare Eingriff in die REPRODUTIONSFÄHIGKEIT, der Bakterien!

Das, und nur das ist die Wirkungsweise, nicht etwa eine direkte Vergiftung oder Tötung der Lebenden Bakterien sondern einzig die Unterbindung deren Fortpflanzungsprozesses.

So verschwinden die Bakterien einzig dadurch, indem sie keine Nachkommen mehr zeugen!

Der Wirt gewinnt, die Bakterien verlieren, ohne daß dafür Schusswaffen herausgeholt werden mussten.

Die Natur hat aber an dieser Stelle dem neuerdings überlebensfähigen Bakterium, einem, welche mittels Evolution eine schneller Entwicklung, als innerhalb des gegen dies eingesetzte Fortpflanzungsverhinderungsgift zuteil wurde, eine Strategie zur Hand gegeben, doch zu siegen, doch als Lebender und nicht toter Teil der Materien aus dem Kampf herauszukommen.

Antibiotikaresistenz!

Diese bringt einzig den Faktor zum Ausdruck, daß der Arterhaltungstrieb des Bakteriums über die Fortpflanzungsverhinderungsabsicht des Antibiotikums obsiegt!
Die Tatsache unserer gegenwärtigen Existenz hier, ist das Ergebnis eines in der Vergangenheit gehabten 100.000 fachen Sieges unseres Lebensdrangs gegen Widersacher und Unbilden der Natur!

Unter schwierigsten Bedingungen unter Lebensgefahr und der Möglichkeit, daß es von einer auf die andere Sekunde aus ist, harrten Familien, ihr Wertvollstes, ihre Kinder zwischen den Armen am Körper schützend nicht nur in Kellern in der sich morgen jährenden Horrorbombennacht in Dresden aus, weil sie überleben wollten.

Sie versuchten gegen die Garstigkeit und menschenverachtende Brutalität unserer Widersacher zu bestehen, weit über 100.000 Menschen gelang dies nicht. Die Zahlen (gezählt) schwankten zwischen 135.000 und 300.000 Opfer!

Viel mehr Opfer allerdings forderten Krankheiten auf dem 100.000 Jahre währenden Weg bis zur Dresdner Bombennacht, so daß man sagen kann, daß letztendlich nur drei von zehn Kindern schlussendlich überlebten, daß sie ihrerseits wiederum Kinder hatten.

Wir sind die Nachkommen der 30% Überlebenden, und offensichtlich fordert jede Zeit ihre Opfer, ihre Quote, der aus den Rennen ausscheidenden!

In der Gesamtabrechnung ist es emotionslos völlig egal ob nun wegen Suizid, Krankheit, Hunger, auf dem Schlachtfeld oder Kinderlosigkeit.

Stell Dir vor, Du hättest die Möglichkeit, per Argumentation die Bakterien davon abzuhalten sich fortzupflanzen und damit Dein Überleben oder das Deiner Art zu sichern!

Von allen Möglichkeiten die man sich so ausdenken kann, ist die mit Worten, also letztlich Gehirnwäsche, doch die mit Abstand eleganteste, oder nicht?

Und damit kommen wir zur alles entscheidenden allerletzten Frage in diesem Zusammenhang, wenngleich viele gar nicht bereit sind, eine solche Frage auch nur ansatzweise denken zu wollen, oh, oh, oh, VT, VT, VT!

Gibt es jemanden, den unsere Existenz auf den Zeiger geht?
Gibt es jemanden, in dessen Augen wir Bakterien sind, wir wie Bakterien vor den Ohren Dritter beschreiben werden?
Hat derjenige oder diejenige die Macht unser Volk etwas auszusetzen, was auf uns wie Antibiotikum wirkt?
Ja oder nein?!

Ja, ja, wir sind mit allen lieb Freund, nicht wahr, wenngleich wir nicht mal eine Friedensvertrag haben und uns damit faktisch immer noch im Kriegszustand befinden, aber alle auf der Welt wollen nur unser Bestes, nicht wahr?
Es gibt auch keine fremden bewaffneten Mächte auf unseren einstigen eigenen souveränen Territorium. Wie sind die eigentlich hergekommen? Per Einladung?

Kommen wir noch zum letzten Punkt, Deiner in Frage stehenden Verantwortung bzgl. der eigenverantwortlichen Arterhaltung Deines Volkes als Frau.

Nun, es gibt in der Tat etwas, was Dich tatsächlich schuldiger macht, als den Mann, ohne welchen Du i.d.R. keine Kinder bekommen kannst.

Die Genderisierung!

Denn innerhalb dieser, ist das Patriarchat ja verpönt.

Innerhalb des Patriarchates hingegen, steht allein der Mann in der Verantwortung der Arterhaltung! Er allein ist Schuld, wenn es misslingt, da in der Hierarchie, die Frau im Patriarchat unter ihm steht!

Im Patriarchat entscheidet der Mann über die Zahl der Kinder!

Und heute?

Die Zahl der Frauen die von sich aus fünf oder mehr Kinder haben möchten ist sehr gering. Es gibt sie wohl, aber in % zum Rest liegt sie im niedrigen einstelligen Bereich!

An den anderen hat die Genderisierung ihre Brandflecken Furchen und Bombenkrater hinterlassen!

Mit der „sogenannten“ Gleichberechtigung, die mittels des Gesetzgebers/Jugendamt eine glasklare Bevorzugung der Frau und Benachteiligung des Mannes ergibt, liegt die Verantwortung der Arterhaltung überhaupt und der angemessenen Arterhaltung im Besonderen bei der Frau!

Rechte (abgeleitet aus GleichbeRECHTigung) und Pflichten gehen Hand in Hand.

Sich gegen das Naturgesetz der Arterhaltung aufzulehnen bestraft die Natur mit Auslöschung!

Kein Mensch, sondern die Natur ist der Richter, und ohne Kinder hast Du im Wettkampf um die Existenzberechtigung auf Erden verloren!

Ob die Erde mit 20 Afrikaner ohne Kultur in Deinem Haus jetzt besser wurde als durch Deine ansonsten gut erzogenen Kinder steht wohl außer Frage.

Von allen Lügenpropaganda, die über uns hereinbrachen sind die der Grünen das mit Abstand Übelste.

Eher fange ich als Rechtskonservativer an, mit den Linken zu kuscheln, bevor ich mich auf diese Grünenvolksverdummung auch nur im Ansatz einlasse.

Ich hüte mich, abgedroschene Pamphlete einzusetzen, aber „Ausgeburt der Hölle“, drängt sich in mir als Bemerkung hervor, musste hiermit raus, weil es meiner Ansicht nach auf den Punkt trifft!

Die Grünen haben seit 30 Jahren nicht die Pflanzung eines einzigen Baumes zu verantworten!
Das Verschwinden von Teilen unseres intellektuell und kulturell einst hochstehenden Volkes (z.B. Deiner Kinder) aber gemäß Deiner Worte offenkundig!

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Neuer Link und #Bahnhofsklatscher

Leser23 @, Freitag, 12.02.2016, 09:28 vor 3648 Tagen @ DT 6491 Views

In der letzten Zeit liest man hier im Forum sehr oft, dass die deutsche
Frau schuld am derzeitigen Übel in unserem Land hat, weil sie sich
weigerte, Kinder in die Welt zu setzen.


WO stand das? Bitte den Link posten.

Doch doch, sinngemäß hab ich das durchaus schon mehrfach geschrieben.

siehe auch hier direkt im Faden:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=394937&page=0&order=time&de...

Grund Genderisierung!

Aus Rechten enstehen Pflichten (GleichbeRECHTigung).

Gender erhebt rechtlich die Frau über den Mann.
Damit sind alle Folgen daraus direkt auf das Tun und Unterlassen der Frau zurückzuführen!

Damit ist die Schuldfrage geklärt, weil sie ja bzw. nicht laut NEIN zur Genderisierung gesagt hat!

Da gibts keine Ausflüchte mehr!

Und jetzt mal Hand aufs Herz, durch nichts, wurde der Genderisierung so sehr der Stecker gezogen, wie durch die Refugees gegenwärtig!

Zeit darüber nachzudenken, welche Werte wir eigentlich ggü. Refugees zu verteidigen beabsichtigen, bzw. wo wir uns besser deren gewinnbringender Wertvorstellungen angleichen sollten.


Klar ist, daß Frauen gegenwärtig durch die "äußere Gefahr" auf den Straßen neuerdings wieder enger zu ihrem deutschen Mann stehen, die Scheidungsquoten gehen dadurch unmittelbar zurück!

Demgemäß hätten wir deutschen Ehemänner eigentlich die #Bahnhofsklatscher sein müssen!

Interessant, oder?

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Wirklich Klasse!

Leser23 @, Freitag, 12.02.2016, 09:48 vor 3648 Tagen @ Fairlane 6508 Views

.


Auch wenn es nun etwas hochtrabend klingen mag, sind wir uns sicher, daß
am Ende unseres Lebens (was hoffentlich noch lange dauern wird) etwas von
uns bleibt, etwas lebendiges, jemand, der sich an uns erinnern wird. Bis es
soweit ist, hoffen wir unserer Tochter alles vermitteln zu können, was
notwendig ist um ein sinnerfülltes, glückliches und zufriedenes Leben zu
führen - und ihr ebenso klar zu machen, dass es Dinge gibt, auf die man
wenig Einfluss hat, dies aber nicht immer ein Grund ist verzweifelt oder
unzufrieden zu sein.

Ebenso werden wir ihr klar machen, dass sie nichts besonderes ist, nur ein
Mensch unter Milliarden anderen, aber dass sie für uns immer etwas ganz
besonderes sein wird.
Gruss, Fairlane

Toll, toll, toll, dem ist nahezu nichts hinzuzufügen, außer vielleicht von Deiner Seite. Sporne Deine Tochter an, alles für sie zu tun, egal wie alt sie ist, denn als Oma hast Du unedlich Zeit für die Enkel, egal wie viele!

Die Natur erlaubt, daß die Frau mit 16 Mutter wird! Dagegen ist garnichts einzuwenden, denn alle Zugereisten hadhaben es genauso!

Neben der "nackten" Zahl steht nämlich noch die Dauer des "Reproduktionsprozesses" als solches. In der kinderreichen erweiterten Nachbarschaft (nichtdeutsch) schoben Mutter und Tochter jeweils gleichzeitig das eigene Baby vor sich her. Es geht also immer noch was!

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Kinder: Glück und Reue (oTmL)

tar ⌂ @, Gehinnom, Freitag, 12.02.2016, 10:01 vor 3648 Tagen @ Blue 6674 Views

schönes Leben ...

J. v. Liebig @, Freitag, 12.02.2016, 10:04 vor 3648 Tagen @ satsangi 6443 Views

Hallo satsangi,

..es war eigentlich eine Vorlage in die Richtung- schoenes Leben via Sinn des Lebens.

Die eine Perspektive aus der Sicht des "Materialisten", die andere Sichtweise für jemanden, der etwas höhere Ansprüche an sich stellt. -Der/die sich vielleicht schon dadurch belohnt, aus dem inneren Einklang heraus Glück zu erleben, welches dem Materialisten immer verborgen bleibt. (obwohl er stetig danach sucht).

Gruß v.L.

Danke für Deinen Beitrag!

LLF @, Freitag, 12.02.2016, 10:05 vor 3648 Tagen @ Blue 6410 Views

So aber bemühe ich mich um Contenance, wenn auch mein Herz rund 580 mal die Minute hämmert und ich mir nie einsamer vorkam.

Kinder / Kinderlosigkeit ist ein schwieriges Thema und es gehört viel Mut dazu, dieses wichtige Thema offen anzusprechen. In diesem Forum ist es vielleicht noch ein bisschen schwieriger, weil die meisten Forumsteilnehmer überdurchschnittlich wohlhabend und erfolgreich sind.

Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie richtig und wichtig es war, dieses Thema anzusprechen.

Wenn man sich "outet" bekommt man Antworten! Aber auch Hinweise!Nicht alles als "Beschimpfung" abtun,trotz des Tons!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 12:01 vor 3648 Tagen @ Blue 6446 Views

Das von Dir, Blue, geschilderte „Schicksal“ hat nicht wenige Menschen der 68-iger und Nach-68-Jahre „erwischt“.

Nicht, weil es besonders tragisch war (es gibt sehr viel tragischere Schicksale, die sehr anders verarbeitet werden), sondern weil es dem Zeitgeist geschuldet ist. Und allzu viele Menschen sind darauf hereingefallen. Aber das ist wohl immer so.

Ein Teil des Dramas liegt darin, dass in der westlichen Welt der nahezu religiöse „Schuldkult“ in die persönliche Vergangenheit eines jeden Individuums verfrachtet wurde. Die „Eltern“ haben „Fehler“ gemacht... und deshalb...... - Aber nicht nur die Eltern wurden „schuldig“ gesprochen! Auch die Gesellschaft, die Umwelt, die Umgebung, die tragischen Ereignisse, denen der „arme“ Mensch ausgesetzt war, wurden zu einer Art „Kult“ erhoben.

ES wirkt aber LEIDER wie eine permanente, unaufhörliche Selbsthypnose!
Man suggeriert nämlich, dass der Einzelne NICHT verantwortlich sei.

JEDER Mensch (was auch immer ihm geschehen sein mag) IST verantwortlich für sein LEBEN und seine HANDLUNGEN!

Im Grunde ist es gleich, ob die persönliche Verantwortung an einen weltlichen Führer, einen religiösen Führer oder an eine durch ELTERNSCHULD beladene Vergangenheit abgegeben wird!

Therapeutenfähigkeiten unterliegen auch der Gaußschen Normalverteilung. Es gibt wenig Therapeuten, die nicht dem ZEITGEIST anheimfallen! Wenn der Zeitgeist und die therapeutischen Paradigma bestimmte „Werte“ vorgeben, dann wird das von der Mehrheit relativ unkritisch akzeptiert. - Früher war es die Kirche! Heute haben Therapeuten (meist gut bezahlt und wenig kontrolliert) die Rolle der Pfarrer übernommen. Auch dort ist glücklicherweise ein Aufbruch und ein Umdenken im Gange. ABER es geht in nicht geringem Maße um „Pfründe“ und die Bereitschaft, die eigenen Pfründe zu verteidigen wird sehr hoch sein.

Neue Therapieformen basieren darauf, dass sie dem „Klienten“ (nicht Patienten) die Verantwortung zurück geben! Schmerzliche Erlebnisse in der Vergangenheit und der Gegenwart sind emotional belastend, das weiß jeder. Aber sie gehören zum Leben! Sie sind nichts Besonderes und sie ereignen sich in unendlich vielen Leben, ohne dass die Menschen sich daran „festhalten“ können. Die Anforderung an jedes Individuum ist, sich mit den „Ereignissen“ der eigenen Geschichte auszusöhnen! Man muß nicht alle Menschen und alle handelnden Personen lieben, aber wenn man an der Vergangenheit „kleben“ bleibt, dann verspielt man die Zukunft von sich selbst und den Menschen, die man liebt und von denen man geliebt wird.

Leider wird in der Psychoanalyse das sogenannte Trauma oft ersetzt durch eine neue Verhaltensauffälligkeit: Die beständige Rationalisierung WARUM das eigene Leben so verlaufen ist. Dabei wird den Umständen und ANDEREN handelnden Personen die wesentliche Verantwortung „übergeben“. Das mag bisweilen erleichternd sein, aber DAS macht abhängig! Etliche dieser Therapien bringen keine Änderungen, sondern nur ein „Verständnis“ WARUM.

Wer VERÄNDERUNGEN sucht, sollte sich mit anderen Therapieformen beschäftigen. Eine erwachsene Frau, die sich kokettierend als „böse“ bezeichnet (und dieser Zuschreibung möglicherweise auch noch selbst emotional verfallen ist), präsentiert sich so, als habe sie leider das Wichtigste aus den Augen verloren! Das Individuum ist IMMER auch selbst verantwortlich. Die von Frau Merkel so bestimmt vorgetragene „Alternativelosigkeit“ von Situationen ist in der Realität zumeist eine Illusion! Man prüfe eine beliebige Entscheidungssituation einmal daraufhin, WIE VIELE verschiedene Möglichkeiten der Entscheidung man tatsächlich hat! Es mögen nicht alle alternativen Entscheidungen verlockend sein, aber sie sind VORHANDEN!

Es gibt systemische Ansätze der Ericksonschen Hypnotherapie, die sehr konstruktiv „Veränderungen“ in Gang setzen. Wer sich dafür interessiert, der kann sich mit den Arbeiten von Gunther Schmidt beschäftigen. Er mißhandelt die deutsche Sprache zwar oft auf eine Art und Weise, die mir den Magen umdreht, ABER er hat etwas zu sagen! Es geht um „Veränderungen“, die möglich gemacht werden sollen, nicht darum, die Lebensgeschichte und vorhandene Traumata auswendig herunterbeten zu können. Eine Kenntnis der gesamten Lebensgeschichte ist für eine erfolgreiche „Intervention“ absolut nicht zwingend erforderlich! Sie kann hilfreich sein, aber zwingend erforderlich ist sie weder für den Klienten noch für den „Therapeuten/Berater“. Aber Vorsicht: Sobald daraus „mundgerechte“ Rezepte gemacht werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es „schief“ geht. - Und nicht vergessen: Auch ein Klient sollte sorgfältig auswählen, mit WEM er arbeitet und sollte sich die „Lebensumstände“ seines „Beraters“ anschauen. Warum? Nun, die werden einigen Einfluß darauf haben, wie er arbeitet und welche Paradigmen er/sie vertritt. - Vielleicht sollte man sich sogar zu der Überlegung hinreißen lassen, dass man eine „Beratung“ wählt und diese selbst bezahlt! DANN kann man nämlich auch den „Berater“ auswählen! Da es sich zumeist um sogenannte „Kurzinterventionen“ handelt (im Gegensatz zu Langzeit-Therapien), halten sich auch die Kosten „im Rahmen“. - „Therapeuten“ und „Berater“ egal welcher Couleur sind weder allwissend, noch fehlerlos, noch schaffen sie es alle immer, ihr eigenes Leben „wie im Bilderbuch“ zu gestalten. Aber in vielen Fällen können sie helfen und unterstützen. Die Verantwortung jedoch sollte man in diesem „Prozess“ niemals aus der Hand geben. Ziele setzen, Erfolge regelmäßig kontrollieren, keine „Wunder“ erwarten und sich auf „Arbeit“ einstellen.
Immerhin bietet DIESE Gesellschaft sehr viele Möglichkeiten, das eigene Leben in die eigene Hand zu nehmen!

--
For entertainment purposes only.

Ja, dem stimme ich zu.

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 12:22 vor 3648 Tagen @ LLF 6333 Views

Die zahlreichen Reaktionen zeigen, wie richtig und wichtig es war, dieses
Thema anzusprechen.

--
For entertainment purposes only.

Genau diese dämliche Propaganda ist es, der die "naiven" Menschen aufsitzen!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 12:37 vor 3648 Tagen @ tar 6548 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 17:59

-
ln-online.de:
Ich will mein Leben zurück

-

.................

Diese "Propaganda" zieht sich durch seit den 68er-Jahren!

Wenn die Zeitungen voll sind mit so einem Mist von Menschen, die "auch mal" im Mittelpunkt stehen wollen, dann m̶u̶ß̶ mss man sich nicht wundern, wenn der naivere Teil der Bevölkerung sich daran ein Beispiel nimmt.
Funktioniert bei allen anderen Dingen ja auch so.

Erstaunlich ist immer WORAUF die Personen f̶o̶k̶u̶s̶i̶e̶r̶e̶n̶ fokussieren. Jeder, der Kinder großgezogen hat, weiß, dass er bisweilen dachte "mein Gott, warum"? DAS gehört dazu. Jetzt daraus einen solchen Hype FÜR Kinderlosigkeit zu machen und gleichzeitig massenhaft männliche A̶n̶a̶l̶p̶h̶a̶b̶e̶t̶h̶e̶n̶ Analphabeten unregistriert ins Land zu lassen ist schon ein Hohn für sich!

Die b̶e̶w̶u̶ß̶t̶e̶ bewusste Dame hätte ihr Kind umgehend zur Adoption freigeben sollen, statt so ein völlig verblödetes Buch über ihre "Befindlichkeiten" zu schreiben.
Nein, ich spreche keinem "Mutterkult" das Wort. Der ekelt mich genauso an.

Können diese dämlichen Deutschen sich nicht einmal NORMAL verhalten?

--
For entertainment purposes only.

Kinderlosigkeit

Leserzuschrift @, Freitag, 12.02.2016, 13:43 vor 3648 Tagen @ Blue 6692 Views

Liebes Forum,

ich lese schon lange mit und bringe mich jetzt zum ersten Mal aktiv ein, da blue in ihrem Kinderlos-Thema ein Reizthema angsprochen hat, das auch in meinem Leben Bedeutung hat.

Im Gegensatz zu Blue wollte ich Kinder und war zweimal schwanger. Beide Kinder habe ich verloren und ich bin jetzt mit einem Mann verheiratet, der keine Kinder zeugen kann.
Wir haben genügend Geld, sichere Berufe und würden uns sehr über ein Kind freuen, aber wir sind zu alt für eine Adoption und wollen nicht zu Tätern an Drittweltfrauen werden (Eizellspende, Leihmutter etc).
Ich liebe meinen Mann zu sehr als dass ich mir einen anderen Mann suchen wollte, um doch noch eine Familie zu gründen. Mit 38 ist das auch gar keine Frage mehr.

Es verletzt mich und meinen Mann, wenn man uns unterstellt, dass wir nur materiellen Zielen nachjagen würden. Mich als Frau verletzt es, wenn kinderlose Frauen als unvollständig gesehen werden und man ihnen eine fehlgeleitete Emanzipation unterstellt. Und man tatsächlich fordert, Kinderlose sollten sich selbst um ihre Rente kümmern.

Auch Aussagen, die implizieren, dass nur Eltern wahres Glück kennen oder wir im Alter alleine sein werden und erst später erkennen werden, was der Sinn dieses Lebens war, sind verletzend und machen uns trotzig.

Wir haben es uns nicht ausgesucht und vom Genderwahn halte ich nichts, ebensowenig vom Auseinanderdriften der Familien in unserer Single-Gesellschaft.

Manche Aussagen zu diesem Thema werden irgendwann dazu führen, dass wir jedes soziale Engagement zurückfahren und tatsächlich selbst so vorsorgen, dass wir nie auf eine unsolidarische Gesellschaft angewiesen sein werden.

Wir sind nicht so hedonistisch egozentrisch, wie es kinderlosen Dinks häufig unterstellt, aber dieser ständig präsente gesellschaftliche Neid auf kinderlose, gutverdienende Paare wird uns möglicherweise zu Egomanen machen.
Der Neid ist nicht hier im Forum, aber latent immer wieder in der Gesellschaft zu hören und zu spüren.

Wir sind gerne bereit, weiterhin sehr hohe Steuern für Familien zu bezahlen, erwarten dafür aber Respekt und keine Abwertung.

Niemand kennt die Geschichten, die hinter Kinderlosigkeit stecken. Nicht jeder wird einem Fremden die Wahrheit offenbaren.

Noch sind wir sozial engagiert, wir pflegen die Schwiegereltern und sind in der Obdachlosenhilfe aktiv.
Aber die Diskussion wird immer verbohrter geführt und manche Familienväter (auch Mütter) definieren sich über ihre Kinder und tragen ihr Familienglück wie eine Monstranz vor sich her. Damit meine ich nicht echte Freude, die ich sehr schön finde, sondern die immer häufiger anzutreffende Variante, die Kinder als Statussymbol beinhaltet.

Die Kinderlosigkeit als solche belastet uns inzwischen nicht mehr. Wir können ein Schicksal als solches akzeptieren und ich denke, dass der Sinn des Lebens auch darin liegt, dieses Leben zu leben und das Beste aus den Gegebenheiten zu machen. Damit sind wir sehr glücklich.

Das Leben wäre leichter, wenn Lebensentwürfe nicht immer wieder gegeneinander aufgerechnet würden. Warum nicht lieber voneinander profitieren und lernen?

Diese Diskussion Kinderlos-Familien ist nur ein weiterer Spaltpilz in einer fragilen Gesellschaft.
Wir werden in Zukunft weitaus größere Probleme haben und sollten uns an Solidarität erinnern.

Herzliche Grüße.

Danke für die Ausführungen! ...

FESTAN, Freitag, 12.02.2016, 13:57 vor 3648 Tagen @ Vanitas 6156 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 14:01

Mir ist das nach Jahren des Forschens und Aufklärens zu mühselig geworden. Es muss schließlich jeder selber darauf kommen, wenn er/sie sich bemüht. Sicher ist es einfacher, sich Illusionen hinzugeben oder den Kopf in den Sand zu stecken. Jeder nach seiner Facon. Aber keiner solle sagen, er/sie wäre nicht darauf hingewiesen worden. Insbesondere jetzt, wo DAS System in den letzten Zügen liegt.

Wohlan, FESTAN

Geht mich nichts an, aber ...

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 12.02.2016, 13:57 vor 3648 Tagen @ Leserzuschrift 6427 Views

Mit 38 ist das auch gar keine Frage mehr.

... ohne in Eure Lebensplanung hineinreden zu wollen: meine Mutter hat mich auch mit 38 empfangen ... mein Vater waere heute bei meiner Zeugung schon sozusagen "fruehverrentungsberechtigt".

Und genetisch bin ich dennoch gesund und beide Eltern haben jeweils bis zum Rentenalter gearbeitet.

Ansonsten: zum Thema kann ich nur den Vorschlag machen, eine Suchmaschine nach "Magnesiummangel Fehlgeburt" und "Schwangerschaft Oestrogenmangel" zu bemuehen.

Leider, wie beim zu Fehlbildungen fuehrenden, fuer "Pfennige" zu behebenden Folsaeuremangel wird hier oft von Aerzten zu wenig intensiv beraten (oder gewusst); weiss nicht, ob das in Ihrem Falle so war, aber besser gesagt, als ungesagt.

Dasselbe beim "okkulten Eisenwert" und noch einigen anderen fertilitaetsrelevanten bzw. fuer die sichere Austragung und spaeter das Stillen wichtigen Themen.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

ein schönes Leben

trosinette @, Freitag, 12.02.2016, 14:32 vor 3648 Tagen @ satsangi 6324 Views

Guten Tag,

was ist eigentlich ein schönes Leben?

Auch wenn der Ernst des Lebens fest in unserer Kultur verwurzelt zu seien scheint, wage ich die Hypothese, dass das Leben in jedem Fall schöner wird, wenn man es nicht so ernst nimmt. Vor allem meine Kinder (18 und 16) scheinen davon zu profitieren.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Warum willst Du mit gerade mal 38 schon die Flinte ins Korn werfen?

Griba @, Dunkeldeutschland, Freitag, 12.02.2016, 14:53 vor 3648 Tagen @ Leserzuschrift 6323 Views

Meine Frau war beim Ersten 40 und beim Zweiten 42 Jahre alt, zum Dritten haben wir uns wegen dem doch erhebliche Risiko nicht mehr getraut.

Aber bedenke: Das Leben ändert sich durch die Kinder vollständig (voll und ständig)! Und es nervt, mit "Omi und Opi kaufen euch bestimmt noch eine Eis" angesprochen zu werden. [[top]]

Aber missen möchte ich die beiden auf keinen Fall. Besser spät als nie.

--
Beste Grüße

GRIBA

So ein Unfug - Die Nummer mit den unglücklichen Müttern kommt aus Israel (Basis 23 Frauen!) und wird breit gestreut - DINK

azur @, Freitag, 12.02.2016, 15:06 vor 3648 Tagen @ tar 6498 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 15:10

Hi Tar,

danke, schöne Sammlung.

Die Israelis haben eher ein Probelm mit den riesen orthodox lebenden Familien, die sehr viel nachwuschs haben, aber kaum Steuerlasten und bis vor kurzem keinerlei Militärdienst (wo dort alle, auch Frauen, regelmässig ran müsen).

Ob das der Hintergrund des Filmes ist, wo 23 Schicksen erklärten, wie sehr sie das Muttersein bereuen http://www.jstor.org/stable/10.1086/678145?seq=1#page_scan_tab_contents.
Deren Mut wurde überall sooo gelobt.

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/unglueckliche-muetter-sie-wollen-ihr-leben-zuruec...
http://www.sueddeutsche.de/panorama/unglueckliche-muetter-frauen-die-ihre-mutterrolle-b...
http://www.welt.de/vermischtes/article139410886/Seit-der-Geburt-habe-ich-die-Entscheidu...
https://www.tagesschau.de/inland/mutterschaft-mutter-regretting-motherhood-105.html
(Nachrichten aus Israel finden andere Aufmerksamkeit - nur allein die schmale Basis der Daten...)

Kenne auch Kinderlose, die uns Eltern vorhalten, wir würden uns das Glück nur einreden (und dann gemeinsam schön darüber feixen - Ingo Appelt hatte mal vor 20 Jahren so eine Zeit, wo ihn Massenpublikum feierte). Von denen engagieren sich dann manche sehr als Patenonkels - und -tanten. Nervig wird es nur, wenn dann welche ständig meinen es ganz anders oder besser zu machen.

Na klar ist das nicht immer einfach, aber für uns ist es stetig wunderschön und fühlt sich auch, wo es ja auch um Naturliebe (die nährende Erde ging) auch so schön natürlich an. Aus Kindern werden Leute, und die haben Kinder, werden Großeltern usw. Das ist der natürlich Gang der Dinge.

Klar, wie ich es schon oben beschreiben musste, Kinderlose sind sehr attraktiv für Handel, Wohnungs- und Arbeitsmarkt: https://de.wikipedia.org/wiki/Double_Income_no_Kids

Da können wir blöden Eltern nicht mithalten. Wir sind quasi gesellschafts- und wirtschaftsschädigend.

Macht nichts: Wir findens einfach nur geil!

Schönes WE!

Viele freundliche Grüße

azur


PS: Klar, man kann kaum vermitteln, was es bedeutet. Und es gibt viele unglückliche Konstelleationen, in denen Menschen leben. Nur daraus auf andere schließen zu wollen... Allerdings finde ich, es muss ohne weitere möglich sein, sich für ein Leben ohne Kinder zu entscheiden oder sich nicht rechtfertigen zu müssen, warum man nicht immer strahlt, denn das ist natürlich auch anstrengend. Vor allem aber können die Kinder nichts dafür, wenn die Mütter sich das anders vorgestellt haben...

PPS: Sie wollten ihr Leben zurück! Was für ein Unsinn. Sind die Zombis?

Es wird ins Gegenteil verdreht: Wer Leben schenkt, der verliere sein Leben dabei. Was denn für ein Leben? Wo man unbelastet immer nur Zeit und Geld für sich hat? Alle anderen lebten quasi nicht? Also auch all jene, die kein Leben mit genügend Freizeit und Geld führen können? Da gibt es ja viele, viele arme Tropfe in dieser Welt, die allessamt demnach nicht leben...

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Was ist denn "normal"?

tar ⌂ @, Gehinnom, Freitag, 12.02.2016, 15:58 vor 3648 Tagen @ Olivia 6346 Views

Hi,

vielleicht ja das.

Auch ich war natürlich vom Thema Kinderkriegen betroffen, ganz konkret von dem unerfüllten Kinderwunsch meiner jetzigen Ex-Frau, was trotz Therapie nicht gelingen wollte. Dabei vertrat ich den Standpunkt, falls es klappt, dann ist es gut und wenn nicht, dann ist es auch gut. Sie spinnte sich daraus eine Ablehnung meinerseits, nur weil ich mich nicht so darauf versteift habe wie sie. Nach unserer Trennung war ich dann plötzlich wehleidig, als ich die ganzen Kleinkinder in unserem Bekanntenkreis sah, aber mittlerweile bin ich wieder der Auffassung, dass man nichts erzwingen kann und soll.

Ich selbst bin kein Wunschkind gewesen. Vielleicht stelle ich mir auch deshalb die Frage, was mich heutzutage als Mann bitte dazu motiviert, unbedingt ein Kind zeugen zu müssen? Es fällt mir einfach sehr schwer, diesen zwanghaften Wunsch von Frauen nachzuvollziehen. Rein ökonomisch gibt es die Bauerngesellschaft, in der der Sohn den Hof erbt und für seine Eltern sorgt, dank freier Lohnarbeit nicht mehr. Es kann sich also nur um emotionale Gründe handeln. Dahingehend finde ich es übrigens erstaunlich, dass in meinem Bekanntenkreis alle geplanten(!) Kinder nicht ohne zusätzliche Einbeziehung einer Kinderwunschklinik zustande gekommen sind. Auch wir sind dorthin und ich betone nochmals: das Zugpferd war die Frau.

Gruß!â„¢

--
Gruß!™

Time is the school in which we learn,
Time is the fire in which we burn.


BTC: 12aiXGLhHJVETnmGTLbKtAzJNwqh6h6HN4

Frankfurter Schule

Mercury @, Freitag, 12.02.2016, 16:14 vor 3648 Tagen @ Vanitas 6234 Views

Hallo Vanitas,

deiner Abneigung zum Trotze ist die Frankfurter Schule immer wieder einen Blick wert. Sie hat viele Sachen gesagt, die wir im Gelben auch praktizieren:

- Die Idee des "erkenntnisleitenden Interesses", auf Gelb: Schau nach, wem die Forschung / Handlung dient.

- In der "Dialektik der Aufklärung" wird die Aufklärung ziemlich zerpflückt: Begriffe wie "instrumentelle Vernunft" (Ratio statt Herz), Kritik am Monopolkapitalismus

- Totalitarismuskritik / Beschäftiigung mit dem "autoritären Charakter"

- Kritik an der "Versachlichung des Menschen durch Technik"

- Horkheimer verteidigte Papst Pauls Ablehnung der Pille. Ein insgesamt interessantes Interview
, in dem die Abwendung vom Marxismus beschrieben wird, einige grundlegende zivilisationskritische Sachen, einige sehr treffende Voraussagen
Übersicht

- Positivismuskritsch

Es lässt sich einiges gegen die Frankfurter Schule sagen: Vieles ist jedoch sehr spannend. Genderismus geht z.B. sicher nicht auf die FS zurück, im Gegenteil kritisierten sie die "bürgerliche Toleranz", die mit ihrem "ich bin tolerant, aber ...." genau dem Genderschema entspicht: "du darfst sagen, was du willst, aber ....".
Auch die Religionsthemen sind deshalb akzeptabel, weil sie offen ausgesprochen und damit einschätzbar werden, statt sie heimlich einzumogeln. Inhaltlich kann man dann drüber reden.

Mir gefiel sie immer, weil sie die erste Theorie war, die Links und Rechts gleichermaßen in den Blick nahmen und damit Zivilisationskritik möglich machten. Philosophen, die den Mut hatten, ihre Denkrichtung zu ändern.

Vielleicht habe ich ja deine Neugierde geweckt. Und sei es nur, weil "vom Feind lernen heißt, siegen lernen".

Gruß

Mercury

--
„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich

Kann nicht schweigen...

Blue @, Freitag, 12.02.2016, 16:18 vor 3648 Tagen @ Blue 6402 Views

Was ich bei all dem nicht verstehe: ich selbst bin unwichtig, niemand interessiert sich für mich persönlich, mir wird hier teilweise sogar das eigenständige Denken abgesprochen. Ich bin ein „Kind der Zeit“, voll mit „Schuldkomplexen“, von einer „falschen Ideologie“ geprägt und was noch alles. Hallo? Ich kann selber Denken, genau wie Sie!

Also, ich bin unwichtig, aber meine Gene sollen unbedingt weiterleben? Was ist das denn bitteschön für ein doppeltes Denken? Als Frau ist man völlig und total überflüssig, nur die Kinder zählen, die man auf die Welt gebracht hat? Merken denn manche hier gar nicht, wie Frauenfeindlich sie sind?

ICH bin jetzt hier, ICH habe für die Welt schon über 100 Bilder gemacht, ein Dutzend Geschichten geschrieben, wer weiß wie viele Menschen zum heulen und lachen und manchmal auch nachdenken gebracht, ICH habe ein Leben gerettet, ICH habe den Mut und spreche Dinge an, die sonst immer unter den Tisch fallen. Auch wenn ich nachher Angst vor meiner eigenen Courage hatte und den Text schrieb, den mir einer als aus dem Selbstmordforum abgeschrieben auslegte.

Ich bin anders herum teilweise sehr berührt, von Ihren Antworten und würde eigentlich auch gerne jedem einzeln antworten. Ich fürchte nur, dafür brauche ich zehn Wochen. ^^ Bin halt nicht gesund und dachte auch nicht, das mein Mosaiksteinchen für derart viel Aufruhr sorgen würde.

Ihre drölfzig Antworten überfordern mich, so leid es mir tut. Ich fühle mich gerade, als ob eine Lawine über mir niedergegangen wäre...

Trotzdem bitte ich Sie, meine Sicht als genau so richtig anzusehen, wie die Ihre. Ich habe null Kinder aber ich würde jeden von Ihnen aus dem Feuer ziehen, wenn es nötig werden sollte. Ich möchte meinen, die Wertigkeit zwischen Leben schenken und Leben retten, ist dieselbe.

Alles Liebe, für jeden hier, mag er mir auch noch so grobklotzig und stur erscheinen... <img src=" />
Blue

"massenhaft männliche Analphabethen" bitte ohne 'h' nach dem 't'

Zarathustra, Freitag, 12.02.2016, 16:29 vor 3648 Tagen @ Olivia 6199 Views

bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 12.02.2016, 16:32

... sonst blamiert man sich als Autochthoner/Autochthonin bis auf die Knochen, wenn man ausgerechnet an diesen diffamierenden Begriffen bereits scheitert.[[zwinker]]

@Blue, Dein "Typ Mensch" braucht es.

satsangi @, Freitag, 12.02.2016, 16:55 vor 3648 Tagen @ Blue 6277 Views

Hallo Blue

Menschliche Werte wurden schon seit sehr langer Zeit "geschleift und ausgerottet".
Lass Dich nicht irre machen und von Deinem Weg abbringen.
Wenn es Deine Zeit erlaubt, schaue den Film auf YouTube:
"Wer hat Angst vor Wilhelm Reich", danach wird einem vieles klarer erscheinen.

Alles Gute und Gruss
satsangi

Das ist doch die Methode!

FESTAN, Freitag, 12.02.2016, 17:01 vor 3648 Tagen @ Mercury 6041 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 11.05.2016, 19:01

Auch wenn ich nicht adressiert bin, meine Einlassung: Man ist nur bereit die großen Lügen zu schlucken, wenn sie mit ein paar Brocken Wahrheit versehen sind, die das ganze Paket attraktiv machen. Gewissermaßen der Köder an der Angel oder ihr Messer unter dem Rock.

Der kritische Rationalismus (eine weitgehend deutsche Schule, auch wenn sie mit Popper einher kam, der sie prompt für die "open society" instrumentalisierte) ist jedenfalls widerspruchsfrei.

Die Frankfurter Schule ist tot, wie die Lügen ihres Volkes.

FESTAN

Die andere Sichtweise

satsangi @, Freitag, 12.02.2016, 17:07 vor 3648 Tagen @ J. v. Liebig 6250 Views

Hallo J.v.Liebig

Danke für Dein Feedback,
Mit der Zeit verzieht sich der Nebel, jede/r MUSS seinen Weg gehen, ob er will, oder nicht.
Den Weg zu Ende gehen beschränkt sich bei weitem nicht auf dieses EINE, lächerliche Menschenleben.
"Materialisten" und andere "Mitstreiter" werden nach dem ablegen ihres Erdenkleides für kurze Zeit erkennen müssen,
da gibt es noch andere Möglichkeiten.[[freude]]
Gruss satsangi

@trosinette, schönes Leben

satsangi @, Freitag, 12.02.2016, 17:12 vor 3648 Tagen @ trosinette 6235 Views

Hallo trosinette

das Eine schliesst das Andere nicht aus,

Be-wusst-sein, und den Sinn des Lebens, WAS machen wir hier, WARUM sind wir hier.

Herzliche Grüsse
satsangi

@blue: Danke für deinen Diskussionsbeiträge und -anstoß

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 12.02.2016, 17:15 vor 3648 Tagen @ Blue 6167 Views

Ich bin auch kinderlos (als Mann), war aber weder so geplant noch gewollt.

Aber die ganze Diskussion läuft völlig verquer.

Grundsätzlich: Es ist jedem seine persönliche Entscheidung, ob "Sie" Kinder kriegen will oder nicht.
Das ist von anderen nicht zu kritisieren.
Er/Sie muss dann eben die Konsequenzen tragen.

Und die sind: Es gibt keinen vernünftigen Grund, für die Erziehung der Kinder anderer Leute aufzukommen. Wer es trotzdem macht, wirft Geld zum Fenster raus, wird aber keinen Dank ernten.
Es gibt keinen vernünftigen Grund, für den Lenbensunterhalt von alten Menschen aufzukommen, welche nicht die eigenen Eltern sind.
Altersvorsorge ist unmöglich, weil alles, was konsumiert wird, in eben diesem Moment bereitgestellt werden muss.

Im Moment leben wir in einer unvernünftigen Zeit, das liegt aber daran, dass die Arbeitseinkommen um das Mehrfache überhöht gegenüber den internatinalen Arbeitseinkmmensdurchschnitt. Das wird sich aber ändern und die werden an internationales Niveau angeglichen werden.

Dann werden die Leute vernünftig werden und dir (mir) erzählen, dass sie keinen vernünftigen Grund sehen, für deinen/meinen Unterhalt oder die Krankenversorgung ("künstliche Hüfte") aufzukommen außer die ihrer eigenen Eltern.

Trotzdem bitte ich Sie, meine Sicht als genau so richtig anzusehen, wie
die Ihre. Ich habe null Kinder aber ich würde jeden von Ihnen aus dem
Feuer ziehen, wenn es nötig werden sollte. Ich möchte meinen, die
Wertigkeit zwischen Leben schenken und Leben retten, ist dieselbe.

DAS halte ich für pervers, und das Einzige, was ich an deinen Beiträgen zu kritisieren habe:
Wer wildfremde Menschen unterstützt und ihnen hilft, der bestiehlt damit seine Angehörigen - und wird damit weder Dank ernten - noch hat er ihn verdient. Er verhält sich im Gegenteil moralisch verwerflich.

Und diese moralische Verworfenheit ist einer der Hauptgründe für den Untergang unserer Zivilisatin, wer weder sich noch seine Nächsten, sondern stattdessen die Fernsten liebt.

Alles Liebe, für jeden hier, mag er mir auch noch so grobklotzig und stur
erscheinen... <img src=" />
Blue

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Offene Türen eintreten ...

Vanitas, Freitag, 12.02.2016, 17:23 vor 3648 Tagen @ FESTAN 6200 Views

Mir ist das nach Jahren des Forschens und Aufklärens zu mühselig
geworden. Es muss schließlich jeder selber darauf kommen, wenn er/sie sich
bemüht. Sicher ist es einfacher, sich Illusionen hinzugeben oder den Kopf
in den Sand zu stecken. Jeder nach seiner Facon. Aber keiner solle sagen,
er/sie wäre nicht darauf hingewiesen worden. Insbesondere jetzt, wo DAS
System in den letzten Zügen liegt.

Hallo FESTAN,

mir ist schon klar, dass meine Ausführungen bei Dir höchst überflüssig sind, da längstens bekannt, ich wollte einfach mal etwas Volkspädagogisches zu später Stunde zu Deiner unterstellten und imho auch real existierenden Subversionsstrategie loswerden, für was und wen auch immer ... [[zwinker]]

Da die schwer religiösen Schuldkultpriester für Andere sich selber mit den höheren moralischen Weihen als unschuldige Opfer der Weltgeschichte und dem Unangreifbarstatus durch gekauften Medienmainstream, parteiische Justiz und gedungene Politiker ausstaffiert haben, die gemeinsam in Sachen Verschlagenheit, Verstellung und Hochverrat ganz neue Dimensionen eröffnen, sollte das wenigstens ab und zu gesagt werden.

Klar kann man das auch alles als zwangsläufige letzte Zuckungen in der Endphase des debitistischen Schuldenzyklus verstehen, aber mir erscheint es wie Dir, nehme ich an, auch griffiger, hinter unsäglichen gesellschaftspolitischen Vorgängen und dazu induzierten kognitiven Dissonanzen eine klare Täterspur zu verfolgen, die eben zu dieser Kaste ultrareicher Falschgeldwechsler und ihrer diabolischen Ideologie führt.

Alles Rumgeeiere auf dem Wohnzimmerparkett um den besagten rosa Elefanten bringt doch nichts, wenn 'Mystery Babylon' nicht mal deutlich beim Namen genannt werden darf:

Thus, Illuminati Jews characterize the "Jewish" role in terms of the destruction of civilization.

For example, in the book "You Gentiles" (1924) Maurice Samuel writes:

"In everything, we are destroyers--even in the instruments of destruction to which we turn for relief...We Jews, we, the destroyers, will remain the destroyers for ever. Nothing that you will do will meet our needs and demands. We will forever destroy because we want a world of our own." (p. 155)

In 1928, Marcus Ravage, a Jewish Rothschild biographer wrote an essay entitled, "The Real Case Against the Jews."

"You have not begun to appreciate the real depth of our guilt. We are intruders. We are disturbers. We are subverters. We have taken your natural world, your ideals, your destiny, and played havoc with them. We have been at the bottom not merely of the latest great war but of nearly all your wars, not only of the Russian but of every other major revolution in your history. We have brought discord and confusion and frustration into your personal and public life. We are still doing it. No one can tell how long we shall go on doing it."

(THE CENTURY MAGAZINE, JANUARY 1928, Vol. 115, No. 3, pp. 346-350.)

Most Jews (and liberals/leftists in general) are unaware of this cabalistic plot. They have been duped by spurious appeals to ideals of "social justice" and "equality."

http://henrymakow.com/the_destuctive_principle_of_th.html

Wie weit ist unser Land eigentlich schon vom RECHTEN Weg abgekommen, wenn eine der stärksten Triebfedern der menschlichen Existenz, nämlich der nach eigenen Nachkommen, z.B. zugunsten einer schuldverbrämten "grünen" Gaia-Ideologie, wo wir Menschlein, wenn nicht passend NWO-kompatibel konditioniert, wohl nur noch als Ungeziefer figurieren, praktisch ausgeschaltet werden kann!

Aber erstaunlicherweise kommen auch die größten Warnungen vor dem 'Great Merger von Kapintern und Komintern' zur NWO ja gerade aus diesem kleinen Volk mit seiner exzeptionellen Religion selbst. Vielleicht ist ja die ganze menschliche Heilsgeschichte sogar darin verankert, so als rekursiver Überbau über die spezielle ethnozentrische und egoistische jüdische Heilsgeschichte, die über die geistige Versklavung der Restmenschheit zunächst dem Rachegott Jahwe (und seinem geistigen Zwilling Allah, aka Luzifer) zu Ehren und universellem, transzendentem Machtanspruch dienen soll.

Irgend ein gewaltiges geistiges Ziel, das vordergründig nicht in unserem Interesse sein kann, muss wohl hinter der unsäglichen Entwicklung der Menschheit in diesem eigentlich wahren Garten Eden stecken. Und die Protagonisten der 'dunklen Seite' verfügen auf dem Weg dahin noch dazu über eine ganz niedrige Zeitpräferenz.

Hoffen wir also, dass die Mühlen unseres Herrgotts noch langsamer und effektiver mahlen. Und dass unser innerer Kompass nie verrückt spielt!

Wohlan, FESTAN

Gruß Vanitas

Dem sehe ich mit äußerster Fassung entgegen; ich möchte nur...

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 12.02.2016, 17:28 vor 3648 Tagen @ satsangi 6293 Views

"Materialisten" und andere "Mitstreiter" werden nach dem ablegen ihres
Erdenkleides für kurze Zeit erkennen müssen,
da gibt es noch andere Möglichkeiten.[[freude]]

...die langen Gesichter der Nicht-Materialisten kurze Zeit nach ihrem Ableben mal sehen, die sie dann machen werden. [[freude]]

Gruß Mephistpheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ist denn fremdes Leben weniger wert, als bekanntes Leben?

Blue @, Freitag, 12.02.2016, 17:36 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 6203 Views


DAS halte ich für pervers, und das Einzige, was ich an deinen Beiträgen
zu kritisieren habe:
Wer wildfremde Menschen unterstützt und ihnen hilft, der bestiehlt damit
seine Angehörigen - und wird damit weder Dank ernten - noch hat er ihn
verdient. Er verhält sich im Gegenteil moralisch verwerflich.

Und diese moralische Verworfenheit ist einer der Hauptgründe für den
Untergang unserer Zivilisatin, wer weder sich noch seine Nächsten, sondern
stattdessen die Fernsten liebt.


Was ist denn, wenn bei dem Fremden, dem man gerade hilft, herauskommt, dass er ein sehr weit entferntes Familienmitglied ist?
Oder anders, was ist, wenn der beste Freund mehr mit einem spricht, als es die eigene Schwester jemals getan hat?

Woran definiert sich eigentlich "Familie"? Ist die Geschichte wirklich nur auf das Blut begrenzt oder spielen da auch immaterielle/seelische Faktoren hinein?

Wir stammen, laut der modernen Wissenschaft, von wenigen zehntausend Individuen ab. Die Atome, aus denen wir bestehen, kreisen seit Urzeiten auf dem Erdgefüge herum, faktisch SIND wir alle miteinander verwandt. Auch wenn die Krone immer ausladender wird, so ist und bleibt es derselbe Stamm.

Die Perversität ergibt sich meiner Meinung nach einzig aus der Fixierung auf das Geld, der wir anheim gefallen sind. Klar will niemand für einen Fremden zahlen. Ich wüsste da auch gerne ein Lösung zu, kann bisher lediglich zusichern, das ich mir Gedanken darum mache. Solange ich keine habe, sage ich gerne, dass alles, was man gibt, bis zu dreimal zu einem zurück kommt. Auf Wegen und unter Umständen, die Sie sich niemals ausrechnen könnten.

Last but not least; 62 Leute raffen und raffen, was sie nur können; wir sollten die vielleicht mal zum Thema "Perversität" befragen, oder? <img src=" />

Liebe Grüße
Blue

@ Romeo, die Hoffnung stirbt zuletzt.

satsangi @, Freitag, 12.02.2016, 18:04 vor 3648 Tagen @ Romeo 6287 Views

Hallo Romeo

ich hoffe, das sind nur rhetorische Fragen, liegen doch die Antworten
einigermaßen klar auf der Hand:

die Hoffnung stirbt zuletzt

Könnte es DEM Leben vielleicht egal sein, ob DU es "schön" oder sinnvoll nennst?

Jeder kann sich nach Belieben durchwursteln, kein Hahn schreit danach[[freude]]

Wenn es da ist, ist es da. Punkt.

Die Frage lautet doch: WO ist der Sinn vom Leben, wozu bin ich da[[freude]]

Wer bist DU, dass DU es als "schön" oder "sinnvoll" klassifizierst?

Meinst Du mich?

Dasjenige Leben, welches einfach "da" ist, entzieht sich solcher Kategorien.

Bist Du Dir da sicher?

WARUM sind wir überhaupt hier?

also ICH bin hier, weil meine Eltern das entweder so wollten oder nicht
verhindert haben. Und mICH danach großgezogen haben. Selbst ausgesucht
habe ICH es nicht.

Bist Du Dir da ganz sicher? Musst Du nicht was lernen, wenn Du schon da bist?
Ist diese Gelegenheit verpasst, wann kommt die Nächste als Menschen-Leben?

WER sind WIR?


ICH weiß nicht, wer WIR sind. Ich bin nur ICH. ICH stehe nur für mICH.
Wer will sich anmaßen zu wissen, wer WIR sind? Wahrscheinlich sind WIR nur
eine heterogene Ansammlung diverser ICHe?

Wir haben eine Aufgabe hier, nutze sie zur Weiter-Entwicklung,
Du weisst ja, Stillstand heisst Rück-Schritt[[freude]]

Woher kommen WIR?


Also ICH komme von meinen Eltern (heute würde man wohl sagen, von meinex
Elter1 und Elter2). Ich nehme an, anderen geht es ebenso.

Ja, seit Äonen von Jahren sind wir unterwegs, 8,4 Mio Lebensarten kennt man, ein langer Weg.

WAS ist unsere Aufgabe hier?

Selbsterkenntnis - Gotterkenntnis, nicht mehr und nicht weniger.[[freude]]


Also meine Aufgabe hier ist - genetisch determiniert - meinen beiden
Haupttrieben nachzukommen: dem Selbsterhaltungstrieb und dem
Arterhaltungstrieb (hallo @Blue).

Welche "Art" willst Du erhalten?
Es geht nur um Deinen Weg.

Nebenbei versuche ICH (=Egoist), wenn ich nun schon mal hier bin, dabei
mit möglichst minimalem Aufwand ein möglichst bequemes Dasein zu
pflegen.

Und danach, die Sintflut?

Wohin gehen WIR?


Da WIR alle biologisch sehr ähnlich zu sein scheinen, nehme ICH mal an,
die meisten aus der diffusen Menge der "WIR" gehen in ähnliche
Richtungen.

Da gibt es doch beträchtliche Abweichungen, nach oben - wie auch nach unten,
mit div. Abteilungen.

ICH selbst gehe, als genetisch determiniertes Individuum meine
determinierte Daseins-Uhr vor Augen habend, dem sicheren Tod entgegen,
wohin sollte ICH auch sonst gehen?

Trugschluss, es gibt keinen Tod, nur eine andere Form von Leben,
in einem anderen Gewand, an einem anderen Ort.
Bei dieser Reise bist Du der Reiseführer[[freude]]

Einige Gegenfragen hätte ich noch:
WAS genau ist ein Bewusstsein, und wozu könnte man eins brauchen?

Gedanken machen, bewusster werden,

Welchen tieferen über den oben gesagten Sinn (Selbsterhalt und Arterhalt)
als solchen hinausgehend soll denn DAS LEBEN (gehe ich richtig in der
Annahme, dass Du einen Unterschied siehst zwischen dem Leben einer Amöbe
und dem Leben eines Menschen? Wenn ja, welchen denn eigentlich?) Deiner
Ansicht nach haben?

Auf Deinem langen Werde-Gang , bist Du sicher bei einer Amöbe vorbei gekommen[[freude]]

Herzliche Grüsse
satsangi

Eindeutig JA!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 12.02.2016, 18:26 vor 3648 Tagen @ Blue 6257 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 18:39

Und diese moralische Verworfenheit ist einer der Hauptgründe für den
Untergang unserer Zivilisation, wer weder sich noch seine Nächsten,

sondern

stattdessen die Fernsten liebt.

Was ist denn, wenn bei dem Fremden, dem man gerade hilft, herauskommt,
dass er ein sehr weit entferntes Familienmitglied ist?

Was für eine Anmaßung!
Du kannst niemand helfen. Hinter der Idee, einem anderen helfen zu können, steht immer ein Gefühl der Überlegenheit, es ist eine Art Vergewaltigung. Weil das die meisten Menschen instinktiv wissen,tun sie sich so schwer, Hilfe anzunehmen.
Du hast geschrieben, dass du einem Menschen das Leben gerettet hast. Mal davon abgesehen, was du diesem Menschen damit angetan hast - ich habe des öfteren von einem Verstorenen in einem leicht neidvollen, aber auch wohlwollend empathischen Ton gehört: "Der hat`s jetzt hinter sich!" - abgesehen davon bleibt doch die Frage: Warum hast du das getan? Wegen diesem Menschen der wegen Dir?
(Ergänzende Frage: Warum hast du - keine - Kinder? Wegen der Kinder, oder wegen dir?)

Oder anders, was ist, wenn der beste Freund mehr mit einem spricht, als es
die eigene Schwester jemals getan hat?

Dann ist er normal. Ich habe sogar mit meiner Freundin wesentlich mehr gesprochen als mit meiner Schwester. [[zwinker]]

Woran definiert sich eigentlich "Familie"? Ist die Geschichte wirklich nur
auf das Blut begrenzt oder spielen da auch immaterielle/seelische Faktoren
hinein?

Wir stammen, laut der modernen Wissenschaft, von wenigen zehntausend
Individuen ab. Die Atome, aus denen wir bestehen, kreisen seit Urzeiten auf
dem Erdgefüge herum, faktisch SIND wir alle miteinander verwandt. Auch
wenn die Krone immer ausladender wird, so ist und bleibt es derselbe Stamm.

Jau. Und nicht alle davon können überleben. Gene leben praktisch ewig. Welche Gene sollen also überleben?

Die Perversität ergibt sich meiner Meinung nach einzig aus der Fixierung
auf das Geld, der wir anheim gefallen sind.

Sind wir das?
Du hast durchblicken lassen, dass du als Journalistin arbeitest. Werden MSM-Journalisten eigentlich dahingehend gedrillt, dass sie meinen, wir seien dem Geld anheimgefallen, so wie man einer Droge anheimfällt?
Oder bist du innerhalb der Journalistenzunft eine Ausnahme? [[herz]]

Klar will niemand für einen

Fremden zahlen. Ich wüsste da auch gerne ein Lösung zu, kann bisher
lediglich zusichern, das ich mir Gedanken darum mache. Solange ich keine
habe, sage ich gerne, dass alles, was man gibt, bis zu dreimal zu einem
zurück kommt. Auf Wegen und unter Umständen, die Sie sich niemals
ausrechnen könnten.

Ja, das kann sein, aber nur unter der Bedingung, dass du dir bewusst bist, dass du das, was du für andere tust, im Prinzip für dich getan hast.

Last but not least; 62 Leute raffen und raffen, was sie nur können; wir
sollten die vielleicht mal zum Thema "Perversität" befragen, oder? <img src=" />

Kannst du mir einen einzigen Leut (Einzahl von Leute) - journalistisch korrekt, also nachprüfbar - nennen, der bist du da nur auf innerhalb der Jurnalistenzunft verbreitete, also selbstfabrizierte Propaganda reingefallen?

Liebe Grüße
Blue


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ist das wichtig, WARUM wir hier sind? Oder beschäftigt man damit lediglich den unruhigen Geist?

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 19:35 vor 3648 Tagen @ satsangi 5993 Views


das Eine schliesst das Andere nicht aus,

Be-wusst-sein, und den Sinn des Lebens, WAS machen wir hier, WARUM sind
wir hier.

....................

--
For entertainment purposes only.

Das war bei "uns" auch so! Das "Zugpferd" war immer ich!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 20:20 vor 3648 Tagen @ tar 6164 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 20:38

Es kann sich also nur um

emotionale Gründe handeln. Dahingehend finde ich es übrigens erstaunlich,
dass in meinem Bekanntenkreis alle geplanten(!) Kinder nicht ohne
zusätzliche Einbeziehung einer Kinderwunschklinik zustande gekommen sind.
Auch wir sind dorthin und ich betone nochmals: das Zugpferd war die Frau.

-----------------------

Hmm, ich habe meine 4 jüngeren Geschwister mit "aufziehen" müssen, weil meine Mutter so viel krank war. Als ich dann 20 war, waren die endlich aus den "Windeln" und ich hatte die Nase restlos voll von Säuglingen. Ich denke, wenn ich mit Anfang 20 ein Kind bekommen hätte, dann hätte ich mich emotional "aufhängen" können. Lernen, Studium und ENDLICH die Freiheit genießen, tun was ICH will, waren meine Prioritäten. Geheiratet habe ich, weil ich eine Familie wollte. Drei Kinder habe ich mir vorgestellt. Der Kinderwunsch war nie eine Frage in unserer gesamten Familie (5 Kinder). Es kam anders. Die Kinder kamen nicht! Vielleicht habe ich zu viel gearbeitet, vielleicht war mein Mann das stoppende Element. Wer weiß das schon. Ich stürzte mich in die Arbeit und habe gelitten wie ein Hund. Dann erkundigte ich mich nach einer Adoption in Deutschland, nur um zu hören, dass wir die Altersgrenze überschritten hätten. Mit der Zeit beruhigte ich mich und gab meinen Kinderwunsch auf. Ich war unabhängig und plante mit meinem Mann ein Leben in südlichen Gefilden. Nur noch das tun, was wir an Projekten schon immer gerne verwirklicht hätten. Zu der Zeit war Design unser gemeinsames Thema. Wir freuten uns und machten Pläne und dann kam ganz unerwartet der Zufall ins Spiel. Eine Bekannte adoptierte aus Asien ein älteres Kind (7-9 Jahre). Ich war hingerissen. Aber ich wollte NICHT mehr adoptieren! Die Bekannte hatte das Waisenhaus besucht und dabei sehr viel fotografiert. Sie zeigte mir die die Fotos. Ich schaute die Fotos an und dann sah ich sie! Ich sah dieses Kind, das in tiefer Trauer ernst in die Kamera schaute. Durch mich ging ein Ruck. Ich wußte plötzlich: DAS ist meine Tochter! Dann machte ich mich daran, sie nach Deutschland zu holen. Es hat vier Jahre gedauert. Jeder hielt mich für verrückt. Das Jugendamt meinte, es sei verantwortungslos, weil ich doch "sterben" könne.Sie gaben nach, als ich die Gesetze des Adoptionslandes vorlegen konnte. Meine Schwestern und ihre Männer bürgten für uns, denn sie waren jünger. Meinen Mann konnte ich erst überzeugen, als ich bereit war, mich von ihm zu trennen. Ich habe ihm das nie gesagt, aber er hat es gespürt. Leider zerbrach unsere Ehe an dieser Adoption. Das kommt nicht selten vor! Die Adoption eines älteren Kindes aus einer völlig anderen Kultur ist schwierig und erfordert viel Engagement, Toleranz und Lebenszeit. Über den Stress, dem man zu Zeiten ausgesetzt ist, kann man inzwischen in einigen wenigen einschlägigen Publikationen nachlesen. Ältere Kinder werden äußerst brutal als "Adoptionsschrott" bezeichnet. Ich habe mich sehr intensiv mit der gesamten Thematik beschäftigt, bevor ich die Entscheidung traf. Ich wußte, was auf mich zukommen könnte und habe es trotzdem gewagt. Es war Liebe. Diese Liebe erfüllt mich noch heute, wenn ich das Mädchen sehe. Es ist Liebe, die bleibt, auch wenn man dazwischen durdch Himmel und Hölle gehen mußte. Meine Tochter ist jetzt 22 Jahre. Ich bin nicht gestorben :-)), sondern habe sie durch (hoffentlich) ihre schlimmsten Zeiten begleiten können. Meinen Mann habe ich seit Jahren nicht gesprochen, obwohl wir noch verheiratet sind. "Wir" sind gegangen, weil unser "gemeinsames" Leben unerträglich wurde und nur noch Streit hervorbrachte. Ich trauere um diese Beziehung, aber ich würde wieder so handeln!

--
For entertainment purposes only.

Danke - immer erfreut - Irgendwann vergesse ich meinen Kopf noch komplett!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 21:10 vor 3648 Tagen @ Zarathustra 5976 Views

... sonst blamiert man sich als Autochthoner/Autochthonin bis auf die
Knochen, wenn man ausgerechnet an diesen diffamierenden Begriffen bereits
scheitert.[[zwinker]]

................

Manchmal weiß ich wirklich nicht mehr, wie man die einfachsten Worte schreibt und bisweilen fehlen mir sogar die Worte. Sie liegen auf der Zunge, aber sie kommen einfach nicht raus. Ich hoffe trotzdem, der Alzheimer läßt noch etwas auf sich warten.

--
For entertainment purposes only.

cum grano salis

Vanitas, Freitag, 12.02.2016, 21:45 vor 3648 Tagen @ Mercury 6300 Views

bearbeitet von Vanitas, Freitag, 12.02.2016, 21:52

Vielleicht habe ich ja deine Neugierde geweckt. Und sei es nur, weil "vom
Feind lernen heißt, siegen lernen".


Hallo Mercury,

meine Neugierde auf die Frankfurter Schule ist über die Jahre meiner universitären Ausbildung in den längst vergangenen Siebzigern schon asymptotisch der Nulllinie entgegen gestrebt, nachdem ich etliche durch Linksaktivisten gesprengte Pädagogik-Proseminare erlebt habe, in denen ich statt vernünftige Basisfachwissenschaft zu rezipieren dann so Themen wie "Die Trinität von Privateigentum, Kapitalismus und autoritärem Charakter" nebst schnellhektokopiertem Wisch über mich ergehen lassen musste ...[[zwinker]]

Daher lässt mich dieses ganze Marxsche Geschwurbel ziemlich kalt, allerdings nicht seine Intention und larvierte Zielrichtung, die mit Sicherheit nicht dem Allgemeinwohl der Arbeiterklasse gewidmet war, sondern nur einer anderen "kompetenteren" Herdenführung derselben.

„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern.“
Karl Marx, Thesen über Feuerbach, 1845, in: Marx-Engels-Werke, Band III, S. 535

Damit wären wir beim echten Thema, das auch die Frankfurter Schule umtreibt seit Anbeginn, nämlich alles was tradiert und geschichtlich über Jahrhunderte gewachsen ist in Gesellschaft und Staat als repressiv, autoritär und überholt zu denunzieren und dagegen die "Umwertung aller Werte" als Fortschritt zur ultimativen Freiheit des proletarischen Klassensiegers im dann klassenlosen Nirwana hochzujazzen.

„Der Kommunismus ... schafft die ewigen Wahrheiten ab, er schafft die Religion ab, die Moral, statt sie neu zu gestalten, er widerspricht also allen bisherigen geschichtlichen Entwicklungen.“

Karl Marx, Manifest der Kommunistischen Partei, 1848, in: Marx-Engels-Werke, Band IV, S. 400

Das riecht ganz nach einer diabolischen Strategie der ewigen Veränderung und merkurischen [[zwinker]] Umtriebigkeit hin zu einem bindungslosen, entwurzelten "Weltbürger", den im Gegensatz zu den "echten" Internationalisten keine religiös-ethnische Bindung mehr "belastet".

Diese Werte-Dichotomie hat ja durchaus ersatzreligiöse Züge, wiewohl die tradierten Werte zu Rasse, Volk und Religion gerade bei den eifrigsten Frankfurter Predigern für ihre eigene jüdische Volksgruppe nicht hoch genug im Kurs stehen können, klassischer Doppelstandard also:

Wie Wiggershaus in seiner Untersuchung zur Frankfurter Schule hervorhebt, arbeiteten Horkheimer, Adorno folgende Merkmale des faschistischen Charakters heraus: Eine starre Bindung an herrschende Werte, in erster Linie konventionelle Mittelschichten-Werte wie äußerlich korrektes und unauffälliges Benehmen und Aussehen, Tüchtigkeit, Sauberkeit, Erfolg bei gleichzeitiger menschenverachtender pessimistischer Anthropologie, der Bereitschaft, an wüste und gefährliche Vorgänge in der Welt zu glauben und überall sexuelle Ausschweifungen zu wittern; ein ausgeprägt hierarchisches Denken und Empfinden mit Unterwerfung unter idealisierte Autoritäten der Eigengruppe und Verachtung für Außengruppen und alles Abweichende, Diskriminierte, Schwache; Abwehr von Selbstreflexion, Sensibilität und Phantasie, bei gleichzeitiger Neigung zu Aberglauben und stereotyper Fehl-Wahrnehmung der Realität

Etliche wichtige "deutsche Werte" wie Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Geradlinigkeit, Hilfsbereitschaft, Duldungsfähigkeit, christlicher Bekennermut fehlen natürlich, da im großen Diskurs obsolet, dagegen wird natürlich die ganze Bandbreite an Aberrationen genüsslich abgearbeitet und mit den Sturmgeschützen der Freudschen Psychoanalyse zum selbstentwurzelten Charakterbrei zusammengeschossen. Aus den Trümmern der deutschen Seele kann man dann ja etwas Besseres oder Passenderes zusammenzimmern im Sinne der befähigten Konstrukteure ...

Das ist ja auch das erklärte Ziel der "Kritischen Theorie":

Sie gibt dem blinden Zusammenwirken der Einzeltätigkeiten vernünftige Zielsetzungen
und treibt zur Transformation des gesellschaftlichen Ganzen; ihr Sinn besteht nicht in der Reproduktion der gegenwärtigen Gesellschaft, sondern in ihrer Veränderung zum Richtigen.

Und was "richtig" ist, darüber haben dann die Sachwalter der kritischen Theorie und ihre Adepten zu befinden ...

Tut mir leid, aber dieses selbstreferenzielle, gesellschaftliche Metadenken der sog. "Kritischen Theorie" kann ich vielleicht auch inzwischen altersbedingt nur noch als anmaßend und abstoßend empfinden, wiewohl man natürlich des Öfteren mal über seine Intentionen, Wünsche und daraus resultierende Handlungen nachdenken sollte. Aber wer macht das denn nicht, vor allem, wenn sich das Gewissen meldet? Stop, sowas gibt's nicht in der reinen Lehre, heißt ja auch ganz prosaisch nur noch Über-Ich ...
Und nicht jeder hat sowas in der Soziopathen- und Psychopathen-Arena ganz oben oder aber seine Seele schon längst dem Teufel verkauft für Macht, Geld und Ansehen.

Übrigens hat der Professor Kevin MacDonald die Widersprüche und verdeckten Angriffe auf das tradierte Wertegefüge durch die Frankfurter Schule sehr gut hier ausgearbeitet (S. 205 ff.):

https://schwertasblog.files.wordpress.com/2013/01/die_kultur_der_kritik.pdf

Das hat mich vollumfänglich bestätigt in meiner Ansicht. Aber wie Du schon schriebst, werter Mercury, siehe ganz oben ... [[hüpf]]

Dennoch und gerade deshalb Danke für Dein Posting!


Gruß Vanitas

Thema: Hilfe

Blue @, Freitag, 12.02.2016, 22:06 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 6386 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 22:10

Du hast geschrieben, dass du einem Menschen das Leben gerettet hast.

Irrtum. Ich schrieb lediglich, dass ich ein Leben rettete. Und eigentlich waren es mehr, als eins. Es gab eine Zeit, in der kreuzten andauernd verletzte oder gefährdete Tiere meinen Weg; ein Pferd, mitten in der Nacht, völlig desorientiert auf der Straße, ein Sperber mit gebrochenem Flügel, der über die Hauptstraße hüpfte und anschließend eine geschlagene Stunde mucksmäuschenstill auf meinem Schoß saß, während ich den Weg zur Vogelwarte suchte, ein gerade geborenes, totes Kätzchen, welchem ich mit Herzmassage und vorsichtigem Atem einhauchen doch noch ins Leben half; und so weiter.

Allerdings wollte ich von Ihnen nicht auch noch verlangen, Tierleben und Menschenleben für gleichwertig zu halten. Das ist eine andere Baustelle, sie ist noch viel explosiver und mir auch zu anstrengend. Das sehe ich persönlich so und das braucht sonst niemand so zu sehen. Ich mache eben null Unterschiede.

Leben ist Leben ist Leben. Einzigartig, kostbar und schützenswert. Fertig.

Damit sollte nur diese Liebe zum Leben ansich verdeutlicht werden und dass ich nicht zögere, ein Unglück aufzuhalten. So etwas passiert einfach, aus der jeweiligen Situation heraus. Ich stell mich ganz gewiss nicht irgendwohin und werfe Wasser auf ein Feuer, das überhaupt nicht brennt... ^^ - Und am allerwenigsten denke ich darüber nach, für wen ich das tue. Wenn einer fällt, fang ich ihn. Was soll man denn da noch groß diskutieren? Sich bei einer Hilfestellung überlegen zu fühlen, kann glaube ich nur einem Mann einfallen, nehmen Sie mir das bitte nicht übel...

Ich meine, natürlich ist es ein wunderschönes, zu Tränen rührendes Erlebnis, wenn das eben noch tote Kätzchen auf einmal niest und sich ein winziges bißchen schüttelt und ja, es ist auch großartig, wenn man das Leuchten in den Augen eines Menschen sieht, dem man gerade aus irgendeiner schwierigen Situation heraus geholfen hat.
Ja, es gibt auch Menschen, die jede Hilfe verweigern. Aus was für Gründen auch immer. Ich denke aber, die meiden mich von sich aus...

Das Ganze hat alles auch ein bißchen mit schlichtem Vertrauen ins Leben zu tun.
Dass Dinge zur richtigen Zeit, am richtigen Ort passieren.

Was Sie da über die Anmaßung schrieben; keine Ahnung, was ich dazu sagen soll. Ich war jedenfalls die meiste Zeit heilfroh, wenn ein Mensch mir bei irgendwas geholfen hat. Ich sehe das nicht so verbissen, man reicht sich die Hand und fertig. Können Sie sich nicht vorstellen, dass so etwas einfach ein Grundbedürfnis sein kann? Warum gibt es denn Notärzte, Ersthelfer, Bergretter und was weiß ich noch. Weil anderen in Not beizustehen, etwas schlechtes ist, und jeder lieber bei einem Unfall verblutet?
Ich sehe mich halt ein bißchen wie ein "Bergretter", obwohl ich niemals auf einem vernünftigen Gipfel stand. Für mich ist das Leben ein Anstieg und da straucheln einfach meistens weh tut, halte ich eben Pflaster und ein paar Meter Seil parat. Sie müssen das ja nicht verstehen, es wäre aber nett, Sie würden es gnädiger beurteilen.

Wenn wir uns nicht untereinander helfen würden, wenn wir nicht miteinander kooperierten, wären wir bestimmt nicht zum Mond geflogen.
Wir tun doch alle andauernd etwas füreinander. Und sei es nur, dass wir unsere Sichtweisen probieren zu erklären; uns anzunähern.

Du hast durchblicken lassen, dass du als Journalistin arbeitest.

Werden MSM-Journalisten eigentlich dahingehend gedrillt, dass sie meinen, > wir
seien dem Geld anheimgefallen, so wie man einer Droge anheimfällt?
Oder bist du innerhalb der Journalistenzunft eine Ausnahme? [[herz]]

Könnten Sie mir bitte sagen/zeigen, aus welchem Zusammenhang Sie das entnehmen? Wenn das so rüberkam, tut mir das leid. Ich bin kein Journalist. Was ich mache, ist ein privates Blog führen, Kurzgeschichten schreiben und neuerdings an einem Roman sitzen. Ich recherchiere und schreibe einfach gerne und mach mir einen Kopf um die ganze Welt.

LG
Blue

P.S. Warum ich keine Kinder habe, beschrieb ich glaube ich ausführlich genug. Es gibt kein "wofür". Ich tat es einfach; vielleicht, wenn Sie ein wofür brauchen, dann für diesen Faden hier.........

Blue, wir sind alle völlig unwichtig! Wir leben und wir sterben! Das ist alles!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 22:26 vor 3648 Tagen @ Blue 6110 Views

Was ich bei all dem nicht verstehe: ich selbst bin unwichtig, niemand
interessiert sich für mich persönlich, mir wird hier teilweise sogar das
eigenständige Denken abgesprochen. Ich bin ein „Kind der Zeit“, voll
mit „Schuldkomplexen“, von einer „falschen Ideologie“ geprägt und
was noch alles. Hallo? Ich kann selber Denken, genau wie Sie!

............

Du oder Sie sind, genauso wie "wir" ein Mensch mit Emotionen, Hoffnungen, Ängsten, Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten. Im Endeffekt werden wir alle zu Staub, ganz gleichgültig, wie wir gelebt haben. Für mich ist das befreiend! Dass ich völlig unwichtig bin, das habe ich in dem letzten Jahrzehnt gelernt. Ich habe es akzeptiert. Es gewährt mir Freiheit. "Früher" war ich der Ansicht, ich sei wichtig. Inzwischen weiß ich: Wenn ich morgen sterben würde, dann wäre das wohl für niemanden ein großer Verlust, obwohl ich mein ganzes Leben sehr viel gearbeitet habe, mich sehr engagiert habe und vielen Menschen "geholfen" habe.

Natürlich würde jeder sagen: Wie traurig, wie bedauerlich und was auch immer. Aber das würde vorbeigehen, so wie es bei allen Menschen vorbei geht. Man begreift das vielleicht erst dann, wenn man begriffen hat, dass man NICHT unsterblich ist.

Vielleicht ist das die Freude, wenn man Kinder sieht. Man sieht, dass das Leben weiter geht und dass andere "wichtig" werden - und dann wieder andere und wieder andere. Und auch deren Wichtigkeit ist lediglich eine Illusion!

--
For entertainment purposes only.

Sry, das habe ich wohl fehlinterpretiert

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 12.02.2016, 23:05 vor 3648 Tagen @ Blue 5927 Views

Könnten Sie mir bitte sagen/zeigen, aus welchem Zusammenhang Sie das
entnehmen? Wenn das so rüberkam, tut mir das leid. Ich bin kein
Journalist. Was ich mache, ist ein privates Blog führen, Kurzgeschichten
schreiben und neuerdings an einem Roman sitzen. Ich recherchiere und
schreibe einfach gerne und mach mir einen Kopf um die ganze Welt.

Sry, ich habe diesen Abschnitt wohl fehlinterpretiert. Ich habe gedacht, dass du für Die Welt gearbeitet hast als freie Jurnalistin und dabei ein Menschenleben gerettet hast.
ICH bin jetzt hier, ICH habe für die Welt schon über 100 Bilder gemacht,
ein Dutzend Geschichten geschrieben, wer weiß wie viele Menschen zum
heulen und lachen und manchmal auch nachdenken gebracht, ICH habe ein Leben
gerettet, ICH habe den Mut und spreche Dinge an, die sonst immer unter den
Tisch fallen. Auch wenn ich nachher Angst vor meiner eigenen Courage hatte
und den Text schrieb, den mir einer als aus dem Selbstmordforum
abgeschrieben auslegte.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Alles höchst wichtig

Blue @, Freitag, 12.02.2016, 23:32 vor 3648 Tagen @ Olivia 6016 Views


Du oder Sie sind, genauso wie "wir" ein Mensch mit Emotionen, Hoffnungen,
Ängsten, Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten. Im Endeffekt werden wir alle
zu Staub, ganz gleichgültig, wie wir gelebt haben. Für mich ist das
befreiend! Dass ich völlig unwichtig bin, das habe ich in dem letzten
Jahrzehnt gelernt. Ich habe es akzeptiert. Es gewährt mir Freiheit.
"Früher" war ich der Ansicht, ich sei wichtig. Inzwischen weiß ich: Wenn
ich morgen sterben würde, dann wäre das wohl für niemanden ein großer
Verlust, obwohl ich mein ganzes Leben sehr viel gearbeitet habe, mich sehr
engagiert habe und vielen Menschen "geholfen" habe.

Hallo Olivia,

sagen Sie ruhig "Du". Ich mach das nur, weil ich mir einbilde, damit eine gewisse Distanz zum Geschehen wahren zu können. Emotional und so, Sie verstehen. <img src=" /> Hier sind so viele wirklich kluge Köpfe versammelt, da möcht ich auch gern so sachlich wie möglich sein.

Zum Thema: das Wichtige und Unwichtige.

Ich bin ein Fechter für die Theorie, dass wir alle letztendlich reine Information sind. Irgendwo weiter oben erwähnte ich die These, dass das Universum jede Information benötigt, die es bekommt. Zu "meinem" Universum gehört auch das Wissen um eine "feinstoffliche Ebene", die uns durchdringt. Wir sind mehr, als die Summe unserer Atome, jede Erfahrung zählt.

Meines Erachtens tun wir das, was wir uns "drüben" einmal ausdachten.

Freilich, in unserer Zeit, in der das Augenmerk in der Hauptsache auf die materielle Welt fällt, gelten Meinungen wie die meine wohl manchmal auch als "spinnert". Sei es drum. Unwichtig ist vielleicht, ob eine Tasse zerbricht. Aber auch kann sie ein größeres Unglück verhindern, weil man in der Küche ist und das Kehrblech holt, während nebenan ein Auto ins Wohnzimmer rauscht.

Ich meine, dass überhaupt gar nichts unwichtig ist, dass jeder Augenblick absolut einzigartig ist, dass niemand denselben Standpunkt, wie ein anderer hat, usw, usf.

Wenn man sich mal eine Stunde oder auch hundert Zeit nimmt und ganz genau über die seltsamen Vorgänge nachdenkt, die uns eigentlich Leben machen, dann drängt sich eben das Gefühl auf, dass wir Teil eines unfassbaren Ganzen sind und das dieses Ganze auch jeden von uns braucht. So wie er ist, mit der Aufgabe, die er erfüllt, oder vielleicht auch nicht; manchmal ist es ja auch so, dass man erst merkt, etwas gefällt einem nicht, wenn man es anfängt.

Weiß nicht, ob das stimmt. Ich fühle es halt. Das Leben auf die Materie und den Staub zu reduzieren, ist einfach zu wenig. Ja, die Körper zerfallen, gehen in die Erde ein. Aber die Seele, die ist für mich definitiv existent und sie macht das alles nur, weil sie Fragen beantworten und Informationen sammeln will.


Liebe Grüße
Blue

Ok, wenn man es so liest...

Blue @, Freitag, 12.02.2016, 23:45 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 6042 Views

... kann man es so verstehen...

Nicht die Zeitung, nein. Nur die Weltwelt. *g*
Oder vielleicht treffender ausgedrückt, für die Menschen, die meine Bilder und Geschichten mögen. Manchmal geht auch ein bißchen die Wortgewalt mit mir durch. ^^

LG
Blue

Zwei Schritte voraus

trosinette @, Samstag, 13.02.2016, 02:30 vor 3648 Tagen @ Mephistopheles 6097 Views

Guten Tag,

Dem sehe ich mit äußerster Fassung entgegen; ich möchte nur die langen
Gesichter der Nicht-Materialisten kurze Zeit nach ihrem
Ableben mal sehen, die sie dann machen werden.

Die langen Gesichert wirst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie zu sehen bekommen.

Ich dagegen sehe die langen Gesichter, die du sehen möchtest, bei den Materialisten bereits zu Lebzeiten landauf landab.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst?!

Waldläufer @, Samstag, 13.02.2016, 11:09 vor 3647 Tagen @ Mephistopheles 5874 Views

Du kannst niemand helfen. Hinter der Idee, einem anderen helfen zu
können, steht immer ein Gefühl der Überlegenheit, es ist eine Art
Vergewaltigung. Weil das die meisten Menschen instinktiv wissen,tun sie
sich so schwer, Hilfe anzunehmen.

Ist das jetzt Satire...?

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Hierarchie der Hilfsbedürftigkeit

LLF @, Samstag, 13.02.2016, 13:02 vor 3647 Tagen @ Waldläufer 5908 Views

Hinter der Idee, einem anderen helfen zu können, steht immer ein Gefühl der Überlegenheit

Deswegen wird den Hilfsbedürftigsten auch zuerst geholfen, weil die sich am wenigsten wehren können.

1. Tiere - eine Dose Chappi genügt und Du bist der große Held
2. Ausländer - sie lassen sich mit Teddybären bewerfen
3. Kinder und Senioren - lassen sich relativ leicht ruhigstellen
4. Arbeitslose - sie haben eigene Pläne, Träume und Wünsche, die man nicht mit einer Dose Chappi befriedigen kann

Kinder / Wir gehen üblen Zeiten entgegen

Leserzuschrift @, Samstag, 13.02.2016, 13:21 vor 3647 Tagen @ Blue 6072 Views

Hallo,
wahrlich, wir gehen üblen Zeiten entgegen.
In dieser Diskussion geht es um den „Verlust“ wahrer Werte und da sind „Schuldige“ allzu leicht ausgedeutet. Diese ganze Gesellschaft rauscht den Bach runter und beim panischen Atemholen werden schon die ersten Armbindenträger benannt. Nicht etwa nur symptomatisch, sondern teils sehr konkret als Person.
So ist das in solchen Zeiten!

Die Herren der Schöpfung erinnere ich daran, dass nach dem anzustrebenden Mutterverdienstkreuz wir alle uns den Heldenorden an männlicher Brust zuwenden werden!
So ist das in solchen Zeiten!

Panisch wird erkannt, was alles so schief lief, um dies Schlamassel anzurichten und am allerliebsten natürlich das, was ANDERE so alles falsch machten.
Wir haben ALLE so manches vermurkst, auch das war halt so, in den bisher Zeiten.
In einem Börsenforum wird über Debitismus einiges erkannt, Schwamm drüber, in diesen Zeiten war da Geld zu machen.

Man geht einkaufen, weil man nicht genug selbst anbaut, kein Bauer mehr weit und breit und der Wochenmarkt viel teurer als der Discounter, Schwamm drüber.
Handy und sonstig Elektronik ist notwendig um zu bestehen; dass in Afrika und China ect. die Arbeitsbedingungen dafür gaaaanz übel sind, ist blöd, aber was will man machen, also Schwamm drüber.

Das Fleisch wird im TierKZ gezüchtet und gemordet, das übrige kommt, was weiß ich woher und die Vegetarier essen halt genmanipulitertes Tofu, Schwamm drüber.

Wer Steuern zahlt, wünscht sich das zwar zum Allgemeinwohl, dass davon auch Politdarsteller und Bomben und U-Boote sonstwo bezahlt werden, ist ärgerlich, aber, was will man machen, Schwamm drüber.

Wer wenig Steuern zahlt, unterstützt da kaum Falsches, aber eben auch nicht die darniederliegende Bildung und regt sich über schlechte Straßen auf.
Wählen kann man, wenn die dann anderes machen, als man dachte, wählt man halt anders, auf das die dann anderes machen, als man dachte oder gar nichts, Schwamm drüber.

Und so weiter, die Liste ist tatsächlich äußerst umfangreich.....

Kurz: Wir alle leben in nekrophilen Zeiten und dann ------ kann man sich dezidiert darüber auslassen, dass Frauen, wie Männer da keine Kinder bekommen wollen oder können? Geht's noch? Das kann man tun als Feststellung zur allgemeinen Symptomatik dieser Zeit, DA hat das seine Berechtigung zur Festlegung in Wertigkeiten.
In der Schuldzuweisung zum Niedergang sollte sich dann aber ganz entschieden JEDER mal an der eigenen Nase packen.
Wir sitzen alle in einem Boot. Die Eine tat dies, Jener das Andere und die allermeisten alles, wie das halt so war in diesen Zeiten. Und so wie sich das hier abzeichnet, werden auch in den kommenden Zeiten, die allermeisten dann halt das so tun, wie das halt so ist in solchen Zeiten.
Gruselig!

Der Weg zur Rettung, wenn dies Schiff dann kentert, geht nur über ein sehr vollumfängliches Erkennen, was da alles schief lief.
Nicht etwa wegen der Schuldzuweisung, sondern wegen der Wendung!
Vor der Zeit bis dahin graut es mir besonders.
Für die, die übrig bleiben: Man sollte wissen, wo man hin will, wenn man sich erneut auf den Weg macht- Mit Schwamm drüber über die eigenen Balken vorm Hirn wischend, wird das nicht mal dann was werden.

Freundliche Grüße von Sigrid

P.S.: Ich hab drei Kinder, dahingehend schuldig unbefleckt, den Nachzügler (gesund) mit 43 Jahren natürlich empfangen. Wer sich traute, mir dazu etwas zu sagen, fand das befremdlich bis anstößig, Schwamm drüber.

Wann wäre denn die Lastenverteilung gerecht, Deiner Meinung nach?

Leser23 @, Samstag, 13.02.2016, 14:43 vor 3647 Tagen @ Leserzuschrift 5744 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 13.02.2016, 20:22

Wir sind gerne bereit, weiterhin sehr hohe Steuern für Familien zu
bezahlen, erwarten dafür aber Respekt

Ich kenne einen Fall, bei dem der Vater 48 Stunden arbeitet, um seinen Ex.Kindern Unterhalt zu zahlen.

I.d.R. ist es diesen Vätern gar nicht möglich, finanziell eine neue Familie zu gründen.

Jener hat sie dennoch, und fehlt dieser in den 48 Wochenstunden natürlich erzieherisch.

Das Geld, reicht nicht, um die neue Familie über Wasser zu halten!

Er "produziert" für die Solidargemeinschaft also 4 künftige Steuerzahler.

Du bist bereit, eine höhere Steuer zu bezahlen.

Du kannst dennoch drei oder viermal in den Urlaub fahren, die ganze Welt bereisen, der Familienvater nebst Familie hat demgegenüber nicht genug zu essen! Restaurants völlig utopisch!

Wo wäre denn der Punkt erreicht, daß die Solidargemeinschaft wirklich GERECHT wäre, wie hoch müßte die Steuerlast sein, oder was müßte es an Zuwendungen für Familien wirklich geben?

Na?

Erbitte Berechnungsbeispiele!

(Diverse Rechtschreibfehler korrigiert)

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Wo sollte der Unterschied zwischen Geist und Materie sein?

Olivia @, Samstag, 13.02.2016, 15:34 vor 3647 Tagen @ Blue 5867 Views

Weiß nicht, ob das stimmt. Ich fühle es halt. Das Leben auf die Materie
und den Staub zu reduzieren, ist einfach zu wenig. Ja, die Körper
zerfallen, gehen in die Erde ein. Aber die Seele, die ist für mich
definitiv existent und sie macht das alles nur, weil sie Fragen beantworten
und Informationen sammeln will.

..................

Es gibt keinen Unterschied. Es ist ein allgegenwärtiges Entstehen und Vergehen und wir sind Teil davon. Einen "Sinn" für alles zu finden gehört wohl seit Jahrtausenden zur menschlichen Natur. Warum wohl würde es sonst Religionen geben? Sie stiften Sinn, bieten Verhaltensvorschriften und "erleichtern" damit dem Menschen das Leben.

--
For entertainment purposes only.

Ihre Sicht ist mir zu "dünn", Entschuldigung.

Blue @, Samstag, 13.02.2016, 18:56 vor 3647 Tagen @ Olivia 5767 Views

Es gibt keinen Unterschied. Es ist ein allgegenwärtiges Entstehen und
Vergehen und wir sind Teil davon. Einen "Sinn" für alles zu finden gehört
wohl seit Jahrtausenden zur menschlichen Natur. Warum wohl würde es sonst
Religionen geben? Sie stiften Sinn, bieten Verhaltensvorschriften und
"erleichtern" damit dem Menschen das Leben.


Ebenso wie die der Religionen und allgemein gültigen Antworten zur "Sinnfrage".

So, wie ich meinen biologischen Zweig verkümmern lasse, so läßt ein überwiegender Teil der Menschheit seinen geistigen Zweig verkümmern.

Was hat denn das mit Hilfsbedürftigkeit zu tun?

Waldläufer @, Montag, 15.02.2016, 14:23 vor 3645 Tagen @ LLF 5646 Views

Hinter der Idee, einem anderen helfen zu können, steht immer ein

Gefühl der Überlegenheit

Deswegen wird den Hilfsbedürftigsten auch zuerst geholfen, weil die sich
am wenigsten wehren können.

1. Tiere - eine Dose Chappi genügt und Du bist der große Held
2. Ausländer - sie lassen sich mit Teddybären bewerfen
3. Kinder und Senioren - lassen sich relativ leicht ruhigstellen
4. Arbeitslose - sie haben eigene Pläne, Träume und Wünsche, die man
nicht mit einer Dose Chappi befriedigen kann

Um Hilfsbedürftigkeit zu erkennen, ist wohl die Fähigkeit zu Empathie notwendig. Empathiefähigkeit muss zum größten Teil erlernt und im ganzen Leben gefordert werden, sonst wird die betreffende Person zum Einzelgänger/ Außenseiter.

Was, so frage ich mich, ist schiefgegangen, dass solcher Art Antworten kommen? Wie leer und öde ist das Leben, wenn man nicht mit Freude helfen kann und auch mit Freude Hilfe entgegen nehmen kann?

Ich möchte Sie wirklich nicht beleidigen (gilt auch für Mephistopheles) aber haben Sie überhaupt noch soziale Beziehungen zu anderen Personen? Können Sie noch spielen und lachen mit Kindern?

Was denken Sie, wenn Sie einer Oma über die Straße geholfen haben? Haben Sie da ein Gefühl der Überlegenheit?
Mich lässt erschaudern, dass die Propaganda und Umerziehung schon so weit fortgeschritten ist in unseren Land, dass ein normaler sozialer Umgang offensichtlich nicht mehr möglich ist, anders kann ich die Antwort nicht auslegen.


schöne Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Nein, nein, ich meine das wirklich ernst.

Olivia @, Montag, 15.02.2016, 22:36 vor 3645 Tagen @ Blue 5586 Views


So, wie ich meinen biologischen Zweig verkümmern lasse, so läßt ein
überwiegender Teil der Menschheit seinen geistigen Zweig verkümmern.

................

Nur zur Materie: Haben Sie schon einmal einen wunderschönen Kristall angeschaut, nicht behandelt, einfach so, wie er gewachsen ist? Bei einigen der ausdrucksfähigsten Exponate hat man den Eindruck, an der Entstehung der Erde teilhaben zu können. Oder Pflanzen?, Blumen, Tiere, Wasser, junge Menschen.
Wenn Nähe da ist, dann spürt man, dass alles eins ist.


Der Schweizer Goldschmied Eduard Gübelin, der mit den schönsten und ausdrucksvollsten Exponaten der "unbelebten" Natur hat arbeiten dürfen, beschreibt einen STEIN folgendermaßen:

"Rotmagie und Farbextrakt aus einem "Tropfen vom Herzblut der Mutter Erde" - so wird der Rubin in der überschwenglichen Sprache des Orients betitelt". ....... Kaum ein anderes Kleinod vermochte gefühlsbetonte Schwingungen zu erzeugen, wie der Rubin. Bei allen Völkern symbolisierte er von jeher das Höchste unter den Glücksgütern - die Liebe........ Sein Name.... versinnbildlicht die Verkörperung des schönsten, denkbaren Rots...."

Das ist ein STEIN, ein Mineral, das solche Emotionen und Gefühle in den Menschen "erweckt". Eine Farbe und ein Leuchten der unbelebten Natur.

Entnommen aus: Edelsteine - Eudard Gübelin, Franz-Xaver Erni.

Einen lieben Gruß

--
For entertainment purposes only.

Kinder

bürgermeister @, Donnerstag, 25.02.2016, 16:18 vor 3635 Tagen @ Blue 5565 Views

@Blue,

bärenstarker Beitrag! Ich bin seit Jahren "Leser".Dein Thema motivierte mich hier auch aktiv teilzunehmen!
Was würdest du dir wünschen?

Ich bin hier neu im Forum und werde mich natürlich vorstellen.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.