Weltschuldenturm beginnt zu kollabieren und es interessiert nicht wirklich

nereus @, Donnerstag, 11.02.2016, 11:54 vor 3649 Tagen 8280 Views

Mal kurz was zur Börse.

Irgendwo hatte ich gelesen, daß dies hier ein Börsenforum sein soll. [[freude]]

Nun habe ich zu diesem Thema sicher nicht allzu viel beigetragen, außer wenn es um mein Lieblings-Metall ging, aber ich bin dennoch überrascht, daß sich in dieser Hinsicht hier wenig bis nichts tut.

Seit Anfang des Jahres geht es weltweit dramatisch bergab.
Die Börsenverluste sind überall zweistellig, der Bund-Future notiert in theoretischen Grenzbereichen, der Ölpreis tendiert in Richtung 25 oder gar 20 Dollares und das Gold ist die einzige vernünftige Alternative, worauf ich nun seit über 20 Jahren (bislang) vergeblich warten mußte. [[zwinker]]

Interessiert denn der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems niemand mehr oder habt Ihr Euch damit arrangiert?
Schreckt man hier nur bei Crashs auf und nimmt das „Ausbluten“ nicht wahr?

Die Deutsche Bank muß öffentlich erklären, daß sie solvent ist.
Hallo!
Wenn die das laut sagen müssen, dann steht doch Donnergrollen unmittelbar bevor.

Herr Hellmeyer bemängelt den Auftritt von FED-Chefin Yellen.

Keinen überzeugenden Auftritt legte die US-Notenbankchefin vor dem Finanzausschuss des Kongresses hin. In einer relativ datenarmen Woche wurde der Auftritt mit Spannung erwartet, denn die turbulenten letzten Wochen sollen auch in den USA die Nervosität deutlich erhöht haben. Mrs. Yellen hielt sich mit Ihrer Rede aber alle Möglichkeiten offen. Sie machte klar, dass die FED ihren Zinserhöhungszyklus nicht umkehren wird.
Trotz der weltweiten Verwerfungen geht die FED davon aus, dass die US-Wirtschaft weiter auf ihrem moderaten Wachstumskurs fahren wird. Risiken auf das heimische Wachstum strahlen vor Allem aus China ab, so Yellen. Die Rede passt in die Kategorie "Nicht Fisch, nicht Fleisch".

Quelle: http://www.goldseiten.de/artikel/274267--No-Fish-no-Beef.html

Werter Herr Hellmeyer,
was hätte die gute Frau denn sagen sollen?
Wir sind total pleite und es kann NUR noch schlimmer werden?
Sie haben doch selbst am 09.02. eine Kernschmelze nicht mehr ausgeschlossen.
Wer soll denn jetzt noch zu-schießen?
Vielleicht eine neu zu gründende World-Bad-Bank, die sich aus der Fusion von FED, EZB und Bank of China ergibt?

Es sieht offenbar ziemlich finster aus.
Oder bilde ich mir das alles nur ein?

mfG
nereus

was sollte man jetzt tun?

User-001 @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:22 vor 3649 Tagen @ nereus 6441 Views

abwarten bis dass Narrenschiff untergeht oder vorher abspringen?
Da ist nur die Frage wohin in dieser globalisierten Welt.
Gibt es noch eine Alternative in der von M... gepredigten Alternativlosigkeit.
Vielleicht bei den kommende Wahlen?
Sollte ich meine 50 T€ (über lange Zeit zusammmengekratzt), lieber in Gold eintauschen und abwarten. Da könnte es einen jedoch auch so ergehen wie den Dummling mit der goldenen Gans.
Ein schwierige Zeit für den kleinen Mann :-(

Die FED ist noch nicht am Ende und wir hier sind doch schon ziemlich abgehärtet

Revoluzzer @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:41 vor 3649 Tagen @ nereus 6023 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 11.02.2016, 13:14

Interessiert denn der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems niemand mehr
oder habt Ihr Euch damit arrangiert?


1. Ich selbst und wohl einige hier im Forum sind schon ganz schön abgehärtet. Die ganze Crash-Thematik ist argumentativ ziemlich "durch".
2. Noch haben wir keinen Crash, sondern nur eine (gesunde?) Korrektur der Märkte.
3. EZB und BoJ sind ziemlich am Ende. Die FED macht aber noch keine Negativ-Zinsen. Deshalb kann die FED die Märkte, wenn es noch ernster wird, noch mal retten. Das wird sie wahrscheinlich tun - und dann werden die Märkte wahrscheinlich zum letzten Mal sich stabilisieren.

Ich denke, dass das, was wir sehen, nur eine Korrektur ist, die den Boden für den echten Absturz in 1, 2, 3 Jahren legt, wenn dann auch die FED am Ende ist.

Revo.

Nachtrag: Lässt man jetzt Europa / Teile davon fallen?

Revoluzzer @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:47 vor 3649 Tagen @ Revoluzzer 6075 Views

Dass jetzt das Weltfinanzsystem fällt, glaube ich noch nicht.

Aber vielleicht lässt man zur Stabilisierung des Gesamtsystems (Stichwort Vertrauen) eine Pleite der EU oder von einzelnen Staaten der EU zu.

Das scheint mir die eigentlich spannende Frage im Moment: Wird man jetzt GR usw. ggf. die / den EUro Hops gehen lassen?

Das könnte sein. Aber auch noch unwahrscheinlich im Moment.

Revo.

Womöglich sind wir über die letzten Jahre von der Börse konditioniert worden

Supermario @, Donnerstag, 11.02.2016, 12:48 vor 3649 Tagen @ nereus 5626 Views

den Crash haben die Meisten hier schon vor Jahren kommen sehen und so wie ich auch seit vielen Jahren sich die Hörner an der Börse abgestoßen. Die letzten Jahre haben uns aber gezeigt, dass jedes mal wenn man glaubte, jetzt kommt der große Crash, dann ging es plötzlich wieder bergauf an der Börse und scheinbar mit der Wirtschaft.
Die Politik und Mächtigen haben immer wieder mit Liquidität dafür gesorgt, dass das Kartenhaus noch nicht zusammenbricht. Das hat viele konditioniert und deshalb vermute ich, glaubt auch so richtig noch niemand an einen Börsencrash. Das kann aber genau die Stimmung (Sentiment) sein, die dafür sorgt, dass es weiter Bergab geht. In jedem Fall wetten wir gegen starke Kräfte, die den Crash weiter nach hinten schieben möchten, solange es geht.
Es ist Alles möglich, auch Ellis Prognose halte ich für plausibel, allerdings Wette ich selbst nicht drauf.

Grüße Supermario (seit langem hier im Gelben, allerdings die letzten Jahre eher still)

Keine Sorge. Nur Verschnaufpause. Die Rallye geht weiter. Bestimmt.

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:47 vor 3649 Tagen @ nereus 5416 Views

Nun habe ich zu diesem Thema sicher nicht allzu viel beigetragen, außer
wenn es um mein Lieblings-Metall ging, aber ich bin dennoch überrascht,
daß sich in dieser Hinsicht hier wenig bis nichts tut.

Erst Bargeldverbot, dann natürlich Goldverbot. Ausser du gehörst zu "denen".

Interessiert denn der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems niemand mehr
oder habt Ihr Euch damit arrangiert?

Der kommt nicht. Davon bin ich inzwischen überzeugt.

Die "da oben" haben noch viel, viel mehr Möglichkeiten, als wir uns das vorstellen können.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

uns haut nichts mehr um ;-)

nereus @, Donnerstag, 11.02.2016, 13:49 vor 3649 Tagen @ Revoluzzer 5421 Views

Hallo Revo!

Du schreibst: Ich selbst und wohl einige hier im Forum sind schon ganz schön abgehärtet. Die ganze Crash-Thematik ist argumentativ ziemlich "durch".

Das finde ich gut.
Als der Crash noch weit weg wurde heftig diskutiert.
Nun isser wohl da, jetzt ist das Thema durch.
Das ist wahre deutsche Härte [[zwinker]]

Noch haben wir keinen Crash, sondern nur eine (gesunde?) Korrektur der Märkte.

Nein, das dürfte der Anfang vom Ende sein.
Das ist nichts mehr gesund – was ist denn bitte schön noch gesund?
Der Bund-Future steht auf über 165!
Gerade dieses langsame Ausbluten der Märkte halte ich für verheerend.
Wenn 12 % an einem Tag Verlust gemacht werden, dann ist der gemeine Anleger entsetzt, werden die 12 % über 6 Wochen verteilt ist offenbar alles anders. [[freude]]

EZB und BoJ sind ziemlich am Ende.

Ich halte die EZB für gesünder als die FED, wobei gesund ganz sicher der falsche Begriff ist. Doch es bleibt wohl Ansichtssache.

Die FED macht aber noch keine Negativ-Zinsen. Deshalb kann die FED die Märkte, wenn es noch ernster wird, noch mal retten. Das wird sie wahrscheinlich tun - und dann werden die Märkte wahrscheinlich zum letzten Mal sich stabilisieren.

Wenn auch der FED-Zins ins Negative rutscht, dann ist doch sonnenklar was hier abläuft. Wer will denn da noch investiert sein, wenn jeder weiß, die können jeden Moment den Laden dicht machen?

Persönlich denke ich, dass das, was wir sehen, nur eine Korrektur ist, die den Boden für den echten Absturz in 1, 2, 3 Jahren legt, wenn dann auch die FED am Ende ist.

Wenn die westlichen Volldeppen ihren aggressiven Kurs gegen Rußland und China fortsetzen, wird es unvermeidlich krachen.
Sollte man sich jedoch einer neuen Politik besinnen und globale Projekte mit den BRICS-Staaten GEMEINSAM angehen, sehe ich noch eine Chance den Niedergang zu verhindern.
Kaputt auf dieser Welt ist genug als das es nicht wieder aufgebaut werden könnte.

@Supermario hat es gut beschrieben: Die Politik und Mächtigen haben immer wieder mit Liquidität dafür gesorgt, dass das Kartenhaus noch nicht zusammenbricht. Das hat viele konditioniert und deshalb vermute ich, glaubt auch so richtig noch niemand an einen Börsencrash. Das kann aber genau die Stimmung (Sentiment) sein, die dafür sorgt, dass es weiter Bergab geht.

Genauso sehe ich das auch.
Da immer gerettet wurde, wird auch diesmal gerettet – so glaubt man es zumindest.

Die kürzliche EW-Prognose zum DAX von Jükü habe ich mit einer gewissen Faszination zur Kenntnis genommen.

Und wenn die kommende Welle 5 (blau) so lang wird wie Welle 1 es war, landen wir bei etwa 18.000 Punkten.

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=394535

Das ist wirklich sehr mutig in diesen Zeiten!
Taffe Leute braucht das Land. [[top]]

mfG
nereus

Ich sehe noch nichts von Zusammenbruch...

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 11.02.2016, 13:52 vor 3649 Tagen @ nereus 5278 Views

Seit Anfang des Jahres geht es weltweit dramatisch bergab.
Die Börsenverluste sind überall zweistellig, der Bund-Future notiert in
theoretischen Grenzbereichen, der Ölpreis tendiert in Richtung 25 oder gar
20 Dollares und das Gold ist die einzige vernünftige Alternative, worauf
ich nun seit über 20 Jahren (bislang) vergeblich warten mußte.
[[zwinker]]

Menschen die im globalen Agrarsektor oder Rohstoffsektor (Eigentümer/Firmen) arbeiten haben die letzten rund 3 Jahre zwischen 50-70% Einkommensverlust verkraften müssen. Es scheint sich jetzt langsam in den Sektoren eine Bodenbildung durchzusetzen, kann aber auch noch tiefer gehen.

Trotzdem dreht alles weiter .... es gibt natürlich vermehrt Einzelschicksale.
Wenn diese Korrektur in den westlichen Industrieländern in einem ähnlichen Umfang stattgefunden hat - wohl gemerkt danach, kann man das Thema noch einmal aufgreifen.

Korregiert werden müssen in einem ähnlichen Prozentrahmen selbstverständlich auch alle Transferzahlungen in den westlichen Demokratien, solange das nicht passiert ist, sind wir noch im alten Zyklus.

Also ich sehe derzeit keinen Handlungsbedarf und täglich grüsst das Murmeltier [[freude]]
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
Seit 2020 Facebook Mitarbeiter+Forentroll

Noch viele Jahre zum "Zusammenbruch" - Zuerst muss alles verloren werden...

Kontributor @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:03 vor 3649 Tagen @ nereus 5718 Views

Hallo nereus,

Interessiert denn der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems niemand mehr
oder habt Ihr Euch damit arrangiert?

ich stimme den Ausführungen von SevenSamurai zu: Bis zu einem nicht mehr vermeidbaren Zusammenbruch braucht es noch lange. Es gibt noch so viel zu holen: Häuser/Immobilien, Privatvermögen, Grundstücke etc. Das holen sich die Eliten ganz legal. Erst dann, wenn alles "Private" verschwunden/die Taschen des Besitzers gewechselt haben, dann braucht man auch kein Finanzsystem mehr. Dann kann man es krachen lassen, auch wenn viele meinen, dass die Eliten (Hochfinanz etc.) dann doch auch ihr Geld verlieren. Eben nicht! Sie besitzen dann alle physischen assets. Auch wenn Billionen verloren werden, ist das doch nur Geld zum Erwerben für assets! Wenn Billionen verschwinden, bleiben die physischen Besitzstände! Geniales Spiel!

Die wichtigste Anmerkung: Wer aber sein physisches Vermögen verliert (auch Geld natürlich), verliert auch seine Freiheit. Und um das geht es. Sind Vermögen und Freiheit verloren, dann kann man schalten und walten (auch und gerade über die Verchippung und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr) wie man will - NWO eben. Oder habe ich da etwas übersehen?

Viele Grüße
Kontributor

Vogel Strauß

stocksorcerer @, Donnerstag, 11.02.2016, 14:36 vor 3649 Tagen @ nereus 4960 Views

Hallo nereus,


ist es nicht so? Schlimme Dinge, die nicht passieren dürfen, bei denen man aber keine Handhabe mehr sieht etwas abzuwenden, da schaltet man auf "Durchzug" und schließt seine Augen. "Bloß nichts beschreien!"

Es soll so lange gut gehen, wie es eben nur geht. So kommt mir das vor. Jeder hat Angst, sich dem Thema aktiv zu widmen, man schweigt es besser tot. Ich habe nun von Börse auch nicht so wahnsinnig den Plan und massiv Werte versenkt (oder umverteilt) vor 20 Jahren und hänge auch mehr auf Seiten der Geopolitik. Aber die bedingt und gefährdet nun einmal auch alles.

Ich habe niemals eine Deutsche Bank im Portfolio gehabt, aber die Stimmen von Analysten auf n-tv und in Börsen-Anleg-Magazinen noch immer im Hinterkopf, wo es hieß: "Deutsche Bank ist bei mir "unter 60" immer ein klarer Kauf. ^^


Gruß
stocksorcerer

Feudalherrschaft 2.0?

Ikonoklast @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:00 vor 3649 Tagen @ Kontributor 5071 Views

Hallo Kontributor,

interessanter Gedanke und wenn man ihn weiterspinnt... [[sauer]]

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Warum steigt der Euro noch?

mh-ing @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:01 vor 3649 Tagen @ nereus 4994 Views

Wenn die Börsen in Europa fallen, der Dollar und die Fed - wie von einigen behauptet noch mehr Optionen als die EZB oder BOJ besitzt - warum steigt dann der Euro und fällt nicht analog wie die Börsen?

Für mich ist das der interessante Punkt des jetzigen Geschehens, wobei ich nicht weiß, wie das bei den vorherigen Abstürzen war. Vielleicht hat jemand da mehr Daten und Erklärungen.

Kyle Bass schätze ich

Kurz_vor_Schluss @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:19 vor 3649 Tagen @ nereus 5055 Views

Servus nereus,
Kyle Bass schätze ich sehr - das ist der Hedgefond-Manager, der 2008 vor der Subprime-Krise gewarnt bzw. die korrekt prognostiziert hatte.
Nun warnt der Gute vor Ärger, der aus China kommen sollte - und dass dieser von der Wirkung her dem vierfachen der Subprime-Krise entsprechen könnte.
CrisisMaven sollte es freuen.... [[zwinker]]
http://www.businessinsider.de/2008-crash-prophet-warnt-vor-china-bombe-2016-2
Wer mal eine echt intelligente Analyse (leider nur auf englisch) der Zentralbankenproblematik (mehr Schein als Sein) von 2012 lesen will - bitte:
http://de.scribd.com/doc/113621307/Kyle-Bass
Bass - Bass - wir brauchen Bass! Was gehtn Alder? Bass - Bass - wir brauchen Bass! [[freude]]
https://www.youtube.com/watch?v=n-AUUWKgCX4
Schönen Tag
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

je später das Feuer erlischt, um so kälter die Nacht

nereus @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:40 vor 3649 Tagen @ Kontributor 5051 Views

Hallo Kontributor!

Du schreibst: Es gibt noch so viel zu holen: Häuser/Immobilien, Privatvermögen, Grundstücke etc. Das holen sich die Eliten ganz legal. Erst dann, wenn alles "Private" verschwunden/die Taschen des Besitzers gewechselt haben, dann braucht man auch kein Finanzsystem mehr. Dann kann man es krachen lassen, auch wenn viele meinen, dass die Eliten (Hochfinanz etc.) dann doch auch ihr Geld verlieren. Eben nicht! Sie besitzen dann alle physischen assets. Auch wenn Billionen verloren werden, ist das doch nur Geld zum Erwerben für assets! Wenn Billionen verschwinden, bleiben die physischen Besitzstände! Geniales Spiel!

Das hat richtig Schmackes und wäre für mich richtig rund, wenn es für eine geschlossene Welt nach westlichem Muster ginge.
Doch was machst Du jetzt mit Ländern wie China und Rußland?
Glaubst Du, deren Eliten und Funktionsträger führen uns an der Nase herum und haben längst mit der Wallstreet, dem Pentagon und der EU Brüder- oder besser - Bruderschaft geschlossen?
Sind der Syrien-Krieg und das Iran-Geplänkel nur Ablenkungsmanöver, um die Massen in West und Ost zu spalten und zu beschäftigen, während sich der Milliardärs-Clan die Welt aufteilt?

Ich kann das nicht widerlegen und das wäre das Grusel-Szenario schlechthin.
Dann wäre zwar noch Aufschub für ein ungewisses Weilchen, doch dann käme das Unvermeidliche letztlich doch unvermeidlich.

Da ich mir nicht die letzte Hoffnung zerstören will, glaube ich es einfach mal nicht. [[freude]]
Jeder hat so seine Art der Krisenbewältigung. [[zwinker]]
Aber ein wenig aufgeschreckt hast Du mich schon.

Oder habe ich da etwas übersehen.

Das will ich doch stark hoffen. [[zigarre]]

mfG
nereus

Lernt Ihr denn hier garnichts?

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:35 vor 3649 Tagen @ nereus 5186 Views

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=248813

Das neudeutsche Wort "Börsencrash" kommt übrigens ursprünglich aus der deutschen Gründerzeit, die Frankreich abgepressten Reparationsmilliarden taten damals schon nicht gut (außer dass sie auch die Grundlage für die Versailler Retourkutsche legten, die Preussen fingen mit den Gemeinheiten an) und es kam zu einem "Krach" an den deutschen Börsen, die Franzosen sprachen das "Kräsch" aus und so kam der Begriff in die USA, wo er zu "crash" wurde. Mit einem Zusammenbruch hat das allerdings nichts zu tun.

Börse ist hoch und runter, immer und immer wieder.

Wäre auch schade, wenn es anders wäre, denn dann gäbe es an der Börse nichts zu verdienen.

110 % Zustimmung

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 16:41 vor 3649 Tagen @ Kontributor 4744 Views

Bis zu einem nicht mehr
vermeidbaren Zusammenbruch braucht es noch lange. Es gibt noch so viel zu
holen: Häuser/Immobilien, Privatvermögen, Grundstücke etc. Das holen
sich die Eliten ganz legal. Erst dann, wenn alles "Private"
verschwunden/die Taschen des Besitzers gewechselt haben, dann braucht man
auch kein Finanzsystem mehr. Dann kann man es krachen lassen, auch wenn
viele meinen, dass die Eliten (Hochfinanz etc.) dann doch auch ihr Geld
verlieren. Eben nicht! Sie besitzen dann alle physischen assets. Auch wenn
Billionen verloren werden, ist das doch nur Geld zum Erwerben für assets!
Wenn Billionen verschwinden, bleiben die physischen Besitzstände! Geniales
Spiel!

Die wichtigste Anmerkung: Wer aber sein physisches Vermögen verliert
(auch Geld natürlich), verliert auch seine Freiheit. Und um das geht es.
Sind Vermögen und Freiheit verloren, dann kann man schalten und walten
(auch und gerade über die Verchippung und dem bargeldlosen
Zahlungsverkehr) wie man will - NWO eben. Oder habe ich da etwas
übersehen?

1. Bargeldverbot
2. Goldverbot und Diebstahl durch den Staat für die Elite
3. Bail-ins
4. Zwangshypotheken auf Grund und Boden, private Wohnungen, etc.
5. mehr Sozialstaat: jeder bekommt eine Wohnung, aber sie gehört im dann nicht mehr

Die Elite kauft jetzt schon alles unbewegliche auf.

Jim Rogers und andere erzählen doch seit Jahren, dass man auch landwirtschaftlich genutzte Flächen massiv kauft.

Also ist bald alles ECHT werthaltige in Hand einiger (= Elite).

6. Immer mehr Überwachung. In Frankreich gilt immer noch der Ausnahmezustand.

Beispiel:

Staatssekretär schießt scharf gegen das Motto "Meine Daten gehören mir"

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Staatssekretaer-schiesst-scharf-gegen-das-Motto-...

Am Ende haben wir alles (Dach über dem Kopf, Gen-Food, technisches Klimbim, VR, etc.), BESITZEN aber nichts.

Wir sind dann Leibeigene der "Elite".

Noch sind China und Russland nicht mit im Boot. Das kann sich ändern, je nachdem, wer dort als nächster an die Macht kommt.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Du könntest ja versuchen

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 11.02.2016, 16:45 vor 3649 Tagen @ User-001 4805 Views

abwarten bis dass Narrenschiff untergeht oder vorher abspringen?
Da ist nur die Frage wohin in dieser globalisierten Welt.
Gibt es noch eine Alternative in der von M... gepredigten
Alternativlosigkeit.

....dir einen Platz zu sichern bei der Marslandung.
Kostet nur ca. 1 Bio, aber deine 50.000 werden mit Sicherheit gerne genommen. Es fehlen nur noch 999.999.950.000 zur Finanzierung.

Vielleicht bei den kommende Wahlen?
Sollte ich meine 50 T€ (über lange Zeit zusammmengekratzt), lieber in
Gold eintauschen und abwarten.

Oder du beginnst JETZT zu kämpfen und investierst die 50 Mille, um dich zum Kämpfer auszubilden. Geistig, körperlich und seelisch.

Ich garantiere dir:
Eine bessere Investition wirst du niemals tätigen.

Da könnte es einen jedoch auch so ergehen
wie den Dummling mit der goldenen Gans.
Ein schwierige Zeit für den kleinen Mann :-(

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Doch: Debitistischer Durchlauf (in Kurzform)

Silke, Donnerstag, 11.02.2016, 17:20 vor 3649 Tagen @ Orlando 4775 Views

bearbeitet von Silke, Donnerstag, 11.02.2016, 17:30

Lieber Orlando,

Wir müssen nur noch schnell durch die gerade laufende DeDe durch, dann können wir aus den Trümmern in den nächsten debitistischen Durchlauf starten.
Börsen und ihre Bewegungen sind dabei nur Symptome und nicht Ursache.

"Debitistischer Durchlauf (in Kurzform)
Aufbauen von Schulden des nicht leistenden Schuldner Staat - Inflation - Sachwerthausse - Umschlag der Inflation in die Disinflation, sobald die Kosten der Fortsetzung der Inflation ihre Erträge übersteigen - Sachwert-Crash - sinkende Zinssätze und ergo automatisch sich ergebende Finanztitel-Hausse - Exzess dieser Hausse in der bekannten Manie - Finanztitel-Crash - deflationäre Depression."
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=17856
(und folgende in dem Faden).

Schaffen von praktisch ungedecktem staatlichem Falschgeld durch Ankauf wertloser Anleihen o.ä. und der Trick mit den Minuszinsen ändert nichts an diesem Ablauf vom ersten debitistischen Aufblühen zum letzten ultimativen gemeinschaftlichen und nun weltweiten Bankrott ohne Gewinner (die ganzen armen Milliardäre leben doch heute schon in paranoider Angst in ihren selbst geschaffenen Gefängnissen. Werden sie noch reicher und dafür noch mehr andere Leute noch ärmer wird recht bald die ganze Welt voller Krieg/Gewalt und Flüchtlingen und den Folgen sein).

Liebe Grüße
Silke

PS.
"Dies kann nur verhindert werden, indem:
1. Der Staat als Schuldner ausgeschlossen wird.
2. Geld nur gegen vollstreckbare Forderungen (Forderungen für die geleistet wird) in die Welt kommt.
Das Problem hätte gleich am Anfang gelöst werden müssen. Jetzt ist es zu spät. Jetzt kann nichts mehr helfen - es sei denn die Schulden, die von keinerlei Leistungsbereitschaft unterlegt sind, werden sofort ausgebucht. Je später sie ausgebucht werden werden, desto länger wird sich das Elend hinziehen. Und am Schluss werden sie doch ausgebucht bzw. sie verschwinden in der bekannten Hyperinflation."
aus öbigem Link.

Doch! ;-)

nereus @, Donnerstag, 11.02.2016, 17:23 vor 3649 Tagen @ Orlando 4753 Views

Hallo Orlando!

Du schreibst: Das neudeutsche Wort "Börsencrash" kommt übrigens ursprünglich aus der deutschen Gründerzeit, die Frankreich abgepressten Reparationsmilliarden taten damals schon nicht gut (außer dass sie auch die Grundlage für die Versailler Retourkutsche legten, die Preussen fingen mit den Gemeinheiten an)

Die Preußen, das waren ganz schlimmer Finger.
Warum es 1871 einen Krieg gab, weißt Du aber schon.

Ein Sigmaringer Hohenzoller war für den spanischen Thron ausersehen. Napoleon III.
protestierte zornentbrannt und verlangte von Wilhelm I., er möge es seinem Neffen verbieten. Wilhelm erklärte, er habe keine Handhabe, etwas zu verbieten, werde es dem Neffen aber nahelegen. Der französische Gesandte wünschte den König, der sich in Ems aufhielt, zum zweiten Mal zu sprechen, um eine förmliche Garantie zu verlangen.
Der König weigerte sich und ließ den Gesandten durch den Fürsten Radziwill empfangen. Frankreich schäumte über diese „Beleidigung“, sprach davon, es würde eingekreist, und der Gesandte sei durch einen „Lakaien“ empfangen worden. Bismarck sah, daß die Dinge mutwillig zugespitzt wurden und fand sich genötigt, das deutsche Volk vom Vorgefallenen zu informieren. Er veröffentlichte Auszüge der Depesche, in der ihm der König die Angelegenheit nach Berlin berichtet hatte.
Frankreich erklärte den Krieg.
Bis auf den heutigen Tag hakt an diesem Punkt ein Teil der Historiker ein: Bismarck habe das Telegramm gekürzt und damit in einer Weise frisiert, die zum Kriege treiben sollte. Fazit: Bismarcks Kriegsschuld sei damit klar.

Hier bedarf es nun wirklich nur eines einzigen Gedankens, um die Wahrheit zu erhellen. Bismarck hätte es einfacher haben können: Es hätte genügt, den Sigmaringer Prinzen seelenruhig weiter Kronprätendent sein zu lassen. Das wäre der todsichere Weg zur
Kriegserklärung der Franzosen gewesen, ein bedeutend leichterer Weg als ein Zeitungsartikel an die Adresse der Deutschen. Bismarck aber hatte nachweislich das Gegenteil getan: Auf seinen Rat hin hatte der König bereits den Neffen gebeten, zurückzutreten.

Quelle: Historiker Joachim Fernau

Das ist natürlich, wie immer, politisch unkorrekt, aber in diesem Forum darf man so etwas noch sagen.
Und die Reparationen für Deutschland waren nach WK I zehnmal höher als die 5 Milliarden Gold-France, die Frankreich ziemlich flott abbezahlte.
Daraus wurden in Deutschland dann die Gründerjahre.

.. und es kam zu einem "Krach" an den deutschen Börsen, die Franzosen sprachen das "Kräsch" aus und so kam der Begriff in die USA, wo er zu "crash" wurde. Mit einem Zusammenbruch hat das allerdings nichts zu tun.
Börse ist hoch und runter, immer und immer wieder.
Wäre auch schade, wenn es anders wäre, denn dann gäbe es an der Börse nichts zu verdienen.

Na dann, viel Spaß beim Geld verdienen.
Du schaffst das schon! [[zwinker]]

Es ist halt wie immer und die Kurse gehen auf nieder, so wie die Beiboote der Titanic.
Das Mutterschiff versank dann allerdings und den Überlebenden fröstelte danach ein wenig.

mfG
nereus

Ich bin gespannt, Durchlauf muss nicht fertig sein

pigbonds @, Donnerstag, 11.02.2016, 17:51 vor 3649 Tagen @ Silke 4735 Views

"Debitistischer Durchlauf (in Kurzform)
Aufbauen von Schulden des nicht leistenden Schuldner Staat - Inflation -
Sachwerthausse - Umschlag der Inflation in die Disinflation, sobald die
Kosten der Fortsetzung der Inflation ihre Erträge übersteigen -
Sachwert-Crash - sinkende Zinssätze und ergo automatisch sich ergebende
Finanztitel-Hausse - Exzess dieser Hausse in der bekannten Manie -
Finanztitel-Crash - deflationäre Depression."
http://www.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=17856
(und folgende in dem Faden).

Schaffen von praktisch ungedecktem staatlichem Falschgeld durch Ankauf
wertloser Anleihen o.ä. und der Trick mit den Minuszinsen ändert nichts
an diesem Ablauf vom ersten debitistischen Aufblühen zum letzten
ultimativen gemeinschaftlichen und nun weltweiten Bankrott ohne Gewinner.

Das beschreibt das Bekannte.

Die Karten werden sicherlich gemischt, ist aber noch nicht klar, wie.

Die neuen Bankregeln, mit Bail-Ins, deuten darauf hin, dass die Guthaben-Millionäre
bald Bankaktionäre werden. Das sollte den "kleinen Mann" eigentlich freuen, denn
3-4 Bankkonten bis 100k sind doch keine administrative Herausforderung für Private.

Es ist doch klar, dass es die Millionen schweren Bargeld-Horter sind, die Panik wegen
Bargeld-Einschränkungen verbreiten, Leute, die zwar schwer reich sind, aber so
risikoavers, dass ihnen sogar Gold zu riskant scheint.

Der Horror aus diesem Szenario ist doch, dass dies zu einem dramatischen Abverkauf
aller Assetklassen führen würde.


Eine andere Möglichkeit, die die Assetklassen teuer halten würde, wäre, auch dieser
Trend ist durch die Initiative in der Schweiz angeritzt und auch in anderen Staaten
diskutiert, das Verschieben der Einkommensgrenze von Null auf eine höhere Zahl, genannt
"Grundeinkommen", "negative Kopfsteuer" oder "Abwerfen von Geld aus dem Helikopter".


Eine weitere Möglichkeit wäre das Hochfahren der Staatsausgaben, am effektivsten über
die Rüstungsausgaben, das würde dann so laufen:
https://www.contra-magazin.com/2016/02/russische-aggression-als-begruendung-fuer-erhoeh...

Für mich ist die "negative Kopfsteuer" der beste Weg. Er passt am besten zum westlichen, demokratischen
Kapitalismus:
- Primat der Politik als Rahmenfestsetzerin
- demokratisches Prinzip "ein Kopf eine Stimme" (jeder kriegt gleich viel Grundeinkommen "to start with")
- marktwirtschaftliches Prinzip (jeder kauft, was er will und nicht was eine Lobby im Parlament durchbringt)

Dass es gerade selbsterklärte Marktwirtschaftler sind, die gegen das Grundeinkommen sind, erstaunt,
glauben die denn wirklich, mit einem Grundeinkommen würde eine Vielzahl der Damen aufhören, sich
gegenseitig mit exklusiveren Schuhen, Handtaschen und Schmuck zu überbieten oder die kompetitiven Herren davon
abhalten, noch prestigeträchtigere Autos oder Uhren zu wollen?

Das System böte die Chance, die kleinen Schwächen der Individuen als Stärke für alle zu nutzen.

Hier unterscheiden sich auch die Eigentumökonomen von den Debitisten: die einen glauben, ein Grundeinkommen
funktioniere nicht, weil dafür erst Eigentum geschaffen werden müsste, die anderen wissen, dass der Staat
sein Abgabengut ex-ante verteilen kann, wie er will, solange er danach in der Lage ist, dieses wieder einzutreiben.

Prinzip schon in der Bibel erkannt: "Gib des Kaisers was des Kaisers!"

Das Spiel hat einen Namen. Monopoly! / Von Hopi

Leserzuschrift @, Donnerstag, 11.02.2016, 19:12 vor 3649 Tagen @ Kontributor 4532 Views

Grüße an den @Kontributor.


Dem scharfsinnigen User @nereus ist vollumfänglich zu seinem hervorragenden Post beizustimmen. In seiner Einleitung bringt er es süffisant auf den Punkt:

"Irgendwo hatte ich gelesen, daß dies hier ein Börsenforum sein soll. [[freude]]" ..., um dann zu enden mit: "Es sieht offenbar ziemlich finster aus. Oder bilde ich mir das alles nur ein?" (@nereus)


JETZT kommst Du ins Spiel (= das schlicht & einfach den Namen MONOPOLY trägt) und das Du kristallklar durchblickt hast. Deine WICHTIGSTE ANMERKUNG offenbart die komplett-ungeschminckte Wahrheit in nur drei Sätzen. Hut ab!

"Wer aber sein physisches Vermögen verliert (auch Geld natürlich), verliert auch seine Freiheit. Und um das geht es. Sind Vermögen und Freiheit verloren, dann kann man schalten und walten (auch und gerade über die Verchippung und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr) wie man will - NWO eben. Oder habe ich da etwas übersehen?" (@Kontributor)

S.c.h.l.u.ß.b.e.m.e.r.k.u.n.g.e.n.

Eines der bekanntesten "Gesell-Schafts-Spiele" trägt den Namen MONOPOLY. Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele und wird nach Angaben des Verlags in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Monopoly


Vermutlich neben dem SCHACH-Brett-Spiel das bekannteste auf der Erde? Auf jeden Fall verblassen alle anderen Brettspiele wie "Mensch, Ärgere Dich nicht", "Mühle", "Backgammon" ... bis hin zu den "Siedlern von Catan". Eine auf SCHULDEN aufgebaute Gesellschaft (Debitismus) benötigt zur geistigen Totalimplementierung das MONOPOY SPIEL, damit bereits die *jüngsten System-Sklaven-Novizen* sofort lernen wo`s hier auf ERDEN überhaupt lang-geht <img src=" />.

Das wunderbare am Monopoly-Spiel ist, daß es ausschließlich die besten Charaktereigenschaften des Menschen (= z.B.: Gier, Habsucht, Streit um Geld, Häuser ...bis zu ganzen Straßenzügen ...) unmittelbar zum Vorschein & größtmöglichen Blüte evolviert. ALLES elegant als "lustiges Feizeitspiel für die ganze Familie & Freunde" nach Feiersklavenabend maskiert. Das Erscheinungsdatum, angegeben mit ca. 1933, entbehrt ebenfalls nicht einer gewissen Ironie der Zeitgeschichte.

Es wurden bereits unzählige Beiträge im Forum über das "Thema Geld" geschrieben, aber Du bringst es so trocken & ent-schlankt auf unseren reichgefüllten *Gelben Gaben-Tisch*, daß man geneigt ist zu schreiben, das hat Schmackes.

"Auch wenn Billionen verloren werden, ist das doch nur Geld zum Erwerben für assets! Wenn Billionen verschwinden, bleiben die physischen Besitzstände! Geniales Spiel!" (@Kontributor)


Erst wenn die Menschheit erkannt hat (= ein Abstraktum um mit Goethe`s Worten zu sprechen), daß es so etwas wie persönliches Eigentum, Besitzansprüche jedweder Art ... et cetera auf der ERDE nicht gibt (= ILLUSION), wird sie sich eines nicht mehr fernen Tages erstmals voll-um-fänglich SELBST er-KENNEN <img src=" />.

Menschen werden lernen, daß sie hier bestenfalls nur für 50, 60 ... manche für über 90 Sommer & Winter verweilen müssen / dürfen /können ... und noch NIEMAND (= kein Sterblicher) ETWAS von seinem zu Lebzeiten zusammengerafften Reichtum auf KOSTEN ANDERER mit ins Jenseits & die Ewigkeit mitzunehmen vermochte.

Gerade lächerlich wirken heute die teils unvorstellbaren "GRAB-Beigaben" verschiedenster historischer Herrschergestalten (= fast ausnahmslos Massenmörder), die von der Nachwelt aus dem "Staub & Sand der Geschichte" ausgebuddelt wurden.

Allerdings ist die heutige Nachwelt immer noch geradezu hysterisch & heiß auf verschollene GOLD-, und SILBER-Schätze. Hoch im Kurs stehen nach wie vor "Spanische Gallonen" auf salzigem Meeresgrund begraben. Aus heutiger Sicht geradezu einfach nur noch lächerlich & der geistigen Entwicklung eines 6 bis 10 jährigen Kindes entsprechend.


F.A.Z.I.T.

Menschen, die es geschafft haben sich von jeglichen materiellen Gedanken final zu befreien, sind wirklich frei. Das bedeutet natürlich nicht, daß GELD, GOLD, SILBER ... et cetera komplett abzulehnen sind, sondern es bedeutet den eigenen Blick darauf und die damit nun einmal vorgegebenen Möglichkeiten im augenblicklichen MONO-POLY-SPIEL erstmals sinnvoll zu verstehen.

Erst wenn der Mensch verstanden hat, daß ein einziger Same einer Eiche, einer Kokospalme u.s.w.u.s.f. inklusive eines einziges "Menschen-, u. Tiersamens" (= sie alle stehen für LEBEN auf ERDEN) um Lichtjahre mehr wert ist als alle Edelmetalle & sonstigen Bodenschätze (= Gewalt-Metalle @Zarathustra) der Welt, besteht die Aussicht auf paradiesische Aussichten & RUHE im WELT-Karton <img src=" />.


Keine Sorge, wir schaffen das :-)!

Hoffnungsvollst,
Hopi

N.a.c.h.d.o.k.u.m.e.n.t.a.r.i.s.i.e.r.t.

An AMERICAN Tragedy (= Analogie für alle Kontinente): Prädikat: schonungslos grotesk (15:15 kurzweilige Min.)

A true story of human rights violations against the Navajo and Hopi Indians in the Four Corners Area of Arizona all in the name of "Clean Coal". A matter of current affairs.

https://vimeo.com/14326982

Nix schlimme Preussen

Orlando ⌂ @, Freitag, 12.02.2016, 14:59 vor 3648 Tagen @ nereus 3729 Views

Die Preußen, das waren ganz schlimmer Finger.

Ich bitte inständigst, mir nichts in den Mund zu legen. Mit "PC" und prinzipiellen Schuldzuweisungen habe ich nichts am Hut.

Ein gewonnener Krieg rechtfertigt sich selbst.


Zur Börse, der Dax steht da, wo er vor anderthalb Jahren stand, der S&P500 hat gerade mal um die 10% verloren, Staatsanleihen haussieren, Zusammenbruch sieht mMn anders aus. Ich tippe, dass wir in fünf Jahren hier noch genauso lustig über den Untergang plaudern werden.

Vielleicht doch Goldene Zeiten?

Orlando ⌂ @, Freitag, 12.02.2016, 15:21 vor 3648 Tagen @ Silke 3751 Views

Die Grundzüge des Debitismus sind mir bekannt <img src=" />

Allerdings fehlt mir einfach die Überzeugung des Untergang-Teiles.

Als Börsianer glaube ich eher, dass "unhaltbare" Zustände viel, viel länger halten, als man denkt.

Ich habe auch keine "Schuldenobsession", weil Schulden sind halt Guthaben und vice versa. Wir Deutschen neigen vermutlich aus linguistischen Gründen zum Kurzschluss Schulden=schlecht. Sieht man in der Kopfleiste dieses Forums, es lassen sich auch Stellen in dottore Martins Schriften dafür finden.

Wenn ich den Debitismus erfunden hätte, hätte ich ihn "Donatismus" genannt. Denn das Bezeichnende am Schulden/Guthaben Dualismus ist die unbestreitbare Freigebigkeit der Gläubiger. Jeder Dahergelaufene wird doch mit Krediten überschüttet, wenn er sich nicht wehrt. Das ist doch erst mal sehr mitmenschlich, oder nicht?

Sicher wäre es besser, wenn man dem Staat nichts gäbe - aber dann würde er mehr beschlagnahmen. Durch Staatsanleihen wird er sozusagen gezähmt, ist das nicht wunderbar?

Ich vermisse auch die Einschätzungen zum aktuellen Überschusshaushalt - sowohl Saldenmechanikern als auch Debitisten ziehen es da zZt. anscheinend vor, gar nichts dazu zu sagen, wohl weil nur sperrig in die Theorie integrierbar.

Goldenes Zeitalter halt (siehe Carlota Perez) <img src=" /> - man wird es erst so richtig würdigen, wenn es eines Tages vorbei sein wird.

Verschuldung und Entschuldung sind moralinfrei

Silke, Samstag, 13.02.2016, 11:35 vor 3647 Tagen @ Orlando 3461 Views

Lieber Orlando,

das hat der @pigbonds bestens oben erklärt.
Ich weiß nur nicht, was ich darauf antworten soll außer - Respekt für diese Darstellung! Recht hat er.

Die Grundzüge des Debitismus sind mir bekannt <img src=" />

Na ja, ich habe da noch so meine liebe Mühe.
Der Unterschied zwischen Eigentumsökonomik und Debitismus ist z.B. sehr zentral.

Allerdings fehlt mir einfach die Überzeugung des Untergang-Teiles.

Weil Leben sich bis hierher durchgewurschtelt hat? [[zwinker]]

Als Börsianer glaube ich eher, dass "unhaltbare" Zustände viel, viel
länger halten, als man denkt.

Etwa 1000 Jahre wie die Römer? [[zwinker]]

Ich habe auch keine "Schuldenobsession", weil Schulden sind halt Guthaben
und vice versa. Wir Deutschen neigen vermutlich aus linguistischen Gründen
zum Kurzschluss Schulden=schlecht.

Schulden sind nicht das Problem.
Kriminelle Schutzgelderpressung - vulgo Steuern/Abgabe/Zinnß ist das Problem.

Sieht man in der Kopfleiste dieses
Forums, es lassen sich auch Stellen in dottore Martins Schriften dafür
finden.

Wenn ich den Debitismus erfunden hätte, hätte ich ihn "Donatismus"
genannt.

Jedes Tier kämpft aber dauernd, um MANGEL zu verhindern oder zu entgehen.

Denn das Bezeichnende am Schulden/Guthaben Dualismus ist die
unbestreitbare Freigebigkeit der Gläubiger.

Es gibt nur einen freigebigen Gläubiger - die Sonne.

Jeder Dahergelaufene wird doch
mit Krediten überschüttet, wenn er sich nicht wehrt. Das ist doch erst
mal sehr mitmenschlich, oder nicht?

Du meinst freundlicher Umgang mit Fremden ist ja schon Kredit?
Da ist was dran.

Sicher wäre es besser, wenn man dem Staat nichts gäbe - aber dann würde
er mehr beschlagnahmen. Durch Staatsanleihen wird er sozusagen gezähmt,
ist das nicht wunderbar?

Nein.

Ich vermisse auch die Einschätzungen zum aktuellen Überschusshaushalt -
sowohl Saldenmechanikern als auch Debitisten ziehen es da zZt. anscheinend
vor, gar nichts dazu zu sagen, wohl weil nur sperrig in die Theorie
integrierbar.

Überschuss? Wo?
Bei den Horten gibt es einen Überschuß an Schuldscheinen.

Goldenes Zeitalter halt (siehe Carlota Perez) <img src=" /> - man wird es erst so
richtig würdigen, wenn es eines Tages vorbei sein wird.

Oh je, nicht auch das nocht.
Ich finde das jetzige Zeitalter schon schlimm genug [[zwinker]]

Liebe Grüße
Silke

Ich bleibe bei goldenen Zeiten

Orlando ⌂ @, Samstag, 13.02.2016, 14:49 vor 3647 Tagen @ Silke 3606 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 13.02.2016, 14:56

Allerdings fehlt mir einfach die Überzeugung des Untergang-Teiles.


Weil Leben sich bis hierher durchgewurschtelt hat? [[zwinker]]

Weil das keine Erkenntnis, sondern eine Binsenweisheit ist. Leben heisst: Sterben müssen, eines Tages. Kollektive und Staaten sind Lebewesen und sterben ergo eines Tages. Daran stört sich nur, wer ewiges Leben erwartet, das gibt es aber realiter nicht.

Ich passe zwar auf, dass ich nicht unter einen Bus komme, ich richte aber mein Leben nicht als ewige Vorbereitung auf das Sterben ein. Ergo richte ich mich auch nicht ständig auf den Tod des Großkollektivs ein.

Ich habe auch keine "Schuldenobsession", weil Schulden sind halt

Guthaben

und vice versa. Wir Deutschen neigen vermutlich aus linguistischen

Gründen

zum Kurzschluss Schulden=schlecht.


Schulden sind nicht das Problem.
Kriminelle Schutzgelderpressung - vulgo Steuern/Abgabe/Zinnß ist das
Problem.

Das schlechte Wetter ist auch ein Problem, von mir genausowenig zu beeinflussen. Der Staat lässt sich momentan nicht abschaffen, aber zähmen. Mittlerweile sind - ich schätze jetzt mal aus dem Bauch - bei uns ca 40% der Leute aus dem Abgabezwang entlassen - die sogenannten Transferempfänger. Früher waren das alles Leibeigene, Frondienstleistende. Heute werden sie ausgehalten und jeder hat die Option, sich dazuzugesellen. Der Staat hat kein schreckliches Antlitz mehr. Drum strömen auch die Flüchtlinge so gern ein, lieber in der Turnhalle kampiert als laufend vom Mufti verprügelt.

Sieht man in der Kopfleiste dieses
Forums, es lassen sich auch Stellen in dottore Martins Schriften dafür
finden.

Wenn ich den Debitismus erfunden hätte, hätte ich ihn "Donatismus"
genannt.


Jedes Tier kämpft aber dauernd, um MANGEL zu verhindern oder zu
entgehen.

Glaube ich nicht. In der Natur setzt man sich entweder an den gedeckten Tisch, oder man schwindet klaglos hinweg, allenfalls heult man dabei noch etwas herum. MANGEL ist ein soziales Konzept, das aus einer Bilanz resultiert (Soll/Haben). In der Natur gibt es keine Bilanzen, nur jederzeit ausgeglichene Salden. Bilanz ist das Gegenteil davon und ein soziales Konzept.

Ich glaube nicht an die Urschuld, ein Begriff übrigens, auf dem @dottore auch nicht unbedingt bestehen wollte. Er funktioniert auch nur recht holprig, wenn man die Person in zwei Teile teilt, die aneinander zwar Ansprüche stellen sollen, aber nicht vollstrecken können dürfen usw, also ziemlich viele spezielle Randbedingungen für ein angeblich elementares Konzept.

Denn das Bezeichnende am Schulden/Guthaben Dualismus ist die
unbestreitbare Freigebigkeit der Gläubiger.


Es gibt nur einen freigebigen Gläubiger - die Sonne.

Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genausowenig wie die Mutter. Den ganzen Schuld- und Gläubigerkult haben die Männer erfunden, um ihrem Drohnendasein einen Sinn zu geben und um an die Leistung der Schwächeren zu kommen, natürlich.

Jeder Dahergelaufene wird doch
mit Krediten überschüttet, wenn er sich nicht wehrt. Das ist doch

erst

mal sehr mitmenschlich, oder nicht?


Du meinst freundlicher Umgang mit Fremden ist ja schon Kredit?
Da ist was dran.

Ich meine damit konkret, dass die Gläubiger bereitwillig Kredite geben, ganz konkret in Geld. Siehe Mittelstandsanleihen, die jetzt reihenweise ausfallen, oder Schiffsfinanzierungen - die Frachtraten sind völlig am Boden, aber die Werften produzieren auf Hochtouren (Südkorea). Irgendwas scheint da nicht zu klappen mit dem Schuldendruck.

Sicher kann der einen Teil der wirtschaftlichen Aktivitäten erklären, aber ein auch großer Teil fußt auf Emotion und Irrationalität. Siehe Auf und Ab der Börsen, siehe Moden usw. Mir war in den Achtzigerjahren schon aufgefallen, dass bei niedrigen Zinsen anfangs des Jahrzehnts niemand investieren oder bauen wollte, plötzlich, als die Zinsen höher waren wollten alle bauen und am Ende gab es zwischen 10 und 15 Prozent den absoluten Boom, bloß weil die Mauer gefallen war (Emotion). Ein paar Jahre später erwies sich vieles davon als irre und "unwirtschaftlich" - soviel zum rationalen Schuldendruck als Haupttreiber.

Sicher wäre es besser, wenn man dem Staat nichts gäbe - aber dann

würde

er mehr beschlagnahmen. Durch Staatsanleihen wird er sozusagen

gezähmt,

ist das nicht wunderbar?


Nein.

Also mir ist ein Staat, der um Kauf seiner Anleihen bittet lieber, als einer, der beschlagnahmt.

Ich vermisse auch die Einschätzungen zum aktuellen Überschusshaushalt

-

sowohl Saldenmechanikern als auch Debitisten ziehen es da zZt.

anscheinend

vor, gar nichts dazu zu sagen, wohl weil nur sperrig in die Theorie
integrierbar.


Überschuss? Wo?

Ich meinte die gegenwärtigen Etats des Bundes. Ausgeglichenen Staatshaushalt und wachsendes Bürgervermögen dürfte es lt. Saldenmechanik gar nicht geben - gibt es aber.

Bei den Horten gibt es einen Überschuß an Schuldscheinen.

Es gibt kein Horten von Schuldscheinen. Guthaben kann man nicht horten, es ist die Kehrseite des Kredits. Es gibt ein (in Zahlen: eins) Gut, das sich in Guthaben und Schuld spiegelt, also nur scheinbar doppelt ist. Das ist ganz einfach, versteht aber kaum einer. Beispiel: es gibt ein Haus, Du stehst als Eigentümer im Grundbuch. Du hast den Bau/Kauf aber finanziert, das steht beim Gläubiger als Guthaben. In den Büchern steht daher zwei mal der Wert des Hauses, es existiert aber nur einmal. Diese Urteilung ist das ganze Geheimnis der Schuld/Guthaben Welt.

Goldenes Zeitalter halt (siehe Carlota Perez) <img src=" /> - man wird es erst

so

richtig würdigen, wenn es eines Tages vorbei sein wird.


Oh je, nicht auch das nocht.
Ich finde das jetzige Zeitalter schon schlimm genug [[zwinker]]

Ich finde das jetzige Zeitalter nicht schlimmer als andere. Wirtschaftlich ernten wir jetzt die Früchte des Internets, also der Vernetzung. Das führt zu einer Art Digitaler Depression. Die Finanzwelt wird zurechtgestutzt, weil jetzt viel weniger Material gebraucht wird. Statt Videokassetten/DVDs Inhalte per Leitung oder Funk. Statt Vermittler und Kleinanzeigen Ebay. Statt Verbrauchermärkten und Einkaufszentren Amazon und Paketdienst. Statt geheimem Fachwissen kostenlose Beratung über Internet-Foren (Wenn ich was reparieren will, schmeiße ich Google an und kriege es Schritt für Schritt erklärt). Statt Zwischenhandel bei PKW, Wohnungen, Aktien, Internet, Internet, Online Broker. Statt Kleinanzeigen, Stellenanzeigen Internet. Usw usw.

Das bringt natürlich Verwerfungen und das Ende vieler angestammter Geschäfte, ein ganz großer Umbruch, aber keinen Zusammenbruch. Für den Bürger wird vieles einfacher und billiger, goldene Zeiten eben.


Liebe Grüße
Silke

Selbstverständlich Grüße zurück

Gut auf den Punkt gebracht. Leben ist Schuld, Tod ist Ende der Schulden, Verminderung der Schulden ist vorzeitiges Sterben

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 13.02.2016, 16:50 vor 3647 Tagen @ Orlando 3972 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 13.02.2016, 17:03

Das schlechte Wetter ist auch ein Problem, von mir genausowenig zu
beeinflussen. Der Staat lässt sich momentan nicht abschaffen, aber
zähmen. Mittlerweile sind - ich schätze jetzt mal aus dem Bauch - bei uns
ca 40% der Leute aus dem Abgabezwang entlassen - die sogenannten
Transferempfänger.

40% Überflüssige. Irgendwann wird man sich ihrer entledigen

Früher waren das alles Leibeigene,

Frondienstleistende. Heute werden sie ausgehalten und jeder hat die Option,
sich dazuzugesellen. Der Staat hat kein schreckliches Antlitz mehr. Drum
strömen auch die Flüchtlinge so gern ein, lieber in der Turnhalle
kampiert als laufend vom Mufti verprügelt.

Vielleicht deren Aufgabe, für die Entledigung der Überflüssigen zu sorgen?

Jedes Tier kämpft aber dauernd, um MANGEL zu verhindern oder zu
entgehen.


Glaube ich nicht. In der Natur setzt man sich entweder an den gedeckten
Tisch, oder man schwindet klaglos hinweg, allenfalls heult man dabei noch
etwas herum. MANGEL ist ein soziales Konzept, das aus einer Bilanz
resultiert (Soll/Haben). In der Natur gibt es keine Bilanzen, nur jederzeit
ausgeglichene Salden. Bilanz ist das Gegenteil davon und ein soziales
Konzept.

Super!
Dann liegt aber die Folgerung klar auf der Hand:

Die Urschuld begann damals, als der Mensch eine Möglichkeit fand, sich ein Surplus zu schaffen, welches die Natur nicht für ihn vorgesehen hatte, und den Gebrauch des Feuers entdeckte.
Ich halte das Feuer für eine spielerische Entdeckung, nicht geboren aus dem Verstand, sondern umgekehrt: Die Entdeckung des Feuers schuf erst den menschlichen Verstand.
Und mit dem Feuer war es genauso wie mit dem Strom: Bis vor etwas über 150 Jahren kannte der Mensch keinen Strom, hat ihn niemals weder benötigt noch vermisst, und heute geht es praktisch nicht mehr ohne Strom.
Genau so war es mit dem Feuer auch: Kaum war es entdeckt, innerhalb weniger Generationen, konnte der Mensch nicht mehr ohne Feuer. Und so hat man auch keine einzige menschliche Gemeinschaft gefunden, die ohne Feuer überleben konnte.
Und damit war die Urschuld in der Welt: Der Mensch musste vom (schuldlosen) Sammler zum schuldigen Jäger werden, um leben zu können.

Noch einmal: Naturzustand ist, das zu nehmen, was die Natur von sich aus anbietet.
Urschuld ist, wenn das nicht genügt und die Natur gezwungen werden muss, das zu liefern, was der Mensch benötigt.

Ich glaube nicht an die Urschuld, ein Begriff übrigens, auf dem @dottore
auch nicht unbedingt bestehen wollte. Er funktioniert auch nur recht
holprig, wenn man die Person in zwei Teile teilt, die aneinander zwar
Ansprüche stellen sollen, aber nicht vollstrecken können dürfen usw,
also ziemlich viele spezielle Randbedingungen für ein angeblich
elementares Konzept.

Nö, hast du falsch verstanden. Ich hoffe, ich konnte dich mit obigem überzeugen.

Es gibt nur einen freigebigen Gläubiger - die Sonne.


Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genausowenig wie die Mutter.

So ist es. Und der Mensch ehrt seine Eltern lt. Bibel nicht aus Schuld, sondern, damit es ihm wohlergehe auf Erden. Also aus egoistischen Gründen.
(Vielleicht ist das die - seelische - Strafe mit der Flüchtlingskatastrophe, dass wir unsere Eltern und Vorfahren nicht geehrt haben?)

Sicher wäre es besser, wenn man dem Staat nichts gäbe - aber dann

würde

er mehr beschlagnahmen. Durch Staatsanleihen wird er sozusagen

gezähmt,

ist das nicht wunderbar?


Nein.


Also mir ist ein Staat, der um Kauf seiner Anleihen bittet lieber, als
einer, der beschlagnahmt.

Kommt noch. Die Hölle ist das, wenn immer alle das Beste wollten, oder so.

Oh je, nicht auch das nocht.
Ich finde das jetzige Zeitalter schon schlimm genug [[zwinker]]


Ich finde das jetzige Zeitalter nicht schlimmer als andere. Wirtschaftlich
ernten wir jetzt die Früchte des Internets, also der Vernetzung.

Das jetzige Zeitalter ist noch lebendig, weil die Schulden bedient werden. Hört die Schuldenbedienung auf, stirbt erst das Zeitalter und dann sterben die Menschen.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Narrative, Prognosen und Hypothesen

Orlando ⌂ @, Montag, 15.02.2016, 12:01 vor 3645 Tagen @ Mephistopheles 3288 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.02.2016, 12:04

Die Urschuld begann damals, als der Mensch eine Möglichkeit fand, sich
ein Surplus zu schaffen, welches die Natur nicht für ihn vorgesehen hatte,
und den Gebrauch des Feuers entdeckte.
Ich halte das Feuer für eine spielerische Entdeckung, nicht geboren aus
dem Verstand, sondern umgekehrt: Die Entdeckung des Feuers schuf erst den
menschlichen Verstand.
Und mit dem Feuer war es genauso wie mit dem Strom: Bis vor etwas über
150 Jahren kannte der Mensch keinen Strom, hat ihn niemals weder benötigt
noch vermisst, und heute geht es praktisch nicht mehr ohne Strom.
Genau so war es mit dem Feuer auch: Kaum war es entdeckt, innerhalb
weniger Generationen, konnte der Mensch nicht mehr ohne Feuer. Und so hat
man auch keine einzige menschliche Gemeinschaft gefunden, die ohne Feuer
überleben konnte.
Und damit war die Urschuld in der Welt: Der Mensch musste vom
(schuldlosen) Sammler zum schuldigen Jäger werden, um leben zu können.

Noch einmal: Naturzustand ist, das zu nehmen, was die Natur von sich aus
anbietet.
Urschuld ist, wenn das nicht genügt und die Natur gezwungen werden muss,
das zu liefern, was der Mensch benötigt.

Das ist das bekannte abrahamitisch-biblische Narrativ von der Vertreibung aus dem Paradies und bestätigt eigentlich nur meine Auffassung, dass es eben keine UR-Schuld gibt, sondern es sich dabei um eine Erfindung der Viehzüchter/Ackerbauer/Sklavenhalter/Patriarchen handelt und es dieses soziale Konstrukt vor der Sesshaftwerdung nicht gab.

Man könnte nun eine neue Geschichte erzählen, wie durch den Staat die Patriarchen abgeschafft wurden und die Prinzipien der Solidargemeinschaft wieder die Herrschaft übernehmen. Das BGE erscheint ja schon am Horizont und wird bereits ca 40 Prozent der Bevölkerung, noch unter großem administrativem Aufwand, gewährt.

Das sei jetzt mal eine provokative Arbeitshypothese. [[zwinker]]


Das jetzige Zeitalter ist noch lebendig, weil die Schulden bedient werden.
Hört die Schuldenbedienung auf, stirbt erst das Zeitalter und dann sterben
die Menschen.

Die Schulden bedienbar zu halten ist ja mittlerweile eine der Hauptaufgaben des Staates geworden, die er bislang recht kreativ gemeistert hat.

Im Grunde ist der ominöse Kühler bereits im Einsatz - im Vereinigten Königreich bspw sind die meisten Staatsschulden bereits in der Hand der BoE und damit ist das Zinsproblem erledigt (beliebige Zinsen fließen als Zentralbankgewinn wieder zurück in die Etats) und die entsprechenden Schulden/Guthaben sind sozusagen kaltgestellt.

In der EU werkelt man an entsprechenden Abgeltungssteuern, die die Zinsen sofort wieder zu Staatseinnahmen machen werden, in der elektronischen Sekunde dem Staatskonto wieder zugebucht. Geht doch! Sagt der Hesse dazu ...

Die Abschaffung des Bargeldes schiebt der Hyperinflation schließlich einen Riegel vor - wenn man sich in den Ablauf der deutschen Hyperinflation vertieft, wird man finden, dass ja nicht das Bargeld wertlos wurde, sondern dass dem Kredit keiner mehr getraut hat und jeder Bargeld sehen wollte. Der Kredit wird nun amtlich verordnet. Im Endeffekt kriegt jeder, auch der letzte Penner, ein zentralbankgarantiertes Konto zugeteilt, das ihm ggbfls die verfügbaren Mittel rationiert, damit er nicht am ersten alles versäuft und den Rest des Monats hungern muss. Die Technik ist noch lange nicht am Ende!


Was das die-Migranten-werden-uns-alle-massakrieren-Szenario angeht, so ist das bislang erst mal nur eine Angstprognose von Sachsen ohne faktische Erfahrung und Internetforen-Rentnern, die, wie alle Prognosen, mit den bekannten Schwierigkeiten hinsichtlich des zukünftigen Eintreffens behaftet ist. Ich prognostiziere da meinerseits, dass die Masse der Neuankömmlinge die zugeteilten Rationen gerne genießen und die Klappmesser stecken lassen wird. Auf Trägheit war noch immer Verlass.

Gruß Mephistopheles

Gruß zurück

Gravierender Denkfehler zu den Zinsen auf Staatsanleihen

Silke, Montag, 15.02.2016, 13:00 vor 3645 Tagen @ Orlando 3281 Views

bearbeitet von Silke, Montag, 15.02.2016, 13:24

Lieber Orlando,

Du bist dir also immer noch nichts schuldig, brauchst keinen Ur-Soll beibringen und hungerst dich durch die Tage, Wochen,Monate, wenn die Apfelbäume leer sind... na ja, 60 Tage soll das ja gut gehen.

Noch einmal: Naturzustand ist, das zu nehmen, was die Natur von sich

aus

anbietet.

Geh vor deine Wohnungstür und nimm!
Berichte uns dann bitte, was du genommen hast.

Die Kung! können das, ich und du nicht.

Im Grunde ist der ominöse Kühler bereits im Einsatz - im Vereinigten
Königreich bspw sind die meisten Staatsschulden bereits in der Hand der
BoE und damit ist das Zinsproblem erledigt (beliebige Zinsen fließen als
Zentralbankgewinn wieder zurück in die Etats) und die entsprechenden
Schulden/Guthaben sind sozusagen kaltgestellt.

Das ist meines Wissens nicht richtig.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/169950/umfrage/verteilung-der-halter-von-...
Staatsanleihen werden von Privaten gekauft (Investoren, Banken, Versicherungen - ZB's nur 1 %). Hat sich das seit 2011 grundlegend geändert?
Die Privaten streichen auch die Zinsen dafür ein und nicht die ZB (diese erhebt nur die bekannte Steuer auf die Autorisierung von privaten Schulden als Geld - @Ashitaka und @dottore lesen).

Schau Dir den Bundehaushalt an:
"Bundesschuld" ist der drittgrößte Ausgabeposten
http://www.bundeshaushalt-info.de/2016/soll/ausgaben/einzelplan.html
Das ist eine bewußte Fehlbenennung weil die Leute einen Riesenschreck bekommen würden, wenn da stehen würde:
"Zinsen von Staat an private Wertpapierthalter ausgezahlt" = Rentiers = Verrentungssyndrom (große DAX-Konzerne halten lieber Wertpapiere als in schmuddeliges, nerviges und riskantes Produzieren zu investieren.
Vemögensverwalter/Pensionsfonds für flächendeckende Altersvorsorge ebenso).

Liebe Grüße
Silke

PS.
1.Platz bei den Bundesausgaben: Wählerkauf (nennt sich "Arbeit und Soziales")

Viel Erfolg noch beim Zähmen des Staates, der zügig auf die Quote von 100 % zu marschiert [[top]]
"Die automatisch steigenden, weil unweigerlich zu leistenden Abgaben (direkte, indirekte Steueren, Sozialabgaben usw.) führen in allen Staaten auch im tiefen Frieden zu einem immer höheren Steueranteil. Der hat sich weltweit seit dem letzten Weltkrieg verdoppelt, seit Beginn des Jahrhunderts mehr als versechsfacht. Der Staat ist eine Veranstaltung, an deren Ende Sozialismus steht, mit einem Staatsanteil von 100 Prozent. Dann fällt der Vorhang"
@dottore Krisenschaukel S.191

Was Ihr alles wißt. ;-)

nereus @, Montag, 15.02.2016, 14:44 vor 3645 Tagen @ Mephistopheles 3271 Views

Hallo Meph!

Deine Überschrift stimmte mich hoffnungsvoll, aber ich hoffte vergebens. [[freude]]

@Orlando eröffnete mit: Glaube ich nicht. In der Natur setzt man sich entweder an den gedeckten Tisch, oder man schwindet klaglos hinweg, allenfalls heult man dabei noch etwas herum.

In der Natur setzt man sich sehr selten an den gedeckten Tisch. Die Tiere müssen oftmals sehr viel tun, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Einfach mal ein paar Natur-Dokus reinziehen oder Tiere beobachten – aber bitte keine Haustiere mit Strickpullover und Schleifchen im Haar.

Ich glaube nicht an die Urschuld, ein Begriff übrigens, auf dem @dottore auch nicht unbedingt bestehen wollte.

Meines Wissens war dieser Terminus eine wesentliche Basis seines gesamten Erklärungsmodells.
Das er diesem die Füße weggezogen hat, möchte ich zumindest in Zweifel ziehen.

Er funktioniert auch nur recht holprig, wenn man die Person in zwei Teile teilt, die aneinander zwar Ansprüche stellen sollen, aber nicht vollstrecken können dürfen usw. also ziemlich viele spezielle Randbedingungen für ein angeblich elementares Konzept.

Es kann natürlich auch sein, daß die Urschuld von einigen seiner Anhänger nicht verstanden wurde.
Ein in die Welt „geworfenes“ Kind ist „schuldig“, weil es der Pflege und Zuwendung der Eltern bedarf. Ohne diese Pflege würde es sterben.
@Dottore hatte diese Schuld auf moderne Zeiten übertragen und auch eine Summe von 100.000 oder 120.000 D-Mark ermittelt, die der oder die „Kleine“ an Kosten verursachen bis es selbst finanziell auf eigenen Füßen steht.
Dieses Konzept ist zutiefst elementar, weil ohne aufgezogene Kinder später überhaupt keine Kontraktschulden entstehen können.

Was die Teilung angeht, ging es um die Lebenserhaltung an sich, die man sich aufgrund seiner Existenz schuldig ist – daher Urschuld.
Wer nichts ißt und trinkt oder sich bekleidet, der geht kurz danach vor die Hunde. Man ist sich also die Erhaltung seiner Existenz schuldig, die in den allermeisten Fällen mit Beschaffung (z.B. Tiere) oder Arbeit (siehe industrieller Mensch) verbunden ist.

Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genauso wenig wie die Mutter. Den ganzen Schuld- und Gläubigerkult haben die Männer erfunden, um ihrem Drohnendasein einen Sinn zu geben und um an die Leistung der Schwächeren zu kommen, natürlich.

Nein, hier werden grundlegende Prinzipien nicht verstanden.
Natürlich werden die meisten Mütter keine Rechnungen ihren Kindern ausstellen, aber sie dürfen erwarten, daß ihnen die Kinder später mal zur Seite stehen, wenn sie selbst nicht mehr können.
In diesem Sinn haben wir es mit einem ungeschriebenen Vertrag zu tun.
Das es heute eine größere Anzahl von Menschen gibt, die sich an diesen „ungeschriebenen Vertrag“ nicht mehr erinnern wollen, ist ein Zeichen unserer Zeit.
Zum Vertrag kann nämlich auch der Vertragsbruch gehören.

Nach diesen sinnreichen Erläuterungen tritt dann der Teufel höchstpersönlich auf den Plan.
@Meph schreibt: Die Urschuld begann damals, als der Mensch eine Möglichkeit fand, sich ein Surplus zu schaffen, welches die Natur nicht für ihn vorgesehen hatte, und den Gebrauch des Feuers entdeckte.

Wie erwartet, hat der Leibhaftige das mit der Urschuld natürlich auch nicht verstanden, denn er mogelt das Feuer dazwischen.
Logisch, wenn man in der Hölle wohnt, kann einem auch nichts wirklich Gescheiteres einfallen.
Interessant finde ich, daß die Natur hier denkt, denn sie hatte die Verwendung des Feuers nicht vorgesehen. Der denkende Mensch hat also die denkende Natur überlistet.
So ein Schlingel aber auch. [[freude]]

Ich halte das Feuer für eine spielerische Entdeckung, nicht geboren aus dem Verstand, sondern umgekehrt: Die Entdeckung des Feuers schuf erst den menschlichen Verstand.

Wir wissen es beide nicht und @Orlando leider auch nicht, weil es vor der Erfindung oder auch „Gabe“ der Schrift „entdeckt“ wurde.
Daher mußt Du Dir darüber keine weiteren Gedanken machen.

Und mit dem Feuer war es genauso wie mit dem Strom: Bis vor etwas über 150 Jahren kannte der Mensch keinen Strom, hat ihn niemals weder benötigt noch vermisst, und heute geht es praktisch nicht mehr ohne Strom.

Dein Strom fließt in jedem Blitz und die Techniker wären froh wenn sie die Energie eines Blitzes endlich technisch nutzbar machen könnten.
Oder anders, der Strom ist so alt wie das Wetter und das, lieber Meph, ist schon seeehr alt. Man hat halt nur entdeckt, was längst existierte.
Der Blitz ist ein sichtbarer Stromfluß, ähnlich wie der Lichtbogen im Umspannwerk.
Bei der Nutzbarmachung würde ich Dir zustimmen, aber so sicher ist das auch wieder nicht, denn es gibt auf der ganzen Welt Bauwerke, die nicht so recht zu Lendenschurz und Pfeil und Bogen passen wollen. Daher ist es nicht so abwegig, davon auszugehen, daß die Menschen schon vor vielen tausend Jahren Strom erzeugen und nutzen konnten.
Doch möglicherweise kam dann irgendetwas dazwischen und man ging danach wieder zurück auf Los.

Genau so war es mit dem Feuer auch: Kaum war es entdeckt, innerhalb weniger Generationen, konnte der Mensch nicht mehr ohne Feuer.

Er hätte schon gekonnt, aber er wollte es wohl nicht mehr.

Und so hat man auch keine einzige menschliche Gemeinschaft gefunden, die ohne Feuer überleben konnte.

Da könnte was dran sein.

Und damit war die Urschuld in der Welt: Der Mensch musste vom (schuldlosen) Sammler zum schuldigen Jäger werden, um leben zu können.

Wie vermutet – er hat es nicht begriffen.
Die Urschuld entsteht mit dem irdischen Dasein.
Sie ist dem Leben inhärent und muß BEDIENT werden.
Man kann sich allerdings auch zwangsernähren lassen, muß aber dennoch jemanden finden, der die Aufgabe und Kosten für einen übernimmt.

Noch einmal: Naturzustand ist, das zu nehmen, was die Natur von sich aus anbietet.

Naturzustand ist Naturzustand – egal, Ob Du Dir etwas davon nimmst.
Nimmst Du Dir nichts, geht es Dir wie den Pinguinen.
Der Natur ist es letztlich Wurst.

Urschuld ist, wenn das nicht genügt und die Natur gezwungen werden muss, das zu liefern, was der Mensch benötigt.

Autsch!
Das war gerade der Hilferuf der Natur.
Die wird nicht gezwungen, die liefert freiwillig ganz OHNE SCHULD.
Aber die Lebewesen in der Natur müssen sich bewegen und Existenzschulden bedienen, um zu überleben. Das hatte @Dottore meines Wissens nach mit der Urschuld gemeint.

Und dann antwortest Du @Orlando: Nö, hast du falsch verstanden. Ich hoffe, ich konnte dich mit obigem überzeugen.

War leider auch falsch, aber nun weißt Du ja, was wirklich gemeint ist mit der Urschuld. [[zigarre]]

@Orlando: Die Sonne ist eben kein Gläubiger, genauso wenig wie die Mutter.
@Meph: So ist es. Und der Mensch ehrt seine Eltern lt. Bibel nicht aus Schuld, sondern, damit es ihm wohlergehe auf Erden. Also aus egoistischen Gründen.

Lt. Bibel soll der Mensch vor allem Gott ehren, der ihm den ganzen überlebensnotwendigen Krempel zur Verfügung gestellt hat.
Und das Ehren der Eltern sollte eigentlich aus Liebe geschehen und nicht aus Egoismus heraus. Die Naturvölker haben das noch nicht vergessen.
Du kannst mir aber gerne die Bibelstelle benennen wo es anders steht. Gute 1.400 Seiten hat man nun auch nicht immer allseitig parat.

Vielleicht ist das die - seelische - Strafe mit der Flüchtlingskatastrophe, dass wir unsere Eltern und Vorfahren nicht geehrt haben?

Wahrscheinlich ist das der Fall.
Das wäre übrigens der Rettungsring für Angela.
Schreib doch mal ans Kanzleramt – dort gehen nämlich bald die Erklärungen und wahrscheinlich auch die Lichter aus.

mfG
nereus

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