Flüchtlinge – bitte hier nicht schießen .. aber vielleicht geht es anderswo
Als die AfD mal Klartext redete und auch über Ulima ratio nachdachte, da schwoll die Empörungswelle zum Tsunami an.
Und nun schauen wir mal, was so geplant ist zum Thema.
Im Zentrum der Bemühungen Berlins, die Einreise von Flüchtlingen zu stoppen, steht nach wie vor die Seegrenze zwischen Griechenland und der Türkei.
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Wie der griechische Migrationsminister Giannis Mouzalas berichtet, ist die griechische Regierung innerhalb der EU dazu aufgefordert worden, Flüchtlingsboote auf hoher See zurückdrängen zu lassen; dies ist illegal. Selbst wenn Athen sich dazu bereit erklärt hätte, würde es nicht helfen: Geraten Flüchtlinge in Seenot - etwa dadurch, dass sie ihr Schiff versenken -, dann müssen sie von der griechischen Küstenwache gerettet und an Land in Sicherheit gebracht werden. Der Vorschlag, sie ertrinken zu lassen, ist innerhalb der EU noch nicht geäußert worden.
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Ankara zieht es, sollte mit der EU keine Einigkeit erzielt werden, in Betracht, die türkischen Grenzen gegebenenfalls vollständig für Flüchtlinge zu öffnen.
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Demnach habe ErdoÄŸan wörtlich erklärt: "Wir können die Tore nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen und die Flüchtlinge in Busse setzen." Er habe einen "Deal" der EU mit der Türkei verlangt und gefragt: "Was wollen Sie mit den Flüchtlingen machen, wenn Sie keinen Deal bekommen? Die Flüchtlinge töten?" Tusk habe erwidert, man könne die EU für die Flüchtlinge weniger attraktiv machen. Daraufhin habe ErdoÄŸan an den in der Ägäis ertrunkenen Flüchtlingsjungen erinnert, dessen Foto kurz zuvor weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, und gewarnt: "Es werden 10.000 oder 15.000 sein. Wie wollen Sie damit umgehen?"
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Die nun auf deutschen Druck erfolgte Anerkennung der Türkei als "sicherer Drittstaat" hat zur Folge, dass auf den griechischen Inseln Asylgesuche sämtlicher Flüchtlinge, die nicht über eine türkische Staatsbürgerschaft verfügen, zurückgewiesen und die Antragsteller sofort in die Türkei abgeschoben werden können.
Weil EU-Kreise davon ausgehen, dass die griechischen Behörden mit den Massenabschiebungen Schwierigkeiten haben könnten, hat der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) vorgeschlagen, die Deportationen von Frontex durchführen zu lassen. "Es müssen alle gerettet werden, aber dann müssen die Menschen zurück in die Türkei geschickt werden", erklärt Faymann: "Dann wäre Frontex nicht mehr nur ein Rettungsprogramm, sondern tatsächlich auch ein Grenzschutzprogramm".
Quelle: http://german-foreign-policy.com/de/fulltext/59305
Jeder, der nicht völlig behämmert ist, weiß, daß solche Aktionen unmöglich ohne Waffeneinsatz (Androhung, Warnschuß oder gar gezieltes Feuer) erfolgreich umzusetzen sind.
Eine Grenze die nicht nachhaltig geschützt werden kann ist nämlich keine.
Und der Herr Faymann aus Wien, der noch vor Monaten den Herrn Orban aus Budapest an Auschwitz-Züge erinnerte, möchte nun selbst „deportieren“.
Oh Ekel, oh Ekel!
Da waren ja die biblischen Pharisäer - hinsichtlich Verlogenheit - geradezu ehrenhafte Menschen dagegen. ![[[kotz]]](images/smilies/kotz.gif)
mfG
nereus