"Dubiose" Doktorarbeiten: Uni Zürich......

Olivia @, Mittwoch, 10.02.2016, 12:47 vor 3650 Tagen 3760 Views

Das Auftauchen von "dubiosen" Doktorarbeiten ist kein nur in Deutschland vorkommendes Problem. Nun hat es auch die Schweiz erwischt. Die Universität Zürich schlägt sich mit diesem Problem herum. Einer ihrer Doktorväter soll Doktorarbeiten "einfach durchgewinkt" haben. Ein Gutachten, das diesen Doktorarbeiten "keinen wissenschaftlichen Standard" zuerkennt, liegt vor. Die Universität wollte die Thematik dennoch "unter Verschluß" halten und ließ den "durchgewinkten" Doktoren ihren Titel.

Nach dem Zeitungsbericht wird sie sich wohl weiter damit beschäftigen müssen.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/was-die-uni-verschweigen-wollte/story/27120893

--
For entertainment purposes only.

Doktortitel und Promotion sollte man abschaffen.

Dragonfly @, Mittwoch, 10.02.2016, 13:19 vor 3650 Tagen @ Olivia 2892 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 16:49

Sie sind in den Naturwissenschaften/MINT Faechern voellig unnoetig (Ich kann nur fuer die MINT Faecher sprechen).

Wissenschaftliche Qualifikation weist man in den MINT Faechern mit einer Publikationsliste nach, nicht mit einem Doktortitel.

Betr. den Danisch Thread: Danish jammert, er waere um seinen Doktortitel betrogen worden. Der Mann hat in seiner Promotionszeit NULL Publikationen veroeffentlicht. Ja, ich kenne Leute, die haben einen Doktor, OHNE auch nur eine Fachpublikation bekommen. Was von sowas zu denken ist, kann sich jeder denken. Danisch wuerde jetzt sagen, wenn alle anderen, dann warum ich nicht? [[freude]]

Aus dem Link: "medizinhistorischer Dissertationen"

Ich nehme an, diese wurden im Bereich Medizin vergeben, bin mir aber nicht sicher. Eine medizinische Dissertation in Deutschland hat bestenfalls das Niveau einer Diplomarbeit in den MINT Faechern. Natuerlich gibt es trotzdem exzellente Wissenschaftler mit medizinischem Hintergrund in Deutschland die an wirklich "harten" Problemen tuefteln.

Wenn ich nun annehmen darf, dass eine medizinische Doktorarbeit, die normalerweise schon ein sehr geringes Niveau hat, auf dem Gebiet "Medizinhistorie" geschrieben wird, ist von einem "geringen Niveau" nahezu a priori auszugehen. Warum macht man das ueberhaupt? Weil jeder Arzt einen Doktortitel haben will.

Den Bloedsinn einfach abschaffen und wissenschaftliche Qualifikation durch Publikationen in einschlaegigen Fachmagazinen nachweisen lassen.

Gleich das Studium abschaffen.

SevenSamurai @, Mittwoch, 10.02.2016, 13:32 vor 3650 Tagen @ Dragonfly 2504 Views

Sie sind in den Naturwissenschaften/MINT Faechern voellig unnoetig (Ich
kann nur fuer die MINT Faecher sprechen).

Das Studium gleich abschaffen. Wer fähig ist, schafft es in die Fachzeitschriften, nicht? Schliesslich entscheidet die Leistung allein.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Wer weiß, wie es zu Artikeln in Fachzeitschriften kommt ("impact factor"), wird das gänzlich anders sehen. (oT)

Griba @, Dunkeldeutschland, Mittwoch, 10.02.2016, 13:48 vor 3650 Tagen @ Dragonfly 2167 Views

- kein Text -

--
Beste Grüße

GRIBA

Das Studium hat seine Berechtigung

Dragonfly @, Mittwoch, 10.02.2016, 13:54 vor 3650 Tagen @ SevenSamurai 2268 Views

Das Studium gleich abschaffen. Wer fähig ist, schafft es in die

Das Studium hat seine Berechtigung, auch wenn diese und der Vorteil dadurch immer kleiner wird.

Fachzeitschriften, nicht? Schliesslich entscheidet die Leistung allein.

Das Studium zeigt eine Grundqualifikation in einem bestimmen Gebiet, die es Dir ermoeglichen sollte dort erfolgreich zu arbeiten. Einige Qualifikationen sind zusaetzlich noch eine Berechtigung (Med, Jura, Architektur etc.).

Nicht jeder ehemalige Studi arbeitet spaeter wissenschaftlich. Das ist OK und auch gut so.

Der Skandal hat Mörgeli seinen Platz im Parlament gekostet

pigbonds @, Mittwoch, 10.02.2016, 13:57 vor 3650 Tagen @ Olivia 2419 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 14:01

Das Auftauchen von "dubiosen" Doktorarbeiten ist kein nur in Deutschland
vorkommendes Problem. Nun hat es auch die Schweiz erwischt. Die
Universität Zürich schlägt sich mit diesem Problem herum. Einer ihrer
Doktorväter soll Doktorarbeiten "einfach durchgewinkt" haben. Ein
Gutachten, das diesen Doktorarbeiten "keinen wissenschaftlichen Standard"
zuerkennt, liegt vor. Die Universität wollte die Thematik dennoch "unter
Verschluß" halten und ließ den "durchgewinkten" Doktoren ihren Titel.

Nach dem Zeitungsbericht wird sie sich wohl weiter damit beschäftigen
müssen.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/was-die-uni-verschweigen-wollte/story/27120893


Es ist eher ein Problem "Mörgeli" als ein Problem "UniZH".
https://www.youtube.com/watch?v=enoDrHgY-lA

Zuviel Zeit in deutschen Talkshows verplempert, wir erinnern uns mit Petri
bei Maischberger:
https://www.youtube.com/watch?v=693MCU3Oq8M

Die Jagd auf Mörgeli wurde *vermutlich* aus politischen Gründen gestartet und
war insofern erfolgreich, dass Mörgeli trotz gutem Listenplatz von den eigenen
Parteiwählern gestrichen worden ist und die Wiederwahl in den Nationalrat nicht
mehr schaffte.

Halte ich auch für sinnvoll! Er hat oft leider nur einen Feigenblattcharakter.

Olivia @, Mittwoch, 10.02.2016, 14:09 vor 3650 Tagen @ Dragonfly 2322 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 14:44

Die Medizin-Doktorarbeiten sind berüchtigt für ihre wissenschaftliche "Bedeutsamkeit". Wenn man an vdLs Arbeit denkt (67 Seiten, von denen 27 "in der Plagiatskritik" standen), dann schätze ich, dass bereits gute Facharbeiten in wirklich guten Schulen/Gymnasien ein höheres Niveau haben. Ich habe allerdings sogenannte FH-Diplom-Arbeiten von Stellenanwärtern zu lesen bekommen, die mir die Haare zu Berge stehen ließen. Meiner Ansicht nach hätte das noch nicht einmal zu einer Facharbeit in einem vernünftigen Gymnasium gereicht. Aber die meisten Schulen haben sich ja wohl auch angepaßt. Wenn ich im TV höre, wer sich alles über sein Abitur freut und noch nicht mal richtig Deutsch sprechen kann, dann kann ich mich nur wundern. Ich hatte das große Glück, meine Tochter auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium schicken zu können, das in einem der "bevorzugten" Stadtteile liegt. D.h. die Schüler konnten ALLE gut Deutsch. D.h. weiterhin: Meine Tochter hat in der Schule gut DEUTSCH sprechen und schreiben können, weil ALLE das konnten - und weil es den ELTERN wichtig war. An der großen "Exzellenz"-Universität, an der sie inzwischen eingeschrieben ist, wird sie von ihren Kommilitonen als "Sprach-Nazi" bezeichnet, weil sie ihre Freude auf primitiviste Deutsch-Fehler hinweist. Wohlgemerkt: "Die Freunde" sind hier aufgewachsen. Meine Tochter hat erst mit 11 Jahren Deutsch gelernt.
Woran das liegt???????
Ganz sicher nicht alleine an der "Benachteiligung". NEIN, es liegt daran, dass es den meisten Menschen nicht mehr WICHTIG ist!
All denen möchte ich die Jugenderinnerungen von Elias Canetti "Gerettete Zunge" ans Herz legen, auf dass sie zumindest einen kleinen Anhaltspunkt davon bekommen, was Kinder "nebenbei" lernen können, wenn es der Gesellschaft bzw. der gesellschaftlichen Schicht, in der sie aufwachsen, WICHTIG ist!

Und das setzt sich dann natürlich fort und endet dann bei Doktor- und Diplom- bzw. Master-Arbeiten und ihrer Qualität.

Hauptsache, der "Schnitt" stimt, was drin steht, ist wohl nebensächlich für die Meisten.
Eine meiner Nichten saß übrigens 2 Jahre an einer experimentellen Medizin-Doktorarbeit. Das "gewünschte" Ergebnis kam nicht heraus. Leider gab sie auf. Da sie aber bereits sehr früh erfolgreich im chirurgischen Bereich tätig war, hat es ihr "bisher" nicht geschadet.

Und weil es so schön gruselig ist: Hier die neuesten Ergebnisse zu PISA:
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8049394/jeder-fuenfte-scheitert-an-einfachs...

--
For entertainment purposes only.

Wie sagt man: Wehret den Anfängen! Seid froh, dass er nicht mehr im Parlament ist!

Olivia @, Mittwoch, 10.02.2016, 15:32 vor 3650 Tagen @ pigbonds 2160 Views

Es ist eher ein Problem "Mörgeli" als ein Problem "UniZH".
https://www.youtube.com/watch?v=enoDrHgY-lA

Zuviel Zeit in deutschen Talkshows verplempert, wir erinnern uns mit
Petri
bei Maischberger:
https://www.youtube.com/watch?v=693MCU3Oq8M

Die Jagd auf Mörgeli wurde *vermutlich* aus politischen Gründen
gestartet und

.......................

Man kann natürlich sagen, dass er aus "Arbeitsüberlastung" die "Doktorarbeiten" einfach "durchgewinkt" habe, man könnte allerdings auch auf die Idee kommen, dass dahinter ganz bestimmte "Paradigmen" standen. Ähnliche Paradigmen entstanden in den 60-iger, 70-iger und 80-iger-Jahren an den deutschen Universitäten Stück für Stück (der lange Weg durch die Institutionen) etabliert. Das Ergebnis ist der PISA-Schock.

--
For entertainment purposes only.

PISA-Aufgaben online abrufbar?

SevenSamurai @, Mittwoch, 10.02.2016, 18:50 vor 3650 Tagen @ Olivia 2027 Views

Und weil es so schön gruselig ist: Hier die neuesten Ergebnisse zu PISA:
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8049394/jeder-fuenfte-scheitert-an-einfachs...

Sind diese einfachsten PISA-Aufgaben online abrufbar?

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Regt euch ab: das sind Doktortitel aus dem Bereich Medizin

Fussgänger @, Mittwoch, 10.02.2016, 18:58 vor 3650 Tagen @ Olivia 2066 Views

Das waren Doktorarbeiten aus dem medizinischen Bereich. In der Vergangenheit waren das nicht nur bei Mörgeli, sondern beinahe flächendeckend, bestenfalls bessere Semesterarbeiten (falls überhaupt) - wenn es stimmt, was mir Studenten (in höheren Semestern sind das dann "automatisch" auch Doktoranden) aus dem Medizinbereich gesagt haben.

Jetzt speziell Mörgeli einen Strick daraus zu drehen, finde ich trotz nicht vorhandener Sympathie seiner Person gegenüber als unfair.

Der Medizindoktor ist zwar der, der in der Realität am meisten genutzt wird ("Herr Doktor"), aber inhaltlich am wertlosesten ist.

Kompetenzstufen

Volker @, Mittwoch, 10.02.2016, 21:25 vor 3650 Tagen @ SevenSamurai 1841 Views

Hallo, bei der Kompetenzstufe 1 handelt es sich nach meiner Kenntnis um Grundschulniveau.

Filmtipp zum Thema Verdummung am Beispiel der USA: Ideocracy

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 10.02.2016, 21:38 vor 3650 Tagen @ SevenSamurai 2336 Views

Idiocracy ist eine Science-Fiction-Komödie des US-amerikanischen Regisseurs Mike Judge aus dem Jahr 2006. Er zeigt eine Dystopie der Welt des Jahres 2505, in der eine geistig degenerierte Gesellschaft vor ihrem Ende steht. Der Titel ist ein Kofferwort aus "Idiot" und "Democracy" (engl. für Demokratie).

Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=BBvIweCIgwk

[image]

Und hier der komplette Film (Noscript empfohlen).

Danke. Den habe ich bereits gesehen. P.S. USA

SevenSamurai @, Mittwoch, 10.02.2016, 22:07 vor 3650 Tagen @ Bernadette_Lauert 1856 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 22:38

Danke. Den habe ich bereits gesehen.

Leider ist es so, dass uns die USA noch lange in die Tasche stecken (werden).

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Die USA leben in der Hochtechnologie von "ausgewählten" Migranten, die auch sehr gut "behandelt" werden.

Olivia @, Donnerstag, 11.02.2016, 10:02 vor 3649 Tagen @ SevenSamurai 1783 Views

Danke. Den habe ich bereits gesehen.

Leider ist es so, dass uns die USA noch lange in die Tasche stecken
(werden).

.........................

2008 war ich lose befreundet mit einer Familie, die aus den USA zurück kam.
Die Mutter stammte aus Polen (Mathematikerin) der Vater aus Spanien (Informatiker). Sie hatten drei Kinder. Sie kamen nach Deutschland, weil die Kinder kostenlos auf das Gymnasium gehen konnten, die Krankenversicherung für die ganze Familie gewährleistet war, eine vernünftige Arbeitslosenversicherung existierte und das Land sicherer war. Haus und Hof wurden gerade noch "rechtzeitig" verkauft. Eine sehr tüchtige Familie. Die Kinder gingen in Frankreich in den Kindergarten, in den USA zur Schule und machten dann in Deutschland (in Deutsch) das Abitur. Sie sprachen mit den Eltern französich, in der Schule deutsch und untereinander englisch. Das weiß ich von meiner Tochter, die mit den Kindern befreundet war.

Der Vater arbeitete in Silicon Valley und erzählte, dass es bei den gut bezahlten Fachleuten kaum noch noch einen gebürtigen Amerikaner gebe. Die Leute kämen aus allen Teilen der Welt. Überwiegend aus Indien, China etc. Die Amerikaner hätten die "Leistungen" nicht mehr erbracht.

Ich habe das nur zur Kenntnis genommen, begann aber, mir darüber Gedanken zu machen. Es handelt sich offenbar um die sogenannte "Mittelschicht"

Die "Eliten" in den USA sind in der Regel immer noch gut ausgebildet. Sie haben auch die entsprechenden Privat-Schulen, die ihre Schüler entsprechend fördern. Zudem fördern die USA ihre Hochbegabten, was bei uns leider nicht in dem Ausmaße der Fall ist. Ohne Hochbegabte kommt ein Land aber nicht aus. DAS wird leider zu gerne vergessen bei der gesamten NEID-Debatte.

--
For entertainment purposes only.

Neid-Debatte?

SevenSamurai @, Donnerstag, 11.02.2016, 20:28 vor 3649 Tagen @ Olivia 1649 Views

DAS wird leider zu gerne vergessen bei der gesamten
NEID-Debatte.

Wo habe ich eine NEID-Debatte betrieben.

Ich sagte doch, dass uns die USA überlegen sind.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Eben! Das Feigenblatt ist vollkommen überflüssig und unnötig! Reine Volksverblödung!

Olivia @, Freitag, 12.02.2016, 12:43 vor 3648 Tagen @ Fussgänger 1632 Views

Der Medizindoktor ist zwar der, der in der Realität am meisten genutzt
wird ("Herr Doktor"), aber inhaltlich am wertlosesten ist.

--
For entertainment purposes only.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.