Danisch über linke Randalierer in Berlin
Hadmut Danisch gefällt mir in letzter Zeit immer besser. Ich muss mal ein etwas längeres Zitat von ihm bringen. Hoffe, das ist OK so:
http://www.danisch.de/blog/2016/02/09/gewalt-in-berlin-noch-ein-bekennerschreiben/
"Denn all die Kieze und Armenwohnungen, für deren Schutz sie [Autonome] sich einsetzen, beruhen in Berlin (16,5 % Hartz IV-Empfänger) wesentlich auf öffentlichen Zahlungen. Dabei darf man den Blick nicht auf Wohnungen reduzieren (oder bei Obdachlosen deshalb weglassen), denn dazu gehört ja in Berlin auch eine riesige Infrastruktur: Öffentliche Verkehrsmittel, Schwimmbäder, Bibliotheken, Stadtreinigung, und, und, und.
Das alles muss bezahlt werden.
Und wer bezahlt es?
Die Steuerzahler in Berlin. Und die Steuerzahler in anderen Bundesländern über den Länderfinanzausgleich.
Ich finde die Vorgehensweise daher ziemlich dreckig: Leuten, die viel arbeiten und dafür was verdienen, nimmt man wie selbstverständlich das Geld weg, um den Moloch Berlin zu bezahlen. Aber wehe, einer derer, die das zahlen, möchte hier wohnen. Sofort abfackeln.
Mich erinnert das an den umgekehrten Effekt in München:
Dort beschwert sich das linke Spektrum über die hohen Wohnungspreise. Polizisten müssen München bewachen, ohne selbst dort wohnen zu können, weil die Wohnungen zu teuer sind. Darüber beschwert man sich.
Das Gegenstück dazu ist Berlin: Steuerzahler müssen Berlin finanzieren, ohne selbst dort wohnen zu dürfen, weil die Wohnungen gammelig-kiezig sein müssen. Ordentliches Auto? Geht gar nicht. Berlin muss versifft sein.
Ich hätte dafür ja noch in gewissem Umfang verständnis, wenn die Leute sich nicht nur »autonom« nennen würden, sondern auch »autark« wären. Das sind sie aber nicht. Sie tun zwar immer so, als wären sie das mit irgendwelchen besetzten Häusern und Wohnprojekten, das ist aber gelogen, denn die Infrastruktur von Berlin wollen sie selbstverständlich haben – und von denen bezahlen lassen, die sie nicht nach Berlin kommen lassen wollen.
Würden sie nämlich nur billig wohnen wollen und sich ansonsten aus fremdbezahlter Infrastruktur zurückziehen, fänden sie im Umland von Berlin, in Brandenburg, reichlich billigen Wohnraum. Das wollen sie aber nicht. Teure Infrastruktur wollen sie schon haben, natürlich frei Haus und ohne selbst dafür zu arbeiten.
Und damit liegt in diesen Anschlägen auch eine enorme Fremdenfeindlichkeit. Eigentlich unterscheidet sich das nicht von den Rechtsradikalen, die Angst haben, dass ihnen Immigranten die Arbeitsplätze wegnehmen. Die Unterschiede sind gering ..."
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"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral." (John Osborne)
"Der Gutmensch ist die logische Rückentwicklung des Menschen: Moral ohne Intelligenz." (unbekannt)
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