Deutsche Bank: Deep Value oder Deep Troubles?

Fabio ⌂ @, München, Montag, 08.02.2016, 12:12 vor 3653 Tagen 4869 Views

Hi,

gerade erreichte mich dieser Kommentar mit zwei interessanten Aussagen:

"In den vergangenen Tagen geisterte ein wenig schmeichelhafter Vergleich durch die Medien: An der Börse, so hieß es, sei die Deutsche Bank inzwischen weniger wert als die Danske Bank, ein über die Grenzen Dänemark hinaus kaum bekanntes Kreditinstitut. Anfang Februar notierte die Aktie auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Vierteljahrhundert."

Ferner:

"Die Marktkapitalisierung des Instituts lag Anfang Februar bei rund 21 Milliarden Euro. Setzt man diese Zahl ins Verhältnis zu den 777 Milliarden Euro, die die Deutsche Asset Management zum Jahreswechsel verwaltete, kommt man zu dem Ergebnis, dass der gesamten Bank nur noch ein Börsenwert zugestanden wird, der 2,7 Prozent der Assets ihrer Fondssparte entspricht.

Reine Asset Manager sind an der Börse derzeit meist mit einem bis zwei Prozent ihres verwalteten Vermögens bewertet. Das trifft auf amerikanische Häuser wie Blackrock, Invesco oder Janus genauso zu wie auf die großen britischen Anbieter Aberdeen oder Schroders.
"

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/die-deutsche-bank-ist-nur-noch-...

LG

Fabio

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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

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Short Dax (ETF?) mit geringem "Gegenpartei-Risiko" gesucht

twc-online @, Montag, 08.02.2016, 19:36 vor 3653 Tagen @ Fabio 4049 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 08.02.2016, 19:58

Ich habe als Geschäftsführer in einem Investmentclub (Depot bei der Deutschen Bank) ein großes Deutsche-Bank Risiko. Außerdem ist der Depotwechsel sehr aufwändig und ich bin eigentlich mit der Deutschen Bank als Depotbank sehr zufrieden (wenn ich nicht auf die Aktienkursentwicklung schaue und mir Sorgen um die Deutsche Bank mache).

Schon in den letzten Monaten halte ich deswegen das Konto immer deutlich unter der 100.000 Euro Grenze.

Die Aktien habe ich im Moment weitgehend über einen Short-DAX-ETF abgesichert (dbx-tracker), weil ich gedacht habe: ETF = kein Emittentenrisiko. Für den Fonds gilt das schon, aber aus den Anlegerinformationen:
"... Der Fonds schließt ein Derivategeschäft mit einer Vertragspartei
(anfänglich der Deutschen Bank) ab. Falls die Vertragspartei
keine Zahlungen leistet (zum Beispiel aufgrund ihrer Insolvenz),
kann dies dazu führen, dass in Bezug auf Ihre Anlage ein Verlust
entsteht..."

Welches DAX-Short-Investment würdet ihr im Hinblick auf möglichst geringes Emittentenrisiko und "Counterpart-Risiko" (Risiko durch die Gegenpartei der short-Position; ich weiß nicht genau, ob das der richtige Begriff ist) empfehlen?

Der direkte Aktienverkauf wäre unpraktisch, weil die teilweise kleinen Aktienwerte oft hohe Spreads haben und ich dann zusätzlich in so etwas wie Bundesanleihen mit negativer Rendite gehen müßte, um das Risiko eines zu hohen Kontostandes (vgl. z.B. Zypern) nicht zu haben.

Edit: Für den DAX finde ich nur einen Short-ETF von db x-tracker und comstage.
Deshalb kann ich wohl einerseits auf den Euro Stoxx 50 ausweichen oder andererseits ein Short-Zertifikat (dann mit Emittentenrisiko) auf den DAX nehmen.

Absicherung nicht mit Zertis oder anderen Bankprodukten

Cheftrader @, Montag, 08.02.2016, 21:38 vor 3653 Tagen @ twc-online 3785 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 08.02.2016, 21:47

Bei Absicherungen ist auf jegliches Emittentenrisiko zu verzichten. Bei ETF und anderen Bank Produkten hat man immer das Problem, dass der Index nicht exakt mit Aktien oder entsprechenden Underlyings gebildet wird, sonder immer mit teils nicht unerheblichen Swap_positionen. Es gibt auch wenige Ausnahmen, wo ETFs die Indizes exakt mit physischen Aktien nachbilden, dies ist jedoch die Ausnahme. Wenn ich ein DAX ETF kaufe, sollten auch die DAX Aktien entsprechend enthalten sein, jedoch sind dort SWAPS und hier sind immer die gleichen Counterparts vertreten, drin, d.h. DAX ETFS können Swaps über Soja Bohnen und und andere Dinge enthalten.
Die CDS (Ausfallversicherungen für Zahlungsunfähigkeit) für die DBK sind in der letzten Woche um 35% gestiegen. Quelle Zerohedge.
Die DBK schiebt ein unvorstellbares Derivate-Risiko vor sich her. Für mich wird sie pleite gehen, oder verstaatlicht. Und denke nicht, dass Dir die 100.000 € Grenze hilft, die gilt seit Zypern, kommt Frankreich und Italien an der Reihe sind wir schnell bei 20.000€ Grenze.

Sondern?

Fabio ⌂ @, München, Dienstag, 09.02.2016, 09:29 vor 3652 Tagen @ Cheftrader 3493 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 09.02.2016, 09:43

Bei Absicherungen ist auf jegliches Emittentenrisiko zu verzichten.

Wie macht man das denn? Mir fällt nix ein. Selbst ein Index-Future, den er eh nicht handeln darf, hat ja meines Wissens zumindest ein theoretisches Kontrahentenrisiko (falls das jemand elaborieren kann, das frage ich mich seit Jahren, wie groß das eigentlich ist).
Du kannst vielleicht vollreplizierende Long-ETFs finden, aber keine Shorts.


PS:

Bei mir gehen die Fallschirme auf, juhu. Meine Managed Futures Fonds sind short. Aber die sind natürlich randvoll mit Derivaten.

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Teilverkauf Aktien

twc-online @, Dienstag, 09.02.2016, 12:11 vor 3652 Tagen @ twc-online 3558 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 09.02.2016, 12:24

...
Welches DAX-Short-Investment würdet ihr im Hinblick auf möglichst
geringes Emittentenrisiko und "Counterpart-Risiko" (Risiko durch die
Gegenpartei der short-Position; ich weiß nicht genau, ob das der richtige
Begriff ist) empfehlen?

Der direkte Aktienverkauf wäre unpraktisch, weil die teilweise kleinen
Aktienwerte oft hohe Spreads haben und ich dann zusätzlich in so etwas wie
Bundesanleihen mit negativer Rendite gehen müßte, um das Risiko eines zu
hohen Kontostandes (vgl. z.B. Zypern) nicht zu haben.
...

Ein short-ETF, der auf Eurex-Futures basiert, wäre mir 'sicher' genug. So etwas habe ich aber nicht gefunden.

In Short-Zertifikate kann ich im Moment mit dem Investmentclub zur Absicherung gar nicht gehen, weil das der Gesellschaftervertrag nicht gestattet.

Deshalb habe ich jetzt doch einen großen Teil der Aktien verkauft und die dazugehörige Deutsche Bank - short - ETF Absicherung entsprechend weitgehend reduziert. Das Konto teilweise in Bundesanleihen (ISIN DE0001104628; Fälligkeit 15.12.17; Umsatz hoch; Rendite -0,5% p.a.) überführt.
Die relativ lange Laufzeit ist nicht meine geplante Investitionsdauer, sondern kommt daher, dass ich verhindern will, dass im Insolvenzfall die Anleihe fällig wird, bevor das Depot auf eine neue Bank übertragen wird. Würde Geld, das aus einer fälligen Anleihe stammt, die nach dem Insolvenzeintritt aber vor der Depotübertragung fällig wird, denselben Risiken unterliegen wie Geld, das von Beginn an am Deutsche Bank-Konto liegt?

Vor ein paar Jahren hätte ich jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, ich würde eines Tages Geld in Bundesanleihen mit negativer Rendite parken.

Frage: Eine DB-Pleite wäre ein Erdbeben. Meinst Du, dass Deine Bundesanleihen dann dort auf dem Kto. sicher sind?

Olivia @, Mittwoch, 10.02.2016, 20:39 vor 3651 Tagen @ twc-online 3100 Views

Ich weiß es nicht, finde Deine Überlegungen interessant.

Ein DB-Untergang würde Riesenkreise ziehen.
WAS wäre dann wohl noch gewährleistet?

Die Exportnation braucht eine internationale Bank. Oder soll sie sich auf die spanischen, britischen, italienischen Banken verlassen?

Die VW-Problematik köchelt ebenfalls noch im Hintergrund.
Sie ist nur aus den Schlagzeilen raus.
Das jedenfalls hat Angie sehr professionell geschafft.
An denen hängen massenhaft kleine und mittlere Firmen.
Ich erinnere mich an 2008 als kleine Firmen und mittlere Firmen, die an SIEMENS dranhingen plötzlich ihr Personal "heim" schickten. Auch hochqualifizierte IT-ler, die sie kurz vorher aus den USA geholt hatten.

Na ja, die Verträge für die Erweiterung der Gaspipeline mit Russland sind zumindest inzwischen machbar.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass D die DB pleite gehen lassen kann.
Da kommt eher die europäische Bankenunion :-))) - Haben die Amis ja auch seit 2008 so gemacht. Die "Kleinen" gehen kaputt und die Großen werden irgendwie am Leben gehalten. Die vielen spanischen Mini-Cajas sind ja auch alle "verschmolzen" worden in einen neu gegründeten Großpleitier.

--
For entertainment purposes only.

Bankdepot wird nur verwahrt (Banken-Insolvenz)

twc-online @, Donnerstag, 11.02.2016, 11:12 vor 3650 Tagen @ Olivia 2993 Views

Ich weiß es nicht, finde Deine Überlegungen interessant.

Ein DB-Untergang würde Riesenkreise ziehen.
WAS wäre dann wohl noch gewährleistet?
...

Nach meinem Wissen ist das Konto bei einer Bankinsolvenz nicht geschützt (bzw. nur indirekt über die Einlagensicherung; dieser Schutz hatte in Zypern oder Italien auch schon relativ geringe Obergrenzen). Das Depot der Bank ist geschützt, weil die Depotbank die Wertpapiere nur verwahrt (und deshalb das Depot nicht zur Insolvenzmasse gehört). Deshalb müssen meiner Meinung nach die Bundesanleihen in einem Bankdepot vor den Gläubigern der Bank sicher sein (nach aktueller Rechtslage), solange sie nicht fällig werden.
http://www.gevestor.de/details/insolvenz-der-depotbank-wie-sicher-ist-mein-geld-605275....
https://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherung

Wenn jemand etwas weiß, das dieser Meinung widerspricht, bin ich sehr daran interessiert.

Ich halte eine Insolvenz der Deutschen Bank aber für sehr unwahrscheinlich. Da ich aber ein großes Deutsche-Bank-Risiko habe, will ich auf theoretisch mögliche Fälle wie in Zypern möglichst gut vorbereitet sein.

Gefahr der Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Bank ?!

Mr.Dux @, Donnerstag, 11.02.2016, 15:27 vor 3650 Tagen @ Olivia 3026 Views

Gefahr der Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Bank ?!

Wie groß seht ihr die Gefahr, dass die Deutsche Bank wirklich abkackt ?!

Wenn ja, wird diese von der Politik aufgefangen oder fallen gelassen ?!

Sollte sie kollabieren, wird es viele andere mitreißen !!

http://www.welt.de/wirtschaft/article152112638/Die-Maerkte-wetten-jetzt-gegen-die-Deuts...

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/deutsche-bank-aktie-kreditausfal...

Die Deutsche Bank könnte der Auslöser für alles weitere sein ...

Mr.Dux @, Freitag, 12.02.2016, 07:13 vor 3649 Tagen @ Mr.Dux 3002 Views

Die Deutsche Bank könnte der Auslöser für alles weitere sein ...

Ich könnte mir vorstellen, dass bei der wahrscheinlichen Zahlungsunfähigkeit der Deutschen Bank die BRD und/oder die EU einspringen werden und bürgen. Ich könnte mir in Folge dessen sogar vorstellen, dass es eine alternativlose Zwangsabgabe für alle Bürger geben könnte. Und der deutsche Michel zahlt brav.

Die Lawine wird kommen, aber erst nach den Wahlen im März. Davor bleibt es noch ruhig. Danach wird unser Ferkel gehen müssen und der korrupte Erzengel Gabriel wird das Ruder der Titanic übernehmen. Die Deutsche Bank könnte der Auslöser für alles weitere sein ...

Sorgen sind berechtigt

Cheftrader @, Sonntag, 14.02.2016, 15:07 vor 3647 Tagen @ twc-online 2724 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 16:09

@twc-online:
Nochmal zu Deiner Absicherung.
1. Denke mal nicht, dass Du mit Deiner 100.000 € Strategie auf der sicheren Seite bist. Diese Grenze gilt ja seit Zypern. De facto haftet der ESM europaweit für sämtliche Banken und Staaten, dort sind 750 Mrd. drin. Deutschland hält 31 %,Frankreich und Italien je 20 % mit jeweils unbeschränkter Nachschußpflicht. Die DBK hat akt. ein Derivate-Risiko von 64 Billionen, fast 10 % aller weltweiten Derivate. Die Risiken dafür sind verswapt (d.h. auf viele andere Banken verteilt). Diese Swaps sind ein übliches Umverteilungssystem, bei der spinnennetzartigen Vernetzung ein Stein den Dominoeffekt auslöst.

Also ist der Weg, sich über ein Bankprodukt gegen Risiken abzusichern, nicht der richtige. Dein 100 Mille Weg ist auch nur eine Nebelkerze. Genauso wie der Einlagensicherungsfond der Banken oder der Fond für die Versicherungen. Damit kann eine kleine Bank in Wanne-Eikel gerettet werden, aber nicht die DBK.

Was kann man also tun?
Stellen wir uns auf eine europ. Vermögensabgabe ein. 10 % ist dabei vom IWF schon beschlossen.
Bei Deinem Aktienclub empfehle ich Dir folgendes:
Ein Depot, wo Long- und Short-Positionen ein ausgewogenes Verhältnis haben. Starke Aktien long, schwache Aktien short.
Die Absicherung über klassische PUTS (DAX, SP500..) an der Eurex bzw. Nymex.
Dort gibt es kein Emittentenrisiko und im Notfall steht die Börse ein. Sollte die pleite sein, brauchen wir uns über Geld erstmal keine Gedanken mehr machen.
[image]

Gute Ideen zur Absicherung

twc-online @, Montag, 15.02.2016, 08:12 vor 3646 Tagen @ Cheftrader 2420 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 15.02.2016, 13:49

@twc-online:
Nochmal zu Deiner Absicherung.
1. Denke mal nicht, dass Du mit Deiner 100.000 € Strategie auf der
sicheren Seite bist.
...
Was kann man also tun?
Stellen wir uns auf eine europ. Vermögensabgabe ein. 10 % ist dabei vom
IWF schon beschlossen.
Bei Deinem Aktienclub empfehle ich Dir folgendes:
Ein Depot, wo Long- und Short-Positionen ein ausgewogenes Verhältnis
haben. Starke Aktien long, schwache Aktien short.
Die Absicherung über klassische PUTS (DAX, SP500..) an der Eurex bzw.
Nymex.
Dort gibt es kein Emittentenrisiko und im Notfall steht die Börse ein.
Sollte die pleite sein, brauchen wir uns über Geld erstmal keine Gedanken
mehr machen.
...

Danke für deine Hinweise.

Ich sehe 100k nicht als wirkliche Sicherheit an, eher als Warnung, da möglichst weit darunter zu bleiben.
Wenn eine große Bank wie die Deutsche Bank wirkliche Probleme bekommt, denke ich, wäre das eher ein Fall für die EZB als für den Einlagensicherungsfonds (aber darauf will ich mich nicht verlassen).
Schwache Aktien short und allgemeine Absicherung über Eurex-Produkte ist eine sehr gute Idee, allerdings kann ich sie im Investmentclub nicht umsetzen, weil laut Gesellschaftervertrag nur 'einfache' Produkte, die auch jeder Gesellschafter versteht, als Anlageinstrument erlaubt sind.

Deshalb der Weg über das teilweise Geld-Parken in Bundesanleihen mit knapp 2 Jahren Laufzeit.

-10% an NYSE: Martin, do you think they will allow Deutsche Bank to fail?

stokk, Montag, 08.02.2016, 20:21 vor 3653 Tagen @ Fabio 4105 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 08.02.2016, 20:24

Langsam fängt das Schwitzen an.
Wird der ESM für DB gebraucht? Dann bleibt das Geld ja hier.

[image]

Post vom 25.9.2015:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=372775

@stokk - Das Schwitzen bei der DB ist noch nicht vorbei.

Vatapitta @, Mittwoch, 10.02.2016, 16:43 vor 3651 Tagen @ stokk 3554 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 16:52

Langsam fängt das Schwitzen an.
Wird der
ESM
für DB gebraucht? Dann bleibt das Geld ja hier.

[image]

Post vom 25.9.2015:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=372775


Moin moin stokk,

täglich gibt es News von der Deutschen Bank. Heute ist sie mit gut 10% im Plus.. Der Börsenwert beträgt aktuell noch 18,25 Mrd. Euro und dürfte damit unter der Summe der Kapitalerhöhungen der letzten Jahre liegen. Null Dividende für 2015 und Kürzungen bei den Boni. Dass bei dem Geschäftsergebnis noch irgendjemand Boni fordert/erhält, zeigt uns die "Wertschätzung" der Investmentbanker für "ihr Unternehmen".

Die Kreditversicherungen für Anleihen der DB waren sehr stark gestiegen. Aktuell überlegt die DB erstrangige Senior Bonds unter pari zurückzukaufen um Geld zu sparen. Das Volumen dieser Bonds beträgt sagenhafte 50 Mrd. Euro. Davon wird man wohl nicht viel zurückkaufen können. Womit auch? Den aktuellen Kurshüpfer halte ich für ein Strohfeuer.

Gegen eine fällige Gewerbesteuer in Höhe von nur 129 Millionen € klagt die Bank. Auch der Bürgermeister der Gemeinde möchte das Geld aus verständlichen Gründen, bis zur Klärung des Rechtsstreites, nicht haben. Er wird es vermutlich nie bekommen, auch wenn die Gemeinde den Rechtsstreit gewinnen sollte. Es müsste außerhalb der DB eine entsprechende Sicherheit hinterlegt werden. Vielleicht kann die Gemeinde die persönliche Haftung des Vorstandes und des Aufsichtsrates einfordern. [[top]]

Ackermann verstand unter Banking legalisierten Betrug - das zahlt sich nun aus.

VG Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Zur Dauer des Schwitzens:

stokk, Sonntag, 14.02.2016, 15:47 vor 3647 Tagen @ Vatapitta 3151 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 14.02.2016, 15:52

Hey stokk, geht ja schneller als ich dachte

Cheftrader @, Sonntag, 14.02.2016, 21:18 vor 3647 Tagen @ stokk 2553 Views

[[lach]]
Vielleicht sollte unser Fondmanager doch lieber den beschwerlichen Weg einer neuen Depotstelle nehmen, einfach mal bei der Sparkasse nachfrage, und lieber kleinere Depots aufmachen.Oder erst einmal auszahlen und dann beim restart neu beginnen.

GS unterschätzte die Marktkräfte und hat 5 von 6 Empfehlungen für 2016 widerrufen. + DB technisch insolvent?

Vatapitta @, Freitag, 12.02.2016, 16:34 vor 3649 Tagen @ Leserzuschrift 2815 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 12.02.2016, 16:57

Moin moin,

nicht einmal Walter (Hartgeld) ist derzeit in Panik.

Allerdings finden sich auf seiner Seite einige interessante Links.

Aus der Welt: Goldmann Sachs kassiert sechs Wochen nach dem Jahresstart fünf ihrer sechs Top-Anlage-Ideen für 2016. Die Anleger, die GS gefolgt seinen, hätten schwere Verluste hinnehmen müssen. - Der Markt zwinge GS zur Korrektur!

Zur Rekapitalisierung der irischen Banken: Zitat: "Die Untersuchungskommission des irischen Parlaments ermittelte, dass die Regierung in Betracht gezogen hatte, Anleihegläubiger der Insolventen Banken leer ausgehen zu lassen, und dass der Internationale Währungsfonds (IWF) dies unterstützte. Die Europäische Zentralbank (EZB) vereitelte jedoch, um die deutschen und französischen Banken vor Verlusten zu schützen, auf äußerst rabiate Weise jeden Versuch in diese Richtung."

Beim dritten Link kann ich die Seriosität oder eine hinter den Aussagen stehende Absicht nicht einschätzen. Es geht um die Deutsche Bank. - Wer kann mehr zu sagen?
Zitat:"In other words, DB is technically insolvent. When I did this exact same analysis in early 2008 on JP Morgan, Lehman, Wash Mutual and Countrywide, my write-down estimates turned out to be exceedingly conservative. I would wager anything that my analysis above is “exceedingly conservative” x 2."

Sputnik sagt: "Die russische Zentralbank hat nach eigener Darstellung die Deutsche Bank bereits 2014 auf verdächtigte Geschäfte aufmerksam gemacht, die inzwischen Gegenstand von Ermittlungen geworden sind, wie die Agentur Reuters meldet. Weiterlesen


VG Vatapitta

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