Spread bei Derivaten, spez. Optionsscheine
Hallo Martin,
Interessant ist die Frage vor allem bei relativ hohen Spreads. Nach meiner
nicht sehr hohen Erfahrung mit Optionsscheinen kommt ein Handel in der
Regel nur zu den in den Handelsplattformen angezeigten bid/ask-Werten
zustande. Angenommen es gibt einen Spread von 50%: Warum kommt kein Handel
zustande, wenn ich ein Kaufangebot irgendwo in der 'Mitte' mache? Ein
potentieller Verkäufer hätte ja auch seinen Vorteil. Führen die Börsen
hier beliebige Käufer und Verkäufer nicht zusammen, wird der Handel nur
über Emittenden gemacht? Oder was ist der Mechanismus?
Bei der Vielzahl der börsennotierten Derivate ist Dein Kontrahent fast immer der Emittent, weil das Orderbuch ansonsten leer ist.
Wenn's für ihn attraktiv ist, steht vielleicht auch mal ein Börsenhändler oder -makler dagegen.
Die "neutrale Mitte" ist nicht notwendigerweise der Mittelwert von Geld und Brief.
P.S.: Es heißt übrigens "der Emittent" und in der Mehrzahl "die Emittenten".
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.