Wenn Menschen gottlos werden .....

mh-ing @, Mittwoch, 03.02.2016, 11:54 vor 3657 Tagen 4977 Views

Der „kleine Prinz“ sagte:
„Wenn Menschen gottlos werden, dann sind die Regierungen ratlos, Lügen grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos; dann ist die Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos, Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos, Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos.“
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)


Die genannten Resultate sehen wir überall, ist auch der Grund genau die genannte Gottlosigkeit?

Hat mMn nichts mit Gott zu tun, sondern mit den Werten und Regeln die Religion transportiert (edit)

Ikonoklast @, Mittwoch, 03.02.2016, 12:09 vor 3657 Tagen @ mh-ing 3694 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 12:23

Hallo mh-ing,

ich bin sicherlich kein Fan von Religionen, aber einen entscheidenden "Vorteil" haben sie: Sie transportieren Werte und Regeln für jeden Gläubigen, egal ob gebildet oder bildungsfern.

Früher als das Gros der Menschen noch Analphabeten waren musste ein allgemein gültiges Regelwerk her, dass das Zusammenleben regelte. Was war für die Herrschenden näher gelegen, als eine(n) strafende(n) Go(ö)tt/er zu erschaffen. Jeder der sich nicht an z. B. die Zehn Gebote hält wird von Gott bestraft werden (außer man erwarb käuflich im Mittelalter einen Persilschein beim lokalen Gottesdealer. Auch früher mussten die Prunkbuden ja schließlich irgendwie finanziert werden. Stichwort Wolkenkratzer-Index [[freude]] ). Hatte man also den sog. Dreck am Stecken und man wurde selbst oder ein naher Verwandter krank, so wurde dies als Beweis der Strafe Gottes gesehen.

Wenn du hier bei uns auf dem Land mit den älteren Menschen redest, sind diese sehr gläubig und halten sich an die von Kindesbeinen an indoktrinierten Regeln/Gesetze.

Die gottlosen Gläubigen von heute, halten sich nicht an z. B. Goldene Regel
Als gutes Beispiel setzt A. M. jedwede Regel/Gesetz außer Kraft -> Chaos vorprogrammiert!

edit:
Dass dieses regelwidrige Verhalten derzeit so massiv auftritt, hat evtl. mit der Laissez-fair-Erziehung / -Lebensstil und der Abkehr von Religion im Allgemeinen zu tun, die Mitte des letzten Jahrhunderts in die Haushalte Einzug gehalten hat. Und eben mit der vorgelebten Regelmissachtung durch Politiker und sonstige Prominenz (Fälle Hoeneß, Zumwinkel, Middelhoff, allgemeine Banksterrettung, Merkel um nur ein paar der letzten Zeit zu nennen). Otto Normalo sagt sich, wenn die sich nicht an die allgemeingültigen Regeln halten, warum soll ich? Ja, warum? Ich zahle diese Exzesse...

P. S. neuer Reim auf -los

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Die Evolution Gottes

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 03.02.2016, 13:24 vor 3657 Tagen @ mh-ing 3431 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 13:29

Der „kleine Prinz“ sagte:
„Wenn Menschen gottlos werden, dann sind die Regierungen ratlos, Lügen
grenzenlos, Schulden zahllos, Besprechungen ergebnislos; dann ist die
Aufklärung hirnlos, sind Politiker charakterlos, Christen gebetslos,
Kirchen kraftlos, Völker friedlos, Sitten zügellos, Mode schamlos,
Verbrechen maßlos, Konferenzen endlos, Aussichten trostlos.“
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)


Die genannten Resultate sehen wir überall, ist auch der Grund genau die
genannte Gottlosigkeit?

Mein Gott, ist das alles? Und das ist für dich ein Grund, einen neuen Thread aufzumachen, mit einem Zitat von Saint Exupery?

Du schreibst: Wenn Menschen gottlos werden.... Du spielst also auf einen Evolutionsprozeß an. Ursprünglich hat es Gott nicht gegeben, dann haben sich irgendwann Götter aus Vorläuferformen entwichelt, und schließlich ist daraus ein einzelner Gott geworden, der jedoch zum Untergang verurteilt ist, weil er sich mangels Partnerin evolutionär nicht weiterentwickeln kann.
Das Christentum behilft sich mit regelmmäßigen Updates Gottes, ich weiß nicht, die wievielte Bibelübersetzung seit der Erstübersetzung der Bibel durch Luther die momentan aktuelle Nutzer-Version Gottes ist, und inwieweit diese abwärtskompatibel ist zu früheren Versionen Gottes.
Ganz abgesehen von der Unzahl von Göttern, welche es im Laufe der Menscheheitsgeschichte bereits gegeben hat und noch git, egal, ob sie jetzt nun als Singularitäten auftreten oder ganze Götterrudel.
Bei den Mohammedandern sind sogar Updates untersagt, seit sich Allah aus den jüdischen Elohim als alleiniger Gott herausgemendelt hat.

Insgesamt wäre das eine wirklich hochspannende Geschichte, leider jedoch findet man dazu in deinem Beitrag.

Das ist sehr dünn. [[sauer]]

Auf die Schnelle ein Link zur Evolution Gottes, (es gibt aber mit Sicherheit weiterreichende Forschungen)
www.kreuzer-siegfried.de/texte-zum-at/monotheismus.pdf


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ursache und Wirkung

mh-ing @, Mittwoch, 03.02.2016, 13:48 vor 3657 Tagen @ Mephistopheles 3197 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 16:32

Kann man hier nicht normal diskutieren und Fragen stellen, ohne gleich so angegangen zu werden? Kein guter Stil!

Die Frage ist, ob die Resultate im Zusammenhang stehen mit der vorherigen Behauptung "gottlos". Das ist eine Frage, die in sich keinen Bezug zu einer speziellen Religion hat, sondern ob Religion/Gottesbezug diese Probleme mindern oder vermeiden würden.

Genau das habe ich gemacht: Welche (entwicklungsgeschichtliche) Ursache hatte die Wirkung "Gott" zur Folge? (oT)

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 03.02.2016, 14:12 vor 3657 Tagen @ mh-ing 2841 Views

- kein Text -

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Oh emm Geh mir fort

Kurt @, Mittwoch, 03.02.2016, 14:33 vor 3657 Tagen @ Mephistopheles 3319 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 10.10.2016, 18:41

Auf die Schnelle ein Link zur Evolution Gottes
www.kreuzer-siegfried.de/texte-zum-at/monotheismus.pdf

OMG -- im Gelben ein Link zur Evolution Gottes, in dem jedes der folgenden Wörter nicht ein einziges Mal vorkommt:

- Frau
- Mutter
- Göttin

Ohne Worte

(es gibt aber mit Sicherheit weiterreichende Forschungen)

Das kannst Du laut sagen:

Die Autorin weist nach --> http://www.amazon.de/Das-Muttertabu-oder-Beginn-Religion/dp/300031430X/?tag=dasgelbefor... , das die kulturelle Mutterstufe als partnerschaftliche Kulturstufe Hunderttausende von Jahren die Ursozialisationsform des Menschen war. Ausgehend von dieser Mater Radix erweisen sich alle unsere gesellschaftlichen Paradigmen als politische Machtinstrumente, um die Lebenslüge, dass der Vater am Anfang und im Zentrum allen Lebens steht, zu manifestieren. Die Autorin zeigt auf, dass erst die starken Klimaschwankungen im Laufe des Neolithikums vor circa 6000 Jahren zum Zusammenbruch der sozialen Strukturen der kulturellen Mutterstufe führten. In Kombination mit der Überbetonung von Vaterschaft wurde die ursprüngliche matrilineare Abstammung ersetzt durch eine patrilineare. Aus den capites der Herde entwickelte sich der kapitalistische Eigentumsbegriff. Die Mutter wurde entmachtet. Die ursprüngliche Religion, die Anbindung an Mutter Erde, als Rückbindung an die Landschaft wurde durch politische Machttheologien und Herrschaftsideologien ersetzt. In Verbindung mit einer fortschreitenden Metallverarbeitung entwickelte sich die Kriegsführung als wirksamste Form der Kapitalakkumulation. Heute hat dieses ausbeuterische System des Patriarchats in nur 6000 Jahren das Leben auf der Erde an den Rand des Kollaps gebracht. Nur die Entwicklung von Gaiakompetenz wird uns vor dem völligen Ruin retten.

Basierend auf jüngsten natur- und kulturwissenschaftlichen Erkenntnissen --> https://books.google.de/books?hl=de&id=NWpuGLzu08wC&q=irrlehre legt der Autor eine ideologie-kritische Untersuchung und Revision der herrschenden Lehre unserer »Ur-Geschichte« und der Entwicklung des »Glaubens« vor: »Die Erfindung der Götter« männlichen Geschlechts beginnt erst im Neolithikum, vor etwa 10.000 Jahren, d.h. im letzten Zehntel unserer Kulturgeschichte, die vor 100.000 Jahren mit der Totenbestattung ihren Anfang nahm. Es geht darum, die sozialen Verhältnisse jener Zeit zu begreifen; denn sie bilden die Voraussetzung für die Erfindung von Götter – Familien und für die Entwicklung und Durchsetzung einer mythologisch verfassten Politischen Theologie, die das angebliche Wollen und Wirken, die Macht und die Herrschaft der von den Priester-Königen erfundenen Gottheiten beschreibt und Gehorsam einfordert. Die sozialen Verhältnisse werden jeweils auf den Himmel projiziert: Im Paläolithikum wurde das All repräsentiert durch eine selbstentstandene UR-GÖTTIN. wie dies sogar noch die griechische GAIA war. Erst im Neolithikum erscheint in der Heiligen Hochzeit neben dieser UR-MUTTER der männliche Fruchtbarkeits–Gott, der anfangs nur als ihr Sohn gedacht und mythographiert werden kann: Eine Mutter-Sohn-Theologie folgt auf die als mono-genetisch vorgestellte Große Mutter. Wie ihr SOHN als »Stier seiner Mutter« allmählich aufsteigt zum Vegetations- Regen-, Donner-, Sonnen- und Himmels-Gott, bis er schließlich als omnipotenter GOTT-VATER den Thron der »Mutter aller Götter« besteigt und, ohne die Göttin, sogar allein zeugt, ist das Thema des Buches. Es widerlegt das patriarchale Wunschdenken, und die Irrlehre einer dadurch kontaminierten Kulturwissenschaft, es habe »von Natur aus« »schon immer« einen dominanten UR-VATER gegeben, »auf Erden wie im Himmel«.

Das wird man ja wohl noch sagen dürfenâ„¢

vG
Kurt

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

(Beitrag gelöscht wegen unzähliger Rechtschreibfehler) (oT)

Wandrago @, Mittwoch, 03.02.2016, 20:52 vor 3657 Tagen @ Kurt 2671 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 14:54

- kein Text -

@Mephistopheles

Rechtschreibkorrektur @, Mittwoch, 03.02.2016, 16:43 vor 3657 Tagen @ Mephistopheles 2775 Views

̶ E̶v̶o̶l̶u̶t̶i̶o̶n̶s̶p̶r̶o̶z̶e̶ß̶ Evolutionsprozess

̶>̶ e̶n̶t̶w̶i̶c̶h̶e̶l̶t̶ entwickelt
̶>̶ r̶e̶g̶e̶l̶m̶m̶ä̶ß̶i̶g̶e̶n̶ regelmäßigen
̶>̶ M̶e̶n̶s̶c̶h̶e̶h̶e̶i̶t̶s̶g̶e̶s̶c̶h̶i̶c̶h̶t̶e̶ Menschheitsgeschichte
̶>̶ g̶i̶t̶ gibt
̶>̶ M̶o̶h̶a̶m̶m̶e̶d̶a̶n̶d̶e̶r̶n̶ Mohammedanern

Ich hatte dich schon mindestens einmal gebeten – und ich tue ich es jetzt wieder, vielleicht zum letzten Mal – nicht so schlampig deine Texte ins Forum zu setzen. Ich hoffe, das wird sich ändern.

--
Beliebte Rechtschreibfehler

... verleugnen sie ihren wundesten Punkt:

nvf33 @, Mittwoch, 03.02.2016, 14:14 vor 3657 Tagen @ mh-ing 3451 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 16:30

Die Grenze des eigenen Bewußtseins.
Und wie ist es am Einfachsten, eine Grenze zu leugnen? Indem man Grenzenlosigkeit als Naturgesetz behauptet. Und auch das beobachtet man allüberall, meist in Form eines einseitigen Expansionismus.
Insofern ein sehr weiser Kommentar des kleinen Prinzen, vielen Dank dafür.

Aber egal, ob wir den bärtigen Gott auf seiner Wolke oder sein Spiegelbild, den Atheismus verfechten:
Eine Grenze tragen wir alle in unserem Bewußtsein. Und auch wenn wir abstrakt von dieser Grenze wissen, so können wir doch nicht prinzipiell hinüberschauen.

Mißtrauen wir also der Grenze? Oder mögen wir dort eher ein: "Gott mit uns!"...

...fragt sich:
nvf33

Bitte um Fundstelle - imho kommt das überhaupt nicht im "kleinen Prinzen" vor

azur @, Mittwoch, 03.02.2016, 16:36 vor 3657 Tagen @ mh-ing 2947 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 16:45

Hallo mh-ing,

kenne und verehre das Buch schon lange. Und es kann ja auch sein, dass Antoine de Saint-Exupéry da an anderer Stelle äußerte.

Aber im kleinen Prinzen wird meines Wissens nach, und ich habe es oft gelesen und vorgetragen (das haben wir unter Freunden, immmer gern mit Kindern, eine Zeitlang gern auf gemeinsamen Fahrten zusammen gemacht - t. w. mit Bilder dazu zeichnen usw.), gibt es keine Bezug auf Gott.

Die Fundstellen des angeblichen Zitates aus dem kleine Prinzen sind im Netz stellenweise dubios.

Diese ist kritisch: http://zitatdessaintexupery.blogspot.de/2016/01/das-unauffindbare-ungenaue-zitat-des.html

Hier ist der vollständige Text, aber nicht so, dass man eine schnell Volltextsuche machen könnte: http://roman-hartmann.de/Prinz_de/html/kapitel_27.html

Das funktioniert irgendwie nicht mehr: http://www.wikilivres.info/wiki/index.php/Der_Kleine_Prinz (vermutlich Urheberrechtsprobleme)

Dazu: "Fundstellen mit vollem Text

Achtung! Internet-Seiten, welche "den kleinen Prinzen" im Original widergeben, können Rechtsverletzungen darstellen! - siehe unten

Der Artikel zum Buch "Der kleine Prinz" bei Wikipedia enthält/enthielt (das wechselt, je nach Bearbeiter) Verweise auf Seiten, welche den vollständigen Text samt Bildern von Antoine de Saint-Exupéry umfassen. Dies kann rechtlich bedenklich sein (s.u.). Daher die sog. "WebLinks" des Wikipedia-Artikels ggf. mit rechtstreuer Skepsis lesen!"
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz "
http://www.planetenflug.de/der-kleine-prinz/deutungen/htm/ger/_0/Fundstellen.htm#Fundst...

Ohne genau Fundstelle kann ich ausdrücklich nicht glauben, dass das genannte Zitat aus dem "kleinen Prinz" stammt.

Viele freundliche Grüße

azur

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Kann man das abklären?

mh-ing @, Mittwoch, 03.02.2016, 17:03 vor 3657 Tagen @ azur 2752 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 18:38

Ich habe das Buch auch nicht. Es wäre gut das abzuklären. Danke daher für den Hinweis. Kann ja sein, dass der Autor das an anderer Stelle mal schrieb und dann das in der Kette der Zitierungen dann zur Textpassage des "kleinen Prinzen" wurde.

Gott gibt es nicht

politikus @, Mittwoch, 03.02.2016, 16:38 vor 3657 Tagen @ mh-ing 2993 Views

Religion ist eine von Menschen für Menschen undeutlich geschriebene Gebrauchsanweisung für das Leben. Je nach Kulturkreis weicht sie voneinander etwas ab.

Schlimm wird es erst, wenn Fundamentalisten meinen, die Deutungshoheit über diese ungenauen Gebrauchsanweisungen zu haben, und sie in ihrem Sinne auslegen.

Ich glaube, dass man von einem kg Rindfleisch einen guten Eintopf machen kann.

Religiösität kann im Sterbebett natürlich auch einen Vorteil haben, wenn man das ganze Leben daran glaubt, dass man in den Himmel kommt und so mental leichter von der Welt kommt.

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

"Gott gibt es nicht" - echt jetzt? Woher weißt Du das?

Griba @, Dunkeldeutschland, Mittwoch, 03.02.2016, 20:48 vor 3657 Tagen @ politikus 2621 Views

Es sei dir unbenommen, das zu vermuten und eben daran zu glauben, aber beweisen kannst du das ebensowenig wie die Gegenseite.

--
Beste Grüße

GRIBA

Glauben heisst nicht wissen

politikus @, Donnerstag, 04.02.2016, 06:09 vor 3656 Tagen @ Griba 2453 Views

Es sei dir unbenommen, das zu vermuten und eben daran zu glauben, aber
beweisen kannst du das ebensowenig wie die Gegenseite.

Deshalb kann man es nur glauben und glauben heisst nicht wissen!

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

Meine Haltung dazu

mh-ing @, Mittwoch, 03.02.2016, 17:15 vor 3657 Tagen @ mh-ing 2843 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 18:41

Ich hatte etwas mehr erhofft, vermute aber, dass Religion für viele ein rotes Tuch ist.
Aus meiner Sicht ist dieses Zitat richtig und falsch, je nachdem wie man das definiert.
Richtig ist, dass der Glaube an Gott im Sinne einer Verantwortlichkeit, der man weder im Leben noch im Tod entkommt, zu einem verantwortlicherem Handeln führt. Wenn man weiß, dass man gerichtet wird (das ist die Instanz Gott), überlegt man sich besser, ob man und wie man etwas tut. Das ist m.E. ein Impuls, der zu moralisch besserem Handeln führt.

Wenn aber der Gott zu einem Befehlshaber wird, der Unmenschlichkeit befiehlt, wie dies im Islam usw. besteht, wird das zum Gegenteil. Noch schlimmer ist es, und das ist das heutige Moment, wenn der Gott Geld/Macht heißt und dieser Gott das Handeln bestimmt. Wenn also der eigentliche Gott durch eine Art "Götze" ersetzt wird, dem die Menschen dienen. Dies ist aber in gewisser Form wiederum eine Art der Gottlosigkeit, weil man Gott durch einen "Götzen" ersetzt hat.

Daher ist diese Pauschalisierung dieses Zitats nicht ausreichend, sondern "gottlos" sollte ersetzt werden durch: "ohne Achtung der ewigen Verantwortlichkeit unseres Handelns gegenüber Gott", "ohne Barmherzigkeit gegenüber anderen infolge der Selbstvergötterung bzw. Vergötterung falscher Götzen/Ideen/Ideale".

Ich denke, wenn man handelte in der Einstellung, von "Gott" in eine Aufgabe/Funktion gestellt zu sein, in dieser so zu handeln, für andere und das Gemeinwohl das Beste zu erreichen, wissend, dass man für vorsätzliche Fehler sich verantworten muss, wäre man wohl in der vernünftigsten Haltung. Diese Haltung wäre unabhängig der Religion und wäre evtl. auch Atheisten vermittelbar.

Der Tanz ums "Goldene Kalb" = Götze Mammon - das ist der Welt Verderben.

Griba @, Dunkeldeutschland, Mittwoch, 03.02.2016, 20:55 vor 3657 Tagen @ mh-ing 2696 Views

Das hatte Mose schon mit Gottes Hilfe erkannt, aber letztlich sein Volk nicht davon abhalten können - ganz im Gegenteil. Einige von ihnen haben es in dieser Form der Teufels-Anbetung besonders weit gebracht...

--
Beste Grüße

GRIBA

Wir leben im Kali Yuga ;-)

Köpi @, Berlin, Donnerstag, 04.02.2016, 00:24 vor 3656 Tagen @ mh-ing 2609 Views

Hallo,

in der Schule wurde das Thema Gott (zumindest in meiner Schulzeit 1965-77), dem Religionsunterricht überlassen. Da hatten die Kirchen das Monopol und in meinem Fall hat es die katholische Fraktion mir sehr leicht gemacht, sie nicht zu mögen.
Die Erkenntnis, das Gott nicht die Kirche ist, musste aber auch erst reifen.....

Und wie siehts heute aus: Die permanente Beschlagnahme und Ablenkungsmöglichkeiten aller Art, machen es den Menschen natürlich leicht, gottlos zu sein. Kaum einer nimmt sich die Zeit, um über „Gott und die Welt“ selbst (!) nachzudenken.
Genau das ist aber der Weg um Gott „zu finden“ und sich vor falschen Religionen zu schützen.

Denn:
„Der Mißbrauch der Religion hat dazu geführt, daß sich viele Menschen entweder von Gott abwenden (d.h. atheistisch werden) oder Gott für ihre absolutistischen Ziele vereinnahmen (d.h. fanatisch werden).“

Armin Risi findet bessere Formulierungen als ich:

...Gegenwärtig ist „Religion“ eines der wirkungsvollsten Machtmittel jener Mächte, die die Welt beherrschen. An gewissen Orten der Welt werden Massen und ganze Nationen durch Religionen manipuliert, ähnlich wie an anderen Orten durch Atheismus und Konsumismus...

...Unter den Menschen hat sich ein Phantom eingenistet und konnte größtes Unheil anrichten: das Phantom der religiösen Absolutheitsansprüche. Wie noch klar werden wird, kam es nicht zufällig zu dieser Entwicklung...

...Dogmatismus und Fanatismus sind die machtvollsten Mittel, um Religion von innen her zu untergraben. Daraus entsteht doppeltes Unheil: Einerseits wird die Heiligkeit der Religion an sich zerstört, das heißt, Gottes Offenbarung wird durch die Menschen verfälscht, und andererseits kann die Religion, ist sie einmal verfälscht, als despotisches Machtmittel eingesetzt werden – weil es plötzlich möglich ist, im Namen von „Gott“ Feindbilder zu schaffen, blinde Leidenschaft zu schüren und jegliche Brutalität abzusegnen...

all diese Zitate stammen aus dem lesenswerten Artikel seiner Webseite:
http://armin-risi.ch/Artikel/Theologie/Religion_an_der_Schwelle_zum_neuen_Zeitalter.html

Gruß in die Nacht<img src=" />

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.