Hallo Ankawor,
Ich kenne mich mit Bahntechnik nicht aus, und das mit den Hunderten von
Toten habe ich in anderen Meldungen gelesen. Es schien mir einleuchtend,
dass bei einem Anschlag auf eine Bahnstrecke es viele Tote geben würde,
wenn dann ein ICE da mit Tempo 350 reinrauscht, siehe auch Eschede.
Wenn aber nur eine Signalanlage gemeint war, dann ist das natürlich nicht
so schlimm, und tatsächlich Panikmache.
Mir ist Bahntechnik auch fremd, allerdings schaue ich gern Technikdokus.
Dass in einem Kabelschacht keine Sicherheitstechnik für den fahrenden Teil des Schienesystems bestehen kann, ist erst einmal nahliegend. Deshalb kann eine Störung dort die Sicherheit i.e.S. nicht beeinträchtigen. Nur, wie du richtig schreibst, eine mechanische Blockade der Strecke oder verbogene Schienen etc.. Das dürften die nächsten Eskalationsstufen werden, erst mal müssen die Spinner die Technik des Brandsatzes beherrschen lernen ...
Durch das mediale Aufplustern der Meldungen, im Zusammenspiel mit unseren eigenen Panikerwartungen, übersehen wir alle leicht den Kern der Nachricht und prüfen den nicht mehr, sondern laufen "auf Fantasie". Wie bei dem Handgranatenanschlag auf das Asylbewerberheim: Wieso eine so bewährte Technik wie Handgranaten ausgerechnet dort NICHT funktioniert, das fragt kaum einer. Weil der Rest zu gut zu den eigenen Erwartungen passt.
Wobei mir durch den Kopf geht, wenn ein Signal beschädigt wird, es
natürlich auch Folgen haben dürfte.
Na klar: Der Zug bleibt auf offener Strecke stehen. Signalausfälle kommen öfter vor und die Bahn müßte darauf vorbereitet sein.
Mir gings auch vor allem um´s Entpaniken. Sorry, falls es persönlich ´rüberkam.
Gruß
Mercury
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„Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren." Ivan Illich