Lieber Mercury,
Ja, eine abenteuerliche Schuldfrage hier…moralische Schuld
Unsere Biospäre inklusive der enthaltenen Menschen besteht NATÜRLICH aus Schuldnern und Gläubigern.
Die Gläubiger stellen die Vorfinanzierung.
Die Schuldner müssen Nachschuldner finden um sich zu entschulden.
Dazwischen verstreicht unweigerlich Zeit.
Das Überbrücken dieser Zeit verursacht zusätzliche Kosten.
Über „moralische Schuld“ wird von Debitisten weit und breit nicht geschrieben.
Ich muss fressen, also muss ich töten, wie jedes andere Tier auch – egal ob nun Flora oder Fauna auf meinem Speisezettel steht.
Also völlig richtig von Dir interveniert.
"Der Debitismus beschreibt die Notwendigkeit der Fremdfinanzierung, damit Vermögen entstehen kann. Auch der Mensch vermag nichts aktives ohne eine Vorfinanzierung zu leisten. Jedwedes Mittel muss für seine Aktivierung (Vermögenheit) vorfinanziert werden.
Es ist der Kapitalismus, der diese Notwendigkeit der Vorfinanzierung (Verschuldung) aufgrund fehlender Eingehung auf die Zeitabläufe unserer Realität, ausklammert und damit den Eindruck erweckt, als könne das Mittel ohne seine Finanzierung aus der Zeit entspringen, als müssten Anfangs oder später nur genügend Mittel in die Welt "gebeamt" werden. Der Debitismus erklärt, dass jeder Herstellung, jeder Zucht/Lehre bzw. Beschaffung eines Mittels (Vermögen) eine Finanzierungszeitspanne vorausgehen muss.
Es geht um den Zeitbedarf eines jeden, darum, den Mangel an Zeit als Antriebkraft der Verschuldung zu erkennen. Weder ein Säugling kann warten, bis er sich selbst die Früchte pflücken kann, noch ein heute zur Abgabe Pflichtiger kann warten, bis er vermögend genug ist und den Abgabetermin selbst bestimmt."
@Ashitaka
Das tät ich aber nicht empfehlen, weil es schlicht Propaganda oder einfach nur falsch ist:
Ansonsten die Empfehlung, einmal auf die Seite der
Bundesbank
nachzulesen:
"Prinzipiell gilt, dass im Euro-Raum nur die Zentralbanken des Eurosystems
Banknoten und Münzen in Umlauf bringen dürfen (Ja). Abgewickelt wird dieses
"In-Umlauf-Bringen" im Euro-Raum normalerweise so: Wenn eine Bank Bedarf an
Bargeld hat, nimmt sie bei der Zentralbank einen Kredit auf. (Wie bitte? Wozu schreiben die klugen Köpfe hier im Forum? - Das ist falsch.) Die
Zentralbank prüft, ob die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe erfüllt
sind (Nein, im Gegenzug für Gutschrift oder Ausgabe von Münze/Schein kauft sie an oder nimmt in Pension). Ist dies der Fall, schreibt die Zentralbank der Bank den
aufgenommenen Betrag auf dem Konto der Bank bei der Zentralbank als
Sichteinlage gut (Nein, nur gegen Kauf oder Repo). Die Zentralbank gewährt nur dann Kredit, wenn die Bank
den Kredit durch Hinterlegung von Pfändern besichert (Nein, es sind hauptsächlich Repo-Geschäfte mit Pfandpool oder Ankäufe von bewertetem Zeug bis hin zu den abenteuerlichsten Anleihen – Stichwort Zentralbankfähigkeit). Ganz allgemein
handelt es sich bei solch einem Vorgang – Kreditgewährung und
entsprechende Gutschrift als Sichteinlage auf einem Konto – um die
Schöpfung von Buch- oder Giralgeld. In diesem Fall handelt es sich um die
Schöpfung von Zentralbankgeld (Nein, es ist die staatliche Autorisierung privater besicherter Schulden - die ZB haut nur den Stempel "gültig" auf die von den MFI's akquirierten und bei ihr dokumentierten privaten Schulden drauf)."
Alles wohl Stümper, kann man da wohl nur sagen. Behaupten die doch, Geld
sei Schuld.
Das ist schon richtig - Geld ist Schuld...aber nicht irgendeine Schuld.
"Geld ist ein Schuldverhältnis (Kredit).
Nach deutschem Recht wird die Eurobanknote (nicht das Geld) den Inhaberpapieren gleichgestellt. Die Unterscheidung zwischen der Beurkundung (Note) und dem Beurkundeten (Geld) wird auch bei Wikipedia nicht verstanden. Mal heißt es "das Geld", dann wieder "die Eurobanknote". Ebenso, wie es gerade passt. Wieso aber nur die Eurobanknote? Ist Geld die Eurobanknote? Oder ist Geld etwas, das sowohl durch Eurobanknote, als auch durch Münze und obendrein durch unterschiedlichste autorisierte Stellen (Zentralbanken) beurkundet wird?!
Die Antwort lautet: Ja! Geld ist weder die Eurobanknote, noch die Münze (eben nicht eine Währung), denn das Geld ist das, was z.B. durch Eurobanknoten oder Dollar (Beurkundung) gewahrt wird: Ein Schuldverhältnis, das die Voraussetzungen als notenbankfähige Sicherheit erfüllt; d.h. der Vorgaben der autorisierten Zentralbank entsprechend besichert ist."
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=335177
@Ashitaka
"Geld ist eine Eigenschaft des hinterlegten Schuldtitels, entsteht heute nur dadurch, dass eine notenbankfähige Sicherheit (Schuldtitel) bei der Zentralbank im Rahmen geldpolitischer Operationen hinterlegt wird (also an die ZB mit fest vereinbarten Rückkauftermin veräußert wird) und der Guthabende im Rahmen der Geschäftsbesorgung durch das Kreditinstitut eine Auszahlung der Geldsumme (Bargeld = Bezifferte Beurkundung auf Banknoten/Münzen) oder die Transferierung auf ein bankexternes Konto verlangt (damit ebenfalls den Bedarf an ZBG auslöst)."
@Ashitaka
usw.usf.
Na ja. Und weil Schulden nun mal mit Zinsen bedient werden
müssen, muss wohl irgendwer ausgebeutet werden.
@Ashitaka aufmerksam lesen. Das bisschen "census" und "usura" ist inzwischen nicht mehr unser Problem. Es ist schlimmer. Wir kommen von unserer immer abstruseren Aufschuldung zur Bedienbarhaltung der Altschulden von Jahrtausenden nicht mehr runter wie ein Dampfkessel kurz vor dem Platzen, egal welchen Schwachfug die Innovationsabteilungen der Konzerne unter die fortschrittsfreudigen Massen bringen wollen und können – bald kommen bestimmt Smartphone-Implantate und die aus Müll recycelten Lebensmittel mit Wiesenduft und Waldgeschmack.
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Leider auch vom Rentner
und HIVler. So sind die Regeln des Spiels.
Alle bis auf wenige Ausnahmen machen in Zivilisation mit, weil sie Nachschuldner erfordern, wenn sie nicht selbst bankrottieren wollen – Manche clever/gerissen/egoistisch, manche eher einfacher strukturiert und als „gutmenschlich“ beschimpft.
Ein deutscher Rentner muss seine Rente von irgendjemandem erarbeitet bekommen, egal wie hoch oder niedrig sie ist.
Was ein Rentner sein Leben lang in eine Rentenversicherung eingezahlt hat ist futsch und weg, schon seit der Einzahlung.
Er muss einen Dummen finden, der so etwas Dummes heutzutage noch einmal macht und ihm heute erarbeitetes Geld gibt, wohlwissend, dass es in diesem Augenblick für ihn ersatzlos futsch ist.
Und zur Migration...Heinsohn hat es bei Malik schön beschrieben, wie wenig zimperlich unsere christlichen Vorfahren mit der Nachschuldnersuche z.B. in Amerika umgegangen sind - nennt sich weltweiter Völkermord auf allen Kontinenten, egal ob durch Spanier, Niederländer, Franzosen, Briten, Belgier, Deutsche usw. da hat aber fast jede Nation Leichen im Keller.
Die Indianer wurden ja auch nicht gefragt, ob sie nicht ihres lahmen Lebensstiles und ihrer „Religion – wenn man das so nennen mag, auch wenn es falsch ist, da ja von Spiritualität das Gegenteil Religion ist“ überdrüssig seien.
Zwar haben die Inka, Maja und Azteken auch schon blutige Unterdrückungsregime aufgebaut – da weiß man aber auch nicht so recht, was in der Zeit vor Kolumbus schon importiert wurde und letztlich haben die Europäer klar gemacht, wer nun Nachschuldner bis heute sein dürfen muss wie z.B. die Mexikaner wissen.
By the way - netten Zaun haben die VSA als Schutz vor den pösen Mexicanos.
Trotzdem profitiert der ganze Süden der VSA irgendwie von denen (11 Mio Illegale)...
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/die-wahrheit-ueber-amerikas-illega...
"Deportieren und konfiszieren"...richtig "kluge und neue Sachen" die denen ihr Trumpf so vollrepublikanisch anbietet.
Ein Exportweltmeister wie BRD kann schon mal damit rechnen, dass er auf einmal zum Importweltmeister wider Willen gerät.
Wer nicht rechtzeitig runtergewirtschaftet hat, wird abgeben müssen, ob er will oder nicht. Ein Eigentümer muss wie verrückt verteidigen bis er vor lauter verteidigen zusammenbricht - die Südschiene, die Ostfront und nun noch die Musels. Deutschlands Verbündete in WKI waren doch auch die Türken.
Ein weltweit führender Waffenhersteller sollte sich nicht wundern, wenn durch den Einsatz von Waffen Flüchtlingsströme entstehen.
Ein fleißiger „Entwicklungshelfer“, Mülllieferant, Rohstoffverbraucher
Importeur
und Exporteur
muss auch irgendwann seinen Preis zahlen.
Ewig Gewinne machen auf einer einzigen Erde mit 7 Mrd Menschen geht nicht.
Blöd nur, dass die Gewinne und Verluste ungleich verteilt werden über die europäische Bevölkerung und die Welt, aber zum Glätten der Wogen gibt es ja den Staat.
Das kann und darf keinen Sinn ergeben.
Nein, das kann und darf keinen Sinn ergeben. Dumme Bundesbanker aber auch.
Hätten sie dich vorher fragen sollen, ob das so richtig sein kann.
Dumm sind sie bestimmt nicht…
Danke für deine vielen guten Kommentare
Liebe Grüße
Silke