Krankenversicherungsfragen

Orwell @, Sonntag, 31.01.2016, 22:20 vor 3659 Tagen 5885 Views

Guten Abend allerseits,

ich lese hier eher mit als groß Beiträge zu verfassen. Selten genug habe ich die Muße die aktuelle politische Lage im Schlande die mich einerseits zutiefst erschüttert, andererseits aber aus dem Lachen nicht herausbringt, mit zu kommentieren. Wir (die meisten hier jedenfalls) sind im Grunde auf der selben Seite.

Allerdings schätze ich die foreninterne Kompetenz in vielen Fragen sehr, und möchte mich fernab vom Refudschiivasion und Börsenmanipulation versicherungstechnisch mal an die Unternehmer und Versicherungsleute hier wenden.

Es gibt ja seit Jahren eine Krankenversicherungspflicht für jeden in diesem Schland der unter gewisse Einkommensgrenzen fällt. Ein Bekannter der aus verschiedenen Gründen jahrelang unfreiwillig in H4 herumvegtierte versucht sich nun wieder zu verselbständigen, um vom "Amt" und seinen Schikanen loszukommen.

Er muss sich also Krankenversichern. Nun kommen folgende Fragen auf:

1. Wie verhält es sich mit den "Strafzahlungen" wirklich? Denn wenn es so wäre wie ich hier las:

...der Gesetzgeber lässt Ihnen ab der Pflicht zur Versicherung ungestraft nur einen Monat Zeit. Ab dem zweiten Monat ohne Versicherung müssen Sie, wenn sie sich später versichern, einen Prämienzuschlag in Höhe Ihres Monatsbeitrags zahlen. Das gilt für jeden weiteren nichtversicherten Monat. Ab dem sechsten Monat wird der Zuschlag auf ein Sechstel des Monatsbeitrags reduziert. Waren Sie also z. B. 11 Monate nicht versichert, müssen Sie einmalig 4 + (6 x 1/6) Monatsbeiträge = 5 Monatsbeiträge zusätzlich zahlen.
https://www.pkv.de/themen/krankenversicherung/so-funktioniert-die-pkv/wer-muss-sich-privat-versichern/

Wäre es dann richtig gedacht, subversiv die ersten Monate keine Beiträge zu zahlen, um dann wenn es in das Sechstelding kommt "zu profitieren" (wie ich dieses Wort hasse), sich trotzdem möglichst spät anzumelden (aber die Beiträge trotzdem vorzuhalten für den Tag der Tage)?

Also Bleistiftsweise 12 Monate nichts zahlen, danach aber
für den 1. Monat: 0
für den 2.-5. Monat: den Monatsbeitrag nachzahlen
für den 6.-12. Monat 1/6 des Monatsbeitrags nachzahlen

Das wäre ja sozusagen ein "Schnäppchen", wenn es sich so verhielte.

Und nein, kommt nicht mit sozialer Verantwortung. Er war in den letzten 15 Jahren viellt. 5 mal beim Arzt um dort guten Tag gewünscht zu bekommen, und sowas wie "tut mir leid, das ist Rheuma, da haaaben wir....". [[freude]]

2. Gibt es ausländische (auch im Ausland sitzende + seriöse) KV's die sich wesentlich von den Einheimischen unterscheiden - in preislicher Hinsicht - , auf die man um die AOK etc.pp. zu vermeiden legal zurückgreifen könnte?

3. Gibts vielleicht noch bessere Varianten um diese Zwangsveranstaltung zu meiden?

Vielen Dank,

Orwell

Du willst doch von Hartz 4 loskommen!

Langmut @, Sonntag, 31.01.2016, 22:28 vor 3659 Tagen @ Orwell 4994 Views

Hallo Orwell,

du denkst aber noch in Hartz-4-Kategorien.

Sorry, aber das wird nichts mit deiner Selbständigkeit!

Das KV-System in Deutschland ist so beschXXXen wie sein Ruf, aber die ganze Trickserei führt nur in die Irre und hält dich vom Wesentlichen ab.

Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist - dann bist du frei für ein selbstbewusstes Dasein.

Gruß
Langmut

--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

Subversiv agieren

Orwell @, Sonntag, 31.01.2016, 22:35 vor 3659 Tagen @ Langmut 4746 Views

Nein, es geht hier eher um eine subversive Aktion im Rahmen des Zulässigen. Ich selbst bin seit 1996 meist selbständig gewesen, musste aber eine Pleite durchstehen, die durch Zahlungsausfälle und die Penetranz der Zwangsrentenversicherung (und sicher auch von mir selbst) verursacht wurde.

Es geht hier - gerade beim Neustart darum, das Pleiterisiko das den Plichtversicherungen innewohnt zu minimieren.

Mal was anderes. Auslandskrankenversicherung.

Durran @, Montag, 01.02.2016, 05:00 vor 3659 Tagen @ Orwell 4100 Views

Also es gibt ja für Urlaub, Reisen etc. diese Auslandskrankenversicherung.
Kostet pro Jahr etwa 20€ und deckt so ziemlich alles ab. Es kommt nun darauf an wo Du wohnst. Aber mehr als 300 km bis zur nächsten Grenze hast man nicht in Deutschland.

Warum nutzt man so etwas nicht?

DIe gelten m.W. nur, wenn man in Deutschland krankenversichert ist

CalBaer @, Montag, 01.02.2016, 05:17 vor 3659 Tagen @ Durran 3947 Views

Wenn das so einfach waere, koennte ich mich in den USA fuer'n Apple und n'n Ei krankenversichern.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Nicht ganz

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 01.02.2016, 05:35 vor 3659 Tagen @ CalBaer 4022 Views

Beispielsweise hatte ich mit Wohnsitz in Deutschland und als Selbständiger keine KV. Als ich meinen Betrieb nach RO verfrachtete und da sporadisch so 2 - 3 Wochen mit Betriebseinrichtungen in Richtung Südosten unterwegs war, schloss ich diese Reisekrankenversicherung ab, - denke damals wars bei der Volksbank das billigste.

Das funktionierte, und auch auf meinen Hinweis hin, dass ich in D keine KV habe. Es funktionierte deshalb, weil sie ja nur im Ausland gültig ist, diese KV. Dazu standen da Fristen drauf (ich erinnere mich nicht mehr, wie lange). Wenn man länger im Ausland bleibt, als auf den Fristen angegeben, muss man das melden und für eine gewisse anschließende Zeit einen wesentlich höheren Beitrag zahlen.

Dazu kommt, dass diese Versicherungsgesellschaften ja auch nicht belämmert sind und sich im Schadenfall erkundigen, ob man im entsprechenden Auslandsstaat gemeldet ist und wenn ja, wie lange. Dazu muss man ja auch angeben, warum man im Ausland war. Einfach "Urlaub" hinzuschreiben, das ist mindestens am Rande der Legalität, auch wenn ich es als persönliches Hobby betrachte, meine Betriebseinrichtungen zu verlagern.

Für mich wars jedenfalls der Vorteil, dass ich bei einem - in meinem Augen erhöhten - Risiko durch Fahrt und Abladen etc. gerade für Unfälle eine Absicherung hatte, - krank wurde ich sowieso nie.

Kann mir gut vorstellen, dass das umgekehrt in Deutschland genauso funktioniert, wenn man im Ausland so eine Versicherung abschließt. Wobei ich aus Erfahrung sage, dass man von osteuropäischen Versicherern die Finger weglassen sollte, wenn man sich nicht auskennt, weil die zwar kassieren, aber im Leistungsfall nur unter gerichtlichem Druck zahlen, - wenn überhaupt.

Das alles sind "Weisheiten" und Erfahrungen um die Jahrtausendwende, - da kann sich natürlich auch einiges geändert haben, was ich hier nicht erwähnt habe.

AKV

Dragonfly @, Montag, 01.02.2016, 12:00 vor 3659 Tagen @ Durran 3432 Views

Also es gibt ja für Urlaub, Reisen etc. diese
Auslandskrankenversicherung.
Kostet pro Jahr etwa 20€ und deckt so ziemlich alles ab. Es kommt nun
darauf an wo Du wohnst. Aber mehr als 300 km bis zur nächsten Grenze hast
man nicht in Deutschland.

Warum nutzt man so etwas nicht?

1. Weil die Versicherung nicht bloed ist und im Zweifelsfall
a) DE Meldebescheinigung sehen will
b) Reiseunterlagen sehen will (Flugbuchung, damit Reise <4-6 Wochen)
c) Dich in der EU auf Deine KV verweist.


Laengerfristige AKV sind so ein Ding fuer sich.
Entweder so teuer wie eine private deutsche KV oder im Leistungsumfang stark eingeschraenkt. Dafuer dann ab 39 Euro zu haben (Unter 25J, ansonsten 59 Euro)


Viele dieser AKV haben dubiose Vertragsbedinungen die so ausgelegt werden koennen, dass ein Wohnsitz in Deutschland vorliegen muss (Wohnsitzmeldung?).
Viele dieser AKV schraenken Leistungen auf "ortsuebliche Preise" ein. Ein Krankenhaus mit westlichem Standard findest Du auch in Thailand oder China. Viel Glueck mit den "ortsueblichen Preisen".

Darf ich hier korrigieren?

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 01.02.2016, 06:18 vor 3659 Tagen @ Langmut 4041 Views

Hallo Orwell,

du denkst aber noch in Hartz-4-Kategorien.

Das kann man so oder so sehen. Als Selbständiger versuche ich das alles, was man unter Fixkosten versteht, auf das denkbar tiefste Minimum zu senken. Dazu gehören nicht nur die persönlichen Kosten wie KV, Hausratvers. usw., sondern auch die zu erwartenden wie Telefon, Miete usw.

Nehmen wir mal ein Rechenbeispiel: Wieviel kann man als Selbständiger, gerade wenn man am Anfang ist, Reingewinn machen? Der echte Gewinn also, nach Abzug aller Kosten. Sollte das 30 % sein? Utopisch. Wenn einer an die 10%-Marke kommt, dann kann er sich "von" schreiben. Im Bau wird allenfalls 5% gemacht, evtl. im IT-Bereich sind Marchen bis 10 % und mehr möglich, - aber nicht am Anfang.

Nur, wer sich darüber im Klaren ist, und das richtig rechnet, der erkennt, dass man bei 30 % Gewinn erst mal 1000 € umsetzen muss (wenn die KV 330 € kostet), und bei 10 % Gewinn 3.300 €. Das muss erst einmal gestemmt werden, zumal das ja nicht alle Fixkosten sind. Und hier ist die Rede von monatlich.

Deshalb kann ich jedem nur raten, der sich in die Selbständigkeit begibt, zu versuchen, die Fixkosten so gering wie möglich zu halten, - sonst wirds vielleicht was mit der Selbständigkeit, aber nicht für lange Zeit.


Sorry, aber das wird nichts mit deiner Selbständigkeit!

Das KV-System in Deutschland ist so beschXXXen wie sein Ruf, aber die
ganze Trickserei führt nur in die Irre und hält dich vom Wesentlichen
ab.

Da muss ich Dir recht geben. Man muss den Kopf und auch den Rücken frei haben, um innovativ zu sein, um Ideen zu entwickeln und die jeweilige Marktchance zu erkennen und zeitnah zu nutzen, bevor sie ein anderer wegschnappt. Deshalb müssen solche Dinge sorgfältig im Vorfeld geklärt werden, damit danach nichts in die Hose geht.


Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist ( und überprüf vorher, ob du dabei wirklich schon am untersten Level angekommen bist - ) - dann bist du frei für ein
selbstbewusstes Dasein.

So würde ich dieses Sprichwort formulieren.


Gruß
Langmut

Auch einen schönen Gruß an alle!

PS: Das war mein geistiges Morgenhobby vor Arbeitsbeginn. Nun gehts wieder an die Front, - mit dem Wahlspruch des Tages: "Stimmung, Humor, Umsatz"!

Man muss sich da ganz genau erkundigen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Montag, 01.02.2016, 05:57 vor 3659 Tagen @ Orwell 3992 Views

Es waren schon einige Threads zu diesem Thema. Aus einem ging ein link hervor, der mir interessant erschien:

http://www.biallo.de/versicherungen/krankenkasse/gkv-selbststaendige.php

Auch ich habe mich mit diesem Thema eingehend beschäftigt, und da auch gewisse Hinweise verifiziert.

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=391234

Aber von der Lloyd ist bis jetzt keine Antwort gekommen. Natürlich ist es als Selbständiger wesentlich schwieriger, dieses Problem zu bewältigen, - man muss hier sämtliche Nischen und auch ungewöhnliche Lösungen kennen.

Ich für meine Person hab mich lange und ausreichend informiert, dafür waren auch Auslandsreisen notwendig. Per Telefon bekommt man oftmals nicht die brauchbarsten Infos. Letztlich habe ich es geschafft, für 60 € pro Monat komplett krankenversichert (und dadurch unfallversichert) zu sein (ohne Krankengeldzahlung), was europaweit gilt.

Natürlich habe ich da eine Gesetzeslücke gefunden und ich werde das auch hier nicht öffentlich erklären, damit diese Lücke nicht geschlossen wird. Zumal es Dir nichts hilft, - diese Möglichkeit habe ich in einem anderen europäischen Staat gefunden, - und hier ist man ja durch die H4 Kombination mit "Ich-AG" an gewisse Spielregeln gebunden. Genau diese Spielregeln kenne ich nicht. Genauso weiss ich nicht, ob auch andere KV aus dem europäischen Raum in D beim Ausstieg aus H4 anerkannt werden.

Aber ich kann Dir nur raten, - Infos reinholen aus allen Bereichen, immer wieder fragen und sich interessieren. Irgendwo gibts eine tragbare Lösung.

Hast du dafür etwa deine deutsche Personalnummer aufgegeben? *ggg* - Ich dachte immer, die Lösung wäre supi-supi-einfach

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 01.02.2016, 16:10 vor 3659 Tagen @ helmut-1 3236 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 01.02.2016, 16:15

vulgo die deutsche Staatsbürgerschaft?

Natürlich habe ich da eine Gesetzeslücke gefunden und ich werde das auch
hier nicht öffentlich erklären, damit diese Lücke nicht geschlossen
wird. Zumal es Dir nichts hilft, - diese Möglichkeit habe ich in einem
anderen europäischen Staat gefunden, - und hier ist man ja durch die H4
Kombination mit "Ich-AG" an gewisse Spielregeln gebunden. Genau diese
Spielregeln kenne ich nicht. Genauso weiss ich nicht, ob auch andere KV aus
dem europäischen Raum in D beim Ausstieg aus H4 anerkannt werden.

Die einfache Lösung:
Dich mehr als 183 Tage pro Jahr im Ausland aufhalten.
Wenn du dann zurückkehrst, bleibt denen nichts anderes übrig, als dich in Hartz IV aufzunehmen.

Ich denke mir auch immer, dieser Weg wird 100.000-fach beschritten: Im Ausland sein Glück suchen und sich die deutschen Steuern und Sozialabgaben sparen, und wenn es nicht so funzt, dann einfach zurückkehren.

Vorher nicht vergessen, Keksdose anzulegen.

Aber ich kann Dir nur raten, - Infos reinholen aus allen Bereichen, immer
wieder fragen und sich interessieren. Irgendwo gibts eine tragbare Lösung.

PS: Es dauert noch ein paar Jährchen, bis den Politfratzen auffällt, dass sich Sozialstaat und Freizügigigkeit diametral widersprechen.

Entweder das eine - oder das andere.
Die Lösung liegt auch schon auf der Hand:
Man wird den Irrtum einsehen, wenn es zu spät ist - und Freizügigkeit und Sozialstaat gemeinsam abschaffen.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Lebensmüde oder was? Die Kapos von GKV und DRV kriegen dich immer, wenn Du da was falsch machst.

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 01.02.2016, 11:44 vor 3659 Tagen @ Orwell 3903 Views

Und dann bist Du wieder pleite und H4ler.

Also wenn Du nicht Freiberufler mit Anspruch auf ein entsprechendes "Versorgungswerk" bist, kommst Du um die Zwangs-Renten-"Versicherung" nicht herum. Anders ist es bei der GKV (so du jünger als 50/55 Lenze bist): Ist deine Selbständigkeit festgestellt, kannst Du in eine private Krankenversicherung wechseln - die Tarife sind aber außerordentlich undurchsichtig - Monatsbeiträge zwischen 60 und 800 Euronen sind möglich - suchen und finden, ggf. vor Erreichen der "Selbständigkeit" Anwartschafts-Versicherung abschließen, um den einmal gefundenen Tarif zu fixen und dann zu aktivieren, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

Ob es noch zusätzliche Fallstricke bezüglich "Ich-AG" gibt, weiß ich allerdings nicht.

--
Beste Grüße

GRIBA

Zwangs-Renten-"Versicherung" für Selbstständige gibt es schon?

Orlando ⌂ @, Montag, 01.02.2016, 12:07 vor 3659 Tagen @ Griba 3679 Views

Hast Du dazu was Genaues? Ich weiß, dass Frau v.d.Leyen als Arbeitsministerin sowas mal ventiliert hatte, aber dazu ist es mMn noch nicht gekommen.

Dann würden die letzten Würschtelbuden auch noch zu machen, haben sie wohl gemerkt.

Da bin ich mir dann doch nicht so ganz sicher...

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 01.02.2016, 13:11 vor 3659 Tagen @ Orlando 3420 Views

1. Eine befreundete Tieräztin, die nicht in ihrem Beruf arbeitet, mußte jedenfalls aus der Tierärzte-Versorgung zu Gunsten der DRV ausscheiden (im Nachgang fiel aber auf, daß das etwas voreilig war, aber es ging dann nicht mehr zu ändern).
2. Ein befreundeter Dachdeckermeister, der jetzt als Tauchausbilder (Lehrer darf er sich nicht mehr nennen, da sonst zwangsversichert(!)) arbeitet, sollte für zurückliegende Zeiten als Handwerker mit entsprechenden Zuschlägen in die DRV nachzahlen - das hat er aber nach mehrjährigem Rechtsstreit erfolgreich abgewehrt.

Der Gesetzes-Dschungel ist jedenfalls dicht und mit Fallgruben durchsetzt...

--
Beste Grüße

GRIBA

Nix mit "Ich-AG"...

Orwell @, Montag, 01.02.2016, 12:07 vor 3659 Tagen @ Griba 3625 Views

Ich weiß gar nicht ob es sowas wie eine "Ich-AG" überhaupt noch gibt. Und ich mache ja nicht "irgendwas mit Selbständig", sondern bin Handwerksmeister, und mache sehr viele verschiedene Dinge auch außerhalb meines eigentlichen Handwerks.

Das Hauptproblem ist es "wieder rein" zu kommen. Aber das wird schon. Ich will ja keinen Großbetrieb aufziehen, sondern es muss nur für mich reichen.
Alleine darum soll es hier gehen.


Die "Freiberuflichkeit" ist schon interessant. Bleibt nur die Frage was da für mich in Frage kommen könnte, hehe. [[freude]]

Mir geht es nur darum, dem System Energie zu entziehen, indem jede Möglichkeit genutzt wird, möglichst wenig in diese Scheinversicherungen einzahlen zu müssen.
Rentenversicherungspflichtig bin ich nicht mehr, da die 18 Pflichtjahre herum sind.


Beste Grüße,
Orwell

KV

Kurt @, Montag, 01.02.2016, 12:07 vor 3659 Tagen @ Orwell 4192 Views

Also ich zahl seit ein paar Jahren aus Protest gegen 200% Gebührenerhöhung nur noch verzögert tröpfchenweise und nie komplett die ausstehenden Beiträge in meine PKV.

Daraufhin wurde ich nach einigen Monaten an Mahnungen in den gesetzlichen Notlagentarif zurückgestuft, der nun wieder monatlich so billig ist wie mein originaler Großschadenstarif vor ein paar Jahren noch war. Weiterer Vorteil ist, dass auf diese Weise die sogenannten Altersrückstellungen allmählich aufgezehrt werden, von denen unsereiner dereinst ja wohl eh nichts mehr sehen wird.

Und von der Leistung ist der Notlagentarif wohl gar nicht so schlecht. Generell plane ich aber in eine EU-Krankenversicherung zu gehen.

Gruß

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

Danke für den Tipp; das könnte auch für mich von Interesse sein.

Griba @, Dunkeldeutschland, Montag, 01.02.2016, 13:02 vor 3659 Tagen @ Kurt 3589 Views

Generell plane ich aber in eine
EU-Krankenversicherung
zu gehen.

Gruß

Werde mal bei der AXA nachfragen...

--
Beste Grüße

GRIBA

OT. Frage zum Determinismus

Silke, Montag, 01.02.2016, 13:14 vor 3659 Tagen @ Kurt 3468 Views

Lieber Kurt,

schön, Dich und @Zara wieder zu lesen, so lange es noch geht.
Bevor Du ganz aus dem Forum verschwindest?

Ich kann ein vor ein paar Monaten selbst erlebtes Ereignis nicht einordnen und bitte um Erklärungsvorschläge aus dem Forum.

Ich brauchte ohne großen Termindruck ein Ersatzteil, dass irgendwann ein noch leidlich funktionierendes Teil ablösen sollte.
An der Verkaufsstelle bin ich öfter vorbeigefahren, ohne zu kaufen.
Eines Tages habe ich ohne nachvollziehbaren Anlass,Grund und Druck aber die Verkaufsstelle aufgesucht, das Ersatzteil erbeten und wollte es bezahlen.
Der Zahlbetrag war 22,96 (Quittung habe ich aufgehoben).
In meiner Geldbörse hatte ich nun 3 Geldscheine und so viele Scheidemünzen, dass ich genau diesen Betrag bezahlen konnte und nicht einen Pfennig mehr oder weniger.
Wie kann ich so ein doch recht zufällig anmutendes Ereignis in eine deterministische Welt einsortieren.

Danke falls jemand antwortet.

Liebe Grüße
Silke

Ersatzteil kaufen

Kurt @, Montag, 01.02.2016, 19:21 vor 3659 Tagen @ Silke 3526 Views

Hallo Silke,

Ich kann ein vor ein paar Monaten selbst erlebtes Ereignis nicht einordnen
und bitte um Erklärungsvorschläge aus dem Forum.

Ich brauchte ohne großen Termindruck ein Ersatzteil, dass irgendwann ein
noch leidlich funktionierendes Teil ablösen sollte.
An der Verkaufsstelle bin ich öfter vorbeigefahren, ohne zu kaufen.
Eines Tages habe ich ohne nachvollziehbaren Anlass,Grund und Druck aber
die Verkaufsstelle aufgesucht, das Ersatzteil erbeten und wollte es
bezahlen.

Der Zahlbetrag war 22,96 (Quittung habe ich aufgehoben).
In meiner Geldbörse hatte ich nun 3 Geldscheine und so viele
Scheidemünzen, dass ich genau diesen Betrag bezahlen konnte und nicht
einen Pfennig mehr oder weniger
.
Wie kann ich so ein doch recht zufällig anmutendes Ereignis in eine
deterministische Welt einsortieren.

Sowas kommt vor, da ist doch nichts dabei. Halt nicht jeden Tag. Vielleicht nur einmal im Leben. Und dazu reicht die Wahrscheinlichkeit aus.

Mit Zufall hat das nichts zu tun, umsomehr da es Zufall nicht gibt. Wenn man 100.000-mal etwas gekauft hat, dann hat man halt "zufällig" einmal im Leben genau passend das Geld -- und 99.999-mal eben nicht passend.

Und dass Du genau an dem Tag, an welchem Du das Geld passend bei Dir hattest, dort hinein gelaufen bist, ist auch kein Zufall (da es Zufall nicht gibt), sondern (vom Gesamtzustand des Universums) determiniert. Falls Du in diesem Moment besonders entspannt warst, spricht sogar einiges dafür, dass Deine Entscheidung in diesem Moment sehr nahe an der perfekten Phönix-Bleistift-Bifurkation war, also unmittelbar vom Zustand des gesamten Universums beeinflusst, und damit natürlich auch ein bisschen von der tatsächlichen Summe in Deinem Portemonnaie.

LG Kurt

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

Wärst Du ganz gegangen, wäre ich jetzt nicht klüger...

Silke, Montag, 01.02.2016, 20:32 vor 3659 Tagen @ Kurt 3072 Views

bearbeitet von Silke, Montag, 01.02.2016, 20:43

Lieber Kurt,

Sowas kommt vor, da ist doch nichts dabei. Halt nicht jeden Tag.
Vielleicht nur einmal im Leben. Und dazu reicht die Wahrscheinlichkeit
aus.

Für viele wäre es ein Zeichen Gottes gewesen...
Deshalb braucht es Dich hier, soweit Du es tragen kannst.
Aber niemand ist hier verpflichtet zu tragen.

Danke und alles Gute
Liebe Grüße
Silke

"Der Profi weiß genau, er übt am nächsten Konflikt. Der Laie ist in der Regel eher emotional und empört.
Der Laie fragt: Hört das nie auf? Der Profi weiß: Das hört nie auf."
Sandra Mantz

Liated, der sich wegen Kurt´s Kühler grunzend zum Affen macht: „u-u-u“ ;-)

Liated mi Lefuet @, Mittwoch, 10.02.2016, 12:33 vor 3650 Tagen @ Kurt 2943 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 13:21

Sali Kurt

Mit Zufall hat das nichts zu tun, umsomehr da es Zufall
nicht gibt. Wenn man 100.000-mal etwas gekauft hat,
dann hat man halt "zufällig" einmal im Leben
genau passend das Geld -- und 99.999-mal eben
nicht passend.

Und dass Du genau an dem Tag, an welchem Du das
Geld passend bei Dir hattest, dort hinein gelaufen
bist, ist auch kein Zufall (da es Zufall nicht gibt),
sondern (vom Gesamtzustand des Universums) determiniert.

Das weißt Du ja: Deine Beiträge wegen des "Kühlers" erachte ich als wahrlich richtungsweisend. Dass ich Deine Gedanken dazu auf vielfältige Art weiter gesponnen habe –natürlich als Spinner: -) kann jedem klar werden, sobald er dieses Forum mit den Stichworten <<Kurt, Kühler, Liated>> durchsucht.

Gerade wegen des Kühlers (Gibt es ein wichtigeres Thema?) finde ich Fragen irrelevant, ob Prozesse im Universum deterministisch oder zufällig ablaufen. Ich halte es als Affenabkömmling lieber mit den Affen und grunze <<u-u-u>> ;- )

Du erinnerst Dich? Wir hatten hier einen u-u-u-Dialog geführt. Dabei hatten wir gemeinsam festgestellt, Deterministisches oder Zufälliges haben etwas gemeinsam. Offenbar geschehen sie affig;- ) ausgedrückt....

● <<u>> wie unbeabsichtigt ('von niemandem beabsichtigt')
● <<u>> wie ungeplant ('von niemandem geplant')
●<<u>> wie unvorhersehbar ('von niemandem vorhersehbar').

(Ein Beispiel für stumme Mitleser: Ein Bauer übersieht tragischerweise sein Kind auf dem Hof. Rückwärts fahrend überrollt und zerquetscht er es tödlich mit dem Traktor Ein zufälliger Todesfall ? Oder erfolgt dieser tödliche Unfall aufgrund einer unergründlichen, determiniistischen Ursache-Wirkungsreihe „zurück bis zum Urknall“, die schlussendlich zum Tod des Kindes führte? Man kann die Frage auch friedlich offen lassen, statt endlos zu streiten. Stattdessen kann man friedlich vor sich hin brummen: <<u-u-u>>. Um das geht es mir).

@Silke´s Erlebnis darf man wohl sicher als banales u-u-u-Vorkommnis bezeichnen. Das Schöne daran: Weder dem Determinismus- noch dem Zufalls-Gläubigen fiele ein Zacken aus seiner Krone, wenn sie an der „u-u-u-Sicht“ teilnähmen.

Noch etwas: Ich persönlich erachte @Silke´s Beispiel als wirklich sehr lehrreich, wenn man es in der Denkweise rundum den Kühler betrachtet. Denn @Silke hat bei ihrem Geschäftsfall mit dem Ersatzteil-Händler per Saldo keine „Hitze“ hinterlassen, die man noch „kühlen “ müsste, weil sie diese Faktura wegen des Ersatzteils unmittelbar beglichen hatte (aka: auf null saldiert/gecleart oder auf null „herunter gekühlt“ ). BWL-mäßig nennt man sie @Silkes Schulden bzw. die Forderung des Ersatzteil-Verkäufers, sogen. Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, folgend For-Schu-LL.

Was genau ist bedeutsam im Zusammenhang „Kühler“<--> For-Schu-LL? Die For-Schu-LL selber können m.E. nicht Ursache sein, wieso das Finanz-System schon lange herauf schuldet und herauf guthabt. Myriaden von For-Schu-LL (aber bspw. auch Steuer-Forderungen bzw. -Schulden) werden laufend weltweit alltäglich "herunter gekühlt". Manche sofort wie in Silke´s Fall. Andere –unter Firmen und Privaten - innert der Zahlungsfrist. A b e r: *Nur* dann, wenn irgend <<jemand>> im System ständig endlos seine Verpflichtungen per Saldo unaufhörlich nur auf Pump begleicht, wuchern Schulden/Guthaben des Finanz-Systems mit der Zeit in Richtung unendlich. Das ist zwar nur ein Teil-Ergebnis. Aber mMn ein fundamental wichtiges.

Fazit: Es war doch auch wieder mal schön, einfach den Kühler zu thematisieren; -) statt sich im endlos fragmentierenden, heillosen Zoff über dies und jenes zu zanken. Ein Laster, dem leider zu viele (auch im DGF) frönen:- (

Der Kühler sei mit Dir;- )

Liated

Ich habe doch aber GILT/GELD benutzt - schon haben wir lauter Probleme

Silke, Mittwoch, 10.02.2016, 14:56 vor 3650 Tagen @ Liated mi Lefuet 2773 Views

bearbeitet von Silke, Mittwoch, 10.02.2016, 15:07

Lieber Detailteufel,

immer wieder spannend, dich zu lesen.
Egal ob über Tally Stick, Saldenmechanik, Währungsreform oder Kühler.

@Silke´s Erlebnis darf man wohl sicher als banales u-u-u-Vorkommnis
bezeichnen.

Ich fand es gar nicht so banal.
Ich war ganz schön betroffen, als mir klar wurde, dass wirklich alles mit allem zusammenhängt und der Inhalt meiner Geldbörse mit mir wechselwirkt, wie im Beispiel von Prof. H.P.Dürr das Pendel am obersten Punkt höchster Sensibilität mit einem beliebigen Ereignis in der Andromeda-Galaxie, bevor es nach links oder rechts abkippt.

Das Schöne daran: Weder dem Determinismus- noch dem
Zufalls-Gläubigen fiele ein Zacken aus seiner Krone, wenn sie an der
„u-u-u-Sicht“ teilnähmen.

Wenn man die u-u-u-Sicht so darstellt wie du – dann ja!
Du schummelst aber, indem du das Wörtchen "wie" davorsetzt.
Mit "wie" geht fast alles [[top]] wie eine ungelogene Lüge, wie ein falscher Fehler, wie ein ungültiges Gesetz.

Newton erklärt die Gravitation wie...
(durch den leeren Raum wirkende Fernwirkungskraft)
Einstein setzt einen drauf und erklärt, sie wie...
(Krümmung der vierdimensionalen Raumzeit)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gravitation
Nur einer von beiden kann näher an der Wirklichkeit sein.

Noch etwas: Ich persönlich erachte @Silke´s Beispiel als wirklich sehr
lehrreich, wenn man es in der Denkweise rundum den Kühler
betrachtet.

Auf jeden Fall!

Denn @Silke hat bei ihrem Geschäftsfall mit dem
Ersatzteil-Händler per Saldo keine „Hitze“ hinterlassen, die man
noch „kühlen “ müsste, weil sie diese Faktura wegen des Ersatzteils
unmittelbar beglichen hatte (aka: auf null saldiert/gecleart oder auf null
„herunter gekühlt“ ).

Ganz genau. Typischer Blick eines klugen Ökonomen.
Ich kaufte ein Teil -> verschuldet.
Ich bezahlte das Teil -> entschuldet.
Summe=0
Weit und breit keine „abführungswürdige Hitze“.

Das Problem sind aber die ewig langen kausalen Ketten, die das Ersatzteil aus seinen Bestandteilen Masse und Energie in das Regal des Händlers brachten und das Geld aus seiner Entstehungsform "private Schuld wildfremder Menschen gegeneinander" in Form von staatlich autorisierter und normierter Form von Schein und Münze materialisiert in meine Geldbörse (eine Börse voller runder und eckiger Schuldscheine).
Haufenweise „Hitze“ entstanden, die abgeführt werden muss in ewig langen Gläubiger <->Schuldner – Ketten mit haufenweise Einsatz von struktureller Gewalt.
(Der verkürzte Weg wäre, wenn ich zu einem Könner gehe und ihn mit der vorgehaltenen Waffe zwinge, das von mir benötigte Teil mit nur seinen Fähigkeiten und gerade herumliegendem Material sofort herzustellen. Selbst wenn er es schafft, fehlt ihm nun die für mich geopferte Zeit und Energie zur Bedienbarhaltung seiner Urschuld während ich in dieser Zeit kaum einen Finger krumm gemacht habe.)

Wenn dann noch die Reizwörter "Geld", "Zentralinstanz", „Simulation“ oder "Recht" uva. eingestreut werden, kann es hier richtig heiß und spannend werden. [[zwinker]]

Fazit: Es war doch auch wieder mal schön, einfach den Kühler zu
thematisieren; -) statt sich im endlos
fragmentierenden,
heillosen Zoff über dies und jenes zu zanken. Ein Laster, dem leider zu
viele (auch im DGF) frönen:- (

wie wahr...

Der Kühler sei mit Dir;- )

Liebe und mehr oder weniger verwirrte Grüße
Silke

PS. Affen sind höchst sympatische Zeitgenossen. Auch wenn sie sich mal in der Wolle haben - Affenkriege sind sehr selten zu beobachten.

Verspäteten Dank und Zustimmung, insbesondere zum u-u-u-Ansatz

Kurt @, Sonntag, 28.02.2016, 20:43 vor 3632 Tagen @ Liated mi Lefuet 2650 Views

...zum Aufschuldungszwang müssen wir zu gegebener Zeit wohl noch griffiger werden.

vG
Kurt

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

Kreativ denken & handeln in Orwell`schen Zeiten

Leserzuschrift @, Montag, 01.02.2016, 15:39 vor 3659 Tagen @ Orwell 3721 Views

Sei gegrüßt @Orwell.


Deine Abschlußfrage:

"Gibts vielleicht noch bessere Varianten um diese Zwangsveranstaltung zu meiden?"

Generell hält das Leben stets bessere & alternative Varianten als jede Art von menschengemachten "Zwangsveranstaltungen" bereit, wenn man in der Lage ist neben "aus-ge-tretenen Wegen" zu denken & zu handeln.

Desweiteren schreibst Du "... sondern bin Handwerksmeister, und mache sehr viele verschiedene Dinge auch außerhalb meines eigentlichen Handwerks." :-).


Ein für Dich vielleicht nicht uninteressanter Hinweis wäre ein/Dein Blick in Richtung KUNST. Schon einmal etwas von einer "Künstlersozialkasse" gehört & darüber nachgedacht?

http://kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/kuenstler_und_publizisten/faqfuerkuenstlerundpu...


** Welche Voraussetzungen muss ich für eine "Mitgliedschaft" erfüllen? **

Voraussetzung für die Versicherung nach dem KSVG ist die Ausübung einer auf Dauer angelegten selbständigen künstlerischen und/oder publizistischen Tätigkeit in erwerbsmäßigem Umfange. "Erwerbsmäßig" und "auf Dauer angelegt" heißt dabei, dass Sie mit dieser Tätigkeit Ihren Lebensunterhalt verdienen und diese Tätigkeit nicht nur vorübergehend (z. B. als Urlaubsvertretung o. ä.) ausüben.

S.c.h.l.u.ß.b.e.m.e.r.k.u.n.g.e.n.

Es mag paradox klingen, aber je mehr Zwänge es gibt, umso größer werden synchron dazu die Alternativen (= diesen zu entfliehen). Vergleichbar mit Physik, d.h. DRUCK erzeugt un-weigerlich GEGEN-DRUCK. In der Polarität kann es keine Absolutheit geben. Ein sehr sehr weites Feld.


In orwell`schen Zeiten kann es nicht schaden wie die "Gypsies" (= einst aus INDIEN stammend & heute weltweit lebend) zu denken & zu handeln. Ein WOHN-Wagen, ein SCHIFF et cetera hat keinen "festen Wohnsitz", da immer unterwegs (= auf Reise(n)). Sie verfügen zwar über einen Ort der Registrierung (= HAFEN oder LAND-Anmeldung), sind aber niemals dauerhaft vor Ort. Damit gelten komplett andere & neue "Lebens-Spiel-Bedingungen" ähnlich "Steuer-OASEN".

Dieses SPIEL wird von der ELITE komplett verstanden, vom gewöhnlichen "Landmichel aus Lönneberga, Finkenwerder und Altötting et cetera..." allerdings nicht einmal ansatzweise. Das ist aber auch gar nicht nötig & vorgesehen, denn der "Landmichel" soll in Lönneberga Schafe & Ziegen hüten, in Finkenwerder Netze flicken und Kabeljau, Heringe & Krabben fangen und in Altötting demütig vor dem ALTAR auf harten Holzplanken daniederknien, eine "Götzenstatue aus Holz am Kreuz" anbeten sowie Schweine & Kühe vermehren.


Suche nach Bruce Lee und den Filmen "How He Changed The World" sowie nach seinem "Lost Interview" zu weiterführenden Analogien für Dich.


Bruce Lee * BE WATER MY FRIEND * Prädikat: zeitlos herausragend ohne Worte :-)

https://vimeo.com/3191188


Noch Fragen Kienzle?,
Nein, Hauser!


Herzlichen Gruß im Februar 2016,
Hopi

N.a.c.h. ... musikalisiert zur Freude <img src=" />


GYPSY KINGS - Bamboleo *** <img src=" />

https://vimeo.com/35946797

Powwow At The End Of The World - Cherokee Morning Song ***

https://vimeo.com/66524384

Hm...

Orwell @, Montag, 01.02.2016, 18:01 vor 3659 Tagen @ Leserzuschrift 3343 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 01.02.2016, 18:36

Wie gesagt, ich bin kein Existenzgründer, der grün hinter den Ohren eine Existenzgründerbelehrung braucht. Ich weiß, wie es geht, denn seit 1996 (also 20 Jahren) bin ich nie angestellt gewesen, immer in irgendeiner Weise selbstständig. Eine Pleite kann jeder hinlegen, das ist wirklich nicht schwer, und man muss auch nicht unbedingt überwiegend selbst dran schuld sein, falls daher der belehrende Wind weht, und die Pleite ist auch hier nicht das Thema.

Ich denke schon immer "außerhalb der Box". Wäre das nicht so, hätte ich vielleicht meine Fragen in einem BILD-Forum gestellt. [[freude]] [[freude]] [[freude]]

Künstlerkasse ist bekannt, aber ich bin kein Künstler, und man kommt, selbst wenn man einer ist, auch nur recht schwer dort rein, erst recht als eingebildeter Künstler oder Wünstler. [[zwinker]]

Mir ging es nur um die anfangs gestellten Fragen und Fallkonstellationen oder Alternativen zum sofortigen KK-Zahlwahnsinn. Ich brauche niemanden, der Sätze wie

du denkst aber noch in Hartz-4-Kategorien.

belehrend über mir auskippt, als wäre ich ein 18-jähriger Hauptschüler mit Flausen in Kopf, der nicht rechnen kann.

Kostenminimierung und Subversivität, möglichst in Einheit - das ist alles, was ich will, und wonach ich eigentlich fragte.

Also Danke, und nichts für ungut.

Sobald man einen Wohnsitz hat, ist man drin im System.

modesto, Montag, 01.02.2016, 20:31 vor 3659 Tagen @ Leserzuschrift 3328 Views

Guten Abend Hopi,

Ihr schreibt:

Ein WOHN-Wagen, ein SCHIFF et cetera hat keinen "festen Wohnsitz", da immer unterwegs (= auf Reise(n)). Sie verfügen zwar über einen Ort der Registrierung (= HAFEN oder LAND-Anmeldung), sind aber niemals dauerhaft vor Ort. Damit gelten komplett andere & neue "Lebens-Spiel-Bedingungen" ähnlich "Steuer-OASEN".

Sobald man die "Registrierung - Anmeldung" hat, wird Post zugestellt und da nutzt es auch nichts, wenn man sie nicht abholt und öffnet, weil man mit dem Hausboot gerade einen Nebenarm des Rheins runterschippert.

Wer einen Wohnsitz hat, kommt um KV, GEZ usw. nicht drumrum.
Früher oder später haben sie einen..

Man kann noch versuchen, jemanden zu finden, der einen für knapp über 450 Euro einstellt und versichert und gibt ihm den Betrag für die Sozialversicherungen zurück.
Das Gewerbe macht man dann "nebenberuflich" und mit wenig finanziellem Erfolg.

Aber ob das die Lösung auf Dauer ist bezweifle ich.

Wünsche Euch einen erholsamen Abend
modesto

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.