Einschätzung PLN/EUR Kursentwicklung

T-Bull @, Sonntag, 31.01.2016, 15:26 vor 3660 Tagen 4482 Views

Liebes Forum,

ich habe mir vorgenommen, bald eine Immobile in Polen (Oberschlesien) zu erwerben.

Derzeit steht der polnische Zloty gegen den Euro auf einem 4-Jahres-Tief (4,417). Ich gehe davon aus, dass die Schwäche mit dem Rechtsruck in der Regierung zu tun hat und es die Einschätzung gibt, dass ein mehr an Nationalstaat wegen geringeren Investitionen aus dem Ausland die Wirtschaft schwächt.

Nun denke ich darüber nach, diese Schwäche zu nutzen, und meine Euros jetzt über ein Fremdwährungskonto zum derzeitigen Kurs in PLN zu wechseln.

Was meint Ihr? Geht es mit dem PLN weiter bergab oder sollte ich die Chance nützen? Da ich die Immobilie voraussichtlich mit 100% Eigenkapital finanziere, geht es um ziemlich viel Geld.

Danke und LG
T-Bull

PLN/EUR

-ELLI- ⌂ @, Sonntag, 31.01.2016, 19:37 vor 3660 Tagen @ T-Bull 4296 Views

Was meint Ihr? Geht es mit dem PLN weiter bergab oder sollte ich die
Chance nützen?

Aus Elliott-Sicht kann ich nichts „Eindeutiges“ beitragen, aber vom Gefühl her würde ich meinen, dass PLN auch in Zukunft er schwächer werden wird.

Aber angesichts deiner konkreten Pläne gibt es aus Sicht des Risikomanagements nur eine vernünftige Antwort: Die Hälfte jetzt absichern. Dies ist die einzige Entscheidung, um sicherzustellen, dass du maximal die Hälfte falsch machst. Jede andere Entscheidung beinhaltet ein größeres Risiko.

Danke für Deine Einschätzung!

T-Bull @, Sonntag, 31.01.2016, 19:49 vor 3660 Tagen @ -ELLI- 3462 Views

Hallo Elli,

vielen Dank für Deine Einschätzung!

LG
T-Bull

Seltenes Glück

Isländer @, Sonntag, 31.01.2016, 22:59 vor 3659 Tagen @ T-Bull 3620 Views

Aus juristischen Gründen sei betont, dass ich mich nicht mit folgenden Infos identifiziere.

Liebes Forum,

ich habe mir vorgenommen, bald eine Immobile in Polen (Oberschlesien) zu
erwerben.

Derzeit steht der polnische Zloty gegen den Euro auf einem 4-Jahres-Tief
(4,417). Ich gehe davon aus, dass die Schwäche mit dem Rechtsruck in der
Regierung zu tun hat und es die Einschätzung gibt, dass ein mehr an
Nationalstaat wegen geringeren Investitionen aus dem Ausland die Wirtschaft
schwächt.

Nun denke ich darüber nach, diese Schwäche zu nutzen, und meine Euros
jetzt über ein Fremdwährungskonto zum derzeitigen Kurs in PLN zu
wechseln.

Was meint Ihr? Geht es mit dem PLN weiter bergab oder sollte ich die
Chance nützen? Da ich die Immobilie voraussichtlich mit 100% Eigenkapital
finanziere, geht es um ziemlich viel Geld.

Danke und LG
T-Bull

Ja, es geht um den polnischen Zloty.

Und im Hintergrund die Frage:
Wie wird sich die gesamteuropäische Lage in Europa und in Polen weiter entwickeln.
Im Großen und Ganzen würde ich sagen, Polen geht einen vernünftigen Weg.
„Europa“ abzukassieren, das können Staaten auf Grund ihrer Staatsmacht.

Der Trick besteht darin, die Kontrolle über die Währung zu behalten.

„Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”
„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.”
- Mayer Amschel Rothschild (1744 – 1812), Begründer der Rothschild-Bankendynastie
http://www.geldsystem-verstehen.de/zitate/

Wegen der Juristerei Fabelform.

Reineke beobachtet seit vielen Jahren die polnisch-deutschen Gegebenheiten.

Früher einmal sah er, wie 2 Hunde sich an der deutsch-polnischen Grenze begegneten und belauschte ihr Gespräch.

„Wohin des Weges? Fragte der deutsche Hund.
„In die DDR“, antwortete der polnische Hund.
„Und was willst Du da? fragte der deutsche Hund.
„Mich mal wieder richtig satt fressen“ war die Antwort.
„Aber sag mal, was willst Du denn bei uns in Polen?“

Antwort des deutschen Hundes:
„Ich will mal wieder richtig bellen.“


Tschie, so ist das.

Reineke wohnt 100 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.
Er raucht am Tag eine Schachtel Zigaretten.
Jedes Quartal fährt er nach Stettin.
Er hat noch 4 Nichtraucher, seine Freunde, im Auto.
Jeder kauft in Polen 4 Stangen Zigaretten (800 pro Person sind nach Zollgesetz erlaubt).
Ein 20-Liter -Kanister macht Reineke in PL auch noch voll, kostet da ja ca 15 ct pro Liter Benzin oder Diesel weniger.
(In Dubai 10 Cent, den Rest kassieren Finanzämter an Weg-Zoll).

Billiger Schnaps kostet genau so viel wie in D., aber „Jonny Walker“ nur die Hälfte wie in D.

Traurig nur, wenn die Kumpels keine Zeit haben.
Da ist eigenes Denken gefragt.

Mal kurz über die Grenze nach D., Poststelle ist in fast jeder Kaufhalle.
Päckchen an Freunde geschickt, Geschenke sind ja nach Zollgesetz erlaubt. Und man hat nie kompromittierende Mengen bei sich… . Und wieder zurück nach Polen.


Nebenbei: In Polen kann man auch normal leben. Ein wenig bemühen, polnisch zu sprechen, bringt dort richtig Pluspunkte.

Was den Kurs betrifft:

Der schwankt zwischen 1:3 und 1:5.
Seit Euro-Einführung in D.

Tauschen ist nicht mehr.

Bei gängigen Kaufhallen bekommst Du Zloty geringfügig unter Tageskurs an Wechselgeld.

Käse, der hier 6 Euro kostet, bezahlst Du dort mit 3 Euronen, und freust Dich über das polnische Wechselgeld.
Da brauchst Du Deine EC-Karte nicht, welche Dir am polnischen EC-Automaten Zlotys unter deutschem Gebührenabzug ausspuckt.


Warum schreibe ich Dir das alles?

Du solltest Dein Projekt u.A. davon abhängig machen, wie Du die Folgekosten bestreitest.
In Zloty oder in Euro.
Wenn Du genügend Zlotys gebunkert hast, um in Krisenzeiten (Wechselkurs) in Zloty zu bezahlen (Steuer bis Straßenbau an angrenzenden Grundstücken, Müllabfuhr usw.), ja da geht das Risiko auf polnische Verhältnisse zurück.

Und wenn noch Zeit bleibt für andere Überlegungen:

Was würdest Du als Pole alles überlegen, bevor Du in Deutschland in ein Grundstück investierst?

LG
Isländer

--
Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
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Antwort

T-Bull @, Montag, 01.02.2016, 13:27 vor 3659 Tagen @ Isländer 3166 Views

Hallo Isländer,

danke für Deine Einschätzung und Erfahrungen.

Land und Menschen gefallen mir in Polen sehr gut. Ich habe fast nie Negatives erlebt. Dazu ist Oberschlesien einfach wunderschön!

Da meine künftige Frau (derzeit noch Freundin) und meine Tochter einen polnischen Pass haben, möchte ich meine Ersparnisse in Polen investieren. Arbeiten in Wien und Investieren in Polen. Später in Pension möchte ich dann nach Polen übersiedeln. Dazu möchte ich auch versuchen die Sprache etwas zu lernen.

LG
T-Bull

DasGelbeStammtisch in Oberschlesien?

Polski @, Mittwoch, 03.02.2016, 14:26 vor 3657 Tagen @ T-Bull 3104 Views

Hallo T-Bull,

Wir sind wohl in letzter Zeit durch die gleichen Optionen gegangen: verschulden für eine Immobilie, Auswandern oder eine Alternative in der Nachbarschaft suchen.

Da unser Sohn schulpflichtig wird und wir dem deutschen Schul- und Leistungszwang entkommen, und ein wenig den debitistischen Druck lindern wollen, werden wir dieses Jahr noch nach Polen übersiedeln.

Wir werden aber aufs Land ziehen und uns mittelfristig eine Existenz, evtl. mit einem Campingplatz aufbauen. Der Trend geht mMn zum "Heimaturlaub" und stellt für Familien mit Kindern oft die einzige bezahlbare Möglichkeit dar. Die Infrastruktur für das mobile Reisen, außerhalb der touristischen Hauptziele, befindet sich aber noch in der Entwicklung.

Ich komme ursprünglich aus Oberschlesien und werde, wenn uns nach einer Großstadt(!) ist, dort immer wieder vorbeischauen...

Viel Erfolg mit Deinem Vorhaben und wir können die Erfahrungen mal austauschen.

Gruß, Polski

Oberschlesien

T-Bull @, Dienstag, 09.02.2016, 18:12 vor 3651 Tagen @ Polski 3087 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 09.02.2016, 18:35

Hallo Polski,

ich antworte Dir erst jetzt, da ich vor knapp drei Wochen Vater einer bezaubernden Tochter geworden bin. Übrigens ist meine Tochter Polin, obwohl ich Deutscher bin (ihre Mutter ist Polin). Die deutsche Staatsbürgerschaft wird sie auch noch erhalten, mir ist ihre polnische Staatsbürgerschaft aber wichtiger, da es Frauen in einem stark arabische geprägten künftigen Deutschland sicher nicht leicht haben werden.

Das ist auch der Grund, weshalb ich mich in Wien, wo ich derzeit lebe, nicht mehr für eine Immobilie verschulden will. Stattdessen ist mein Plan, in Oberschlesien ein ruhig und schön gelegenes Haus mit Grund zu kaufen. Das kann ich wohl zu mindestens 80% mit Eigenmitteln finanzieren, da die Preise eben nur ein Drittel von denen in Österreich betragen. In Wien will ich mir dann eventuell noch einen Anteil an einer Genossenschaftswohnung kaufen. Da ist Wien den deutschen Metropolen wie München wirklich weit voraus, da der soziale Wohnbau und die Genossenschaften den privaten Wohnmarkt stark entlasten. Mit einer Genossenschaftswohnung hat man den Vorteil, dass die Miete kalkulierbar niedrig bleibt, selbst falls weiter sehr viele Menschen nach Wien strömen werden. Heute könnte ich es mir z.B. nicht mehr vorstellen, in München zu leben. Die Mieten sind aus meiner Sicht auch durch die relativ hohe Lebensqualität nicht zu rechtfertigen. Selbst mit einem hohen Arbeitnehmergehalt kann man in München keine großen Sprünge machen. Die eigene Immobilie bleibt entweder ein Traum, oder man muss sehr große Abstriche machen oder sich über alle Ohren verschulden.

Mir gefällt es in Oberschlesien wunderbar. Ob unsere Tochter sich vorstellen kann, später dort eher ländlich zu leben, oder ob es sie in die Multikulti-Metropole Wien zieht, werden wir sehen. Ich denke aber, dass westeuropäische Großstädte künftig einiges an Lebensqualität einbüßen könnten (explodierende Preise, Gewalt und sexuelle Belästigung, no-go Areas, Terrorismus, ...).

Das Angebot eines künftigen Austausches nehme ich gerne an! Mal schauen wie sich alles entwickeln wird!

Euch ebenfalls viel Erfolg!

LG
T-Bull

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