Lebensversicherung auszahlen lassen oder monatliche Rente kassieren?

Leserzuschrift @, Freitag, 29.01.2016, 20:21 vor 3665 Tagen 5731 Views

In drei Jahren wird meine Leibrentenversicherung fällig (länger als 12 Jahre gelaufen und länger als 5 Jahre eingezahlt). Die Versicherung will jetzt von mir wissen, ob ich mir diese auszahlen lassen will (ca. 46.000 € incl. Überschussbeteiligung) oder eine lebenslange Rente kassieren (ca. 260.-€/Monat) möchte.

Unter normalen Umständen würde ich die Rentenzahlung bevorzugen (eine Sofortrente mit 46.000.- € bringt sonst höchstens 140.-€). Die Umstände sind aber nicht normal, was nützen mir 260.- € im Monat, wenn man dafür nur noch eine Kiste Bier bekommt? Ansonsten werde ich nur eine kleine gesetzliche Rente bekommen, da ich lange selbständig war. Deswegen bin ich auch auf das Geld angewiesen. Das restliche Kapital ist zur weiteren Altersvorsorge breit diversifiziert angelegt: Fremdwährungsanleihen, Tagesgeld, Aktien, Edelmetalle, selbstgenutzes Wohneigentum. Alles in allem nicht üppig, aber in normalen Zeiten auskömmlich.

Was meint der geballte Forensachverstand, soll ich mir das Kapital auszahlen lassen oder nicht?

Zusatzinformationen nötig

Zweistein @, Freitag, 29.01.2016, 20:30 vor 3665 Tagen @ Leserzuschrift 4918 Views

Z.B. wäre es hilfreich zu wissen, ob es sich um die garantierte Rente oder die mit Überschussbeteiligung handelt. Wie hoch ist die garantierte Rente?

Welche Versicherung steckt dahinter? Mit deren Untergang geht nämlich auch die Rente unter [[kotz]].

Handelt es sich um eine private oder betriebliche Rente?

Du siehst, es ist nicht so einfach zu beantworten.

Schönes WE

Zweistein

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Ich glaube, mit Digitalisierung ist die Verbreitung von Blödheit in Lichtgeschwindigkeit gemeint.
Zweistein

Man müsste zunächst wissen, ob die zu erwartende gesetzliche Rente höher ist als die Grundsicherung

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 30.01.2016, 08:51 vor 3664 Tagen @ Zweistein 4267 Views

Wenn nicht, wird die Rente mit der Grundsicherung verrechnet ud diese entsprechend gekürzt.
Auch sämtliches Vermögen mit Ausnahme eines minimalen Schonvermögens muss eingesetzt werden, bevor es Grundsicherung gibt.

Welche Versicherung steckt dahinter? Mit deren Untergang geht nämlich
auch die Rente unter [[kotz]].

Die geht nicht unter, sondern wird aufgekauft und die Rente wird vom Staat garantiert.
Was anderes ist, wenn der Staaat selber untergeht. Dann gibt es nämlich keine Rente mehr, auch keine gesetzliche.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Rente kassieren!

joep @, Samstag, 30.01.2016, 10:37 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 4417 Views

Das ist eine sehr gute Rendite bezogen auf das Kapital von 46000€. Zudem ist es ganz oder weitgehend steuerfrei.

Wenn man nicht bald ablebt, ist die Rente vorzuziehen. Zumal die lebenslang bezahlt wird, bis ins hohe Alter.

260€ ist nicht so viel, aber das Kapital ist auch nicht so hoch.

Ja, aber wie @Zweistein schon schrieb ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 10:49 vor 3664 Tagen @ joep 4344 Views

... muss man zuerst wissen, ob das die Garantierente oder die inkl. der ungewissen Ueberschussbeteiligungen ist.

Das ist eine sehr gute Rendite bezogen auf das Kapital von 46000€. Zudem ist es ganz oder weitgehend steuerfrei.

Und zudem, zur gedanklichen Auflockerung, muss man fragen:

A) Ich bekomme eine Lebensversicherung von Gesellschaft A ausgezahlt, die mir anbietet, diese wieder bei ... Gesellschaft A als Sofortrente anzulegen.

B) Ich bekomme eine Lebensversicherung von Gesellschaft A ausgezahlt, ich kann diese aber auch wieder bei ... einer Gesellschaft B als Sofortrente anlegen!

Insofern halte ich die Fragestellung fuer verkuerzt.

Siehe auch "And the winner is ..." 2014

bzw.

Masszahlen zur Auswahl von privater KV und LV 2011

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Überschuss

joep @, Samstag, 30.01.2016, 11:24 vor 3664 Tagen @ CrisisMaven 4100 Views

... muss man zuerst wissen,
ob das die
Garantierente oder die inkl. der ungewissen Ueberschussbeteiligungen
ist
.

Der Überschuss ist Teil der Ansparphase. Die ist bei Ablauf der Versicherung abgeschlossen. Er erhält entweder fix 46000€ oder eben 260€ Rente lebenslang.

Lässt er sich das auszahlen, kann er von den 46000 ungefähr 15 Jahre lang sich selbst 260 Euro monatlich zahlen. Dann ist das Kapital aufgebraucht. Ich gehe dabei von den momentanen beinahe Null-Zinsen auf das Kapital aus. Das kann sich natürlich auch wieder ändern.

Wenn er schon 85 ist, dann ist natürlich auszahlen besser. Ebenso sollte man den Gesundheitszustand berücksichtigen. Wenn in der Familie alle mit 70 durch Krebs gestorben sind, sind die Chancen schlechter. Aber selbst dann muss es nicht auch so kommen.

Diese privaten Rentenversicherungen versichern das Langlebensrisiko. Wer also 100 wird, hat richtig was davon, wer schon mit 65 kaum noch laufen und atmen kann, weniger.

Das glaube ich erst, "wenn ich es sehe" ... [EDIT]

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 11:34 vor 3664 Tagen @ joep 4032 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 30.01.2016, 11:43

Der Überschuss ist Teil der Ansparphase.

Ja, aber der Lebensversicherung. Die Rente ist technisch eine zweite Phase, ein zweiter Vertrag.

Die ist bei Ablauf der Versicherung abgeschlossen. Er erhält entweder fix 46000€ oder eben 260€ Rente lebenslang.

Also, nach meinen nicht ganz unmassgeblichen [[zwinker]] Kenntnissen auf dem Gebiet:

A) Auch eine in eine Rente uebergeleitete LV-Summe wirft ja in der "Halte- und Auszahlphase" Ueberschuesse ab, z.B. Sterblichkeitsgewinne, d.h. es sterben mehr Rentenbezieher frueher, als aktuarisch kalkuliert.

B) In der Regel (also, das, was ich kenne), kommen dazu weitere Ueberschussanteile aus, nur zum Beispiel

- geringeren Verwaltungskosten, als kalkulatorisch angesetzt

- und in der Regel gibt es eben bei den verzinslichen Anlagen hoehere Zinsen, als fuer die Garantie kalkuliert. Bei einer AG kann es sein, dass die Aktionaere die sich in ihren Wanst stecken, aber bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (z.B. eben Debeka) gibt es keine Aktionaere, nur Mitglieder. Dieses sind dieselben Versicherten, und darum gibt es auch da Ueberschuesse (oder Verluste, siehe die Hannover Leben mit ihrem ehemals gloriosen Vorstand, der vor allem tolle Sprueche klopfte).

Also ich warte lieber, bis Leserzuschrift erzaehlt, was Sache ist.

[EDIT]: Und selbst, wenn es so waere, waere Variante B zu klaeren und gegenzurechnen.

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Zusatzinformationen (Lebensversicherung)

Leserzuschrift @, Samstag, 30.01.2016, 13:05 vor 3664 Tagen @ Zweistein 3956 Views

Oje, da habe ich aber ein Faß aufgemacht! Hoffentlich nervt das den Chef nicht.

Garantierte Rente: 37.000.- Euro oder 218.- p.M.
Überschuss: 9000.-

Versicherung: Neue Leben (Privatrente)

Rente oder Kapital?

Leserzuschrift @, Samstag, 30.01.2016, 13:38 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 3905 Views

Ist die erste Rentenzahlung erfolgt, dann ist die restliche Knete "Eigentum" der Versicherungsgesellschaft. Du kämest nie wieder an dein Angespartes, auch deine Erben nicht. Es sei denn, du hast Zusatzversicherungen eingebunden (Hinterbliebenenrente, Weiterzahlung für eine bestimmte Zeit an die Deinen), die allerdings Beitrag kosten.

Plädiere für Auszahlung und Verwendung nach aktueller Lage.
Oder brauchst du jemanden, der dein Angespartes dir häppchenweise zuteilen muss?

Gruß N. B
(gelernter Versicherungsfachmann seit 1991)

Lebensversicherung

Leserzuschrift @, Samstag, 30.01.2016, 13:51 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 3957 Views

Hallo,
ich arbeite selbst im Bereich Lebensversicherung - ok, Programmierung, aber dennoch habe ich Ahnung von der Materie.
Dass die Versicherung schon 3 Jahre im Voraus schon wissen will, ob du eine komplette Auszahlung oder Verrentung haben willst, ist vollkommen ungewöhnlich.
Bei uns kannst du etwa 3 Monate vorher entscheiden, wie die Auszahlung geschehen soll. Lass dich von dem Unternehmen nicht verarschen. Du musst dich jetzt noch nicht entscheiden.

Gruß

Ach ja, ganz vergessen - ohne EinstiegsALTER kann man keine Rentenzusagen vergleichen ;-) ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 13:52 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 3764 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 30.01.2016, 14:22

... oder warum Versicherungsberatung extrem kompliziert ist und daher meist am Zeit- und Wissensmangel aller Beteiligten scheitert:

Garantierte Rente: 37.000.- Euro oder 218.- p.M.
Überschuss: 9000.-

Bin mir nicht ganz sicher, bzw. obige Wortwahl ist etwas verwirrend: die 37.000 plus 9.000 stehen ja JETZT fest (und sind keine Rente, sondern eine Summe).

Allerdings war, hatte ich nicht richtig gelesen, das von vornherein eine Leibrentenversicherung. Vermutlich wurde eine RV statt einer LV gewaehlt, weil bei Abschluss vor neun Jahren entweder die Gesundheitspruefung bereits eine LV nicht zugelassen oder arg verteuert haette, oder weil man argumentierte, der Todesfallschutz koste Rendite.

Letzteres ist allerdings nicht immer richtig, weil die Ablaufsumme einer Lebensversicherung etwas anders kalkuliert wird, als die einer Leibrente mit vorher eingebautem, garantiertem, Rentenanspruch nach Ende der Ansparphase. Das ist aber jetzt fuer Normalsterbliche zu technisch und, da die Versicherung bereits lange abgeschlossen ist, im vorliegenden Falle ohnehin unerheblich.

Eine Rentenzusage bedeutet ja, dass der Versicherer nun bis ans Lebensende, und wenn derjenige 120 Jahre alt werden sollte, mit dem Kapitalstock auskommen muss. Siehe z.B. die Sofortrentenberechnung der Debeka abhaengig vom Einstiegsalter.

Solche Tabellen gibt es auch von anderen Versicherern, die kann man sich selber suchen.

Die urspr. genannte Rente zzgl. Ueberschuss war also 260 Euro.

Aber: war das nun die Garantierente oder die mit nicht garantierten Ueberschuessen???

Denn auch in der "Entnahme"-Phase gibt es, wie erlaeutert, moegliche Ueberschuesse (es gibt sie in jedem Falle, die Frage ist, was davon der Versicherer freiwillig herausrueckt).

Die 260 Euro koennten also "links" in o.g. Tabelle stehen, dann waeren sie gut, weil noch Ueberschuesse hinzukommen koennten, oder die Summe steht rechts, dann koennte sie ohne nicht-garantierte Ueberschuesse auch nur 190 Euro/Monat betragen?!

Also: wie gliedert sich dieser Monatsbetrag auf (nicht bitte das mit den 9.000 Ueberschuss wiederholen - der ist FEST, der NEUE, nicht feste interessiert!!!).

Was von den 260 ist IN ZUKUNFT garantiert?

Und: bei welchem Eintrittsalter (in drei Jahren)?

Und: Frau oder Mann oder Unisex-Tarif?

Und hinsichtlich des andern Einwandes: wer LANGE lebt, gewinnt, wer kuerzer lebt, verliert evtl. gegenueber anderen Geldanlagen.

Das muss jeder selbst entscheiden.

Aber etwas anderes ist wichtig: wie sieht es mit der Hinterbliebenenversorgung aus?

Meist sind mindestens 5 Jahre "Nachlauf" fuer einen ueberlebenden Ehegatten vorgesehen. Ist man "single" ist das "teuer". Ist man verheiratet und stirbt am Tage nach Renteneintritt, ohne "Nachlauf", geht die Frau leer aus, im anderen Falle haette sie noch 46.000 Euro von der ausgezahlten Summe (wenn Auszahlung gewaehlt war), sonst 5 Jahre lang ggf. 260 Euro!

Es gibt auch Rentenversicherungen mit einer Art Beitragsrueckgewaehr (auch die eben erwaehnte Debeka hat sowas), da bekommt man "unverbrauchte" Teile zurueck - allerdings, da hier der Gesellschaft der uebliche "Sterblichkeitsgewinn" entgeht (der ansonsten in die Ueberschuesse der noch lebenden fliesst), "rentiert" eine solche etwas niedriger.

Wer aber schon drei Jahre nach Renteneintritt stirbt, und so den Erben einen Rest von z.B. 35.000 Euro Rueckgewaehr hinterlaesst, bekommt dann auch einen besonders schoenen Grabstein!

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Das haengt mit verschiedenen Gruenden zusammen ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 14:00 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 3876 Views

Dass die Versicherung schon 3 Jahre im Voraus schon wissen will, ob du eine komplette Auszahlung oder Verrentung haben willst, ist vollkommen ungewöhnlich.

Mag sein, aber der kluge Versicherer baut vor: wer jetzt entscheidet, kann spaeter nicht mehr von der Konkurrenz abgeworben werden! Und ...

Bei uns kannst du etwa 3 Monate vorher entscheiden, wie die Auszahlung geschehen soll. Lass dich von dem Unternehmen nicht verarschen. Du musst dich jetzt noch nicht entscheiden.

Das wird auch bei der Neue Leben so sein.

Man muss sich dort bestimmt auch noch nicht jetzt entscheiden.

Aber: wenn die Versicherung jetzt schon weiss, dass der Kunde als Rentner das Kapital belaesst, kann die Gesellschaft laengerlaufende = in der Regel hoeherverzinsliche Anlageprodukte bei der Umwaelzung des Deckungsstocks kaufen, als wenn sie es erst in drei Jahren erfaehrt.

Es kann also, neben der Bestandspflege, auch lukrativ fuer Kunden sein.

Oder, bei anderer Zinsentwicklung, auch nicht.

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@CM: Zusätzliche Angaben zur Lebensversicherung

Leserzuschrift @, Samstag, 30.01.2016, 18:57 vor 3664 Tagen @ CrisisMaven 3551 Views

Was von den 260 ist IN ZUKUNFT garantiert?

218.- Euro

Und: bei welchem Eintrittsalter (in drei Jahren)?

Jetzt bin ich 57, dann also 60!

Und: Frau oder Mann oder Unisex-Tarif?

Mann

wie sieht es mit der Hinterbliebenenversorgung aus?

Ist eigentlich unerheblich.

Wie gesagt, ich würde normalerweise die Rente wählen, aber dann ist das Kapital allokiert, da komme ich dann nicht mehr dran. Im Falle einer Deflation kann der Laden pleite gehen, im Falle einer Inflation kann ich mir von dieser Rente dann noch eine Rolle Klopapier kaufen. Habe ich das Kapital im Zugriff, kann ich es vielleicht noch teilweise retten. Andererseits ist es politisch vorstellbar, dass im Falle eines Falles solche Renten zumindest teilweise vom Staat "gerettet" werden. Ich weiß es nicht.

Hm, die Rente sieht bei der Neue Leben nicht sooo schlecht aus ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 20:03 vor 3664 Tagen @ Leserzuschrift 3543 Views

... aber ich vermute daher, dass sie ohne Beitragsrueckgewaehr und OHNE Hinterbliebenenversorgung kalkuliert ist, s.u. Das kann ein Lotteriespiel sein.

Was von den 260 ist IN ZUKUNFT garantiert?

218.- Euro

Wie schon erwaehnt, geht es um DREI, nicht ZWEI Fragen:

A) Die Auszahlungssumme ganz entnehmen und anders anlegen/vererben/verbrauchen.

B) Die von der Neue Leben vorgeschlagene Rente nehmen und sich jeden Monat auf 218 Euro freuen, ggf. auf 260/Monat.
[Anm.: ganz blicke ich immer noch nicht durch: sind die 218 Euro nun die Verrentung der Garantiesumme 37.000 Euro, und die Differenz zu 260 = 42 Euro die Verrentung des Ueberschusses von 9.000 Euro? (Allerdings ist 37.000/218 nicht dasselbe wie 9.000/42); ich nehme nun aber an, das ist so, denn andere (hoehere) Werte erscheinen unrealistisch).]

C) Die Auszahlungssume von 46.000 Euro (A)) nehmen und in eine ANDERE Rente einer anderen Gesellschaft analog B) einzahlen, wenn diese eine mindestens gleiche Garantiesumme/Monat und ggf. hoehere (realistische!) Ueberschuesse hat.

Und: bei welchem Eintrittsalter (in drei Jahren)?

Jetzt bin ich 57, dann also 60

Dann muessten sie jetzt bei verschiedenen Versicherern Angebote anfordern fuer "In drei Jahren erwarte ich eine Summe von 46.000 Euro. Diese moechte ich in eine sofort beginnende Rente einzahlen, mein Eintrittsalter ist dann 60 Jahre, maennlich. Bitte nennen Sie mir die monatlichen Garantiezahlungen, ggf. mit Progression, zuzueglich der realistisch erwartbaren Ueberschuesse.
Weiterhin bitte ich sie, mir die Rentenhoehe nach folgenden Tarifen, falls von Ihnen angeboten, aufzuschluesseln:
1) Sofortrente ohne Beitragsrueckgewaehr im Todesfall
2) Sofortrente mit Beitragsrueckgewaehr im Todesfall und Nennung des Rueckgewaehrverlaufes, d.h. bis zu welchem Sterbealter gaebe es noch Rueckgewaehr.
3) Sofortrente ohne Beitragsrueckgewaehr, aber mit fortdauernder Rente fuer eine(n) ueberlebende(n) Bezugsberechtigte(n)/Hinterbliebene(n) von fuenf Jahren."

wie sieht es mit der Hinterbliebenenversorgung aus?

Ist eigentlich unerheblich.

Warum? Konkret bedeutet das, wenn Sie am ersten Tag nach Renteneintritt versterben, behaelt die Versicherungsgesellschaft SATTE 46.000 Euro, ohne Gegenleistung (die aktuarische Gegenleistung war natuerlich die Wette, dass sie auch 900 Jahre alt haetten werden koennen, wie in der Bibel verbuergt.)

Also: haben sie KEINERLEI Erben (die ihnen am Herzen liegen, natuerlich nicht Cousinen dritten Grades, wenn "dazwischen" nichts mehr ist)?

Haben Sie keine Gattin/Lebenspartnerin/Kinder/Enkel usw., die ggf. auf den bisherigen Lebensstandard angewiesen sind bzw. deren Ausbildung z.B. weiterzufinanzieren waere?

Und: ist diese Rente der Neue Leben WIRKLICH ohne Hinterbliebenenversorgung und OHNE Rueckgewaehr (sonst kaeme ggf. NOCH MEHR heraus, wenn Sie das alles abwaehlen).

Umgekehrt: wenn Hinterbliebene da sind und der Vertrag traegt dem nicht Rechnung, mit andern Worten, Sie zahlen 46.000 Euro ein, werden am naechsten Tag vom Auto ueberfahren und das Geld ist weg, ist das dann -um des hoeheren Monatbetrages in Erwartung eines salomonischen Alters- wirklich gewollt?

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Geerbtes Geld anlegen? Aber wie?

Ulli Kersten, Heinsberg, Sonntag, 31.01.2016, 15:44 vor 3663 Tagen @ Leserzuschrift 3414 Views

Ich hoffe, es ist ok, wenn ich mich an diesen Beratungs-Thread mal mit was Ähnlichem anhänge...

Wir erben einen relativ kleinen Betrag, etwas über 100K.

Das Rentenalter rückt für uns beide in greifbare Nähe, aber ohne Rentenanspruch. Wir sind beide freiberuflich, kein Vermögen, kein Haus, aber das Einkommen ist höher als der monatliche Bedarf, und ich wollte bis zum Ende meiner Tage meine sehr gefragte Tätigkeit weitermachen, wenn ich denn kann.

Wir stehen nun ratlos vor dem Geld und wissen nicht, was wir damit zur Alterabsicherung tun könnten. Zu dem geerbten Betrag könnten wir aus dem Einkommen pro Jahr noch 15K draufpacken.

Ich habe hier viel mitgelesen, wenn es was zu dem Thema gab, und das Fazit lautet offensichtlich: Nichts.

Aktien? Gold vergraben? Winzige Immo kaufen? Abhauen? (Wir haben viele Jahre im Ausland gearbeitet und könnten abhauen und trotzdem die gleiche Arbeit machen)? Vermiet-Immo kaufen?

Da hört es schon auf mit den Überlegungen.

Ich würde mich über jeden Rat freuen.

Danke, Ulli

--
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