Die Ursachen des Deutschenhasses Teil Eins

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 29.01.2016, 17:30 vor 3665 Tagen 5076 Views

Abend zusammen,
ich habe den ersten Teil einer Zusammenfassung des Buches "Die Ursachen des Deutschenhasses" von Max Scheler aus dem Jahre 1916 fertig geschrieben (danke an @stokk in dem Zusammenhang für's Antriggern). [[top]]
Vor hundert Jahren tobte bekanntermaßen der Erste Weltkrieg. Scheler versuchte sich damals an einer psychologischen Einordnung des Hasses, der den Deutschen von Seiten der Alliierten entgegenschlug.
Manches von dem, was er sagte, ist nur aus der damaligen Zeit verständlich, manches aber auch auf unsere Zeit übertragbar - und manches zeitlos gültig.
Ich habe dieses intelligente Buch schätzen gelernt und mich bemüht, eine Zusammenfassung zu schreiben, die dem Autor möglichst gerecht wird - denn Max Scheler scheint mir ein wahrheitsliebender Mensch gewesen zu sein (was nicht heißt, dass er sich nicht auch irren konnte) und das verbindet ihn mit mir.
Wer also an einer psychologisch-philosophischen Einordnung des damaligen Hasses der Alliierten gegen die Deutschen interessiert ist - bitte hier entlang.
Beste Grüße
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

Danke, sehr aufschlussreich

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 29.01.2016, 19:56 vor 3665 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 3074 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.01.2016, 20:02

Wer also an einer psychologisch-philosophischen Einordnung des damaligen
Hasses der Alliierten gegen die Deutschen interessiert ist - bitte
hier
entlang.

Ich habe es mal kurz überflogen.
Ursache des Hasses der Europäer auf die Deutschen war also mehr oder weniger der Erfolg, unbeachtet kultureller Traditionen haben die Deutschen mit ihrer Wirtschaft einfach alle Konkurrenten niederkonkurriert.

Aber, wir Deutsche haben daraus gelernt:
Jetzt sind es lauter Freunde, und so haben wir soeben in den letzten Jahren, durchaus nicht in Feindschaft, sondern in aller Freundschaft mit unserer Wirtschaft nicht die Konkurrenten, sondern die lieben Freunde in Grund und Boden...

Ich hoffe, die anderen Europäer wissen das zu würdigen.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Der Deutsche ist halt ein guter Esel....

Soham @, Freitag, 29.01.2016, 23:50 vor 3664 Tagen @ Mephistopheles 2783 Views

Aber, wir Deutsche haben daraus gelernt:
Jetzt sind es lauter Freunde, und so haben wir soeben in den letzten
Jahren, durchaus nicht in Feindschaft, sondern in aller Freundschaft mit
unserer Wirtschaft nicht die Konkurrenten, sondern die lieben Freunde in
Grund und Boden...

Ja - so ist es. Aber das schöne daran ist ja, dass die Deutschen zwar allen anderen gezeigt haben, wie man wettbewerbsfähig arbeiten kann. Indem man nämlich für geringe Löhne, mit langen Arbeitszeiten bis ins hohe Alter ununterbrochen strukturiert, diszipliniert und effektiv arbeitet. Indem man mit permanenter Innovation und Rationalisierung, großer Flexibilität in Bezug auf Veränderungsprozesse die Produktivität bis ins Unendliche steigert.
Nur der Gewinn aus der Arbeit kommt nicht dem deutschen Arbeiter zugute, sondern den Aktionären der Gesellschaften - und das sind dann auf einmal keine Deutschen mehr.
Der Hass richtet sich also gegen den Esel der den Karren zieht und nicht gegen den Eseltreiber der lieber im Verborgenen bleibt.

Das KANN nicht der Grund sein, weil deutsche Esel sind auch nur Esel wie andere Esel auch

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 30.01.2016, 09:14 vor 3664 Tagen @ Soham 2466 Views

Ja - so ist es. Aber das schöne daran ist ja, dass die Deutschen zwar
allen anderen gezeigt haben, wie man wettbewerbsfähig arbeiten kann. Indem
man nämlich für geringe Löhne, mit langen Arbeitszeiten bis ins hohe
Alter ununterbrochen strukturiert, diszipliniert und effektiv arbeitet.

Man kann aber nur arbeiten, wenn es jemanden gibt, der Arbeitsplätze schafft und sich dafür verschuldet.
Noch nie haben Arbeiter sich verschuldet, um arbeiten zu dürfen. Dafür sind sie viel zu eselig.

Indem man mit permanenter Innovation und Rationalisierung, großer
Flexibilität in Bezug auf Veränderungsprozesse die Produktivität bis ins
Unendliche steigert.

eben.

Nur der Gewinn aus der Arbeit kommt nicht dem deutschen Arbeiter zugute,
sondern den Aktionären der Gesellschaften - und das sind dann auf einmal
keine Deutschen mehr.

Der Gewinn entsteht auch nicht aus Arbeit, aus Arbeit entstehen Schulden, weil die Esel alle bezahlt werden wollen.

Der Hass richtet sich also gegen den Esel der den Karren zieht und nicht
gegen den Eseltreiber der lieber im Verborgenen bleibt.

Entweder hast du das nicht gelesen, oder nicht verstanden.
In der Analyse von Max Scheler war doch ganz klar die Rede davon, dass EIN Grund des Hasses der war, dass der Deutsche keine Eselstreiber bracht, weil er mit Freude arbeitet.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ursachen für Deutschlandhass

Leserzuschrift @, Samstag, 30.01.2016, 13:48 vor 3664 Tagen @ Kurz_vor_Schluss 2551 Views

Lieber Kurz vor Schluss, liebe Forenfreunde.

Dein Beitrag ist sehr gut ausgearbeitet und die Geschichte (Mutter mit 3 Kindern) hat uns damals unsere Russischlehrerin erzählt.

Der 1.WK war für die Menschen, wie auch bei dir beschrieben, eine neue Form des Krieges.
Die Brutalität hat sich vom strategisch barbarischen hin zum willkürlichen Morden entwickelt.
Das zu sehen und zu erkennen förderte den Hass auf die Deutschen (Kriegsführer).
Dabei spielte es keine Rolle, ob und in wie fern die „Gegner“ ihre Kriege oder Verteidigung führten. Dazu kam die Propaganda a la Nuland (Fassbomben).

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die politische, freiheitliche und moralische Entwicklung eines Volkes.
Unterschiedliche politische und gesellschaftliche Systeme erzeugen auch unterschiedliche Meinungen über andere Systeme.
„Wir“ Freunde der Demokratie verurteilen (bekämpfen) andere Systeme, weil sie nicht in unser Weltbild passen. (Oder keinen finanziellen Nutzen bringen.) Dies fördert den Hass auf die Menschen, die sich in diesem System wohl fühlen und es verteidigen.

Eine dritte Ursache ist der Neid.
Ist ein Land erfolgreich, so wird es bewundert aber auch beneidet.
Nutzt dieses Land seine Position aus um andere Länder wirtschaftlich zu unterdrücken,
wird dieser Neid irgendwann in Hass umschlagen.

Die seit Jahrhunderten in Deutschland gelebte Religionsfreiheit lasse ich bewusst aus,
da diese in Deutschland eine untergeordnete Rolle spielt/e.

Liebe Grüße, Kruchow

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