Wenig bekannt: apokalyptischer Fanatismus im IS
Entgegen mancher Stimmen hier im Forum halte ich es schon für wichtig, sich mit der Gesinnung, Motivation und den inneren Antrieben der islamischen Fanatiker im IS zu beschäftigen.
Ein bisher wenig bekannter Aspekt der kriegerischen Motivation des IS ist seine Endzeiterwartung, also die des Jüngsten Tages, der schon im Koran als nahe bevorstehend bezeichnet wird.
Ihm unmittelbar voraus geht nach Mohammed ein Entscheidungskampf gegen die Ungläubigen, der bei Dabiq in Syrien stattfinden soll. Ihn herbeizuführen fühlt sich der IS berufen. Das ist eine nicht zu unterschätzende kriegerische Energie, die auf absoluter Todesverachtung und der Vorstellung sicherer Paradieses-Belohnung beruht.
Dabei ist wichtig, die Wirkung von dogmatischen Glaubenssätzen auf den unkritischen, ergebenen Gläubigen zu erkennen, die auf eine fanatische Seelenhaltung auftreffen, welche die Eigeninstanz des Menschen ausschaltet und ihn zum Instrument eines fremden Willens macht. Solche inneren Mechanismen gibt es auch in westlichen religiös-fundamentalistischen Strömungen.
Siehe dazu hier.
Gruß
Falkenauge