Das Lob der Grenze

Sligo @, Donnerstag, 28.01.2016, 20:49 vor 3664 Tagen 2756 Views

Guten Abend,


der Karlsruher Philosophen Peter Sloterdijk schreibt in der Februar Ausgabe des Cicero zu den aktuellen Anlässen in Deutschland im folgenden Artikel unter anderem.

„Die deutsche Regierung hat sich in einem Akt des Souveränitätsverzichts der Überrollung preisgegeben“, „diese Abdankung geht Tag und Nacht weiter“.

Die Politik der offenen Grenzen könne final nicht gut gehen. „Merkel wird zurückrudern“, so der Philosoph. Semantische Tricks würden die notwendige Kehrtwende bemänteln.

„Wir haben das Lob der Grenze nicht gelernt“, sagte Sloterdijk. In Deutschland glaube man immer noch, „eine Grenze sei nur dazu da, um sie zu überschreiten“. Innerhalb Europas schere Deutschland damit aus. „Die Europäer werden früher oder später eine effiziente gemeinsame Grenzpolitik entwickeln. Auf die Dauer setzt der territoriale Imperativ sich durch. Es gibt schließlich keine moralische Pflicht zur Selbstzerstörung.“

http://www.cicero.de/berliner-republik/peter-sloterdijk-ueber-merkel-und-die-fluechtlin...

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sloterdijk

Gruß,
Sligo.

Aber GRENZENLOSES Wachstum ist doch das Credo allen wirtschaftlichen Handelns! (oT)

Langmut @, Donnerstag, 28.01.2016, 22:16 vor 3664 Tagen @ Sligo 1473 Views

- kein Text -

Apropos Philosophie...

Bernadette_Lauert, Donnerstag, 28.01.2016, 22:38 vor 3664 Tagen @ Sligo 2155 Views

Der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik (Werner-Heisenberg-Institut) und Weggefährte des Physik-Nobelpreisträgers Heisenberg, Hans-Peter Emil Dürr, schafft es in diesem Vortrag Grenzen einzureißen:

Wir erleben mehr als wir begreifen von Prof.Dr.Hans-Peter Dürr
https://www.youtube.com/watch?v=oVEQoUynYHk

Ich weiß, das ist nur ein billiger Themenwechsel hin zur Metaphysik.
Aber ich finde, diesen Vortrag MUSS man gesehen haben.

[image]
Am besten ganz entspannt bei einem Glaserl Roten oder - noch besser - etwas Ganja.

Gruß, Bla

Das sehe ich nicht so ....

NST ⌂ @, Südthailand, Sonntag, 31.01.2016, 05:52 vor 3662 Tagen @ Bernadette_Lauert 1178 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 31.01.2016, 19:29

Ich weiß, das ist nur ein billiger Themenwechsel hin zur Metaphysik.
Aber ich finde, diesen Vortrag MUSS man gesehen haben.

Das ist ein wirklich herausragender Beitrag. Man muss dem Prof. Dürr allerdings genau zuhören um zu verstehen, was seine Aussagen eigentlich bedeuten.

Die Wissenschaft, wie sie heute betrieben wird, ist ein sehr mächtiges Werkzeug, damit können (Spiele) Welten erschaffen werden, die eine echte Realität vortäuschen. Aber wie das so üblich ist mit den Werkzeugen, meistens werden sie zuerst als Waffen missbraucht.

Ein Grossteil der Menschheit ist in so einer Spielewelt schon gefangen, freiwillig hat sich der Mensch als Spielteilnehmer registrieren lassen und wenn niemand den Stecker zieht, gibt es keinen Ausgang mehr.

Wer schafft es schon selbst seinen Stecker zu ziehen? - Wir werden es sehen. Im Hintergrund lauert die nächste Spielebene mit den transhumanen Lebensformen, während sich die biologischen Einheiten ohne nennenswerte Gegenwehr den Konzernen zur Verwertung ausliefern.

Etwas Metaphysik könnte da wirklich nicht schaden. [[freude]]
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Was siehst Du nicht so?

Bernadette_Lauert, Sonntag, 31.01.2016, 13:13 vor 3662 Tagen @ NST 1033 Views

..ich erkenne in Deinem Lob für Dürrs grandiosen Vortrag und meinem Lob für Dürrs grandiosen Vortrag lediglich ein beiderseitiges Lob für Dürrs grandiosen Vortrag...

Das ist doch schön.

Eine Meinung

Rybezahl, Donnerstag, 28.01.2016, 23:54 vor 3664 Tagen @ Sligo 1573 Views

Guten Abend!

Die Politik der offenen Grenzen könne final nicht gut gehen. „Merkel
wird zurückrudern“, so der Philosoph. Semantische Tricks würden die
notwendige Kehrtwende bemänteln.

Das denke ich auch.

„Wir haben das Lob der Grenze nicht gelernt“, sagte Sloterdijk.
In Deutschland glaube man immer noch, „eine Grenze sei nur dazu da, um
sie zu überschreiten“. Innerhalb Europas schere Deutschland damit aus.
„Die Europäer werden früher oder später eine effiziente gemeinsame
Grenzpolitik entwickeln. Auf die Dauer setzt der territoriale Imperativ
sich durch. Es gibt schließlich keine moralische Pflicht zur
Selbstzerstörung.“

http://www.cicero.de/berliner-republik/peter-sloterdijk-ueber-merkel-und-die-fluechtlin...

Ich will nicht sagen, wir hätten die letzte Welle erlebt - ich weiß es nicht -, eine Zweite wird noch schwieriger werden. Aber in einer übergeordneten Ebene war das, ob mit oder ohne zweiter Welle, nur die erste Zündstufe.
Ich hege allerdings große Zweifel, ob das Experiment gelingen kann, nicht zuletzt aufgrund des relativ kleinen geographischen Raumes in Beziehung gesetzt zu der großen Anzahl an Sprachräumen.
Esperanto hat sich bekanntlich nicht durchgesetzt. Ich glaube, man kann das schlicht nicht steuern, das muss sich "einfach fügen". So in ein- oder zweitausend Jahren.

Lieber, guter Weihnachtsmann...

Gruß! [[zwinker]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Wie gesagt...

Rybezahl, Samstag, 30.01.2016, 23:16 vor 3662 Tagen @ Sligo 1274 Views

der Karlsruher Philosophen Peter Sloterdijk schreibt in der Februar
Ausgabe des Cicero zu den aktuellen Anlässen in Deutschland im folgenden
Artikel unter anderem.

„Die deutsche Regierung hat sich in einem Akt des
Souveränitätsverzichts der Überrollung preisgegeben“, „diese
Abdankung geht Tag und Nacht weiter“.

Die Politik der offenen Grenzen könne final nicht gut gehen. „Merkel
wird zurückrudern“, so der Philosoph. Semantische Tricks würden die
notwendige Kehrtwende bemänteln.

Erste Signale:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-viele-fluechtlinge-sollen-mitte...

Dabei wird es - vermute ich - nicht bleiben. Vielleicht wird sogar noch ein "müssen" nachgeschoben.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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