Hyperrealität
Hallo Kurz_vor_Schluss,
ich denke, dass der Inhalt des Interviews auf die Ideen von Jean Baudrillard hinweist.
Im Simulakrum der 3. Ordnung – der Simulation – besteht die Welt des Subjekts vornehmlich aus von Menschen geschaffenen Objekten – Statistiken, Formeln, Zeichen, Befragungen, Medien, Wissenschaft, usw. – , deren Status nicht mehr nachprüfbar ist. Wir haben es zu tun mit einer symbolisch vermittelten Wirklichkeit, die viel umfangreicher ist als die unvermittelte Realität. Diese symbolische Vermittlung erzeugt Ereignisse, Gegebenheiten, Zustände in der „Hyperrealität“, in der die herkömmliche Unterscheidung zwischen „wahr“ und „falsch“, „real“ und „fiktiv“ nicht getroffen werden kann. Der Beamte zeigt ja, dass in der Hyperrealität keine Vorstellung von der zugrundeliegenden Wirklichkeit mehr erscheint, sondern es darum geht, der Welt ein bestimmtes strategisch-operatives Konzept aufzudrängen, wie die Realität zu sein hat.
Das zeigt ja auch der kurz zurückliegende Faden von @ Manuel H. über die Geschichte mit dem 13. jährigen russischen Mädchen und den entstehenden politischen Verwicklungen.
Gruß Ostfriese