Gedanken zur Hausheizung vor und nach Game Over

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Dienstag, 26.01.2016, 16:20 vor 3664 Tagen 13274 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.01.2016, 16:29

Zum Überleben ist Wärme weit wichtiger als Essen und Trinken! Man kann drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung überstehen. Die Möglichkeit der Unterkühlung (je nach Situation nach nur drei Stunden lebensgefährlich!) ist in den meisten Gegenden dieser Erde die größte Gefahr! (Zitat aus: "Wildnis - Survival", Hans-Jörg Kriebel, BoD Verlag)

Wer hat keine Lebensmittelvorräte zuhause? Ich meine gar keine? Vermutlich haben alle zumindest ein paar Kleinigkeiten daheim, mit denen man zumindest ein paar Tage gerade so satt werden könnte.
Doch was ist mit der Heizung (Öl, Gas, Strom), wenn z.B. der Strom ausfällt? Das ist sogar im neu gebauten Ökodorf SiebenLinden passiert. Die Photovoltaik zur Netzeinspeisung wurde genutzt, anstatt als autarke Stromversorgung zu funktionieren (vielleicht mittlerweile geändert). Bei einem Stromausfall, vor ein paar Jahren, gab es kein Trinkwasser mehr, weil die einzige Wasserpumpe vom Netzstrom versorgt wurde ... Dieser Stromausfall war noch dazu im tiefen Winter und die Holzheizkessel der Zentralheizungen hatten sofort heftige Probleme: Die Heizungspumpen waren aus. So wurde die Wärme aus den Kesseln nicht mehr abgeführt ... Nur mit viel Einsatz konnten wohl die Heizkessel gerettet werden.

Was ist, wenn man so eine super tolle Holz-Heizung hat, der Strom läuft weiter, wegen mir auch aus eigener autarker Versorgung, und dann geht ein Teil kaputt, das man nicht mehr reparieren kann und das Ersatzteil lässt sich nicht mehr bestellen? Die Wirtschaft am Boden, der Hersteller ist pleite, kein Paketdienst kommt durch den meterdicken Schnee - egal was das Problem ist, manchmal fehlt nur eine kleine Schraube und alles steht still.

Wie zu Beginn geschrieben, hat man bei Wasser und noch mehr beim Essen eine deutliche Zeitspanne, um zu reagieren. Bei ausfallender Wärme kann es sehr schnell sehr eng werden. Und die Worte "sehr eng" kann man durchaus doppeldeutig sehen: Ganz schnell zusammen unter die Bettdecken, da ist es noch eine Zeit lang warm ... [[zwinker]]

Spaß beiseite: Welche Heizungstechnik ist komplett krisenfest?

Meiner Ansicht nach nur der Holzofen.

Gut, es mag noch ganz wenige Häuser geben, die so gebaut sind, dass sie keine Heizung mehr brauchen. z.B. Null-Energiehäuser, Plus-Energiehäuser oder Earthships. Kleiner Einschub, dass beim Wiki-Eintrag zum Plusenergiehaus dieser Satz zu finden ist, zeigt die geistige Kurzsichtigkeit hinter manchen Entwicklungen: "Nicht berücksichtigt wird weiterhin der Primärenergiebedarf, der für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung der Baustoffe zur Erstellung des Hauses benötigt wird, die sogenannte graue Energie."

Nur, was ist bei Stromausfall? Die dichten Häuser können eventuell zu Sauerstoffmangel führen. Und wer hat so ein Haus überhaupt? Eine verschwindend geringe Anzahl. Und womöglich machen diese Häuser auch krank, während alle Versorgung läuft (Schimmel etc.).

Und wenn ich die Frage nach der Krisenfestigkeit noch mehr verschärfe:
Was ist, wenn die Krise so stark wird, dass man all sein Hab und Gut packen und umziehen muss? Sei es durch drohende Überschwemmung mit Wasser (oder fremden Menschen), sei es aus Gründen atomarer Verseuchung, sei es, weil ein Krieg näher rückt. Welche Heizung ist so krisenfest, dass man sie mitnehmen kann? Das Null-Energiehaus sicher nicht ... Es geht nicht darum, den Teufel an die Wand zu malen, sondern darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, bei denen eine gewisse Flexibilität günstig wäre.

Einen Holzofen kann man mitnehmen. Ja, sogar Tonnen an gelagertem Brennholz kann man aufladen und transportieren. Schwieriger wäre dies mit Gas aus dem Gastank, mit Öl aus dem Öltank... Der Brennstoff Holz ist leicht verfügbar. Bäume oder verbrennbare Biomasse wachsen praktisch überall.

Nun, betrachten wir die aktuellen Entwicklungen beim Holzofen. Die Forderungen werden immer schärfer, höherer Wirkungsgrad, weniger Feinstaub etc. In der Krise mag das keinen mehr interessieren, aber aktuell nötigen die Vorschriften die Hersteller bei der Entwicklung. So gibt es jetzt viele Pelletbrenner, die einen Stromanschluss brauchen, um zu funktionieren. Abgesehen davon wachsen Pellets nicht am Baum ... Man kann sie kaufen, wenn man denn noch was kaufen kann ...

Also geht es um Scheitholz-Öfen: Einer der neuesten Schreie sind Doppel-Feuer. In einem Brennraum wird ein Feuer entzündet und nach einer gewissen Zeit wird umgestellt, so dass die brennbaren Gase nach unten durch das Glutbett ziehen und im unteren Brennraum eine zweite Flamme ergeben.
Beispielweise gibt es das von der Firma Wallnoefer GmbH mit dem Namen Walltherm und von der Firma Specht GmbH & Co. KG mit dem Namen xeoos twinfire.

Schauen wir das mal genauer an:
Ein Problem am Xeoos ist die relativ große Scheibe. Wirkt zwar nett, das Feuer zu sehen (ist auch Mode geworden), aber darüber verliert es viel Wärme, die das Feuer eigentlich noch haben muss, um gut fertig zu brennen.

Laut dieser Seite: http://xeoos.de/fileadmin/dateien/Zusammenfassung_xeoos.pdf
hat der Xeoos eine Abgastemperatur von 210°C (Je nach Bauart des Schornsteins ist viel davon Verlustwärme).
Die Wärmeabgabe beim Xeoos läuft über eine hohe Oberflächentemperatur (Verbrennungsgefahr).

In der Bedienungsanleitung http://www.xeoos.de/fileadmin/user_upload/bedienanleitung/neu/Bedien-_und_Aufstellanleitung-xeoos_5kw-8kw_Version_151125.pdf finde ich diesen Satz:
„Die Verwendung von Weichhölzern als Scheitholz sollte aufgrund des geringen Brennwertes und des hohen Ascheanfalls vermieden werden.“
Die Angabe zum Brennwert ist fachlich gesehen falsch, zumindest unvollständig: Weichholz hat oft einen höheren Brennwert als Hartholz, wenn man es pro Gewicht rechnet. Nur wenn man es pro Volumen rechnet, ist der Brennwert kleiner! Und hoher Ascheanfall ist bei Weichholz auch nicht generell vorhanden.

Zum Thema Anheizen finde ich: „Bis zum Erreichen der notwendigen Grundglut muss der TwinFire® Starter in Position „Anheizen“ stehen. Nach ca. 30-45 Minuten ist so viel Glut entstanden, dass auf Position TwinFire® gestellt werden kann (Indikator: X-Feuerrost glüht).“
Das bedeutet, man muss nach dem Anheizen mindestens 45 Minuten im Haus bleiben, oder dann wieder da sein, um zum rechten Zeitpunkt umzuschalten. Da aber die eingelegte Holzmenge nur für ca. 1,5 Stunden reicht, muss man praktisch dauernd zuhause sein…

Dann finde ich noch: „Wichtig: Holz ist kein Dauerbrand Brennstoff, das bedeutet: ein Durchheizen über Nacht ist mit Holz nicht möglich. Zur Dauerglut eignen sich Braunkohlebriketts.“
Nun, da der Xeoos fast keine Speichermasse hat, muss man ihn nachts wohl mit Braunkohle betreiben … und die muss man kaufen, dieser Brennstoff ist nicht regenerativ und die Asche sollte nicht in den Garten …

Und dann noch:
„Die Nennwärmeleistung von 5 kW wird mit ca. 1,2 kg Holz […] pro Stunde erzielt. Legen Sie nie mehr als ein bis zwei Stücken auf einmal auf [2 kg bei 5kW]“
Das heißt konkret, wenn man den Xeoos 14 Stunden lang warm haben will, muss man 10x Holz nachlegen. Alle 1,5 Stunden muss man beim Ofen sein. Das geht oft nicht bei aktuellem Lebensstil, z.B. mit Arbeitsplatz ausserhalb der eigenen Wohnung, etc.

Zum Thema Wartung finde ich noch dieses:
Rauchgaszüge reinigen
Die Grundreinigung, die je nach Intensität der Nutzung alle 2-3 Jahre durchgeführt werden sollte, darf nur durch einen autorisierten Fachhändler durchgeführt werden. Hierzu müssen die Isolier-Platten [Vermiculite-Platte] entfernt werden.

Zu dem Angebot der Firma Wallnoefer GmbH finde ich dies hier:
http://www.wallnoefer.it/produkte/walltherm-kaminoefen.html

Die Asche vom oberen und unteren Brennraum wird täglich entnommen, […] Die Reinigung der Rauchzüge sollte alle 6-8 Wochen durchgeführt werden. […] Dichtungsbänder an Türen und Reinigungsöffnungen sind ca. alle 2-3 Jahre auszutauschen. Der Injektorblock aus Edelstahlfeinguss und die Gussroste im oberen Brennraum haben eine durchschnittliche Haltbarkeit von ca. 3 – 6 Jahren, je nach Benutzung des Ofens. Schamottesteine können mit der Zeit oberflächliche Risse zeigen, in der Regel sind sie dadurch aber noch stabil und erfüllen Ihren Zweck, erst wenn sie nach ca. 7-8 Jahren zerfallen, sollten sie getauscht werden. Die Glasscheibe des unteren Brennraums ist sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, sie muss in Einzelfällen periodisch ausgetauscht werden, falls sie Ihre Transparenz verliert.

Auf dieser Seite http://www.wallnoefer.it/produkte/walltherm-kaminoefen/kaminoefen-wallthermr-air.html
finde ich auch was interessantes: Zum einen heißt der Ofen „Strahlungsofen“ mit dem Begriff „Air“ davor. Dann steht dort: „Warmluftgebläse“ […] Die Zirkulation der Warmluft kann je nach Bedarf zugeschaltet und reguliert werden.

Da gibt es also viel Warmluft … und viel Arbeit, um laufend zu putzen und Teile zu tauschen…

Diese High-Tech-Öfen, von Pellet bis Doppelfeuer, finde ich eine typische Ausgeburt technokratischen Denkens. Je mehr Technik, desto mehr Abhängigkeit, um so besser werden sie bewertet. Die dargestellten Details der zwei Firmen stehen nur symbolisch für praktisch alle aktuellen Angebote. Man kann schauen wohin man will. Im üblichen Angebot findet man diese Punkte sofern man genauer nachbohrt.

Im Sinne des Debitismus ist das verständlich. Man braucht Umsatz, Nachschuldner usw.

Zur Veranschaulichung, was auch möglich ist, beschreibe ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt einen Ofen, der meiner Vorstellung einer krisenfesten, und auch jetzt sehr angenehmen Heizung, am ehesten entspricht. Will jetzt erstmal sehen, ob dieses Thema im Gelben auf Interesse stößt.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Dauerbrand-Allesbrenner-Kaminofen hat meine "Probleme" gelöst

Olivia @, Dienstag, 26.01.2016, 16:41 vor 3664 Tagen @ Konstantin 11982 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.01.2016, 17:12

Zum Überleben ist Wärme weit wichtiger als Essen und Trinken! Man kann
drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung überstehen. Die
Möglichkeit der Unterkühlung (je nach Situation nach nur drei Stunden
lebensgefährlich!) ist in den meisten Gegenden dieser Erde die größte
Gefahr! (Zitat aus: "Wildnis - Survival", Hans-Jörg Kriebel, BoD Verlag)

.............

Bei uns ist vor einigen Jahren einmal die Heizung ausgefallen, weil es einfach zu kalt war (wie der Heizungsbauer sagte). Das war nachts. Es war innerhalb kürzester Zeit so eisig, dass ich nachts noch vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer umziehen musste, weil es so bitterkalt war. Der Dauerbrenner war eh die ganze Nacht "aktiv". Der Heizungsbauer war natürlich erst am nächsten Tag erreichbar. Dank des Ofens habe ich die Nacht bei eisigsten Temperaturen gut überstanden. Danach kaufte ich zusätzlich 2 Schlafsäcke.... für den Fall eines Falles. Inzwischen gibt es zusätzlich Schafsfell als Bettunterlage. - Das Erlebnis war eindrücklich. Wer von ähnlichen Dingen lesen will, findet genug Beispiele im Zusammenhang mit dem Stromausfall im Sauerland. Meine eigene Erfahrung stammt jedoch aus Bayern. Da kann es auch heftige Minusgrade geben.

--
For entertainment purposes only.

Man kann das Thema auch zu akademisch betrachten....

Ondekdebüllent @, Dienstag, 26.01.2016, 16:48 vor 3664 Tagen @ Konstantin 11237 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.01.2016, 17:14

... und deshalb hier meine praktischen Ratschläge dazu:

Wir haben uns eine Holzofen angeschafft, der mit massiven Steinplatten versehen ist, um die Wärme zu speichern. Das Teil wiegt so meine ich um die 350 kg.

Damit heizen wir (bis auf das Badezimmer) das ganze Haus. Das war gar nicht so vorgesehen - geht aber. Durch die großen Steinspeicherplatten ist selbst bei einer Nacht mit ordentlichen Minusgraden morgens noch Wärme an den Platten spürbar.

Holz kommt aus dem eigenen Wald.

Erfrieren werde ich also wahrscheinlich nicht.

Passt so.

Unterkühlung größte Gefahr? - So ein Quatsch!

Prophet @, Dienstag, 26.01.2016, 17:23 vor 3664 Tagen @ Konstantin 11441 Views

Die
Möglichkeit der Unterkühlung (je nach Situation nach nur drei Stunden
lebensgefährlich!) ist in den meisten Gegenden dieser Erde die größte
Gefahr! (Zitat aus: "Wildnis - Survival", Hans-Jörg Kriebel, BoD Verlag)

Ja, wenn man vielleicht als Nackedei herumspringt. Macht aber kein Mensch. Wenn man ein Haus hat, ist die Unterkühlung im Krisenfall sicherlich das geringste Problem. Schließlich hat der moderne Mensch mehr Kleidung zu Hause, als er jemals auftragen kann. Ein paar Hemden, eine Jacke, lange Unterhose, normale Hose, eine Wollmütze und zwei paar Socken (Zwiebelschalenprinzip) - und der Winter kann kommen. Auch ganz ohne Holzofen.

Als Armutszeugnis sind die o.g. Aussagen zu werten, nun gut, jetzt weiß ich, welches Buch ich NICHT lesen muß - wieder was gelernt [[freude]]
Der Survivalbereich scheint immer mehr von irgendwelchen Pseudoexperten dominiert zu werden, die auf einen scheinbar lukrativen Markt einsteigen wollen... und dabei haben die vermutlich nicht einmal zwei Wochen im Winter ohne Strom und Heizung gelebt. Geschweige denn mal mit Obdachlosen gesprochen. DIE können dir Survival-Storys erzählen, sag ich euch. Da wird selbst der Nehberg blass um den Bart und der Spannbauer ganz kleinlaut in seinem zu groß geschnittenen Sacco aus der Herrenboutique.

Es schaffen allerhand Clochards mit vergleichsweiser schlechter Ausrüstung in der freien Wildbahn den Winter zu überstehen (nämlich mit Schrottschlafsäcken und Unterlagen aus zusammengesammelten Zeitungen). Wenn man nicht gerade sein Geld für Spiritousen ausgibt (sondern für richtiges Essen = Fett), sollte das alles kein Problem sein. Wenn ich in der Situation wäre, würde ich mir anstatt Schnaps ein paar Flaschen Sonnenblumenöl kaufen (oder ein paar Blöcke billiges Frittierfett) und ein paar Röhrchen Multivitamintabletten. Die Jungs auf der Straße haben eher ein Hygiene- als ein Kälteproblem!

Das größere Problem im harten Winter sind einfrierende Wasserleitungen, wenn man nicht heizt, und Schimmelbildung im Haus. Für den menschlichen Körper ist der Winter in Mitteleuropa überhaupt kein Problem (wenn man Kleidung besitzt).

Grüße,
Prophet

Naja...

Fairlane @, Dienstag, 26.01.2016, 20:21 vor 3664 Tagen @ Prophet 10247 Views

Hallo Prophet,

gewiss mag die Survival-Szene auf Seiten der Verkaufenden mit der Angst der geneigten Prepper und Survivalisten Geld machen wollen, aber Kälte wird irgendwann zu einem Problem - auch im Haus.

Wenn man nicht andauernd in Bewegung bleibt, fängt man an zu frieren und richtige Kleidung kann hier Abhilfe schaffen, dazu benötigt man sie aber auch und keinen modischen Firlefranz! Nicht jeder hat Unterwäsche aus Merinowolle (da um einiges teuerer als das Baumwoll-T-Shirt für 1,00 EUR made in Pingpong-Land).

In Sachen Ernährung liegst Du richtig, aber nicht jeder kann und will sich von kalten Speisen ernähren, hier ist es dann doch ganz gut eine Kochgelegenheit zu haben, die auch unabhängig von Strom und Gas funktioniert.

Es ist alles recht leicht gesprochen, sofern man in einer gut geheizten Wohnung sitzt, mit funktionierender Infrastruktur...probiere es einmal selbst aus und schalte für eine Woche den Strom und die Heizung ab und erlebe den experimentellen Verlust der gewohnten Annehmlichkeiten.

Ich selbst habe auf einer Wandertour im Sommer eine Nacht mit 8 Grad in einer Hängematte im Wald erlebt und ich war froh als die ersten wärmenden Strahlen der Sonne am Morgen wieder da waren.

Kälte ist unangenehm, Kälte kann töten, gewiss tut sie dem Körper auch gut und kurbelt den Stoffwechsel an, aber selbst die Menschen der Steinzeit haben das Feuer zum Wärmen genutzt - und diese Zeitgenossen waren gewiss nicht verweichlicht. Heute schaut es anders aus.

Sofern wir also die Möglichkeit haben unabhängig der Versorger zu heizen, zu kochen und beim funzeligen Licht einer Petroleumlampe zu sitzen, sollten wir doch ein gewisses Maß an Vorsorge treffen, oder etwa nicht? Wir zahlen auch in Versicherungen und hoffen diese nicht zu benötigen <img src=" />

Gruss, Fairlane

Stimme zu

Dragonfly @, Mittwoch, 27.01.2016, 13:14 vor 3663 Tagen @ Prophet 9651 Views

Uns ist mal in den USA an der Ostkueste im Winter die Heizung ausgefallen/kaputt gegangen. Es war kalt und es lag Schnee, Einliegerwohnung im 3 Etagenhaus und ich dachte: Auwaia!

Aber: bis ein komplettes Haus auskuehlt, das dauert. Mit zwei Bettdecken war das fuer 2-3 Tage ueberhaupt kein Problem. Auf der Strasse wuerde ich nicht schlafen wollen, das ist aber letztendlich alles eine Frage

1. Der Isolation (Decken, Schlafsack)
2. Der Konstitution


Im 2. Fall gehe ich von einem gesunden Menschen aus. An der Ostfront bist Du nach einem Anschuss oft erfroren, weil Du Dich nicht mehr bewegen konntest und nicht an den direkten Folgen des Schusses.

Haus und Kleidung ist bzgl. Wärme so ähnlich wie Vorrat an Futter

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Mittwoch, 27.01.2016, 19:44 vor 3663 Tagen @ Prophet 9662 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 19:58

Ja, wenn man vielleicht als Nackedei herumspringt. Macht aber kein Mensch.
Wenn man ein Haus hat, ist die Unterkühlung im Krisenfall sicherlich das
geringste Problem.

Ja, WENN man ein Haus hat und WENN man nicht zufällig durch Regen oder Sturz in Bach/Teich etc komplett nasse Kleidung hat... und WENN nicht gerade Sturm ist, der einen über alle Maßen auskühlt, ....

WENN das Wörtchen wenn nicht wär...

Unterkühlung ist (fast) immer das größte Problem. Auf jeden Fall ist das gefährlicher als Hunger und Durst.

Noch gefährlicher als Unterkühlung ist fast nur noch das Denken. Mit negativem, hoffnungslosen oder auch mit realitätsfremden nur positivem Denken hält man es in der Krise nicht unbedingt 3 Stunden lang durch, manchmal nicht mal 3 Minuten. Mit negativem, hoffnungslosem Denken sind ja selbst hier im Gelben einige gut geübt. [[zwinker]]

Sicher kann man argumentieren, dass ein Ofen auch nur dann sinnvoll ist, wenn man ein Haus hat. Nun, mag sein, wobei ich schon mehrfach an Öfen stand im Freien. Die Szene der Obdachlosen ist mir nicht fremd. Aber was ist, wenn man ein Haus hat, und die Krise länger als ein paar Wochen dauert? Vielleicht ein paar Monate? Und dann ist das Haus so was von ausgekühlt ohne Ofen, da ist auch nichts mehr mit Wäsche waschen, geschweige denn trocknen, dann friert die Wäsche beim Waschen...

Futter wächst draußen überall, wenn man sich ein bisschen auskennt. Aber trockenes Brennholz sollte trocken lagern und das auch schon eine Zeit lang... Und ohne Ofen, ein Lagerfeuer machen, mitten auf dem Wohnzimmerfußboden? Nee nee, lieber einen guten Ofen da haben.

Und wenn es Hilfsgüter regnet von Helis (ist schon in manchen Regionen bei Katastrophen vorgekommen), Öfen werfen sie nicht so häufig ab.... [[zwinker]]
Da hilft nur Vorsorge!

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Ich finde es interessant, wie schnell solche Diskussionen immer auf einen einzigen Aspekt "einrasten" ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 27.01.2016, 20:14 vor 3663 Tagen @ Konstantin 9929 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 20:36

Ja, WENN man ein Haus hat und WENN man nicht zufällig durch Regen oder Sturz in Bach/Teich etc komplett nasse Kleidung hat... und WENN nicht gerade Sturm ist, der einen über alle Maßen auskühlt, ....

Es ist ja so, dass man, wie einige Foristen schrieben, unter der Bettdecke oder mit Pullover eine Weile ausharren kann. Aber vermutlich muss man irgendwann 'raus und dann muesste man sich hinterher wieder aufwaermen koennen.

Das mit den Obdachlosen, derer ich auch einige kennen gelernt habe, ist auch nicht so einfach, wie dargestellt - wenn um die herum die Gesellschaft kollabiert, dann klappen die auch schnell zusammen. Ja, die nehmen Zeitungen usw. - und woher haben sie die??? Aus einer funktionierenden Gesellschaft.

Das koennte man beliebig ausspinnen, aber "der mit Haus" ist sicher besser dran. Und: bloss, weil einige Obdachlose gut "ohne" auskommen moegen, ist das ja kein Konzept zu sagen "nach dem GO verlassen wir alle unsere Haeuser" statt vorher einfach vorzusorgen?!

Unterkühlung ist (fast) immer das größte Problem. Auf jeden Fall ist das gefährlicher als Hunger und Durst.

Der Obdachlose waermt sich meist im Bahnhof auf ... Oder im Stehimbiss ... Auf deren Fortbestand sollte man aber im Krisenfall ja gerade nicht vertrauen ...

Sicher kann man argumentieren, dass ein Ofen auch nur dann sinnvoll ist, wenn man ein Haus hat.

Die Menschheit wurde, mit allen Vor- und Nachteilen, sesshaft. Sesshafte einfach zu Nomaden zu machen, nach dem Motto "belaste Dich nicht mit Deinem dysfunktionalen Leben/Haus/Garten" - "Don't worry, be happy", finde ich schraeg.

Nun, mag sein, wobei ich schon mehrfach an Öfen stand im Freien.

Ja, Strahlungswaerme hat was ...

Bei Wind und Wetter Bootsruempfe abzuschruppen ging auch nur, weil wir Strahler im Ruecken hatten.

... was ist, wenn man ein Haus hat, und die Krise länger als ein paar Wochen dauert? Vielleicht ein paar Monate? Und dann ist das Haus so was von ausgekühlt ohne Ofen, da ist auch nichts mehr mit Wäsche waschen, geschweige denn trocknen, dann friert die Wäsche beim Waschen ...

Andere Frage, man sieht, dass das m.E. eine maennerdominierte Diskussion ist, die den Grossteil der Kinderaufzucht den Frauen ueberlaesst: und was ist mit Kleinkindern???

Gab ja hier schon einige Threads zum Thema "survival":

Leben in und mit der Krise ...

Zu Heizthemen:

Wahnsinn Waermedaemmung mit vielen Folgebeitraegen, in denen es auch und gerade um Heizen geht.

Insbes. waren auch schoen diese Murokausten, deren Bilder leider verschwunden sind.

Es wurde ja mehrfach der Bullerjahn erwaehnt, jedoch denke ich, gerade in Krisenzeiten, wenn Brennmaterial knapp wird, ist das eine grandiose Verschwendung.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

CM, was hältst Du von ...

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 28.01.2016, 08:32 vor 3662 Tagen @ CrisisMaven 9428 Views

Hallo CM,

jetzt hast Du zu einem genannten Ofenmodell, dem Bullerjan (ohne "h"!), einen Kommentar gegeben:

Es wurde ja mehrfach der
Bullerjahn
erwaehnt, jedoch denke ich, gerade in Krisenzeiten, wenn
Brennmaterial
knapp wird
, ist das eine
grandiose
Verschwendung
.

Was hältst Du von den anderen genannten Ofenmodellen:

Olivia: Dauerbrand-Allesbrenner-Kaminofen
Ondekdebüllent: Holzofen, mit massiven Steinplatten, 350 kg.
Mephistopheles: zu jemand anderem gehen, der einen Ofen hat [[zwinker]]
Jupp: Jotul F3
Fairlane: 8kW Ofen von HARK plus Petroleumofen
Durran: Schwerkraftheizung mit Festbrennstoffen
Konstantin: Tigchel Speicherofen
Blut-Svente: nunnauuni Specksteinofen 1,6to
politikus: Grundofen von biofire
StillerLeser: SanCal + Kupferrohr/Bypass
Bernadette_Lauert: wassergeführter Kachelofen

natürlich interessiert mich am meisten, was Du von meiner Wahl (Tigchel) hältst. Kannst auch gerne Gegenargumente nennen. Vermute ja, dass Du nicht alle genannten Öfen aus eigener Erfahrung kennen kannst und jedes Modell Pro und Contra Seiten hat. Daher interessiert mich Deine Einschätzung zu den genannten Ofenmodellen aus Deiner Sichtweise.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Wie schon ungefaehr geschrieben - der physiologische Waermeeindruck beruht zu etwa 70% auf (Infrarot-) Strahlung ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 28.01.2016, 15:45 vor 3662 Tagen @ Konstantin 9581 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.01.2016, 16:17

Was hältst Du von den anderen genannten Ofenmodellen:
Olivia: Dauerbrand-Allesbrenner-Kaminofen
Ondekdebüllent: Holzofen, mit massiven Steinplatten, 350 kg.
Mephistopheles: zu jemand anderem gehen, der einen Ofen hat [[zwinker]]
Jupp: Jotul F3
Fairlane: 8kW Ofen von HARK plus Petroleumofen
Durran: Schwerkraftheizung mit Festbrennstoffen
Konstantin: Tigchel Speicherofen
Blut-Svente: nunnauuni Specksteinofen 1,6 to [oder 1,7? [[zwinker]] - vgl. @Albert]
politikus: Grundofen von biofire
StillerLeser: SanCal + Kupferrohr/Bypass
Bernadette_Lauert: wassergeführter Kachelofen
natürlich interessiert mich am meisten, was Du von meiner Wahl (Tigchel) hältst. Kannst auch gerne Gegenargumente nennen. Vermute ja, dass Du nicht alle genannten Öfen aus eigener Erfahrung kennen kannst und jedes Modell Pro und Contra Seiten hat. Daher interessiert mich Deine Einschätzung zu den genannten Ofenmodellen aus Deiner Sichtweise.

Wie schon geschrieben kommt es auf einerseits den "physiologischen Waermeeindruck" an. Das, was salopp mit "Barackenklima" im Volksmund bezeichnet wird, ist einem Wandaufbau und einer Heizung geschuldet, bei der die Waende schlecht isoliert sind und man daher punktuell (z.B. "Kanonenofen") mit hoher Temperatur die Luft heizen muss, um ueberhaupt warm zu werden.

Typischerweise bedeutet das eine mehrere Grad (hoehere) Lufttemperatur (und damit tendenziell mehr Heizaufwand), als bei reiner Strahlungswaerme. Ja, solange es nicht als "zugig" empfunden wird, kann die Luft sogar kalt sein, und man fuehlt sich durch Strahlungswaerme dennoch "wohlig" warm, was ja jeder, der schon mal an einem Lagerfeuer gesessen hat, kennt. Dass am Lagerfeuer der Ruecken "kalt ist", hat lediglich damit zu tun, dass "hinten" keine Waende sind.

Waeren dort kalte Waende, waere der Gesamteindruck -trotz Wand- immer noch genauso unguenstig, wie bei dem Lagerfeuer in "freier Wildbahn".

Woher also nun das "zweite Lagerfeuer im Ruecken" nehmen?

Logischerweise ist das eben die Wand des Hauses/Zimmers des sesshaften Menschen, der eben nicht im Tipi lebt und es "vorne warm, hinten kalt" hat.

Da 70% des Waermeempfindens/des "Wohlbefindens" nach verschiedensten Untersuchungen (kann aber jeder an sich selbst ueberpruefen - vgl. Lagerfeuer, da sind es eher 90%) auf Strahlung zurueckzufuehren sind UND gleichzeitig "je weniger Konvektion, desto weniger Staub", lege ich immer schon das Schwergewicht auf "grosse Speichermasse" (in Wand und Heizung/Waermespeicher) und geringe Temperaturunterschiede in der Raumluft.

Wenn man bedenkt, dass die Staubbelastung in Innenraeumen eher 20 mal so hoch ist, wie "draussen" (es sei denn, man atmet direkt Auspuffgase ein oder wohnt in chinesischen Grossstaedten), dann kommen bei allen Menschen, die nicht rauchen, offenbar die restlichen Lungenkrebse, die "Baseline", zum grossen Teil von Staeuben, die eingeatmet werden und nicht gleich wieder ausgehustet werden ("lungengaengige Staeube", vgl. Asbest etc.).

Eine moeglichst wenig, ausser zwecks Lueftung, umgewaelzte Raumluft ist also Lungenkrebsvorsorge! Und ... die Stosslueftung mit Aussenluft bringt ja staubfreie, "trockene" Luft ins Haus, senkt also das Lungenkrebsrisiko ebenfalls.

Wenn ich es recht verstanden habe, handelt es sich im konkreten Fall noch dazu um ein Haus mit Holzwaenden.

Holz hat nun eine wesentlich geringere Waermeleitfaehigkeit, als z.B. Stein oder Beton.

Folglich wuerde ich tippen, wenn ich mir die Logik bei dem Tigchel-Speicherofen anschaue, dass die relativ grosse Oberflaeche bei grosser Speichermasse eine "angenehm niedrige" Oberflaechentemperatur einerseits und eine Strahlung "in Koerperhoehe" (und darueberhinaus, es sei denn, jemand ist "Riese" - kuehler Kopf ist ja aber nicht schlimm ...) bewerkstelligt. Da hatte ich ja beim Bullerjan so meine Zweifel.

Da die Waende ("das zweite Lagerfeuer im Ruecken", s.o.) in diesem Falle nun mehr genau dieser Waerme rueckstrahlen, als sie auf Anhieb durchlassen, vermute ich, dass man das Raumklima ueberwiegend als angenehm empfinden koennte.

Eine Brennwert-Ausnuetzung von ca. 93% (vor Jahren noch undenkbar und bei selbstgebauten Grundoefen/Kacheloefen i.d.R. auch nie annaehernd erreicht) laesst auch nicht mehr viel zu wuenschen uebrig - auf 100% wird man logischerweise nie wirklich kommen und jedes weitere Prozent ueber 93 hinaus duerfte immer teurer werden, d.h. vermutlich ist "ein Holzscheit mehr" billiger als weitere Optimierung.

Ich vermute auch, dass -Angaben habe ich nicht gefunden- der Staubaustrag beim Tigchel gering oder "unter der Nachweisgrenze" ist, wegen der quasi pyrolytischen Verbrennung (siehe auch "1 Eimer Asche in 6 Wochen" bei aehnlicher Effizienz); das ist deswegen u.U. wichtig, weil, siehe Forster-Kessel, das nunmehr auch noch vom Schornsteinfeger gemessen und ggf. bemaengelt werden darf.

Also: je hoeher die Brennwert-Ausnutzung und je geringer die Staubbelastung, desto zukunftssicherer ist Heizkessel oder Ofen!

Wenn zudem mit Holz ("regenerative Energie") geheizt wird, wird das von den derzeitigen und vermutlich zukuenftigen Energieverordnungen auch noch positiver gesehen, als Gasheizung!

Und wer diese Effizienz noch steigern will, der kann sich ueberlegen, wie er die typische Restfeuchte des Brenn-Holzes (meist ca. 15%) weiter senkt.

Denn 15% Restfeuchte = 150 Gramm Wasser/kg Holz.

Die Verdampfungswaerme des Wassers laesst sich aber bei einem Rauchgasschornstein (anders als bei Gasheizungen mit Kondensatabscheider) nicht bis zum Schornsteinaustritt "rueckgewinnen", soll der Dampf nicht im Schornstein kondensieren und u.U. zur irreparablen Versottung fuehren.

Vermutlich also ist ein solcher Speicherofen dann das "Non-Plus-Ultra", wenn es auf Energieeffizienz und Bedienungskomfort (nur einmal nachladen/Tag, wenig Asche) einerseits ankommt, andererseits man aber Holz als die ultimative regenerative Energiequelle nutzen will, man aber nicht eine komplex-teure Heizanlage, die eben Elektronik und Strom braucht, einsetzen will. Hat man dennoch schon eine, dann ist ein solches Heizkonzept die Absicherung fuer den Fall, dass Strom weg ist und/oder Elektronik durch EMP "frittiert" wurde.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Was wäre die beste Heizmethode?

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 28.01.2016, 18:53 vor 3662 Tagen @ CrisisMaven 9368 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.01.2016, 19:12

Hallo CM,

danke für die ausführliche Antwort.
Ja, unser Haus ist ein Holz-Blockhaus:

Wenn ich es recht verstanden habe, handelt es sich
im konkreten
Fall
noch dazu um ein Haus mit Holzwaenden.

Holz hat nun eine wesentlich geringere Waermeleitfaehigkeit, als z.B.
Stein oder Beton.

Ja, ungefähr 3 mal weniger, siehe:
Außenwand aus Mauerziegeln Dicke: 24 cm U-Wert in W/(m²K) ca. 1,5
Außenwand aus Massivholz (ohne Wärmedämmung) Dicke 20,5 cm U-Wert in W/(m²K) 0,5
Angaben aus: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmedurchgangskoeffizient


Also, wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du, der Tigchel ist eine gute Entscheidung:

Folglich wuerde ich tippen, wenn ich mir die Logik bei dem
Tigchel-Speicherofen
anschaue, dass die relativ grosse Oberflaeche bei grosser Speichermasse
eine "angenehm niedrige" Oberflaechentemperatur einerseits und eine
Strahlung "in Koerperhoehe" (und darueberhinaus, es sei denn, jemand ist
"Riese" - kuehler Kopf ist ja aber nicht schlimm ...) bewerkstelligt. Da
hatte ich ja beim
Bullerjan
so meine Zweifel.


Zu diesen beiden hast Du aber nichts gesagt, ich finde die auch sehr gut wegen großer Speichermasse. Sie sind halt nicht mobil, wie ich im Eingangpost als günstige Eigenschaft in einer Krise angesprochen habe:

Blut-Svente: nunnauuni Specksteinofen 1,6 to
politikus: Grundofen von biofire

Was wäre denn die beste Heizmethode, der beste Ofen, den Du Dir vorstellen kannst? Was gäbe am meisten Strahlungswärme und wäre am sparsamsten?

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Der Schwan mit seinen Hypokausten

Ankawor, Donnerstag, 28.01.2016, 19:06 vor 3662 Tagen @ Konstantin 9214 Views

Was wäre denn die beste Heizmethode,

Ich mische mich da mal kurz ein.

Den Schwan mit seinen Hypokausten kennst du ja bestimmt. Warmluft durch die Wände, fertig. Wenn die Außenwände warm sind, kanns drinnen auch nicht kälter werden.

Die ganzen technischen und theoretischen Überlegungen in diesem Thread sind damit hinfällig.

Mit ein wenig Mühe kann man die Warmluft mit einem Holzofen erzeugen. Die Firma Bullerjan hat mir bestätigt, dass das natürlich mit den Rohren am Bullerjan geht. Flexibles Rohr dran, fertig.

Mit den Biomeiler kannst du ja auch Warmluft machen. Was wäre idealer? Ich würde mir sowas bauen. Leider musste ich das Konzept im Juli abbrechen.

Unterschied Neubau - Altbau

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 28.01.2016, 19:15 vor 3662 Tagen @ Ankawor 9106 Views

Hallo Ankawor,

Den Schwan mit seinen Hypokausten kennst du ja bestimmt. Warmluft durch
die Wände, fertig. Wenn die Außenwände warm sind, kanns drinnen auch
nicht kälter werden.

Das hatten schon die Römer in ihren Bädern....

Gut, bei einem Neubau mag so was richtig schön zu machen sein. Dann mag es massiv aufgewirbelten Staub IN den Wänden geben, aber dem Bewohner ist das egal, im Zimmer ist nur Strahlungsheizung zu spüren. [[top]]

Nur, in einem Altbau die Wände aufdoppeln und in die Hohlräume Warmluft zu führen mag oft nicht gehen oder nur mit zu hohem Aufwand.

Daher muss ich meine Frage wohl spalten:
Was wäre die beste Heizmethode?
- Für einen Neubau
- Für einen Altbau

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Echt ein Problem?

Ankawor, Donnerstag, 28.01.2016, 19:27 vor 3662 Tagen @ Konstantin 9058 Views


Gut, bei einem Neubau mag so was richtig schön zu machen sein. Dann mag
es massiv aufgewirbelten Staub IN den Wänden geben, aber dem Bewohner ist
das egal, im Zimmer ist nur Strahlungsheizung zu spüren. [[top]]

Nur, in einem Altbau die Wände aufdoppeln und in die Hohlräume Warmluft
zu führen mag oft nicht gehen oder nur mit zu hohem Aufwand.

Das kann ich nicht nachvollziehen.

Manche Leute lassen sich sogar in fernen Ländern Öl aus der Erde pumpen, lassen es hertransportieren, in großen Anlagen raffinieren, verbrennen es dann in komplizierten technischen Heizkesseln.

Da ist doch wohl so eine Vorsatzschale innen vor die Außenwände und ein bisschen Aufwand bei den Versorgungsleitungen einfacher, dann ist Ruhe.

In einem geschlossenen Luftkanalkreislauf interessiert niemanden der Staub, aber man kann ja Wartungsklappen anbringen und ab und zu mal kräftig durchblasen. Dann noch ein bisschen Zeolith gegen Feuchtigkeit rein und ab und zu mal austauschen, was soll da kompliziert sein.

Gerade im Zusammenhang mit Biomeiler, eine kleine Arduino-Steuerung und schon hat dein Haus ganzjährig 23 Grad, ohne dass du dich kümmern musst.

Achso, die Kühlung. Kleine Weiche in den Luftkanal und ein paar Rohre ins Erdreich, dann kann im Sommer gekühlt werden.

Ich fange grade wieder an, mich geistig einzuarbeiten. Mal sehen, wo das endet <img src=" />

Hm, ich fand nur fuer den Tigchel bezifferte Effizienzwerte ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 28.01.2016, 19:14 vor 3662 Tagen @ Konstantin 9488 Views

Zu diesen Beiden hast Du aber nichts gesagt, ich finde die auch sehr gut wegen großer Speichermasse. Sie sind halt nicht mobil, wie ich im Eingangpost als günstige Eigenschaft in einer Krise angesprochen habe:

Blut-Svente: nunnauuni Specksteinofen 1,6 to

Da finde ich bisher -auf Anhieb- nur den Satz:

"Das Verbrennungssystem basiert auf einer genauen Luftführung – mit der richtigen Menge an Luft für jede Phase des Abbrennens. Dadurch erfolgt die Verbrennung des Heizmaterials bei einer gleichbleibenden Temperatur von 800 bis 1.200°C – für mehr Effizienz und weniger Emissionen."

Aber eben keinen Prozent-Wert.

Aber auf der eigenen Webseite ist ein Zeitungsartikel verlinkt, der von "nur" 84% spricht:

"Bei einer Temperatur von 800 bis 1.200 Grad Celsius in der Feuerkammer erreicht der Kamin den hochwirksamen Wirkungsgrad von 84 Prozent." (Hervorhebung CM)

Fuer den Tigchel findet man:

"... technisch ausgeklügelte Turbinen-Brennkammer mit mehrstufigen Luftdüsen steigert die Brenntemperatur bis auf 1200° C und verbessert so Abbrandqualität, Heizleistung und Wirkungsgrad auf über 90 %."

(Woanders war es meiner Erinnerung nach noch genauer, eben die besagten 93%.)

politikus: Grundofen von biofire

Auch hier finde ich nichts.

Was wäre denn die beste Heizmethode, der beste Ofen, den Du Dir vorstellen kannst? Was gäbe am meisten Strahlungswärme und wäre am Sparsamsten?

Das muss ich mal zusammenstellen, da muss ich deutlich weiter ausholen und in die Grundlagen gehen, aber eines sei von vornherein schon verraten: das, was ich fuer das "effizienteste" halte, ist nur mit einer Hauskonstruktion zu haben, die so i.d.R. (noch) nirgends gebaut wird und daher waere die Auskunft fuer ein bestehendes Gebaeude (Holzhaus) ohnehin muessig.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Ich HABE einen Ofen!

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 28.01.2016, 23:51 vor 3662 Tagen @ Konstantin 9124 Views

Mephistopheles: zu jemand anderem gehen, der einen Ofen hat [[zwinker]]

und eine Axt, mit der ich hinter der Haustüre im toten Winkel auf Besuch warte.[[freude]]

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Prima, dass ihr so dolle vorgesorgt habt. Dann habt ihr im Falle eines Falles...[Edit]

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 26.01.2016, 17:31 vor 3664 Tagen @ Konstantin 11161 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.01.2016, 17:49

im Handumdrehen mehr Mitbewohner, als eure Bude fassen kann, und ist sie auch noch so groß.

Muss die Bude dann wegen Überfüllung doch geschlossen werden, so deuten historicsche Erfahrungen darauf hin, dass als erstes die Besitzer rausgeworfen werden in die Kälte, weil es kommen immer noch Nachzügler, der Besucher, verwandt oder bekannt mit diesen, und da muss der Besitzer doch wohl Verständnis für haben.
Wenn nicht, zieht man ihnen was mit der Axt übern Schädel.


Auf jeden Fall ist ein genügend großer Brennholzvorrat immer eine sichewre Investiton.

Gruß Mephistopheles

[Edit] Ich hab den Beitrag von @Prophet erst nachher gesehen, er hat natürlich recht.
Nichtsdestotrotz, das Problem mit den Mitbewohnern und der durch diese hervorgerufenen Lebensgefahr betrifft im Falle eines Kollapses natürlich alle, die in irgendeiner Weise vorgesorgt haben.
Ja, man kann sogar davon ausgehen, in den ersten Tagen und Wochen eines Kollapses befinden sich ausschließlich die in akuter Lebensgefahr, welche in irgendeiner Art und Weise vorgesorgt haben. Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Gäste & Freunde

Fairlane @, Dienstag, 26.01.2016, 20:34 vor 3664 Tagen @ Mephistopheles 10178 Views

Hallo Mephistopheles,

absolut richtig - man hat mit Sicherheit im G.O.-Fall Leute vor der Haustüre stehen, die man kennt oder mit denen man verwandt ist.

Man kann durchaus hart sein und die Türe zu lassen; irgendwann werden sie verstehen, dass sie nicht erwünscht sind.
Sollte man sich dennoch erweichen lassen, dann sollte man ihnen einschärfen dass es Regeln gibt, an die sie sich zu halten haben und jeder der Aufgenommenen sich nützlich zu machen hat.

Soll man wegen solcher möglichen und wahrscheinlichen Widrigkeiten etwa nicht vorsorgen, nur damit man achselzuckend in der Türe steht und sagen kann "Ich hab nix, bei mir gibts definitiv nix - bin genauso schlecht dran - geh wieder?".

Also eher lasse ich die Rolläden runter und tue so, als wäre ich ausgeflogen.

Jeder kann vorsorgen, wer es nicht tut ist schlichtweg naiv und nicht willens Krisen zu überstehen; so gut wie jedes Tier betreibt Vorsorge, ob nun ein Eichhörnchen oder ein Bär, nur der moderne Mensch denkt, daß ewig Strom aus der Steckdose kommt, der Supermarkt immer volle Regale hat und in der Glotze ewig ein illustres Lichtspiel flackert.

Leben bedeutet, daß es keine Sicherheit gibt, nur gewisse Grade von Unsicherheit.

Vorsorge hält gewiss nicht ewig und manche Krise kann länger dauern oder anders verlaufen als geplant, aber es ist meiner Meinung nach besser nicht zu den ersten Verlierern oder Opfern einer Krise zu gehören.

Gruss, Fairlane

Dauerbrandofen

Jupp @, Dienstag, 26.01.2016, 17:34 vor 3664 Tagen @ Konstantin 11308 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.01.2016, 18:28

Hallo,
ich habe mir vor 14 Jahren einen Jotul F3 eingebaut, der auch langes Holz bis 45cm aufnimmt.
Ein kleines feines Öfchen aus Guss (ohne Schamottsteine)mit 6 kW Heizleistung.
Bei dem braucht man auch nicht ständig irgendetwas austauschen, evtl. alle 12 Jahre die Türdichtungsschnur.
Verbraucht recht wenig Holz und man kann den sehr einfach reinigen. Einfach den Deckel runter mittels zweier Inbusschrauben und aussaugen.
Abends kurz vor dem Schlafen lege ich 2-4 Braunkohlebriketts in die Seiten und morgens ist das Teil noch schön warm.
Morgens mache ich den den Rost sauber, Aschekasten leeren und ziehe die Briketts danach mit Feuerhaken in die Mitte. Kleines Holz drauf und das Ding zieht gleich wieder. Da ich meine Heizungsanlage nur bei sehr kalten Tagen anhabe, halten sich meine monatlichen Nebenabgaben im überschaubaren Bereich.

http://jotul.com/de/produkte/holz-kaminoefen/Jotul-F-3

Jotul hat natürlich noch andere schöne und größere Modelle.

Grüße
Jupp

Drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung liest sich erstmal ganz easy...

Didi @, Dienstag, 26.01.2016, 17:54 vor 3664 Tagen @ Konstantin 10999 Views

Zum Überleben ist Wärme weit wichtiger als Essen und Trinken! Man kann
drei Tage ohne Wasser und drei Wochen ohne Nahrung überstehen


Das trifft aber dann nicht zu, wenn man kurz zuvor noch „Zivilisationsnahrung“ zu sich genommen hat. Die ersten Tage ohne Nahrung erhöht sich (auch in den kälteren Jahreszeiten) der Wasserverbrauch auf mindestens fünf Liter pro Tag. Erst nach ein paar Tagen reduziert sich der Wasserverbrauch allmählich wieder. Unbedingt auch an eine Darmentleerung denken – kommt oben nichts nach, geht unten nichts mehr raus und das über Tage. In Verbindung mit Wassermangel eine äußerst unangenehme Situation und irgendwann sehr schmerzhaft.

Anders sieht es aus, wenn man sich auch vor einer Krisensituation entspr. ernährt hat mit bspw. Rohkost und sehr wenigen bis gar keinen Gewürzen. Ich habe es vor etlichen Jahren im Hochsommer einmal geschafft, eine Woche lang auf Wasser und Nahrung zu verzichten. Das schaffte ich aber nicht von jetzt auf gleich, sondern mit entspr. Vorbereitung, auch mental. In der Zeit war ich topfit und hatte kein Gramm Übergewicht. In dem Jahr habe ich insgesamt vier Monate gefastet. Einmal fast drei Wochen am Stück. Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob man freiwillig verzichtet oder einfach nichts mehr zu trinken und essen hat. Man stellt sich das alles etwas zu easy vor – die Praxis sieht aber anders aus. Kann aber zum Glück jeder in einer Fastenwoche selbst erfahren und muss man nicht glauben.

Zum Thema Heizen noch eine Erfahrung – während einer Fastenzeit spielt es keine Rolle, ob in einem Raum 18 oder 25 Grad Temperatur herrschen. Man friert ständig. Man kann sich raussuchen, ob man sich ständig bewegt (mit entspr. schneller Gewichtsabnahme - bis zu 1 kg/Tag) oder für Nahrungszufuhr sorgt. Hat der Körper nach ein paar Tagen auf Energiesparen umgeschaltet, spielen weder die Raumtemperatur noch die Anzahl angezogener Pullover eine
Rolle – man friert ständig.

Wenigstens ein Trost: Nach drei bis fünf Tagen des Fastens verschwindet das Hungergefühl. Ich habe es wohl etwas übertrieben seinerzeit, jedenfalls habe ich überhaupt kein Hungergefühl mehr.

Nur meine Erfahrungen und Gruß
Didi

Keep it simple!

Fairlane @, Dienstag, 26.01.2016, 20:04 vor 3664 Tagen @ Konstantin 10697 Views

Hallo Konstantin,

was die Heizung anbelangt habe ich nicht nur wegen eines möglichen G.O. schon vor Jahren etwas geändert - mein Haus hat noch Nachtspeicheröfen, was in den 70er Jahren bequem und bezahlbar war - sondern auch wegen der gestiegenen Stromkosten. Für eine Heizperiode hätte ich gut 2.700 EUR für eine 100qm große Wohnung berappen müssen. Also habe ich mir einen 8kW Ofen von HARK hingestellt, welcher mich dank Sonderangebot 4.000 EUR gekostet hat.
Pro Heizperiode plane ich 6 Kubikmeter Holz und 1t Kohle ein, wofür rund 750 EUR zu veranschlagen sind.

Fazit bisher: Die Wohnung wird in jedem Fall und auch bei knackigen Minusgraden über 20 Grad warm, dort wo der Ofen steht (Wohnzimmer mit über 30qm) gut 38 Grad. Wenn es draussen über Wochen richtig kalt ist (z.B. -17 Grad), dann heize ich 24/7 durch, was zwar mit Aschekasten entleeren und Nachlegen von Kohle und Holz etwas mehr Arbeit macht; allerdings ist mir diese Unabhängigkeit eine Genugtuung gegenüber den Stromversorgern.

Meine kalkulierte Brennstoffmenge hat bisher immer gereicht und im Frühjahr kaufe ich stets Holz nach, im Herbst oder sogar noch im Winter entsprechend Kohle, damit immer etwas da ist.

Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht mehr möglich sein, hätte ich keine Probleme damit im Wald sammeln zu gehen oder das Mobiliar zu verheizen - in einem Notfall geht es eben ums Überleben.

Gewiss ist ein solcher Ofen erst mal eine Investition, sie zahlt sich allerdings aus und man ist dann krisenfest.

Solltest Du eine derartige Investition scheuen, empfehle ich Dir für den Notfall und zum Überbrücken einen Petroleumofen. Dieser ist zwar klein und hat keine rekordverdächtige Leistung (meist um die 2kW), aber selbst damit lässt sich ein Raum gut erwärmen:

Hier ein einfacher Petroleumofen

Pro Betriebsstunde schluckt er um die 250ml Petroleum und in Stahlkanistern gelagert hält sich der Brennstoff auch über ein paar Jahre. Am besten legt man sich noch ein paar Glasfaser-Dochte auf Reserve, damit stellt man die Betriebsbereitschaft sicher <img src=" />

Entsprechend warme Kleidung und ein geeigneter Winterschlafsack sind für den absoluten Notfall auch überlegenswert.

Gruss, Fairlane

Schwerkraftheizung.

Durran @, Dienstag, 26.01.2016, 21:10 vor 3664 Tagen @ Konstantin 10738 Views

In der DDR waren in EFH meist Schwerkraftheizungen im Einsatz. Stromlos betrieben, einfache Konstruktion. Wo ist das Problem. Mit Festbrennstoffen beheizbar funktioniert nach 50 Jahren immer noch tadellos.

Ansonsten Holzofen oder ein einfacher Dauerbrandofen.
Notfalls einen Bullerjahn lagern, der kann das Haus auch schön heizen.

Schwerkraftheizung

aliter @, Dienstag, 26.01.2016, 22:43 vor 3664 Tagen @ Durran 10308 Views

In der DDR waren in EFH meist Schwerkraftheizungen im Einsatz.

Ja die Schwerkraftheizung, ich finde die auch sehr interessant, bei meinem ersten Besuch vor der Wende hatte ich so eine kennengelernt, ein faszinierendes Gebilde mit dicken Rohren.
Die Vorteile sind natürlich: keine Pumpe, keine Elektrik, keine anfällige Regelungselektronik. Nachteil: Viel Wasser, dicke Rohre, langsamer Durchsatz.
Trotzdem, wenn man das in Kauf nimmt hoch interessant, zumal man eigentlich heute mit temperaturstabilen Kunststoffrohren so ein druckloses Teil in Windeseile zusammenstecken könnte, offener Wasserspeicher und fertig. Allerdings habe ich nicht in Erfahrung bringen können ob das so schon realisiert wurde. Dass die Heizungsbauersippe an wartungsfreien und simplen Dingen nicht so interessiert ist, liegt wohl auf der Hand.

Diese DDR-Technik ist in der BRD unzulässig, weil:

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Mittwoch, 27.01.2016, 02:36 vor 3663 Tagen @ Durran 10344 Views

In der DDR waren in EFH meist Schwerkraftheizungen im Einsatz. Stromlos
betrieben, einfache Konstruktion. Wo ist das Problem. Mit Festbrennstoffen
beheizbar funktioniert nach 50 Jahren immer noch tadellos.
...

Die sog. "Forster Heizkessel aus der DDR" sind seit spätestens vorletztem Jahreswechsel nach Feuerstättenschau amtlich stillgelegt! Alle, basta!

(Mag sein, dass dieser oder jener Essenskehrer ein Einsehen hat.)

Man könnte glauben, so etwas wie Zivilschutz gibt es heute nicht mehr. Schon Stromausfall im kalten Winter für die Dauer von ein paar Wochen würde Häuser unbewohnbar machen und Menschen durchaus in der Folge umbringen, davon bin ich überzeugt. Wenn sie sich nicht schnell helfen, einen Ofen mauern können, um den Frost draußen zu halten ... Aber ob das Frau Oberstudienrätin und Gattin gleich so überblicken werden?

Ich habe als Teil der Gesamtanlage eine kleine Schwerkraftheizung für einen Raum in meinem "Sommerhaus". Die anderen Räume mit Fußbodenheizung, das geht nur mit Pumpen. Küche = Sonderfall.

Zum Heizen, mein Konzept:

Die Reaktion auf langsame oder schnelle Verschlechterung der Lebensverhältnisse (Tendenz "game over") sollte stufig möglich sein, wie bei den Schalen einer Zwiebel. Ohne viel "Menkenke", ad hoc!

Aüßerste Schale: Wohlstand. Beispielsweise wird derzeit bei mir luxuriös automatisch elektrisch zugeheizt, um Frostfreiheit zu garantieren, ich wohne ja dort nicht, jetzt. Und jetzt ist Wohlstand, ich will meine Ruhe und kann mir das leisten.
[[zigarre]]

Mittlere Schalen: Krise im Frühjahr bis Herbst - Wenn Solar nicht reicht, Allesbrenner mit Gartenholz, Scheite, Pappe, Briketts, Steinkohle ... Was eben da ist, wie jetzt schon, in der Übergangszeit. Wenn Stromausfall: Stufig die Umwälzpumpen still legen (je nach Energiebilanz Akku/Solar), im Winter: Wasser bereichsweise ablassen, von außen nach innen, Räume aufgeben.

Innere Schalen: Immer noch Winter? "Photozellen" geraubt? Nur eine Wärmestube mit Schwerkraftheizung bewohnen. Nachbar hat mein Aggregat gegen Hustensaft eingetauscht? [[zwinker]] Schluss mit der "Festbeleuchtung in allen Räumen". Endlich nun auch diese Rohre leerlaufen lassen: Küche als letzten Rückzugsraum, im dunklen Winter, für eine LED wird der Kurbelstrom reichen (Akkus waren zu schwer zum Wegschleppen).

Innerste Schale: Irgendjemand hat mein Holz verschenkt --> Muss ich mit der Frau ins Bett. Auch nicht schlimm [[freude]]

Eigentlich ist es ganz einfach. Was haben die Menschen früher gemacht? Oder heute, in Mangelgesellschaften, sagen wir, in Nepal, wie leben die?

Ich kann mich erinnern, als Kleinkind im Fenster der gut 1 m dicken Mauer in der Küche gesessen zu haben, die immer warm war, da riesiger Küchenherd, knisternd. Backofen hatten die auch. Weiß noch: Habe Fliegen angeguckt und Oma, die neues Holz brachte. Nur, wenn Besuch kam, wurde die "gute Stube or'ndlich geheeezt". Oma sagte immer, zu "früher": "Es gab ja nichts, in der schlechten Zeet!". Die Leute werden dann einfach sparsam, und das bringt niemanden um, keine Panik!

Ich erinnere mich, wegen der "Innersten Schale" fiel mir das ein, einmal von Menschenexperimenten der SS gelesen zu haben, vor mehr als 30 Jahren in einem Propaganda-Buch, war mir gar nicht mehr sicher, gegoogelt, und: Richtig erinnert!

Es geht in dem Text darum, wie bei ernsthafter Unterkühlung der Mann (! Krieger) wieder schnell warm zu kriegen ist, man fand heraus, Zitat:

"Da bei zu langem Verbleiben des Körpers in niedrigen Temperaturen
die Gefahr einer zentralen Schädigung vorhanden ist, muß zur
Wiedererwärmung jene Methode gewählt werden, welche die schnellste
Überwindung der gefährlichen tiefen Temperaturen verbürgt. Diese
Methode ist erfahrungsgemäß die massive Wärmezufuhr durch ein
heißes Vollbad.

Die Wiedererwärmung stark abgekühlter Menschen durch menschliche
oder tierische Wärme kann somit nur in solchen Fällen empfohlen
werden, bei denen andere Erwärmungsmöglichkeiten nicht zur
Verfügung stehen ..."

Ich hoffe nicht, dass wir das einmal brauchen werden. So haben die alten Germanen ihre Kinder über den Winter bringen müssen.

Im übrigen, immer noch fürchte ich, dass meine Mitmenschen für mich dann die größte Gefahr wären. Vor dem Winter habe ich keine Angst. Gegen radioaktiven Fallout und so weiter hülfe natürlich nichts mehr.

Pah! Heizungsprobleme? Ich doch nicht!
[[zigarre]]

Gute Nacht.

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Zu meinem Zitat, Klarstellung (Menschenversuche: Wie Unterkühlte retten?)

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Donnerstag, 28.01.2016, 01:13 vor 3663 Tagen @ Hannes 9290 Views

Mir ist die Frage gestellt worden, wer diesen "Schwachsinn sich ausgedacht hat"?

Es war die SS. Hier noch mal der Link zur Quelle:


Ich erinnere mich, wegen der "Innersten Schale" fiel mir das ein, einmal
von Menschenexperimenten der SS gelesen zu haben, vor mehr als 30 Jahren in
einem Propaganda-Buch, war mir gar nicht mehr sicher, gegoogelt, und:
Richtig
erinnert!

Es geht in dem Text darum, wie bei ernsthafter Unterkühlung der Mann (!
Krieger) wieder schnell warm zu kriegen ist, man fand heraus, Zitat:

"Da bei zu langem Verbleiben des Körpers in niedrigen Temperaturen
die Gefahr einer zentralen Schädigung vorhanden ist, muß zur
Wiedererwärmung jene Methode gewählt werden, welche die schnellste
Überwindung der gefährlichen tiefen Temperaturen verbürgt. Diese
Methode ist erfahrungsgemäß die massive Wärmezufuhr durch ein
heißes Vollbad.

Die Wiedererwärmung stark abgekühlter Menschen durch menschliche
oder tierische Wärme kann somit nur in solchen Fällen empfohlen
werden, bei denen andere Erwärmungsmöglichkeiten nicht zur
Verfügung stehen ..."

Ich hoffe nicht, dass wir das einmal brauchen werden. So haben die alten
Germanen ihre Kinder über den Winter bringen müssen.

Im übrigen, immer noch fürchte ich, dass meine Mitmenschen für mich
dann die größte Gefahr wären. Vor dem Winter habe ich keine Angst.
Gegen radioaktiven Fallout und so weiter hülfe natürlich nichts mehr.

Pah! Heizungsprobleme? Ich doch nicht!
[[zigarre]]

Gute Nacht.

H.

Hinter diesem Verweis in meinem Beitrag ist ein Text zu finden, den ich als Jugendlicher las und der mich damals sehr beeindruckt hat. Einfach mal lesen, dann wird das klar, warum.

Heute weiß ich, dass kalte Gliedmaßen kaltes Blut enthalten und dass das beim plötzlichen Lösen von Abbindungen an stark blutenden Extremitäten durchaus zum Herzstillstand führen kann (Steinherz, kaltes Blut kommt schlagartig).

Diesbezüglich ist das "heißes Vollbad"-Machen wirklich "Schwachsinn", weil riskant.

Wie übrigens die SS-Versuche mir sehr grausam und dabei besonders auch seltsam dilettantisch vorkommen ("Lichtbogen"???).

Aber dies ist noch wichtig:

"Eine Ausnahme machten vier Versuchspersonen, welche zwischen 30 und 32 Grad den Beischlaf ausübten. Bei diesen Versuchspersonen trat nach dem Coitus ein sehr schneller Temperaturanstieg ein, welcher verglichen werden kann mit der Erwärmung in heißem Bad"
und ff.

Weil die Erwärmung von innen erfolgt! Weil dazu menschliche Wärme kommt, Trost! Und weil beim normalen Mann für Sexualität immer noch Energie da ist, das ist das vorletzte was versagt, normalerweise, glaube ich jedenfalls zu wissen.

Also von innen her erwärmen, beispielsweise auch durch warmen Tee. Einschlafen verhindern, besser das Gegenteil, Zuwendung (Psyche), siehe oben!

Gefährlicher Quatsch ist: Mit Schnee abreiben, schockartig heißes Bad.

Wollte ich nur noch klarstellen.

Gute Nacht
H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Speicherofen aus den Niederlanden

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Mittwoch, 27.01.2016, 06:45 vor 3663 Tagen @ Konstantin 12199 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 16:04

Hallo,

danke für die vielen Antworten. Ähnlich wie Ondekdebüllent haben wir uns für schwere Holzöfen entschieden. Allerdings werden wir zwei deutlich schwerere Teile aufbauen (bis 1,2to!), einen pro Etage.

Unsere Entscheidung fiel auf die niederländischen Tigchel-Speicheröfen. In Deutschland sind sie noch recht unbekannt. In den Niederlanden sind sie seit 30 Jahren auf dem Markt.

Hier eine Liste der Eigenschaften dieses herausragenden Ofens:

Es wird auf einmal richtig viel Holz in die Brennkammer gegeben (je nach Modell bis zu 12 kg!).
Dabei werden die Holzscheite senkrecht gestellt und mit ganz wenig Anmachholz von oben angezündet (= saubere Pyrolyse Verbrennung).
Die Brennkammer ist recht hoch, seitlich sind Luftdüsen angebracht.
Oben endet die Brennkammer mit einer Doppel-Wirbelkammer.
Die Verbrennungstemperatur in der Brennkammer erreicht sehr hohe Temperaturen (laut Prospekt bis 1200 °C).
Dadurch wird praktisch alle im Holz gespeicherte Energie freigesetzt.
Vorrangig wird billiges Weichholz verbrannt, weil ein schnelles heißes Feuer gewünscht wird.
Durch die Effizienz von 85 bis 95 % verbraucht man weit weniger Holz als mit vielen anderen Öfen.

Die heißen Gase im Ofen fließen im vorderen Bereich des Ofens nach oben, dann seitlich nach unten. Unter der Brennkammer kommen beide Seitenzüge wieder zusammen und dann geht es an der Rückwand wieder nach oben zum Schornstein.
Durch die vielen Schamotte-Steine wird die Wärme gespeichert und langsam abgegeben.
Das Feuer brennt nur 1 bis 2 Stunden.

Je nach Modell und Raumgröße/Dämmung/Außentemperatur dauert die Entladung der Wärme 8 bis 16 Stunden!
Es gibt vier Größen mit Raumheizvermögen 40 bis 115 m² sowie eine anbaubare Ofenbank.
Minimale Auswahl am Design: 15 verschiedenen Farben, verschiedene Ofentüren und Anschluss Ofenrohr oben/hinten, sonst nichts. Es zählt die optimierte Funktion und nicht der neueste Modeschrei an Design.

Tigchel-Speicheröfen sind Wärme-Öfen und keine Dauer-ins-Feuer-Guck-Öfen.
Statt heißen Stahloberflächen mit Aufwirbelung von verbranntem Staub produziert der Tigchel Speicherofen fast nur Strahlungswärme.
Der Tigchel-Speicherofen wird als Bausatz geliefert und kann selber zusammengefügt werden!

Es wird nichts gemörtelt und gemauert, alle Fugen (Nut und Feder) haben werksseitig angebrachte Dichtstreifen.
Durch diese Bauweise gibt es keine thermischen Spannungsrisse.
Man muss nicht warten bis Lehm/Schamotte nach dem Bau eines Kachelofens trocken ist.
Man kann den Ofen einfach wieder zerlegen und beispielsweise beim einem Umzug mitnehmen.

Sollte (wider Erwarten) mal ein Schamotte Stein in der Brennkammer einen Riss bekommen, kann man den Ofen teilzerlegen, den kaputten Stein austauschen mit einem einzeln nachbestellten Ersatzstein (dies geht bei gemauertem Ofen nicht).
Weil er keine beeinträchtigenden Risse bekommen kann, ist sogar eine Montage auf weniger stabilem Untergrund möglich (Holzbalkendecke / Schiffsdeck etc.), was bei gemauertem Grundofen nicht so ohne Weiteres oder gar nicht geht.

Im Rahmen von zwei Seminaren werden wir unsere Tigchel-Speicheröfen aufstellen.
Vielleicht ein Anlass, dass sich ein paar "Gelbe" treffen?
19.-21. Febr. Seminar: Flamme und Feuer in Herd und Heim
26.-28. Febr. Seminar: Wohlige Wärme für Haus und Hof

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Tigchel-Speicherofen jetzt mit Prüfzertifikat: über 90% Effizienz!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 01.05.2016, 07:47 vor 3568 Tagen @ Konstantin 8762 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 01.05.2016, 13:45

Hallo,

zu den niederländischen Öfen gibt es Neuigkeiten:

Vor wenigen Wochen kam ein Tigchel Speicherofen 6D in den Niederlanden auf den Prüfstand eines unabhängingen Prüfinstituts.

Der 6D ist 150 cm hoch und ist empfohlen für Räume von 40-60m² (150 m³). Laut dem bisherigen Herstellerdatenblatt hat der 6D einen Wirkungsgrad von 87 %. Der neue Prüfbericht bescheinigt eine Energieeffizienz von 91,9 %. Offensichtlich ist der Hersteller mit der Angabe 87 % auf Nummer sicher gegangen, frei nach dem Motto: „lieber untertreiben als übertreiben.“ Die Angabe 91,9 liegt ca. 5,6 % über dem bisherig angegebenen Wert.

Das bisherige Herstellerdatenblatt für den 10D (größtes Modell mit noch mehr Speichermasse) gibt einen Wirkungsgrad von 93% an. So weit ich gehört habe, sollen neben dem 6D demnächst auch alle anderen Modelle auf den Prüfstand. Es würde mich nicht wundern, wenn beim Test des 10D ein deutlich höherer Wirkungsgrad als 93 % herauskommt. Wenn hier genauso die Werksangabe 5,6 % tiefer liegt als der tatsächliche Effizienzwert, dann könnte beim Prüfzertifikat des 10D eine Energieeffizienz von 98 % herauskommen. Wir werden sehen.

Zertifikat vom 6D siehe hier: http://www.tigchelkachels.nl/nieuws?news_id=304910

Viele Grüße
Konstantin

--
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Gute Wahl

Blut-Svente @, Mittwoch, 27.01.2016, 08:52 vor 3663 Tagen @ Konstantin 10146 Views

Hallo Konstantin,

die grundsätzliche Überlegung führt zu 2 verschiedenen Ansätzen:

kurz und schnell schön warm, dann sind Bullerjan und Co. eine gute Wahl.
Wo Licht, ist auch Schatten, soll heissen, hoher Holzverbrauch und wenn
das Feuer aus ist, ist es nach spätestens 30 min. wieder kalt.

Oder gleichmäßig warm. Speicheröfen sind aufwändiger, teurer,
aber nachhaltiger und gehen mit der Recource Energie
(in Form von Holz z.B.) wesentlich sparsamer um.

Meine Wahl fiel auf einen finnischen Speckstein-Eckofen von Nunnauuni.
Gewicht ca. 1,6 to., wurde vom Ofenbauer in 2 Tagen aufgebaut.
Speicherofen

Nun, war nicht ganz billig, aber seinen Preis wert, sehe es als Invest
in das Haus. Mit etwa 15 kg. Holz, welches innerhalb von 4-5 Stunden
verbrannt wird, heizt sich der Speckstein auf etwa 60 Grad auf und
gibt durch überwiegend Infrarot-Strahlung bis zu 48h ordentlich Wärme ab.
In der unteren Etage braucht es fast keine zusätzlichen Heizkörper,
wenn der Specksteinofen in Betrieb ist.
Das einzige Problem, welches der Ofen generiert, ist der Zoff, den
beide Katzen ausfechten, wer denn auf der Bank vor dem brennenden Ofen
liegen darf. Mittlerweile hat sich das so eingespielt, dass der Kater
auf der Sofa-Lehne liegt und beide das Katzensolarium in vollen Zügen
genießen. Für die beiden steht fest: Nie wieder ohne! [[zwinker]]

Habt ihr schon die Statik geprüft, wenn so schwere Teile aufgebaut werden sollen?

Beste Grüße
Svente
PS: Im nachhinein hätte ich einen mit Backfach wählen sollen.

Grundofen ist meine Wahl

politikus @, Mittwoch, 27.01.2016, 10:57 vor 3663 Tagen @ Konstantin 10041 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 11:05

https://goo.gl/photos/Ju8q3aWf1oyvts1u7

Geplant von Biofire, Salzburg.

http://www.biofire.com/de/

Mal nach der Funktionsweise eines Grundofens googeln.

Hat nur Vorteile. Der Link führt zu den Bildern des Aufbaus! Er wiegt 1,6 to

Ein Abbrand eine gute Stunde, danach 12 Stunden Strahlungswärme.

@Svente: Das mit den 48 Stunden kann ich kaum glauben. Im Prinzip funktioniert er, wie unser. Definitiv strahlt unserer nur 12 Stunden gut ab und danach nur noch lauwarm. In der heissesten Phase ist die Oberfläche um die 80 Grad heiss und baut dann langsam über 12 Stunden ab. Bis ca. 5 Grad plus reicht ein Abbrand pro Tag. Wird es kälter mache ich zwei mal das Feuer an.

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

@Politikus

Blut-Svente @, Mittwoch, 27.01.2016, 11:30 vor 3663 Tagen @ politikus 9614 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 15:52

Moin,

ein Grundofen ist auch eine sehr schöne Sache, wenn man den Platz dafür
hat (Faktor 5?). Die Züge sind deutlich länger als beim (meinem) Specksteinofen
und das Prinzip ist das gleiche, nur dass hier Schamott-Steine, aus
denen die Züge gemauert werden, verwendet werden und die Wärme speichern.
Die Masse ist wohl in etwa identisch.
Wir waren mal in Österreich auf einem Bauernhof, da wurde der Grundofen vom
Hausflur aus beheizt und in der Wohnstube war der Ofenkorpus als großes
Halbrund mit einer Holzbank drumrum und einer Art Holz-Hochbett in etwa 2m
Höhe darüber. Sicher schon über 100 Jahre alt und ein echter Traum.

Du hast natürlich recht, voll aufgeladen mit etwa 60 Grad C an der
Außenseite ist mein Ofen nach genau 48h noch lau warm, Heizwirkung
ist effektiv etwa 36h gegeben. Die Temp.Kurve verläuft halt mit e hoch minus tau.
Der Hersteller wirbt ja mit "bis zu..." [[zwinker]]
Trotzdem ein sehr schöner Ofen (Modell Sandra) finde ich, ich erfreue mich
jeden Tag daran und bereue das Invest nicht im Geringsten.

Viel Erfolg und gutes Gelingen
Gruß
Svente

PS: Hatte mir auch die Hark Öfen angeschaut, in DU ist eine große
Ausstellung. Das ist im Prinzip nur ein Stahlkorpus, der optisch
ansprechend mit netten Kacheln vermauert wird, aber überall Luftschlitze
für die Warmluft Zirkulation hat, und im Verhältnis sehr teuer ist.
Und speichert fast nix. Meine Meinung.
Daher fiel die Entscheidung auch aus örtlichen Gegebenheiten auf den Finnen.

Grundofen

politikus @, Mittwoch, 27.01.2016, 20:46 vor 3663 Tagen @ Blut-Svente 9534 Views

Hallo, Svente! Unsere Öfen kann man sicher nur bedingt vergleichen, gleichwohl ist das Prinzip ähnlich. Uner ygrundofen hat eben den Nachteil, dass er nicht flexibel einsetbar ist. Er ist träge. Aber das ist aus unserer Sicht auch ein Vorteil. uMwelt, Sparsamkeit sind auch Pfunde!
Jedenfalls wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß mit Deinem Wärmespender. Es ist eine ganz andere Wärme, als vom Heizkörper. Und wenn es dann doch mal etwas wärmer in der Stube wird, und diei Göttergattin sich durch Entledigung überflüssiger Kleidung Abkühlung verschafft, so kann das auch reizvoll sein! lol


oin,


ein Grundofen ist auch eine sehr schöne Sache, wenn man den Platz dafür
hat (Faktor 5?). Die Züge sind deutlich länger als beim (meinem)
Specksteinofen
und das Prinzip ist das gleiche, nur dass hier Schamott-Steine, aus
denen die Züge gemauert werden, verwendet werden und die Wärme
speichern.
Die Masse ist wohl in etwa identisch.
Wir waren mal in Österreich auf einem Bauernhof, da wurde der Grundofen
vom
Hausflur aus beheizt und in der Wohnstube war der Ofenkorpus als großes
Halbrund mit einer Holzbank drumrum und einer Art Holz-Hochbett in etwa
2m
Höhe darüber. Sicher schon über 100 Jahre alt und ein echter Traum.

Du hast natürlich recht, voll aufgeladen mit etwa 60 Grad C an der
Außenseite ist mein Ofen nach genau 48h noch lau warm, Heizwirkung
ist effektiv etwa 36h gegeben. Die Temp.Kurve verläuft halt mit e hoch
minus tau.
Der Hersteller wirbt ja mit "bis zu..." [[zwinker]]
Trotzdem ein sehr schöner Ofen (Modell Sandra) finde ich, ich erfreue
mich
jeden Tag daran und bereue das Invest nicht im Geringsten.

Viel Erfolg und gutes Gelingen
Gruß
Svente

PS: Hatte mir auch die Hark Öfen angeschaut, in DU ist eine große
Ausstellung. Das ist im Prinzip nur ein Stahlkorpus, der optisch
ansprechend mit netten Kacheln vermauert wird, aber überall Luftschlitze
für die Warmluft Zirkulation hat, und im Verhältnis sehr teuer ist.
Und speichert fast nix. Meine Meinung.
Daher fiel die Entscheidung auch aus örtlichen Gegebenheiten auf den
Finnen.

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

Grundöfen und Link zu "Öfen selbermachen"

Waldläufer @, Donnerstag, 28.01.2016, 13:19 vor 3662 Tagen @ politikus 9579 Views

Hat nur Vorteile. Der Link führt zu den Bildern des Aufbaus! Er wiegt 1,6
to

Hallo, "unserer" wiegt mehr als 3 t (!). Er hat eine große Brennkammer, ca. 70 cm Tiefe und ich glaube ca. 6 Meter Züge, die quasi in einem großen "Steinblock" neben dem Brennraum angebaut sind, hüben wie drüben Ofenbänke und steht auf einer Mauer im Keller, weil aus mehreren kleinen Räumen ein großer gemacht wurde. Der Ofen ist ein Blickfang, ein Kuschelplatz und er teilt die Wohnung. Alle senkrechten Flächen sind weiß verputzt, alles Waagerechte sind Kacheln.

Ein Abbrand eine gute Stunde, danach 12 Stunden Strahlungswärme.

Abbrand eine Stunde bis anderthalb, je nach der Dicke des Holzes und ob Fichte oder Buche (Fichte ist besser, dünner ist besser als dicker). Einmal schüren am Tag reicht, außer wenn Sturm (das Haus hat nur 12-er Wände, außen Schiefer) oder Temperaturen tiefer 15 Grad minus. Keine Kohle!!!

Menge der Asche: alle 4 bis 6 Wochen etwa 1 Eimer voll.
Gebaut haben wir ihn vor mehr als 20 Jahren (wie die Zeit vergeht!) und den Bau haben wir nie bereut! Wir haben ihn selbergebaut mit Bausatz und Anleitung mitgebracht von einer Oberfrankenmesse.

@Svente: Das mit den 48 Stunden kann ich kaum glauben. Im Prinzip
funktioniert er, wie unser. Definitiv strahlt unserer nur 12 Stunden gut ab
und danach nur noch lauwarm. In der heissesten Phase ist die Oberfläche um
die 80 Grad heiss und baut dann langsam über 12 Stunden ab. Bis ca. 5 Grad
plus reicht ein Abbrand pro Tag. Wird es kälter mache ich zwei mal das
Feuer an.

Unserer strahlt "richtig warm" etwa 21 Stunden ist aber ca. 2 Tage lang warm.

Links für Selbermacher und "Krisenangsthasen" (ich weiß nicht, was der Schlotfeger dazu sagt, aber vielleicht gibt es ja eine Zeit "nach dem Schlotfeger") [[ironie]] : https://einfaellestattabfaelle.wordpress.com/einfaelle-statt-abfaelle-heftreihe-ofenbau/
https://einfaellestattabfaelle.wordpress.com/einfaelle-statt-abfaelle-heftreihe-ofenbau...
http://www.energieverbraucher.de/de/Zuhause/Heizen/Ofenheizung__1675/


Schöne Grüße

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg

Ja, Ofen ist was feines!

StillerLeser @, Mittwoch, 27.01.2016, 21:06 vor 3663 Tagen @ Konstantin 9651 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.01.2016, 21:28

Ohne Besserwisser sein zu wollen:
ein Grundofen kann auch klein sein, denn das Wort bedeutet nur, daß das Feuer auf Grund brennt.
Demzufolge NUR, dafür aber besonders gut für Holz geeignet (Kohle/Briketts
brauchen Luft von unten, Holz wird dadurch seiner Glühphase beraubt).
Auf Grund verbranntes Holz macht nur vier oder fünf KLEINE Kübel Asche pro WINTER.

Wir haben den hier:
http://www.sancal.de/grundofen-von-neue-san%E2%80%A2cal-das-original/
der wiegt "nur" 380 kg und kann ohne Ofensetzerkenntnisse selbst aufgestellt werden.
Der Erfinder, Alfred Eisenschink, Heizungsingeneur und -rebell sagt, daß Speichermasse im Ofen unnötig ist,
die Wände des Hauses sind der bessere Wärmespeicher, die haben viel mehr Masse, als jeder Ofen, und die sind schon da...
Feuern wie oben gesagt, bei +5° ein Feuer pro Tag, darunter zwei, bei -20° vier.
Unsere Heizung ist nur noch für das Bad da, alles andere musste ich nachträglich abtrennbar machen, zu warm.
Edit: Das muß ich erklären. Wir haben die Strahlungsheizung, auch von Sancal, das ist ein Rohr außenrum, in den Räumen ein zweites mit den Heizregistern. Das Heizwasser läuft aufputz mindestens durch den Bypass, oder (im Heizfall) durch Bypass und Registerleitung. Der Bypass ist ein 15er Kupferrohr, und dessen Heizwirkung ist zuviel. Nicht gelogen!

Edit 2: Im Nachhinein würden wir die ganzen Register nicht mehr kaufen, sondern nur noch zwei Kupferrohre verlegen. Konrad Fischer temperiert so Museen und Kirchen!

Haus/Zimmerwände als Speichermedium

politikus @, Donnerstag, 28.01.2016, 10:05 vor 3662 Tagen @ StillerLeser 9367 Views

Ich bin mir nicht sicher, ob Dein Ofen einen guten Wirkungsgrad hat? Außerdem, die Wände und der Wärmedurchgangswert sind oft unterschiedlich. Erst mal müssen die Wände ja einen Wärmeinput bekommen, bevor sie was abstrahlen können. Leider haben Wände es an sich, dass sie Wärme durchlassen, warum wir ja auch heizen müssen. Ich befürchte, die meiste Abstrahlung geht nach draußen. Darum dämmen ja viele ihre Häuser, um das zu minimieren. deshalb halte ich die These, dass die Wände eine Wohnung/Haus heizen, etwas abenteuerlich. Der Ofen sieht jedenfalls für mich nicht unbedingt sparsam und effektiv aus!
Just my two Cents!

Ohne Besserwisser sein zu wollen:
ein Grundofen kann auch klein sein, denn das Wort bedeutet nur, daß das
Feuer auf Grund brennt.
Demzufolge NUR, dafür aber besonders gut für Holz geeignet
(Kohle/Briketts
brauchen Luft von unten, Holz wird dadurch seiner Glühphase beraubt).
Auf Grund verbranntes Holz macht nur vier oder fünf KLEINE Kübel Asche
pro WINTER.

Wir haben den hier:
http://www.sancal.de/grundofen-von-neue-san%E2%80%A2cal-das-original/
der wiegt "nur" 380 kg und kann ohne Ofensetzerkenntnisse selbst
aufgestellt werden.
Der Erfinder, Alfred Eisenschink, Heizungsingeneur und -rebell sagt, daß
Speichermasse im Ofen unnötig ist,
die Wände des Hauses sind der bessere Wärmespeicher, die haben viel mehr
Masse, als jeder Ofen, und die sind schon da...
Feuern wie oben gesagt, bei +5° ein Feuer pro Tag, darunter zwei, bei
-20° vier.
Unsere Heizung ist nur noch für das Bad da, alles andere musste ich
nachträglich abtrennbar machen, zu warm.
Edit: Das muß ich erklären. Wir haben die Strahlungsheizung, auch von
Sancal, das ist ein Rohr außenrum, in den Räumen ein zweites mit den
Heizregistern. Das Heizwasser läuft aufputz mindestens durch den Bypass,
oder (im Heizfall) durch Bypass und Registerleitung. Der Bypass ist ein
15er Kupferrohr, und dessen Heizwirkung ist zuviel. Nicht gelogen!

Edit 2: Im Nachhinein würden wir die ganzen Register nicht mehr kaufen,
sondern nur noch zwei Kupferrohre verlegen. Konrad Fischer temperiert so
Museen und Kirchen!

--
Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

Ofen für Geisterhäuser?

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 28.01.2016, 11:29 vor 3662 Tagen @ politikus 9521 Views

Hallo politikus,

dieser Punkt ist meines Erachtens der entscheidende:

Erst mal müssen die Wände ja einen Wärmeinput bekommen,
bevor sie was abstrahlen können.

Entweder geht die Wärme über Leitung, Strahlung oder Luft zur Wand.
Wärmeleitung ist praktisch null (über die Standfüße, dem Boden zur Wand...)
Wärmestrahlung (die bei dem sancal Ofen angepriesen wird) geht aud dem direkten, geradlinigen Weg in alle Richtungen, ausgehend von der Wärmequelle. Jeder Tisch, Stuhl, Regal, Schrank, Raumteiler, jeder Mensch im Raum, jede Gardine, jedes Bild an der Wand, selbst eine Deckenleuchte, eine Zimmerpflanze, einfach ALLES was im Raum ist, stört den direkten Wärmestrahl auf die Wand. Also bei mir im Zimmer sind geschätzt nur 10% der Wandfläche sichtbar. Alle Wärmestrahlung, die auf nicht massives Material trifft erwärmt dieses und lässt dort Warmluft entstehen. Je nach Material wird auch ein Teil der Strahlung reflektiert und trifft woanders auf andere Möbel... also ich sehe zu 90% und mehr nur Warmluft im Raum, nachdem das Feuer im speicherlosen Strahlungsofen ausgegangen ist.
Und das ist auch die dritte Wärmeübertragung: Warmluft. Die dürfte reichlich entstehen, denn wenn die geballte Kraft des Feuers bei so dünnen Wänden das Material aufheizt, dann wird die Oberfläche sehr heiß und damit entsteht Konvektion direkt an der Materialoberfläche und somit Warmluft.

Also: Strahlung aus einem speicherlosen Ofen mit Speicherung in den Wänden ist für mich unglaubwürdig.
Ausser: Es ist nichts im Raum, dann geht die Strahlung an die Wände.

Das erinnert mich an mein Architekturstudium, dort wurde ein Haus vorgestellt, in dem es keine Tür gibt. Es sollen auch keine Menschen rein, die würden ja das Kunstwerk stören...

Aktuell gibt es was ähnliches: Stadtneubau für die teuerste Geisterstadt des Planeten:
http://www.travelbook.de/welt/cite-city-amerikas-plaene-fuer-die-teuerste-geisterstadt-des-planeten-688163.html
http://www.pegasusglobalholdings.com/test-center.html

Also: Wenn der Raum, in dem so ein speicherloser Strahlungsofen komplett leer steht, dann mag es gut sein, dass sie Wände als angestrahlte Wärmespeicher funktionieren. Dann kann man auch gute Messwerte erzielen, in der Geisterstadt...

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Der "Baubiologe" Eisenschink war in der Buergerinitiativ-/Umweltbewegung bald umstritten ...

CrisisMaven ⌂ @, Donnerstag, 28.01.2016, 13:09 vor 3662 Tagen @ politikus 9295 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.01.2016, 13:25

Außerdem, die Wände und der Wärmedurchgangswert sind oft unterschiedlich.

Genau, pauschal kann man das sowieso nicht sagen.

Erst mal müssen die Wände ja einen Wärmeinput bekommen,

Und da haben wir nebenbei eine enorme Konvektion. Feuchte und warme Luft steigen nach oben. Der physiologische Waermeeindruck stammt aber zu 70% von der Waermestrahlung der Umgebung. Wenn ein Ofen Heissluft und i.W. Strahlung nach der Seite und oben erzeugt, dann werden eher die oberen Waende und die Decke "heiss", d.h. ein Grossteil des Koerpers "sieht kalte Flaechen" und froestelt.

"Baubiologe" Eisenschink ("Falsch geheizt ist halb gestorben") war bei vielen Baubiologen "unten durch", als sich herausstellte, dass er an den von ihm favorisierten Heizleisten und Oefen mitverdient ...

Dem auch hier im Thread genannten Konrad Fischer traue ich da eher ueber den Weg.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Eisenschink und Strahlungswärme

StillerLeser @, Donnerstag, 28.01.2016, 22:31 vor 3662 Tagen @ StillerLeser 9489 Views

Das Buch "Falsch geheizt ist halb gestorben" vom Eisenschink hab ich vor 40 Jahren im Bauzentrum der Messe München gekauft und hab es noch.
Das war übrigens ein ziemlich kleiner Buchladen, der hatte nur Baufachbücher da, natürlich alles handverlesen!
119,- Euro wie in diesem Amazon-Link kostet das aber nur, weil vergriffen und gesucht, ich glaube, ich habe so 20 Mark gezahlt.

Cm, Cm, Cm, sag mal, kannst Du echt nicht mehr ohne stänkern schreiben?
Der Eisenschink nennt sich selbst nicht Baubiologe, das Wort kommt auf seiner ganzen Webseite und in den Büchern von ihm, die ich kenne, nicht einmal vor.
Was soll das dann, daß Du ihn Baubiologe nennst, und in Anführungszeichen, so, als würde er sich hochstaplerisch so nennen, und Du hättest ihn dessen überführt?

Und daß andere Baubiologen auf ihn sauer gewesen wären, als "sie herausbekamen, daß er mitverdient"
Das klingt ja nach Bestechungsgeldern, stillen Provisionen, Erpressung, Mafia. Soll es ja wohl auch.
Man kann es aber auch neutraler ausdrücken, und das beschreibt exakt, was passiert ist:
Er hat ein mittelständisches Unternehmen gegründet und jahrzehntelang erfolgreich geführt, die SanCal GmbH, Heizungs und Ofenbau.
Der Ofen wurde über 3000x verkauft.
Was hast Du denn gegen den schon wieder, daß er Dein Diffamierungsrepertoire abbekommt?

Daß er fühlig ist und Du nicht? Ich kenne einen Fühligen, meinen früheren Elektronikentwickler (Meßgerätebau).
Der kann ohne Hinsehen sagen, ob ein Gerät an oder aus ist, und Handymasten ortet der mit dem Schulterblatt. Wasser per Rute finden kann er auch,
und er bekommt richtig Geld dafür! Ich bestätige ausdrücklich, daß der ein ganz normaler, und sehr netter Mensch ist!
Also keine Angst vor Fühligen, das sind keine ETs!
Und wenn man mal einen kennengelernt hat, dann geht das mit "OK, das gibt es also auch!" viel leichter!

So, jetzt zur Strahlungswärme. Ich bin überzeugt, daß es einige sehr gute Lösungen gibt, das wird also kein "Nur Sancal, sonst ist alles Mist"-Sermon!
Die Strahlungswärme zählt, nicht der Hersteller. Wir haben halt Sancal, nur deshalb rede ich davon. Den Ofen seit 20 und die Heizung seit 12 Jahren.
Ich erlebe es so, daß Wärmestrahlung wunderbar funktioniert. Der Ofen ist (absichtlich) glatt, damit er wenig Konvektion erzeugt, und das tut er. Die Heizung auch.
Staub gibt es bei uns zu 95% nur auf dem Boden, nicht in Regalen oder auf dem (Glas!)-Tisch oder auf dem Schrank.
Ich hab so ein Infrarotthermometer, das die Wärmestrahlung von Flächen äh schätzt (hat nur 15 Euro gekostet).
Die Temperatur der Decke ist nur 1°C höher als die des Fußbodens, maximal, oft sind beide identisch.
Wenn es bei uns 23°C hat (Lufttemperatur!) dann ziehen die Leute ihre Pullis aus und krempeln die Ärmel hoch. Weil Wärmestrahlung. Mein Nachbar nennt das dann "brüllend" warm.
So sitze ich jetzt gerade in der Küche am Notebook, offen zum Wohnzimmer, aber keine Sichtverbindung zum Ofen dort, und die Heizung ist seit 3 Jahren nur noch im Bad an.
Ein Feuer(chen) gab es gestern abend, heute kaum Sonne, aber draußen 12°, das heutige Feuer(chen) vorhin.

Effektiv weiß ich auch nicht, aber nehme es an. Die Innenwände des Ofens sind am nächsten Tag immer makellos weißgebrannt.
Rauch sieht man am Kamin immer nur höchstens 5 Minuten lang, danach nur noch leichtes Flirren.
Und wie gesagt, ein kleiner Kübel Asche im Monat (ein 12 l Eimer halb voll), bei täglichem Betrieb.
In ganz 2014 inkl. Winter 14/15 (der war aber sehr gnädig) haben wir 3-4 Ster Holz gebraucht und für 250,- Flüssiggas (damit kochen wir auch).
Freistehendes Einfamilienhaus 60 qm Grundfäche, E +1)
Also aus meiner Sicht ist das ziemlich gut!

Lieber wissenschaftsferner Stiller Leser - warum nicht zuerst informieren statt zu staenkern? Immer wieder?

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 29.01.2016, 00:02 vor 3662 Tagen @ StillerLeser 9427 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.01.2016, 00:28

Ist das nicht langsam peinlich???

Das Buch "Falsch geheizt ist halb gestorben" vom Eisenschink hab ich vor 40 Jahren im Bauzentrum der Messe München gekauft und hab es noch.

Brav. Hast Du es aber auch gelesen?

Das war übrigens ein ziemlich kleiner Buchladen, der hatte nur Baufachbücher da, natürlich alles handverlesen!

Ja, bisschen Conference muss sein ...

... um dann wieder mal zum ad-hominem-Angriff ueberzugehen:

Cm, Cm, Cm, sag mal, kannst Du echt nicht mehr ohne stänkern schreiben?

Ich habe noch nie gestaenkert. Da fehlen bei Dir wie bei einer russische traumatisierte Maedchen als "Loli-Schlampe" titulierenden Foristin wieder mal die Belege ...

Der Eisenschink nennt sich selbst nicht Baubiologe, das Wort kommt auf seiner ganzen Webseite und in den Büchern von ihm, die ich kenne, nicht einmal vor.

So so so. Die Buecher, die Du kennst, waren gleich noch mal wieviele???????????

Vielleicht auch dies? "Alfred Eisenschink: Gut schläft sich's am besten 1993" Aus der Buchbeschreibung:

"Wie Sie mit Gelassenheit dem Erdstrahlenproblem begegnen können. Daß Ihr Bett besser an einer Innenwand stehen sollte, als an einer Außenwand und was Sie tun können, wenn das der Schlafzimmergrundriß nicht erlaubt." (Hervorhebung CM)

Das nenne ich mal ein sog. baubiologisches Thema ...

Aber er nannte sich auch selbst so: "Gesundheit ist das höchste Gut und sollte bei der Heizung keine Kompromisse eingehen. ... Das fordert der Baubiologe[/b] Alfred Eisenschink in seinem Buch: 'Falsch geheizt ist halb gestorben' (Resch Verlag)." (Hervorhebung CM)

Ich faende es echt gut, wenn Du Deine diversanten Luegen hier nicht immer zur Unzeit ins gelbe Forum urinieren wuerdest!!! Du merkst, ich werde langsam ungnaedig ...

"Eisenschink ... Einbau einer Lüftungsklappe im Schlafzimmer, um im unteren Teil des Raumes, in welchem sich der Schlafende befindet immer frische Luft zu haben. ... Wäre das nicht eine schöne Aufgabe für angehende Baubiologen?"

"Ein Pionier dieser Thematik ist der Ingenieur aus Berufung, Alfred Eisenschink. ... In den USA besteht ein sehr großer Wohnungsbestand aus Strahlungsheizungen. In Deutschland ist ihr Anteil sehr gering. Sie werden jetzt aber wieder von ganzheitlich agierenden Baubiologen empfohlen."

Also hoer auf, Du wissenschaftsferner.

Wissenschaft ist harte Arbeit und das hier ist bitteschoen keine Muellkippe!!!

Hier die Belege, soweit sie heute noch indiziell (bitte das Wort nachschlagen ...) beibringbar sind:

"Eisenschink, Atemwege Probleme durch Fein-Staub bei Konvektion, Elektrosmog bei Infrarot"

"Kurve physiologischer Behaglichkeit"

Schoener bauen

"Alfred Eisenschink Die krankmachende Ökofalle Verordnete Irrwege und der Ausweg" (Nr. 249)

Eisenschink nannte sich meiner Erinnerung nach in Fernsehinterviews, die er frueher gab, selbst Baubiologe und wurde dort so vorgestellt und so haben ihn auch andere damals, in den siebziger Jahren, praesentiert.

Dass er heute sich einen mehr technischen Anstrich gibt, mag sein, denn das Fach "Baubiologie" ist durch verschiedentliche Scharlatane etwas diskreditiert; siehe Erdstrahlen oben.

---
Das denken Fachleute (Du darfst gerne weiter denken, was Du moechtest):

"Märchen von Papa Eisenschinck"

"Konvektoren und keine Strahlungsheizung; auch wenn Eisenschink das Gegenteil behauptet."

"Ich kenne das verschrobene Geschreibe vom Eisenschinck - mit Physik hat das aber oft nix zu tun."

"Mein Spott gilt der Tatsache, daß Heizleisten als Wandheizung beworben werden, was sie keineswegs sind, und das man für die Begründung einen möglichst exotisch klingenden Effekt, den Coanda Effekt, bemüht - der hier gar nicht auftritt. Letztendlich auch den teilweise recht märchenhaften Seiten von Herrn Eisenschinck."

"Es ist doch keinerlei Begründung, wenn jemand z.B. "Coanda-Effekt" raunt und damit bewiesen haben will, daß sich die Luft aus den Leisten nicht etwa aufsteigend von der Wand weg bewegt, sondern statt dessen wieder aller Erfahrung einen Salto rückwärts schlägt, direkt an der Wand aufsteigt und an diese im Aufsteigen ihre Energie (steht nicht sogar bei Eisenschinck "Völlig"?) abgibt."

"Eisenschinckscher Faktor: tatsächliche Wärmeabgabe x Hokuspokus = mollig warm?"

"Habe auch sein Buch gelesen aber der schlüssige Nachweis über den Verbrauch von Heizsystemen mit Heizleisten ist darin nicht zu finden." (Nr. 47)

Ich koennte noch ein paar Dutzend Links bringen.

----
Oh Chef, wie wuenschen sich soviele, die mir privat schreiben, dass Du mal durchgriffest gegen staatsanwaltlich relevante Verleumder!

Und besser gesperrt als staendig angepisst ... Ueberall sonst haette es schon laengst Watschen gesetzt ...

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

"und das hier ist bitteschoen keine Muellkippe!!!"

StillerLeser @, Freitag, 29.01.2016, 02:48 vor 3661 Tagen @ CrisisMaven 9193 Views

Wer sowas sagt, muß sich auch daran messen lassen.

Das ist jetzt wirklich spät, aber ich hätte nicht einschlafen können, ohne auf DAS geantwortet zu haben.

Ich habe gesagt, daß E. sich nicht Baubiologe nennt.

Du schlägst mit einer Flut an Links dagegen und suggerierst damit, daß meine Aussage falsch ist.
Ich habe mir die Mühe gemacht, alle diese Links nachzuprüfen. Und siehe da, NICHT EINER gibt her, daß E. sich Baubiologe nennt!
Mal hat er etwas gesagt, was man unter Baubiologie einordnen kann (z.B. das Wort "Erdstrahlen", Igitt!), aber nicht, daß er einer ist.
Oder er wurde von anderen als solcher bezeichnet.
Du sagst sogar: "Aber er nannte sich auch selbst so", der verlinkte Text, in dem er so genannt wird, ist aber nicht von E. sondern von einem "superuser"??
Auch Texte, in denen einfach nur irgendwo das Wort vorkommt, waren Dir tragfähig genug.
Als einziger "Beleg", den ich leider nicht prüfen kann, bleibt, daß Du Dich zu erinnern meinst, es ihn in den 70ern mal im Fernsehen sagen gehört zu haben.

Herrgott, warum sagst Du nicht einfach "Nein, sich so genannt hat er nicht, aber aufgeführt hat er sich schon mal wie einer!"?
Das wäre für uns beide eine echte Arbeitsersparnis gewesen! Stattdessen wiedermal eine meterlange Rechthabenwollerei.

Außerdem "brillierst" Du mit Fremdwörtern wie "diversante Lügen", aber scheinbar gibt es "Diversant" nur als Substantiv, sagt jedenfalls Wiki...
Das müsstest jetzt Du nachschlagen <img src=" /> https://de.wikipedia.org/wiki/Diversant

Und den Satz "Da fehlen bei Dir wie bei einer russische traumatisierte Maedchen als "Loli-Schlampe" titulierenden Foristin wieder mal die Belege ..."
übergebe ich vertrauensvoll an Herrn Rechtschreibkorrektur.

Unzeit? Ich schreib halt, wann ich Zeit hab. Wenn halb elf für Dich schon Unzeit ist, wieso antwortest Du dann nach Mitternacht?
Und urinieren? Contenace verloren?

Coanda-Effekt: Was ich bestätige, und was hier jederzeit gemessen werden kann ist folgendes:
Die Wand direkt über den Heizleisten wird erwärmt. Der erwärmte Streifen ist unterschiedlich hoch, je nach Heizwassertemperatur.
Bei 40° sind es nur 10cm, bei 90° sind es 40 cm. Die Strahlungstemperatur des Streifens hat einen Verlauf, über dem Deckbrett am wärmsten,
nach oben abnehmend bis zur allgemeinen Temperatur.
Das Experiment mit dem Rauch an der Heizleiste habe ich nachvollzogen, und es sieht bei mir genauso aus, wie auf dem Foto, das E. dazu gemacht hat.
Es gibt keine große Strömung (Raumluftwalze), der Rauch schlängelt sich flach übers Deckbrett und dann hauchdünn an der Wand entlang. Wenn sowas Coanda-Effekt heisst, dann ist das das.
Der warme Wandstreifen IST die Übertragung der Heizwärme in den Raum per Wärmestrahlung.
Ach, und noch was: Obwohl das ein Einkreissystem ist, also das Heizwasser alle Register nacheinander durchläuft, hatte ich (bei Brenner aus) noch nie mehr als 5° Differenz zwischen Vorlauf und Rücklauf!

So, jetzt nochmal meine Frage: Was hast Du gegen Eisenschink? Oder gegen Baubiologen allgemein, daß Du soviel Wert darauf legst,
ihn als solchen zu brandmarken, obwohl er doch in erster Linie Heizungsingeneur ist?
Gibt es in der Baubiologie etwas, was Dir nicht gefällt? Und so sehr, daß Du Eisenschinks Verdienste als Heizungsingeneur vom Tisch wischst?

Er nannte sich frueher selbst Baubiologe; Deine Ausfluechte braucht's jetzt nicht. Peinlich ist peinlich ... (oT)

CrisisMaven ⌂ @, Freitag, 29.01.2016, 05:52 vor 3661 Tagen @ StillerLeser 9142 Views

- kein Text -

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Da winken die versunkenen Kosten!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Samstag, 30.01.2016, 12:43 vor 3660 Tagen @ CrisisMaven 9199 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 30.01.2016, 14:40

Hallo CM,

Dein Mühen in Ehren, aber Argumente helfen oft nichts gegen den Schmerz der versunkenen Kosten.

Der User "StillerLeser" hatte geschrieben: "Wir haben den hier: sancal."

Wenn er liest, dass diese Entscheidung, diese Geldausgabe, vielleicht doch nicht das Optimale war, dann will bzw. kann er es nicht an sich ran lassen. Der Schmerz der versunkenen Kosten wäre zu hoch.

Praktisch jeder der Leser des Gelben hat ja aktuell eine Wärmequelle, sonst hätte man wohl was anderes zu tun als hier zu lesen...
Und so ist man geneigt, die eigene Entscheidung eher zu rechtfertigen, als ganz unbefangen sich einen Eindruck zu verschaffen, was denn bei einer Ofenwahl zu bedenken wäre. Man hat sich an etwas gewöhnt und will es am liebsten dabei belassen, ansonsten: Sunk Costs

Ähnlich ist es auch bei gemauerten Öfen, wie den nunnauuni Specksteinofen oder auch den angesprochenen Grundofen von biofire. Diese Öfen schätze ich sehr vom Aussehen, der Qualität der Wärme und sicher auch von der Effizienz.

Nur, wenn man so einen fest eingebauten Ofen hat, dann wird man weniger flexibel, weil z.B. im Fall eines Umzuges entweder der Ofen mit verkauft werden muss, oder es entstehen versunkene Kosten. Einen Baumarkt-Ofen kann man selber aufstellen und im Fall auch beim Umzug mitnehmen. Dann entstehen keine versunkenen Kosten.

Der einzige Speicherofen mit hoher Effizienz, der mir bekannt ist und der bei einem Umzug mitgenommen werden kann, ist der Tigchel. Alleine deshalb kann man sich viel, viel schneller für so einen Ofen entscheiden als für einen gemauerten, weil man den umzugsfähigen wieder woanders aufstellen kann, man kann ihn leichter verkaufen usw. Es entstehen zwar Kosten, aber aller Wahrscheinlichkeit nach keine versunkenen Kosten.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Versunkene Kosten und Graue Energie ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 30.01.2016, 16:06 vor 3660 Tagen @ Konstantin 8995 Views

Das Problem mit der Kostenrechnung ist ohnehin, dass es keine absolute Kostenrechnung gibt.

Aehnlich wie bei Bayes' Theorem, haengen Kostenumlagen immer von subjektiven Einschaetzungen ab, d.h.

- von den persoenlichen Vorlieben

- den vorhandenen Investitionen und deren noch moeglicher Restnutzungsdauer

- der vorab geschaetzten Nutzungsdauer der neuen Investition, bzw.

- bei Abnutzung, der erwarteten Auslastung pro Zeiteinheit ab;

- und die Wartungskosten, Ersatzteilsicherheitshorizont und -kosten, usw.

Dann, wenn man "externalisierte Kosten" (wegen des eigenen Umweltgewissens) mit einbeziehen moechte, muss man auch noch den vorher (Herstellung, Transport) und hinterher (Entsorgung) entstehenden Aufwand, insbes. bei Heizungen die sog. "Graue Energie" mit einberechnen.

Zudem haengen die Schaetzungen/Vorabkalkulationen ab davon, welche Alternativen es gaebe und ob es erwartete Kostensteigerungen oder -senkungen gibt (z.B. "Oel wird billiger Pellets teurer" versus "Ja, ja, aber Pellet-Brenner werden wegen groesserer Stueckzahlen demnaechst billiger, Oelheizungen nicht, da deren Skaleneffekte bereits ausgereizt sind" versus "Ich hab' gelesen, naechstes Jahr kommt ein noch sparsamerer Motor auf den Markt - fahre ich den alten Schlitten halt noch ein Jahr" versus "Ja, ja, angekuendigt haben die den neuen Motor, aber das letzte Mal haben sie den Liefertermin doch auch um drei Jahre ueberschritten - lieber also jetzt das aeltere Model mit dem gerade angebotenen Rabatt kafen, als dann naechstes Jahr unter Druck zum Normalpreis" ... usw. usf.

Drum bringt es auch jeder geschickte Kostenrechner "irgendwie" fertig, eine Investition gut- oder schlechtzurechnen.

Die Mathematik des Lottospiels ist eben praeziser.

Und da am Ende auch die innerbetriebliche Kostenrechnung niemals alle einer Neuanschaffung zuzurechnenden Mehr- oder Minderkosten richtig attribuiert (u.a. Problem der Gemeinkosten), ist selbst im Nachhinein keine "korrekte" Berechnung moeglich. Vgl. gerade wieder den Streit um die "wahren" Fluechtlingskosten.

Mehrere hundert Prozent (!!!) Abweichung bei gleicher Datenbasis (!!!) sind keine Seltenheit (drum Forschungsminister Matthoefers Ausspruch: "Alle Kosten-Schaetzungen fuer oeffentliche Planung muss man mit Pi malnehmen.")

Das gilt auch fuer private Konsum- und Investitionsentscheidungen.

Zudem aendern sich die Praeferenzen auch noch dynamisch mit dem verfuegbaren oder auch dem antizipierten Einkommen.

Der legendaere US-amerikanische Volksaufklaerer Jim Rohn fragte immer in die Runde: "Na, wer von Ihnen spart schon?" Regelmaessig meldete sich dann jemand: "Mit 2.000 Dollar im Moment reicht es schon hinten und vorne nicht, da kann meine Familie nicht sparen" Dann fragte Rohn: "Ok - wenn sie 2.500 Dollar/Monat haetten ... wuerden Sie dann sparen?" - "Vermutlich, ja." Rohn in die Runde: "Wer verdient hier 2.500 Dollar?" - Einige melden sich. "Und - sparen Sie?" - Schweigen.

So ist das also auch mit Heizungen, Autos, ganzen Haeusern, deren Kauf auch sehr oft von der Naehe zum Arbeitsort bestimmt wird, und da muss man "halt nehmen, was man sich dort leisten kann" (nur, um naechstes Jahr die Firma zu wechseln und nun 100 km jeden Tag zu "pendeln".

Also, ein dauerhaft effizienter Ofen zum Mitnehmen kann seine Vorteile haben [[freude]]

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Stimmt so nicht , das konntest Du aber nicht wissen

StillerLeser @, Samstag, 30.01.2016, 23:17 vor 3660 Tagen @ Konstantin 8717 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 30.01.2016, 23:22

Wenn er liest, dass diese Entscheidung, diese Geldausgabe, vielleicht doch
nicht das Optimale war, dann will bzw. kann er es nicht an sich ran lassen.
Der Schmerz der versunkenen Kosten wäre zu hoch.

Den habe ich gebraucht für 500,- (edit: MARK!) geschossen, von jemandem, der ihn mit einem
Haus gekauft hat, und dem er nicht gefallen hat (optisch).

Und ich möchte mich wehren.
Daß Du mir unterstellst, ich würde hier fabulieren, um nicht einer
"Fehlinvestition" ins Auge sehen zu müssen!
Ich habe Ergebnisse berichtet, und nicht Wünsche.

Damit entwertest Du pauschal, was ich Positives über diesen Ofen berichte, und damit tust Du diesem Ofen unrecht.
Und Du führst Leute, die gerade einen Ofen kaufen wollen, in die Irre!

Und Du schätzt mich (fahrlässig?) völlig falsch ein!

SL

Korrektur meines Kommentares

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 31.01.2016, 06:58 vor 3659 Tagen @ StillerLeser 8731 Views

Hallo StillerLeser,

nachdem ich meine Formulierung nochmals gelesen habe will ich sie korrigieren. Da ich den Originalbeitrag nicht ändern kann, mache ich es hier:

bisher:

Wenn er liest, dass diese Entscheidung, diese Geldausgabe, vielleicht doch
nicht das Optimale war, dann will bzw. kann er es nicht an sich ran lassen.
Der Schmerz der versunkenen Kosten wäre zu hoch.

neu:

Wenn er liest, dass diese Entscheidung, diese Geldausgabe, vielleicht doch
nicht das Optimale war, dann könnte es sein, dass er diesen Gedanken nicht
an sich ran lassen will/kann. Der Schmerz der versunkenen Kosten wäre
womöglich zu hoch.

Passt doch besser, oder? Auch wenn ich jetzt, nach Deinem Kommentar, erkenne, dass meine Vermutung nicht zuzutreffen scheint, so habe ich doch bei ganz vielen Kommentaren immer die Ahnung, dass das Thema "versunkene Kosten" eine Rolle spielt. Und beim Lesen Deiner Beiträge habe ich das Thema versunkene Kosten gespürt und darüber wollte ich schreiben.

Und ich möchte mich wehren.
Daß Du mir unterstellst, ich würde hier fabulieren, um nicht einer
"Fehlinvestition" ins Auge sehen zu müssen!

Es geht bei versunkenen Kosten nicht nur um Geld sondern auch um emotionale Investitionen.

Ich habe Ergebnisse berichtet, und nicht Wünsche.

Damit entwertest Du pauschal, was ich Positives über diesen Ofen
berichte, und damit tust Du diesem Ofen unrecht.

Ich kann dem Sancal Ofen nichts Gutes abgewinnen. Ich sehe in ihm ein simpel ummanteltes Lagerfeuer mit schlechtem Wirkungsgrad, platt gesagt einen "Holzvernichter". Dies ist meine subjektive Meinung und Ansicht. Wenn sich diese von Deiner unterscheidet kann ich damit gut leben. Vielfalt, auch in Ansichten, ist mir sehr angenehm.

Und Du führst Leute, die gerade einen Ofen kaufen wollen, in die Irre!

Ich brauch niemanden "führen". Und niemand braucht mich als "Führer" annehmen. Meine Ansicht zu Öfen mag ich jedoch kund tun.

Und Du schätzt mich (fahrlässig?) völlig falsch ein!

Ja, das war fahrlässig.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Super, einverstanden!

StillerLeser @, Sonntag, 31.01.2016, 17:58 vor 3659 Tagen @ Konstantin 8641 Views

Hallo Konstantin,

Meine Ansicht zu Öfen mag ich jedoch kund tun.

Natürlich, ich bitte sogar darum!, denn auch ich sage:

Vielfalt, auch in Ansichten, ist mir sehr angenehm.

Ironie an, keinesfalls irgendwie persönlich gemeint!:
Meine Holzvernichtungsmaschine vernichtet gerade einen halben Korb Holz in dem vergeblichen Versuch,
zwei Räume mit zusammen 40 qm zu erwärmen, ich sitze wieder in dem anderen und bekomme davon Frust-Hitzewallungen,
so daß mir ganz warm wird. Aber ich glaube ja auch an den Placeboeffekt!
Ironie aus.

Und Du führst Leute, die gerade einen Ofen kaufen wollen, in die Irre!

Ich bessere meinen Satz auch aus:
Und Du führst möglicherweise und unabsichtlich Leute, die gerade einen Ofen kaufen wollen, in die Irre!

Ich brauch niemanden "führen". Und niemand braucht mich als "Führer" annehmen.

Die Redewendung "Jemanden in die Irre führen" ist Dir schon bekannt?
Und daß sie (hoffentlich noch) nicht auf dem Naziindex steht, bloß weil das Wort führen drin ist?
So wie in irreführend, durchführen, Reiseführer, Lokführer, Führerschein, Abführmittel, Unterführung...
Dann brauchst Du bitte auch nicht den Kamm aufstellen, als hätte ich Dich in die Naziecke gestellt,
das habe ich nicht, nicht einmal andeutungsweise!

Du hast viel mehr Erfahrung mit grundsätzlicher Lebensweise, als die meisten anderen Leute.
Wenn Du zu einem dieser Themen etwas sagst, dann hat das Gewicht.
Jemand, der keine Erfahrung mit Öfen hat, sich einen kaufen will, und von Dir dieses vernichtende Urteil hört,
der wird vielleicht abgeschreckt, so einen Ofen zu kaufen, auch wenn es vielleicht für ihn der richtige wäre.

Ich will mich nicht mit Dir streiten, ich will mich überhaupt nicht streiten!
Ich berichte lediglich, welche Erfahrungen ich über 20 Jahre mit diesem Ofen selbst gemacht habe.
Richtig oder falsch gibt es in diesem Zusammenhang sowieso nicht!
Schwere, große Öfen haben andere Eigenschaften, als leichte, kleine.
Welche Eigenschaften für einen die besseren sind, hängt von den Örtlichkeiten, dem Einsatzzweck und den Wünschen ab.
Einen großen, schweren Ofen hatte ich selbst nie, und habe auch nur vielleicht 5x in meinem Leben einen geheizt (auf Hütten).

Mein Ofen benimmt sich so (alle Zeitangaben ab Anfeuern):
Anmachholz plus drei oder vier ordentliche 30er Scheite.
Nach etwa 15 Minuten drinnen loderndes, prasselndes Feuer, außen kann man erste Wärme fühlen. Zwei bis drei Scheite nachlegen.
Nach etwa 30 Minuten merkt man im Raum, daß der Ofen strahlt. Zwei bis drei Scheite nachlegen.
Nach etwa 45 Minuten ist es gemütlich warm, nichts mehr nachlegen.
Nach 1 Std.: Flammphase ist vorbei, im Ofen ein schöner Gluthaufen, Luftöffnung zumachen.
Das Infrarothermometer zeigt jetzt überall fast gleiche Werte, auch unter dem Sofa und hinter dem Schrank, das nenne ich "durchgewärmt".
Mehrere Stunden lang sind 40 qm gemütlich warm (kein Pulli nötig), der Ofen ist (langsam abnehmend) als Wärmequelle zu spüren.
Am späten Abend kommt dann doch der Pulli wieder zum Einsatz.
Am nächsten Morgen ist der Ofen natürlich kalt, das Zimmer aber ist immer noch fühlbar warm.
Im Ofen eine dünne Lage weißer Aschepuder, Wände weiß, kein Räuchergeruch.

Das ist der Ablauf, wenn es draußen 5° hat. Ist es knackig kalt, dann muß ich länger heizen,
oder nach einigen Stunden ein weiteres Feuer machen.

Das Gefühl, daß die Wände Wärme speichern und in den Raum zurückgeben, habe ich ganz deutlich.
Daß es keine kalten, "schattigen" Stellen gibt, habe ich mehrfach nachgemessen.
Insofern hat sich damit für mich bestätigt, was der Eisenschink dazu sagt.

So, jetzt spekuliere ich, mangels eigener Erfahrung:
Ich dachte bisher, schwere Öfen, also mit eigener, relevanter Speichermasse, spielen dann ihre Stärke aus,
wenn das Haus keine ausreichende Speichermasse hat (z.B. amerikanische Leichtbauweise)
und/oder wenn gegen klirrende Kälte angeheizt werden muß. Dann braucht man die Ofenmasse,
damit man schlafen gehen kann, ohne daß morgens die Stube nur 4° hat.
Ich hab z.B. über sibirische Öfen gelesen, so groß, daß die ganze Familie oben drauf schlafen kann,
wurde tagsüber über mehrere Züge mit Schiebern komplett durchgewärmt und hat dann die Nacht durch warmgehalten.

Ich bin gespannt, wie Deine Erfahrungen und Deine Meinung dazu sind!
SL

Deine Heiz-Erfahrung ist interessant, aber nutzt Du Heizleisten? Und wie ist Dein Wandaufbau?

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Dienstag, 02.02.2016, 08:50 vor 3657 Tagen @ StillerLeser 8478 Views

Hallo Stiller Leser

Du hast viel mehr Erfahrung mit grundsätzlicher Lebensweise, als die
meisten anderen Leute.

Na, da bin ich mir nicht mal so sicher. Vielleicht, wenn man berücksichtigt, dass ich aus der westlichen Welt heraus gewachsen bin. Aber bei Ureinwohnern, egal wo, Regenwald bis Wüste, leben sicher noch einige viel grundsätzlicher naturverbunden als ich.

Wenn Du zu einem dieser Themen etwas sagst, dann hat das Gewicht.

Wenn ich was zu Öfen sage hat das auch Gewicht. Seit weit über 20 Jahren heize ich mit Holz und habe schon diverse Öfen selber gebaut.

Jemand, der keine Erfahrung mit Öfen hat, sich einen kaufen will, und von
Dir dieses vernichtende Urteil hört,
der wird vielleicht abgeschreckt, so einen Ofen zu kaufen, auch wenn es
vielleicht für ihn der richtige wäre.

Mag sein, dass dieser Ofen für irgendjemand "passend" ist, aber ich vermute, dass er nicht optimal ist.

Ich berichte lediglich, welche Erfahrungen ich über 20 Jahre mit diesem
Ofen selbst gemacht habe.

Das ist interessant.

Richtig oder falsch gibt es in diesem Zusammenhang sowieso nicht!
Schwere, große Öfen haben andere Eigenschaften, als leichte, kleine.
Welche Eigenschaften für einen die besseren sind, hängt von den
Örtlichkeiten, dem Einsatzzweck und den Wünschen ab.

ja

Mein Ofen benimmt sich so (alle Zeitangaben ab Anfeuern):
Anmachholz plus drei oder vier ordentliche 30er Scheite.
Nach etwa 15 Minuten drinnen loderndes, prasselndes Feuer, außen kann man
erste Wärme fühlen. Zwei bis drei Scheite nachlegen.
Nach etwa 30 Minuten merkt man im Raum, daß der Ofen strahlt. Zwei bis
drei Scheite nachlegen.
Nach etwa 45 Minuten ist es gemütlich warm, nichts mehr nachlegen.
Nach 1 Std.: Flammphase ist vorbei, im Ofen ein schöner Gluthaufen,
Luftöffnung zumachen.
Das Infrarothermometer zeigt jetzt überall fast gleiche Werte, auch unter
dem Sofa und hinter dem Schrank, das nenne ich "durchgewärmt".

Das ist interessant, bzw. fast unglaublich.
Was ist mit dieser Aussage von Dir:
http://www.dasgelbeforum.net/mix_entry.php?id=392259#p392555
"Wir haben die Strahlungsheizung, auch von Sancal, das ist ein Rohr außenrum, in den Räumen ein zweites mit den Heizregistern. Das Heizwasser läuft aufputz mindestens durch den Bypass, oder (im Heizfall) durch Bypass und Registerleitung. Der Bypass ist ein 15er Kupferrohr, und dessen Heizwirkung ist zuviel."

Hast Du bei Deinen oben genannten Erfahrungen diese Heizleisten mit in Betrieb gehabt oder nicht? Wenn nein: Was hast Du für eine Wandoberfläche (Material/Farbe), was hast Du für einen Wandaufbau?

Mehrere Stunden lang sind 40 qm gemütlich warm (kein Pulli nötig), der
Ofen ist (langsam abnehmend) als Wärmequelle zu spüren.
Am späten Abend kommt dann doch der Pulli wieder zum Einsatz.
Am nächsten Morgen ist der Ofen natürlich kalt, das Zimmer aber ist
immer noch fühlbar warm.
Im Ofen eine dünne Lage weißer Aschepuder, Wände weiß, kein
Räuchergeruch.

Kann ich mir vorstellen, dass es innen so aussieht, gleichzeitig vermute ich, dass ziemlich viel Wärme ungenutzt durch den Schornstein ging.

Das Gefühl, daß die Wände Wärme speichern und in den Raum
zurückgeben, habe ich ganz deutlich.

siehe oben: Wie ist der Wandaufbau?

Daß es keine kalten, "schattigen" Stellen gibt, habe ich mehrfach
nachgemessen.
Insofern hat sich damit für mich bestätigt, was der Eisenschink dazu
sagt.

Mit Heizleisten oder ohne?

So, jetzt spekuliere ich, mangels eigener Erfahrung:
Ich dachte bisher, schwere Öfen, also mit eigener, relevanter
Speichermasse, spielen dann ihre Stärke aus,
wenn das Haus keine ausreichende Speichermasse hat (z.B. amerikanische
Leichtbauweise)
und/oder wenn gegen klirrende Kälte angeheizt werden muß. Dann braucht
man die Ofenmasse,
damit man schlafen gehen kann, ohne daß morgens die Stube nur 4° hat.

Nun, schwere Öfen können bei Häusern mit schweren Wänden auch ihre Stärke ausspielen, nicht nur bei Leichtbau.

Ich bin gespannt, wie Deine Erfahrungen und Deine Meinung dazu sind!

Gerne werde ich berichten sobald wir Ende Februar die zwei Speicheröfen in Betrieb haben.

Vielleicht hilft nur der reale gegenseitige Besuch damit jeder auch den andere Ofen kennt.
:)

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Ohne Heizleisten!

StillerLeser @, Dienstag, 02.02.2016, 22:51 vor 3657 Tagen @ Konstantin 8574 Views

Betreff: Deine Heiz-Erfahrung ist interessant, aber nutzt Du
Heizleisten? Und wie ist Dein Wandaufbau?

siehe oben: Wie ist der Wandaufbau?

Mit Heizleisten oder ohne?

Hallo Konstantin,

die Heizleisten sind überall drin, werden aber seit drei Jahren nicht mehr benutzt (außer im Bad).
Hatte ich aber schon mehrfach so geschrieben.
Hat sich mit dem Ofen nicht vertragen, wenn der an war, dann war auch nur die Bypassleitung einfach immer zuviel des Guten.
Das Heizwasser zirkuliert jetzt nur noch im Bad. Ist aber umschaltbar, falls die Zwischeneiszeit doch noch kommt!

Wandaufbau:
Das ist ein Holzhaus in Ständerbauweise. WZ und Küche sind das frühere, 65 Jahre alte Schwarzbau-Siedler-Häuschen,
das wir mit dem Grundstück gekauft haben. Da wir das früher schon mal vom Allerfeinsten und mit viel Herzblut renoviert haben,
haben wir das behalten und den ersten Stock draufgepackt (von Tiroler Holzhaus).
Also wie gesagt, WZ und Küche sind das alte Haus.
Wandaufbau da: Außenschalung Lärche 24mm, Dämmung Flachs 8 cm (acht), Innenschalung 18mm, Dampfsperre, Rigips 14 mm, Mineralfarbe.

So, DIESE 40 qm habe ich die ganze Zeit gemeint.
Was noch: Unser Kamin ist ein klassischer, 40x40, innen 20x20, 8 m hoch, nicht zweischalig, keine Dämmung innen drin.
Ein Warmwerden des Kamins im ersten Stock ist nur dann feststellbar, wenn in 24 Std. mindestens drei
kräftige Feuer waren (draußen -10° oder kälter), und dann wird er höchstens lauwarm.
Das heißt für mich, daß die Kaminverluste nicht groß sind.
Aber bei dem niedrigen Brennholzverbrauch und dem gebotenen Wohlfühlniveau
(so denn der Leser beides glauben will <img src=" />), ist auch nicht viel Spielraum für Verluste.

Und was ich wirklich SEHR schätze, ist das schnelle Warmwerden.
Das war übrigens Eisenschinks Hauptmotiv, den Ofen so "leicht" zu machen. Die Methode, lächerliche 5 cm dünne,
aber trotzdem stabile Ofenwände (jede Wand ist ein Teil) nur aus Ziegelplatten und feuerfestem Beton zu machen,
mußte von Sancal erst entwickelt werden. Das ist ihnen gelungen, schonendes Aufheizen wird nur für das jeweils erste Feuer der Saison erbeten.

Noch kurz zu den Heizleisten:
Es gab auch eine Zeit, in der nur die Heizleisten benutzt wurden, und der Ofen garnicht.
Auch da hatten wir es immer schön warm, die haben das souverän alleine geregelt, aber halt mit ~ 1000,- für Flüssiggas für ein Jahr.

Aber da wir unser Brennholz immer umsonst haben (naja, ich darf es fällen, sägen, heimfahren, spalten, stapeln,
meine Frau nennt das umsonst, ich nicht! Andererseits, Fitnesstudio würde auch was kosten),
machen wir das seitdem so rum.

So, jetzt schaun wir mal, ob bei Dir versunkene, emotionale Kosten zum Vorschein kommen!
DAS WAR EIN SCHERZ, UM GOTTESWILLEN!

Servus,
SL

In meinem Elternhaus gibt es einen wassergeführten Kachelofen und Waldbesitz. Beste denkbare Kombination für GO...

Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.01.2016, 21:11 vor 3663 Tagen @ Konstantin 9708 Views

bearbeitet von Bernadette_Lauert, Mittwoch, 27.01.2016, 21:20

...aber ich glaub nicht dran (an das GO).
Außer das mit dem Elitenbunkerbau und dem drohenden EMP-Impuls ist doch richtig.

(Helft dem Mythen Metzger bitte die Wahrheit zu erkunden!)

Aber nachdem wir den Blutmond-September 2015 überlebt haben, bin ich ganz gelassen. :3

Auch der Irlmaier macht mir posthum keine Angst mehr. Weiß auch nicht warum.

Leserbrief: Scheibe bei Ofen / Briefwechsel

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Samstag, 30.01.2016, 16:02 vor 3660 Tagen @ Konstantin 9151 Views

Bezüglich dieser Textpassage habe ich einen Leserbrief bekommen:

Schauen wir das mal genauer an:
Ein Problem am Xeoos ist die relativ große Scheibe. Wirkt zwar nett, das
Feuer zu sehen (ist auch Mode geworden), aber darüber verliert es viel
Wärme, die das Feuer eigentlich noch haben muss, um gut fertig zu
brennen.

Hallo auch,
deine Behauptung im GelbenForum, eine grosse Sichtscheibe in einem Holzofen sei unangebracht oder uneffektiv, ist natürlich nicht richtig...
""... ist die relativ große Scheibe. Wirkt zwar nett, das Feuer zu sehen (ist auch Mode geworden), aber darüber verliert es viel Wärme..."

Nach 20 Jahren des Holzheizens war das beste im Heizerleben, dass ich einen Ofen mit Sichtscheibe gekauft habe.. Die erste Wärme kommt direkt durch diese Scheibe, das " Lagerfeuer" strahlt direkt ab.. Schnellere und mehr Wärme kann es nicht geben. Die Schamottsteine kommen nach 1 Std. erst zur Wirkung, aber auch danach ist DIE Scheibe einfach nur für extreme Wärme zuständig.. Im Nahbereich verdunstet quasi das Augenwasser <img src=" /> ( Hark Alero 2)

Selbst mein 100E Werkstattofen hat eine kleine Sichtscheibe-- Nach 1-2 Minuten kann ich vor der Scheibe meine Hände wärmen und wie o.g. kommt die Effizienz genau aus dieser Scheibe. Einem lodernden Lagerfeuer gleich..Der Rest vom Gussofen ist dann noch Eisbeblumt manchmal..

Deine Einstellung passt zu meinem alten " Franklin KAMINOFEN "..
Ohne Scheibe und komplett aus Gusseisen gefertigt. Da konnte ich Oberschenkelgrosse Baumstämme reinwerfen und hatte etwa 10m³ Holzverbrauch im Winter.. Jetzt bin ich bei 3³ und neben der Sichtscheibe tut das Schamott ein übriges...

Mein Traumofen ist komplett aus Glas gefertigt mit viel Schamott und natürlich Wasserführend...
Besten Gruss

Darauf meine Antwort:

Hallo,

eine Scheibe am Ofen ist für das schnelle Warm-Gefühl sehr angenehm.
Keine Frage. Nur für die Effizienz der Verbrennung ist es ungünstig. Da sollte möglichst lange die Wärme bei den brennenden Gasen bleiben, bis diese komplett ausgebrannt sind. Das ist bei Holzfeuer bis zu einem Meter Wegstrecke! Wenn früher Wärme abgenommen wird, zB durch Glasscheibe, dann reduziert es die Effizienz, auch wenn es das Wohlgefühl verbessert.

Viele Grüße
Konstantin

Rückantwort:

Hallo Konstantin,

du bist noch nicht auf dem richtigen Holzweg <img src=" />

Die Konvektionswärme passiert sowieso, die Strahlungswärme und erstrecht die Infrarotstrahlen, welche fast wie beim Lagerfeuer abgegeben werden durch die Glasscheibe, erhöhen den Heizeffekt direkt um fast 30%...

Dem Feuer ist es egal,es brennt immer gleich..
Ein geschlossener Gussofen wird irgendwann warm und dann heiss.

Ein Gleicher Ofen, aber mit Sichtscheibe-- gibt zusätzlich direkt die Strahlungswärme ab und ist ergiebiger..

Beispiel:
Wir beide im Wilden Westen oder in Germanien.
Ein Lagerfeuer wird entfacht.

Ich setze mich direkt ans Feuer und mir ist sofort warm. Diverse Speichermedien lege ich ans Feuer und muss schnell abrücken, weil es so heiss ist....Ich verbrenne fast <img src=" />

Du stellst eine Eisengussplatte zwischen dich und das Feuer und legst die gleichen Speichermedien( Steine, Eisenteile, usw.) vor und hinter die Gussplatte.

Wenn ich bereits mein Grillkaninchen geniesse,wird es dir langsam warm hinter deiner Gussplatte..

Nun geht das Feuer aber aus...

Dann bleiben jedem von uns die gleichen erwärmten Medien und nach ein paar Stunden frieren wir beide gleich.

Mein Vorteil war von Anfang an die direkte Wärmeabstrahlung, die du leider nicht geniessen konntest..

Glaube mir bitte, ich habe 10 Jahre Gussofenerfahrung und nun fast 10 Jahre einen Sichtscheibenofen..
Das Haus ist unverändert, aber ich benötige nur noch 40% Holzmenge und alles wird schneller warm.

Bei meinem Altbauprojekt habe ich eine wasserführende Küchenhexe(Stangenherd) eingebaut..
Durch die kleine Sichtscheibe im Brennraum kommt nach 2 Minuten schon die Wärme, der Rest vom Stahl, geschweigedenn die Wassertasche, wird irgendwann mal warm..

Gruss

Und noch eine Antwort von mir:

Hallo,

wir brauchen nicht zu streiten. Habe selber Erfahrung mit Holzheizung (und Lagerfeuer) seit grob 30 Jahren.
Habe nie behauptet, dass Infrarot durch eine Glasscheibe (oder auch ohne) langsamer in dem Raum/zum Menschen kommt als ohne Scheibe. Es ist reine Physik, dass es dem Feuer eben NICHT egal ist, es brennt NICHT immer gleich. Da geht es nicht darum wer wem glaubt. Das ist Physik. Freuer braucht einige Faktoren um überhaupt zu brennen (zb Brennstoff, Sauerstoff, Temperatur, Raum, Zeit)
Wenn nur einer der Punkte nicht da ist brennt nix. Wenn einer der Punkte geschwächt ist, brennt es schlecht. Und Scheiben lassen nun mal mehr Wärme durch als zB Schamotte, sonst würdest Du ja auch keine Strahlungswärme ausserhalb der Scheibe wahrnehmen können. Und diese Wärmeabgabe hindert das Feuer daran heißer zu brennen, als es ohne Scheibe könnte. Damit reduziert sich die Effizienz.
Es heißt allerdings nicht, dass jeder Ofen ohne Scheibe effizient ist. Es heißt auch nicht, dass ein Ofen ohne Scheibe überhaupt Wärme in den Raum abgibt. Es heißt nur: Wenn frühzeitig dem Feuer Wärme entzogen wird, dann kann es nicht so heiß brennen. Ob sich das Ergebnis besser oder schlechter anfühlt ist auch wiederum egal.

Das hat gar nichts mit Glauben zu tun, das ist reine Physik.

Im übrigen hat der Ofen, für den wir uns entschieden haben, auch eine Scheibe:
http://www.konstantin-kirsch.de/2015/11/speicherofen-der-sonderklasse-tigchel.html
Dort ist es allerdings so, dass das Glutbett versenkt ist. Man sieht also die Flammenspitzen, die Glut jedoch nicht. Die liegt schön mit Schamotte umwandet, sehr heiß, etwas tiefer.

Viele Grüße
Konstantin

Nachtrag nur fürs Gelbe, habe ich nicht als Antwort per email gesendet:
Hatte mal gelesen, dass der längere Blick in die Glut den Augen nicht gut tut sondern sie sogar schlechter werden lässt. Habe dazu allerdings gerade keine Quellenangabe.

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Das kann ich aber jetzt nicht nachvollziehen, werter Konstantin!

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 30.01.2016, 18:12 vor 3660 Tagen @ Konstantin 8875 Views

Einigkeit besteht darin, dass die Flamme Energie verliert und ihre Temperatur absinkt, wenn sie welche abstrahlt.
Das merkt man auch daran, dass es vor der Glasscheibe warm wird.

Ich behaupte aber, dass es für die Temperatur der Flamme physikalisch(!) völlig gleichgültig ist, ob diese abgestahlte Energie jetzt die Glassscheibe trifft und den vor dieser sitzenden Beobachter erwärmt, oder ob die Strahlung einen Schamottstein trifft und diesen erwärmt.

Etwas anderes ist es beim Beobachter, den die Stahlung trifft.
Und das dürfte mittlerweile auch bekannt sein, dass das für das subjektive Wärmeempfinden alles andere als gleichgültig ist, ob man direkt von Wärmestrahlung getroffen wird oder nicht.

Das weiß jeder, der sich bei derselben Außentemperatur das eine Malim Sonnenschein aufhält und das andere mal unter dießig verhangenem Himmel.
Ich behaupte mal, Leute, die direkt von der Strahlungswärme der Flamme getroffen werden, kommen mit einer geringeren Raumtemperatur zurecht als die hinter einer stählernen Ofentüre sitzen.

Viele Grüße
Konstantin

Nachtrag nur fürs Gelbe, habe ich nicht als Antwort per email gesendet:
Hatte mal gelesen, dass der längere Blick in die Glut den Augen nicht gut
tut sondern sie sogar schlechter werden lässt. Habe dazu allerdings gerade
keine Quellenangabe.h

Bei einer gelbrötlichen Glut? Wäre mir neu.
Auf der anderen Seite halte ich es allgemein für keine gute Idee, in bläulich-violette Flammen zu blicken, egal, ob vom Ofen oder vom Schweißgerät.

Viele Grüße
Konstantin

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Die 4. Dimension bei Verbrennungsvorgängen

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Samstag, 30.01.2016, 19:38 vor 3660 Tagen @ Mephistopheles 9214 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 30.01.2016, 19:51

Hallo Mephistopheles,

in der kurzfristigen Betrachtung (Faktor Zeit = null) hast Du sicher hiermit recht:

Ich behaupte aber, dass es für die Temperatur der Flamme
physikalisch(!) völlig gleichgültig ist, ob diese abgestahlte
Energie jetzt die Glassscheibe trifft und den vor dieser sitzenden
Beobachter erwärmt, oder ob die Strahlung einen Schamottstein trifft und
diesen erwärmt.

Wenn jedoch der Faktor Zeit hinzukommt, ändert sich die Sachlage. Es geht um die Rückstrahlung der abgestrahlten Energie. Wie viel Energie kommt vom warm gewordenen Beobachter hinter der Scheibe zurück durch die Scheibe ans Feuer? Praktisch gar nichts. Wie viel Energie kommt jedoch vom heiß gewordenen Schamottestein zurück ans Feuer? Fast alles!

Der Vorgang der Verbrennung, also der exothermischen Kettenreaktion, braucht Zeit und Temperatur. Wenn man 100 % der Kohlenwasserstoffe/Kohlenhydrate in CO2 und Wasserdampf umwandeln wollte, dann braucht es sehr hohe Temperaturen und ausreichend Zeit. Je kürzer die Zeit und je niedriger die Temperatur, umso schlechter die Verbrennung. Nimm Wärme vom Feuer und der CO-Gehalt steigt und die Effizienz sinkt. Gebe dem Feuer Wärme und es sinkt der CO-Gehalt und die Effizienz steigt.

Neben Schamotteplatten gibt es auch Vermiculiteplatten. Die sind leichter und wärmedämmender, damit steigt die Temperatur schneller als bei Schamotteplatten. Deswegen sind viele Kaminöfen mittlerweile mit Vermiculite ausgebaut, um einigermaßen noch eine Zulassung zu bekommen...
Passend für den Debitismus gehen Vermiculiteplatten schneller kaputt...
Ideal wären Schamotteplatten am Feuer und diese gedämmt mit Vermiculite oder noch besser Promatplatten (noch höherer Dämmwert). Wenn man dem Feuer die Wärme lässt (und nicht durch ein Fenster abhauen lässt), dann kann man bei entsprechender Konstruktion leicht über 1000°C, ja sogar über 1200°C kommen. Die Holzflammen sollten mindestens einen Weg von 1 m in maximaler Temperatur haben, um komplett auszubrennen. Dann gibt es keinen Ruß im Ofen und Kamin, weil es keinen unverbrannten Kohlenstoff im Rauchgas mehr gibt.

NACH dieser Feuerstrecke kann und sollte die Wärme von 1200°C möglichst umgehend und vollständig in die Wohnung gelassen werden, allerdings in moderaten bzw. für Menschen passenden Temperaturen und Zeiträumen.

Dafür eignet sich Schamotte sehr gut: Es ist hitzefest bei 1200°C und darüber hinaus (je nach Material), es hat eine schlechte Wärmeleitung, so dass das Feuer sehr heiß wird, es strahlt die gespeicherte Hitze auch zurück ins Feuer und es nimmt, zwar langsam, aber doch, die Hitze auf und leitet sie langsam weiter, so dass der Ofen auf der Außenseite langsam warm wird und Strahlungswärme in den Raum abgibt.

In meiner Feuerwehrmannausbildung wurde es so erklärt: Der Feuerwehrmann löscht das Feuer nicht durch maximal Wasser, weil dann der Wasserschaden auch maximal ist. Richtig gemacht geht es anders: Wir benutzen möglichst feine Zerstäubung (Sprühstrahl) um eine maximale Verdunstungskälte zu erzielen. So entziehen wir dem Feuer maximal schnell Wärme. Wenn das glückt, verliert das Feuer an Kraft und geht optimalerweise aus bzw. geht in Schwelbrand über.

Willst Du hohe Effizienz, niedrigen Holzverbrauch, niedrigen CO-Abgaswert, viel Wärme, dann lass dem Feuer die Hitze und die Zeit für möglichst vollständige Verbrennung. Danach hinein in den Wohnraum mit der Wärme zum Wohlfühlen.
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Viele Grüße
Konstantin

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"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Ein Grundofenforum,

politikus @, Sonntag, 31.01.2016, 09:41 vor 3659 Tagen @ Konstantin 8922 Views

... das sehr kompetent ist. Der Forenbetreiber, Herr Theo Kern ist selber am Markt tätiger Grundofenbauer. Ich habe mich vor dem Bau unseres Grundofens dort viele Stunden aufgehalten und alles in mich aufgesaugt. Die letzten 2-3 Jahre allerdings kaum mehr, da das Thema mit der Inbetriebnahme unseres Grundofens für mich nicht mehr ganz so aktuell ist.

http://www.kachelofen-profis.de/kachelofen-forum/index.php

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Ich traue den verlogenen selbstzensierten "Main-Stream-Qualitäts-Medien" schon lange nicht mehr!

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