Ja, das wusste schon Rosser D. Reeves in den sechziger Jahren ...

CrisisMaven ⌂, Montag, 25.01.2016, 21:10 (vor 3665 Tagen) @ CalBaer2508 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.01.2016, 21:18

... hatte ihn hier erwaehnt.

Reeves war der erste, der systematisch die Wirkung der Werbung erforschte und die von seiner Agentur erstellte Werbung testete.

Readers' Digest macht das (wenn sie nicht inzwischen aufgehoert haben) heute noch so: das Titelblatt einer Ausgabe, die erst in ein paar Monaten erscheinen soll, wird in Zeitungs-Regionalausgaben per Annonce getestet. Dabei werden [edit] verschiedene Varianten bei ungefaehr gleicher demographischer Struktur und gleicher Auflagenzahl in regionalen, voneinander getrennten Bezirken der USA in einer Anzeige in einer Zeitung abgebildet, mit einem Coupon fuer ein Probeexemplar. DAS Bild, das den groessten "pull" (Reeves) erzeugt, wird dann genommen.

Leider bin ich immer noch bass erstaunt, dass immer noch Milliarden und Abermilliarden auf nicht nur (vorab) ungetestete Werbekampagnen verbraten wird, nein, sie werden nicht mal so angelegt, dass man deren Erfolg ueberhaupt messen kann.

Nur eines aus Reeves' Naehkaestchen:

Wenn eine Kampagne (scheinbar) mehr Umsatz bringt, muss sie nicht gut sein. Es kann auch sein, dass die Konkurrenz einfach nur schlechter ist. Selbst bei steigendem Umsatz koennte der noch hoeher gewesen sein, haette man die daemliche Werbung unterlassen!

Das aber muss man testen, die wissenschaftlichen Methoden gibt es, aber fast alle Dax-Vorstaende haben davon keine Ahnung, ebensowenig wie die meisten "Creative Directors" der Werbebranche.

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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