Hier ist es: Interview von Maas mit dem BND, äh RND (ed: Oberhaupt musste früher zurücktreten, wenn...)
Hallo paranoia,
hier ist die das Interview von Maas mit dem BND, äh RND:
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Redaktionsnetzwerk-Deutschland-Maas-fordert-vo... , von dem erst in dem Tagesschau-Artikel die Rede war, wie von meiner Seite aus vorhin berichtet.
Da findet man eignes, wenn man nach: RND Interview googlet.
Erst mal z. B. das: http://www.rnd-news.de/Blog und wenn die Suche auf die vergangenen 24 h eingestellt wird, dann auch das Obige.
Viele freundliche Grüße
azur
PS: Kennt Ihr das, dass auch von manchen zusammengezuckt wird, wenn man die angebliche Unabhängigkeit der Medien hinterfragt (als würden die frei von Einflüssen sein, wie z. B. durch diese merkwürdig zusammengesetzen Rundfunkbeiräte, und es keine Chef-Angestelltenverhältnisse gäbe, oder das Wort Propaganda verwendet.
Ist es noch in der "bürgerlichen Welt" zulässig das zu hinterfragen, oder weil wegen böse-böse Pegida-Lügenpresse ein Ausschlussgrund?
Wie Sascha Lobo, diesen Riesenverräter, dem ich noch nie getraut habe, oder Anetta Kahane oder diesen Formulierungsvorschlägen des Verbund von migrantischen Journalisten: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=383588 - es wird von einigen alles getan, nicht nur Menschen, sondern Ideen und Gedanken zu diskretitieren und unmöglich zu machen. Das ist natürlich bei uns gut, weil wir nicht Russland oder China sind! Wenn hiesig Mittel benutzt werden, um kritisches Hinterfragen und Diskutieren zu unterbinden, dann ist das schließlich was anderes, denn für die gute Sache. Auch in der DDR-SED-Diktatur wurde so verfahren, zum Schutze "unserer Sache" (so nannte man dies, wie auch der Vorwurf lauten konnte, ob man "mit dem Gegner gemeinsame Sache machen" würde).
Sehr bequem für Machthaber.
PPS (BONUS
): Irgendwie auch zur Situation passend: Königsheil bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Sakralk%C3%B6nigtum
Damit waren mehrere Aspekte von Heil verbunden: Ein König sollte sozusagen Heilheilt repräsentieren, also das Heilsein seines Landes.
Deswegen hatte er zumeist selbst körperlich heil zu sein (es fehlt in diesem Artikel der Verweis auf weitere Kulturen, wo das so galt, wie die Byzantiner bzw. Ostrom, wo mehrere Kaiser weichen mussten, weil sie in der Schlacht oder von missgünstigen Verwandten verletzt wurden - z. B. der Anwärter als legitimer Kaiser von Ostrom, wurde von seiner Mutter geblendet*, damit er nicht die Macht antreten konnte: https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_VI._%28Byzanz%29 - diese hat dann mit den deutschen Kaiser und mit dieser wurde dann ein Kompromiss in der Nachfolge des römischen Kaisers vereinbart, bevor sie abgesetzt wurde, denn als Frau war sie gar nicht trohnberechtigt: https://de.wikipedia.org/wiki/Irene_von_Athen - insofern sind die Vereinbarungen mit dem alten deutschen Kaisern umstritten . wie auch noch in Teilaspekten steter Zankapfel zwischen orthodoxer und römisch-katholischer Kirche).
Der Kaiser hatte nicht nur die Heilheit seines Landes, womit ja auch das Heilesein seine Bevölkerung bzw. Landeskinder - einschließlich der Landestöchter(!) gemeint ist, und seines Körpers zu gewährleisten, und notfalls weichen, wenn es das nicht klapppte - er hatte auch Heiler zu sein (das ist also nicht nur eine Geschichte von Tolkins HdR). Die britischen Könige hatte noch lange diese Verpflichtung:
"Heilungsrituale
Ab etwa dem 13. Jahrhundert bis in die Frühe Neuzeit bestand in Frankreich und England die Vorstellung, der rechtmäßig gesalbte König könne Skrofeln durch bloßes Handauflegen heilen (The King's Evil). Ein entsprechendes Heilungsritual war in beiden Ländern auch Teil der Krönungsriten und wurde regelmäßig, zeitweise sogar täglich, an Kranken ausgeübt, die oft eigens aus weit entfernt liegenden Gebieten des Königreichs anreisten. Der mit der Kraft des Heilens begabte König wurde auch Thaumaturg genannt. In Frankreich spielte dabei seit Ludwig X. der Besuch am Grab des heiligen Markulf nach der Krönung eine wichtige Rolle. Bereits im 11. Jahrhundert hatte man jedoch den Königen wundertätige Fähigkeiten zugesprochen. So soll unter anderem Robert II. von Frankreich übernatürliche Heilkräfte besessen haben, aber auch Eduard dem Bekenner werden wunderbare Heilungen zugeschrieben.
Als Jakob I. 1603 den englischen Thron bestieg und die dortige Stuart-Dynastie gründete, betrachtete er die durch den Glauben an Wunderwirkung unprotestantisch, katholisch oder abergläubisch erscheinende Tradition zuerst mit Ablehnung und ließ sich nur widerwillig darauf ein, indem er die Wirkung sublimiert als Gebet deutete.[4] Nach der Stuart-Restauration 1660 nutzte Karl II. (England) das Handauflegen besonders intensiv, um die sakrale Dimension der Königsherrschaft (sein Vater und Vorgänger war 1649 hingerichtet worden) als wiederhergestellt zu demonstrieren; mehreren zehntausend, vielleicht bis zu 100.000 seiner Untertanen (zwei von hundert) legte er in seiner Regierungszeit die Hand auf.[5] Der skeptische Oranier Wilhelm III., der nach der Vertreibung des Stuarts Jakob II. in der Glorious Revolution von 1689 König von England wurde, verweigerte sich dem Ritual. Das einzige Mal, als er sich zu einer solchen Berührung herabließ, tat er es mit den Worten: „Gott gebe Euch eine bessere Gesundheit und mehr Verstand.“[6][7] Königin Anne nahm das Ritual noch einmal auf, ihr Nachfolger Georg I. (1714–1727) jedoch beendete es endgültig, da er es „zu katholisch“ fand. In Frankreich wurde es zur Krönung des Restaurationskönigs Karl X. (1825–1830) das letzte Mal praktiziert."
https://de.wikipedia.org/wiki/Skrofulose
Heilungsrituale
Weil sich der Artikel änderte, dies Zitat:
"Sozialgeschichte statt Herrschaftslegitimation
→ Hauptartikel: Thaumaturgie
Mit dem Werk „Die wundertätigen Könige“ brach Marc Bloch 1924 mit der bis dahin vorherrschenden Nationalgeschichte der Vorkriegszeit, die die Wissenschaft in den Dienst der patriotischen Erbauung gestellt hatte. In seiner Darstellung wurden aus den politischen Herrschern des Mittelalters Medizinmänner: Zu ihren Aufgaben zählte es, stundenlang an den angereisten Kranken vorbeizugehen und sie zu berühren, um sie zu heilen.[1]
Eine nationalhistorische Interpretation
Zuvor waren mittelalterliche Religionsvorstellungen vorwiegend nationalgeschichtlich dargestellt worden. Wilhelm Grönbechs 1909/12 veröffentlichtes und 1937 ins Deutsche übersetzte Werk „Kultur und Religion der Germanen“ hatte ein spezielles „germanisches Königsheil“ konstruiert. Grönbech entwickelte ausgehend vom gemeingermanischen Wortstamm *hail seine Definition eines „Königsheils“ bei den Germanen. Neben den menschlichen Eigenschaften wie Ehrgeiz, Schlauheit, Redegewandtheit, Charisma, körperliche Stärke und anderes stehe die Dimension des Übermenschlichen. Dazu gehöre neben dem Anspruch, in der Schlacht unverwundbar und somit „heil“ zu bleiben, vor allem die Fähigkeit, Fruchtbarkeit der Äcker zu spenden und Heilkraft zu besitzen. Beide Dimensionen seien in der germanischen Vorstellungswelt nicht voneinander getrennt gewesen. Überhaupt sei eine strikte Trennung von menschlicher und göttlicher Sphäre den Germanen fremd gewesen. Zudem müsse dieses Königsheil erblich gewesen sein, da der Germane als „Sippenwesen“ an die Erblichkeit aller Fähigkeiten geglaubt habe.
Insgesamt lässt sich Grönbechs Begriff vom Königsheil mit den lateinischen Ausdrücken ‚salus‘ (Gesundheit, Wohlergehen), ‚felicitas‘ (Fruchtbarkeit, Glückseligkeit, Erfolg) und ‚Fortuna‘ (Kriegsglück, wohlgesinntes Schicksal) wiedergeben."
https://de.wikipedia.org/wiki/Sakralk%C3%B6nigtum
Wie gesagt, auch Königsheil genannt:
"Sakralkönigtum
(Weitergeleitet von Königsheil)
Das Sakralkönigtum bezeichnet eine These, dass der König über Wunderkräfte verfüge. Bekannt ist insbesondere der vormoderne Glaube, dass der König die Krankheit Skrofulose durch Handauflegen heilen könne. Die Erforschung dieser religiösen Vorstellung geht auf die sozialgeschichtlich orientierte Mediävistik der Annales-Schule zurück. Die These wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert, insbesondere auf der Basis antiker und frühmittelalterlicher Kulturen Europas wie denen der Kelten und Germanen. Darüber hinaus findet der Begriff auf weitere Kulturen des Altertums Anwendung und reicht bis in die Frühe Neuzeit hinein. Als Gegenkonstrukt zum Königsheil gilt in der historischen Forschung das Heerkönigtum."
*) "Im byzantinischen Reich war Blendung seit dem 7. Jahrhundert eine gängige Maßnahme, um ehemalige Kaiser bzw. Bewerber um den Kaiserthron auszuschalten. Wie zuvor bereits bei den Sassaniden entstand diese Praxis, die vereinzelt auch auf Päpste angewandt wurde, aus dem Konflikt zwischen der faktischen Erblichkeit bestimmter Würden und der Scheu davor, Mitglieder der Herrscherfamilie zu töten. Oft erfolgte neben oder statt der Blendung auch ein Abschneiden der Nase. Bisweilen wurde die Blendung jedoch so brutal durchgeführt, dass das Opfer daran starb, wie etwa Kaiser Romanos IV. Diogenes. Ihm wurde dreimal ein glühendes Eisen in die Augenhöhle gestoßen, die Wunde entzündete sich, und Michael Attaliates berichtet, wie ihm in der Folge Maden vom Gesicht fielen, bevor er starb. Auch Schein-Blendungen sind überliefert, wie im Falle des fränkischen Söldners Roussel Phrangopolos. Weitere geblendete Prätendenten waren Manuel Komnenos, Isaak II., Artabasdos, Konstantin VI., Michael V. und Alexios V.
Die Sitte wurde auch in anderen Staaten im byzantinischen Einflussbereich übernommen, so in Kleinarmenien, Ungarn und von den sizilianischen Normannen..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Blendung_%28Strafe%29
An sich eine sehr schöne Idee, nach der das Oberhaupt vor allem die Unversehrtheit von Land und Leuten zu besorgen hat.
Hierzu noch einmal aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sakralk%C3%B6nigtum#cite_ref-1
"Kontroverse um die „Germanische Kontinuität“
In der NS-Zeit entfachte der Germanist Otto Höfler eine Kontroverse um die sogenannte Germanische Kontinuität. Er fragte sich, ob das Bild des Mittelalters durch das ‚Geschichtsschreibungsmonopol‘ der römisch-christlichen Überlieferung determiniert und möglicherweise verfälscht sei. Statt von einem Bruch der Kultur zwischen Antike und Mittelalter müsse man eher von einer Kontinuität der Kulturträger, von ‚germanischer Antike‘ und ‚germanischem Mittelalter‘ sprechen.
Als Belege zog er unter anderem die ‚res gestae‘ des römisch-christlichen Geschichtsschreibers Ammianus Marcellinus (330-400 n. Chr.) heran: „Bei ihnen heißt der König allgemein Hendinos. Nach alter Sitte muß er sein Amt niederlegen und zurücktreten, wenn unter seiner Regierung das Kriegsglück schwankt oder die Erde keine reiche Saat trägt, ähnlich, wie auch die Ägypter derartige Unglücksfälle ihren Königen zuschreiben. Der oberste Priester heißt bei den Burgunden Sinistus. Er führt sein Amt Zeit seines Lebens und wird für kein Unglück verantwortlich gemacht wie die Könige.“ (Ammianus Marcellinus, 28. Buch, 5, 14. Übersetzung nach Wolfgang Seyfarth: Ammianus Marcellinus. Römische Geschichte. Band IV, Berlin, Akademie-Verlag, 1971, S. 135.) Als weitere Argumente für das Königsheil führte Höfler an, dass sich germanische Königshäuser oft auf einen mythischen Ahnherrn zurückgeführt hätten (so die Ostgoten, norwegische Kleinkönige, dänische Fürstengeschlechter, die Amaler und evtl. auch die Schwaben und Langobarden).
Dagegen wurde jedoch eingewandt, dass bei den Germanen der König in Thing-Versammlungen gewählt und nicht nach Geblütsrecht bestimmt wurde.
Fortwirkung
Die bis 1714 in England und bis 1825 (Karl X.) in Frankreich praktizierte ‚Skrofelheilung‘ durch Handauflegen des Königs wird von Höfler ebenfalls als Beleg für den fortdauernden Glauben ans Königsheil herangezogen,..."
Nun spricht nichts dagegen, dass auch eine gewähltes Oberhaupt zurück treten oder zum Freigeben der Position gezwungen sein kann! Insofern müssen sich Wahlkönigtum und Königsheil nicht ausschließen. Warum auch?
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