"Das Netz" und die Flüchtlingskrise

azur @, Samstag, 23.01.2016, 15:23 vor 3670 Tagen 3968 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 23.01.2016, 15:37

Hallo allen,

habe auf das Folgende, wie auf den gestern von mir hier verlinkten Kommentar der Tagesschau, an die Redaktion Leserbriefe geschrieben. Vielleicht kann es etwas bewirken. Dazu passt auch die Anmerkung Danischs, in dem er eine Artikel von Sascha Lobo auseiander nimmt. Lobo versucht ebenfalls andere Meinungen zu diffamieren.

Zunächst zur Einstimmung: Video Das Netz diskutiert Österreichs #Obergrenze http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-150373.html - Video 1 min 40.

Diese plumpe Auswahl der jungen Garde, soll einerseits Objektivität antäuschen, um dann Menschen, die Gegenmeinungen vertreten, als dumm und unmenschlich darzustellen. Sich selbst dagegen als ungemein geistreich und einzig aktzeptablen Hüter des Guten (überhöhen).

Nun ist es so, dass andere Staaten stellenweis sehr erfolgreich Einwanderungen kontigentieren. Und auch Begrenzungen von z. B. Zulassungszahlen sind meist notwendig und funktionieren. Nur geht es den jungen Genies nicht um die Sache, sondern darum, dass "ihre Stimme" in der Zuwanderungsproblematik die einzig anerkannte ist.

Ähnlich geht auch Lobo vor, der am Ende ruft, man soll sie in diesem "digitalen Stalingrad" nicht allein lassen. Er meint nämlich, dass Andersdenkende im Internet nur in Überzahl wäre, weil sich die anderen nicht äußerten.

Damit setzt sich Danisch klug auseinander - ein Artikel, der in mehrfacher Hinsicht zu empfehlen ist, auch weil er beschreibt, wie der Journalismus auf dieses Thema bezogen zu dem wurde, was er derzeit ist: http://www.danisch.de/blog/2016/01/21/als-der-idiot-auszog-die-dummen-deppen-zu-schimpf...

Dazu passen sehr gut diese "journalistischen Beiträge", der hier als unvoreingenommener Bericht daher kommen möchte:

Österreichs Regierung streitet über Obergrenze
http://www.tagesschau.de/ausland/fluechtlinge-oesterreich-obergrenze-101.html

Sowie: Kommentar: Faymann ist umgefallen
Stand: 22.01.2016 21:43 Uhr

Einst war Faymann der lauteste Kritiker der Abschottungspolitik von Ungarns Ministerpräsidenten Orban - jetzt sorgt Österreichs Bundeskanzler für dichte Grenzen in Europa. Er hat den Scharfmachern im eigenen Land nachgegeben."
http://www.tagesschau.de/kommentar/obergrenze-oesterreich-101.html

In Verkennung der Dimension des Problems, was vielen der Verteidiger des Anlockens und unbegrenzten Zuzuges von Massen eigen ist, plärt er, Österreich hätte schon immer mal wieder viele Menschen aufgenommen, ohne das Österreich daraus Nachteiliges erfahren hätte. Immer die selbe Leier: Mit Sprachkursen etc. pp. würde das alles kein nennenswertes Problem, gleich wie viele kämen und wie diese sozialisiert wären. Obergrenzen lässt man als ein Instrument des Teufels erscheinen, der nun auch den letzten Getreuen der deutschen Noch-Bundeskanzlerin verhext habe:

"Jetzt bereitet Faymann der "Orbanisierung" ganz Europas den Weg.

Faymann war der letzte Verbündete von Angela Merkel im Kreis der EU-Regierungschefs, wenn es um Offenheit, Menschlichkeit und Ehrlichkeit ging. Aus und vorbei. Die deutsche Kanzlerin hat ihren letzten Verbündeten verloren.

Der 20. Januar, als Österreich Obergrenzen für Asylbewerber verkündete, war kein guter Tag für Europa. Österreich hat neben Deutschland und Schweden bisher am meisten geleistet in der Flüchtlingskrise. Jetzt hat es den Angst- und Scharfmachern im eigenen Land nachgegeben, vor allem jenen von der rechtspopulistischen FPÖ."

Klar, alles nur dumme, gemeine Scharfmacher, die anderen, und jede Form der Regulierung ein Instrument des Bösen. Hauptsache, man muss nicht nachdenken, vor allen nicht über Konsequenzen und Ressourcen, und kann sich dennoch für die weltgewandten Klugen halten.

Allen ein wunderschönes Wochenend!

Viele freundliche Grüße

azur


Ergänzung: http://www.tagesschau.de/videoblog/von_wien_nach_suedosten/winter-flucht-balkanroute-10...

Und wie man wieder, wie z. B. bei dem neulich verlinkten Tagesschau-Dossier Afrika mit "Menscheln" manipulieren will, an statt einfach nur zu berichten:

"Von Wien nach Südosten" Im Winter über die Balkanroute
Stand: 23.01.2016 13:05 Uhr

Täglich machen sich Menschen auf, um über den Balkan nach Westeuropa zu gelangen. Doch der Weg wird immer beschwerlicher - durch Schnee und Kälte, und immer wieder müssen Grenzkontrollen durchlaufen werden. Till Rüger hat Flüchtlinge auf verschiedenen Stationen ihrer Reise getroffen.“

Es ist noch keine Woche her, da wurde noch ausführlich erklärt, wie viel einfacher es geworden sei: Gut organiserte 2 -3 Tage Anreise, statt 2 – 3 Wochen.

Siehe: http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/balkan-flu...

ARD-Text zum Beitrag: „Fünf Stunden später: Ankunft im österreichischen Villach – dem derzeitigen Endpunkt der Balkanroute. Zwischen 2 und 4 Tagen brauchen die meisten für die knapp 1.200 km von Griechenland bis Österreich.“

("DAS"[[zwinker]] "Netz" und der eben veröffentlichte BKA-Bericht: http://meta.tagesschau.de/id/107769/bka-bericht-zu-silvester-uebergriffe-in-zwoelf-bund... )

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ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Also "Menschen, die Gegenmeinungen vertreten" SIND dumm ...

CrisisMaven ⌂ @, Samstag, 23.01.2016, 15:29 vor 3670 Tagen @ azur 3348 Views

Diese plumpe Auswahl soll einerseits Objektivität antäuschen, um dann Menschen, die Gegenmeinungen vertreten, als dumm darzustellen.

Das merkt man doch, wenn man gegen die geballte Stumpfsinnigkeit argumentativ "vorgehen" will.

Schweigen ist angesagt. Oder Dulden.

Wohlgemerkt, es geht um das Vertreten. Nicht um das "Haben" einer Gegenmeinung.

Man muss nicht Perlen vor die Saeue werfen.

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