da fragt sich doch der Leser: "Wie alt war denn die "Sosse" aus den geprüften NEAs dieser Studie"?
Man findet keinen Hinweis, welches Alter der Kraftstoff haben soll, der in den Tanks der getesteten NEAs steckt.
Ja, aergerlich. Aber wenn ein Forist 10.000 Liter lagern will, dann, denke ich, geht es auch bei ihm um bis zu einem Jahrzehnt, bis er den Rest rauspumpt.
Jeder Feuerlöscher hat ein dämliches Befülldatum.
Ja, und das koennte man locker ueberschreiten, in den allermeisten Faellen.
Würde man Feuerlöscher testen, die seit 20 Jahren ungewartet an der Wand hängen, würde vermutlich auch kaum einer noch funktionieren.
Einerseits gibt es da neuere Entwicklungen, andererseits kommt es auf den Loescher an, bei Pulverloeschern nimmt nicht nur der Druck u.U. ab, sondern das Pulver verliert seine Rieselfaehigkeit. (Uebrigens stirbt man an Lungenversagen, wenn man davon zuviel einatmet.)
1 Fass = 5 Jahre alt
1 Fass = 4 Jahre alt
1 Fass = 3 Jahre alt
1 Fass = 2 Jahre alt
1 Fass = 1 Jahr alt
Also zum einen muss man beachten, ob man Sommerdiesel im frostfreien Keller eingelagert hat und dann im Winter damit fahren will. Bei minus 20 Grad u.U. eine Katastrophe (Paraffin flockt aus).
Es liegt vermutlich auch an der Problematik, dass in den letzten Jahren mit den immer mehr ausgereizten Motoren auch immer mehr Zusatzstoffe beigemengt werden (aber, wie gesagt, nur eine Vermutung - sonst muesste ich mich einlesen). Zudem wird die Raffinerie-Steuerung z.T. durch Verschiebungen zwischen dem Benzin- und Diesel-Verbrauch vor Herausforderungen gestellt (sind ja Kuppelprodukte).
Ich wollte mich nicht weiter in die Thematik vertiefen, aber dass das normale Diesel heute einen so hohen Umschlag hat, dass die Raffinerien riskieren koennen, es mit einem Verfallsdatum von einem Jahr zu versehen, da selbst die hinterste Dorftankstelle im hintersten Anatolien bis dahin einmal den Tank leert und wieder befuellt, verleitet sicher dazu, es so zu "optimieren", dass es einerseits fuer heutige Motoren hilft, Abgasnormen einzuhalten, andererseits aber dann eben auch sich verschlechtert in kuerzerer Zeit als frueher.
Jedenfalls sollte, wer 10.000 Liter einlagern will, dieses dann auf eigene Gefahr tun oder sich rueckversichern. Nichts peinlicher, als beim "Game Over" dann ohne
- Auto (Motor streikt)
- Notstrom (Motor streikt)
- und Diesel (unverkaeuflich/unbrauchbar und Tank voll, so dass man nicht mal mehr Heizoel "bunkern" kann)
dazustehen.
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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