Nicht so einfach zu beantworten

Piter, Dienstag, 19.01.2016, 18:15 (vor 3671 Tagen) @ Leserzuschrift1647 Views

Hallo Dirk,

Ich bin leider nicht so der Experte, habe ihr aber geraten, die Anteile zu
verkaufen, da ich den Verlauf der letzten Tage als Abwärtsimpuls sehe.
Steht da unter Umständen eine größere Korrektur an?

Das wird Dir niemand garantieren können. Bricht die Weltwirtschaft in sich zusammen und flüchten alle Anleger in "erstklassige Anleihen", dann bleibt der Fonds erstmal oben und die Korrektur bleibt aus.

Doch Deine Intuition, dass irgendwann alles einmal oben ist und wieder fallen muss, teile ich durchaus.

Allerdings gehe ich von keiner Korrektur aus, sondern von einem Ende des jahrzehntelangen Aufwärtstrends. Dann dürften viele Anleihen nicht mehr zurückgezahlt werden oder nur mit entwertetem Geld. Der an sich dann unverkäufliche Fonds würde dann nur noch in wertlosen Euro Papieren beglichen...

So lange die Deflation noch dauert, so lange wird aber erst mal nichts anbrennen.

Darum keine voreilige Panik auf der Titanic [[freude]]

Das Dilemma ist dann noch grösser für den gewöhnlichen Anleger. Die Frage stellt sich, was soll man bitte mit dem Erlös anstellen? Konsumieren? In Aktien? Gold oder Silber?

Für einen Laien ist das kaum zu überblicken und gar nicht leicht zu entscheiden. Wenn Du dann auch noch einen guten Rat gibst, der dann erstmal in die falsche Richtung läuft, dann wird Dir das auch schnell vorgehalten werden.

Darum mein Rat: Bleib ruhig und sage, dass die Lage schwer einzuschätzen sei und sie selber entscheiden müsse.

Der Anlageberater rät ihr, die Anteile nicht zu verkaufen .

[[freude]] Welche Überraschung. Er glaubt natürlich weiterhin an das "gute Ende" und den Weihnachtsmann.

Ich behaupte das Gegenteil und stecke in einem Dilemma.

Ich stimme Dir zu, dass das Ende der Anleihenblase kommen wird und muss. Nur wird das Platzen dieser Blase die halbe Welt in den Abgrund reissen und vor allem auch die Aktien und womöglich den Euro mit in die Tiefe reissen.

Wäre es ein Vorteil, wenn man statt 30% Verlust dann auf einmal 50% Verlust einsteckt?

Ohne einen handfesten Plan, was mit den Euros geschehen soll, würde ich erst einmal abwarten.

Wäre es mein Fonds, ich würde über die nächsten 2-3 Jahre in Tranchen verkaufen und in eigenes Land, Garten, Ausbildung oder Edelmetalle investieren.

Jedoch nicht von heute auf morgen alles rausschmeissen und 100% in was anderes gehen. Das ist selten eine gute Strategie.

Vielen Dank und alles Gute

Dirk


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