Hallo n0by,
schön und gut, aber hinsichtlich Lafontaines, nicht umsonst Widersacher vieler seiner Partei und langjähriger Freund Gauweilers sowie Lebensgefährte von Wagenknecht: Er war einer der ersten, der darauf hinwies, dass a) völlig über die Köppfe der Einheimischen hinweg entschieden wurde und b) es nicht passieren dürfe, dass schutzwürdige Interessen Deutscher nicht mehr berücksichtigt würden.
Und das schon z. B. am 25.09. des vergangenen Jahres vorm Saarländischen Landtag.
Nach dem er u. a. dem Einsatz des saarländischen Innenministers würdigte, also angenehm konstruktiv an die Sache geht, sagte er vor dem saarländischen Landtag:
"...müssen wir uns klar machen, dass die Aufnahmebereitschaft kann nicht von der Politik festgelegt werden, nicht von Regierung und Parlamenten. Letztendlich entscheidet über die Aufnahmebereitschaft in Deutschland die Bevölkerung und ihr Gefühl dafür, inwieweit es richtig ist, Menschen aufzunehmen, Menschen Gastfreundschaft zu gewähren und sie zu unterstützen. Das ist der entscheidende Punkt.
Und deshalb ist es Aufgabe der Politik, alles jetzt, und nicht in einem Zeitraum später, dafür zu tun, dass diese Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung erhalten bleibt..."
Es dürfe nicht sein: "dass diejenigen in unserer Gesellschaft, denen es schlechter geht in unserer Gesellschaft jetzt das Gefühl haben, sie werden nicht mehr berücksichtigt, und das jetzt die einen gegen die andren ausgespielt werden...
Wir müssen konkrete Angebote jetzt machen an diejenigen, denen es schlechter geht in unserer Gesellschaft. Sonst wird das Ressentiment sich verstärken. Es gibt den Vorschlag Wolfgang Schäubles, wir müssten jetzt die zusätzlichen Mittel, die aufgebracht werden müssen, durch Einsparungen an anderer Stelle auffangen und es gibt den Vorschlag aus Politik und Wirtschaft, den Mindestlohn wieder zu öffnen, damit die Zuwanderung auch für billigere Arbeitsplätze genutzt werden kann. Das sind beides Vorschläge, die genau zu den Ressentiments führen werden, ich halte sie für grundfalsch. Es darf nicht so sein, dass die Zuwanderung zu weiterer Lohndrückerei führt..."
Aus: Oskar Lafontaine zur Regierungserkärung der saarländischen Ministerpräsidentin
Video von 17 min 46, das Zitat etwa ab min 2:30
https://www.youtube.com/watch?v=JbU1kHEbN7U
Daran war natürlich zu denken, als jüngst Sarah Wagenknecht Vernuft in der Sache einforderte, Fehler anmahnte und davon sprach , dass Gastrecht nicht zu missbrauchen sei. Das wurde genüßlich in den MSM kolportiert.
Das hat so geärgert, dass die von Dir kritisierten jüngst nachlegten:
N-TV "Person der Woche
Wie viel AfD steckt in Sahra Wagenknecht?
http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Wie-viel-AfD-steckt-in-Sahra-Wagenk...
Von Wolfram Weimer von heute, also dem 19. Januar 2016
Und machen wir uns nichts vor: Dieses Wortwahlt hat bei einer Frau noch eine besondere Konnotation und geht diesbezüglich gegen Lafontaine, der nach wie vor gefürchtet ist.
Die Linke sollte froh sein, dass sie auch noch durch solche Bemerkungen auffiel, denn auch ihr laufen die Wähler weg. Dabei wird desöfteren darauf hingewiesen, dass auch Kommunalpolitiker der Linken den Unfug ausbaden müssen, zu dem die Masse ihrer Bundespolitiker geistlos applaudieren.
Also es an Lafo aufzuhängen, ist fragwürdig. Ist es eher, weil er nicht so recht auf einer präferierten Linie liegt.
Es wäre viel besser all jene zu stärken, die gegen den Schwachsinn von Merkel und ihren Claqueure auftreten. Und dazu gehören die beiden bestimmt, die oft genug weit mehr Weitsicht bewiesen, als andere.
Viele freundliche Grüße
azur
PS: die Muezzinrufnummer ist clever und trefflich.
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