Nach "NSU" - neuer Schwung in der RAF-Geschichte?

Doomsday @, Montag, 18.01.2016, 22:04 vor 3672 Tagen 2464 Views

Moin!

http://www.focus.de/politik/deutschland/am-6-jun-auf-geldtransporter-geschossen-spuren-...

Am 06. Juni überfallen drei Maskierte einen Geldtransporter nahe Bremen - der Überfall misslingt, die Täter flüchten ohne Beute. Nun haben die Ermittler DNA-Spuren in zwei Tatautos gefunden.

Sie führen zur RAF. [[applaus]]


http://www.welt.de/politik/deutschland/article151164536/Raubueberfall-Spuren-weisen-zu-...


Da bin ich ja mal gespannt.


Grüße

Wer hat denn da die Wattestäbchen verunreinigt? (oT)

Langmut @, Montag, 18.01.2016, 22:07 vor 3672 Tagen @ Doomsday 1743 Views

- kein Text -

--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

Die Erklärung ist doch ganz einfach. Die haben eben nicht genug in Blüms Rentenkasse einbezahlt, und jetzt droht Altersarmut.

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 18.01.2016, 22:42 vor 3672 Tagen @ Doomsday 1649 Views

Was glaubt ihr, dass Zschäpe in 30 Jahren mal macht?

Ich glaub nicht, dass der Deal mit der Bundesstaatsanwaltschaft so lukrativ ist, dass er die fehlenden Beitragsjahre ersetzen kann.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Die WELT-Story klingt aber widerspruechlich ... womoeglich sind die Sicherheitsleute bei der RAF gewesen ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 19.01.2016, 00:39 vor 3672 Tagen @ Doomsday 1633 Views

Dort steht:

A) "Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter ... in zwei Tatautos DNA-Spuren von Mitgliedern der früheren Roten Armee Fraktion (RAF) gefunden ..."

aber

B) "... es gelang ihnen nicht, die Türen des Geldtransporters zu öffnen."

Wenn das nicht nur schlampig formuliert ist, dann spraeche das fuer folgendes:

1) Mitarbeiter des Geldtransportunternehmens waren frueher RAF-Mitglieder und arbeiten nunmehr dort (nicht unbedingt die vom selben Tag, sondern andere, die denselben Transporter ebenfalls benutzen)

oder

2) Mitarbeiter z.B. eines Wartungsunternehmens (Autowerkstatt, Reinigungsfirma etc.) haben die DNA-Spuren gelegt.

Bei den vielen Ermittlungsschlampereien in letzter Zeit wuerde mich nicht wundern, wenn sie nicht alle Spurenleger ueberprueft haben.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Nein, klingt sie nicht.

Prophet @, Dienstag, 19.01.2016, 09:42 vor 3671 Tagen @ CrisisMaven 1343 Views

A) "Nach einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter ...
in zwei Tatautos DNA-Spuren von Mitgliedern der früheren
Roten Armee Fraktion (RAF) gefunden ..."

aber

B) "... es gelang ihnen nicht, die Türen des Geldtransporters zu
öffnen."

Wenn das nicht nur schlampig formuliert ist, dann spraeche das fuer
folgendes:


Das spricht dafür, daß du den Text nicht verstanden hast.
In den zwei Tatautos wurden die DNA-Spuren gefunden. Nicht im Geldtransporter. Ich kann keine schlampige Formulierung finden.

Im Normalfall passieren solche Überfälle mit geklauten Autos, die irgendwo nach der Tat abgestellt werden (oder angezündet, sofern man die Zeit dazu hat). Diese Autos werden dann selbstverständlich auf Spuren untersucht.

Grüße,
Prophet

Ok, Du hast recht - Tatautos als Autos, in denen Taeter sassen ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 19.01.2016, 10:41 vor 3671 Tagen @ Prophet 1213 Views

FOCUS: "... hatten sie den Geldtransporter mit einem Kleinbus zugeparkt. ... ergriffen sie die Flucht mit einem Auto, das der dritte Täter mitgebracht hatte."

Ich ging (WELT) davon aus, dass sie die Autos mitgenommen hatten (und man derer nicht habhaft wurde - den Begriff Tatauto habe ich missinterpretiert).

Auch wenn's nicht explizit drinsteht - vermutlich hat die Polizei auch noch das Fluchtauto gefunden.

Verwunderlich ist andererseits, dass die RAF-ler solche Spuren noch hinterlassen.

Das waren ja ziemlich alles hochintelligente Leute, deretwegen man in den Siebzigern bundesweit alle Universitaetsbibliotheken auf bestimmte Ausleihungen von Buechern ueberwachte, was mich auch in den Fokus brachte, da ich ja auch nicht grade nur Philosophen auslieh ...

Die haben doch mitbekommen, dass ihre jahrzehntealten DNA-Spuren nachtraeglich, lange nach den Taten, als man es ploetzlich konnte, akribisch ausgewertet wurden (vgl. Haar im Motorradhelm beim Buback-Attentat u.v.a.).

Da sie schon immer drauf spezialisiert waren, Autos zu klauen, um Taten zu begehen, und diese entsprechend zu tarnen (Nummernschild-Dubletten, um in Kontrollen nicht aufzufallen), haette ich angenommen, dass sie nunmehr schlau genug sind, keine DNA-Spuren mehr zu hinterlassen (schwierig, aber machbar).

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