Wir können froh sein, dass die gläubigen Muslime die Mädels an Silvester nicht gesteinigt haben

Das_Orakel_aus_Oberlahnstein @, Montag, 18.01.2016, 15:32 vor 3672 Tagen 5032 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 16:12

Laut der Überlieferung sagte der Prophet Muhammad sinngemäß Folgendes:

"Wenn eine Frau Parfüm nutzt und an den Männern vorbei läuft, damit diese den Duft eventuell riechen, dann ist sie eine Ehebrecherin."

Und wie im Islam mit Ehebrecherinnen verfahren werden soll, wissen wir ja.

Grüße aus dem ehemaligen Deutschland

Naja: "Laut Überlieferung" also vielleicht; "sinngemäß" also nicht tatsächlich (oT)

Wayne Schlegel @, Montag, 18.01.2016, 16:13 vor 3672 Tagen @ Das_Orakel_aus_Oberlahnstein 3643 Views

- kein Text -

Laut Überlieferung = Laut Hadith! Sinngemäß, da in Nuancen unterschiedlich in den arabischen Übersetzungen! (oT)

Das_Orakel_aus_Oberlahnstein @, Montag, 18.01.2016, 16:22 vor 3672 Tagen @ Wayne Schlegel 3525 Views

Nach der Bibel sollten Männer dann lieber ein Auge verlieren, als ihr nachzugucken

pigbonds @, Montag, 18.01.2016, 16:28 vor 3672 Tagen @ Das_Orakel_aus_Oberlahnstein 3808 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 16:32

Laut der Überlieferung sagte der Prophet Muhammad sinngemäß Folgendes:

"Wenn eine Frau Parfüm nutzt und an den Männern vorbei läuft, damit
diese den Duft eventuell riechen, dann ist sie eine Ehebrecherin."

Und wie im Islam mit Ehebrecherinnen verfahren werden soll, wissen wir
ja.

Grüße aus dem ehemaligen Deutschland

Merkel hat es ja bereits festgestellt, die meisten seien nicht mehr
bibelfest.

Zum Glück, sag ich da.

Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch
begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf
es weg." - Matthäus(!!!) 5,27

"Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen Ehemann hat, so sollen sie
beide sterben... 5. Mose 22,22

"Wenn … sich keine Beweisstücke für die Unberührtheit des Mädchens beibringen lassen, soll man das
Mädchen hinausführen und vor die Tür des Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie
steinigen
, und sie soll sterben; denn sie hat eine Schandtat […] begangen. […] // Wenn ein Mann dabei
ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide sterben, der Mann […] und
die Frau. […] // dann sollt ihr beide zum Tor der Stadt führen. Ihr sollt sie steinigen, und sie
sollen sterben […]" - Deuteronomium 22,20

Der Koran ist in weiten Teilen eine Kopie des Alten Testaments. Deshalb machen sich doch so viele
orthodoxe Juden über die Muslime lustig.

Also, wer bald damit beginnt, die Bibel zu lesen, sollte Merkels anderen Rat beherzigen und
wieder vermehrt die Kirche besuchen, denn dort lernt man den weiten Spagat zwischen
Anspruch und Realität.

Kein Gebot - ein Gleichnis

Lydia, Montag, 18.01.2016, 16:56 vor 3672 Tagen @ pigbonds 3785 Views

Hallo pigbonds

Merkel hat es ja bereits festgestellt, die meisten seien nicht mehr
bibelfest.

Zum Glück, sag ich da.

Ich würde mich als bibelfest bezeichnen.
Und für mich ist das in der Tat mehr als Glück.


Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat
in seinem Herzen schon Ehebruch
begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß
es aus
und wirf
es weg." - Matthäus(!!!) 5,27

"Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen
Ehemann hat, so sollen sie
beide sterben... 5. Mose 22,22

Meines Wissens leben die Christen heute im Neuen Testament, nicht am alten Bund.

Kein Christ wendet jemals Gewalt an. Niemals. Wer Gewalt anwendet, ist ebensowenig Christ, wie eine Maus, nur weil sie in die Garage geht, ein Auto ist.
Ein Christ ist einer, der erkennt, dass Gott existiert, ihn von ganzem Herzen sucht und Vergebung durch Jesus Christus von seiner gesamten Lebensschuld findet. Jemand, der sich von ganzem Herzen bekehrt zu dem lebendigen Gott und ein Leben führt nach den Maßstäben des Neuen Testamentes.

Bitte lies doch einmal die beiden Kapitel 5 - 7 des Matthäusevangeliums, die sog. Bergpredigt.

Hier greift Christus die Untreue auf und verurteilt sie.
Er gebraucht ein Bild, ein Symbol und hat damit natürlich nicht angeregt, sich irgendetwas auszureißen.

Lydia

Entschuldige bitte, aber

kieselflink @, Montag, 18.01.2016, 18:49 vor 3672 Tagen @ Lydia 3514 Views

mein Eindruck ist folgender:

[ ] Du hast verstanden, was Christsein bedeutet

Kein Christ wendet jemals Gewalt an. Niemals. Wer Gewalt anwendet, ist
ebensowenig Christ, wie [...]

Dann kann es keine Christen geben. Nicht einen.

Ein Christ ist einer, der erkennt, dass Gott existiert, ihn von ganzem
Herzen sucht und Vergebung durch Jesus Christus von seiner gesamten
Lebensschuld findet. Jemand, der sich von ganzem Herzen bekehrt zu dem
lebendigen Gott

d'accord

und ein Leben führt nach den Maßstäben des Neuen Testamentes.

Hättest Du geschrieben "und nach allen Kräften versucht, ein Leben zu führen nach den Maßstäben des NT", dann schiene mir auch dies korrekt.

Bitte lies doch einmal die beiden Kapitel 5 - 7 des Matthäusevangeliums,
die sog. Bergpredigt.

Und dazu Römer 7...

Ein Christ im Sinne Christi leidet unter seinem Versagen und seiner Schuld, unter dem, was er anderen an Gewalt antut (egal, ob mit Worten oder Taten) und dass er Aufforderung aus der Bergpredigt bestenfalls ansatzweise gerecht werden kann; er wird aber gewiss nicht dadurch zum Christen, dass er keine Schuld mehr auf sich lädt.

Wie auch. Oft geht es gar nicht anders, als an anderen schuldig zu werden. Ob in der Kindererziehung oder der großen Politik.

Etwas Studium der Schriften von Dietrich Bonhoeffer kann hier hilfreich sein.

Den Menschentypus, den Du als Christen definierst, erscheint mir genau der Typ Gutmensch zu sein, der die Drecksarbeit anderen überlässt, um selbst ohne Sünde dazustehen...

Bitte fühle Dich nicht persönlich angegriffen - zumindest war das nicht meine Absicht. Aber ob ein Lebens- und Glaubensbasis trägt, sollte man nicht bei ruhiger See beurteilen.

Mir fällt gerade ein Filmzitat ein, was ich mir mal notiert habe:
"Man weiß nichts über einen Menschen, bis man ihn in die Enge treibt."
(Detective Keith Frazier [Denzel Washington] in 'Inside Man')


Was ist, wenn Halsabscheider vor der Tür stehen und Deiner Familie - insbesondere Deinen unmündigen Kindern - ans Leder wollen. Erst vergewaltigen und dann Rübe ab. Angenommen, Du hättest die Möglichkeit, Deine Leute zu verteidigen unter Schädigung der Angreifer.

Was würdest Du tun?

Oder allgemein: Darf sich ein Christ verteidigen?

Nur zur Klarstellung: Ich frage das als jemand, der in schwierigen DDR-Zeiten den Dienst an der Waffe verweigert und dafür viele Nachteile in Kauf genommen hat...

--
cheers - kieselflink

mein Fehler

Lydia, Montag, 18.01.2016, 19:13 vor 3672 Tagen @ kieselflink 3343 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 19:56

Hallo Kieselflink,

Dann kann es keine Christen geben. Nicht einen.

Ich habe etwas wortkarg geschrieben. Entschuldige. Ich meinte ausschließlich körperliche Gewalt, keine andere.

Ein Christ ist einer, der erkennt, dass Gott existiert, ihn von ganzem
Herzen sucht und Vergebung durch Jesus Christus von seiner gesamten
Lebensschuld findet. Jemand, der sich von ganzem Herzen bekehrt zu dem
lebendigen Gott


d'accord

und ein Leben führt nach den Maßstäben des Neuen Testamentes.


Hättest Du geschrieben "und nach allen Kräften versucht, ein Leben zu
führen nach den Maßstäben des NT", dann schiene mir auch dies korrekt.

Ja. Ich wollte schreiben "oder danach strebt", aber das ist mir abhanden gekommen. Mein Fehler.

Ein Christ im Sinne Christi leidet unter seinem Versagen und seiner
Schuld, unter dem, was er anderen an Gewalt antut (egal, ob mit Worten oder
Taten) und dass er Aufforderung aus der Bergpredigt bestenfalls ansatzweise
gerecht werden kann; er wird aber gewiss nicht dadurch zum Christen, dass
er keine Schuld mehr auf sich lädt.

Nein. Du hast absolut recht und es viel besser formuliert.

Wie auch. Oft geht es gar nicht anders, als an anderen schuldig zu werden.
Ob in der Kindererziehung oder der großen Politik.

Ja.


Den Menschentypus, den Du als Christen definierst, erscheint mir genau der
Typ Gutmensch zu sein, der die Drecksarbeit anderen überlässt, um selbst
ohne Sünde dazustehen...

Bitte fühle Dich nicht persönlich angegriffen - zumindest war das nicht
meine Absicht. Aber ob ein Lebens- und Glaubensbasis trägt, sollte man
nicht bei ruhiger See beurteilen.

Ich gehöre 20 Jahre zu Christus, es war nicht immer ruhig.
Aber jetzt beginnen ganz andere, unvorstellbare Zeiten ...

Was ist, wenn Halsabscheider vor der Tür stehen und Deiner Familie -
insbesondere Deinen unmündigen Kindern - ans Leder wollen. Erst
vergewaltigen und dann Rübe ab. Angenommen, Du hättest die Möglichkeit,
Deine Leute zu verteidigen unter Schädigung der Angreifer.

Ja. Ich denke fast Tag und Nacht über nichts anderes nach.


Was würdest Du tun?

Diese gegenwärtige Zeit, die zumindest hier (Kleinstadt bei Hannover) noch friedlich aussieht, sehe ich als Vorbereitung für das Kommende.
Nicht Vorräte lagern, Gold kaufen oder andere physische Dinge, sondern geistliche Vorbereitung.
Ich bereite mich innerlich auf mein Sterben vor.


Oder allgemein: Darf sich ein Christ verteidigen?

Das ist eine gute Frage und wurde schon bei Jakob Tscharnke besprochen. Es gibt unterschiedliche Meinungen.
Meiner Meinung nach eher nicht.
Wie ich im Ernstfall reagiere, weiß ich nicht im Voraus.


Nur zur Klarstellung: Ich frage das als jemand, der in schwierigen
DDR-Zeiten den Dienst an der Waffe verweigert und dafür viele Nachteile in
Kauf genommen hat...

Ja. Vielen Dank für Dein Posting. Ich spüre da auch gar nichts Leichtfüßiges ab.

Lydia

Filmzitat

SevenSamurai @, Dienstag, 19.01.2016, 00:50 vor 3672 Tagen @ kieselflink 2890 Views

Mir fällt gerade ein Filmzitat ein, was ich mir mal notiert habe:
"Man weiß nichts über einen Menschen, bis man ihn in die Enge
treibt."

(Detective Keith Frazier [Denzel Washington] in 'Inside Man')

“Live with a man 40 years. Share his house, his meals. Speak on every subject. Then tie him up, and hold him over the volcano's edge. And on that day, you will finally meet the man.” -- Shan Yu

Was ist, wenn Halsabscheider vor der Tür stehen und Deiner Familie -
insbesondere Deinen unmündigen Kindern - ans Leder wollen. Erst
vergewaltigen und dann Rübe ab. Angenommen, Du hättest die Möglichkeit,
Deine Leute zu verteidigen unter Schädigung der Angreifer.

Was würdest Du tun?

Oder allgemein: Darf sich ein Christ verteidigen?

Ja.

Auch eine kollektive Verteidigung wie die Schlacht am Kahlenberg ist zulässig. Damals hat übrigens Frankreich versucht, den Habsburgern und den Polen in den Rücken zu fallen...

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Wenn dem so wäre, müsste ein 'echter' Christ sofort........

ottoasta @, Montag, 18.01.2016, 19:04 vor 3672 Tagen @ Lydia 3515 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 19:11

.........aus der Kirche austreten!

Wenn du Deschners 'Kriminalgeschichte des Christentum' auch nur ansatzweise gelesen hättest, bliebe dir als echter Christ nur der Austritt aus einer verlogenen, verlotterten Institution übrig.

Die kath. Kirche und auch die diversen evangelikalen (z.T. waren die mindestens so schlimm wie die Katholen) sind Brutstätten der Gewalt!

Diese wird heutzutage nur schamhaft versteckt, aber lass mal aus irgendwelchen Gründen diese wieder an eine uneingeschränkte Macht kommen!

So schnell kannste nicht schauen, wie wieder Hexenprozesse, Vernichtung Andersgläubiger und die aus der Geschichte bekannten Schandtaten kommen würden!

Die sind wie der Wolf, der Kreide gefressen hat!

Otto

--
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben.
Tolstoi

es geht alles nach Plan

Lydia, Montag, 18.01.2016, 19:26 vor 3672 Tagen @ ottoasta 3407 Views

.........aus der Kirche austreten!

Ja, das bin ich vor 20 Jahren bereits.


Wenn du Deschners 'Kriminalgeschichte des Christentum' auch nur
ansatzweise gelesen hättest, bliebe dir als echter Christ nur der Austritt
aus einer verlogenen, verlotterten Institution übrig.

Ja. Als der Pfarrer mich damals fragte, warum, erklärte ich ihm meine Gründe. Bzw. schreib sie ihm ausführlich. Ich habe nie wieder etwas von ihm gehört.


Die kath. Kirche und auch die diversen evangelikalen (z.T. waren die
mindestens so schlimm wie die Katholen) sind Brutstätten der Gewalt!

Bei den Römlingen gebe ich Dir recht.

Aber das evangelische, gar evangelikale Kirchen "Brutstätten der Gewalt" sind, glaube ich nicht.
Evangelische Kirchen sind komplett dem Zeitgeist erlegen und huren der Welt hinterher. Aber dass da Gewalt geübt wird ...

Den evangelikalen Gemeinden versucht man oft, etwas anzuhängen. Ich kenne genug Glaubensgeschwister, die in gutem Glauben einer Filmdokumentation zugestimmt haben, weil man ihnen im Voraus versicherte, dass keinerlei Verdrehung passierte oder Sätze aus dem Zusammenhang gerissen würden.
Hinterher standen sie und ihre Gemeinde vor einer Rufmordkampagne.
Insofern bin ich immer misstrauisch bei "Enthüllungen".


Diese wird heutzutage nur schamhaft versteckt, aber lass mal aus
irgendwelchen Gründen diese wieder an eine uneingeschränkte Macht
kommen!

Ja, wie im anderen Post gesagt, ich rede von wiedergeborenen Christen, nicht von Organisationen oder Institutionen.

So schnell kannste nicht schauen, wie wieder Hexenprozesse, Vernichtung
Andersgläubiger und die aus der Geschichte bekannten Schandtaten kommen
würden!

Ja. Wiewohl ich aktuell denken würde, dass wir durch die diabolische Obrigkeit zurzeit ganz anders vernichtet werden.
Die Kirche wird ganz sicher ihre Rolle dabei spielen, da gebe ich Dir recht.
Aber nur solange, sie weiterhin ein nützlicher Idiot ist.

Lydia

Ist das peinlich!

SevenSamurai @, Dienstag, 19.01.2016, 00:53 vor 3672 Tagen @ ottoasta 3073 Views

So schnell kannste nicht schauen, wie wieder Hexenprozesse,

Bitte informiere dich, bevor du so etwas unsinniges schreibst. Denn es scheint, dass du da der Lügenpresse auf den Leim gegangen bist.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Eben, um zu verstehen, was ein "Gleichnis" ist, braucht es die Kirche

pigbonds @, Montag, 18.01.2016, 19:21 vor 3672 Tagen @ Lydia 3273 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 19:30

Kein Christ wendet jemals Gewalt an. Niemals. Wer Gewalt anwendet, ist
ebensowenig Christ, wie eine Maus, nur weil sie in die Garage geht, ein
Auto ist.

Du kannst doch nicht einfach Leuten ihren Glauben absprechen, denn:
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

Das ist Deine Definition und auch ich würde dies als das gewünschte Verhalten
interpretieren, halte es aber nicht für die Definition eines Christen.

Meine ist, dass wer daran glaubt, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist und
uns dadurch von allen Sünden befreit hat
, ein Christ ist. That's it, über alles
weitere wird gestritten, was schön an den verschiedenen Glaubensrichtungen zu
sehen ist.

Ein Christ ist einer, der erkennt, dass Gott existiert, ihn von ganzem
Herzen sucht und Vergebung durch Jesus Christus von seiner gesamten
Lebensschuld findet
. Jemand, der sich von ganzem Herzen bekehrt zu dem
lebendigen Gott und ein Leben führt nach den Maßstäben des Neuen
Testamentes.

Auch über die Kompilation des Neuen Testaments wird gestritten. Die Evangelien
waren Jesus nicht bekannt, bekannt war ihm lediglich das Alte Testament, worin
seine Ankunft den Juden prophezeit wird.

Wer hat welche Evangelien nach welchen Kriterien ausgewählt? Wurden die anderen
aktiv zurückgedrängt oder waren sie unpopulär oder gar schlichte Fälschungen?

Bitte lies doch einmal die beiden Kapitel 5 - 7 des Matthäusevangeliums,
die sog. Bergpredigt.

Jeder Satz für sich genommen, scheint eindeutig:

Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen;
ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Hier greift Christus die Untreue auf und verurteilt sie.
Er gebraucht ein Bild, ein Symbol und hat damit natürlich nicht angeregt,
sich irgendetwas auszureißen.

Das tönt nicht anders, als die Koransuren, die uns in Talkshows uns um die Ohren
gehauen wird.

Du könntest natürlich genauso argumentieren, wie die salafistischen Relativierer und nach
irgend etwas suchen, um zu relativieren:

Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

Also, Strafe sei die Steinigung, richten soll nur der, der selber das Risiko des
gerichtet Werden eingehen will ... und der erste Stein müsse jener werfen, der ohne
Sünde sei.

Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Joh. 8,1-11

... in Schilda würden sie nun eine Maus aus der Schnauze einer Katze retten und ihr den
ersten Stein auf die Schulter legen ... und warten, bis sie werfen ... um dann festzustellen,
dass der Stein die Maus erdrückt hat.

Genau um das zu verstehen, besucht man die Kirche oder tauscht sich zumindest
in seiner Gemeinde aus, so wie ein Muslim die Moschee besucht, weil auch er
in Gefahr läuft, etwas misszuverstehen, um dann in krasser Weise Amok zu laufen.

Antwort

Lydia, Montag, 18.01.2016, 19:54 vor 3672 Tagen @ pigbonds 3197 Views

Hallo pigbonds,

Du kannst doch nicht einfach Leuten ihren Glauben absprechen, denn:
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.

Es steht aber auch geschrieben, dass wir nicht jedem Geist glauben sollen, der in dieser Welt ist (1. Joh. 4,1). Sondern prüfen, ob er von Gott ist.
Christus sagt uns, dass wir die Menschen an ihren Früchten erkennen können.
Nicht jeder, der es von sich behauptet ist ein Christ, sondern derjenige, der dann auch ein christusähnliches Leben führt oder zu führen trachtet. Das Echte wird erkannt werden.


Das ist Deine Definition und auch ich würde dies als das gewünschte
Verhalten
interpretieren, halte es aber nicht für die Definition eines Christen.

Meine ist, dass wer daran glaubt, dass Jesus für uns am Kreuz
gestorben ist und
uns dadurch von allen Sünden befreit hat
, ein Christ ist.

Ja. Wer glaubt, dass Jesus Christus seine Sünden vergeben hat und ihn aufgenommen hat (siehe Johannes 1), ist ein Christ.

That's it,

über alles
weitere wird gestritten, was schön an den verschiedenen
Glaubensrichtungen zu
sehen ist.

Ja schon. Und doch wird ein Mensch, der Christus aufgenommen hat, nicht in den Lieblingssünden verweilen, sondern danach streben und trachten, ein Leben zu führen, welches Gott gefällt.Das ist ein Weg, wiewohl die Errettung selber ein Augenblick ist.

Auch über die Kompilation des Neuen Testaments wird gestritten. Die
Evangelien
waren Jesus nicht bekannt, bekannt war ihm lediglich das Alte Testament,
worin
seine Ankunft den Juden prophezeit wird.

Jesus Christus ist in die geschichtliche Heilszeit des Alten Testamentes hineingeboren. Das ist ja klar. Und die 4 Evangelien wurden ja zum Teil weit nach seinem Tod geschrieben.


Wer hat welche Evangelien nach welchen Kriterien ausgewählt? Wurden die
anderen
aktiv zurückgedrängt oder waren sie unpopulär oder gar schlichte
Fälschungen?

Gott wacht über sein Wort und die Schrift, die in der heutigen Bibel steht, ist sein Wort.


Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die
Propheten aufzulösen;
ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Das tönt nicht anders, als die Koransuren, die uns in Talkshows uns um
die Ohren
gehauen wird.

Wer den Unterschied nicht sieht, da kann ich dann auch nicht weiter helfen. Jesus ist nicht gekommen, um ein Gebot für fehlerhaft zu erklären, sondern da die Menschen die Gebote des Alten Testamentes nicht halten können, weil sie "Fleisch" sind, musste Jesus auf diese Welt kommen und am Kreuz für uns sterben. Er hat alles erfüllt, was über ihn im AT gesagt wurde.


Du könntest natürlich genauso argumentieren, wie die salafistischen
Relativierer und nach
irgend etwas suchen, um zu relativieren:

Wenn ich etwas erkläre, wird es als Relativierung gesehen.

Also, Strafe sei die Steinigung, richten soll nur der, der selber das
Risiko des
gerichtet Werden eingehen will ... und der erste Stein müsse jener
werfen, der ohne
Sünde sei.

Es gibt keine biblische Steinigung seit 2000 Jahren.


Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.
Joh. 8,1-11

Ja. Das war gegen die Pharisäer, die weiterhin alttestamentlich richten wollten und selber Dreck am Stecken hatten.
Es gilt ein neues Gesetz. Dass ihr euch liebet untereinander.


...

Genau um das zu verstehen, besucht man die Kirche oder tauscht sich
zumindest
in seiner Gemeinde aus, so wie ein Muslim die Moschee besucht, weil auch
er
in Gefahr läuft, etwas misszuverstehen, um dann in krasser Weise Amok zu
laufen.

Nein. So ist es nicht.

Aber es ist wohl müßig.

Lydia

Eine Heilige ruft zu Gewalt auf

Rybezahl, Dienstag, 19.01.2016, 02:48 vor 3672 Tagen @ Lydia 3061 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 17:03

Kein Christ wendet jemals Gewalt an. Niemals. Wer Gewalt anwendet, ist
ebensowenig Christ, wie eine Maus, nur weil sie in die Garage geht, ein
Auto ist.

Nur weil es mich interessiert. Ich habe mich mit den Prozessakten der Jeanne d’Arc befasst. Immerhin eine katholische Heilige.

Angeblich nie selbst das Schwert geführt, führte sie doch hunderte Krieger in das Schwert.

So gesehen schickte Jesus hunderte Christen auf den Scheiterhaufen.

Nein, nein, ich fürchte, das ist zu einfach gedacht und man will sich damit nur vor einer Eigenverantwortung drücken. Ist das so?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Keine Christen

Lydia, Dienstag, 19.01.2016, 08:40 vor 3671 Tagen @ Rybezahl 2905 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 03.02.2016, 17:04

Ich habe mich mit den

Prozessakten
der Jeanne d’Arc
befasst. Immerhin eine katholische Heilige.

Angeblich nie selbst das Schwert geführt, führte sie doch hunderte
Krieger in das Schwert.

So gesehen schickte Jesus hunderte Christen auf den Scheiterhaufen.

Nein, nein, ich fürchte, das ist zu einfach gedacht und man will sich
damit nur vor einer Eigenverantwortung drücken. Ist das so?

Hallo Rybezahl,

an anderer Stelle schon gesagt:

Katholiken SIND keine Christen.
Sie leben nicht nach der Bibel.
Sie können auf biblischer Grundlage keinen Ablass nehmen.
Sie können keine Menschen auf biblischer Grundlage zu Heiligen machen.

Die Katholische Kirche ist der Wolf im Schafspelz.

Lydia

Das wissen wir aber spätestens seit Luther

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 19.01.2016, 10:00 vor 3671 Tagen @ Lydia 2864 Views

an anderer Stelle schon gesagt:

Katholiken SIND keine Christen.
Sie leben nicht nach der Bibel.
Sie können auf biblischer Grundlage keinen Ablass nehmen.
Sie können keine Menschen auf biblischer Grundlage zu Heiligen machen.

Die Katholische Kirche ist der Wolf im Schafspelz.

Die Evangelikalen sind aber keineswegs besser.
Was willst du uns also damit mitteilen?

Solange sich die Katholen und die Protestanten bekämpften bis aufs Blut, waren die Kirchen voll - auf beiden Seiten.
Als sie aber aufhörten, sich gegenseitig zu bekämpfen, leerten sich die katholischen und die protestantischen Kirchen, und die Krise des Christentums setzte ein.

Hört sich irgendwie nach Dialektik an, bloß, wie genau?


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Aufforderung zu Straftaten

Miesespeter @, Montag, 18.01.2016, 18:29 vor 3672 Tagen @ pigbonds 3711 Views

Merkel hat es ja bereits festgestellt, die meisten seien nicht mehr
bibelfest.

Zum Glück, sag ich da.

Ja eben. Deshalb haelt man in Europa auch grosse Stuecke auf die Trennung von Staat und Kirche.


Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat
in seinem Herzen schon Ehebruch
begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß
es aus
und wirf
es weg." - Matthäus(!!!) 5,27

"Wenn jemand gefunden wird, der bei einem Weibe schläft, die einen
Ehemann hat, so sollen sie
beide sterben... 5. Mose 22,22

"Wenn … sich keine Beweisstücke für die Unberührtheit des
Mädchens beibringen lassen, soll man das
Mädchen hinausführen und vor die Tür des Vaterhauses bringen. Dann
sollen die Männer ihrer Stadt sie
steinigen
, und sie soll sterben; denn sie hat eine Schandtat […]
begangen. […] // Wenn ein Mann dabei
ertappt wird, wie er bei einer verheirateten Frau liegt, dann sollen beide
sterben, der Mann […] und
die Frau. […] // dann sollt ihr beide zum Tor der Stadt führen. Ihr
sollt sie steinigen
, und sie
sollen sterben […]" - Deuteronomium 22,20


Also, wer bald damit beginnt, die Bibel zu lesen, sollte Merkels anderen
Rat beherzigen und
wieder vermehrt die Kirche besuchen, denn dort lernt man den weiten
Spagat zwischen
Anspruch und Realität.

Ein besserer Rat waere, genau umgekehrt zu Merkels Vorschlag, zu den Urspruengen der buergerlichen Gesellschaft zurueckzukehren und dem Wahn, der sich Religion nennt, nicht nur dann die gesellschaftliche Anerkennung zu verweigern, wenn er islamisch daherkommt, sondern ganz ebenso, wenn er sich im christlichen oder juedischen Gewand verkleidet. Diese Ideen, wie oben angefuehrt, sind im Prinzip in den meisten europaeischen Laendern als Aufforderung zu Straftaten eindeutig strafbewehrt.

Der Unterschied zwischen dem Islam und den anderen beiden grossen abrahamitischen Wuestenreligionen ist lediglich, dass seit dem dunklen Zeitalter der Inquisition im Westen der Anteil derjenigen, welche die Bibel oder die Torah wortwoertlich nehmen oder ueber das buergerliche Rechtsverstaendnis stellen, permanent zusehends geringer geworden ist, waehrend es im Islam gegenwaertig eher umgekehrt zu sein scheint.

Gruss,
mp

--
Everything is ok

Religion ist das Fundament der bürgerlichen Gesellschaft

pigbonds @, Montag, 18.01.2016, 20:48 vor 3672 Tagen @ Miesespeter 3130 Views

Merkel hat es ja bereits festgestellt, die meisten seien nicht mehr
bibelfest.

Zum Glück, sag ich da.


Ja eben. Deshalb haelt man in Europa auch grosse Stuecke auf die Trennung
von Staat und Kirche.

„"Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden
zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und
die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Matt. 10,34-35“

Harte Kost. Gewalt, Krieg?

Ich verstehe es aber so, dass eben Gottes Wort, blasphemisch vereinfachend "das Gesetz", über
der Blutbande stehen muss.
Der Vater liefert seinen gesetzesbrüchigen Sohn aus, er darf ihn aber nicht mehr selber richten, noch
bestrafen noch muss er ihn verstossen.

Ich verstehe die abrahamitischen Religionen als den Versuch, Ordnung in die Gesellschaft zu bringen,
eine Gesellschaft, die von nomadisierenden Stämmen zu komplexen Kollektiven wurden, wo nicht mehr jeder
jeden kennt.

Das war nötig, um überhaupt eine bürgerliche Gesellschaft zu schaffen.


Ein besserer Rat waere, genau umgekehrt zu Merkels Vorschlag, zu den
Urspruengen der buergerlichen Gesellschaft zurueckzukehren und dem Wahn,
der sich Religion nennt, nicht nur dann die gesellschaftliche Anerkennung
zu verweigern, wenn er islamisch daherkommt, sondern ganz ebenso, wenn er
sich im christlichen oder juedischen Gewand verkleidet. Diese Ideen, wie
oben angefuehrt, sind im Prinzip in den meisten europaeischen Laendern als
Aufforderung
zu Straftaten
eindeutig strafbewehrt.

In der Kirche, Synagoge oder Moschee lernt man das Geschriebene in der
Relation zur Gegenwart zu sehen.

Natürlich besteht das Risiko, das hie und da ein Karlstadt von der Kanzel
predigt, der Bilderstürmer zur Zerstörung von Kulturgütern (wie derzeit in Syrien,
Afghanistan) anheizt.

Der Unterschied zwischen dem Islam und den anderen beiden grossen
abrahamitischen Wuestenreligionen ist lediglich, dass seit dem dunklen
Zeitalter der Inquisition im Westen der Anteil derjenigen, welche die Bibel
oder die Torah wortwoertlich nehmen oder ueber das buergerliche
Rechtsverstaendnis stellen, permanent zusehends geringer geworden ist,
waehrend es im Islam gegenwaertig eher umgekehrt zu sein scheint.

In der Reformation entdeckten die Christen auch das Wort und nahmen es
wörtlich, weil die Geistlichen sich zu sehr im Weltlichen zu vergnügen
begannen und an Glaubwürdigkeit verloren. So folgte die Reformation und die
Reformation der katholischen Kirche.

Ein Problem stellen die absoluten Dogmen der Schriften dar, weshalb komplexe
Interpretationen nötig sind.
Juden müssen sich fragen, ob aus Windenergie erzeugter Strom immer noch das
Feuer repräsentiere und kommen zum Schluss, dass die Winde von der Wärme der
Sonne herkomme, die eben das Feuer darstelle. Neuste Technik, Wissenschaft und
Religion finden so zusammen.
Die Christen fliehen sich in "Gleichnisse".


Die bürgerliche Gesellschaft kann sich ebenso in Dogmen verfangen.

Interessant ist es daher, die "Schwesterrepubliken" Schweiz und USA zu betrachten.

Die USA verfügt über eine starre Verfassung, die soviel ich weiss, nur ergänzt,
aber Bestehendes nicht verändert, werden darf. Daher hat sich über die Jahrzehnte ein regelrechter
Kanon an wegweisenden Gerichtsurteilen gebildet, eine Kirche der Rechtsgelehrten
sozusagen.

Hingegen kann die Schweiz ihre Verfassung in Volksentscheiden einfach und pragmatisch
anpassen. Das halte ich für einen langfristigen Vorteil.

Nur soweit, wie die Feudalgesellschaft Fundament des Buergertums ist

Miesespeter @, Montag, 18.01.2016, 21:49 vor 3672 Tagen @ pigbonds 3142 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 22:22

„"Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen.
Ich bin nicht gekommen, Frieden
zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu
entzweien mit seinem Vater und
die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer
Schwiegermutter. Matt. 10,34-35“

Harte Kost. Gewalt, Krieg?

Ich verstehe es aber so, dass eben Gottes Wort, blasphemisch vereinfachend
"das Gesetz", über
der Blutbande stehen muss.
Der Vater liefert seinen gesetzesbrüchigen Sohn aus, er darf ihn aber
nicht mehr selber richten, noch
bestrafen noch muss er ihn verstossen.

Schoenes Fundstueck, vielen Dank, sehr plastisch.


Ich verstehe die abrahamitischen Religionen als den Versuch, Ordnung in
die Gesellschaft zu bringen,
eine Gesellschaft, die von nomadisierenden Stämmen zu komplexen
Kollektiven wurden, wo nicht mehr jeder
jeden kennt.

Das war nötig, um überhaupt eine bürgerliche Gesellschaft zu schaffen.

In der neolithischen Revolution, die damit einherging, wurde allerdings nicht die buergerliche Gesellschaft erschaffen, sondern die Feudalgesellschaft.

Es war die frz. Revolution, welche den Grundstein fuer die buergerliche europaeische Gesellschaft legte. Wikipedia recht treffend:

Die Abschaffung des feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution – das betrifft insbesondere die Menschenrechte – waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratie­verständnis entscheidend beeinflusst.

Mit dem Staendestaat war selbstverstaendlich ganz vorne der erste Stand abgeschafft, und nach Napoleons Konkordat war fuer Europa die Frage nach der Rolle der Kirche geklaert, zumindest bis Nietzsche.

Diese Ideen,
wie

oben angefuehrt, sind im Prinzip in den meisten europaeischen Laendern

als

Aufforderung

zu Straftaten[/link] eindeutig strafbewehrt.


In der Kirche, Synagoge oder Moschee lernt man das Geschriebene in der
Relation zur Gegenwart zu sehen.

Natürlich besteht das Risiko, das hie und da ein Karlstadt von der
Kanzel
predigt, der Bilderstürmer zur Zerstörung von Kulturgütern (wie derzeit
in Syrien,
Afghanistan) anheizt.

Karlstadt = 16. Jhdt, vor der buergerlichen Gesellschaft. Im Mittelalter wurden die entsprechenden Passagen sicherlich oftmals auch im Christentum durchaus wortwoertlich ausgelegt (Kreuzzuege, Inquisition, Hinrichtung von Ketzern, Hexen, Blasphemisten, Wissenschaftlern) und stellten keinen Straftatbestand dar. Das ist im heutigen Europa anders.

In den Kirchen oder Synagogen mag man das Geschriebene daher auch durchaus entsprechend - relativierend - in Relation zu dieser Gegenwart setzen (man hoert wenig Gegenteiliges), in Moscheen scheint es jedoch nicht durchgehend so zu sein.

Weil vielleicht die Gegenwart im Islam nicht mir der europaeischen Gegenwart uebereinstimmt, und man sich dort tatsaechlich erst im Jahre 1437 befindet?


In der Reformation entdeckten die Christen auch das Wort und nahmen es
wörtlich, weil die Geistlichen sich zu sehr im Weltlichen zu vergnügen
begannen und an Glaubwürdigkeit verloren. So folgte die Reformation und
die
Reformation der katholischen Kirche.

Ja, 1517ff. Einhundert Jahre spaeter gipfelte die Gewalt und es kam zu massiven Fluechtlingsstroemen.

Nach dem totalen Desaster erkannten dann auch die feudalen Patriarchen, dass es sich nicht lohnt, fuer die Aufrechterhaltung wohlfeiler Geschichtchen seine ganzen Arbeitsheere zu vernichten, so wie der alte Fritz:

Alle Religionen seindt gleich und gut, wan nuhr die leute, so sie profesieren, Ehrlige leute seindt, und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land pöplieren, so wollten wir sie Mosqueen und Kirchen bauen.

(Man bemerke jedoch, er wollte sie schon profesierend und ehrlig haben)

Ein Problem stellen die absoluten Dogmen der Schriften dar, weshalb
komplexe
Interpretationen nötig sind.

Ich uebersetze das mal so: 'Ja, die Aussagen in den Schriften sind hahnebuechen und dogmatisch, aber wenn wir sie ausreichend relativieren und verschwurbelt interpretieren, dann koennen wir uns die Religionen vielleicht weiterhin zu nutzen machen'.

Wohl bekommts.

Die bürgerliche Gesellschaft kann sich ebenso in Dogmen verfangen.

Interessant ist es daher, die "Schwesterrepubliken" Schweiz und USA zu
betrachten.

Die USA verfügt über eine starre Verfassung, die soviel ich weiss, nur
ergänzt,
aber Bestehendes nicht verändert, werden darf. Daher hat sich über die
Jahrzehnte ein regelrechter
Kanon an wegweisenden Gerichtsurteilen gebildet, eine Kirche der
Rechtsgelehrten
sozusagen.

Hingegen kann die Schweiz ihre Verfassung in Volksentscheiden einfach und
pragmatisch
anpassen. Das halte ich für einen langfristigen Vorteil.

Die amerikanische Konstitution ist ja auch von Gott inspiriert, welcher Sterbliche wuerde das aus rein oportunistischen Gruenden veraendern? Kann man die 10 Gebote modernisieren?

Man kann daran gut erkennen, wie resistent Gesellschaften gegenueber jeglicher Veraenderung sind. Die Schweiz ist in diesem Sinne ja eine seltene Ausnahme. Wer also diesbezuegliche Sachverhalte und Moeglichkeiten untersucht, ist gut beraten, bei seinen Betrachtungen von der Norm auszugehen und nicht vom selten anzutreffenden 'Best Case'.

Gruss,
mp

Gutdünken über das bürgerliche Rechtsverständnis stellen

trosinette @, Dienstag, 19.01.2016, 09:55 vor 3671 Tagen @ Miesespeter 2809 Views

Guten Tag,

der Anteil derjenigen, welche die Bibel oder die Torah wortwoertlich nehmen
oder ueber das buergerliche Rechtsverstaendnis stellen, permanent zusehends
geringer geworden ist

Proportional dazu steigt offenbar der Anteil derjenigen, die das Gutdünken über das bürgerliche Rechtsverständnis stellen. Frei von dogmatischen Zwängen und religiösem Wahn hält man sich an das Recht oder lässt es halt bleiben, wie es gerade in den Kram passt. In der hier alles beherrschenden Flüchtlingsdiskussion beklagen sich zumindest einige regelmäßig, dass das geltende Recht in der Flüchtlingsfrage nicht zur Anwendung kommt.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Wir können froh sein, dass die Christen ausgestorben sind

Rybezahl, Dienstag, 19.01.2016, 02:26 vor 3672 Tagen @ Das_Orakel_aus_Oberlahnstein 3099 Views

1. Buch Moses, Kapitel 17, Vers 14:

"Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum daß es meinen Bund unterlassen hat."

Denn der Herr ist nicht gekommen, ein Jota vom Gesetz zu nehmen.


Das könnte man so ewig weiterführen. Viel spaß! [[top]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Spaemann: "das heutige Judentum keine biblische, sondern eine nachbiblische Religion" ...

CrisisMaven ⌂ @, Dienstag, 19.01.2016, 14:02 vor 3671 Tagen @ Rybezahl 2845 Views

"Die" sind also noch nichtmal geboren.

--
Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
Atomkraft | in English

Das knäult

Rybezahl, Dienstag, 19.01.2016, 23:21 vor 3671 Tagen @ CrisisMaven 2692 Views

"Die"
sind also noch
nichtmal geboren
.

Da fällt mir auf, dass meine kleine Provokation leicht missverstanden werden könnte. Ich wollte nicht sagen, dass man ewig so weitermachen könnte mit eigenartigen Bibelzitaten (obwohl man das könnte), sondern, dass diese Streitereien über die richtige Auslegung in's unendliche laufen. Viel Spaß damit! [[zwinker]]

Wie auch immer, dein Kommentar verknäult mir die Hirnwindungen. Der Link in deinem Link funktioniert zwar noch per "Wayback", aber so richtig verstehe ich trotzdem nicht, was du sagen möchtest...
Natürlich müssen sich die Juden nicht von den Christen vorschreiben lassen, wie ihr König kommt oder ob er schon gekommen ist. Wenn die Christen darauf bestehen aus dem Judentum hervorgegangen zu sein, dann sind die Christen aus jüdischer Sicht tatsächlich noch nicht geboren - so etwa?

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ja, das knaeult ... drum ist ja auch "Life of Brian" naeher an der Realitaet ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 20.01.2016, 00:29 vor 3671 Tagen @ Rybezahl 2666 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 00:36

Wie auch immer, dein Kommentar verknäult mir die Hirnwindungen. Der Link in deinem Link funktioniert zwar noch per "Wayback",

Sorry, habe ich nicht mehr ueberprueft, was ich sonst immer tue ...

aber so richtig verstehe ich trotzdem nicht, was du sagen möchtest...
Natürlich müssen sich die Juden nicht von den Christen vorschreiben lassen, wie ihr König kommt oder ob er schon gekommen ist.

Dafuer sind aber einige Juden gestorben ... durch christliche Naechstenliebe ...

Wenn die Christen darauf bestehen aus dem Judentum hervorgegangen zu sein, dann sind die Christen aus jüdischer Sicht tatsächlich noch nicht geboren - so etwa?

Nein, nicht ganz. Etwa so: Die christlichen Theo"logen" "beweisen", dass Christus aus dem Stamme David stammt ("Stamm Jesse" in der Barock-Musik u.a.).

Die talmudischen Rabbis schliessen aber aus denselben (alttestaementarisch = i.W. Thorah) -Buechern, dass derselbe Spross ein Usurpator sei und dafuer in der Hoelle in siedenden Exkrementen gefoltert werde (eine Widerlegung ist mir jedenfalls noch nicht begegnet).

Und "higher criticism" und andere, etwa Drewermann, machen den Baudrillard und Derrida und erklaeren das alles zum Simulacrum.

Und dann kommen Sekten-Beauftragte und mokieren sich oberlehrerhaft, die Jugend waehle sich eine "Patchwork"-Religion.

Eher geht ein Spaghetti durch's Nudelsieb, als dass ein Theolog' in den Himmel koemmt ... Der ist bekanntlich den Kamelen vorbehalten.

--
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Abrogation

Rybezahl, Mittwoch, 20.01.2016, 01:20 vor 3671 Tagen @ CrisisMaven 2644 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 01:30

Danke.

Und "higher
criticism
" und andere, etwa Drewermann, machen den Baudrillard und
Derrida und erklaeren das alles zum Simulacrum.

Daran kann ich grundsätzlich nichts besonders Verwerfliches erkennen. Mir scheint in dieser Umstülpung aller Werte ein Hoffnungsschimmer zu liegen, nur muss auch jemand diese Umstülpung klar formulieren und daraus etwas machen, was praktikabel ist. Aus diesem Brei muss etwas Handfestes werden. Sonst wird das nichts.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Zur Interpretation, Textkritik, Exegese und Hermeneutik religioeser Texte ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 20.01.2016, 11:04 vor 3670 Tagen @ Rybezahl 2865 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 13:05

Daran kann ich grundsätzlich nichts besonders Verwerfliches erkennen.

Solange einer keinen abschlachtet (oder ihm lebenswichtige Ressourcen, etwa Wasser, aus religioesen Gruenden entzieht), ja. Da Interpretation religioeser Schriften und muendlicher Ueberlieferungen aber fast immer (Buddhismus mal etwas ausgenommen) dazu fuehrt, dass in der Welt "etwas anders" werden soll, wird es lebensgefaehrlich.

1) Lebensgefaehrlich immer dann, wenn eine religioese Gruppe, die sich derselben Interpretation unterwirft, die Uebermacht erhaelt.

2) Lebensgefaehrlich immer dann, wenn eine religioese Minderheit den "goettlichen" Auftrag hat, Mehrheit zu werden (mit welchen Mitteln auch immer ... und dann, weiter mit 1).

Selbst nicht-missionierende, z.B. weil auf rein genetischer Abstammung beruhende, religioese Gemeinschaften (die also per se kaum mehrheitsfaehig sein koennen) haben dann die Angewohnheit, siehe Talmud, die sie umgebenden "Unglaeubigen" zu uebervorteilen.

Schon jedes Uebervorteilen aber, so es jedenfalls mit Absicht geschieht, endet aber ueber kurz oder lang mit Verteilungskaempfen. Verteilungskaempfe, so sie nicht friedlich beigelegt werden, etwa qua einem Regelwerk wie TTIP [[freude]], enden am Ende mit Mord und Totschlag, denn nur ein toter Gegner stellt per se keine Ansprueche mehr. Und Schaedelpyramiden sind auch gut geeignet, andere potentielle, noch lebende, Gegner abzuschrecken. Noch besser, wenn sie freiwillig Tribut zu zahlen beginnen.

Mir scheint in dieser Umstülpung aller Werte ein Hoffnungsschimmer zu liegen, nur muss auch jemand diese Umstülpung klar formulieren

Wer auch nur die Diskussionen hier im Forum verfolgt, der duerfte doch kaum Zweifel haben, dass es keine einheitliche Wortverwendungen geben kann, die unterschiedliche Interpretationen ausschliesst?

Liegt u.a., aber nicht nur, daran, dass Worte "Schall und Rauch" sind, aber man niemals (das ist eine unuebersteigbare Huerde!!!) an die dahinterliegenden "Begriffe" der Tiefenstruktur gelangt (so, wie man aus einem Passwort einen "Hash" machen kann, aus einem Hash aber nie wieder ein Passwort). "Denken Sie nicht an einen rosa Elephanten" fuehrt zu zwei Effekten:

A) JEDE(R) denkt zwangsweise an einen rosa Elephanten (nur so kann er ihn negieren) und jede(r) denkt an einen andern.

B) Also schon das funktioniert nicht. Noch weniger funktioniert, daraus "allgemeinverbindliche" Schluesse zu ziehen. Der Mindestlohn wird z.B. verteidigt mit der Behauptung, Arbeit muesse mindestens das Existenzminimum sichern. Abgesehen davon, dass das eine emotionale Forderung ist und keine wissenschaftliche Aussage und insofern kann man daraus keine (wissenschaftlichen) Schluesse ziehen (wohl aber Waehler gewinnen, ginge aber auch mit Freibier), das Existenzminimum ist ganz unterschiedlich. Wenn ich muss, komme ich mit 100 Euro im Monat aus, andere nicht, nicht mal fuenf Tage. Was ist nun "ein" Existenzminimum?

und daraus etwas machen, was praktikabel ist.

Was ist denn, bitteschoen, praktikabel? Beschneidung, keine Beschneidung, Linksverkehr, Rechtsverkehr? Wegen Feinstaub nur mit ungerader Endziffer des Nummernschildes an Tag A fahren duerfen, gerade Ziffern an Tag B? In Venezuela nur mit Endziffer 0 im Personalausweis einkaufen duerfen, naechsten Tag mit Endziffer 1?

Aus diesem Brei muss etwas Handfestes werden. Sonst wird das nichts.

Wozu? Warum muss ich dem Drewermann seine komplett subjektive Ploerre, aus der er anhand eh schon zweifelhafter psychoanalytischer Ueberlegungen aus "der" Schrift (wieviele Buecher duerfen's denn sein und hat der Pseudo-Jesaja genausoviel Gewicht wie der "echte"?) "herausliest", wie damals Joseph Smith unter einer Decke mittels Urim und Thummim aus goldenen Platten, was die Bibel eigentlich "meint" und was "Dazu"-Erfindung sein muss, weil es gegen seine -eigenen, wohlgemerkt- Interpretationskriterien verstoesst, "glauben"?

Es gibt m.E. nur einen Weg:

I) Als Zwischenloessung das, was ich bereits unter "Zum Ewigen Frieden" beschrieben habe. Das verschafft erst mal Luft, ueberhaupt klar zu denken, denn im Krieg stirbt ja bekanntlich zuerst die Wahrheit.

II) Dann die Bildung um Zehnerpotenzen (!) hochzuschrauben.

Denn es gibt keinen Weg, z.B. so etwas wie "Naturrecht" zu begruenden. Das Recht des Staerkeren hat denselben Begruendungsrahmen, man muss nur andere "Axiome" waehlen. Und zudem ist es erfolgreicher.

Da aber letzteres langfristig das Ueberleben der Art gefaehrdet (und nur dies - Hoellenfeuer, meinetwegen, aber es gab und gibt ja Leute, die ihre Seele bewusst dem Teufel verkaufen, manche wiederum meinen, es sei nur eine Leihe), und Arten inhaerent zu sein scheint, sich selbst erhalten zu wollen (Tautologien, wohin man blickt, nicht nur in der Mathematik: wuerden Arten nicht so beschaffen sein, gaebe es ja gar keine ...), und nur dies Menschen davon abhalten koennte, Teile ihrer Art auszumerzen, unter welchem Vorwand auch immer, muss man warten, bis die Menschheit rational den Artbegriff fuer sich verinnerlicht hat, der anderen Tierarten offenbar instinktiv innewohnt. Dazu muss sie auch die unterschiedlichen Rassen als Tatsache akzeptieren und dann lernen, daraus keine negativen Schluesse zu ziehen ...

Der Mensch ist eben ein Maengelwesen, und der Verlust eines Grossteils seines Primaten-Instinktinventars hat ihn daher auch zu der Moerder-Rasse gemacht, die man allenthalben am Werke sieht. Und wir muessen uns auch nicht erheben: per Freigabe zur Adoption haette jeder von uns das Zeug zum Janitscharen gehabt ...

Von daher wird auch verstaendlich, dass einige gar nicht so Unintelligente ihr/unser Heil in einer Weltregierung und Neuen Welt-Ordnung suchen. Dafuer duerfen's auch wieder mal ein paar Tote mehr sein (auf dem "Weg dahin"), ist ja fuer'n guten Zweck.

Waehrend die Investition in mehr Zehnerpotenzen Bildung die Elite, welche immer es sein moege, existentiell bedroht. Darum sie auch argumentiert: "Bleib Du nur dumm, wir machen das (fuer Dich)".

Ohne Bildung, um Zehnerpotenzen mehr, geht gar nichts. Wie soll denn der "normale Arbeiter", nehmen wir mal an, ausgerechnet Drewermann haette recht, entscheiden koennen, ob er recht hat? Doch nur um den Preis, dass auch Drewermann eine "Schweizergarde" mobilisiert, um die Abweichler zu koepfen, damit sie den Mund halten, sonst koennte "die beste aller Lehren" doch wieder angefochten werden. Oder um den Preis, dass ein normaler Arbeiter mindestens "so schlau" wie Drewermann ist. Wozu aber braucht er dann noch den Drewermann? Der muesste dann arbeiten ...

Alles nicht ganz so einfach.

--
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Die Ueberschrift ist nicht gerade attraktiv

Miesespeter @, Mittwoch, 20.01.2016, 13:48 vor 3670 Tagen @ CrisisMaven 2579 Views

und deswegen werden diesen Text wohl einige Leute weniger lesen, was schade ist, denn der Text gehoert wohl zum Besten, was hier in letzter Zeit zu lesen war. Allein schon wg dieser Aussage:

Denn es gibt keinen Weg, z.B. so etwas wie "Naturrecht" zu begruenden. Das Recht des Staerkeren hat denselben Begruendungsrahmen, man muss nur andere "Axiome" waehlen. Und zudem ist es erfolgreicher.

die punktgenau und an der Wurzel eine ganze wirtschafts'wissenschaftliche' Denkschule in Bedraengnis bringt.

Es gibt m.E. nur einen Weg:

I) Als Zwischenloessung das, was ich bereits unter "Zum Ewigen

Frieden[/link]"

beschrieben habe. Das verschafft erst mal Luft, ueberhaupt klar zu denken, denn im Krieg stirbt ja bekanntlich zuerst die Wahrheit.

II) Dann die Bildung um Zehnerpotenzen (!)
hochzuschrauben. >

Ein schoener Traum, bei einer nichtmissionierenden Religionsgemeinschaft zumindest was den zweiten Teil angeht wohl auch bereits aktzeptiert und unterwegs. Das macht diese auch nicht gerade populaerer. Vielleicht wuerden die einen oder anderen christlichen Maximen (gemeint sind die des Wanderpredigers Jesus, nicht die sich seiner anmassenden Kirche) da abhelfen, aber das ginge dann auch fuer diese Gemeinschaft seit 2000 Jahren noch zu weit.
Gruss, mp

--
Everything is ok

Ja, bei guten Zeitungen gibt es ja den Endredakteur und den Chef vom Dienst ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 20.01.2016, 13:56 vor 3670 Tagen @ Miesespeter 2523 Views

Die Ueberschrift ist nicht gerade attraktiv

... und die sind dann fuer die Ueberschriften verantwortlich. Ich bin leider, trotz nagender Zweifel, nur einer [[zwinker]] ...

und deswegen werden diesen Text wohl einige Leute weniger lesen,

Dafuer einige -dann aber enttaeuschte [[freude]]- Theologen [[herz]] ...

Und lieber Du, als andere [[top]] ...

was schade ist, denn der Text gehoert wohl zum Besten, was hier in letzter Zeit zu lesen war.

Danke!

... was den zweiten Teil angeht wohl auch bereits aktzeptiert und unterwegs. Das macht diese auch nicht gerade populaerer.

Ja, aber vielleicht, weil da, meiner Lesart nach, immer noch ein paar Zehnerpotenzen fehlen?!

Nicht populaer sein geht ja meist zu Lasten der Population ...

--
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Alles nicht so einfach

Rybezahl, Mittwoch, 20.01.2016, 13:57 vor 3670 Tagen @ CrisisMaven 2508 Views

Hallo!

Danke, nur zwei zusätzliche Bemerkungen von mir.

Wer auch nur die
Diskussionen
hier im Forum
verfolgt, der duerfte doch kaum Zweifel haben, dass es
keine einheitliche Wortverwendungen geben kann, die
unterschiedliche Interpretationen ausschliesst?

Liegt u.a., aber nicht nur, daran, dass Worte "Schall und Rauch" sind,
aber man niemals (das ist eine unuebersteigbare Huerde!!!) an
die dahinterliegenden
"Begriffe"
der
Tiefenstruktur
gelangt (so, wie man aus einem Passwort einen
"Hash" machen kann,
aus einem Hash aber nie wieder ein Passwort). "Denken Sie nicht an einen
rosa Elephanten"
fuehrt zu zwei Effekten:

A) JEDE(R) denkt zwangsweise an einen rosa Elephanten (nur so kann
er ihn negieren) und jede(r) denkt an einen andern.

Das finde ich auch sehr spannend. Ist die Frage, von was diese Tiefenstruktur abhängt. Wobei, wie du sagst, das schwierig werden dürfte, da unhintergehbar. Erst kommt die Idee, der Impuls, dann die Sprache.

Aus diesem Brei muss etwas Handfestes werden. Sonst wird das nichts.


Wozu? Warum muss ich dem Drewermann seine komplett subjektive Ploerre, aus
der er anhand eh schon zweifelhafter psychoanalytischer Ueberlegungen aus
"der" Schrift (wieviele Buecher duerfen's denn sein und hat der
Pseudo-Jesaja genausoviel Gewicht wie der "echte"?) "herausliest", wie
damals Joseph Smith unter einer Decke mittels
Urim und
Thummim
aus goldenen Platten, was die Bibel eigentlich "meint" und
was "Dazu"-Erfindung sein muss, weil es gegen seine -eigenen, wohlgemerkt-
Interpretationskriterien verstoesst, "glauben"?

Ich dachte dabei natürlich nicht an Ideologien und an "etwas glauben" schon gar nicht. Und ich weiß auch nicht, was mal wer in Zukunft sagen wird. Ich glaube nicht, dass schon alles gesagt wurde. Vielleicht ist es ja möglich, die "Tiefenstruktur" direkt anzusprechen?

Sind nur harmlose Spekulationen von mir...

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ja, man kann (leider?) diese Tiefenstruktur direkt ansprechen ...

CrisisMaven ⌂ @, Mittwoch, 20.01.2016, 14:18 vor 3670 Tagen @ Rybezahl 2957 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 14:22

Ich glaube nicht, dass schon alles gesagt wurde.

Da man alles auf verschiedenste Weise sagen kann, wuerde selbst dann nie "alles" gesagt sein, wenn das Wissen "an sich" endlich waere ...

Vielleicht ist es ja möglich, die "Tiefenstruktur" direkt anzusprechen?

Ja, in der Tat - ueber Bilder. Jeder sieht ja im Wesentlichen "dasselbe" Bild (da gibt es zwar auch noch vieles dazu zu sagen, da der Sehnerv ein eigener Computer ist und somit "das gesehene" nie [ungefiltert] im optischen Zertrum des Gehirns ankommt/ankommen kann).

Aber das genau ist der Grund, warum sich Propaganda der Bilder und zur Not der bildlichen Sprache bedient (Brutkastenluege etc.).

Und daher (ein Teil der) digitalen Demenz.

Wenn man ganz sicher gehen will, dass wirklich alle das "Gleiche" sehen, dann muss man "bisher ungesehene" Bilder nehmen, also z.B. "Aliens", "SuperMario" und all diese Phantasiegestalten. Dann kann man sich relativ sicher sein, dass auch im hintersten Winkel der Erde (drum muss sie flach sein, wegen der Winkel) "jeder" "dasselbe" wahrnimmt. Und dann kann man an diese selben Bilder gezielt Emotionen "haengen" (Anchoring) - und fertig ist die Fremdsteuerung. Mittels Wieder-Repraesentation desselben Bildes kommt dann auch dasselbe Gefuehl wieder "hoch". Frueher war der "Stiefvater" immer boese (oder die Stiefmutter), weil das ueber Grimms Maerchen so transportiert wurde; heute, im Zeitalter der Patchwork-Familien, hat dieser "Anker" ausgedient.

Drum ja auch Kita-Pflicht, Schulpflicht usw. Es muss moeglichst frueh geschehen, sonst traegt der Mensch ein Inventar an Bildern und Glaubenssaetzen mit sich herum, gegen das schwer (selbst in Hypnose oder mit NLP) anzukommen ist.

Naehme man dafuer vertraute Bilder, so birgt das Gefahren, wie bei dem Intelligenztest, wo Kinder vier Tiere gezeigt bekommen, z.B. Hund, Schwein, Kuh und Vogel und ankreuzen sollen, welches "der Ausreisser" ist.

Westlich sozialisierte Kinder kreuzen Vogel an, weil sie erkennen, dass das kein Saeugetier ist.

Muslimkinder kreuzen Schwein an, weil dieses "haram", unrein, ist.

Und werden dann fuer doof gehalten, bis jemand den systematischen Fehler bemerkt und neue IQ-Tests entwirft ...

Sind nur harmlose Spekulationen von mir...

Und drum sind das weder Spekulationen, noch harmlos.

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Bisher ungesehene Bilder

Bergamr @, Mittwoch, 20.01.2016, 14:48 vor 3670 Tagen @ CrisisMaven 2646 Views

Hallo,

interessantes Thema, das uns alltäglich im TV, der Zeitung, etc. präsentiert wird. Alle sind ja immer auf der Suche nach den 'neuesten' (weil bisher ungesehenen) Bildern.

Wenn man ganz sicher gehen will, dass wirklich alle das "Gleiche" sehen,
dann muss man "bisher ungesehene" Bilder nehmen,

Bestes Beispiel: 2 Flugzeuge bringen 3 Türme zu Fall, sowas hat die Welt noch nicht gesehen.

Und dann kann man an diese selben Bilder gezielt Emotionen "haengen"
(Anchoring)
- und fertig ist die Fremdsteuerung. Mittels Wieder-Repraesentation
desselben Bildes kommt dann auch dasselbe Gefuehl wieder "hoch".

Genau. Bei 9/11 ist das quasi das 'corporate identity of the war on terrorism'. Und alle (fast) sind noch heute in Bann geschlagen ...

Es funktioniert, es ist ja nicht das einzigste Beispiel. Man denke an das ertrunkene Kind im September an der türkischen Mittelmeerküste. Oder an zig andere Beispiele.

Unser Gehirn ist so leicht zu manipulieren. Und es ist bekannt, wie.

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

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