Nicht mit dem Verkauf der Rohstoffe weg vom Dollar, sondern mit der Finanzierung der benötigten Infrastruktur.
...auf russische Aktien wie z.B. Gazprom?
Es müssten dann Langzeitverträge in Rubel abgeschlossen werden und weil
der Rubel gegen den USD fällt, müssten die Russen das Öl und Gas unter
dem
USD Welt-Marktpreis liefern und daher hätten die Lieferanten noch
weniger
Einnahmen und folglich müssten deren Aktien noch stärker fallen.Ich hab's schon früher einmal erklärt:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=333121Aber die Russen hören ja lieber auch Esoteriker wie Starikow oder
Glasjew:
@Zara: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=309523
«Dieser Idiot wird weiterplaudern, bis der Dollar 60 Rubel
kostet.»
Moin moin TurnAround und pigbonds,
Du liegst mit seiner Erklärung völlig richtig.
Im Moment stützt der sich abwertende Rubel die Rohstoffkonzerne bei den Produktionskosten, die in Rubel anfallen. Die Dollareinnahmen werden gebraucht, um die Kredite zu bedienen. Ob das zu den aktuellen Kursen noch passt, kann ich nicht sagen.
Gazprom bekommt in Zukunft jedenfalls mächtig Konkurrenz. Ob aus aus dem kurdischen Teil des Nordirak, ob aus Aserbeidschan oder durch die Verträge, die Israel zur Belieferung der Türkei mit Erdgas abgeschlossen haben.
Gazprom tauscht vor diesem Hintergrund mit europäischen Konzernen Anteile an sibirischen Edgasfeldern gegen Infrastruktur in Europa. Sie sichern sich so vom Rohstoffpreis unabhängige Einnahmen.
Die neue Entwicklungsbank mit China an der Spitze hat die Aufgabe die Schwellenländer von dem Joch der Dollarschulden zu befreien. Erst, wenn die Infrastruktur nicht mehr überwiegend $/€ finanziert ist, besteht die Chance der Abkopplung der Rohstoffpreise vom Dollar. Alles andere wäre wirtschaftlicher Selbstmord.
VG Vatapitta
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Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/