Demo-Sold erhöhen, die Demokratie stärken: 45 €/ h

Weiner @, Montag, 18.01.2016, 14:24 vor 3673 Tagen 4638 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 16:14

Guten Morgen!

Unter dieser Überschrift haben Jusos aus Sachsen-Anhalt auf dem Bundeskongress der Jungsozialistinnen in Bremen im November 2015 einen Antrag gestellt, den Sold für die Teilnahme an Demonstrationen auf 45 Euro pro Stunde zu erhöhen sowie permanent Busse bereitzuhalten.

Aus dem Text (Seite 91) geht hervor, dass es eine "Gewerkschaft antifaschistischer Berufsdemonstranten" gibt, ferner eine "Antifa Catering GmbH", ein "Antifaministerium", eine "Antifa Geldausgabe" in Halle/Saale sowie eine "Antifa Reisen GmbH". Es geht weiter hervor, dass derart Organisation von Demonstrationen offenbar eine alte Tradition hat, die auf eine Empfehlung des Alliierten Kontrollrates (2343. Sitzung) zurückgeht. Es scheint sogar einen Demonstrations-Verteranen-Fonds zu geben.

Die übrigen Anträge zeigen das erwartete Bild vom linken Flügel der SPD: breites "Refugees Welcome" auf Kosten des Staates. Zudem kommt aus Berlin der Vorschlag einer deutschen Staatsangehörigkeit für alle, die in D geboren werden (S.185). Aus Sachsen-Anhalt kommt ferner der Vorschlag des aktiven und passiven Wahlrechts für mindestens 16jährige Nicht-EU-Bürger nach sechsmonatigem Aufenthalt (S.228).

Gestern hat CrisisMaven sich gefragt, warum so wenige zu Demos gehen und so viele sich nur echauffieren. Ich war schon geneigt auf die (Untugend) der ACEDIA zu verweisen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Acedia

Hier nun sieht man, wie Andere ihre Demonstranten zusammen bekommen - und es ist das alles legal. Es gab ja weit schlimmere Beispiele im letzten Jahr (wo Demonstranten sogar direkt aus Mitteln der Exekutive bezahlt wurden). Aber es ist klar, dass es Änderungen der Situation (außer wenn die Not am größten und es dann fast schon zu spät ist) nur geben wird, wenn man seinem Herzen einen Stoß gibt.

Oder aber man organisiert sich in Form einer Partei bzw. eines Vereins, denn dann kann man die staatliche Parteiförderung beantragen, aus der heraus die obigen Aktivitäten ja finanziert werden. Bitte die anderen nicht beschimpfen. Sie schöpfen einfach intelligent und nachhaltig die Möglichkeiten aus, die es real gibt (und sie haben sich, während sie an der Macht waren, auf gesetzlichem Weg diese realen Möglichkeiten selbst erschaffen).

Hier ist der LINK,

http://jusos.de/sites/default/files/antragsbuch_2015.pdf

Vielleicht möchte jemand sich den Text sichern. Wenn das Thema hier schon behandelt worden wäre, dann meinen Beitrag bitte löschen.

MfG, Weiner

Da kommt dir nix komisch vor?

plancom @, Montag, 18.01.2016, 14:38 vor 3673 Tagen @ Weiner 3338 Views

wer auch immer diesen Antrag gestellt hat, hat sich einen Spaß erlaubt. Warum auch nicht? Es gab weniger als hundert Sitzungen des Kontrollrates.

Die Geschichte der bezahlten Antifas ist ein Ammenmärchen...die Jusos haben das auf die Schippe genommen. Na und?

Vertuschungstaktik

Dieter, Montag, 18.01.2016, 14:53 vor 3673 Tagen @ plancom 3032 Views

wer auch immer diesen Antrag gestellt hat, hat sich einen Spaß erlaubt.
Warum auch nicht? Es gab weniger als hundert Sitzungen des Kontrollrates.

Die Geschichte der bezahlten Antifas ist ein Ammenmärchen...die Jusos
haben das auf die Schippe genommen. Na und?

Hallo plancom,
aufgrund der "Kontrollrat"passage war eigentlich sofort erkennbar, daß es um keinen ernstgemeinten Antrag geht, aber:

Die Privilegien der Antifas sowie deren finanzielle und logistische Unterstützung ist nach meiner Kenntnis teilweise bewiesen worden.

Allerdings hat dieser scheinbar lustige Antrag auch einen Sinn, nämlich durch die Überhöhung alles ins Lächerliche bzw. Absurde zu führen, sodaß die berechtigten Zweifel an der Neutralität des Staates (Bund,Länder,Städte) bei Demos, bei denen die Antifa eine durchaus willkommene (wenn auch gesetzeswidrige) Verhaltensweise an den Tag legt, ins Lächerliche und Abwegige gezogen werden.

Gruß Dieter

Es war am 16. Januar in Magdeburg

azur @, Montag, 18.01.2016, 15:57 vor 3673 Tagen @ Dieter 2705 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 16:04

Danke Dieter,

auch Dir.

Sah dann erst, dass Du, als ich noch schrieb, schon ähnlich hinterfragt hast.

Kleine Anmerkung, es ging nicht um Leipzig, sondern um Dresden und Magdeburg.

Wie dreist der Welt-Redakteuer den diesjährigen Artikel fast von dem zu Dresden von 2010 abkupfert, ist schon wüst. Und das, wo der alte Artikel bei dem von diesem Jahr zu Magdeburg verlinkt ist.

Wie gesagt: Da meine Familie z. T. aus dem Magdeburger Umland stammt, habe ich die Geschichten schon als Kind (das war ja nur 25 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen - so lange ist die Wiedervereinigung her) zu hören bekommen. Das war purer Vernichtungs-Terror, und so war es ja auch gedacht.

Und das wird auch noch verteidigt! Von den selben Leuten, die meinen, dass die Merkel Deutschland wieder ein menschliches Gesicht verliehen hätte. Ohne zu fragen, wie denn das Gesicht Deutschlands ein Jahr zuvor beschaffen gewesen sein soll!

Wenn man solche Mittel verteidigt, dann kann man sich auch kaum dagegen wehren, dass sie woanders angewendet werden.

Wer gegen solchen Terror ist, der muss diese Mittel verurteilen (sie sind ja auch dann mehrfach im Völkerrecht zusätzlich geächtet worden - und das eben nicht umsonst).

Und das gilt eben für alle: Wer nicht will, dass er aus politischen Gründen verprügelt wird, der darf sich solcher Mittel nicht bedienen etc. pp.

Wer will, dass der Staat neutral sei, der muss das in jeder Hinsicht gelten lassen.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: Wenn immer von der Unfähigkeit zu trauern gesprochen wird, dann meint es imho auch die eigenen Opfer. Wer soll denn um diese trauern, wenn nicht wir?

Wenn ich bedenke, wieviel tatsächlichen Einfluss auf politische Entscheidung ich habe, nämlich kaum einen, dann relativiert das auch manchen Vorwurf gegenüber anderen.

Es besteht immer auch die Gefahr, dass es wohlfeil ist, leichtfertig und großmäulig über Vorige zu urteilen.

--
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(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Richtig, es geht nur um Vertuschung und Zersetzung

nereus @, Montag, 18.01.2016, 16:07 vor 3673 Tagen @ Dieter 2596 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 04.05.2016, 19:55

Hallo Dieter!

Du schreibst: Allerdings hat dieser scheinbar lustige Antrag auch einen Sinn, nämlich durch die Überhöhung alles ins Lächerliche bzw. Absurde zu führen, so dass die berechtigten Zweifel an der Neutralität des Staates (Bund, Länder, Städte) bei Demos, bei denen die Antifa eine durchaus willkommene (wenn auch gesetzeswidrige) Verhaltensweise an den Tag legt, ins Lächerliche und Abwegige gezogen werden.

Wir kennen das ja nun schon zur Genüge in diesem Forum.
Erst wird Krawall gemacht und dann werden die Empörten vorgeführt weil sie einem Fake aufsaßen und damit natürlich zum Gespött des Spinnennetzes werden.

Selbstverständlich wird das radikale linke Gesocks vom Staat ausgehalten.
So hat die AfD im Erfurter Landtag angefragt und auch eine Antwort bekommen – die kein FAKE ist. Die Summen sind nicht groß, aber immerhin.
Zur Anfrage geht es hier entlang: https://kleineanfragen.de/thueringen/6/946-zuschuesse-aus-dem-landesprogramm-fuer-demok...

Und hier wird es ein weiteres Mal bestätigt, wobei es fast immer zur Demo nach Dresden ging.
Bitte hier entlang: https://kleineanfragen.de/thueringen/6/816-zuschuesse-fuer-fahrten-zu-gegendemonstratio...

Wir dürfen aber davon ausgehen, dass hier nur das Kleingeld erörtert wird und die großen Zahlen in Schattenhaushalten stecken.

Streng genommen ist schon das ARD/ZDF Gebilde mit seinen zig Milliarden ein Sponsoring der NWO, zu der letztlich das extreme linke Milieu gehört.
Denn wenn es dort zu Unruhen bei rechten Demos kommt, sind natürlich die Rechten die Verursacher und nicht die krawallige Antifa.
Und wenn „Gaby“ vom Pack spricht, dann meinte er abwertend die Dresdner Bürger obwohl er wissen müsste, dass der wirkliche Stunk von den staatlich bezahlten braunen und roten Truppen in Heidenau verursacht wurde.
Aber wen interessieren solche Petitessen schon?
Man klatscht sich lieber vor Freude auf die Schenkel wenn mal wieder irgendwo gefakt wurde, damit sich die Genasführten nicht mehr trauen.

[[kotz]]

mfG
nereus

Sehr gut,

Broesler, Montag, 18.01.2016, 14:43 vor 3673 Tagen @ Soham 2732 Views

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=390687

danke für die Verlinkung! Eigentlich eine ganz lustige Idee...aber vielleicht sollten
sie sich stattdessen um die wahren Probleme in diesem Land kümmern.

Naja, aber gut zu wissen, dass die Lage doch noch nicht so schlimm ist, wenn
in Antragsschriften noch Mitbürger verarscht werden können.

Ahoi

Was Vienna z. Thema nicht verlinkte: "MDR: Ist der Staat noch neutral?" - Opferzahlen der Luftangriffe nach unten korrigieren

azur @, Montag, 18.01.2016, 15:07 vor 3673 Tagen @ Soham 3152 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 15:43

Hallo Soham,

es könnte gut sein, dass mit Satire verschleiert wird, dass es tatsächlich Anlässe zur Besorgnis gibt. Es könnte sein, dass jeder, der Entsprechendes bemerkt, als lächerlicher Verschwörer dastehen soll.

Fakt ist, die BuReg hat mehrmals große Veranstaltungen am Brandburger Tor unterstützt. Meist laufen die Zuwendungen wie anderswo, in Kaskaden über Vereine und Agenturen, so dass es keiner merken soll.

Und siehe das: "Bezahlte Demonstranten" Ist der Staat noch neutral?

Gestern hagelte es Kommentare auf der Facebook-Seite von MDR INFO und bei Twitter. Grund: die Debatte um 15 Promoter auf einer Anti-Pegida-Demonstration in Dresden am 8. Dezember. Die Aushilfen hatten für zehn Euro pro Stunde Ballons verteilt - bezahlt wurden sie von einer Agentur im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei. Wie ist das zu bewerten?

von Jan Kröger, MDR INFO

Für die einen sind sie die Aufregung nicht wert, andere sehen in ihnen nur einen weiteren Beleg für den ihrer Ansicht nach staatlich gesteuerten Protest gegen Pegida. Es geht um die 15 Promoter, die auf der Dresdner Gegendemo am 8. Dezember im Auftrag der Staatskanzlei Ballons verteilten..."

Quelle: http://www.mdr.de/nachrichten/bezahlte-demonstranten100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Den Fall haben wir auch damals diskutiert.

Fakt ist, dass sich staatliche und kirchliche Organisatioen und Medien nicht immer neutral verhalten. Wären gestern in Oschersleben nicht 10 Rechte (das allein weil sie von der Magida-Demo kamen?) mittel Eisenstangen krankenhausreif geschlagen worden, sondern Ausländer, wären Brennpunkte, prominente Betroffenheitsansprachen und -besuche, Lichterketten usw. ohne Zahl erfolgt.

Die Semperoper, auch staatlich finanziert, sowie öffentliche Gebäude schalten aus Protest das Licht aus. Und unlängst brachte ja wer den Vergleich: Kölner Dom: Lichter löschen aus Trauer über rechte Demo. Aber nicht für die Opfer der Silvesterübergriffe.

In der Berichterstattung über die Feierlichkeiten zum Bombenangriff auf Magdeburg (die Landeszentrale für politische Bildung hatte gerade die Opferzahlen drastisch herunter gesetzt*) schreibt ein Leser, dass einer Schülerin eine 6 in Sozialkunde angedroht wurde, sollte sie nicht zu der Demokratie-Meile gehen. Das gab es nicht mal in der DDR, wo Demoteilnahmen auch oft indirekt erzwungen wurden (man wollt ja eine anständige Beurteilung und keine anstrengenden Gespräche), wie mehrere Leser betonen.**

Aus Magdeburg hörte man damals auch, dass eine Schülerin vom Gymnasium geflogen sei, weil sie die offizielle 9/11-Story kritisierte.

Der Staat muss neutral sein und hat neutral zu sein.

Das meint auch ein Prof auf der mdr-Seite:

"Neutralitätsgebot überschritten

Für Winfried Kluth, Professor für öffentliches Recht an der Uni Halle, müssen staatliche Stellen bei der politischen Willensbildung neutral bleiben. Dass Sachsens Ministerpräsident Tillich und Dresdens Oberbürgermeisterin Orosz dazu aufriefen, zur großen Kundgebung am 10. Januar zu kommen, hält Kluth bereits für rechtlich kritisch: Hier müsse klar sein, dass sich die Politiker als Bürger äußern und nicht als Amtsträger.

Bezahlte Promoter wie am 8. Dezember gehen für ihn auf jeden Fall zu weit: "In Abgrenzung zu den ebenfalls diskutierten öffentlichen Stellungnahmen, an Demonstrationen gegen Pegida teilzunehmen, ist das aus meiner Sicht ein Verhalten, das durch seine Intransparenz noch kritikwürdiger wird. Bei den Aufrufen ist ja offen erkennbar, dass man in Ausübung eines politischen Amtes zu einer bestimmten Verhaltensweise aufruft. Hier ist es für den Bürger nicht erkennbar, dass entsprechende Aktivitäten stattfinden."

Also alles nur Fake? Oder vielleicht eine Masche zur Verschleierung?

Wer aber wie viele Linken argumentiert, dass, wie nicht selten zu lesen, Rechts keine Meinung, sondern ein Verbrechen sei, der sieht sich eben im Recht.

Siehe linke Seite zur Antifa:
"Immer zu finden,
wo es was zu raufen gibt :--)"

http://www.rotbild.de/ll-demo/ll_gw/llgw0004.htm

Viele freundliche Grüße

azur


*) http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/bombardierung-magdeburgs-forderte-weniger-tote100.html

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article151058166/Wie-der-Feuersturm-194...

Die selbe schwachsinnige Argumentation hat der selbe Autor (wie aus Textbausteinen) schon 2010 wegen angeblich zu hoher Opferzahlen in Dresden gebracht - man vergleiche und staune: http://www.welt.de/kultur/article6817372/Bis-zu-25-000-Tote-aber-keine-Tieffliegerangri... !!

Zum Magdeburger-Opferzahlen-Welt-Artikel in der Welt eine interessanter Leserkommentar:

48. @44:
Mit Opferzahlen ist die NS-Führungen selten auf Propagandazug gegangen. Gab es (Dresden etc.) aber in Magdeburg ist bspw. die Zahl von 1.930 Toten aus dem Bericht des Luftschutzleiters vom 5.3.1945 ein interner Bericht. Da gab es keinen Grund, möglichst geringe Zahlen anzuwenden. Für die Stadtoberhäupter der DDR gab es Interesse möglichst hohe Zahlen anzugeben. 1. Konk. zu Dresden als Gedenkort und 2. Nat. und internat. Propaganda gegenüber dem Westen. Das Vokabular war gleich dem der NS-Propaganda. Lesen Sie insg. dazu: Wille/Hartwig: Magdeburg im Feuersturm 1985, Der Himmel brennt über Magdeburg (Wille, 1990), Dann färbte sich der Himmel blutrot..., 1995; Untersuchungen der Gemeinschaftsgräber durch W. Böttger; Monatsbericht des Stat. Amtes der Stadtverwaltung Dez. 1945; J. Arnold, Nagasaki in der DDR. Magdeburg und das Gedenken an den 16.1.45, 2009; Arnold, J.: The Allied Air War and Urban Memory. Sehr umfangreiche Forschung zu Magdeburg und das Thema Erinnerung an den 16.1.45"


**) http://www.mdr.de/nachrichten/meile-der-demokratie-magdeburg104_cpage-2_zc-d235399f_zs-...

16.01.2016
14:15 Uhr
53. brascher:
@ernie01: Erstens kann ich mich nicht erinnern in der DDR jemals eine schlechte Note für das Nichterscheinen an irgendeinem schulischen oder ausserschulischen Termin erhalten zu haben. Wesentlicher scheint mir die Aussage zu sein , dass die Tochter der Lebensgefährtin eine 6 in Sozialkunde bekommen soll bei Nichterscheinen. Da wäre ich aber innerhalb von Zehntelsekunden in der Schule! Die Lehrerin oder der Lehrer wären sicher nicht mehr im Dienst. Ich bitte das genau zu überprüfen und dann Roß und Reiter ( Schule und Klasse) mit Namen zu nennen! Ich kann mir zwar vieles vorstellen, aber das wäre ungeheuerlich."

Und das ist nur eine der Stimmen dazu.

PS: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/magdeburg-polizisten-bei-ausschreitungen-bei-...

PPS: es ist mir auch unheimlich, dass so ein Inferno mit Feuersturm (ein britischer Kriegsgefangener hat aus Dresden selbst berichtet, dass er sah, wie Frauen, die ihre Kinder umklammerten, in den Feuersturm gesogen wurde - und auch in Magdeburg gab es einen solchen) nicht nur stilles Gedenken hervorruft, sondern eine Feier mit Selbstbezichtigungen!

http://www.sueddeutsche.de/kultur/feuersturm-in-dresden-was-ich-sah-hat-mich-zum-psycho... "Wir waren doch die Guten"

"Ein BBC-Auftritt war es auch, der ihn 2013 erstmals der britischen Öffentlichkeit bekanntmachte. Anlässlich des 68. Jahrestags der Bombardierung von Dresden sagte er, Premier Winston Churchill hätte dafür "an die Wand gestellt werden sollen".

Das kam bei vielen Engländern nicht gut an, Churchill ist als Hitler-Bezwinger eine Art britischer Staatsheiliger. Hat er nicht ein bisschen übertrieben damals? "Nein", sagt Gregg, "das Flächenbombardement war ein Kriegsverbrechen. Ich werfe den Jungs der Royal Air Force überhaupt nichts vor. Sie haben 55 000 Männer verloren, sie hatten ihre Befehle. Aber Churchill hätte man dafür erschießen sollen. Er hat das im Namen des britischen Volkes angeordnet. Ich finde, dass wir für etwas Besseres stehen als für Krieg gegen Zivilisten. Wir waren doch die Guten!"

Auf der Seite zuvor, also des Artikels in der SZ:

"Kurz drauf warf die zweite Welle von Lancaster-Bombern erheblich schwerere Bomben über Dresden ab. Wieder blieb Gregg verschont. Er kauerte sich mit seiner Gruppe auf offenem Feld nieder, während der Feuersturm an ihm zu zerren begann.

Der Asphalt war geschmolzen

"Ich kann bis heute nicht richtig beschreiben, was ich damals gesehen habe", sagt Gregg. "Wenn man Frauen sieht, die ihre Kinder umklammern und vom Wind in die Luft gehoben und ins Zentrum des Brandes gesaugt werden . . ." Seine Stimme erstirbt für einen Augenblick. "Dann waren da ungefähr 20 Menschen jenseits der Straße, und um dem Feuer zu entkommen, mussten sie auf unsere Seite. Ein paar versuchten zu rennen. Aber der Asphalt war geschmolzen, so dass sie auf halbem Weg steckenblieben. Irgendwann explodierten ihre Körper von der Hitze. Das Gehirn kann so etwas nicht verarbeiten."

Gregg überlebte auch den dritten, den amerikanischen Angriff am folgenden Tag. Dann begannen die Aufräumarbeiten."

Meine Mutter wurde als Kind an diesem Tag in Magdeburg operiert und in der Familie hieß es immer, dass sie nur überlebte, weil meine Großmutter darauf bestand, aus der großen Stadt zu kommen, wegen der Luftangriffe (sie wohnten in einer Kleinstadt in der Nähe). Und das, obwohl der Heimgang gegen ärztlichen Rat nicht ganz ungefährlich war.
Sie haben mir dann immer von brennenden Leuten in der Elbe und dem kochenden Asphalt erzählt.

Lasse mir nicht einreden, dass die Deutschen an allem selbst schuld waren. Dieser Luftkrieg richtete sich gegen die Zivilbevölkerung und war schon damals ein Kriegsverbrechen!

Hatte es neulich schon gebracht - und man sehe mir nach, dass ich das wiederhole: "Achtung, keine leichte Kost:

Datei:Fotothek df ps 0000120 Leichnam in einem Luftschutzkeller.jpg – Wikipedia - Dresden
https://de.wikipedia.org
/wiki/Datei:Fotothek_df_ps_0000120_Leichnam_in_einem_Luftschutzkeller.jpg

Und aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Stabbrandbombe#Die_deutschen_Stabbrandbomben

So wurden zum Beispiel über Dresden während eines einzigen Angriffs mehr als 650.000 Elektron-Thermitstäbe abgeworfen.
Bekannte Einsätze der Elektron-Thermitstäbe während des Zweiten Weltkrieges waren die Bombardierung von Coventry durch die deutsche Luftwaffe sowie die Luftangriffe auf Dresden, Lübeck, Darmstadt, Kassel, Koblenz, Braunschweig, Dortmund, Wuppertal, Hildesheim, Pforzheim, Zweibrücken, Würzburg, Osnabrück, Hamburg und weitere deutsche Städte durch die britische Luftwaffe. So wurden zum Beispiel über Dresden während eines einzigen Angriffs mehr als 650.000 Elektron-Thermitstäbe abgeworfen.
Ein militärischer Einsatz ist nur in wenigen, sehr begrenzten Ausnahmefällen sinnvoll, da sich diese Waffe nicht zur Bekämpfung von Punktzielen eignet. Sie bietet nur bei Flächenbombardements, also einem Einsatz gegen sehr große bebaute Flächenziele, eine für den Angreifer günstige Kosten-Nutzen-Relation."

>>> https://en.wikipedia.org/wiki/Dehousing (weit mehr, als in deutschen)

Das Folgende ist aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Area_Bombing_Directive

"Ziel war es, acht Millionen Häuser und 60 Millionen Wohnungen zu zerstören. Er rechnete mit 900.000 Toten und einer Million Schwerverletzter".[1]

Heute, d.h. mit der Neuregelung im Genfer Abkommen von 1949 und speziell durch Artikel 51 des Zusatzprotokolls I von 1977, gelten derartige Flächenbombardements allgemein als Kriegsverbrechen.“

Und das war es, wie dort ebenfalls ausgeführt wird, auch schon zuvor!

Und deshalb gab es auch so heftige Debatten bereits im Vorfeld!

Quelle des Folgenden: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Luftangriffe_der_Alliierten_(1939%E2%80%931945)...

„Das fünf Jahre währende Bombardement deutscher Städte und Gemeinden im Zweiten Weltkrieg ist ohne Vergleich in der Geschichte. Neben der Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten des Reiches war es die größte Katastrophe auf deutschem Boden seit dem Dreißigjährigen Krieg. Bombardiert wurden mehr als tausend Städte und Ortschaften. Auf dreißig Millionen Zivilpersonen, überwiegend Frauen, Kinder und Alte, fielen nahezu eine Million Tonnen Spreng- und Brandbomben. Mehr als eine halbe Million Todesopfer und der unwiederbringliche Verlust der seit dem Mittelalter gewachsenen deutschen Städtelandschaft waren zu beklagen.

In der nationalen Erinnerung haften die Fanale von Dresden und Hamburg. Das Los von Pforzheim, Dortmund, Darmstadt, Krefeld, Kassel und zahlreicher weiterer Städte, die ebenso eingeäschert wurden, ist kaum bekannt. Bis heute existiert keine umfassende zeitgeschichtliche Darstellung, die die tatsächliche Dimension des Geschehens und das Schicksal der Betroffenen erfasst.“

– Klappentext zu Jörg Friedrich: Der Brand (2002)"

Der z. B. bezüglich Berlins mit viel zu geringen Zahlen ausgeht, wie heute bekannt ist.

"Die alliierten Luftangriffe von 1939 bis 1945 waren die Reaktion auf die militärische Aggression des nationalsozialistischen Deutschlands in Europa, insbesondere gegen Westeuropa und den transatlantischen Handelsverkehr. Die Luftangriffe hatten zum Ziel, Infrastruktur und Industrie im Deutschen Reich zu zerstören oder zu schwächen sowie die Demoralisierung der Bevölkerung. So sollte eine schnelleres Kriegsende mit der Vernichtung des Nationalsozialismus erreicht werden.

„Von Essen abgesehen haben wir niemals ein besonderes Industriewerk als Ziel gewählt. Die Zerstörung von Industrieanlagen erschien uns stets als eine Art Sonderprämie. Unser eigentliches Ziel war immer die Innenstadt.“
– Arthur Harris[1][2][3]"

Wie kann man das nur verteidigen und/oder die Verantwortung dafür übernehmen wollen! Kopfschüttelsmiley!!

Wie können die ständigen nach-unten-Korrekturen mit dem o. g. Ziel zusammengehen, wonach 900.000 Tote - vorwiegend Zivilisten (!!) - geplant waren. Die englischsprachigen Wiki-Seiten sind dazu ohnehin oft viel realistischer.

Aber klar: Alles nur böse Propaganda! So wie, dass die US-Amis mindestens eine Million Tote im Irak zu verantworten haben (was leider nur zu wahr ist!).

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

danke auch wg. Leipzig/Dresden

Dieter, Montag, 18.01.2016, 15:41 vor 3673 Tagen @ azur 2497 Views

Hallo azur,
ich finde es gut, daß Du noch einmal das Thema Leipzig/Dresden-Bombardierungen aufgenommen hast.

Die kurze Formel lautet nun einmal:
Engländer und Amis haben die Städte in ihrer Auswahl und zu entsprechenden Zeitpunkten bombardiert, um möglichst viele Menschen zu ermorden und ihr Ziel haben sie zweifelsohne auch erreicht.

Auch zur Verschleierungstaktik Antifa meine volle Zustimmung.

Gruß Dieter

Allerbesten Dank für die schnelle Aufklärung! Dieses Forum ist unersetzlich!

Weiner @, Montag, 18.01.2016, 14:50 vor 3673 Tagen @ Weiner 2770 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 14:53

Hallo! Ich hatte Nachtschicht, und war nicht auf dem neuesten Stand. Deswegen auch die unpassende Begrüßung. Ich bitte um Entschuldigung! MfG, Weiner

Inzwischen kann ich mir vorstellen, dass es sich dabei

Balu @, Montag, 18.01.2016, 18:21 vor 3673 Tagen @ Weiner 2394 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.01.2016, 18:59

dass es sich dabei um das offizielle Parteiprogramm handelt. Warum nicht, sollten Demos gekauft werden können und wollen? Im Kapitalismus gibt´s alles zu kaufen, bsp. Politik, gekauft von Lobbyisten, angestellt beim und bezahlt vom Kapital, das dank unserer unreflektierten Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen immer mehr akkumuliert. Helfen würden hier nur Boykotte, kurze, energische, konsequente Boykotte, reihum, um die Kapitalmaschinen zu zerstören oder besser noch, Arbeitsverweigerung.

Leider illusorisch, aber die JU ist voll auf dem Weg der NWO.
Mal abwarten, wann die absortiert werden und in den Mülleimer der Geschichte wandern.

Gruß BAlu

--
Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Kennt noch jemand den "Mai-Taler"?

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 18.01.2016, 21:08 vor 3673 Tagen @ Balu 2336 Views

dass es sich dabei um das offizielle Parteiprogramm handelt. Warum nicht,
sollten Demos gekauft werden können und wollen? Im Kapitalismus gibt´s
alles zu kaufen, bsp. Politik, gekauft von Lobbyisten, angestellt beim und
...

In der Lehre haben mir die Ollen erzählt, dass es früher (für Bier und Bockwurst) vom VEB fünf Mark gab, am Ende der 1.Mai-Demo.

Kann sein, dass das nur weitererzählte West-Propaganda war (RIAS), aber ich glaube das, bedenkt man die Zeit nach dem 17. Juni und die Stimmung im "Proletariat". Erlebt hab` ich's nicht mehr. Zu meiner Zeit wurde nur abgehakt, wer da war (und wer nicht!).

Grusz

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

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