KenFM entlarvt leeres Gelaber der Kanzlerin mit schlauem Experiment

stocksorcerer @, Freitag, 15.01.2016, 08:49 vor 3675 Tagen 9188 Views

sehr schön. Es stimmt nämlich einfach nicht. Wenn man Messlatten anlegt, muss die gelebte Kultur und das herrschende Recht überall Anwendung finden. Da darf es in der Politik keine Ausnahmen geben.

ab 12:00 wird es richtig spannend - viel Spaß

https://www.youtube.com/watch?v=jJCB_bbpY90


Gruß
stocksorcerer

Wie immer sehr sehenswert

Kaladhor @, Münsterland, Freitag, 15.01.2016, 11:29 vor 3675 Tagen @ stocksorcerer 3773 Views

und das "Experiment" finde ich schon sehr gelungen.

Gruß,
Kaladhor

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Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Untertanengeist

Falkenauge @, Freitag, 15.01.2016, 11:58 vor 3675 Tagen @ stocksorcerer 4228 Views

„Armes, unglückliches deutsches Vaterland! Welche Schande steht dir bevor, wenn du sie erträgst, diese Schmach! Welche Schmerzen, wenn du sie nicht erträgst! Nie ist ein Volk von seinen Machthabern grausamer verhöhnt worden. Nicht bloß, dass jene Bundestagsordonnanzen voraussetzen, wir ließen uns alles gefallen – man möchte uns dabei noch einreden, es geschehe uns ja eigentlich kein Leid oder Unrecht. Wenn ihr aber auch mit Zuversicht auf knechtische Unterwürfigkeit rechnen durftet, so hattet ihr doch kein Recht, uns für Dummköpfe zu halten.

Eine Hand voll Junker, die nichts gelernt haben als ein bisschen Rosstäuscherei, Kartenspieltricks, Becherspiel oder sonstige plumpe Schelmenkünste, womit man höchstens nur Bauern auf Jahrmärkten übertölpeln kann – diese wähnen, damit ein ganzes Volk betören zu können, und zwar ein Volk, welches das Pulver erfunden hat und die Buchdruckerei und die „Kritik der reinen Vernunft“. Diese unverdiente Beleidigung, dass ihr uns für noch dümmer gehalten, als ihr selber seid, und euch einbildet, uns täuschen zu können, das ist die schlimmere Beleidigung, die ihr uns zugefügt in Gegenwart der umstehenden Völker, die noch mit Erstaunen warten, was wir tun werden. Es handelt sich jetzt nicht mehr, sagen sie, um die Freiheit, sondern um die Ehre."

Wie lange wird sich das Volk das gefallen lassen? Riskieren die Oberen nicht, dass sich einzelne Verwegene an sie heranschleichen und zur Gewalt greifen?

"Verlasst euch aber nicht auf Ohnmacht und Furcht von unserer Seite. Der verhüllte Mann der Zeit, der ebenso kühnen Herzens wie kundiger Zunge ist und das große Beschwörungswort weiß und es auch auszusprechen vermag, er steht vielleicht schon in eurer Nähe. Vielleicht ist er in knechtischer Livree oder gar in Harlekinstracht vermummt, und ihr ahnet nicht, dass es euer Verderber ist, welcher euch untertänig die Stiefel auszieht oder durch seine Schnurren euer Zwerchfell erschüttert. Graut euch nicht manchmal, wenn euch die servilen Gestalten mit fast ironischer Demut umwedeln und euch plötzlich in den Sinn kommt: Das ist vielleicht eine List; dieser Elende, der sich so blödsinnig absolutistisch, so viehisch gehorsam gebärdet, der ist vielleicht ein geheimer Brutus? Habt ihr des Nachts nicht manchmal Träume, die euch vor den kleinsten windigsten Würmern warnen, die ihr des Tags zufällig kriechen gesehen?"

Aber man kann sich das nur im Scherz vorstellen. Zu stark lebt der Untertanengeist im deutschen Volk. Es empfindet, dass etwas nicht stimmt, aber es bringt sich die Dinge nicht ins Bewusstsein, es durchschaut die wahren Verhältnisse nicht. Und wenn Einzelne es darauf hinzuweisen versuchen, verbündet es sich eher mit der Obrigkeit als mit ihnen. Die Herrschenden können sich leider sicher fühlen.

„Ängstigt euch nicht! Ich scherze nur, ihr seid ganz sicher. Unsere dummen Teufel von Servilen verstellen sich durchaus nicht. Seid auch außer Sorge in betreff der kleinen Narren, die euch zuweilen mit bedenklichen Späßen umgaukeln. Der große Narr schützt euch vor den kleinen. Der große Narr ist ein sehr großer Narr, riesengroß, und er nennt sich deutsches Volk. Oh, das ist ein sehr großer Narr! Seine buntscheckige Jacke besteht aus sechsunddreißig Flicken. An seiner Kappe hängen, statt der Schellen, lauter zentnerschwere Kirchenglocken, und in der Hand trägt er eine ungeheure Pritsche von Eisen. Seine Brust aber ist voll Schmerzen. Nur will er an diese Schmerzen nicht denken, und er reißt deshalb umso lustigere Possen, und er lacht manchmal um nicht zu weinen. Treten ihm seine Schmerzen allzu brennend in den Sinn, dann schüttelt er wie toll den Kopf, und betäubt sich selber mit dem christlich frommen Glockengeläute seiner Kappe.

Kommt ein guter Freund zu ihm, der teilnehmend über seine Schmerzen mit ihm reden will, oder gar ihm ein Hausmittelchen dagegen anrät: dann wird er rein wütend und schlägt nach ihm mit der eisernen Pritsche. Er ist überhaupt wütend gegen jeden, der es gut mit ihm meint. Er ist der schlimmste Feind seiner Freunde und der beste Freund seiner Feinde. Oh! der große Narr wird euch immer treu und unterwürfig bleiben, mit seinen Riesenspäßchen wird er immer eure Junkerlein ergötzen, er wird täglich zu ihrem Vergnügen seine alten Kunststücke machen, und unzählige Lasten auf der Nase balancieren, und viele hunderttausend Soldaten auf seinem Bauche herumtrampeln lassen. Aber habt ihr gar keine Furcht, dass dem Narren mal all die Lasten zu schwer werden, und dass er eure Soldaten von sich abschüttelt und euch selber, aus Überspaß, mit dem kleinen Finger den Kopf eindrückt, so dass euer Hirn bis an die Sterne spritzt? Fürchtet euch nicht, ich scherze nur. Der große Narr bleibt euch untertänigst gehorsam, und wollen euch die kleinen Narren ein Leid zufügen, der große schlägt sie tot.“

Das sind Zitate von Heinrich Heine (1797 - 1856).
Ähnlichkeiten mit heutigen Zuständen sind nicht zufällig. Denn die seelischen Ursachen schwelen fort.
Mehr über Heine hier.

Gelaber

uluwatu @, Bangkok, Samui, Uluwatu, Freitag, 15.01.2016, 12:26 vor 3675 Tagen @ stocksorcerer 4916 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 19:45

Ken hat imho seinen Zenit bereits überschritten.

Natürlich für jemanden fernab der Materie bereitet es den Boden für eine gewissen Aufklärung und genau das hab ich immer an ihm geschätzt. Es ist aber nichts anderes, wie es auch Alex Jones macht, nur dieser bereits seit langer Zeit und ausführlicher. Böse Elite, böse Firmen, böser Westen etc.

Aber seit Köln dreht Ken völlig am Rad und die ersten Minuten dieses Videos wecken in mir ein Brechgefühl. Wir sind Papst, wir sind Weltmeister, natürlich sind das dämliche Sprüche, aber wer sollte sich darüber aufregen, da hört man einfach drüber weg. Bei wir sind Ramstein, wir sind Mörder und dergleichen geht mir aber die Galle hoch.

Natürlich haben wir inländische Straftäter, natürlich geschahen ähnliche Taten bereits im Vorfeld, ABER muss man sich dazu noch weitere kriminelle Energie importieren? Das braucht niemand, die Resourcen sind schon durch den autochtonen Abschaum gebunden und wer zureist, sollte sich verdammt nochmal 100 % an die Gesetze halten, oder sofort einen Arschtritt bis zurück ins Morgenland bekommen.

Dieser ständige Vergleich von Äpfel mit Birnen wird zunehmend unerträglich. Es ist an den Likes zu seinen Videos ersichtlich, dass seine Sicht zu dieser Thematik beim User immer weniger Zuspruch findet.

Danke!

Nico @, Freitag, 15.01.2016, 13:24 vor 3675 Tagen @ uluwatu 3834 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.01.2016, 13:45

Ich hätte gerade sehr Ähnliches schreiben wollen und kann mir mein Posting jetzt wohl sparen.

Nur die Anmerkung, dass ich die Arbeit von Ken FM insgesamt dennoch als wertvoll erachte, so wie du, lieber uluwatu, selbst aber auch zu erkennen gegeben hast.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Durch Gleichmacherei wird nichts besser!

mabraton @, Freitag, 15.01.2016, 15:24 vor 3674 Tagen @ uluwatu 3177 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.01.2016, 15:54

Hallo uluwatu,

gut auf den Punkt gebracht. All das was global schief läuft in Vergleich zu ziehen mit Menschen, die sich so Verhalten wie eine Menge Flüchtlinge das tun, ist nicht sinnvoll und nicht lösungsorientiert. Köln ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Der Großteil wird sich nicht integrieren.

Beste Grüße
mabraton

Moral als Metapher für das gesellschaftlich Nützliche?

software-engineer @, Freitag, 15.01.2016, 23:04 vor 3674 Tagen @ uluwatu 2624 Views

Auch mir geht der ständig moralisierende Tonfall, das ständige Appellieren an das moralische Über-Ich von Ken ein wenig auf den Wecker.

Ken sollte mal ein wenig innehalten, sich zurücklehnen und darüber nachdenken, ob es auch noch andere Ebenen der journalistischen Auseinandersetzung mit der Realität gibt.

Sollte er das lesen, würde er sich wahrscheinlich sofort empören, da er sein Moralisieren sozusagen als heldenhaft empfindet. Moral ist jedoch häufig eine Metapher für das gesellschaftlich Nützliche. Warum also nicht mal den erhobenen Zeigefinger weg lassen und die Dinge ganz konkret vom Gesichtspunkt der gesellschaftlichen Nützlichkeit aus betrachten?

--
Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.

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